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DE3102052A1 - Verfahren zum granulieren von eisen-(ii)-sulfat enthaltenden duengergemischen - Google Patents

Verfahren zum granulieren von eisen-(ii)-sulfat enthaltenden duengergemischen

Info

Publication number
DE3102052A1
DE3102052A1 DE19813102052 DE3102052A DE3102052A1 DE 3102052 A1 DE3102052 A1 DE 3102052A1 DE 19813102052 DE19813102052 DE 19813102052 DE 3102052 A DE3102052 A DE 3102052A DE 3102052 A1 DE3102052 A1 DE 3102052A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
sulfate
granulating
sulphate
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19813102052
Other languages
English (en)
Inventor
Walter 3043 Schneverdingen Ingwersen
Hartmur Dr. 2000 Hamburg Ploß
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aurubis AG
Original Assignee
Norddeutsche Affinerie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Norddeutsche Affinerie AG filed Critical Norddeutsche Affinerie AG
Priority to DE19813102052 priority Critical patent/DE3102052A1/de
Publication of DE3102052A1 publication Critical patent/DE3102052A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D9/00Other inorganic fertilisers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Granulieren von Eisen-(II)-sulfat
  • enthaltenden Düngergemischen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Granulieren von Düngergemischen, die Eisen-(II)-sultat und düngewirksame Substanzen enthalten, unter Zugabe von Granulierfeuchtigkeit.
  • Eisen-(II)-sulfat, das als eines der ältesten Herbizide bekannt ist, findet speziell als Moosbekämpfungsmittel eine breite Anwendung, häufig in Kombination mit Herbiziden und Düngemitteln.
  • So ist es beispielsweise aus der DE-OS 21 50 910 bekannt, Mischungen aus Eisen-(II)-sulf.lt, Kalziur.lcarbonat, Ammoinitrat und ggf. Ammonsulfat z.B. in einer rotierenden rotierenden Trommel oder in einem Rohrgranulcltor zu granulieren L)i Granuliertemperatur sollte dabei etwa 60 - 85 Oc betragexl.
  • Bei dem Verfahren gemäß DE-OS 19 31 289 werden ein oder mehrere anorganische Eisensalze mit einem Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat unter Bildung eines Mikronährstoffdüngemittels vermischt und ggf. granuliert.
  • Es hat sich jedoch gezeigt, daß es - zumindest im großtechnischen Maßstab - nicht gelang, Eisen-(II)-sulfat -das handelsüblich 7 Mol Kristallwasser enthält - zusammen mit Düngersalzen, wie z.B. Ammonsulfat, zu granulieren. Die beim Granulieren notwendige Zuführung von Wasser führt infolge der sehr hohen Hydroskopität zum Zerfließen des EisendII)-sulfates, was eine Granulatbildung verhindert.
  • In Verbindung mit Armnonsulfat, das wegen der schnellen Düngeranfangswirkung besonders vorteilhaft wirkt, entsteht das Ferroammonsulfat, das sogenannte Mohrsche Salz, das die Herbizid- und Düngerwirkung vermindert.
  • Sctzt man beim Granulierprozeß als Ausgangsprodukt das pulverförmiqe und nicht hygroskopische Eisen-(II)-sulfatmonohydrat ein, so wird das beim Granulieren zugefügte Wasser als Kristallwasser gebunden und es entsteht das Heptahydrat, das zu den oben erwähnten Schwierigkeiten führt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Granulieren von Eisen-(II)-sulfat enthaltenden Düngegemischen bereitzustellen, das die bekannten, insbesondere vorgenannten Nachteile nicht aufweist, einfach in der Durchführuny ist und auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher GesicliLsptinkte zu 9nuten Ergebnissen führt.
  • Die Aufgabe wird gelost, indem das Verfahren der eingangs genannten Art entsprechend der Erfindung derart ausgestaltet wird, daß man den Granuliervorgang mit einer Mischung durchführt, die Eisen-(II)-sulfat mit im Mittel 1 bis 4 Mol Kristallwasser sowie zusätzlich eine hydrophile, die Aufnahme der Granulierfeuchtigkeit durch das Eisen-(II)-sulfat verzögernde Substanz enthält.
  • Durch die Erfindung wird bewirkt, daß die Aufnahme des zum Granulieren benötigten Wassers als Kristallwasser durch die Zugabe bestimmter hydrophiler, wasseranziehender Substanzen so verzögert wird, daß der Granulierprozeß abgeschlossen ist, bevor das Wasser endgültig als Kristallwasser gebunden wird. Das so hergestellte Graunulat ist feuchtigkeitsunempfindlich und die Herbizid- wie auch die Düngerwirkung bleibt voll erhalten. Als hydrophile, wasseranzie- hende Substanzen können alle chemischen Produkte verwelldet werden, deren Wasseraufnahmegeschwindigkeit höher liegt als die Hydratwasseraufnahme des Eisen-(II)-sulfats mit 1 bis 4 Mol Kristallwasser und die selber kein Hydrat bilden. Besonders geeignete hydrophile Substanzen sind insbesondere Salze der Ligninsulfonsäure, wie beispielsweise Calcium-, Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalz, Tenside vom Typ des Natriumoctan-l-sulfonat, Natriumoctylsulfat, Natriumdodecylbenzolsulfat, Natriumlauryläthersulfat sowie oxäthyliertes Glycerinmonostearat oder Fetta lkoho lpolyglykoläther. Fernerhin sind geeignet Saccharide, Stärken und Dextrine sowie Kieselsäuren und Kieselgur. Eine bevorzu(l-e Ausführungsform der Erfindung sieht vor, den Granuliervorgang mit einer Mischung durchzuführen, die die hydrophile Substanz in einer Menge von 0,5 bis 10,0 Gew.