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Schaltanordnung für ein Instrument mit einer elektrooptischen
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Anzeigeeinheit, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung geht
aus von einer Schaltanordnung für ein Instrument mit einer elektrooptischen Anzeigeeinheit,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
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In jüngster Zeit werden mit zunehmendem Maße die bekannten Zeigerinstrumente
durch sogenannte elektronische Instrumente mit einer elektrooptischen Anzeigeeinheit
ersetzt, weil diese ohne mechanische bewegte Teile auskommen und daher kostengünstig
gefertigt werden können. Neben den bekannten 7-Segment-Anzeigeeinheiten werden immer
mehr auch sogenannte Lichtbandanzeigeeinheiten verwendet, bei denen beispielsweise
Leuchtdioden in einer Zeile nebeneinander angeordnet und derart angesteuert werden,
daß in Abhängigkeit von der Größe des Meßwertes eine Punkt- oder Bandskalaanzeige
realisiert wird.
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Zur Ansteuerung dieser Lichtbandanzeigeeinheit gibt es integrierte
Schaltkreise mit einer Vielzahl von Komparatoren zur Ansteuerung der einzelnen Leuchtdioden,
wobei diese Komparatoren den Meßwert mit jeweils unterschiedlichen Referenzspannungen
vergleichen. Dabei wird der anliegende Meßwert immer direkt angezeigt, was ein starkes
Flimmern und Springen der einzelnen Segmente (Leuchtdioden) der Lichtbandanzeigeeinheit
zur Folge hat. Eine derart unruhige Anzeige vermittelt einen schlechten optischen
bzw. ergonomischen Eindruck und wird daher in vielen Fällen abgelehnt. Nachteilig
bei einer solchen springenden Anzeige ist außerdem, daß der optische Eindruck nicht
dem der bekannten Zeigerinstrumente entspricht.
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Auch bei den bekannten digitalen Ziffernanzeigeinstrumenterimit einer
7-Segment-Anzeige wird der Meßwert am Ende eines Meßzeitintervalles und für die
folgende Zeitspanne direkt angezeigt, so daß sich der Anzeigewert bei stark schwankenden
Meßwerten
um verhältnismäßig hohe Beträge ändern kann. Dabei ist
zu berücksichtigen, daß man die Meßzeitintervalle nicht beliebig klein wählen kann,
weil dann eine Unterscheidbarkeit aufeinanderfolgender Anzeigewerte für den Betrachter
nicht mehr gewährleistet ist. Über dies sind die bei diesen Instrumenten verwendeten
Analog-Digital-Wandler sehr teuer, wenn man geringe Meßzeitintervalle realisieren
will.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltanordnung
für ein Instrument mit einer elektrooptischen Anzeigeeinheit zu schaffen, das in
seinem optischen Eindruck möglichst weitgehend den bekannten Zeigerinstrumenten
entspricht und dessen optisches Bild von einem Betrachter als angenehm empfunden
wird0 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst, Durch die Begrenzung der maximalen Differenz zwischen zwei zeitlich nacheinanderfolgenden
Anzeigeerten kann man verhindern, daß Spitzenwerte des Meßwertes angezeigt werden,
die nur kurzzeitig auftreten Daraus ergibt sich der Effekt, daß sich der Anzeigewert
bei stark schwankenden periodischen Meßwerten nur geringfügig ändert. Ein unruhiger
optischer Eindruck wird auch dadurch vermieden, daß man die Zeitspanne zwischen
der Anzeige unterschiedlicher Anzeigewerte so groß wählt9 daß eine Unterscheidbarkeit
der Anzeigewerte für den Betrachter möglich ist0 Gegenüber den bekannten Instrumenten
mit einer direkten und unmittelbaren Anzeige des Meßwertes werden also gemäß der
vorliegenden Erfindung Maßnahmen getroffen, durch die der Anzeigewert zeitlich verzögert
dem Meßwert folgt.
