DE31777C - Neuerungen an einfach wirkenden Dampfmaschinen mit Hoch- und Niederdruck-Cylindern - Google Patents
Neuerungen an einfach wirkenden Dampfmaschinen mit Hoch- und Niederdruck-CylindernInfo
- Publication number
- DE31777C DE31777C DENDAT31777D DE31777DA DE31777C DE 31777 C DE31777 C DE 31777C DE NDAT31777 D DENDAT31777 D DE NDAT31777D DE 31777D A DE31777D A DE 31777DA DE 31777 C DE31777 C DE 31777C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure
- cylinder
- piston
- steam
- cylinders
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000000872 buffer Substances 0.000 claims description 11
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 4
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 4
- 238000012856 packing Methods 0.000 claims description 3
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 claims 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims 1
- 238000005461 lubrication Methods 0.000 claims 1
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical group [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000000314 lubricant Substances 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Sealing Using Fluids, Sealing Without Contact, And Removal Of Oil (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
(Grafsch. Surrey, England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. December 1884 ab.
Die Neuerungen sind insbesondere, aber nicht ausschliefslich für Cömpoundmaschinen bestimmt,
weiche aus drei Elementen, jedes einen Hochdruck- und einenNiederdruckcylinder enthaltend,
bestehen, und betreffen die Kolben und die Metallpackung der Stopfbüchsen.
Die beiliegende Zeichnung stellt einen Verticalschnitt einer Maschine dar, die entsprechend
der vorliegenden Erfindung constrain ist; der Schnitt geht vertical durch eines der Elemente,
"aus welchen die Maschine besteht; die beiden anderen Elemente sind in jeder Hinsicht dieselben.
A ist die Dampfkammer am oberen Theile der Maschine, welcher der Dampf vom Kessel
aus continuirlich zugeführt wird. B ist der Hochdruckcylinder, C der Niederdruckcylinder,
D der Buffercylinder, E die Pleuelstange, F die
Hauptwelle, auf welcher sich drei Kurbeln unter Winkeln von 1200 befinden; jede Kurbel
wird von einem Element der Compoundmaschine von der gezeichneten Art bethä'tigt.
H ist der Kolben im Niederdruckcylinder, G der Kolben im Hochdruckcylinder, / der
Bufferkolben. Die Pleuelstange E ist direct an den Bufferkolben in der Weise angehängt, wie
dies die Zeichnung darstellt.
Die verschiedenen Kolben bestehen aus einer Anzahl von Theilen, die sä'mmtlich durch eine
Verbindungsstange K zusammengehalten werden , welche von einem Ende zum anderen
durch sie hindurchgeht; sie werden jedoch auch durch den Dampfdruck zusammengehalten,
der auf die hohle Kolbenstange M stets nach abwärts drückt. Diese Kolbenstange M bildet
zugleich den obersten Theil der Bestandteile des Kolbensystems. Ein Flantsch am unteren
Ende des Theiles M bildet die obere Fläche des Kolbens G, und zwischen dieser und der
Unterplatte N des Kolbens G befinden sich ein Paar Kolbenringe O. P ist ein Rohr,
welches den Theil N unterstützt; dasselbe geht durch den Deckel Q des Niederdruckcylinders,
und zwar in einer Stopfbüchse, die durch ein Paar Gufseisenringe, welche die Stange umfassen,
dicht erhalten wird. Diese Ringe befinden sich in einer Höhlung des Deckels, die
auf der Unterseite durch eine biegsame Platte Q.1 geschlossen wird, welche infolge des Dampfdruckes
die Dichtungsringe oberhalb derselben einzwängt. Der Deckel Q liegt in einer Erweiterung
am oberen Ende des Cylinders C und wird durch Bolzen an seiner Stelle gehalten, welche auch durch das Gufsstück hindurchgehen,
von dem der Cylinder B einen Theil bildet. Ein Flantsch am unteren Theil des Rohres P bildet den oberen Deckel des
Niederdruckkolbens H, und zwischen diesen Deckeln und dem Theil R sind, wie gezeichnet,
Ringe eingeschoben. Der Theil R bildet die Unterseite des Niederdruckkolbens H und setzt
sich nach abwärts als hohle Stange bis zum Bufferkolben I fort. Diese hohle Stange geht
durch zwei Stopfbuchsen S1 S im Deckel des
Buffercylinders hindurch, und jede dieser Stopfbuchsen ist mit gufseisernen Ringen abgedichtet.
