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DE3105916A1 - Rohrvorpresseinrichtung - Google Patents

Rohrvorpresseinrichtung

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Publication number
DE3105916A1
DE3105916A1 DE19813105916 DE3105916A DE3105916A1 DE 3105916 A1 DE3105916 A1 DE 3105916A1 DE 19813105916 DE19813105916 DE 19813105916 DE 3105916 A DE3105916 A DE 3105916A DE 3105916 A1 DE3105916 A1 DE 3105916A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pipe
deflector
cutting head
line
water supply
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19813105916
Other languages
English (en)
Inventor
Günter 4670 Lünen Flocke
Günter 2105 Seevetal Geschke
Herbert Heitkamp
Egbert 4712 Werne Roszak
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH
Original Assignee
Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH filed Critical Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH
Priority to DE19813105916 priority Critical patent/DE3105916A1/de
Publication of DE3105916A1 publication Critical patent/DE3105916A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B17/00Drilling rods or pipes; Flexible drill strings; Kellies; Drill collars; Sucker rods; Cables; Casings; Tubings
    • E21B17/20Flexible or articulated drilling pipes, e.g. flexible or articulated rods, pipes or cables
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    • E21B10/00Drill bits
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    • E21B7/04Directional drilling
    • E21B7/046Directional drilling horizontal drilling
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Description

  • Titel: Rohrvorpreßeinrichtung
  • Die Erfindung betrifft eine Rohrvorpreßeinrichtung zum Einpressen einer Rohrleitung in das Erdreich mit einen Schneidkopf, der mittels hydraulischer Steuerzylinder schwenkbereich ist, und mit einer hydraulischen spülvorrichtung zur Abförderung des Bodenmaterials.
  • Werden Rohre kleineren Durchmessers von z,B, 500 bis 700mm Uber größere Entfernungen ii Erdreich vorgepreßt, so besteht die Gefahr, daß der am vorderen Ende der vorzupressenden Rohrleitung angeordnete Sohneidkopf durch im Vorpreßveg liegende Gesteinshindernisse oder bein Durchpressen unterschiedlich harter Bodenformationen aus dem Richtungsverlauf abgelenkt wird. Ein zielgenaues Vorpressen solcher nicht-beg.hbarer Rohrleitungen über größere Entfernungen von mindestens 50 bis 100 a war bisher in den leisten Fäl len nicht möglich.
  • Bei einer bekannten Rohrvorpreßeinrichtung der vorgenannten Art besteht der Schneidkopf aus zwei Rohrabschnitten, von denen der rückwärtige Rohrabschnitt mit der vorzupressenden Rohrleitung starr verbunden ist, während der vordere, Mit einer Schneide versehene Rohrabschnitt allseitig begrenzt winkelbeweglich am rückwärtigen Rohrabschnitt angeordnet und Mittels einer Schottvasd nach hinten abgedichtet ist (DE-PS 11 73 034). Die beiden Rohrabschnitte des Schneidkopfes sind über hydraulische Steuerpressen verbunden0 Zur Oberwachung der Vorpreßrichtung ist im Schneidkonf ein Ortungsgerät vorgesehen, das mit einer elektrischen Anzeigevorrichtung in einem Fernbedienungsstand verbunden ist.
  • Bei dieser bekannten Rohrvorpreßeinrichtung ist die Sptlleitung für die Abfbrderung des Boden-Wassergemischs aus der ortsbrustseitigen Spülkammer in der Rohrmitte verlegt, wobei an der Schottwand um die Spülleitung herum Strahldüsen für das Lösen des Erdreichs angeordnet sind. Falls auf der Vorpreßstrecke Gesteinseinschlüsse, z.B. Findlinge u.dgl. angetroffen werden, so besteht hier die Gefahr einer Verstopfung der Spülleitung und ggfls. auch eines Festlaufens des Schneidkopfes.
  • Bekannt ist ferner eine RohrvorDreßeinrichtung, die für das Vorpressen kleiner, nicht-begehbarer Ro » bestimmt ist und bei der im Schneidkopf eine hydraulische Fräseinrichtung sowie eine hydraulische Spüleinrichtung angeordnetsind, mit der das gelöste Erdreich durch das vorzupressende Rohr hydraulisch abgefördert wird (DE-GM 79 22 756).