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Dieses Prinzip der indirekten oder verzögerten Anzeige des Meßwertes
hat natürlich zur Folge, daß der Anzeigewert nicht immer exakt dem Meßwert entspricht.
Dieser Nachteil kann aber durch die Merkmale des Anspruchs 2 im wesentlichen behoben
werden. Dazu wird der Unterschied zwischen einem Anzeigewert
und
einem danach erfaßten Meßwert ermittelt und der Anzeigewert innerhalb eines Meßzeitintervalles
mehrfach um einen festgelegten Betrag verändert, sofern der Unterschied zwischen
einem Anzeigewert und dem Meßwert größer ist als dieser festgelegte Betrag. Geht
man beispielsweise davon aus, daß die Meßwerterfassungsstufe alle 300 msec. einen
Meßwert liefert und daß die Meßwertänderung 10 Anzeigeeinheiten entspricht, soll
also der Anzeigewert beispielsweise alle 30 msec. um eine Anzeigeeinheit verändert
werden. Diese Zeitspanne von 30 msec. ist so groß, daß jedenfalls bei Lichtbandanzeigeeinheiten
vom Betrachter einwandfrei erkannt ode Elemente wird, daß die einzelnen Segmente
Leuchtdioden) der Lichtbandanzeigeeinheit nacheinander aufleuchten.
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Bei den im Kraftfahrzeug vorkommenden Anwendungsfällen (Instrumente
zur Drehzahl- oder Geschwindigkeitsanzeige) sind die zeitlichen Änderungen des Meßwertes
in der Regel so klein, daß man die maximal zulässige Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Anzeigewerten auf den Betrag einer Anzeigeeinheit festlegen kann. Bei den Lichtbandanzeigeeinheiten
werden dann also die einzelnen Segmente nacheinander t angesteuert. Bei anderen
Anwendungsfällen stärker schwankenden Meßwerten kann man die maximal zulässige Differenz
aber auch auf mehrere Anzeigeeinheiten festlegen. Das bedeutet, daß bei einer Lichtbandanzeigeeinheit
etwa jeweils 3 Segmente in einem Block gleichzeiig aufleuchten, die einzelnen Blöcke
aber wiederum um 20 bis 30 msec. verzögert nacheinander aufleuchten.
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Entsprechendes gilt natürlich auch für digitale Instrumente mit 7-Segment-AnzeigenO
Bei der Verarbeitung von Meßwerten mit geringen zeitlichen Änderungen soll sich
also der Wert der dargestellten Zahl jeweils nur um den Betrag 1 ändern, während
bei der Verarbeitung von Meßwerten mit größeren Schwankungen größere Sprünge der
Anzeigewerte, beispielsweise von 10 auf 20 usw. zugelassen werden.
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Besonders bevorzugt wird eine Ausführung, bei der die maximal zulässige
Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Anzeigewerten von dem Unterschied zwischen
einem Anzeigewert und dem danach erfaßten Meßwert ist. Beispielsweise könnte man
vorsehen, daß die Segmente einer Lichtbandanzeigeeinheit einzeln nacheinander angesteuert
werden, wenn der Unterschied zwischen dem zuletzt angezeigten Wert und dem danach
erfaßten Meßwert kleiner 10 ist, während Blöcke von beispielsweise 3 sec. gleichzeitig
angesteuert werden, wenn dieser Unterschied größer 10 ist.
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Die maximal zulässige Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Anzeigewerten soll also in Stufen oder Rastern veränderbar sein. Die Größe dieser
Stufen oder Raster verdeutlicht dann optisch größere oder kleinere Meßwertänderungen,
beim Fahrzeug also beispielsweise Beschleunigen oder Verzögerungen.