-96 enthält.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, die herbizid wirkende Komponente Eisen-(II)-sulfat mit im Mittel 1 bis 4 Mol Kristallwasser mit einem Anteil von 10 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 40 bis 60 Gew.-E, in der zu granulierenden Mischung einzusetzen.
  • Besonders vorteilhaft ist es, die Feuchtigkeitszugabe beim Granulierprozeß derart zu bemessen, daß sie zur Bildung eines Eisen-(II)-sulfates mit im Mittel maximal 5 Mol Kristallwasser führt.
  • Die optimale Ausführungsform der Erfindung besteht darin, den Granuliervorgang mit im Mittel ca. 1 Mol Kristallwasser enthaltendem Eisen-(II)-sulfat durchzuführen und die Feuchtigkeitszugabe derart zu bemessen, daß sie zur Bildung eines Eisen-(II)-sulfates mit im Mittel ca. 2,5 Mol Kristallwasser führt.
  • Als düngewirksame Substanzen können der zu granulierenden Mischung zweckmäßigerweise kznonsulfat, feste Stickstoff-, Phosphor- und Kalidünger, Mikronällrstof~Edünger, Depotdütlger urld natürliche Diinger zugegeben werden. Die düngewirksamen Substanzen werden dabei in Mengen zugesetzt, die der Nährstoffaufnahme der jeweiligen Kulturpflanzen entsprechen.
  • Die Erfindung wird durch das folgende Beispiel beispielsweise und näher erläutert.
  • Beispiel 27,6 Gew.-Teile Ammonsulfat, 5 Gew.-Teile Harnstoff und 55,6 Gew.-Teile Eisen-(II)-sulfatmonohydrat wurden mit 3 Gew.-Teilen Calcium-Ligninsulfonat (Zellpech) vermischt und in einem Granulator unter Zuführung von 8,8 Gew.-Teilen Wasser bei Umgebungstemperatur granuliert. Es entstand ein Cranulat mit einer mittleren Teilchengröße von 1 bis 3 mm.
  • Das Prucukt bedurfte keiner Nachtrocknung, sondern konnte unverzüglich abgepackt werden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Granulieren von Düngergemischen, die Eisen-(II)-sulfat und düngewirksame Substanzen enthalten, unter Zugabe von Granulierfeuchtigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man den Granuliervorgang mit einer Mischung durchführt, die Eisen-(II)-sulfat mit im Mittel 1 bis 4 Mol Kristallwasser sowie zusätlich eine hydrophile, die Aufnahme der Granulierfeuchtigkcit durch das Eisen-(II)-sulfat verzözlernde Substanz enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Granuliervorgang mit einer Mischung durchführt, die als hydrophile Substanz Salz einer Ligninsulfonsäure, Tenside, Saccharide, Stärken, Dextrine, Kieselsäuren und/oder Kieselgur enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Granuliervorgang mit einer Mischung durchführt, die die hydrophile Substanz in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-% enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zu granulierende Mischung Eisen-(II)-sulfat in Mengen von 10 bis 80, vorzuysweise 40 bis 60, Gew.-% enthält.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Feuchtigkeitszugabe derart bemißt, daß sie zur Bildung eines Eisen-(II)-sulfats mit im Mittel maximal 5 Mol Kristallwasser führt.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bi 5, dadurch gekennzeichnet, daß man den C.t i C l Vt <1Cll mit einer Eisen-(II)-sulfat mit im Mittel ca. 1 Mol Kristallwasser enthaltenden Mischung durchführt und die Feuchtigkeitszugabe derart bemißt, daß sie zur Bildung eines Eisen-(II)-sulfats mit im Mittel ca. 2,5 Mol Kristallwasser führt.
  7. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man der zu granulierenden Mischung als düngewirksame Substanzen Ammonsulfat, feste Stickstoff-, Phosphor- und Kalidünger, Mikronährstoffdünger, Depotdünger und/oder natürliche Dünger zugibt.
DE19813102052 1981-01-23 1981-01-23 Verfahren zum granulieren von eisen-(ii)-sulfat enthaltenden duengergemischen Withdrawn DE3102052A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1103534A3 (de) * 1999-11-29 2001-11-07 Agroqualita S.r.l. Mikrogranuläre Düngemittelzusammensetzung zur Behandlung oder Hemmung von Eisenchlorosis

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1103534A3 (de) * 1999-11-29 2001-11-07 Agroqualita S.r.l. Mikrogranuläre Düngemittelzusammensetzung zur Behandlung oder Hemmung von Eisenchlorosis
US6379413B1 (en) 1999-11-29 2002-04-30 Agroqualita' S.R.L, Micro granular fertilizer for the prevention and treatment of iron chlorosis

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