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Die Erfindung betrifft eine Verpackungsschale aus faltbarem Material,
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für Lebensmittel, insbesondere Tiefkühlkost, mit auseinander faltbaren
Seitenwänden , bestehend aus einer Bodenwandmit'an-dieser herausstehenden Seitenwänden,
die von der Bodenwand durch Falzlinien getrennt sind und mit zwischen den Seitenwänden
angeordneten Verbindungsfeldern, die je zwei Seitenwände verbinden und von denen
durch Falzlinien getrennt sind, wobei zum Aufrichten der Seitenwände und Einschlagen
der Verbindungsfelder nach innen diese, ausgehend-von den vier Ecken der Bodenwand,
je eine diagonal verlaufende Falzlinie und eine Aussparung aufweisen.
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Zum Verpacken von Lebensmitteln, insbesondere von Tiefkühlkost, ist
eine Verpackungsschale bekannt, deren Seitenwände sich auseinander falten lassen.
Diese Verpackungsschale ist nach dem sogenannten Sprinter-System gefaltet: Das Verbindungsfeld
zwischen den beiden Seitenwänden besitzt eine diagonale Falzlinie, die von der Ecke
des Bodens ausgeht. In beiden dadurch gebildeten Hälften des Verbindungsfeldes ist
je eine quadratische Aussparung vorhanden, die zur Außenkante des Verbindungsfeldes
hin geöffnet ist. Benachbart dazu ist in einer Seitenwand, ausgehend von der Außenkante,
eine Lasche ausgebildet, in-dem von der Außenkante ausgehend zwei parallele Schnitte
in die Seitenwand geführt sind. Wird nun beim Aufrichten der Seitenwände und Einschlagen
des Verbindungsfeldes um die diagonale Falzlinie die Verpackungsschale aufgerichtet,
so sind die Zuschnitte der Aussparungen innerhalb des Verbindungsfeldes derart gehalten,
daß diese sich mit der Lasche innerhalb der Seitenwand decken. Nunmehr wird die
Lasche der Seitenwand abwärts nach innen in die Verpackungsschale über das doppelt
gefaltete Verbindungsfeld hinweg nach innen gebogen. Dadurch werden die Seitenwände
zusammengehalten, und es entsteht die Verpackungsschale.
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Dieses Sprinter-System besitzt jedoch den Nachteil, daß die Seitenwände
zum Auspacken der Ware in vielen Fällen nicht mehr auseinander gefaltet werden können.
Insbesondere bei Verwendung von Tiefkühlkost friert die
Lasche an
der Seitenwand mit der Ware fest, weshalb beim Uffnen der Verpackung die Seitenwände
im Bereich der Lasche einreißen. Somit ist es nicht möglich, die Verpackung bis
zum vollständigen Verbrauch der Ware mehrfach zu schließen und beispielsweise die
angebrochene Packung in den Kühlschrank zu stellen. Oder bei Herausnehmen eines
Teils der Ware reißt die mit derselben in gefrorenem Zustand verbundene Lasche ab.
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Dann fallen auch hier die Seitenwände auseinander.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe-zugrunde, eine Verpackungsschale
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei der die Seitenflächen ohne Zerstörung
derselben auseinander gefaltet werden können und bei der ein Festfrieren der Seitenwände
im Bereich der Ecken weitestgehend verhindert wird.
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Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß erfindungsgemäß in jedem
Verbindungsfeld unter Bildung einer Halterung and in zwei Seitenwänden der vier
Seitenwände unter Bildung von je zwei Halterungen Stanzungen angeordnet sind und
in den Verbindungsfeldern je eine Aussparung angeordnet ist, die in der anderen
durch die diagonale Falzlinie gebildeten Hälfte als die Halterung liegt, wobei die
Aussparung bei Aufrichten der Seitenwände und Falten der Verbindungsfelder um-dietFalzlinie
derselben über die Halterung der benachbarten Seitenwand-zu liegen:kommt und daß
die Halterung des Verbindungsfeldes ebenfalls auf die Aussparung zu liegen kommt
und beide Halterungen durch die Aussparung hindurch miteinander verbunden sind.
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In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die.Halterungen in
den Verbindungsfeldern und den Seitenwänden ausgestanzte Laschen, die bei Faltung
des Verbindungsfeldes um-die diagonale Falzlinie sich durch die Aussparung innerhalb
des Verbindungsfeldes decken und miteinander verhakt oder ineinander geschoben sind.
