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DE3152008C1 - Langgestreckter magnetischer Schaltkern - Google Patents

Langgestreckter magnetischer Schaltkern

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Publication number
DE3152008C1
DE3152008C1 DE19813152008 DE3152008A DE3152008C1 DE 3152008 C1 DE3152008 C1 DE 3152008C1 DE 19813152008 DE19813152008 DE 19813152008 DE 3152008 A DE3152008 A DE 3152008A DE 3152008 C1 DE3152008 C1 DE 3152008C1
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DE
Germany
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core according
alloy
switching
materials
switching core
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19813152008
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr.Rer.Nat. Baran
Rolf Dipl.-Phys. Dr.Rer.Nat. Ebeling
Wilhelm Dipl.-Phys. Dr.Rer.Nat. Ervens
Rudolf Dr.Rer.Nat. Mohs
Helmut Dipl.-Phys. Dr.rer.nat. Stäblein
Jürgen Dipl.-Chem. Willbrand
Wilhelm Dipl.-Phys. Dr.rer.nat. 4300 Essen Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fried Krupp AG
Original Assignee
Fried Krupp AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fried Krupp AG filed Critical Fried Krupp AG
Priority to DE19813152008 priority Critical patent/DE3152008C1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3152008C1 publication Critical patent/DE3152008C1/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

  • Die Erfindung betrifft einen langgestreckten magnetischen Schaltkern, der einen Impuls in einer ihn umgebenden Spule induziert, wenn das äußere magnetische Feld bestimmte Feldstärkewerte über- oder unterschreitet. Die Wirkungsweise dieses Schaltkerns beruht auf der schon von Preisach 1929 (F. Preisach: Ann. Phys., Lpz. 3 (1929) S. 737 bis 799) an sehr langen, dünnen Permalloy-Drähten unter Zugspannung beobachteten Ummagnetisierung in einem einzigen großen Barkhausen-Sprung aufgrund der Bewegung einer 180°-Blochwand. Dieser Effekt wurde von Sixtus und Tonks in einer Reihe grundlegender Arbeiten in den Jahren 1931 bis 1933 eingehend untersucht und beschrieben. (S. z. B. K. J. Sixtus: In »Probleme der technischen Magnetisierungskurve«, herausgegeben von R. Becker, Berlin: Springer 1938).
  • Mit der Zugspannung wurde eine einachsige Anisotropie in dem Permalloy-Draht erzeugt, die dafür sorgte, daß aus energetischen Gründen nur 1800-Blochwände auftreten konnten. Die große Länge des Drahtes bei kleinem Durchmesser hat zur Folge, daß den Ummagnetisierungsvorgang störende entmagnetisierende Felder aufgrund des kleinen Streufaktors vernachlässigbar gering sind.
  • Die sprunghafte Ummagnetisierung aufgrund der schnellen Bewegung einer 1800-Blochwand ist bei dem in der US-PS 3820090 beschriebenen Schaltkern ausgenutzt worden. Dieser Schaltkern besteht, wie in der US-PS 3892 118 (siehe auch DE-OS 21 43326 und DE-OS 28 19 305) ausgeführt wird, aus einem ferromagnetischen Draht aus einer Eisen-Cobalt-Vanadium-Legierung, der zu seiner Herstellung eine komplizierte Zug- und Drillbehandlung durchläuft, wobei der innere und der äußere Teil des Drahtes trotz gleicher Zusammensetzung unterschiedliche magnetische Eigenschaften annehmen. Und zwar geht der äußere Teil in einen dauermagnetischen Zustand mit erhöhter Koerzitivfeldstärke über, während der innere Teil weichmagnetische Eigenschaften annimmt. Dabei soll sich im inneren Teil des Drahtes eine Zugspannung ausbilden, die zu einer einachsigen Anisotropie im weichmagnetischen Werkstoff führt In einem Magnetfeld parallel zur Drahtachse, das sich aus einem äußeren Feld bestimmter Größe und dem vom dauermagnetischen Außenteil des Drahtes herrührenden Feld zusammengesetzt, klappt die Magnetisierung des weichmagnetischen Innenteils in einem einzigen Barkhausen-Sprung um Dabei bildet sich zwischen dem inneren und dem äußeren Teil des Drahtes eine 1800-Blochwand aus, wenn man vom magnetisch gesättigten Zustand des Drahtes ausgeht.