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Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann
man auch die Zeitspanne zwischen der Anzeige unterschiedlicher Meßwerte verändern.Beispielsweise
könnte man die Schaltanordnung so ausbilden, daß bei einer Meßwertändemit rung dem
Betrag 10 alle 20 msec. der Anzeigewert um eine Einheit verändert wird, während
bei einer Meßwertänderungmit dem Betrag 5 nur alle 40 msec.der Anzeigewertumeine
Einheit erhöht oder erniedrigt wird.
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Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der die maximal zulässige
Differenz zwischen zwei Anzeigewerten und/oder die Zeitspanne zwischen der Anzeige
unterschiedlicher Anzeigewerte von dem Unterschied zwischen dem Anzeigewert und
dem danach erfaßten Meßwert abhängt. Wird beispielsweise ein Unterschied des Betrages
10 festgestellt und beträgt das Meßzeitintervall 300 msec., kann man durch geeignete
Verhältnisbildung erreichen, daß beispielsweise alle 30 msec. der Anzeigewert um
eine Einheit erhöht wird, oder daß alle 60 msec.
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der Anzeigewert um zwei Einheiten erhöht wird. Auf diese Weise kann
man sicherstellen, daß der Anzeigewert am Ende
eines Meßzeitintervalls
genau dem zuvor ermittelten Meßwert entspricht. Bei einer Lichtbandanzeigeeinheit
bedeutet dies, daß bei einem sich beispielsweise kontinuierlich erhöhenden Meßwert
die einzelnen Segmente oder Blöcke zeitlich nacheinander so angesteuert werden,
daß der Eindruck eines sich kontinuierlich verlängernden Lichtbandes entsteht. Ein
solches Instrument vermittelt daher praktisch denselben optischen Eindruck wie die
bekannten Zeigerinstrumente.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand des in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 ein schematisches Schaltbild
einer Schaltanordnung für ein Instrument und die Fig. 2 und 3 zeigen Diagramme,
in denen zu unterschiedlichen Ausführungsformen die Meßwerte oder Anzeigewerte über
der Zeit aufgetragen sind.
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In Fig. 1 sind mit 20 eine sogenannte Lichtbandanzeigeeinheit und
mit 21 eine sogenannte 7-Segment-Anzeigeeinheit bezeichnet. In der Praxis wird man
natürlich in der Regel nur eine dieser Anzeigeeinheiten zur Darstellung eines Meßwertes
verwenden. Der Aufbau derartiger Anzeige einheiten ist bekannt und braucht daher
hier nicht näher erläutert zu werden.
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Die einzelnen Segmente dieser Anzeigeeinheiten werden von einem Dekoder
22 angesteuert.
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Die Impulse eines Meßwertgebers 23 werden über ein Tor 24 einer Meßwerterfassungsstufe
25 zugeführt, die an ihrem Ausgang jeweils am Ende bestimmter Meßzeitintervalle
ein binäres Signal liefert, das dem Meßwert entspricht. Die Meßzeitintervalle werden
von einem das Tor 24 steuernden Taktgeber 26 bestimmt, der von dem Ausgangsignal
eines zentralen Taktgenerators 27 getriggert wird. Der Aufbau derartiger Meßwerterfassungsstufen
ist bekannt. Beispielsweise kann die Meßwerterfassungsstufe 25 einen Zähler enthalten,
der in regelmäßigen Zeitabständen zurückgesetzt wird und dann, solang das Tor 24