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Der Vorteil der erfindungsgemäßen Verpackungsschale gegenüber dem
Stand der Technik besteht darin, daß die Verpackungsschale zur Entnahme der Ware
leicht auseinander gefaltet werden kann. Denn die Seitenwände sind nur mittels eines
Steck- oder Hakensystems miteinander gehaltert, wobei dieses Steck- oder Hakensystem
derart ausgestaltet ist, daß es sich bei Auseinanderziehen der Seitenwände leicht
löst. Deshalb kann beispielsweise Tiefkühikost leicht ausgepackt werden, indem die
vier Seitenwände in den Ecken leicht nach außen gezogen werden und danach nach außen
niedergeklappt werden. Oder ein Teil der Ware kann der Verpackungsschale entnommen
werden, ohne daß die Seitenwände einreißen oder beschädigt werden.
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Denn die Halterungen sind derart ausgestaltet, daß ein beispielsweise
Festfrieren mit der in der Verpackungsschale befindlichen Ware praktisch ausgeschlossen
ist. Wenn tatsächlich ein Festfrieren auftreten sollte, so läßt sich die Halterung
leicht von der Ware lösen, da hier die Fläche der Halterung, die mit der Ware in
Verbindung steht, klein ist.
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In weiterer-Ausgestaltung der Erfindung können' die' Aussparungen
quadratisch sein und eine Uffnung.zur Außenkante des Verbindungsfeldes besitzen.
Des weiteren können die Aussparungen einfache Rundlöcher oder Langlöcher sein. Diese
Ausführung beläßt der oberen Kante des Verbindungsfeldes dessen- ursprUngliche Stabilität.
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Des weiteren können im abgewickelten Zuschnitt die Laschen der Verbindungsfelder
quer zu den Laschen der Seitenfelder angeordnet sein.
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Die quadratischen Aussparungen können hin zur Außenkante des Verbindungsfeldes
geöffnet sein, wobei die diagonale Falzlinie des Verbindungsfeldes nur bis zu der
der Halterung des Verbindungsfeldes'benachbarten Ecke der Aussparung geführt ist.
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Des weiteren kann die Außenkante des Verbindungsfel.des auf der zur
Seitenwand benachbarten Seite im Bereich der Aussparung abgeschrägt sein.
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In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist an einer Seitenwand
ein Deckel mit herausstehenden'Seitensteckstreifen-angeformt, so daß die Verpackungsschale
mittels eines Deckels alilseitig-verschlossen werden kann. Insbesondere kann nunmehr
die Verpackungsschale weiter behandelt werden, beispielsweise folienversiegelt oder
verschweißt werden.
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Beispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und anschließend
beschrieben. Dabei zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf den Zuschnitt einer erfindungsgemäßen
Verpackungsschale, Fig. 2 zwei benachbarte Seitenwände mit eingeschlagenem Verbindungsfeld,
wobei sich die Seitenwände und das Verbindungsfeld vor dem Zustand der Verhakung
oder des Ineinandersteckens befinden, Fig. 3 die zusammengesteckten Halterungen-des
Verbindungsfeldes der dazugehörigen Seitenwand gemäß Fig. 1, Fig. 4 und 5 eine weitere
Ausgestaltung von Halterungen und deren Ineinanderstecken, Fig. 6 und 7 ein weiteres
Beispiel von zwei Halterungen und deren Ineinanderstecken nach dem Aufrichten und
Falten-der Seitenwände und des Verbindungsfeldes.
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Gemäß Fig. 1 ist ein Beispiel der Verpackungsschale .aus einem Zuschnitt
1 nn7ninf. -- - -hegewöhnlich aus Pappe, Karton oder Kunststoff*:besteht. In Fig.
1 ist die Verpackungsschale in abgewickeltem Zustand gezeigt.-Die Verpakkungsschale
besteht aus einer ~Bodenwand 10, an die an alle vier Kanten herausstehende Seitenwände
9, 11, 25, 26 angeformt sind. An die Seitenwand 9 schließt sich ein Deckel 4 an,
der ebenfalls an diesen angeformte und herausstehende Seitensteckstreifen 2, 5,
6 besitzt. Die Seitensteckstreifen 2, 5, 6 sind vom Deckel 4 nur durch Falzlinien
41, 42, 43 getrennt, der Deckel ist von der Seitenwand 9 durch die Falzlinie 44
getrennt. Die Seitenwände 9, 11, 25, 26 sind von der Bodenwand durch
Falzlinien
49, 54, 52, 53 getrennt. Des weiteren weisen die Seitensteckstreifen 2, 5, 6 konisch
sich nach außen verjüngende Seitenkanten 3, 7, 8 auf, um ein leichteres Einstecken
der Seitensteckstreifen in die fertige Verpackungsschale zu gewährleisten.