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine RohrvorpreBeinrichtung der genannten Art, die bevorzugt für das Vorpressen von nicht-begehbaren Rohren von unter 1000 mm, z.B. von 500 bis 700 mm, bestimmt ist, so auszugestalten, daß ein richtungsgenaues Vorpressen der Rohrleitung ohne die Gefahr eines Zusetzens der Spülleitung und Festlaufens des Rohres auch dann möglich ist, wenn auf der Vorpreßstrecke Gesteinshindernisse, z.B. Findlinge od.dgl., liegen, wie sie vor allem in sandigen Böden anzutreffen sind.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Innenraum des Schneidkopfes zur Ortsbrust hin durch einen nach Art eines Rostes ausgebildeten Abweiser abgedeckt ist.
  • Die Anordnung des nach Art eines Siebrostes ausgebildeten Abweisers an der Stirnöffnung des Schneidkopfes verhindert ein Einbringen von Gesteinshindernissen, z.B. Findlingen, in den Schneidkorf und dessen Spülkammer beX Rohrvorpreßvorgang. Die Verwendung des Abweisers in Verbindung mit der hydraulischen Spülförderung ermöglicht es, solche Gesteinshindernisse soweit freizuspulen, daß sie beim Vorpressen der Rohrleitung zur Seite hin weggedrückt werden können5 Damit wird ein Festlaufen des vorzupressenden Rohres und ein Verstopfen der hydraulischen Abförderleitung zuverlässig vermieden. Im Hinblick auf die Abweiserfunktion des von dem Siebrost gebildeten Abweisers empfiehlt es sich, letzteren etwa spitzwinklig zur Vortriebsachse geneigt am Schneidkopf anzuordnen. Vorzugsweise ist hierbei der Abweiser nach Art eines kegelförmigen oder kegelstumDfförmigen Korbes ausgebildet, der zweckmäßig von einer Vielzahl von über den Rohrumfang verteilter und zur Ortsbrust hin gegeneinander konvergierender, etwa radialer Rippen mit dazwischenliegenden Durchgangskanälen für das Bodenmaterial gebildet ist. Die Durchgangskanäle des Abweisers werden so bemessen, daß nur solches stückiges Bodenmaterial in die Slkammer gelangen kann, welches sich auch zuverlässig abfördern läßt. Um Verstopfungen der Durchgangskanäle zu vermeiden, werden die Durchgangskanäle des Abweisers vorteilhafterweise so ausgebildet, daß sie sich von ihrem ortsbrustseitigen Ende zu dem rohrseitigen Ende hin, vorzugsweise konisch, erweitern.
  • Bei einem kegelförmigen Abweiser, dessen Kegelachse vorzugsweise mit der Rohr- bzw. Vortriebsachse zusammenfällt, werden die den Korb bildenden Rippen zweckmäßig zwischen einem äußeren Ring oder Rohr und einem zentralen Innenrohr angeordnet. Der gesamte Abweiser kann leicht lösbar am Schneidkonf gelagert sein. Ferner kann es sich emPfehlen, den Abweiser gegenüber dem SchneidkoDf in Richtung auf die Ortsbrust und in Gegenrichtung beweglich anzuordnen. Diese Beweglichkeit kann dazu ausgenutzt werden, um das Maß, um welches der Abweiser ortsbrustseitig über den Schneidkotf vorsPringt,zu verändern und damit die Steuerbarkeit des Schneidkonfes durch Verminderung des Uberstandes des Abweisers gegenüber dem Schneidkopf zu verbessern, Zugleich oder statt dessen kann die genannte Abweiserbewegung aber auch dazu genutzt werden, das Lösen von stückigem Bodenmaterial, welches sich in den Durchgangskanälen des Abweisers festgesetzt hat, zu unterstützen.
