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Maschine zur Herste1lun von Gießformen
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Die Maschine findet in Gießereien Verwendung, in denen Gußstücke mittels
kastenloser horizontal geteilter Sandgießformen hergestellt werden. Sie betrifft
eine Formmaschine von der alternierend untere und obere Gießformhälften hergestellt
und nach dem Einlegen von Kernen zu einer kompletten Sandgießform zusammengefügt
werden.
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Es ist eine Formmaschine bekannt (DD - WP 139 799), die eine Formstoffeinfüll-
und Verdichtungsatation, eine Wende- und Kerneinlegestation, eine Zulege- und Ausdruckstation,
eine Vereinzelungsstation und ein taktweise angetriebenes Transportsystem aufweist,
wobei Greifer in Werbindung mit Hubeinrichtungen in der Zulege- und Ausdrückatation
und der Vereinzelungsetation zum Abnehmen und taktweise versetzten Auflegen der
oberen Formrahmen von oder auf die Aufnahmen des Transportsystems oder unteren Formrahmen
angeordnet sind.
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Diese Formmaschine hat den Nachteil, daß nur eine Station zum Einlegen
von Kernen zur Verfügung steht und damit als Kerneinlegezeit nur die Haltezeit der
Transporteinrichtung abzüglich der Zeit zum Wenden der unteren Formhälfte, wodurch
bei längeren Kerneinlegezeiten die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine nicht ausgelastet
werden kann.
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Bei einer besonderen Ausgestaltung dieser bekannten Formmaschine werden
de Formrahmen transiatorisch so bewegt, so daß beliebig viele ;erneinlegeplAtze
angeordnet werden können. Dabei entsteht der Nachteil, daß ein erheblicher maschineller
und steuerungstçchnischer Aufwand für das Zusammenlegen der Formen und das Vereinzeln
der Formrahmen erforderlich ist.
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Ziel der Erfindung ist es, eine Maschine zur Herstellung kastenloser
horizontal geteilter Sandgießformen zu schaffen, die mit geringem maschinellen und
steuerungstechnischen Aufwand arbeitet und einen hohen technologischen Freiheitsgrad
aufweist ohne die Produktionsgeschwindigkeit zu beeinträchtigen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Formmaschine zur Herstellung
kastenloser horizontal geteilter Sandgießformen zu schaffen, die alternierend untere
und obere Gießformhälften herstellt, die unteren Gießformhälften um 1800 um eine
horizontale Achse verschwenkt und die Gießformhälften nach dem Einlegen von Kernen
zu einer kompletten Gießform zusammenfügt.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Maschine mit einer taktende
ersten Transporteinrichtuns zum Transport von Formrahmen für untere und obere Gießformhälften
und einer vorzugsweise kombinierten Formetoffeinfüll- und Verdichtungsstation ausgestattet
ist, daß eine kombinierte Hub-, Zulege- und Ausdrückstation angeordnet ist, daß
der Forarahmen für die untere Gießformhälfte ein laser ist und der Formrahmen für
die obere Gießformhälfte fest mit der ersten Transporteinrichtung verbunden ist,
daß eine mit einem Transporteur zussmmenwirkende Absenkeinrichtung unmittelbar neben
der kombinierten Hubo Zulege- und Ausdruckstation angeordnet ist und eine zweite
Transporteinrichtung zweiteiliger Ausführung zum Transport der
untere
Gießformhälften enthaltenden Formrehmen angeordnet ist deren erster Teil eine Wendestation
aufweisend die bsenkeinrichtung mit einer Umlenkstation und deren zweiter Teil die
Umlenkstation mit der Hub-, Zulege- und Ausdruck station verbindet Vorteilhafterweise
ist die erste Transporteinrichtung ein um eine vertikale Achse taktweise drehbare
Schwenkeinrichtung, die mindestens zwei Schwenkarmpaare mit je einem eine Gießformhälfte
aufnehmenden Formrahmen aufweist.
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Zweckmäßigerweise ist die Absenkeinrichtung als Wendeeinrichtung mit
exzentrischer Wendeachse ausgebildet und der erste Teil der zweiten Transporteinrichtung
weist keine Wendestation auf.
