DE3101220A1 - Einrichtung zur aufloesung und sortierung von altpapier - Google Patents
Einrichtung zur aufloesung und sortierung von altpapierInfo
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Description
- Kennwort: "N'S-HD-Auflösesortierer"
- Einrichtung zur Auflösung und Sortierung von Altpapier Die Erfindung betrifft eine EInrichtung zur Auflösung und Sortierung von Altpapier bzw. daraus gewonnenem Papfflerstoff entsprechend den: Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- 9ei der Herstellung von Papier, insbesondere Faserstoffsuspension aus Altpapier, ist man bisher so vorgegangen, daß man zunächst das Altpapier nach einer groben Vorsortierung in einem gesonderten Behälter (Auflösepulper) aufgelöst hat und dabei eine pumpfähige Suspension, die überwiegend Faserstoffe enthielt, hergestellt hat. Den nicht verwertbaren Anteil in dieser Suspension, insbesondere Verschmutzungen trh Folien aus Kunststoff, Schnüre, Metallteile usw., hat man dann nachfolgend in einem getrennten Apparat aus der Suspension aussortiert.
- Die Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Einrichtung zu schaffen, bei der kontinuierlich schon relativ gut sortierte Faserstoffsuspension in einem einzigen Gerät erzeugt wird, (wobei an insbesondere die übliche Zopfwlnde des Auflösebehälters vermieden werden kann).
- Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des ?atentanspruchs 1 gelöst.
- Eine bevorzugte Ausführungsform ist mit Anspruch 2 und 4 beschrieben.
- Nachfolgend wird die Erfindung nun anhand in den Figuren der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei stellen Fig. 1 einen im wesentlichen als PrinzipsSizze den Stofflöser und -sortierer im nuerschnitt und Fig. 2 eine andere Åusführungsform eines Rotors des Sortierteils in Ansicht dar.
- In Figur 1 ist mit 1 der Auflösebehälter bezeichnet, in dessen Bodennähe das Durchmischungsorgan 2, welches mit Umwälzflächen 15 versehen ist, um eine vertikale Achse 16 rotiert. Am Boden 27 des Behälters 1 befinden sich außerdem noch Rippen 3, die mit zu einer Zerstückelung größerer StUcke beitragen, und unterhalb des Durchmischungsorgans 2 ein Pumpenlaufrad 5.
- Die Abzugsöffnung 12 des Auflösebehälters 1 setzt sich nun fort in dem Gehäuse 4 eines Sortiergerätes, das Im wesentlichen einen rotationssymmetrischen Siebkorb 8 sowie einen Innerhalb desselben konzentrisch dazu um die gleiche Achse wie die des Durchmischungorgans 2 rotierenden Rotor 9 aufweist.
- Der aufgelöste Stoff wird durch die Wirkung des Pumpenlautrades 5 durch das Sortiergerät befördert, und zwar gelangt er einerseits nach Sortierung durch die Löcher oder Schlitze des Siebkorbes 8 zum Gutstoffauslaß 25 und andererseits der im wesentlichen aus Verunreinigungen bestehende Grobstoff zu den: Grobstoffauslaß 24, wo sie einfach herausfallen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Rotor 9 trommelartig ausgeführt, wobei der Mantel der Trommel etwa parallel zur Rotationsachse und zur Erzeugung der Trommel verlaufende Leisten 1C aufweist, die die in dem zwischen dem Trommelmantel und dem Siebkorb 8 liegenden Siebraum befindliche Suspension im wesentlochen in radialer und tangentialer Richtung beschleunigen und somit für den Durchtritt der Gut fasen durch den Siebkorb hindurch bewirken. Man erkennt, daß im oberen Teil der Rotortron:-mel die Leisten 10 stärker zur Rotationsachse 15, und zwar mit einer Abwinklung mit einem spitzen Winkel gegen die Drehrichtung beim normalen Sortierbetrieb geneigt sind. Auf diese eise erreicht man, daß bei Umkehr der Drehrichtung diese Leisten eine Förderwirkung auf die Suspension in Richtung zum ezlterinneren haben, so daß auf diese Weise verhindert wird, daß sich die Abzugsöffnung 12 mit größeren Klumpen zusetzt. Man könnte auch durch die Neigung dieser Leisten überhaupt eine solche Förderwirkung erzielen, daß man das Pumpenlaufrad weglassen könnte, eventuell in Verbindung mit der weiter unten geschilderten Maßnahme.
- Es befindet sich noch im Behälterboden eine Abzugs öffnung für Schwerschmutz, insbesondere auch für Schmutzteilchen größeren Volumens, die über die Schwerschmutzleitung 18, in der eine Schwerschmutzschleuse 19 mit Schieber 28 angeordnet ist, abgezogen werden können. Im Ausführungsbeispiel wird über diese Schwerschmutzleitung Wasser zur Rückspülung, das gleichzeitig auch zur Verdünnung, d.h. Herstellung der Suspension dient, und über eine Leitung 26 zugeführt wird, in das Behälterinnere geleitet.