  • Es empfiehlt sich ferner, am Schneidkopf bzw. an Einbauteilen desselben bzw. am Abweiser Spritzdüsen anzuordnen, um das Lösen des Bodenmaterials an der Ortsbrust und/oder den Spülvorgang sowie das Freispülen des Abweisers zu unterstützen. Die Spritzdüsen können beweglich, z.B. schwenkbeweglich so angeordnet werden, daß sich ein den SpUlvorgang begünstigender Wirbeleffekt ergibt.
  • Der Abweiser wird zweckmäßig vor einer Schottwand angeordnet, die ortsbrustseitig eine Spülkammer im Schneidkopf abtrennt und durch die eine Wasserzuführungsleitung für die Spülwasserzuführung und eine Abförderleitung für die Abförderung des Bodenmaterials hindurchführen0 Es empfiehlt sich, die Wasserzuführungsleitung zentral an der Schottwand anzuordnen, während die Abförderleitung für das Boden-Wassergemisch zweckmäßig im Sohlbereich der Schottwand liegt0 Das über die Wasserzuführungsleitung in die Spülkammer austretende Spülwasser kann über die Durchgangskanäle des Abweisers zur Ortsbrust gelangen, wo es seine Spül-und Lösewirkung entfaltet. Das in der Spülkammer befindliche Wasser-Bodengemisch kann zugleich über die im Sohlbereich angeordnete Abförderleitung abgezogen werden0 Um insbesondere während Stillstandszeiten Ablagerung des Bodenmaterials in der Abförderleitung und damit Verstopfungen dieser Leitung zu vermeiden, können die WasserzufUhrungsleitung und die Abförderleitung im Bereich ihrer vorderen Enden durch eine Leitungsverbindung kurzgeschlossen werden, so daß sich die Abförderleitung,mit Frischwasser durchspülen läßt. Auch besteht die Möglichkeit, ein Durchspülen der Abförderleitung dadurch zu bewirken, daß diese wechselweise auf Saugen und Drücken geschaltet wird.
  • Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der RohrvorDreßeinrichtung wird das richtungsgenaue Rohrvorpressen insbesondere in sandigen Böden begünstigt und ein Festlaufen des Rohres vermieden. Im Hinblick auf die Richtungssteuerbarkeit der Rohrvorpreßeinrichtung empfiehlt es sich, den SchneidkonS mittels der hydraulischen Steuerzylinder schwenkbeweglich an einem Nachlaufrohr anzuordnen, welches aus mehreren drehfest, jedoch begrenzt gegeneinander abwinkelbaren Rohrabschnitten besteht. Die Rohrabschnitte sind vorzugsweise über diametral einander gegenüberliegende Bolzengelenke verbunden, deren radiale Gelenkbolzen in Langlöcher einfassen, die sich in Richtung der Rohrachse erstrecken. Für das richtungsgenaue Vorpressen der nichtbegehbaren Rohrleitung können ferner Uberwachungs- und Steuereinrichtungen der bekannten Art eingesetzt werden, die z0B. mit einem Laserstrahl als Leitstrahl arbeiten.
  • Die Uberwachung und Steuerung der Rohrvororeßeinrichtung ann hierbei von einer außerhalb des Rohres liegenden Zentralstelle her erfolgen. Da die Rohrabschnitte des Nachlaufrohres in bezug auf die Rohrachse drehfest verbunden sind, werden die nachteiligen Rollbewegungen des gesamten Vortriebskonfes vermieden. Für die Wasserzuführung und die Abförderung des Bodenmaterials werden vorzugsweise flexible Schläuche verwendet, welche die zur Durchführung von Richtungskorrekturen erforderlichen Schwenkbewegungen der Rohrabschnitte und des Schneidkopfes nicht behindern.
  • Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeisoiel näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Rohrvorpreßeinrichtung im Bereich ihres vorderen Endes im Längsschnitt; Fig. 2 ebenfalls im Längsschnitt und in größerem Maßstab den Schneidkopf der Rohrvorpreßeinrichtung nach Fig. 1; Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III der Fig. 2; Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie IV-IV der Fig. 1; Fig. 5 eine einzelne Abweiserrippe im Längsschnitt.
