DE3109006C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Aufzeichnen
und/oder Wiedergeben von breitbandigen Signalen, insbesondere
von Farbvideosignalen, nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Das fortwährende Bemühen um die Erhöhung der Speicherdichte
bei Magnetbandgeräten für die Aufzeichnung von Farbfernseh
signalen hat zur Einführung einer Reihe von Maßnahmen geführt,
von denen jede einen gewissen Beitrag zur Realisierung dieser
Aufgabe liefert. Die bekannten Maßnahmen lassen sich grob in
zwei Kategorien einteilen: Die erste Kategorie von Lösungs
maßnahmen befaßt sich mit der Erhöhung der nutzbaren Frequenz
bandbreite eines vorgegebenen Magnetband-Gerätetyps bzw. der
Herabsetzung der notwendigen Relativgeschwindigkeit zwischen
dem oder den Magnetwandlern und dem magnetischen Aufzeichnungs
träger unter Beibehaltung der augenblicklichen oberen Grenz
frequenz. Durch Verkleinerung der relevanten Abmessungen der
Magnetwandler und durch Verbesserung der magnetischen Eigen
schaften der Aufzeichnungsträger lassen sich bis
zu einem gewissen Grad die aufzuzeichnenden kleinsten Wellen
längen noch weiter verringern, wodurch der oben angegebene
Effekt eintritt.
Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Aufzeichnungsqualität
bei gleichzeitig geringeren Anforderungen an mechanische und
elektrische Eigenschaften der Magnetbandgeräte ist das in der
Technik seit langem gebräuchliche Verfahren zur Umsetzung des
auf einem Hilfsträger modulierten Farbartsignals in ein Fre
quenzband, das sich an die untere Grenze des frequenzmodulierten
Helligkeitssignals anschließt. Ein solches Verfahren ist aus
der DE-OS 18 08 439 bekannt.
Ein weiteres Verfahren zur Erhöhung der Speicherdichte bei
der Speicherung von Signalen auf Magnetband ist in der DE-OS
19 35 109 beschrieben. Dort werden die Farbfernsehsignale
in ein Luminanzsignal und ein Chrominanzsignal getrennt und
in gesonderten Aufzeichnungsspuren von gesonderten Aufzeich
nungsköpfen niedergelegt. Dabei ist die Anordnung so getroffen,
daß sich die erste Art und die zweite Art von Spuren zumindest
teilweise überlappen, wobei zur Vermeidung des Übersprechens
die Kernspalte der Magnetköpfe der ersten und der zweiten Art
in der Ebene des Magnetbandes einen Winkel einschließen (Azimut-
Aufzeichnung).
In der DE-OS 14 74 268 ist ein Magnetbandgerät zur Fernsehauf
zeichnung beschrieben, bei dem sich ein Magnetband wendelförmig
um eine Abtasteinrichtung bewegt, in welcher ein Kopfrad mit
zwei diametral einander gegenüberliegenden Magnetköpfen rotiert.
Zur Unterdrückung des bei der Aufzeichnung ohne Zwischenraum
zwischen den einzelnen Spuren auftretenden Übersprechens sind
die Synchronimpulse benachbarter Spuren so angeordnet, daß sie
auch bei Abweichungen des Magnetkopfes von der Spur bei der
Wiedergabe die Synchronisierung des wiedergegebenen Bildes
nicht nachhaltig beeinflussen. Gleichzeitig ist damit eine
wünschenswerte Vereinfachung bei Zeitlupen- oder Zeitraffer
wiedergaben gegeben. Die Zusammenhänge bei der Ausrichtung
der Synchronimpulse sind auch in einem Aufsatz von F. T. Backers
und J. H. Wissels unter dem Titel "An experimental apparatus for
recording television signals on magnetic tape" in Philips Technical
Review, Vol. 24, Nr. 3, S. 81 bis 83, 1962 beschrieben.
