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Die Erfindung betrifft eine Verpackung, insbesondere eine aus einem flächigen Zuschnitt gefaltete Verpackung, insbesondere für Kleinteile wie Schrauben oder Nägel, mit einem quaderförmigen, trogartigen Grundkörper, der einen Boden, ein erstes vom Boden ausgehendes Seitenteil, ein zweites vom Boden ausgehendes Seitenteil, eine vom Boden ausgehende Rückwand, eine vom Boden ausgehende Vorderwand und einen Deckel aufweist, wobei der Deckel schwenkbar mit einer Oberkante der Rückwand verbunden ist und an seiner Vorderkante eine Verschlusslasche aufweist, wobei in der Vorderwand ein erster Teil einer Verschlussanordnung vorgesehen ist, der mit einem zweiten Teil der Verschlussanordnung in der Verschlusslasche des Deckels zusammenwirken kann. Die Erfindung betrifft auch einen flächigen Zuschnitt für eine erfindungsgemäße Verpackung.
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Bekannte Verpackungen, insbesondere aus einem flächigen Pappzuschnitt, müssen für schwere Kleinteile, wie Schrauben oder Nägel, sehr stabil gebaut sein. Problematisch kann hierbei die Abstützung eines Deckels sein. Nach dem Befüllen mit Artikeln, beispielsweise Kleinteilen, wie Schrauben oder Nägel, werden die Verpackungen in der Regel mit einem Kunststoffklebestreifen verschlossen. Zum Öffnen der Verpackung muss dann der Kunststoffklebestreifen entfernt werden. Der Kunststoffklebestreifen verursacht zwar keine großen Zusatzkosten, wohl aber Plastikabfall.
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Mit der Erfindung sollen eine Verpackung und ein flächiger Zuschnitt für eine Verpackung verbessert werden.
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Erfindungsgemäß ist hierzu eine Verpackung mit den Merkmalen von Anspruch 1 bzw. ein flächiger Zuschnitt für eine Verpackung mit den Merkmalen von Anspruch 15 vorgesehen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Eine erfindungsgemäße Verpackung, insbesondere eine aus einem flächigen Zuschnitt gefaltete Verpackung, insbesondere für Kleinteile wie Schrauben oder Nägel, weist einen quaderförmigen, trogartigen Grundkörper auf, der einen Boden, ein erstes vom Boden ausgehendes Seitenteil, ein zweites vom Boden ausgehendes Seitenteil, eine vom Boden ausgehende Rückwand, eine vom Boden ausgehende Vorderwand und einen Deckel aufweist. Der Deckel ist schwenkbar mit einer Oberkante der Rückwand verbunden und an seiner Vorderkante weist der Deckel eine Verschlusslasche auf. In der Vorderwand ist ein erster Teil einer Verschlussanordnung vorgesehen, der mit einem zweiten Teil der Verschlussanordnung in der Verschlusslasche des Deckels zusammenwirken kann. Die Verschlussanordnung weist wenigstens eine Hakenausbildung in der Vorderwand sowie wenigstens eine Einschnittausbildung in der Verschlusslasche auf. Die Hakenausbildung wirkt im geschlossenen Zustand des Deckels mit dem Einschnitt zusammen.
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Indem die Verschlussanordnung eine Hakenausbildung und eine Einschnittausbildung aufweist, kann die Verpackung zuverlässig und manipulationssicher verschlossen werden. Infolgedessen ist kein Klebestreifen mehr erforderlich, um die Manipulationssicherheit der Verpackung zu gewährleisten. Die Einschnittausbildung ist vorzugsweise breiter als die Hakenausbildung, um auch bei steiferem Material, beispielsweise Wellpappe, das Einführen des Hakenabschnitts in die Einschnittausbildung zu ermöglichen. Die Hakenausbildung und die Einschnittausbildung können so ausgebildet werden, dass die Verpackung nicht zerstörungsfrei geöffnet werden kann. Bei geöffneter Verpackung ist infolgedessen sofort erkennbar, ob die Verpackung bereits einmal geöffnet war. Insbesondere bei Kleinteilen wie Schrauben oder Nägeln ist dies wichtig, da üblicherweise eine sehr große Anzahl von Schrauben oder Nägeln in der Verpackung angeordnet ist und nicht ohne weiteres erkannt werden kann, ob bereits Kleinteile aus der Verpackung entnommen wurden. Die Verpackung kann aus Papier, Pappe, Karton oder auch aus Kunststoff bestehen. Indem ein beim Einführen in die wenigstens eine Einschnittausbildung vorne liegendes Ende der Hakenausbildung einen parallel zum Boden verlaufenden Stützabschnitt aufweist, kann im geschlossenen Zustand der Verpackung eine Oberkante des Stützabschnitts an einer Unterseite des Deckels anliegen oder geringfügig beabstandet von der Unterseite des Deckels sein. Mittels des Stützabschnitts kann infolgedessen der Deckel, insbesondere auf seiner Innenseite, abgestützt werden. Dies führt zu einer besonders stabilen Ausführung der Verpackung. Speziell kann auch dann, wenn die Verschlusslasche innen an der Vorderwand anliegt, eine sehr stabile, stapelbare Verpackung bereitgestellt werden, da ein Eindrücken des Deckels durch den Stützabschnitt der Hakenausbildung verhindert wird.