  • In Fig. 1 ist mit 10 das vordere Ende einer im Erdreich vorzupressenden Rohrleitung bezeichnet, die aus einzelnen Rohrschüssen, z.B. Stahlrohren, mit einem Durchmesser von z.B. 500 bis 700 mm besteht. Das Vorpressen der Rohrleitung erfolgt in bekannter .eise mittels einer am rUckwärtigen Ende der Leitung in einer Baugrube angeordneten (nicht dargestellten) Vorpreßstation, wo die einzelnen Rohrschüsse im Zuge der Vororeßarbeit an das rückwärtige Ende des bereits vorgenreßten Rohrstranges angeschlossen werden. Am vorderen Ende der vorzuoressenden Rohrleitung 10 ist eine Lenk- und Schneidvorrichtung angeordnet. Diese besteht aus einem vorderen Schneidkonf 11 und einem zwischen dem Schneidkopf 11 und dem vorderen Ende der Rohrleitung liegenden Nachlaufrohr 12, welches bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vier hintereinanclergeschaltete Rohrabschnitte 13, 14, 15 und 16 aufweist, Die Rohrleitung 10 trägt an ihrem vorderen Ende ein kayees Anschlußrohr 17 mit einem ii Durchmesser abgesetzten Kohrstutzen 18, der in das rückwärtige Ende des Rohrabschnittes 16 faßt und hier mittels einer umlaufenden Dichtung 19 abgedichtet ist. Der Rohrabschnitt 16 ist mit dem Anschlußrohr 17 in bezug auf die gemeinsame Rohrachse drehfest, jedoch allseitig begrenzt winkelbeweglich verbunden. Dies erfolgt mittels diametral gegenüberliegender Bolzengelenke, deren radiale Gelenkbolzen 20 in Langlöcher 21 eines abgesetzten Ringteils 18' des Rohrstutzens 18 einfassen, deren Längsachse in Richtung der Rohrachse verläuft. Der Rohrabschnitt 16 ist demgemäß um die Achse der beiden Gelenkbolzen 20, also horizontal verschwenkbar und zugleich aufgrund des Bewegungsspiels der Bolzen 20 in den Langlöchern 21 vertikal verschwenkbar mit dem Anschlußrohr 17 verbunden, wobei die horizontale Schwenkbewegung durch Anschläge 22 begrenzt wird. Die Bolzengelenke liegen geschützt im Inneren der Rohre neben der Dichtung 19.
  • Die das mehrgliedrige Nachlaufrohr 12 bildenden Rohrabschnitte 13 bis 16 sind untereinander über entsprechende Bolzengelenke 20, 21 verbunden. Aufgrund dieser Mehrfachunterteilung des Nachlaufrohres 12 in einzelne, gelenkbeweglich verbundene Rohrabschnitte ist eine gute Richtungssteuerbarkeit beim Vorpressen der Rohrleitung 10 gegeben.
  • Der Schneidkopf 11 ist ohne Verwendung der vorgenannten Bolzengelenke allseitig geringfügig verschwenkbar am vorderen Ende des Rohrabschnitts 13 des Nachlaufrohres 12 angeordnet. Der Rohrabschnitt 13 weist ein im Durchmesser abgesetztes, mit Radialspiel in das hintere Ende des rohrförmigen Schneidkopfes 11 einfassendes Rohrteil 23 auf, welches eine die beiden Rohre innenseitig abdichtende Dichtung 24 trägt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Schneidkotf 11 über entsprechende Bolzengelenke 20, 21 mit dem Rohrteil 13 zu verbinden. An dem Rohrteil 23 sind in Gelenken 25 mehrere, im vorliegenden Fall vier über den Umfang verteilt angeordnete hydraulische Liteuerpressen 26 angeschlossen, deren Kolbenstangen 27 über Gelenkanschlüsse 28 mit dem Schneidkopf verbunden sind. Die Steuertressen 26 liegen demgemäß im Inneren des SchneidkoDfes; sie sind als doppeltwirkende hydraulische Zylinder ausgebildet, die zur Durchführung von Richtungskorrekturen getrennt oder auch gemeinsam hydraulisch beaufschlagbar sind.