Aus der DE-OS 26 29 706 ist weiter ein Verfahren zur Übertragung
und/oder Aufzeichnung von Farbfernsehsignalen bekannt, bei welchem
die Farbinformation zeitkomprimiert zeilensequentiell während
der Horizontal-Austastlücke übertragen und/oder aufgezeichnet
wird, wobei ein breitbandiges Leuchtdichtesignal beibehalten
und eine zuverlässige Synchronisierung gewährleistet wird. Das
bekannte Verfahren bietet eine Verbesserung der Auflösung und
geringere Farbverfälschungen. Die Leuchtdichteinformation wird
dabei während etwa 80% der Zeilendauer und die Farbsignale zeit
komprimiert zeilensequentiell während der Horizontal-Austast
lücke eines genormten Fernsehsignals übertragen. Weiter werden
die Farbsignale während des größten Teils der restlichen 20%
der Zeilendauer übertragen bzw. aufgezeichnet und während einer
Zeit, die klein gegenüber der zur Übertragung der Farbsignale
zur Verfügung stehenden ist, wird ein Austastwert übertragen,
der beim Unbuntwert der Farbsignale liegt. Nach einer Ausge
staltung des bekannten Verfahrens wird in jeder zweiten Zeile
ein Austastwert und in den anderen Zeilen ein Synchronimpuls
übertragen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß bei der
Übertragung bzw. Aufzeichnung entstehende Amplitudenfehler
sich allenfalls als Farbsättigungsfehler, jedoch nicht als
Farbartfehler bemerkbar machen. Außerdem wird eine ausreichende
Synchronisierung ermöglicht und es kann mit Hilfe des Synchron
impulses ein bei der Wiedergabe notwendiger Schalter für die
Farbdifferenzsignale synchronisiert werden.
Ferner ist aus der DE-OS 27 45 337 bekannt, den Bandbreiten
bedarf bei der Aufzeichnung von breitbandigen Signalen dadurch
zu reduzieren, diese Signale zeitlich nacheinander in n-Gruppen
aufzuteilen und in mehreren Kanälen aufzuzeichnen. Dabei handelt
es sich jedoch um einen dynamischen Speicher mit mehreren parallelen
Spuren in Längsrichtung des Magnetbandes.
Aus der DE-OS 29 08 321 ist weiter ein Verfahren zum Übertragen
oder Speichern breitbandiger Signale in mehreren schmalbandigen
Kanälen bekannt, bei dem das Ursprungssignal in einzelne Signal
abschnitte unterteilt und diese vor und nach der Übertragung
oder Speicherung zueinander reziproken Zeittransformationen
unterworfen werden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine
Aufspaltung des Farbvideosignals in Signalabschnitte mit dem
Inhalt des Helligkeits- und in solche mit dem Inhalt des
Farbartsignals.
Aus dem Tagungsband der Vorträge der 7. Jahrestagung der Fernseh-
und Kinotechnischen Gesellschaft, 1979 in Dortmund, S. 159-170
ist ein System zur digitalen Aufzeichnung von Videosignalen auf
Magnetband bekannt. Darin werden zur Erzielung der erforder
lichen Übertragungsbandbreite die digitalisierten Daten auf
zwei gleichartige Kanäle aufgeteilt und jeweils nach der Umco
dierung in einen Kanalcode durch ein Magnetkopfpaar aufgezeich
net. Bei der Wiedergabe werden die gleichartigen Signale aus
beiden Kanälen wieder zusammengefaßt, digital/analog gewandelt
und dargestellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Auf
zeichnen und/oder Wiedergeben nach dem Gattungsbegriff so fort
zubilden, daß eine merkbare Verbesserung des Störabstandes er
zielt wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den im kennzeichnenden
Teil des Hauptanspruchs angegebenen Maßnahmen.
Das erfindungsgemäße System mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß die Spei
cherdichte auf dem Aufzeichnungsträger weiter erhöht werden kann.