- Es könnte natürlich auch ein anderer Rotor für das Sortlergerät verwendet werden, bei dem z.B. in bekannter Weise Sortierflügel radial außerhalb oder innerhalb des Siebkorbes dicht an diesem rotieren. Ferner wäre es auch möglich, um das Bumpenlaufrad 5 eventuell weglassen zu können, die Rotorplatte 11 mit Rippen zu versehen, die unterhalb des Umwälzorgans einen Bereich 7 erzeugens in welchem die Suspension mit an slc hoher Konsistenz von mehr als 10 bis 20 % auf eine niedrigere Konsistenz mit Verdünnungswasser1 das unterhalb der Rotorplate 11 bei 30 von außen zugeführt wird, gebracht wird, so daß die verdünnte Suspension leicht in das Sortiergerät fließt und dann aus diesem Jeweils die verschiedenen sortierten fraktionen abgezogen werden können, natürlich unter Umständen auch unter Zuhilfenahme einer Förderpumpe. Die Verdünnung erfolgt ari je nach Verschmutzungsgrad.
- Der Rotor 9 des Sortiergerstes und das Burchmischur.2scran 2 haben nun getrennte Antriebswellen, die in diesem Fall konzentrisch sind, so daß also die Welle 17 des Rotors 9 eine Hohlwelle ist, durch welche die Welle 2; des Durchmischungsorgar.s 2 hindurchgeht. Auf beiden ellen sitzt je eine Riemenscheibe 23 bzw. 22, über die die beiden Rotoren von Je einem Motor angetrieben werden können. Es wäre natürlich auch möglich, beide Wellen über ein Planetengetriebe zu koppeln und nur ein Antriebsaggregat zu haben. Durch das jeweilige Drehzahlverhältnis kann dann die Abzugsmenge eingestellt werden.
- Der Siebkorb hat Je nach Anwendungsfall die verschiedensten Löcher oder Schlitze. Es können sowohl runde Löcher als auch Schlitze, die parallel oder senkrecht zur Rotorachse verlaufen, vorgesehen sein. Der Lochdurchmesser kann z.B. 50 mm betragen, falls relativ reiner Stoff aufgelöst wird, wobei nur noch größere Verunreinigungen, wie insbesondere Folie, abgeschieden werden mUssen. Es ist in solchen Fällen auch keine größere VerdUnnung nötig. Bei stärker verschmutztem Stoff sollten die Sortierlöcher des Siebkorbes kleiner gewählt werden, z.B. mit 3 mm oder unter Umständen sogar nur 1 mm Durahmesser. Gleichzeitig müßte dann natürlich eine sehr viel stärkere VerdAnnung auf z.B. 2 bis 3'%Stoffkonsistenz vorgenommen werden. Diese Verdünnung erfolgt durch die Spritzwasserleitung 30 in den Bereich unterhalb der Rotorplatoe 11 hinein. Es ist zwar, daß bei relativ niedriger Konsistenz die Sortierwirkung des Sortiergerätes höher wird, so daß dann auch bei stark verschmutztem Stoff eine ausreichende Sortierung eintritt. yir den Fall, daß praktisch reiner Stoff aufgelöst wird, kann auch das erfindungsgemäße Gerät verwendet werden, und zwar dann mit sehr großer Lochweite des Siebkorbes, so daß dieser dann praktisch nur noch dazu dient, zufällig in die Suspension gelangte größere, insbesondere Schwerteile herauszusortieren, so daß solche dann keinen Schaden im weiteren Verlauf des Papiererzeugungsprozesses hervorrufen können.
- Wie oben geschIldert, ist es wegen der getrennten ellen für das Durchmischungsorgan 2 und den Rotor 9 möglich, die 3reh.-richtung des Rotors sogar umzukehren. In diesem Falle würde sich auch die Drehrichtung der Pumpe umkehren, so da3 diese z.B.
- dazu benutzt werden könnte, einen. zu schnellen Austritt der Stoffsuspension aus dem Stofflöserbehälter zu verhindern. Uberhaupt kann mit der Regelung der Drehzahl des Rotors 9 und damit des Pumpenlaufrades 12 die Fördermenge aus dem Sortiergerät heraus eingestellt werden. Natürlich ist dann die Sortierwirkung des Rotors in gewisser Weise davon beeinflußt, so daß man fUr den gegebenen Anwendungsfall dann das Optimum suchen müßte.
- Vorzugsweise ist das Durchmischungsorgan 2 mit einem kegel-oder kegelstumpfförmigen rundkörper ausgebildet, der auf einer rundplatte 11 sitzt und der mit wendelförmigen Förderflächen 15 in bekannter Weise versehen ist. Diese Förderfachen könnten auch zwecks der größeren Scherwirkung für gröbere Bestandteile des Altpapieres noch mit Reißzacken oder oppen 14 versehen sein. Dabei sollte auch die Steigung der Flächen von der Spitze nach unten zunehmend vorgesehen sein.