geöffnet ist, während einer bestimmten Meßzeit die Impulse des Meßwertgebers 23
zählt. Der Zählerstand am Ende eines jeden Meßzeitintervalles ist dann ein Maß für
den
Meßwert0 Das binäre Ausgangssignal der Meßwerterfassungswrd stufe 25 einem Subtrahierer
28 zugeführt, der den Meßwert mit einem Anzeigewert verglei cht, der in einem Speicher
29 abgespeichert ist0 Der Speicher 29 liefert außerdem das binäreAnsteuersignal
für den Dekoder 22o Der Subtrahierer 28 liefert Steuersignale für einen Vorwärts-Rückwärts/Zähler
30 Auf der Steuerleitung 31 liegt ein Steuersignal an, wenn das binäre Ausgangs
signal des Speichers 29 einen größeren Anzeigewert repräsentiert als das binäre
Ausgangssignal der Meßwerterfassungsstufe 25o In diesem Fall soll der Vorwärts/Rückwärts-Zahler
abwärts zählen Ist der im Speicher 29 gespeicherte Anzeigewert kleiner als der Meßwert
in der Meßwerterfassungsstufe 25, liegt auf der Steuerleitung 32 ein Signal an,
Der Vorwärts/Rückwärts-Zähler 30 soll dann aufwärts zählen0 Sind die binären Ausgangssignaledes
Speichers 29 und der Meßwerterfassungsstufe 25 ungleich, liegt außerdem auf der
Steuerleitung 33 ein Steuersignal an, welches ein Tor 34 für die dem Vorwärts/ RückwärtsZähler
30 über die Leitung 35 zugeführten Taktimpulse steuert. Außerdem liefert der Subtrahierer
28 auf dem Leitungsbündel 36 ein binäres Ausgangssignal, das der Differenz zwischen
dem Ausgangssignal des Speichers 29 und dem Ausgangssignal der Meßwerterfassungsstufe
25 entspricht0 Dieses Differenzsignal wird einem Taktgeber 37 zugeführt, der von
dem zentralen Taktgenerator 27 getriggert wird und die Taktsignale für den Vorwärts/Rückwärts-Zähler
30 liefert0 Die Frequenz des Ausgangssignales des Taktgebers 37 wird von dem Differenzsignal
auf dem Leitungsbündel 36 derart beeinflußt, daß bei einem größeren Differenzsignal
die Taktfrequenz dieses Taktgebers 37 erhöht wird. Für das vorliegende Ausführungsbeispiel
soll davon ausgegangen werden, daß der Taktgeber nur zwei hinsichtlich der Frequenz
unterschiedliche Signale abgeben kann, wobei die Taktfrequenz verdoppelt wird, sobald
das Differenzsignal 36 einen Wert größer 4 wiederspiegeltO
Das
Differenzsignal auf dem Leitungsbündel 36 beeinflußt einen weiteren Taktgeber 38,
der ven dem gleichen Taktsignal wie der Vorwärts/Rückwärts-Zähler 30 getaktet wird
und der auf der Leitung 39 ein Steuersignal liefert, das den Wert des Vorwärts/Rückwärts-Zählers
30 in den Speicher 29 einliest.
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Im folgenden soll nun unter Bezugnahme auf Fig. 2 die Wirkungsweise
der in Fig. 1 dargestellten Schaltanordnung beschrieben werden, wobei zunächst davon
ausgegangen wird, daß der Taktgeber 38 fehlt und jeder Zählerstand des Vorwärts/Rückwärts-Zählers
30 unmittelbar in den Speicher 29 übernommen wird. In Fig. 2 ist über der Zeit t
gestrichelt der Verlauf des Meßwertes als Kurve 40 dargestellt. Auf der Abszisse
sind 10 Meßzeitintervalle angegeben, wobei jeweils zum Ende eines Meßzeitintervalles
die Meßwerterfassnngsstufe 25 ein Ausgangssignal liefert, das in Form eines kleinen
Kreises 41 dargestellt sein soll. Ein weiterer Linienzug 42 veranschaulicht den
zu bestimmten Zeitpunkten von der Anzeigeeinheit abgebildeten Anzeigewert.