Die beiden Stopfbüchsen mit metallenen Ringen und die abgeschlossene Kammer zwischen den-
selben, in welcher ein mittlerer Druck herrscht, sollen eine sehr wirksame Trennung des Buffercylinders
von dem Dampfaustrittskanale bilden. Diese Stopfbüchsen, können in der bereits mit
Bezug auf die Stopfbüchse im Deckel Q. beschriebenen Weise construirt sein.
Die Stange K, welche alle Theile des Kolbens zusammenhält, geht durch den oberen Deckel
des Theiles M hindurch, und zwar in einer Stopfbüchse, in welcher sich eine hinreichend
elastische Packung befindet, um die Ausdehnung zu compensiren und den Theilen einen gewissen
Spielraum für selbstständige seitliche Bewegungen zu lassen. Die vorstehend beschriebenen
Anordnungen ermöglichen, dafs jede Abnutzung der Kolbenringe in der Höhendimension
sofort ausgeglichen wird. Es wird auch bei der Zusammenstellung der Theile ein
grofser Theil Arbeit erspart, da der Druck eine genaue Berührung der Theile sicherstellt.
Der bei A eintretende Dampf geht an der Stange M vorbei, sobald diese hinreichend weit
heruntergegangen ist, um den Kanal T freizulegen. Dieser Kanal führt in den Hochdruckcylinder
eines anderen Elementes der dreifachen Maschine, wo der Kolben dann am
Beginne der Abwärtsbewegung steht. Der dort eintretende Dampf wirkt auf die obere Seite
des Hochdruckkolbens, und der Dampfeintritt dauert so lange, bis die Stange M in ihrer
Aufwärtsbewegung wieder den Kanal T verschliefst. Die unteren Theile der Hochdruckcylinder
sind durch einen Kanal U für den Dampfaustritt beständig offen. Wenn der Hochdruckkolben etwa 3/4 seines Hubes vollendet
hat, so beginnt er den Kanal V in der Wand des Cylinders B zu öffnen. Durch diese
Oeffnung tritt der Dampf, der im Hochdruckcylinder bereits Arbeit verrichtet hat, in den
Niederdruckcylinder eines anderen Elementes der Maschine, deren Kolben sich in diesem
Augenblicke am Anfang der Abwärtsbewegung befindet.
Wenn der Kolben H im Niederdruckcylinder das untere Ende seiner Bewegung erreicht, so
tritt ein Theil des Dampfes aus dem Cylinder durch die seitlichen Oeffnungen W und gelangt
so direct in den Auspuffkanal U. Bei der Aufwärtsbewegung des Niederdruckkolbens wird
der Rest des Dampfes durch die Oeffnung, durch welche er eintrat, in den Hochdruckcylinder
zurückgetrieben. Der Kolben in diesem Cylinder befindet sich aber dann oberhalb
der Oeffnung V und der Dampf wird durch den Kanal U ausgeblasen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Flächen, zwischen welchen die Kolbenringe
gehalten werden, etwas geneigt. Der Zweck hiervon ist der, die Einwärtsbewegung der Ringe
unter dem Dampfdrucke zu verhindern.
Das Untergestell der Maschine bildet einen Hohlraum Y, durch welchen die Kurbelwelle F
hindurchgeht. Dieser Raum wird mit Wasser und OeI zum Theil gefüllt erhalten. Auf diese
Weise werden die Hauptwelle und die Lager derselben in ausgiebiger Weise geschmiert.
Der Raum Y communion am oberen Theile mit der Kammer Z, welche die drei Buffercylinder
umgiebt-; zwischen dem Raum T und der Kammer Z befindet sich ein Kanal Y1, der
den Zweck hat, das Wasser und OeI, welches vom Bufferkolben hinaufgehoben und durch
die Luftlöcher Z1 in die Kammer Z geschleudert wird, in den Raum Y zurückzuleiten.