  • Im vorderen Bereich des Schneidkonfes 11 ist eine Schottwand 29 vorgesehen, die ortsbrustseitig eine Spülkammer 30 gegenüber dem Nachlaufrohr 12 und der ftohrleitung 10 abdichtet. In der Rohrleitung 10 und dem Nachlaufrohr 12 sind zwei als flexible Schläuche ausgebildete Leitungen 31 und 32 verlegt, von denen die Leitung 31 eine Druckwasserzuführungsleitung und die Leitung 32 eine Saug- oder Abförderleitung bildet. Die Leitung 31 mündet in der Rohrmitte in der Schottwand 29, während die Leitung 32 im Sohlbereich an der Schottwand 29 angeschlossen ist.
  • Der Schneidkof 11 weist an seinem vorderen, ortsbrustseitigen Ende im Abstand vor der Schottwand 29 einen Abweiser 33 auf, der nach Art eines kegelförmigen Korbes oder Rostes ausgebildet ist. Der Abweiser 33 besteht gemäß den Fig. 1 bis 3 aus einer Vielzahl von über den Rohrumfang des Schneidkopfes 11 verteilter und zur Ortsbrust hin gegeneinander konvergierender etwa radialer Rinnen 34, die von kräftigen Platten gebildet werden und zwischen einem zentralen Innenrohr 35 und dem Außenumfang eines Tragringes 36 durch Schweißen befestigt sind. Einzelne Rippen 34 sind gemäß Fig. 3 aus der radialen Ebene abgewinkelt und im Abwinklungsbereich über kurze Zwischenritten 37 gegen den Tragring 36 abgestUtzt. Auf diese Weise werden zwischen den Rippen 34 und 37 Durchgangskanäle 41 gebildet, die über den gesamten kohrumfang etwa gleiche Spaltbreite aufweisen und die sich zu dem Innenrohr 35 hin konisch verjüngen. Wie in Fig. 3 bei 34' strichpunktiert angedeutet ist, kann mindestens ein zur Rohrachse koaxialer Zwischenring vorgesehen sein, welcher die von den Rippen 34 gebildeten Durchgangskanäle 41 im Bereich zwischen dem Innenrohr 35 und dem Außenring 36 unterteilt und dadurch verhindert, daß nlattiges Gestein in die Durchgangskanäle 34 gelangen kann. Der Abweiser 33 bildet demgemäß einen Siebkorb oder einen kräftigen konischen Rost, der das Eindringen von größeren Gesteinsbrocken in die Spülkammer 30 verhindert. Um ein Festsetzen von Gesteinsbrocken in den die Rostöffnungen bildenden Durchgangskanälen 41 zu verhindern, empfiehlt es sich, die Rippen 34, 37 und ggfls.
  • auch den Zwischenring 34', wie in Fig. 5 gezeigt, konisch derart auszubilden, daß sich die Durchgangskanäle 41 von der Ortsbrustseite zu der Seite der Spülkammer hin konisch erweitern.
  • Der gesamte Abweiser 33 ist zweckmäßig lösbar am Schneidkopf 13 befestigt. Dies kann mit Hilfe von radialen Laschen 39 erfolgen, die an einzelnen Zwischenrippen 37 befestigt sind und sich mittels Schrauben 38 am Mantel des Schneidkopfes 11 festlegen lassen (Fig. 2 und 3).
  • Die den konischen Abweiser 33 bildenden Rippen 34 sind an ihren vorderen, zur Ortsbrust hin vorspringenden Enden gemäß den Fig. 1 und 2 dachförmig abgeschrägt, wobei die Schrägflächen 34?? in einer gerundeten Spitze 40 zusammenlaufen, die in der Rohrachse liegt. Das Innenrohr 35 ist bis zu dieser Spitze 40 vorgezogen und entsprechend gerundet. Zwischen den Rippen 34, 37 liegen, wie erwähnt, die Durchgangskanäle 41 für das unter Druck in die Spülkammer 30 eingeführte Spülwasser sowie für den Durchgang des Bodenmaterials.