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Zwischen den Seitenwänden 9, 25, 11, 26 sind je ein Verbindungsfeld
12, 35, 36 13 angeordnet, die einstückig mit den Seitenwänden verbunden sind und
von diesen nur durch jeweils zwei Falzlinien 45, 50; 55, 59; 60, 56; 46, 51 getrennt
sind. Insgesamt gesehen ist die Fläche, gebildet aus den Seitenwänden, der Bodenwand
und den Verbindungsfeldern, ein Rechteck oder ein Quadrat. Die Verbindungsfelder
weisen zum Einschlagen derselben eine diagonale Falzlinie 47, 48, 57, 58 auf, die
jeweils von der Ecke der Bodenwand ausgeht und. in Richtung der äußeren Ecke des
Verbindungsfeldes zielt. Diese diagonale Falzlinie 47, 48, 57, 58 teilt somit die
Verbindungsfelder 12, 13, 35, 36 in je zwei Hälften 69, 71; 70, 72; 73, 75; 77,
76.
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Ein jedes Verbindungsfeld 12, 13, 35, 36- und zwar die Hälften 69,
70, 75, 76 - weisen nun jeweils eine Stanzung 14, 19 auf, die aus zwei parallel
zueinander geführten Schnittlinien 16, 17 und einer quer dazu geführten Schnittlinie
15 besteht, so daß durch die Schnittlinien 15, 16, 17 eine Lasche 18, 20 entsteht,
die aus der Ebene des Verbindungsfeldes herausgebogen werden kann.
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Des weiteren sind in den beiden Seitenwänden 25,'26'Schnittlinien
29, 30, 31, 32 angeordnet, die gleich oder ähnlich den Schnittlinien 15, 16, 17
innerhalb der Verbindungsfelder geführt sind, wodurch ebenfalls Laschen 27, 28,
33, 34 innerhalb der Seitenwände 25, 26 gebildet werden, wobei diese Laschen ebenfalls
aus der Ebene der Seitenwände herausgedrückt werden können.
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Die Verbindungsfelder weisen des weiteren je eine Aussparung 21, 22,
39, 40-auf, die in dem hier gezeigten Beispiel quadratisch ist und eine Kantenöffnung
hin zur Außenkante des Verbindungsfeldes aufweist.
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Die Innenkante 65, 66, 67, 68 dieser Aussparung 21, 22, 39, 40 verläuft
somit parallel der Außenkante- des Verbindungsfeldes.
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Gleichzeitig ist in dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel die diagonale
Falzlinie 47, 48, 57, 58 von der Ecke der Bodenwand 10 bis zu derjenigen Ecke der
quadratischen Aussparung 21, 22, 39, 40 geführt, die der Stanzung 14, 19 benachbart
liegt. Des weiteren ist die Außenkante des Verbindungsfeldes 12, 13, 35, 36 im Bereich
der quadratischen Aussparung 21, 22, 39, 40 und der benachbarten Seitenwand 25,
26 abgeschrägt, wobei die abgeschrägten Konturen mit den Bezugsziffern 23, 24 bezeichnet
sind.
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Des weiteren sind in dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel die Laschen
18, 20 innerhalb der Verbindungsfelder 12, 13, 37, 36 senkrecht zu den Laschen 27,
28, 33, 34 innerhalb der Seitenwände 26, 26 angeordnet und zwar zusätzlich in umgekehrtem
Sinn, so daß nach der Faltung der Verbindungsfelder die Laschen 18, 20 umgekehrt
auf den Laschen 27, 28, 33, 34 zu liegen kommen. Des weiteren sind die quadratischen
Aussparungen 21, 22, 39, 40 dergestalt angeordnet, daß bei Falten der Verbindungsfelder
jeweils die Aussparung auf.die Lasche 27, 28,-33, 34 der Seitenwand 25, 26 und darüber
die Lasche 18,.20 der Verbindungsfelder zu liegen kommen. Diese Anordnung ist notwendig,
dami-t;die Laschen 18, 20 und 27, 28, 33, 34 durch die-Aussparung hindurch miteinander
verhakt oder ineinander gesteckt werden können.
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In den Fig. 2 und 3 sind zwei Schritte des Aufrichtens der Seitenwände
und der Faltung des Verbindungsfeldes gezeigt.
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Zum Aufrichten der Seitenwände und zum Falten des Verbindungsfeldes
werden die eine Seitenwand,-beispielsweise die Seitenwand 9, mit den daran angeformten
Verbindungsfeldern 12, 13 längs der Falzlinien 49, 50, 51 aufgerichtet, und zwar
senkrecht zur Bodenwand 10. Ebenso wird die Seitenwand 11 mit den daran angeformten
Seitenfeldern 35, 36 um die Falzlinien 55, 54, 56 senkrecht zur Bodenwand 10 aufgerichtet.