Die Luftbuffer, wie sie hier angeordnet sind, heben nicht nur in wirksamer Weise die lebendige
Kraft der Pleuelstange auf, sondern sie arbeiten auch ganz ruhig, und es entsteht aus
dem Auswerfen des Schmiermittels aus den Löchern Z1 weder eine Unbequemlichkeit noch
ein Verlust, was dann der Fall wäre, wenn sich die Buffercylinder nicht in einer Kammer
eingeschlossen befänden.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:An der dargestellten einfach wirkenden Dampfmaschine mit Hoch- und Niederdruckcylindern: i... Die Construction und Anordnung der Kolben als lose auf einander gesteckte Theile, die durch den Dampfdruck zusammengehalten werden.
- 2. Die Packung für die Kolbenstange, bestehend aus Metallringen, welche zwischen Scheiben eingezwängt sind, die durch den Dampfoder Flüssigkeitsdruck zusammengedrückt werden.
- 3. Die Anordnung der Deckel der Niederdruckcylinder, wobei dieselben in Ausnehmungen an den oberen Enden der Cylinder liegen und durch das oberhalb befindliche Gufsstück, von welchem der Hochdruckcylinder einen Theil bildet, festgehalten werden.
- 4. Die doppelt angeordneten metallenen Dichtungsringe mit der zwischen ihnen befindlichen geschlossenen Kammer, welche die Buffercylinder vom Dampfaustrittskanale trennt.
- 5. Die die drei Buffercylinder umgebende Kammer, welche durch einen Kanal · im. unteren Theil mit der Schmierkammer communicirt, in der sich die Kurbeln befinden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31777C true DE31777C (de) |
Family
ID=307839
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31777D Expired - Lifetime DE31777C (de) | Neuerungen an einfach wirkenden Dampfmaschinen mit Hoch- und Niederdruck-Cylindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31777C (de) |
-
0
- DE DENDAT31777D patent/DE31777C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4323159C1 (de) | Zweitakt-Brennkraftmaschine | |
| DE31777C (de) | Neuerungen an einfach wirkenden Dampfmaschinen mit Hoch- und Niederdruck-Cylindern | |
| DE507226C (de) | Stehende einfachwirkende Mehrzylinderdampfmaschine | |
| DE3101394C2 (de) | ||
| DE552562C (de) | Kolbenpumpe mit beliebiger Zylinderzahl fuer Hauswasserversorgung und aehnliche Betriebe | |
| DE448920C (de) | Druckausgleichvorrichtung fuer einfach wirkende Kolbenmaschinen | |
| DE631190C (de) | Doppelt wirkende Kraftmaschine | |
| DE721262C (de) | Vorrichtung zum Abheben und Andruecken des Saegeblattes bei Buegelsaegemaschinen mittels eines zweiseitig beaufschlagten Kolbens | |
| DE600372C (de) | Einrichtung zur Verdampfungskuehlung fuer Brennkraftmaschinen zum Antrieb von Rammen | |
| DE4098C (de) | Einfach wirkende Dampfmaschine mit zwei Cylindern verschiedenen Durchmessers und mit Kondensation | |
| DE81921C (de) | ||
| DE802296C (de) | Kolbenlagerung bei liegenden Kraft- oder Arbeitsmaschinen, insbesondere bei doppelt wirkenden Dampfmaschinen von Lokomotiven | |
| DE672149C (de) | Druckfluessigkeitssteuerung, insbesondere fuer Brennkraftmaschinen | |
| DE76147C (de) | Nasse Luftpumpe ohne Saugventil | |
| DE483271C (de) | Einrichtung zur Erzielung eines stossfreien Ganges von Kolbenmaschinen, insbesondere von Kompressoren zum Verdichten von Gasen und Daempfen, Pumpen zum Foerdern von Fluessigkeiten u. dgl. | |
| AT162501B (de) | Motorgehäuse für Brennkraftmaschinen | |
| DE601855C (de) | Ziehpresse | |
| DE60598C (de) | Schiebersteuerung mittelst Stöfsstange für Verbunddampfmaschinen mit gegenläufigen Kolben | |
| DE238848C (de) | ||
| DE201308C (de) | ||
| DE666102C (de) | Stehende, doppelt wirkende Kolbenpumpe | |
| DE294273C (de) | ||
| DE802295C (de) | Lagerung liegender Kolbensaetze mit wenigstens zwei Kolben bei Kraft- oder Arbeitsmaschinen | |
| DE214086C (de) | ||
| DE425101C (de) | Wurstfuellmaschine fuer hydraulischen oder pneumatischen Betrieb |