  • Polt man das Schaltfeld anschließend um, so wird bei einer ganz bestimmten Größe desselben der weichmagnetische innere Teil des Drahtes schlagartig wieder ummagnetisiert und die 1800-Blochwand aus dem Material herausgetrieben. Nachteilig wirkt sich bei dem vorbeschriebenen Schaltkern, der auch z. B. in »Electronik« 1980 Heft 7, Seiten 43 bis 47 und 50 als magnetischer Sensor zur Anzeige der Präsenz eines Magnetfeldes durch Impulsabgabe beschrieben wird, aus, daß man im wesentlichen nur drahtformige Körper zur Verfügung hat und auf chemisch homogenes Material aus einem bestimmten Legierungssystem beschränkt ist. Diese Drähte müssen zudem einer höchst aufwendigen wie umständlichen Zug- und Drillbehandlung unterzogen werden, wobei man von einer definierten, feinen Kornstruktur zur Sicherstellung der erforderlichen Duktilität auszugehen hat, an deren Ende eine Kombination aus hartmagnetischem äußeren Teil und weichmagnetischem inneren Teil steht.
  • Es sind auch schon magnetische Ringkerne aus einem chemisch und magnetisch einheitlichen Werkstoff, wie z. B. aus Ferrit, als Schaltkerne vorgeschlagen worden.
  • Weiterhin sind magnetische Ringkerne bekannt, bei denen die radial innenliegenden Teile bei kleineren Feldern schalten als die außenliegenden. Der geschilderte Schaltmechanismus läßt sich jedoch nur bei Ringkernen erzeugen, nicht- dagegen bei Schaltkennen mit langgestreckter Form, die eine völlig andere Geometrie besitzen.
  • Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen magnetischen Schaltkern zu schaffen, der die genannten Nachteile nicht besitzt und der in bezug auf die Formgestaltung und die Umschaltprozesse erweiterte und optimierte Anwendungsmöglichkeiten bietet.
  • Die Aufgabe wird durch einen langgestreckten magnetischen Schaltkern mit mindestens zwei einander berührenden Bereichen gelöst, dessen Bereiche jeweils aus Werkstoffen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen bestehen, von denen mindestens einer magnetisierbar, d.h. ferromagnetisch, ist, wobei die Bereiche unlösbar zu einem gemeinsamen Verbundkörper zusammengefügt sind.
  • Dieser Verbundkörper, der durch Fügeverfahren wie Gießen, Strangpressen, Schmieden, Ziehen, Plattieren Aufschrumpfen und/oder Kleben aus verschiedenen Werkstoffkomponenten hergestellt wird, eröffnet eine weitaus größere Möglichkeit hinsichtlich der Formgestaltung des magnetischen Schaltkernes. Der Verbundkörper kann z. B. als drahtförmiger Einkernkörper ausgebildet sein, der den einen Werkstoff als Drahtkern und den anderen Werkstoff als koaxialen Mantel aufweist, oder z. B. als drahtförmiger Kern mit zwei koaxialen Mänteln aus jeweils unterschiedlichen Werkstoffen bestehen.
  • Weiterhin kann der Schaltkern auch als Mehrkernkörper ausgebildet sein, wobei in einem Mantel aus einer Werkstoffkomponente ein Bündel von Drähten aus mindestens zwei unterschiedlichen Werkstoffen untergebracht ist Schließlich können die von einem Mantel eingeschlossenen Drähte einen unterschiedlichen Querschnitt aufweisen und aus einem zentralen Drahtkern mit größerem Durchmesser aus einem Werkstoff und ihn umgbenden Drähten mit kleinerem Durchmesser aus einem anderen Werkstoff bestehen.
  • Jedoch ist man nicht an die Drahtform gebunden.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind nämlich auch »sandwichartig« aufgebaute, ebene Mehrschichtkörper mit mindestens zwei Schichten möglich, die aus mindestens zwei unterschiedlichen Werkstoffen bestehen. Damit kann die für das sprunghafte Schalten des magnetischen Schaltkerns erforderliche axiale magnetische Vorzugsrichtung des weichmagnetischen Werkstoffes im Gegensatz zu dem bisher nach dem Stand der Technik bekannten Schaltkern mit einer Vielzahl unterschiedlicher Methoden erhalten werden.