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Zum Zeitpunkt tl sind Meßwert und Anzeigewert gleich 4. Das bedeutet,
daß die ersten 4 Segmente der Lichtbandanzeigeeinheit 20 angesteuert werden und
aufleuchten sollen. Die Meßwerterfassungsstufe 25 liefert ein dem Wert 4 entsprechendes
Ausgangssignal ebenso wie der Speicher 29. Das Differenzsignal am Ausgang des Subtrahierers
28 ist damit 0 und das Tor 34 ist gesperrt. Der Zählerstand des Vorwärts/Rückwärts-Zählers
30 beträgt ebenfalls 4. Zum Zeitpunkt t2 hat sich der Meßwert um 3 Einheiten auf
den Wert 7 erhöht. Der Subtrahierer 28 liefert nunmehr ein Differenzsignal mit dem
Wert 3, das dem Taktgeber 37 zugeführt ist. Die Frequenz des Taktsignales dieses
Taktgebers 37 sei gleich 1. Das Tor 34 ist mngeöffnet und der Vorwärts/Rückwärts-Zähler
30 zählt aufwärts. Der Zählerstand dieses Zählers wird laufend in den Speicher 29
und damit auch in den Dekoder 22 übertragen, so daß in gleichbleibenden Zeitabständen
die Ziffern 5,6,7 angezeigt werden oder zusätzlich das 5,6 und7
Segment
der Lichtbandanzeigeeinheit 20 aufleuchtet. Dann entspricht der Wert dem Speicher
29 dem Ausgangsignal der Meßwerterfassungsstufe 25 und das Signal auf der Steuerleitung
33 verschwindet9 so daß das Tor 34 gesperrt wird und der Zähler 30 seinen Zählerstand
beibehält Am Ende des nächsten Meßzeitintervalls zum Zeitpunkt t3 sei der Meßwert
gemäß Figo 2 auf 13 angewachsen0 Das Differenzsignal des Subtrahierers 28 entspricht
dann einem Wert von 69 nämlich der Differenz zwischen dem letzten Anzeigewert 7
und dem neuen Meßwert 13 Bei einem solchen Differenzsignal gibt der Taktgeber 34
ein Taktsignal mit der Frequenz f2 abs wobei f2 doppelt so groß wie f1 ist. Folglich
ändert sich der Zählerstand des Vorwärts/Rückwärts-Zählers 30 während des folgenden
Meßzeitintervalls häufiger.
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Die Zeitspanne t zwischen zwei aufeinanderfolgenden An-5 zeigewerten
hat sich halbiert wie das aus Fig0 2 deut lich hervorgeht0 Bei dem bis jetzt beschriebenen
Ausführungsbeispiel ist also die maximal zulässige Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Anzeigewerten unveränderbar auf den Betrag einer Anzeigeeinheit festgelegt0 Das
heißt die Segmente der Lichtbandzeigeeinheit werden einzeln nacheinander angesteuert0
Verwendet man eine 7-Segment-Anæeigeeinheitf ändert sich die Ziffer der letzten
Stelle jeweils um Io Die Zeitspanne zwischen der Anzeige unterschiedlicher Meßwerte
ist bei diesem Ausführungsbeispiel umso kleiner je größer der Unterschied zwischen
einem Anzeigewert und dem danach erfaßten Meßwert ist0 Das bedeutet9 daß der Anzeigewert
innerhalb eines Meßzeitintervalles sehr viel öfter um einen festgelegten Betrag
verändert wird, sobald der Unterschied zwischen einem Anzeigewert und einem danach
erfaßten Meßwert einen bestimmten Schwellwert, im vorliegenden Beispiel etwa 49
überschreitet0 Dies ist in Fig. 2 der Fall während der Meßzeitintervalle zwischen
den Zeitpunkt ten t3 und t4 sowie zwischen t8 und t9. In Zusammenhang mit Fig0 2
soll noch auf folgenden Sachverhalt hingewiesen
werden. Zwischen
den Zeitpunkten t6 und t7 ändert sich der Meßwert um 2 Einheiten von 11 auf 9.Bei
einer so geringfügigen Änderung des Meßwertes entspricht der Anzeigewert bereits
nach kurzer Zeit dem Meßwert und bleibt danach bis zum Ende des nächsten Meßzeitintervalles
konstant. Eine derartige Anzeige wird vom Betrachter als störend empfunden, wenn
beispielsweise eine gleichmäßige Verzögerung eines Fahrzeuges angezeigt werden soll.