Als weiterer Vorteil ist anzusehen, daß das Übersprechen zwischen
den einzelnen Aufzeichnungskanälen reduziert und Zeitlupen- und
Zeitrafferwiedergabe ermöglicht wird.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Haupt
anspruch angegebenen Systems möglich. Besonders vorteilhaft
ist, daß der apparative Aufwand gering und die erfindungs
spezifischen Schaltungen mit geringem Aufwand realisierbar
sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar
gestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung ein Kopfrad zur Verwendung
in dem erfindungsgemäßen System,
Fig. 2 ein Spurbild auf einem Magnetband, aufgezeichnet durch
ein Kopfrad nach Fig. 1,
Fig. 3 als Schema das Prinzip des Speichersystems,
Fig. 4 den zeitlichen Zusammenhang bei der Signalverarbeitung
nach Fig. 3,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel einer Schaltungsanordnung nach
dem erfindungsgemäßen System.
In Fig. 1 wird ein Magnetband 10 durch Umlenkelemente 11, 12
so um ein Kopfrad 13 geführt, daß es dieses in einem Winkel
von etwa 180° umschlingt. Dabei beschreibt das Magnetband 10
eine halbe Helix, so daß die auf dem Kopfrad 13 angeordneten
Magnetköpfe 1.1, 1.2, 2.1 und 2.2 das Magnetband 10 in einer
Folge von schräg zur Bandkante angeordneten Spurabschnitten
beschreiben. Diese Zusammenhänge sind in Fig. 2 näher erläutert.
Von den auf dem Kopfrad 13 angeordneten Magnetköpfen bilden
jeweils die Köpfe 1.1 und 2.1, sowie 1.2 und 2.2 einen Aufzeichnungs-
bzw. Wiedergabekanal. Die jeweils einander diametral gegenüber
liegenden Magnetköpfe sind also elektrisch so miteinander ver
schaltet, daß sie jeweils gleichzeitig elektrische Signale zur
Aufzeichnung auf das Magnetband erhalten, bzw. bei der Wieder
gabe das Magnetband abtasten und dabei gleichartige Signale
aufnehmen.
Die räumliche Anordnung der Magnetköpfe auf dem Kopfrad 13
soll im weiteren unter Zuhilfenahme der Spurenanordnung in
Fig. 2 erläutert werden. Das Magnetband 10 in Fig. 2 wird
mit gleichbleibender Geschwindigkeit durch bekannte und daher
nicht weiter dargestellte Antriebseinrichtungen in Bandlängs
richtung, beispielsweise in Richtung des Pfeiles 21,
transportiert. Das Kopfrad
13 mit den am Umfang befestigten Magnetköpfen rotiert rasch
in Richtung des Pfeiles 14, wodurch infolge der Steigung
des Magnetbandes während der 180°-Umschlingung auf dem Magnet
band 10 eine Folge von Magnetspuren 25 geschrieben werden.
Diese Spuren sind in Fig. 2 mit den Bezugszeichen der sie er
zeugenden Magnetköpfe gekennzeichnet, und man erkennt, daß
sich die Aufzeichnungssequenz nach jeweils 4 Spuren wiederholt.
Die Richtung der Aufzeichnung auf dem Magnetband ist durch den
Pfeil 26 angedeutet.
Die Magnetkopfpaare 1.1, 2.1 und 1.2, 2.2 sind auf dem Kopfrad 13 um
einen gewissen Winkelbetrag in der Ebene des Kopfrades gegen
einander versetzt. Die beiden Magnetkopfpaare sind weiter senk
recht zur Zeichenebene in der Höhe gegeneinander versetzt und
zwar derart, daß die jeweils diametral einander gegenüberlie
genden Magnetköpfe in der gleichen Ebene rotieren. Die Größe
des Winkelversatzes in der Kopfradebene und des Höhenversatzes
senkrecht zu dieser ergibt sich vor allem aus dem Wunsch, auf
dem Magnetband 10 Spuren zu schreiben, welche den vorhandenen
Speicherraum möglichst vollständig ausnutzen. Je nach Wahl der
Umfangsgeschwindigkeit des Kopfrades, dessen Durchmesser, der
Breite des Magnetbandes und dessen Transportgeschwindigkeit
ist der Versatz so gewählt, daß die einzelnen Spuren 25 stets
möglichst nahe an der Bandkante beginnen und vor dieser auf
hören. Weiter ist die Aufzeichnung der Spuren ohne Sicherheits
abstände zwichen den einzelnen Spuren erwünscht, um die Auf
zeichnungsdichte weiter zu erhöhen. Um das Übersprechen zwischen
den einzelnen Spurabschnitten möglichst zu unterdrücken, ist die
Anordnung so getroffen, daß die Magnetköpfe eines Aufzeichnungs
kanals einen anderen Winkel des Kopfspaltes aufweisen als die
des anderen Aufzeichnungskanals (Fig. 2). Infolgedessen tritt
beim versehentlichen teilweisen Überstreichen eines Spurab
schnittes durch einen nicht dafür vorgesehenen Magnetkopf eine
starke Dämpfung der Signale aus der Nebenspur infolge der Winkel
abweichung auf. Dieser Effekt ist als Azimut-Dämpfung in der
Technik bekannt.