  • So kann z. B. ein weichmagnetischer Texturwerkstoff eingesetzt werden, wodurch bei nicht verschwindender Kristallanisotropie eine ganz bestimmte Magnetisierungsrichtung begünstigt wird Auch durch eine nachträglich eingebrachte Anisotropie, z B. durch eine Magnetfeldglühung unterhalb der Curietemperatur, läßt sich dem Werkstoff nach Belieben eine magnetische Vorzugsrichtung einprägen.
  • Des weiteren kann die je nach Werkstoff unerschiedliche Magnetostriktion ausgenutzt werden, um eine bestimmte magnetische Vorzugsrichtung herzustellen.
  • So läßt sich z. B. durch Ziehen des Verbundkörpers ein innerer Spannungszustand realisieren, der durch eine starke Druckspannungskomponente gekennzeichnet ist Bei vorliegender negativer Magnetostriktion des weichmagnetischen Werkstoffs in Längsrichtung stellt sich dann in dieser eine magnetische Vorzugsrichtung ein.
  • Durch Einbau einer zusätzlichen unmagnetischen Werkstoffkomponente, die ein sog. Formerinnerungsvermögen besitzt (z. B. eine Legierung aus je 50 Atom-% Nickel und Titan, die z.B. in der DE-AS 1288 363 und DE-PS 15 58 715 beschrieben wird), kann durch eine Wärmebehandlung ein bestimmter Spannungszustand eingestellt werden. Je nach Vorzeichen der Magnetostriktion läßt sich damit durch Zug- bzw.
  • Druckspannungen die gewünschte axiale magnetische Vorzugsrichtung einstellen. Darüber hinaus ist dieser Spannungszustand durch Temperatureinwirkung steuerbar, was die Möglichkeit eröffnet, die eigentliche Funktion des magnetischen Schaltkerns bei einer bestimmten Temperatur an- bzw. abzuschalten.
  • Ebenso lassen sich unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten der einzelnen Werkstoff komponenten ausnutzen, um geeignete Spannungszustände und damit Vorzugsrichtungen zu realisieren.
  • Besitzt nämlich die magnetisch weichere Komponente z. B. einen kleineren linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten als die sonstige(n) Komponente(n) und führt man eine entsprechende Schlußwärmebehandlung durch, so verbleibt nach der Abkühlung die weichmagnetische Komponente unter Druckspannung, was bei negativer Magnetostriktion in Längsrichtung zu einer axialen magnetischen Vorzugsrichtung der weichmagnetischen Komponente führt. Bei positiver Magnetostriktion in Längsrichtung müßte, um denselben Effekt zu erreichen, ein weichmagnetischer Werkstoff mit einem größeren linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten gewählt werden. Die unmagnetischen bzw.
  • unmagnetisierbaren Bereiche aus einer Legierung mit Formerinnerungsvermögen (sog. Memory-Legierung) oder aus einer Legierung mit zu der magnetisierbaren bzw. magnetischen Legierung des Nachbarbereiches unterschiedlichem thermischen Ausdehnungskoeffizienten werden demnach dazu verwendet, um bestimmte Spannungszustände und damit magnetische Vorzugsrichtungen in den Nachbatbereichen einzustellen.
  • Es ist jedoch ebenso möglich, Schaltkerne zu verwenden, die Bereiche aus mindestens zwei magnetisierbaren Werkstoffen mit unterschiedlichen Koerzitivfeldstärken besitzen. Hierdurch ergeben sich erweiterte Möglichkeiten hinsichtlich der Kombination unterschiedlicher Werkstoffe, womit die Eigenschaften des magnetischen Schaltkerns in vielfältiger Weise verändert und damit dem jeweiligen Anwendungfall angepaßt werden können. Bei solchen magnetischen Schaltkernen können nacheinander mehrere Schaltungen erfolgen.
  • Derartige magnetische Mehrfachschaltkerne eignen sich z. B. zur Erfassung mehrerer unterschiedlicher Schwellenwerte von äußeren Magnetfeldern und so zur Erfassung von diskreten Feldstärkebereichen.