Es wird später erläutert, wie man diesen Mangel beheben kann.
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In Zusammenhang mit dem Diagramm nach Fig. 3, soll nun davon ausgegangen
werden, daß das Ausgangssignal des Subtrahierers 28 auch den Taktgeber 38 beeinflußt.
Solange der Wert des Differenzsignales kleiner als 4 ist, soll der Taktgeber ein
Ausgangssignal mit einer Frequenz 3 abgeben, die demEingangsignal entspricht. Ist
dagegen der Wert des Differenzsignales größer als 4 soll der Taktgeber 38 ein Ausgangssignal
abgeben, dessen Frequenz gegenüber dem Eingangssignal halbiert ist. Da dann aber
die Frequenz des Taktgebers 37, die ja dem Taktgeber 38 über das Tor 34 zugeführt
wird, verdoppelt ist, entspricht die Frequenz 4 nur dem halben Wert von f2.
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Aus Fig. 3 geht nun hervor, daß sich der Anzeigewert im Meßzeitintervall
zwischen t3 und t4 jeweils um 2 Anzeigeeinheiten ändert. Das liegt daran, daß die
Taktfrequenz 2 für den Vorwärts/Rückwärts-Zähler 30 doppelt so groß ist wie die
Frequenz des Signales auf der Steuerleitung 39, das den Zählerstand in den Speicher
29 überträgt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist also die maximal zulässige Differenz
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Anzeigewerten umso größer, je größer der Unterschied
zwischen einem Anzeigewert und dem danach erfaßten Meßwert ist. Bei dem einfachen
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind nur zwei Stufen vorgesehen, nämlich die Erhöhung
jeweils um eine Anzeigeeinheit bzw.
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eine Erhöhung um jeweils zwei Anzeigeeinheiten.Damit zählt die 7-Segment-Anzeigeeinheit
21 in den Schritten 4,5, 6,7,9,11 und entsprechendes gilt auch bezüglich der An-
steuerung
der einzelnen Segmente der Lichtbandanzeigeeinheit 20. Die Zeitspanne zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Anzeigewerten ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Diagramm
nach Fig. 3 unabhängig von der Differenz zwischen einem Anzeigewert und dem darauffolgenden
Meßwert.
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Bisher wurde davon ausgegangen, daß das Signal am Ausgang des Subtrahierers
28 während eines Meßzeitintervalles konstant den Wert vor Beginn des Meßzeitintervalles
wiedergibt.
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Dies läßt sich beispielsweise dadurch erreichen, daß man jeweils zu
Beginn eines Meßzeitintervalles den Wert aus dem Speicher 29 in einem zusätzlichen
Speicher zwischenspeichert und das Ausgangssignal dieses Zwischenspeichers dem Subtrahierer
28 zuführt Für den Fachmann ist aber klar, daß ohne diesen Zwischenspeicher die
Differenz zwischen dem angezeigten Wert und dem Meßwert laufend kleiner wird, weil
der Vorwärts/Rückwärts-Zähler 30 den Anzeigewert dem Meßwert nachführt, so daß bereits
während eines Meßzyklus die maximal zulässige Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgen
den Anzeigewerten oder die Zeitspanne zwischen den Anzeigen unterschiedlicher Meßwerte
verändert wird. In der Praxis bedeueet dies9 daß bei einer großen Meßwertänderung
der Anzeigewert sich dem neuen Meßwert zunächst sehr rasch nähert 9 schließlich
aber immer langsamer oder in kleineren Sprüngen den Meßwert erreicht.