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Nunmehr werden gleichzeitig- die Seitenwände 25, 26 aufgerichtet und
die Verbindungsfelder 12, 13, 35, 36 längs der diagonalen Falzkante 47, 48, 57,
58 nach innen gefaltet und hin zu den Seitenwänden 25, 26 derart umgelegt, daß die
quadratischen Aussparungen 21, 22, 39, 40 über die Laschen 27, 28, 33, 34 innerhalb
der Seitenwände 25, 26 zu liegen kommen. Dann stehen die Laschen 18, 20 der Verbindungsfelder
12, 13, 35, 36 durch die quadratischen Aussparungen hindurch den Laschen 27, 28,
33, 34 innerhalb der Seitenwände 25, 26 gegenüber und zwar sind die Laschen innerhalb
der Verbindungsfelder umgekehrt aerichtet. als die Laschen innerhalb der Seitenwände.
Nunmehr können und die Laschen 18, 19 der Verbindungsfelder die Laschen 27, 28,
33, 34 der Seitenwände aufeinander zu aus den Verbindungsfeldern aus den Seitenwänden
herausgedrückt und - wie es in Fig. 3 gezeigt ist - miteinander verhakt werden,
daß sich die Laschen 18, 27 gegenseitig hintergreifen. Sobald die Laschen 18, 27
sich durch die Aussparung 21 hindurch gegenseitig hintergreifen, sind die Seitenwände
9, 25 gegenseitig fest fixiert.
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Nachdem alle vier Ecken der Verpackungsschale dergestalt geformt worden
sind, werden die Seitensteckstreifen 2, 5, 6 des Deckels 4 senkrecht um 900 nach
innen gebogen. Danach wird der Deckel um die Falzlinie 44 über die Verpackungsschale
gebogen und die Seitensteckstreifen nach Füllen der Verpackungsschale in dieselbe
eingesteckt. Damit ist die Verpackungsschale allseitig verschlossen und kann nunmehr
in weiteren Arbeitsgängen weiter behandelt werden, beispielsweise versiegelt werden.
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Zum Uffnen der Verpackungsschale und Auseinanderklappen der Seitenwände
brauchen diese in den Ecken der Verpackungsschale nur mit leichtem Druck nach außen
gezogen werden, wodurch sich die gegenseitige Verlaschung oder Verhakung löst und
die Seitenwände nach außen geklappt werden können.
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Die Figuren 4 und 5 zeigen ein weiteres Beispiel von Laschen, wobei
die Lasche 61 innerhalb des Verbindungsfeldes einen spitzen Zuschnitt besitzt, die
Lasche 62 innerhalb der Seitenwand bogenformig ausgeführt ist. Fig. 5 zeigt die
gegenseitige Oberlappung der Laschen.
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In den Fig. 6 und 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel von Laschen
innerhalb der Verbindungsfelder und der Seitenwände gezeigt. Die Lasche 63 innerhalb
des Verbindungsfeldes und die Lasche 64 innerhalb der Seitenwand sind hier nach
Falten des Verbindungsfeldes gleichsinnig angeordnet, wobei die-beiden Laschen 63
und 64 unterschiedliche Länge aufweisen, , was aus Fig. 7. hervorgeht. Aufgrund
dieser unterschiedlichen Länge wird ebenfalls eine Halterung durch Sneinanderschieben
der beiden Laschen durch die (nicht gezeigte).Aussparung hindurch erreicht.
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Bezugszeichenliste 1 Zuschnitt 2 Seitensteckstreifen 3 Kontur 4 Deckel
5, 6 Seitensteckstreifen 7, 8 Konturen 9 Längsseitenwand 10 Bodenwand 11 Längsseitenwand
12, 13 Verbindungsfelder der Seitenwände 14 Stanzung 15, 16, 17 Schnittlinien 18
Lasche 19 Stanzung 20 Lasche 21, 22 Aussparungen 23, 24 Abschrägungen 25, 26 Querseitenwände
27, 28 Laschen 29, 30, 31, 32 Schnittlinien 33, 34 Laschen 35, 35 Verbindungsfelder
der Seitenwände 37, 38 Stanzungen 39, 40 Aussparungen 41 bis 60 Falzlinien 61 Lasche
62 Gegenlasche 63 Lasche 64 Gegenlasche 65, 66, 67, 68 Begrenzungskanten der Aussparungen
69, 70, 75, 76 die Lasche aufweisende Hälfte des Verbindungsfeldes 71, 72, 73, 74
die Aussparung aufweisende Hälfte des Verbindungsfeldes