  • Die Querschnittsverhältnisse der einzelnen Werkstoffkomponenten lassen sich sowohl bei Einkernkörpern als auch bei Mehrkern- bzw. Mehrschichtkörpern im Prinzip beliebig einstellen. In einer bevorzugten Ausführungsform eines Verbundkörpers aus einer weichmagnetischen und einer magnetisch härteren Komponente wird deren Querschnittsverhältnis jedoch so eingestellt, daß es dem Verhältnis aus Remanenz der magnetisch härteren und Sättigungspolarisation der magnetisch weicheren Komponente entspricht Dabei ergibt sich bei entgegengesetzter Magnetisierung beider Komponenten ein jeweils etwa gleich großer Magnetfluß und damit ein weitgehend streufeldfreier Zustand mit geschlossenem magnetischem Feld.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung erhält der Schaltkern einen weichmagnetischen Werkstoff mit axialer Vorzugsrichtung bzw. es ist ein zusätzlicher Bereich aus einem Werkstoff mit Formerinnerungsvermögen oder einem größeren linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten bei positiver Magnetostriktion bzw. einem kleineren thermischen Ausdehnungskoeffizienten bei negativer Magnetostriktion in Längsrichtung vorgesehen. Vorteilhafterweise werden auch Schaltkerne verwendet, die eine gut verformbare Dauermagnetlegierung wie einerseits Nickel und andererseits eine Legierung, die im wesentlichen 45 bis 55% Co, 30 bis 50% Fe und 4 bis 14% (Cr+V) enthält Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden auch Schaltkerne mit Bereichen aus einer austenitischen Legierung, die durch Verformung magnetisierbar wird, verwendet, wozu sich z. B. einerseits Nickel und andererseits eine Legierung aus 16 bis 19% Cr, 8 bis 12% Ni, 2% Mn, 2% Si, 0,1% C und weitere Legierungsbestandteile wie z. B. Mo, Ti oder Nb und als Rest Fe vorzugsweise anbieten. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besitzen die Bereiche mit einem weichmagnetischen Werkstoff eine Legierung mit großem elektrischen Widerstand, z. B. aus einer Cobalt-Nickel-Legierung.
  • Vorteilhafterweise werden die Schaltkerne durch Fügeverfahren wie z. B. Gießen, Strangpressen, Schmieden, Ziehen, Plattieren, Aufschrumpfen und/oder Kleben unlösbar zu einem gemeinsamen Verbundkörper zusammengefügt, woran sich mehrstufige Wärmebehandlungen oder beim Kaltziehen bei 800 bis 12000C Zwischenglühungen und anschließende Schlußgiühungen bei 400 bis 6000 C mit einer Dauer von 5 Minuten für die Zwischenglühung und 10 Minuten für die Schlußglühung anschließen.
  • Mehrere Ausführungsbeispiele der langgestreckten magnetischen Schaltkerne nach der Erfindung sind in den F i g. 1 bis 10 sowie entsprechende Hystereseschleifen in F i g. 11 und 12 dargestellt Es zeigen F i g. 1 und 2 jeweils einen Querschnitt durch einen Einkernkörper, F i g. 3 bis 7 Querschnitte durch Mehrkernkörper unterschiedlicher Anordnung, Fig. 8 bis 10 Querschnitte durch sandwichartig aufgebaute Mehrschichtkörper, Fig. 11 eine typische Hysteresescheife von einem einfach schaltenden magnetischen Schaltkern gemäß der Erfindung und Fig. 12 eine typische Hystereseschleife von einem mehrfach schaltenden magnetischen Schaltkern gemäß der Erfindung.
  • Welche Anordnung zweckmäßigerweise zu wählen ist, hängt von verschiedenen Gesichtspunkten ab, z. B.
  • von den untèrschiedlichen Verformbarkeiten der verschiedenen Werkstoffe, die für Schalteffekte bei bestimmten Feldern ausgewählt werden, und von der Verfügbarkeit der verschiedenen Komponenten in unterschiedlicher Halbzeugform (Draht, Stange, Rohr, Blech usw.).