Um die Übersprechstörungen von einem Spurabschnitt zum benach
barten, also von einem Kanal zum anderen, weiter zu unterdrücken,
soll die Spuranordnung so getroffen sein, daß, wie bei 27 in
Fig. 2 angedeutet, die durch große Amplitudenwerte bzw. gleiche Frequenzen gekennzeich
neten Synchronanteile im Signal jeweils nebeneinanderliegen.
In der schematischen Darstellung der Fig. 3 ist das erfindungs
gemäße Speicherprinzip erläutert. Das bei 31 eingehende FBAS-Signal
wird durch eine Umschalteinrichtung 32 abwechselnd auf zwei
Speichereinrichtungen 33, 34 gegeben. Dabei liegt die Schalt
frequenz der Schalteinrichtung 32 bei dem gleichen Wert wie
die Zeilenfrequenz des aufzuzeichnenden Farbfernsehsignals.
Infolgedessen wird jeweils eine Zeile in den Speicher 33, die
nächstfolgende in den Speicher 34 eingelesen, usw. Für das Aus
lesen der in den Speichereinrichtungen 33, 34 enthaltenen Sig
nalabschnitte von Zeilenlänge wird eine Taktrate gewählt,
welche nur halb so hoch wie die zum Einspeichern verwendete
ist. Infolgedessen dauert der Auslesevorgang doppelt so lang,
die einzelnen Signalabschnitte werden also zeitlich gedehnt.
Die Schalteinrichtungen 35, 36 befinden sich während der Betriebs
art Aufzeichnung in der bezeichneten Schaltstellung. Die von der
Speichereinrichtung 33 ausgelesenen Signalabschnitte werden daher
dem die Magnetköpfe 1.1 und 2.1 enthaltenden Aufzeichnungskanal
zugeführt, die aus der Speichereinrichtung 34 ausgelesenen dem
Aufzeichnungskanal, welcher die Magnetköpfe 1.2 und 2.2 enthält.
Bei der Betriebsart Wiedergabe sind die Schalteinrichtungen 35,
36 in die andere, nicht dargestellte, Schaltstellung geschaltet.
Die von dem Magnetband abgenommene magnetische Information
wird durch die Magnetköpfe 1.1, 2.1 des ersten Aufzeichnungskanals
der Speichereinrichtung 37 zugeleitet, die magnetische Infor
mation des anderen Kanals von den Magnetköpfen 1.2 und 2.2 über
die Schalteinrichtung 36 der Speichereinrichtung 38. Das Ein
lesen der Signale in die Speichereinrichtungen 37, 38 erfolgt mit
der gleichen Taktrate, mit der die Signale aus den Speichern 33,
34 ausgelesen wurden, das Auslesen aus den Speichereinrichtungen
37, 38 mit einer doppelt so hohen Taktrate, also mit der
gleichen, mit der die Ursprungs-Signalabschnitte in die
Speichereinrichtungen 33, 34 eingelesen wurden. In den Spei
chereinrichtungen 37, 38 werden daher die vom Magnetband aus
gelesenen Signale komprimiert und von der Schalteinrichtung
39 zu einem kontinuierlichen Signalzug zusammengefaßt, welcher
in seinem Aussehen den bei 31 eingehenden Ursprungs-Signalen
entspricht. Infolge der Zeittransformationsvorgänge in den
Speichereinrichtungen 33, 34 bzw. 37, 38 ist das ausgehende
Farbfernsehsignal bei der Wiedergabe mit einer Grundverzöge
rung behaftet, wie in Fig. 4 erkennbar ist.