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In Weiterbildung der Erfindung weist die Hakenausbildung eine Basis und wenigstens einen von der Basis abragenden Hakenabschnitt auf, wobei am Übergang vom Hakenabschnitt zur Basis oder im Bereich des Hakenabschnitts eine Perforierung vorgesehen ist, so dass der Hakenabschnitt oder ein Teil des Hakenabschnitts an der Perforierung abreißbar ausgebildet ist.
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Die Verschlussanordnung bestehend aus Hakenausbildung und Einschnittausbildung wird infolgedessen beim ersten Öffnen der Verpackung zerstört, indem der Hakenabschnitt an der Perforierung abreißt. Bisher eingesetzte Klebestreifen als Manipulationssicherung werden dadurch überflüssig. Sobald die Verpackung geöffnet wurde, ist dies unmittelbar daran erkennbar, dass der Hakenabschnitt an der Perforierung abgerissen wurde.
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In Weiterbildung der Erfindung weist die Hakenausbildung zwei symmetrisch zueinander angeordnete Hakenabschnitte auf, die mit der Basis verbunden sind.
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Auf diese Weise kann die Verschlussanordnung die Verpackung zuverlässig im geschlossenen Zustand halten. Am Übergang jedes der Hakenabschnitte zur Basis ist eine Perforierung vorgesehen. Beide Hakenabschnitte reißen infolgedessen beim Öffnen der Verpackung an der Perforierung ab.
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In Weiterbildung der Erfindung ist ein beim Einführen der Hakenausbildung in die wenigstens eine Einschnittausbildung vorne liegendes Ende der Hakenausbildung an den Seiten abgeschrägt oder abgerundet, um das Einführen der Hakenausbildung in die wenigstens eine Einschnittausbildung zu erleichtern.
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In Weiterbildung der Erfindung weist ein beim Einführen in die wenigstens eine Einschnittausbildung vorne liegendes Ende der Hakenausbildung zu beiden Seiten des Stützabschnitts schräg zum hinten liegenden Ende oder abgerundet zum hinten liegenden Ende verlaufende Einführabschnitte auf.
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Auf diese Weise kann das Einführen der Hakenausbildung in die Einschnittausbildung erleichtert werden.
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In Weiterbildung der Erfindung bildet ein beim Einführen in die wenigstens eine Einschnittausbildung hinten liegendes Ende der Hakenausbildung einen Widerhaken.
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Ein unteres Ende der Hakenausbildung verläuft somit nicht parallel zum Boden, sondern schräg zum Boden und bildet am von der Basis beabstandeten Ende eine Spitze, die sich an der Begrenzung der Einschnittausbildung verhaken kann.
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Auf diese Weise kann zuverlässig sichergestellt werden, dass beim Öffnen der Verpackung die Hakenausbildungen abreißen und damit erkennbar ist, dass die Verpackung bereits geöffnet wurde.
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Gemäß der Erfindung ist die Hakenausbildung einstückig mit der Vorderwand oder der Verschlusslasche ausgebildet und die Vorderwand bzw. die Verschlusslasche sind wenigstens im geöffneten Zustand des Deckels in einer einzigen Ebene angeordnet.
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Die Hakenausbildung wird vorteilhafterweise aus der Vorderwand oder der Verschlusslasche ausgestanzt, so dass die Verpackung aus einem einzigen flächigen Zuschnitt oder aus mehreren flächigen Zuschnitten hergestellt werden kann.