  • In den F i g. 1 und 2 sind mögliche rotationssymmetrische Anordnungen von Einkernkörpern dargestellt Dabei kann, wie in Fig.l, der magnetisch weichere Werkstoff als Kern 1 und der magnetisch härtere Werkstoff als Mantel 2 oder umgekehrt der magnetisch weichere als Mantel 2 und der magnetisch härtere als Kern 1, wie in F i g. 2, eingesetzt werden.
  • Der in F i g. 3 gezeigte Querschnitt einer mehrschaligen, konzentrischen Anordnung mit 3 verschiedenen Werkstoffen 3, 4 und 5 stellt einen magnetischen Schaltkern dar, mit dem zwei Schaltungen hintereinander bei verschiedenen Feldstärken ausgelöst werden können.
  • Die in den Flug.4 bis 6 dargestellten Mehrkernkörper-Anordnungen besitzen den Vorteil, daß die Querschnittsverhältnisse der beiden drahtförmigen Komponenten 6 und 7 bzw. 9, 10 und 11 auf einfache Art geändert werden können, ohne die Abmessungen des Ausgangszustandes zu verändern, was für eine' wirtschaftliche Fertigung von besonderem Interesse ist Man braucht lediglich bei gegebener Gesamtzahl der Drähte eine entsprechende Zahl von Drähten aus den einzelnen Komponenten 6 und 7 bzw. 9, 10 und 11 zu verwenden. Das Bündel aus den Einzeldrähten wird in einen passenden Mantel 8 eingeführt Dieser Mantel kann ein Schutzrohr zur Fixierung des Bündels sein oder zusätzlich auch eine magnetische Funktion ausüben. Die vorhandenen Lücken schließen sich, wenn der Mehrkernkörper durch Strangpressen, Schmieden und/oder Ziehen umgeformt wird, wobei gleichzeitig eine Kaltverschweißung der einzelnen Bestandteile stattfindet, so daß diese sich nicht mehr gegeneinander verschieben können. Auch bei dieser Anordnung der Kerndrähte sind Mehrfachschaltungen möglich. Dies beruht vermutlich auf dem nicht rotationssymmetrischen Aufbau des Schaltkerns, was zu lokal unterschiedlichen Feldstärken in der weichmagnetischen Komponenteführt.
  • Auch mit Mehrkernkörpern ist bei geeignetem Aufbau, Fig. 6, mit z. B. 3 magnetisierbaren Werkstoffen 9, 10 und 11, eine Doppelschaltung - ähnlich wie bei dem Draht nach Fig.3 - möglich. Darüber hinaus können auch 3 und mehr Schaltungen bei entsprechender Zahl der magnetisierbaren Komponenten erreicht werden.
  • Der in Fig. 7 dargestellte Mehrkernkörper aus den Werkstoffen 12 und 13 und dem Mantel 8 ist eine »Kombination« der in F i g. 3 einerseits und den Fig. 4 bis 6 andererseits dargestellten Anordnungen. Die in den F i g. 8 bis 10 dargestellten sandwichartig aufgebauten Mehrschichtkörper sind mögliche Fälle geometrischer Anordnungen bei Verwendung von Blechen.
  • Fig. 8 zeigt den Querschnitt eines Zweischichtkörpers aus zwei Komponenten 14 und 15, Fig.9 den eines Dreischichtkörpers mit zwei oder drei verschiedenen Werkstoffen 16, 17 und 18, db. die Werkstoffe 16 und 18 können gleich oder verschieden sein. Ein vielschicht-Verbundkörper der Art, wie er in F i g. 10 mit den Komponenten 19,20,21,22 und 23 dargestellt ist, eignet sich gut dazu, weitere Werkstoffe, z. B. solche mit Formerinnerungsvermögen (Memo ry- Legierungen) z. B. NiTi, einzubauen. Im folgenden soll anhand von Ausführungsbeispielen die Erfindung näher erläutert werden.