In Fig. 4 sind die bei 31 (Fig. 3) eingehenden Signalabschnitte
fortlaufenden mit Z 1, Z 2, Z 3 usw. bezeichnet. Nach dem Durch
lauf durch die Speichereinrichtungen 33, 34 ergibt sich ein
zweikanaliger Signalfluß von der Form, daß in dem einen Kanal
die inzwischen expandierten Signalabschnitte Z′ 1, Z′ 3 usw. und
in dem anderen Kanal die ebenfalls zeitgedehnten Signalabschnitte
Z′ 2, Z′ 4 usw. enthalten sind. Dabei müssen die Signalabschnitte
in den beiden parallelen Kanälen nicht unbedingt zeitlich gleich
zeitig auftreten, es können auch die Signalabschnitte des einen
Kanals gegenüber denen des anderen Kanals zeitlich versetzt sein.
Bei der Wiedergabe werden die in den beiden parallelen Kanälen
aufgezeichneten Signalabschnitte komprimiert und durch die Schalt
einrichtung 39 (Fig. 3) wieder zu einem fortlaufenden Signalzug
Z 1, Z 2, Z 3 usw. zusammengefaßt.
Die Signalverarbeitung in der Schaltungsanordnung nach Fig. 5
erfolgt in der Weise,
daß die Zeitbasisänderungen der Signalab
schnitte im Videobereich, d. h. vor der Modulation bei der
Aufzeichnung und nach der Demodulation bei der Wiedergabe,
vorgenommen werden. Die Schaltungsanordnung weist daher einen
Tiefpaß 701 zur Abtrennung des Helligkeitssignals und einen
Bandpaß 702 zur Abtrennung des Farbartsignals auf. Beiden
Bandpässen werden Eingang 700 die zu verarbeitenden Sig
nale zugeführt. Im Signalweg des Farbartsignals befindet sich
im Anschluß an den Bandpaß 702 eine Einrichtung 703 zur Um
setzung der Frequenz des Farbartsignals in einen Bereich, der
sich an die untere Grenze des Helligkeitssignals anschließt.
Am Ausgang der Umsetzereinrichtung 703 befindet sich eine
Schalteinrichtung 704 und am Ausgang des Tiefpasses 701 eine
Schalteinrichtung 705, welche beide mit der Frequenz der auf
einanderfolgenden Signalabschnitte geschaltet werden. Infolge
dessen gelangen die Signalabschnitte mit dem Helligkeitssignal
aus dem Tiefpaß 701 abwechselnd zu den Speichereinrichtungen
706 und 707. In diese Speichereinrichtungen werden die Signal
abschnitte mit einer so hohen Taktrate eingeschrieben, daß die
Rekonstruktion des Ursprungssignals möglich ist. Im allgemeinen
beträgt diese Taktrate mindestens das zweifache der höchsten
im Eingangssignal vorkommenden Frequenzen. Das Auslesen der
Signalabschnitte aus den Speichereinrichtungen 706, 707 erfolgt
mit einer Taktrate, welche exakt das Einhalbfache der Einschreib
taktrate beträgt, die Signalabschnitte sind daher nach dem Aus
lesen auf die doppelte zeitliche Länge gedehnt. Am Ausgang der
Speichereinrichtung 706 befindet sich ein Modulator 708, in
welchem die zeitgedehnten Signalabschnitte des Helligkeitssig
nals einer Trägerfrequenz aufmoduliert werden. In gleicher Weise
werden die Signalabschnitte vom Ausgang der Speichereinrichtung
707 in einem Modulator 709 frequenzmoduliert.
Die aus der Frequenzumsetzereinrichtung 703 gelangenden Signal
abschnitte mit der Farbinformation werden durch die Schaltein
richtung 704 abwechselnd den Speichern 710 und 711 zugeleitet.