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In Weiterbildung der Erfindung weist die Einschnittausbildung wenigstens einen parallel zum Boden verlaufenden Einschnitt auf.
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Der Einschnitt kann breiter als die Hakenausbildung ausgebildet sein.
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Vorteilhafterweise weist die Einschnittausbildung in ihrem Mittenbereich eine Durchgangsöffnung auf, um das anfängliche Einführen oder Einstecken der Hakenausbildung in die Einschnittausbildung zu erleichtern.
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In Weiterbildung der Erfindung weist die Einschnittausbildung wenigstens eine Durchgangsöffnung auf, wobei die Durchgangsöffnung zwei in einem stumpfen Winkel aufeinander zu laufende Begrenzungskanten aufweist.
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Die in einem stumpfen Winkel aufeinander zu laufenden Begrenzungskanten erleichtern das Einführen der Hakenausbildung.
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In Weiterbildung der Erfindung hat die Durchgangsöffnung eine dreieckartige Form, wobei den im stumpfen Winkel aufeinander zulaufenden Begrenzungskanten eine geradlinige Begrenzungskante gegenüberliegt.
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Die geradlinige Begrenzungskante kann parallel zum Boden angeordnet sein.
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In Weiterbildung der Erfindung weist die Einschnittausbildung zwei Einschnitte auf, die jeweils von einer Seite der Durchgangsöffnung ausgehen.
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In Weiterbildung der Erfindung geht jeder der beiden Einschnitte von einem Ende der geradlinigen Begrenzungskante der Durchgangsöffnung aus.
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In Weiterbildung der Erfindung bildet die Hakenausbildung den ersten Teil der Verschlussanordnung und ist in der Vorderwand vorgesehen und ein oberes Ende der Hakenausbildung bildet Teil der Oberkante der Vorderwand und das obere Ende der Hakenausbildung ist auf einer Höhe angeordnet, so dass der Deckel im geschlossenen Zustand mit seiner Unterseite auf dem oberen Ende der Hakenausbildung aufliegt oder geringfügig beabstandet von dem oberen Ende der Hakenausbildung ist.
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Das obere Ende der Hakenausbildung ist beispielsweise auf gleicher Höhe mit der Oberkante der Rückwand und/oder auf gleicher Höhe wie seitliche Abschnitte der Oberkante der Vorderwand angeordnet. Auf diese Weise kann der Deckel in seiner optimalen Verschlusslage, wenn der Deckel insbesondere parallel zum Boden angeordnet ist, abgestützt werden und die Verpackung kann nicht nur gut gestapelt werden, sondern es können auch mehrere gleichartige Verpackungen nebeneinander anliegend relativ zueinander verschoben werden. Dies ist beim Kommissionieren solcher Verpackungen vorteilhaft.
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In Weiterbildung der Erfindung ist die Verpackung aus wenigstens einem flächigen Zuschnitt, insbesondere aus einem einzigen, flächigen Zuschnitt hergestellt.
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Der Deckel kann mittels eines ersten Falzes entlang der gesamten Oberkante der Rückwand mit der Rückwand verbunden sein.
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Die Verschlusslasche des Deckels kann mittels eines zweiten Falzes über die gesamte Länge der Vorderkante des Deckels mit dem Deckel verbunden sein.
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Das erste Seitenteil und das zweite Seitenteil können einander gegenüberliegen und das erste Seitenteil kann mittels eines dritten Falzes mit einer ersten Seitenlasche verbunden sein und das zweite Seitenteil kann mittels eines vierten Falzes mit einer zweiten Seitenlasche verbunden sein. Seitenlaschen können eine Verpackung zusätzlich stabilisieren. Die erste Seitenlasche kann mittels eines fünften Falzes mit dem Deckel verbunden sein und die zweite Seitenlasche kann mittels eines sechsten Falzes mit dem Deckel verbunden sein. Die Seitenlaschen stabilisieren die Verpackung im Bereich des Übergangs zwischen jeweils einer Seitenwand und dem Deckel und weisen jeweils einen Mittelfalz auf, der sich bis zur Ecke zwischen Deckel, Rückwand und jeweiliger Seitenwand erstreckt. Die Seitenlaschen können also nach innen eingeklappt werden und bilden seitliche Auflagen für den Deckel im geschlossenen Zustand des Deckels. Der Deckel ist infolgedessen an der Rückwand durch den Falz zwischen Rückwand und Deckel abgestützt und an den Seitenwänden mittels der jeweiligen Seitenlasche. An der Vorderwand ist der Deckel mittels des Stützabschnitts der Hakenausbildung abgestützt. Die Verpackung kann dadurch äußerst stabil ausgebildet werden und es können zahlreiche, insbesondere mit schweren Kleinteilen gefüllte Verpackungen übereinandergestapelt werden, ohne dass die Verpackungen eingedrückt oder beschädigt werden.