- Erfindungsgemäß ist nun eine Einrichtung geschaffen, die an ihrem Austritt einerseits Gutstoff, der nur noch einer wei eren Feinsortierung unterworfen werden muß, und ferner cnmutz und Grobstoff liefert, wobei letzterer noch hinsichtlich der verwertbaren Gutstoffe weiter sortiert werden könnte. Da die Einrichtung mit kontinuierlichem Betrieb arbeitet, fügt sie sich nahtlos in das Altpapieraufbereitungsverfahren air die Herstellung von Papier ein. Ein großer Vorteil ist auch, daß Verunreinigungen, insbesondere Folienstücke, in keinem (weiteren) Apparat (insbesondere Pumpen) weiter zerteilt werden kann nen, da sie Ja bereits ausgeschieden sind. Bei bekannten Anlagen hat dies oft zu Schwierigkeiten geführt.
- Leerseite
Claims (10)
- Kennwort: "VS-HD-Auflösesortierer" PatentansprUche einrichtung zur Auflösung und Sortierung von Altpapier, insbesondere mit Auflösung des Altpapieres im Hochstoffdichtebereich mit einem um eine im wesentlichen vertikale Achse im Bodenbereich des Stofflösebehälters rotierenden Du rchmischungs organ und mit unterhalb des Durchmischungsorgans gelegener Abzugsöfvnung, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Abzugsöffnung (12) des Behälters (1) das mit der Behälterwandung verbundene gehäuse (4) einer Sortiereinrichtung mit einem relativ zu einem Siebkorb (8) konzentrisch rotierenden Rotor (9) anschließt und daß außerhalb des Rotorbereichs an den Behälterboden (27) eine Schwerschmutzleitung (18) mit einer Schwer- und Grobschmutzschleuse (19) angeschlossen ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sortiereinrichtung in offener, sogenannter druckloser Bauweise ausgeführt ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß er die Schwerschmutzleitung (18) apül- und Verdünnungswasser zuführbar ist.
- 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührelemente (15) des Durchmischungsorgans oberhalb einer Grundplatte (11) desselben angeordnet sind, die an ihrer Unterseite mit der Durchmischung der Stoffsuspension mit VerdUnnungswasser dienenden, im wesentlichen horizontal und radial sich erstreckenden Rippen versehen ist und einen gegen den übrigen Stofflöserinhait abgegrenzten Austragsbereich (7) mit Suspension niedriger, pumpfahi2er Konsistenz erzeugt.
- 5. Einrichtung nach einem der AnsprUche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen dem Durchmischungsorgan (2) und der Abzugsöffnung (12) des Behälters (1) ein Pumpenlaufrad (5) befindet.
- 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Sortiergerät mit innerhalb des Siebkorbes (8) umlaufenden im wesentlichen trommelartigen Rotor (9) ausgeführt ist, dessen Trommel an ihrem Außenumfang ocrvlerleisten oder -£lügel aufweist.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen von Durchmischungsoran (2) und Rotor (ol zumindest etwa parallel verlaufen.
- 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sortierleisten (1C) in Umfangsrichtung höchstens eine leichte Neigung zur Rotorachse haben und nur im Bereich nahe der Abzugsöffnung (12) des Behälters (1) diese Neigung stärker ist und die Abwinkelung in der normalen Drehrichtung vorgenommen ist, 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch rezeichnet, daß Durchmischungsorgan (2) und Rotor (
- 9) Jeweils eigene Antriebswellen (17, 21) haben.
- 10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswellen (17, 21) konzentrisch sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813101220 DE3101220A1 (de) | 1981-01-16 | 1981-01-16 | Einrichtung zur aufloesung und sortierung von altpapier |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813101220 DE3101220A1 (de) | 1981-01-16 | 1981-01-16 | Einrichtung zur aufloesung und sortierung von altpapier |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3101220A1 true DE3101220A1 (de) | 1982-08-12 |
Family
ID=6122740
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813101220 Withdrawn DE3101220A1 (de) | 1981-01-16 | 1981-01-16 | Einrichtung zur aufloesung und sortierung von altpapier |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3101220A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3625369A1 (de) * | 1986-07-26 | 1988-02-04 | Voith Gmbh J M | Stoffloeser |
| CN106835788A (zh) * | 2015-12-04 | 2017-06-13 | 潘珺珺 | 一种分道纸浆回收装置 |
| WO2024079177A1 (de) * | 2022-10-12 | 2024-04-18 | Voith Patent Gmbh | Vorrichtung zur bearbeitung von faserstoffen |
-
1981
- 1981-01-16 DE DE19813101220 patent/DE3101220A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3625369A1 (de) * | 1986-07-26 | 1988-02-04 | Voith Gmbh J M | Stoffloeser |
| CN106835788A (zh) * | 2015-12-04 | 2017-06-13 | 潘珺珺 | 一种分道纸浆回收装置 |
| WO2024079177A1 (de) * | 2022-10-12 | 2024-04-18 | Voith Patent Gmbh | Vorrichtung zur bearbeitung von faserstoffen |
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