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Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Formrahmen für die obere Gießformhälfte
vertikal verschieblich im zugehörigen Schwenkarmpaar gelagert ist.
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Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert werden.
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In den zugehörigen Zeichnungen zeigt: Fig. 1: Eine Draufsicht auf
die erfindungsgemäße Maschine schematisch Fig0 2e Ein Schnitt A A Die in Fig 0 .1
dargestellte Maschine weist eine kombinierte Formetoffeinfüll- und Verdichterstation
7, eine Hub-, Zulege-und Ausdruckstation 8 und eine beide verbindende erste Transporteinrichtung
1 auf. Neben der Hub-, Zulege- und Ausdrückstation 8 ist die Absenkeinrichtung 9
mit dem Transporteur 10
angeordnet, die in Fig. 2 als Wendeeinrichtung
14 mit exzentrischer Wendeachse 17 ausgebildet ist.
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich, verbindet der erste Teil 15 der zweiteilig
ausgeführten zweiten Transporteinrichtung 2 die Absenkeinrichtung 9 mit einer Umlenkstation
12 und der zweite Teil 16 die Umlenkstation 12 mit der Hub-, Zulange und Ausdrückstation
8. Die zweite Traneporteinrichtung 2 ist beispielsweise als angetriebene Rollenbahn
ausgebildet.
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Die Hub-, Zulege- und Ausdrückstation 8 besteht aus einem oberhalb
der in der ersten Transporteinrichtung 1 eingelagerten Formrahmen 3, 4 angeordnetem
druckmittelbetätigtem Ausdrückstempel 18, eine unterhalb der zweiten Transporteinrichtung
2 angeordneten, mit einem nicht dargestellten Gießformenförderer korrespondierenden
druckmittelbetätigten Gegendruckplatte rund einer druckmittelbetätigten Formrahmenhubeinrichtung
20.
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Die erste Transporteinrichtung 1 ist beispielsweise als eine um eine
vertikale Achse taktweise drehbare Schwenk einrichtung ausgebildet, mit zwei Schwenkarmpaaren
13, wobei an dem einen Schwenkarmpaar 13 der Zentrierstifte 26 aufweisende Formrahmen
4 für die obere Gießformhälfte 6 befestigt ist. Der mit Buchsen 25 ausgestattete
Formrahmen 3 für die untere Gießformhälfte 5 ist in dem anderen Schwenkarmpaar 13
aufklappbaren Rollenleisten 21 aufgelegt.
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Gegen radiales Ausrollen außerhalb der Hub-, Zulege- und Ausdrückstation
8 ist der Formrahmen 3 durch eine Klinke 22 gesichert.
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Der bewegbaren Modelleinrichtung 23 ist ein nicht dargestellter Antrieb
zugeordnet, um entsprechend dem Takt der ersten Transporteinrichtung 1 jeweils das
Modell für di untere oder obere
Gießformhälfte innerhalb der Formatoffeinfüll
und Verdichter-Station 7 mit dem zugehörigen Formrahmen 3,4 in übe reinstimmende
Lage zu bringen, so daß abwechselnd eine untere und eine obere Gießformhälfte 5,6
hergestellt werden kann.
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Die Maschine arbeitet wie folgt: Die erste Transporteinrichtung 1
taktet in zeitgleichan Abständen alternierend einen Form rahmen 3 für die untere
Gießformhälfte 5 oder einen Formrahmen 4 fur die obere Gießformhälfte 6 in die Formsteffeinfüll-
und Verdichtungsetation 7, in gleichem Takt wechselt die Modelleinrichtung 23, so
daß die jeweilige Gießformhälfte hergestellt werden kann.
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Gleichzeitig gelangt der andere Formrahmen, eine Gießformhälfte enthaltend
in die Hub-, Zulege- und Ausdrückstation 8. Wird beispielsweise in der Formstoffeinfüll-und
Verdichtungsstatlon 7 eine obere Gießformhälfte 6 hergestellt, so befindet sich
in der Hub-, ulege- und Ausdrückstation 8 ein eine untere Gießformhälfte 5 enthaltender
Formrahmen 3.