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Der Boden kann wenigstens abschnittsweise zweilagig ausgebildet sein.
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Dadurch wird ein sehr stabiler Boden realisiert und auch schwere Kleinteile, wie Nägel oder Schrauben, können in großer Anzahl in die Verpackung eingefüllt werden.
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Die Verschlusslasche kann sich über die gesamte Länge der Vorderkante des Deckels erstrecken.
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Auf diese Weise kann die Verpackung manipulationssicher verschlossen werden, da es nicht möglich ist, Seitenabschnitte des Deckels hochzubiegen, um unbefugt und ohne Öffnen des Deckels an den Inhalt der Verpackung heranzukommen.
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In Weiterbildung der Erfindung besteht der wenigstens eine gefaltete, flächige Zuschnitt aus Wellpappe.
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Wellpappe ist stabil, recycelbar, gut bedruckbar und besteht vor allem nicht aus Kunststoff, der zu Plastikabfällen führen würde. Gegenüber einlagiger Pappe oder einlagigem Karton ist Wellpappe deutlich steifer und kann auch für die Verpackung von schweren Kleinteilen, beispielsweise Schrauben oder Muttern, genutzt werden.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch durch einen flächigen Zuschnitt für eine erfindungsgemäße Verpackung gelöst.
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Ein flächiger Zuschnitt für die Verpackung kann in sehr einfacher Weise transportiert werden und benötigt beim Transport nur wenig Platz. Beispielsweise kann erst unmittelbar vor dem Befüllen der Verpackung die Verpackung aus dem flächigen Zuschnitt gefaltet werden.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
- 1 eine erfindungsgemäße Verpackung mit geöffnetem Deckel in einer Ansicht von schräg vorne,
- 2 einen flächigen Zuschnitt zum Herstellen der Verpackung der 1,
- 3 eine abschnittsweise Vorderansicht der Verpackung der 3 in einem Zustand kurz vor dem vollständigen Verschließen des Deckels,
- 4 eine abschnittsweise Vorderansicht der Verpackung der 1 bei vollständig geschlossenem Deckel,
- 5 eine abschnittsweise Ansicht der Verpackung der 1 vom Innenraum der Verpackung aus gesehen kurz vor dem vollständigen Verschließen des Deckels und
- 6 eine abschnittsweise Ansicht der Verpackung der 1 vom Innenraum der Verpackung aus gesehen bei vollständig geschlossenem Deckel.
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1 zeigt eine erfindungsgemäße Verpackung 10 in einem Zustand mit vollständig geöffnetem Deckel. Die Verpackung 10 weist einen trogartigen Grundkörper 12 auf, der einen in 1 nicht sichtbaren Boden 14, ein erstes, vom Boden 14 ausgehendes Seitenteil 16, ein zweites, vom Boden 14 ausgehendes Seitenteil 18, eine vom Boden 14 ausgehende Rückwand 20 und eine vom Boden 14 ausgehende Vorderwand 22 aufweist. Die Verpackung 10 weist weiter einen Deckel 24 auf, der schwenkbar mit einer Oberkante der Rückwand 20 verbunden ist. An einer in 1 oben liegenden Vorderkante des Deckels ist eine Verschlusslasche 26 vorgesehen. Eine Oberkante der ersten Seitenwand 16 ist mittels einer ersten Seitenlasche 28 mit einer Seitenkante des Deckels 24 verbunden. Eine Oberkante der zweiten Seitenwand 18 ist mittels einer zweiten Seitenlasche 30 mit einer Seitenkante des Deckels 24 verbunden. Die Seitenlaschen 28, 30 weisen jeweils einen mittigen Falz 32 auf und sind jeweils mittels eines Falzes mit der Oberkante der jeweiligen Seitenwand 16, 18 sowie auch mittels eines Falzes mit der jeweiligen Seitenkante des Deckels 24 verbunden. Zum Schließen des Deckels werden die Seitenlaschen 28 an den mittigen Falzen 32 nach innen eingeklappt, wobei die Abschnitte links und rechts des jeweiligen mittigen Falzes 32 sich dabei aufeinanderlegen. Zum Schließen des Deckels wird noch die Verschlusslasche 26 rechtwinklig zum Deckel 24 abgebogen und in 1 hinter die Vorderwand 22 eingeführt.