  • Beispiel 1 In einem Ausführungsbeispiel mit einer Anordnung der Komponenten gemäß Fig. 1 wurde mit einem Nickel-Kern 1 und einem Mantel2 aus einer Legierung, die im wesentlichen aus 51% Co, 8% V, 4% Cr, 0,5% Mn, 0,3% Si, Rest Fe bestand, gearbeitet Es wurde von einem Rohr aus der oben genannten Eisen-Cobalt-Vanadium.Chrom-Legierung der Abmessung 10 x I mm (d. h. 10 mm Außendurchmesser, 1 mm Wandstärke) ausgegangen, in das ein Nickelstab mit 8 mm Durchmesser eingezogen wurde. Dieser Verbundkörper wurde an einen Durchmesser von 0,25 mm kaitgezogen, wobei lediglich eine Glühung von 5 Minuten Dauer bei 10000C bei einem Durchmesser von 2 mm eingeschaltet wurde. Er wurde schließlich 10 Minuten bei 5000C geglüht. Danach wurde an einer 100 mm langen Probe die in Fig. lot dargestellte Hystereseschleife bei langsamer Feldänderung, d. h.
  • quasistatisch, gemessen. Die Meßspule hatte eine Länge von 50 mm und trug 5000 Windungen. Aus Fig. 11 ist ersichtlich, daß beim symmetrischen Durchfahren der Hystereseschleife (Punkte a bis X a) Polarisationssprünge /1ffi1 bzw. AJ2 von rd. 0,1 T bei einer Sprungfeldstärke von rd. 1,5 kA/m auftreten. Bei unsymmetrischem Durchlaufen der Hystereseschleife treten je nach Lage des Umkehrpunktes (c - - . d) Polarisationssprünge Af3 Af4 bis zu -445T bei Sprungfeldstärken bis zu etwa 2,5 kA/m auf. Bei 50 Hz-Betrieb wurden unter Verwendung einer Spule mit 4000 Windungen Spannungsimpulse mit Amplituden bis zu 3 V und typischen Halbwertsbreiten von 20 ps gemessen.
  • Beispiel 2 In einem weiteren Ausführungsbeispiel mit einer Anordnung der Komponenten gemäß F i g. I wurde mit denselben Werkstoffen gearbeitet und von denselben Abmessungen ausgegangen wie in Beispiel 1. Der Verbundkörper wurde bei 2 mm Durchmesser 5 Minuten bei 10000C geglüht und anschließend an einen Durchmesser von 0,5 mm kaltgezogen. An einer 100 mm langer. Probe dieses Drahtes wurde bei einer dynamischen Messung mit 50 Hz ein Impuls von 25 V erhalten Die Meßspule hatte eine Länge von 50 mm und trug 4000 Windungen. Aus diesem Beispiel ist ersichtlich, daß für den erfindungsgemäßen magnetischen Schaltkern weder ein bestimmter Drahtdurchmesser noch eine abschließende Glühung unbedingt erforderlich sind.
  • Beispiel 3 Ein Rohr aus einer Eisen-Cobalt-Vanadium-Chrom-Legierung der Abmessungen 55 x 5 mm und einer Länge von 120 mm wurde an einem Ende mit einer 5mm dicken Platte (Material St37) verschlossen. In diesen Topf wurde ein Nickelzylinder eingepaßt, so daß wieder ein Aufbau wie in Fig. 1 entstand. Der Verbundkörper wurde bei 12000C mittels einer Strangpresse zu einem Stab mit 20 mm Durchmesser umgeformt Nach Reinigung des Stabes und Entfernung der Endstücke wurde dieser an einen Durchmesser von 0,25 mm kaltgezogen, wobei lediglich zwei Glühungen von 5 Minuten Dauer bei 10000C bei Durchmessern von 8 und 2 mm eingeschaltet wurden, und 10 Minuten bei 500°C geglüht Die magnetische und die Impulsmessungen waren ähnlich wie die in Beispiel 1.
  • Beispiel 4 Für die Herstellung eines nach F i g. 5 aufgebauten magnetischen Schaltkernes wurden 13 Drähte 6 aus Ni und 6 Drähte 7 aus der im Beispiel 1 genannten Legierung mit Durchmessern von 2 mm verwendet.
  • Diese wurden in ein Schutzrohr 8 aus einer Kupfer-Nikkel-Legierung mit 70% Kupfer der Abmessung 12 x I mm eingeschoben. Dieser Verbundkörper wurde unter Einschaltung einer Glühbehandlung bei 2 mm Durchmesser an einen Durchmesser von 0,25 mm gezogen und anschließend bei 5000 C geglüht Die magnetischen Eigenschaften zeigt Fig. ins Auf der symmetrischen Schleife (Punkte a bis g, a) treten 2mal 4 Polarisationssprünge Aji bis Af8 von jeweils etwa 0,1 T bei Sprungfeldstärken zwischen 1,5 und 3,5 kA/m auf Bei unsymmetrischer Betriebsweise findet man je nach Lage des Umkehrpunktes (c, d oder e) auf dem rücklaufenden Kurventeil ein, zwei oder mehrere Polarisationssprünge 419 bis all5 mit Sprunghöhen bis zu 0,25 T.