In diesen Speichereinrichtungen werden die Farbartsignale in
gleicher Weise wie das Helligkeitssignal mit unterschiedlichen
Taktraten eingeschrieben und ausgelesen, so daß die aus den
Speichereinrichtungen 710, 711 ausgehenden Signale auf das
Doppelte ihrer Ursprungslänge gedehnt sind und daher einen
ununterbrochenen Signalstrom darstellen. Vom Ausgang der
Modulationsstufe 708 gelangen die frequenzmodulierten zeit
gedehnten Helligkeitssignale zu einem Eingang einer Addier
stufe 712, vom Ausgang der Speichereinrichtung 710 die in
der Frequenz umgesetzten, zeitgedehnten, Farbartsignale zu
dem zweiten Eingang der Addierstufe 712. Hier werden beide
Signale vereinigt und über die bei Aufzeichnung in der ge
zeichneten Schaltstellung verharrenden Schalteinrichtung 714
der Signalspule des Magnetwandlers 1 zugeführt, welcher die
zugeführte Information in Änderungen der Magnetisierung des
Magnetbandes 10 umsetzt.
In gleicher Weise werden die frequenzmodulierten Helligkeits
signale und die frequenzumgesetzten, zeitgedehnten Farbart
signale des anderen Aufzeichnungskanals in der Addierstufe
713 addiert und über die in Aufnahmestellung gezeichnete
Schalteinrichtung 715 dem Magnetwandler 2 zugeführt, der sie
auf dem Magnetband 10 aufzeichnet.
Bei der Wiedergabe befinden sich die Schalteinrichtungen 714,
715 jeweils in der anderen, nicht gezeichneten Schaltstellung,
so daß die Magnetisierungsänderungen des Magnetbandes 10 durch
die Magnetwandler 1, 2 erfaßt und als elektrische Signale den
Eingängen der Frequenzfilter 716, 717, 718 und 719 zugeführt
werden. Dabei werden die vom Magnetband 10 abgenommenen Signale
des Magnetkopfes 1 gemeinsam dem Hochpaß 716 und dem Tiefpaß
718 zugeführt. Die Demodulationsstufe 720 am Ausgang des Hoch
passes 716 wandelt das frequenzmodulierte, zeitgedehnte Hellig
keitssignal in ein zeitgedehntes Helligkeitssignal um, das mit
der Taktrate, welche der Auslesetaktrate aus der Speicherein
richtung 706 entspricht, in die Speichereinrichtung 722 einge
schrieben wird. Das durch das Tiefpaßfilter 718 abgetrennte
zeitgedehnte Farbartsignal wird in gleicher Weise der Speicher
einrichtung 724 zugeleitet und dort ebenfalls mit der Taktrate
eingeschrieben, die der Auslesetaktrate der Signale aus der
Speichereinrichtung 710 beim Einschreiben entspricht. In gleicher
Weise werden die in dem zweiten Aufzeichnungskanal durch den Mag
netkopf 2 abgenommenen Signale bei der Wiedergabe über die Schalt
einrichtung 715 dem Hochpaß 717 zugeführt, anschließend in dem
Demodulator 721 in den Videobereich überführt und analog zu der
Signalverarbeitung im ersten Aufzeichnungskanal in die Speicher
einrichtung 723 eingeschrieben. Das in der Frequenz umgesetzte,
durch das Tiefpaßfilter 719 abgetrennte, Farbartsignal gelangt
zu der Speichereinrichtung 725 und wird dort ebenfalls mit einer
Taktrate eingeschrieben, welche der Auslesetaktrate der Speicher
einrichtung 711 entspricht.
Aus den Speichereinrichtungen 722, 723 werden die Signale mit
einer gegenüber der Einschreibtaktrate auf das Doppelte erhöhten
Auslesetaktrate ausgelesen. Infolgedessen wird die zeitliche
Länge der Signalabschnitte wieder auf das Ursprungsmaß verkürzt
und die Signalabschnitte, welche nun das Helligkeitssignal
enthalten, können durch die Schalteinrichtung 726 der Addier
stufe 728 eingegeben werden. Das Auslesen der Speicherein
richtungen 724, 725 erfolgt analog ebenfalls mit der auf das
Zweifache erhöhten Taktrate, so daß die Signalabschnitte,
welche das in der Frequenz umgesetzte Farbartsignal enthalten,
durch die Schalteinrichtung 727 abwechselnd den Speichern 724,
725 entnommen und der Frequenzumsetzeinrichtung 729 zugeleitet
werden können. In der Umsetzeinrichtung 729 werden die Farb
artsignale wieder in die Ursprungsfrequenz rückumgesetzt und
dem zweiten Eingang der Addierstufe 728 zugeleitet, so daß das Signal am
Ausgang 730 der Addierstufe 728 wieder das dem am Eingang 700
anstehenden Ursprungssignal entspricht.