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Beim Eintakten in die Hub-, Zulege- und Ausdrückstation 8 wird durch
einen nicht dargestellten Anschlag die Klinke 22 verschwenlct, so daß der Transporteur
10 den Formrahmen 3 mit der unteren Gießformhälfte 5 in den Korb der Absenk einrichtung
9 fördern kann. Die Absenkeinrichtung 9 übergibt den Formrahmen 3 dem ersten Teil
15 der n iten Transporteinrichtung 2, die ihn zunächst in die Wendestation 11 fördert,
in der der Formrahmen 3 um eine horizontale Achse um 180 ° gewendet wird, so daß
die Trennebene des in den Formrahmen 3 eingelagerten unteren Formteils S nach oben
zeigt und beim Durchlaufen der weiteren Förderstrecke des ersten und zweiten Teiles
15, 16 der zweiten Transporteinrichtung
2 Kerne eingelegt werden
können.
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Vorteilhaft ist die Absenkeinrichtung 9, wie in Fig. 2 dargestellt,
als Wendeeinrichtung 14 mit exzentrischer Wendeachse 17 ausgebildet.
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Die Absenkbewegung geschieht dabei durch die Wendebewegung des Formrahmens
3 um die exzentrlsche Wsndeachse 17.
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Bei einer derartigen Ausbildung entfällt die Wendestation 11.
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Nach dem Durchlaufen des zweiten Teiles 16 der zweiten Transporteinrichtung
2 gelangt der Formrahmen 3, in den eine mit Kernen verseheneR untere Gießformhälfte
5 einige lagert ist, in die Hub-, Zulege- und Ausdrückstation 8 in die gleichzeitig
durch die erste Transporteinrichtung 1 ein fest mit dieser verbundener Formrahmen
4 mit einer oberen GieSiormhälfte 6 eingetaktet wurde. Durch Hochfahren der Formrahmenhubeinrichtung
20 erfolgt das Zulegen der Form.
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Gleichzeitig mit der Formrahmenhubeinrichtung 20 fährt die Gegendruckplatte
19 nach oben und übernimmt die fertige Gießforn, bestehend aus unterer und oberer
Gießformhälfte 3,4, wenn der Ausdruckstempel 18 die Gießform aus den Formrahmen
3,4 entgegen der Kraft der Gegendruckplatte 19 ausschiebt. Hat die Gießform-die
Formrahmen 3,4 verlassen, senkt die Gegendrucieplatte 19 ab, so daß die Gießform
durch eine nicht näher erläuterte Schubeinrichtung einem Gießformenförderer übergeben
werden kann.
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Die Formrahmenhubeinrichtung 20 senkt darauffolgend den Formrahmen
3 für die untere Gießformhälfte 5 soweit ab, bis die Zentrierung der Formrahmen
3,4 durch die Zentrierstifte 24 und Buchsen 25 aufgehoben ist. Nach dem Weitertakten
der ersten
Transporteinrichtung 1 gelangt wieder cjn Formrahmen
3 für eine untere Gießformhälfte 5 in die Hub-, Zulege- und Ausdrückstatlon 8, der
wiederum durch den Transporteur 10 in die Absenkeinrichtung 9 gefördert wird. Danach
übergibt durch Ausfahren die Formrahmenhubeinrichtung 20 den ihr aufgelagerten Formrahmen
3 der ersten Transporteinrichtung 1 und senkt in Ausgangsstellung ab.
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Aufstellung der Bezugszeichen 1 erste Transporteinrichtung 2 zweite
Transparte in richtung 3 Formrahmen für untere Gießformhälfte 4 Formrahmen für obere
Gießformhälfte 5 untere Gießformhälfte 6 obere Gießformhälfte 7 Forstoffeinfüll-
und Verdichtungsstation 8 Hub-, Zulege- und Ausdrückstation g Absenkeinrichtung
10 Transporteur 11 Wendestation 12 Umlenkstation 13 Schwenkarmpaar 14 Wendeeinrichtung
15 erster Teil der zweiten Transporteinrichtung 16 zweiter Teil der zweiten Transporteinrichtung
17 exzentrische Wendeachse 18 Ausdrückstempel 19 Gegendruckplatte 20 Formrahmenhubeinrichtung
21 Rolenleiste 22 Klinke 23 Modelleinrichtung 24 Zentrierstift 25 Buchse
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