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Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform, bei der die maximal
zulässige Differenz zwischen zwei Anzeigewerten und/ oder die Zeitspanne zwischen
der Anzeige unterschiedlicher Anzeigewerte ins Verhältnis zu dem Unterschied zwischen
dem Anzeigewert und dem danach erfaßten Meßwert gesetzt wird und danach diese Werte
so festgelegt werden, daß der Anzeigewert erst am Ende eines Meßzeitintervalles
dem zuvor ermittelten Meßwert entspricht. Damit wird erreicht, daß der Anzeigewert
möglichst kontinuierlich dem Meßwert folgt und nicht trotz eines gleichmäßig sich
ändernden Meßwertes einzelne Anzeigewerte eventuell für eine längere Zeitspanne
angezeigt werden.
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Natürlich könnte man auch daran denken, die maximal zulässige Differenz
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Anzeigewerten oder die Zeitspanne zwischen den
Anzeigen unterschiedlicher Meßwerte kontinuierlich zu verändern.
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Schließlich kann man auch eine Vielzahl von Stufen für diese Werte
vorsehen, was dadurch realisiert werden kann, daß man die Taktgeber 37 und 38 als
Multifrequenztaktgeber ausführt, die neben den Ausgangssignalen mit den Frequenzen
f1 und f2 bzw. f und f4 weitere Frequenzen abzugeben in der Lage sind.
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3 Abschließend wird noch darauf hingewiesen, daß man natürlich die
Frequenz der Ausgangssignale der Taktgeber 37 und 38 nicht zu groß wählen darf,
weil dann eine eindeutige Unterscheidung zweier unterschiedlicher Anzeigewerte nicht
mehr möglich ist. Die höchste zulässige Taktfrequenz kann beispielsweise so gewählt
sein, daß eine Anderung eines Anzeigewertes nur jeweils nach 20 msec. möglich ist.
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Das Schaltbild nach Fig. 1 zeigt eine Ausführung mit konkreten Schaltbausteinen
in Form von Zählern und Subtrahierern etc. Derarte komplexe Schaltanordnungen wird
man in der Praxis natürlich nicht mit einer Vielzahl solcher Bausteine aufbauen,
sondern einen Mikrocomputer verwenden, aem der Meßwert des Meßwertsignalgebers 23
zugeführt wird und der an seinem Ausgang die Ansteuersignale für die Anzeigeeinheit
20 oder 21 liefert. Dabei könnte dieser Mikrocomputer universell so programmiert
werden, daß sowohl die Ansteuerung einer Lichtbandanzeigeeinheit 20 als auch die
Ansteuerung einer 7-Segment-Anzeigeeinheit 21 möglich ist, die ja unterschiedliche
Dekoder 22 erfordern.
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Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Ziffernanzeigeeinheit
mit 7-Segment-Anzeigen. Natürlich können die Ziffern auch mit 14 oder 16-Segment-Anzeigen
oder einer Punktmatrix dargestellt werden. Bei der Lichtbandanzeigeeinheit müssen
die einzelnen Segmente nicht notwendigerweise in einer senkrechten oder waagerechten
Linie liegen.
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Sie könnten auch kreisförmig angeordnet sein. In Einzelfällen könnte
man auch daran denken, daß der gleiche An-
zeigewert durch eine
Lichtbandanzeigeeinheit und eine Ziffernanzeigeeinheit dargestellt wird. Dies kann
gleichzeitig geschehen, doch könnte auf Wunsch auch nur eine der beiden Anzeigeeinheiten
angesteuert werden, während die andere dunkelgeschaltet wird.
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Abschließend wird noch darauf hingewiesen, daß man natürlich dafür
Sorge tragen wird, daß die Differenz zwischen dem Anzeigewert und dem tatsächlichen
Meßwert nicht größer ist als dies der Gesetzgeber zuläßt. Dies bezieht sich insbesondere
auf Instrumente zur Anzeige der Fahrgeschwindigkeit.