DE31542C - Kolonnen-Darre mit Selbstwendung - Google Patents
Kolonnen-Darre mit SelbstwendungInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
LOUIS SCHROETER in GUBEN. Colonnen-Darre mit Selbstwendung,
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1884 ab.
Die in beiliegender Zeichnung dargestellte Colonnendarre mit Selbstwendung ist bestimmt,
Grünmalz für Brauereizwecke zu dörren.
Dieselbe besteht, im Gegensatz zu allen bisherigen überwölbten Darren, aus einem Rumpf,
der nach oben verengt ist und dessen Speisung mit heifser Luft aus einem beliebigen (anderen)
Raum erfolgen kann, ohne das Malz ungleichmäfsig zu dörren.
Das Grünmalz wird in den Kasten a, Fig. 1 und 3, geschüttet und von hier vermittelst
einer stacheligen Walze b nebst Abstreicher b1
gleichmäfsig auf die oberste, von Rollen getragene Drahtgaze (oder Rohrgeflecht) % \ geschüttet.
Die Pfeile entlang bewegt sich diese Drahtgaze vermittelst Drehung der oberen Walzen
nach c, wo das Malz auf die zweite, dann auf die dritte u. s. f. Gaze fällt, Fig. 2.
Endlich gelangen Malz und Keime in den Rumpf d, kühlen ab und ■ werden event, von
der darunter liegenden Putzmaschine aufgenommen.
Die zur Erwärmung des Malzes nöthige heifse Luft wird einem Calorifer entnommen, wenn
nothwendig mit atmosphärischer Luft gemischt, und geht bei e unter das unterste Gewebe,
Fig. ι , von hier, entweder der Richtung der kleinen, halbrunden Pfeile folgend, im Zickzack
über das auf den Geweben liegende Malz streichend, oder die grofsen, verticalen Pfeile
entlang, direct die Gewebe und das Malz durchdringend, in den oberen Dunstraum und
ins Freie. Um den Luftstrom zu reguliren, sind bei f, Fig. 3, Klappen angebracht, welche
durch Leitstange g auf- und zugestellt werden können.
Die Construction im Innern ist dergestalt, dafs je zwei in derselben Horizontale liegende
Rollen an einem Kasten befestigt sind, der der Länge nach aus dem Mauerwerk gezogen werden
kann, Fig. 3 und 4 (Ji i k I und mn op).
Zu diesem Zwecke sollen die Mauernischen qr jederzeit ausnehmbar zugesetzt sein. Schaulöcher
finden sich bei s.
In der Zeichnung bilden 16 solcher Kästen die Colonne, welche durch Aufsetzen oder
Wegnehmen der Kästen vergröfsert oder verkleinert werden kann. Diese Colonne erhält
zum oberen Abschlufs eine Doppelfallthür t. Statt der hölzernen Constructionen können
entsprechende eiserne Mechanismen angebracht sein.
Der Antrieb erfolgt bei u, Fig. 5, durch menschliche oder andere Kraft. Die Uebertragung
der Drehungen erfolgt durch Zahnräder v.
Die Rauchgase des Calorifer gehen in das Rauchrohr w.
Die Beschüttung des obersten Gewebes mit frischem Malz sowie das Wenden der Colonne
soll periodisch (etwa halbstündlich) erfolgen.
Durch Ausrücken von zwei, drei und mehr oberen Geweben kann das Beschütten in mehrstündlichen
Zeiträumen auf mehrere Geflechte zugleich stattfinden und dabei regelmäfsig die Colonne gewendet werden.
Die Klappen zur Luftregulirung (Luftverschlüsse) haben den Zweck, durch eigene
Schwere des Theiles ac, Fig. 6, einen selbstthätigen
Abschlufs der Heizluft zu bewirken,
derart, dafs dieselbe gezwungen ist, durch das auf den Geweben lagernde Malz zu dringen.
Diese Verschlüsse bestehen aus einem festen Theil α b und dem drehbaren (losen) Theil α c,
beide von Blech oder Holz construirt. Letzterer Theil α c öffnet sich selbstthätig nach α d,
wenn ein Drehen der Rollen in Pfeilrichtung erfolgt, und läfst das forttransportirte Mälz
nach unten fallen. Wiederum bildet er beim Stillstand den für den vorliegenden Zweck genügenden
Verschlufs.
Es ist nöthig, beim Darren einen Theil der Klappen ständig offen zu haben, diese indessen
getrennt von den anderen schliefsen zu können, auch den anderen Theil unabhängig und beliebig
zu reguliren. Die in Fig. 7 (äufsere Ansicht) dargestellte Anordnung ermöglicht dies.
Der an Welle α befestigte zweiarmige Hebel α e und af ist bei e an einer, sämmtliche
Klappen einer Seite verbindenden Führungsstange g h, und ebenso bei f an Stange i k
durch einen abnehmbaren Stift befestigt.
Löst man den Stift e, so bleiben durch die Schwere der Stangen i k die entsprechenden
Luftpassagen geöffnet, doch so, dafs man dieselben durch Hochstellen von i k sämmtlich
schliefsen kann. Löst man dagegen den Stift f, so wird durch die Schwere von g h die Klappe
an das Malz gedrückt und so ein Verschlufs geliefert, der durch Hochstellen von g h wieder
geöffnet werden kann. Löst man beide Stifte, so wird die geringe Schwere der Klappe α c
einen leichten Verschlufs bilden, der beim Wenden des Malzes keinerlei besondere Bedienung
beansprucht.
Dadurch, dafs man jeder einzelnen Klappe diese drei Modalitäten zutheilen kann, ist man
in der Lage, bei sehr feuchtem Malz genügenden Abzug der Wasserdämpfe durch Offenhalten
des oberen Theiles der Colonne zu schaffen, oder wiederum durch Festziehen der oberen Klappen in dem unteren Theile der
Colonne eine ständig hohe Temperatur zu erhalten.
Claims (3)
1. Die Anwendung einer beliebigen Anzahl Kästen, in denen sich ein oder mehrere
Rollenpaare mit Geweben ohne Ende befinden.
2. Die Anordnung der Ummauerung (Ummantelung) der Kästen derart, dafs jeder
Kasten für sich durch eine vermittelst Ziegel oder sonst feuersicher verschlossene Maueröffnung
herausgezogen werden kann.'
3. Die in Fig. 6 und 7 dargestellten Regulirungsverschlüsse, und zwar:
a) die Construction' der Klappen aus einem festen Theil ab und einem drehbaren
ac;
b) der in Fig. 7 dargestellte Mechanismus, welcher gestattet, eine beliebige Anzahl
Klappen anders functioniren zu lassen als die übrigen, bestehend aus den
zweiarmigen Hebeln e af und den
durch lösbare Stifte ef mit denselben verbundenen Führungsstangen gh
und i k.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31542C true DE31542C (de) |
Family
ID=307613
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31542D Expired - Lifetime DE31542C (de) | Kolonnen-Darre mit Selbstwendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31542C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750247C (de) * | 1935-08-08 | 1945-01-04 | Henry James Hubert King | Maelzerei-Anlage |
| DE1220244B (de) * | 1964-02-18 | 1966-06-30 | Baker Perkins Ltd | Verfahren zum Formen weicher Fondants oder anderer Konfektware |
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- DE DENDAT31542D patent/DE31542C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE750247C (de) * | 1935-08-08 | 1945-01-04 | Henry James Hubert King | Maelzerei-Anlage |
| DE1220244B (de) * | 1964-02-18 | 1966-06-30 | Baker Perkins Ltd | Verfahren zum Formen weicher Fondants oder anderer Konfektware |
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