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Die Vorderwand 22 ist mit einem ersten Teil einer Verschlussanordnung, nämlich einer Hakenausbildung 40, versehen und die Verschlusslasche 26 ist mit einem zweiten Teil einer Verschlussanordnung, nämlich einer Einschnittausbildung 42, versehen. Zum vollständigen Schließen des Deckels wird die Hakenausbildung 40 in die Einschnittausbildung 42 der Verschlussanordnung eingeführt.
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Die Hakenausbildung 40 weist eine Basis 44 und einen ersten Hakenabschnitt 46 auf, der von der Basis 44 ausgeht. Die Hakenausbildung 40 weist einen zweiten Hakenabschnitt 48 auf, der ebenfalls von der Basis 44 ausgeht. Der erste Hakenabschnitt 46 erstreckt sich ausgehend von einer ersten Seite der Basis 44 und der Hakenabschnitt 48 erstreckt sich ausgehend von einer zweiten Seite der Basis 44, die der ersten Seite gegenüberliegt. Die Hakenausbildung 40 bildet mit den beiden Hakenabschnitten 46, 48 und der Basis 44 eine symmetrische Anordnung, die in derselben Ebene wie die übrige Vorderwand 22 ausgebildet ist. Die beiden Hakenabschnitte 46, 48 erstrecken sich jeweils zur Seite von der Basis 44 weg. Der erste Hakenabschnitt erstreckt sich infolgedessen von der Basis 44 aus zu einer Seitenkante der Verpackung 10 zwischen der Vorderwand 22 und der ersten Seitenwand 16. Der zweite Hakenabschnitt 48 erstreckt sich von der Basis 44 aus in Richtung auf eine Seitenkante der Verpackung 10 zwischen der Vorderwand 22 und der zweiten Seitenwand 18.
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Eine Oberkante 50 der Basis 44 ist fluchtend zu seitlichen Abschnitten der Oberkante der Seitenwand 22 angeordnet, wobei diese seitlichen Abschnitte von der ersten Seitenkante bzw. der zweiten Seitenkante ausgehen. Wenn die Hakenausbildung 40 vollständig in die Einschnittausbildung 42 in der Verschlusslasche 26 eingeschoben ist, ist der Deckel 24 parallel zum Boden 14 angeordnet und der Stützabschnitt 50 liegt an einer Unterseite des Deckels 24 an oder ist in einem sehr geringen Abstand von der Unterseite des Deckels 24 angeordnet. Der Deckel 24 kann dadurch mittels des Stützabschnitts 50 stabilisiert werden. Beispielsweise kann dadurch beim Stapeln mehrerer Verpackungen 10 ein Eindrücken des Deckels verhindert werden.
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Die Hakenabschnitte sind im vollständig geschlossenen Zustand des Deckels 24 und wenn die Hakenausbildung 40 in die Einschnittausbildung 42 eingeführt ist oberhalb der Einschnittausbildung 42 angeordnet. Die Hakenabschnitte 46, 48 hintergreifen dann einen ersten Einschnitt 52 bzw. einen zweiten Einschnitt 54 der Einschnittausbildung 42. Die Einschnittausbildung 42 weist eine mittig zu den beiden Einschnitten 52, 54 angeordnete Durchgangsöffnung 56 auf. Diese Durchgangsöffnung 56 in der Verschlusslasche 26 erleichtert das Einführen der Hakenausbildung 40 in die Einschnittausbildung 42.
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Es ist für den Fachmann ohne weiteres einsichtig, dass die Hakenausbildung 40 an der Verschlusslasche 26 angeordnet werden könnte und die Einschnittausbildung 42 in der Vorderwand 22, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten.