  • Beispiel 5 In einem weiteren Ausführungsbeispiel mit einer Anordnung der Komponenten gemäß F i g. 1 wurde mit einem Nickel-Kern 1 und einem Mantel 2 aus V2A gearbeitet. Abmessungen und Verarbeitung entsprachen denjenigen von Beispiel 1, wobei lediglich die Anlaßbehandlung bei 5000C entfiel. Die magnetische Messungen zeigten ähnlich wie bei Beispiel 1 (F i g. 11) bei symmetrischer Erregung zwei Polarisationssprünge JJI und Af2 von rd. 0,1 T bei rd. 1,5 kA/m und bei unsymmetrischer Erregung Polarisationssprünge auf dem rücklaufenden Teil bis zu 0,5 T bei Sprungfeldstärken zwischen 1,5 und 2 kA/m. Dabei wurden Spannungsimpulse mit einer Amplitude bis zu 1,5 V und einer typischen Halbwertsbreite von 20 ns erhalten.
  • Beispiel 6 Ein Rohr aus Nickel der Abmessungen 55 x 12 mm und einer Länge von 120 mm wurde an einem Ende mit einer 5 mm dicken Platte (Material St 37) verschlossen.
  • In diesen Topf wurde ein Zylinder aus einer Eisen-Cobalt-Vanadium#Chrom.Legierung eingepaßt, so daß wieder ein Aufbau wie in F i g. 1 entstand. Die Weiterverarbeitung erfolgte gemäß Beispiel 2. Bei symmetrischer und unsymmetrischer Betriebsweise wurden Polarisationssprünge von rd. 0,1 T bei Sprungfeldstärken von 0,5 bis 1,0 kA/m erhalten.
  • Anstelle der in den Ausführungsbeispielen benutzten Dauermagnetmaterialien auf der Basis Eisen-Cobalt-Vanadin-Chrom können mit Erfolg auch andere verformbare Magnetwerkstoffe eingesetzt werden, z. B.
  • Chrom-Eisen-Cobalt- oder Eisen-Molybdän-Nickel-Legierungen. Bei Chrom-Eisen-Cobalt-Legierungen im Zusammensetzungsbereich 20 bis 35% Cr, 4 bis 20% Co, Rest Fe lassen sich durch Variation der Zusammensetzung und der Wärmebehandlung die Magnetwerte (Remanenz und Koerzitivfeldstärke) in weiten Grenzen verändern. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die Sprungfeldstärke der langgestreckten magnetischen Schaltkerne den jeweiligen Anwendungsfällen gezielt anzupassen.
  • Anstelle des in den Ausführungsbeispielen als weichmagnetische Komponente eingesetzten Nickels können andere weichmagnetische Materialien mit axialer magnetischer Vorzugsrichtung benutzt werden, z.B. Texturmaterialien aus Fe-Ni, Fe-Co, Bi-Co oder Fe- Ni - Co-Legierungen.

Claims (22)

  1. Patentansprüche: 1. Langgestreckter magnetischer Schaltkern, der mindestens zwei einander berührende Bereiche aufweist, und der in einem äußeren Magnetfeld beim Über- bzw. Unterschreiten einer bestimmten Feldstärke sprungartig seine Magnetisierungsrichtung umkehrt, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereiche jeweils aus Werkstoffen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen bestehen, von denen mindestens einer magnetisierbar ist und die unlösbar zu einem gemeinsamen Verbundkörper zusammengefügt sind.
  2. 2. Schaltkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser einen drahtförmigen Einkernkörper bildet, der den einen Werkstoff als Drahtkern (1) und den anderen Werkstoff als koaxialen Mantel (2) aufweist (F i g. 1 und 2).
  3. 3. Schaltkern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieser einen Drahtkern (5) und zwei koaxiale Mäntel (3, 4) aus jeweils unterschiedlichen Werkstoffen aufweist (F i g. 3).