  • Wie in Fig. 2 angedeutet, sind im Inneren des Schneidkopfes 11, d.h. in der Spülkammer 30 mit Hochdruckwasser betriebene Strahldüsen 50 vorgesehen, deren Düsenstrahlen zweckmäßig gegen die Rinnen 34, 37 gerichtet sind. Die Strahidüsen 50 können an der zylindrischen Innenwand des den Abweiserkonf bildenden Rohres, an der Schottwand 29 und/oder an den Teilen des Abweisers selbst angeordnet werden. Vorzugsweise wird zumindest ein Teil der Strahldüsen verschwenkbar angeordnet, um einen gewissen Wirbeleffekt in der Spülkammer zu erreichen und/oder den Spüleffekt zu verbessern.
  • Im Betrieb wird über die Wasserzuführungsleitung 31 SpUlwasser in die Spülkammer 30 und von hier über die Durchgangskanäle 41 zur Ortsbrust gedrückt, um das an der Ortsbrust anstehende Bodenmaterial, soweit es nicht von selbst in die Spülkammer fließt, zu lösen. Zugleich wird das Boden-Wassergemisch über die Abförderleitung 32 im Sohlbereich aus der Spülkammer 30 abgezogen. Gesteinshindernisse, z.B. Findlinge od.dgl., die sich im Vorpreßweg befinden, werden durch die von der Rohrachse zum Rohrumfang hin keilförmig geneigten Rippen 34, 37 nach außen aus dem Vorpreßweg gedrückt, so daß sie den Vortreßbetrieb nicht behindern und auch nicht in die Spülkammer 30 gelangen und hier die Abförderleitung 32 verstopfen können. Der Abbau des Bodenmaterials an der Ortsbrust kann durch die Strahldüsen 50 unterstützt werden.
  • Die Steuerung der Rohrvorpreßeinrichtung kann in an sich bekannter Weise mit Hilfe eines in die Vorpreßrichtung ausgerichteten Leitstrahles, insbesondere eines Laserstrahles 42 bewirkt werden. Dabei ist am vorderen Ende des Rohrabschnittes 13 des Nachlaufrohres an einer Konsole 43 eine Zieleinrichtung 44 mit einem Fadenkreuz od.
  • dgl. angeordnet. Die Konsole 43 trägt außerdem tiberwachungsvorrichtungen 45 und 46 für eine Druckanzeige und eine Wegmeßanzeige der Steuerpressen 26. Die Ubertragung der Meßwerte zu einer rückwärtigen Bedienungsstation erfolgt mittels einer Fernsehkaiera 47, die in den vorderen Rohrabschnitt 13 des Nachlaufrohres angeordnet ist.
  • Die Leitungen 31 und 32 bestehen, wie erwähnt, aus Schläuchen, die mittels Schnellkupplungen 48 verbunden und in Bedarfsfall verlängert werden können. Um Verstopfungen der Leitung 32 insbesondere während Betriebsunterbrechungen zu vermeiden, kannen die Leitungen 31 und 32 in ihrem vorderen Bereich Aber eine Leitungsverbindung 52 (Fig. 2) kurzgeschlossen werden, so daß die Förderleitung 32 mittels Frischwasser durchspült werden kann, welches über die Leitungen 31 zugeführt wird. Während des normalen Förderbetrieb kann die Leitungsverbindung 52 durch ein (nicht dargestelltes) Ventil abgesperrt werden. Die Anordnung läßt sich auch so treffen, daß sich die Abförderleitung 32 durch wechselweise Saugen und DrUcken freispülen läßt. Die Leitungsverbindung 52 konnte auch aus einen an der Schottwand 29 verstellbar angeordneten Rohrverbinder bestehen, der sich von einer Position, in der die beiden Leitungen 31 und 32 mit ihren Mündungen gegenüber der Spülkammer 30 freilegen, in eine Betriebs stellung verschieben oder schwenken läßt, in der er die Leitungen 31 und 32 an ihren Mündungen verbindet.
  • Um bei der Richtungssteuerung Übersteuerungen zu vermeiden, kann die Anordnung auch so getroffen werden, daß sich die Gelenkverbindungen 20, 21 der den Nachläufer bildenden Rohre 13 bis 16 verstarren lassen. Ferner besteht die Maglichkeit, den gesamten Abweiser 33 so anzuordnen, daß er sich gegenüber des rohrförmigen Schneidkopf 11 in Vortriebsrichtung und in Gegenrichtung verschieben läßt. Durch Zurückfahren des Abweisers 33 in den Schneidkopf 11 läßt sich die Steuerbarkeit der Einrichtung verbessern Die genannten Stellbewegungen können auch dazu ausgenutzt werden, um den Abweisereffekt zu begünstigen und/oder etwaige festsitzende Gesteinsbrocken zu lösen.