Claims (4)
1. Verfahren zum Aufzeichnen und/oder Wiedergeben von
Farbvideosignalen, wobei die Signale bei der Aufzeichnung
einer Signalaufspaltung und einer Zeitbasisänderung mit
dem Ziel der Frequenzreduzierung unterworfen und in
wenigstens zwei getrennten Kanälen auf einem magnetischen
Speicher aufgezeichnet werden und die mehrkanalig
aufgezeichneten Signale bei der Wiedergabe durch abermalige
Zeitbasisänderung in die ursprüngliche Frequenzlage
rückumgesetzt und zu einem dem ursprünglichen Signal
entsprechenden Signal zusammengesetzt werden und die
Aufzeichnung auf Magnetband in einzelnen, schrägen, dicht
nebeneinanderliegenden Spurabschnitten erfolgt, wobei
in jedem Spurabschnitt wenigstens ein Halbbild gespeichert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbvideosignal in
seine Komponenten, nämlich das Farbartsignal und das
Helligkeitssignal, aufgespalten und das Farbartsignal
in einen Frequenzbereich umgesetzt wird, der unterhalb
des Bereiches des Helligkeitssignals liegt, daß die
einzelnen Komponenten jeweils getrennt und abschnittsweise
einzelnen Aufbereitungskanälen zugeführt und darin
gleichartigen Zeittransformationen unterworfen werden,
daß die zeittransformierten Signalabschnitte mit dem
Helligkeitsanteil einer Trägerfrequenz aufmoduliert und
mit den entsprechenden Signalabschnitten, welche das
Farbartsignal enthalten, addiert und in jeweils einem
Aufzeichnungskanal aufgezeichnet werden und daß bei der
Wiedergabe die Signale von jedem der Aufzeichnungskanäle
in die Helligkeits- und Farbartkomponente aufgespalten,
die Helligkeitssignale demoduliert und beide Komponenten
dann einer Zeittransformation in umgekehrtem Sinne wie
bei der Aufzeichnung unterworfen werden und daß dann
die Signalabschnitte zu einem kontinuierlichen
Helligkeitssignal und einem kontinuierlichen Farbartsignal
zusammengesetzt werden und das Farbartsignal nach
Rückumsetzung in die Ursprungslage mit dem Helligkeitssignal
zu dem, dem Ursprungssignal entsprechenden, Farbvideosignal
zusammengefaßt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufzeichnung in nebeneinanderliegenden Spuren
mit unterschiedlichen Azimutwinkeln der Aufzeichnungsköpfe
erfolgt.
3. Aufzeichnungs- und Wiedergabeanordnung zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Magnetband (10) ein mit
Magnetköpfen (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) versehenes Kopfrad (13)
in einem Winkel von ca. 180° umschlingt und daß jeweils
die Magnetköpfe eines Aufzeichnungskanals (1.1, 2.1 und
1.2, 2.2) gemeinsam an die Aufzeichnungs- bzw.
Wiedergabeschaltung angeschlossen sind.
4. Aufzeichnungs- und Wiedergabeanordnung nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetköpfe (1.1, 2.1
und 1.2, 2.2) eines Aufzeichnungskanals jeweils diametral
einander gegenüber auf dem Kopfrad (13) angeordnet sind
und daß die Magnetköpfe eines Aufzeichnungskanals (1.1,
2.1) gegenüber den Magnetköpfen des anderen
Aufzeichnungskanals (1.2, 2.2) in der Höhe versetzt
angeordnet sind.
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