  4. 4. Schaltkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er einen Mehrkernkörper bildet, der aus einem Bündel von Drähten (6, 7, 9 bis 11) aus mindestens zwei unterschiedlichen Werkstoffen in einem gemeinsamen Mantel (8) besteht (F i 4 bis 6).
  5. 5. Schaltkern nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dieser einen Drahtkern (13) mit größerem Durchmesser aus einem Werkstoff aufweist, der von mehreren Drähten (12) mit kleinerem Durchmesser aus einem anderen Werkstoff und dem Mantel (8) umgeben ist (F i g. 7).
  6. 6't#ch<##tkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser einen ebenen Mehrschichtkörper mit mindestens zwei Schichten bildet, die aus mindestens zwei unterschiedlichen Werkstoffen (14 bis 23) bestehen (F i g. 8 bis 10).
  7. 7. Schaltkern nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereiche mindestens zwei magnetisierbare Werkstoffe mit unterschiedlichen Koerzitivfeldstärken aufweisen.
  8. 8. Schaltkern nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt aus dem Querschnitt und der Sättigungspolarisation des magnetisch weicheren Werkstoffes etwa gleich dem Produkt aus dem Querschnitt und der Remanenz des magnetisch härteren Werkstoffes ist
  9. 9. Schaltkern nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dieser einen weichmagnetischen Werkstoff mit axialer Vorzugsrichtung enthält
  10. 10. Schaltkern nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der axialen Vorzugseinrichtung ein zusätzlicher Bereich aus einem Werkstoff mit Formerinnerungsvermögen (»Memory-Legierung«) vorgesehen ist
  11. 11. Schaltkern nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der weichmagnetische Werkstoff eine positive Magnetostriktion in Längsrichtung und einen größeren linearen thermischen Ausdehnungskoeffizient als die schwerer oder nicht magnetisierbaren Werkstoffe aufweist.
  12. 12. Schaltkern nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der weichmagnetische Werkstoff eine negative Magnetostriktion in Längsrichtung und einen kleineren linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten als die schwerer oder nicht magnetisierbaren Werkstoffe aufweist.
  13. 13. Schaltkern nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß dieser eine gut verformbare Dauermagnetlegierung enthält.
  14. 14. Schaltkern nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß dieser einerseits aus Nickel und andererseits aus einer Legierung besteht, die im wesentlichen 45 bis 55% Co, 30 bis 50% Fe und 4 bis 14% (Cr+V) enthält.
  15. 15. Schaltkern nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß dieser eine austenitische Legierung enthält, die durch Verformung magnetisierbar wird
  16. 16. Schaltkern nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß dieser als weichmagnetischen Werkstoff eine Legierung mit großem elektrischen Widerstand enthält.
  17. 17. Schaltkern nach Ansprüchen 1 bis 13 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß dieser als weichmagnetischen Werkstoff eine Cobalt-Nickel-Legierung enthält
  18. 18. Schaltkern nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß dieser einerseits aus Nickel und andererseits aus einer Legierung besteht, die im wesentlichen 16 bis 19% Cr, 8 bis 12% Ni, 2% Mn, 2% Si, 0,1% C und weitere Legierungsbestandteile wie z. B. Mo, Ti oder Nb, und als Rest Fe enthält.
  19. 19. Verfahren zum Herstellen eines Schaltkerns nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schaltkern bildenden unterschiedlichen Werkstoffe durch Fügeverfahren, wie z. B. durch Gießen, Strangpressen, Schmieden, Ziehen, Plattieren, Aufschrumpfen und/oder Kleben, unlösbar zu einem gemeinsamen Verbundkörper zusammengefügt werden.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der durch Fügeverfahren geschaffene Verbundkörper einer mehrstufigen Wärmebehandlung unterzogen wird.
  21. 21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundkörper beim Kaltziehen bei 800 bis 12000C zwischengeglüht und anschließend einer Schlußglühung bei 400 bis 6000C unterzogen wird.
  22. 22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundkörper einer Zwischenglühung von ca. 5 Minuten Dauer und einer Schlußglühung von ca. 10 Minuten Dauer unterzogen wird.
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