  • L e e r s e i t e

Claims (17)

  1. Titel: Rohrvorpreßeinrichtung AnsJ?rüche 1. Rohrvorpreßeinrichtung zum Einpressen einer Rohrleitung in das Erdreich mit einem Schneidkopf, der mittels hydraulischer Steuerzylinder schwenkbeweglich ist, und mit einer hydraulischen Spülvorrichtung zur Abförderung des Bodenmaterials, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Innenraum des Schneidkopfes (11) zur Ortsbrust hin durch einen nach Art eines Rostes ausgebildeten Abweiser (33) abgedeckt ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Abweiser (33) spitzwinklig zur Vortriebsachse geneigt ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Abweiser (33) nach Art eines kegelförmigen Korbes ausgebildet ist.
  4. 4 Einrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der kegelförmige Abweiser (33) von einer Vielzahl von über den ttohrum-Pang verteilter etwa radialer Rinnen (34) mit dazwischenliegenden Durchgangskanälen (41) gebildet ist0
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Stirnkanten (34") der Rinnen (34) dachförmig ausgebildet und in einer vorspringenden Scheitelfläche (40) zusammenlaufen.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Rippen (34) zwischen der Innenwand des rohrförmigen Schneidkopfes (11) und einem zentralen Innenrohr (35) angeordnet sind.
  7. 70 Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Abweiser (33) gegenüber dem Schneidkopf (11) in Richtung auf die Ortsbrust und in Gegenrichtung beweglich ist.
  8. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Abweiser (33) vor einer Schottwand (29) angeordnet ist, die ortsbrustseitig eine SnUlksmmer (30) im Schneidkopf (11) abtrennt und durch die eine Wasserzuführungsleitung (31) für die Spülwasserzuführung und eine Abförderleitung (32) für die Abförderung des Bodenmaterials hindurchführen0
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Wasserzuführungsleitung (31) zentral an der Schottwand (29) angeschlossen ist, während die Abförderleitung (32) im Sohlbereich der Schottwand liegt.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die WasserzufUhrungsleitung (31) und die Ab£örderleitung (32) aus flexiblen Schläuchen bestehen.
  11. 11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Abweiser (33) lösbar am Schneidkop! (11) angeordnet ist.
  12. 12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß sich die Durchgangskanäle (41) des Abweisers (33) von ihrem ortsbrustseitigen Ende zu dem rohrseitigen Ende hin erweiterm,
  13. 13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß am Schneidkoof (11) und/oder am Abweiser (33) Spritzdüsen (50), vorzugsweise schwenkbeweglich angeordnet sind.
  14. 14. Einrichtung nach einem der Anspruche 1 bis 13, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Wasserzuführungsleitung (31) und die Abförderleitung (32) im Bereich ihrer vorderen Enden durch eine Leitungsverbindung (52) kurzschließbar sind.
  15. 15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Schneidkonf (11) mittels der hydraulischen Steuerzylinder (26) schwenkbeweglich an einem Nachlaufrohr (12) angeordnet ist, welches aus mehreren drehfest, jedoch begrenzt gegeneinander abwinkelbaren Rohrabschnitten (13 bis 16) besteht.
  16. 16. Einrichtung nach Anspruch 15, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Rohrabschnitte (13 bis 16) über diametral einander gegenüberliegende Bolzengelenke verbunden sind, deren radiale Gelenkbolzen (20) in Langlöcher (21) einfassen, die sich in Richtung der Rohrachse erstrecken.
  17. 17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Steuerpressen (26) im Schneidkonf (11) hinter der Schottwand (29) angeordnet sind, und daß in dem Nachlaufrohr (12) eine Uberwachungseinrichtung (43, 44, 45) vorgesehen ist, die mittels einer Fernsehkamera (47) ablesbar ist.
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