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Am Übergang zwischen dem ersten Hakenabschnitt 46 und der Basis 44 ist eine erste Perforierung 56 angeordnet und am Übergang zwischen dem zweiten Hakenabschnitt 48 und der Basis 44 ist eine zweite Perforierung 58 angeordnet. Wird der Deckel 24 der Verpackung 10 ausgehend vom vollständig geschlossenen Zustand, in dem die Hakenausbildung 40 vollständig in die Einschnittausbildung 42 eingeführt ist, geöffnet, reißen die Hakenabschnitte 46, 48 an den Perforierungen 56, 58 von der Basis 44 ab. Die Verpackung 10 ist dadurch manipulationssicher dahingehend ausgebildet, dass sofort erkennbar ist, ob die Verpackung 10 bereits einmal geöffnet wurde.
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2 zeigt einen flächigen Zuschnitt 100, der gefaltet werden kann, um die Verpackung 10 der 1 herzustellen. Zu erkennen ist der Abschnitt des flächigen Zuschnitts, der die Vorderwand 22 bildet und die Hakenausbildung 40 in der Vorderwand. Ebenfalls zu erkennen ist der Abschnitt, der den Deckel 24 bzw. die Verschlusslasche 26 bildet. In der Verschlusslasche 26 ist die Einschnittausbildung 42 zu erkennen. Der flächige Zuschnitt 100 kann beispielsweise ausgestanzt werden, wobei dann in einem einzigen Stanzvorgang sowohl die Außenkontur des flächigen Zuschnitts 100 als auch die Perforierungen 56, 58 und die Einschnittausbildung 42 gebildet werden.
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An dem Abschnitt des flächigen Zuschnitts 100, der den Deckel 24 bzw. die Rückwand 20 bildet, sind Klebelaschen 102, 104 angeordnet. Die Klebelasche 102 wird beim Aufrichten bzw. Herstellen der Verpackung 10 mit der ersten Seitenlasche 28 verbunden. Die Klebelasche 104 wird beim Herstellen bzw. Aufrichten der Verpackung mit der ersten Seitenwand 16 verbunden. Auch der Boden 14 kann mittels weiteren Klebelaschen 106, 108, die von den Seitenwänden 16, 18 ausgehen, verklebt werden, um eine besonders stabile Ausbildung der Verpackung zu gewährleisten.
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Am Boden 14 ist eine Stützlasche 110 vorgesehen, die im fertiggestellten Zustand der Verpackung 10 an der Rückwand 20 anliegt. Ein Vorsprung 112 am Boden 14 greift im vollständig aufgerichteten Zustand der Verpackung 10 in einen Einschnitt bzw. eine Öffnung 114 am unteren Ende der Rückwand 20 ein.
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3 zeigt eine abschnittsweise Ansicht der Verpackung 10 der 1 von vorne in einem Zustand, in dem der Deckel 24 noch nicht vollständig geschlossen ist, die Hakenausbildung 40 in der Vorderwand 22 aber bereits abschnittsweise in die Einschnittausbildung 42 in der Verschlusslasche 26 eingreift.
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Im Rahmen der Erfindung kann die Einschnittausbildung 42 als einfacher, geradliniger Einschnitt ausgebildet sein. Die anhand der 1 und 2 bereits erläuterte Form der Einschnittausbildung 42 mit einer mittig angeordneten Durchgangsöffnung 56 erleichtert aber das Einführen der Hakenausbildung 40, ist in 3 aber nicht erkennbar.
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In 3 sind noch Abschnitte der Basis 44 sowie der Hakenabschnitte 46, 48 sowie auch der Perforierungen 56, 58 zu erkennen. Es ist in 3 weiter zu erkennen, dass eine dem Boden 14 zugewandte Unterkante der Hakenausbildungen 46, 48 einen Widerhaken bildet. Dies dadurch, dass eine Seitenbegrenzung der Hakenabschnitte einen spitzen Winkel mit dem Abschnitt der Unterkante der Hakenausbildungen 46, 48 anschließt, der von der jeweiligen Seitenkante ausgeht. Die Hakenabschnitte 46, 48 werden zum vollständigen Schließen des Deckels 24 so weit in die Einschnittausbildung 42 eingeführt, bis die widerhakenartige Ausbildung der Unterkante der Hakenausbildungen 46, 48 oberhalb der Einschnittausbildung 42 angeordnet ist. Die widerhakenförmige Ausbildung verhakt sich dann in der Unterkante der Einschnittausbildung 42 und verhindert dadurch, dass der Deckel 24 wieder geöffnet werden kann.
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Der vollständig geschlossene Zustand des Deckels 24 ist in der abschnittsweisen Vorderansicht der Verpackung 10 der 4 dargestellt. Die Verschlusslasche 26 ist nun hinter der Vorderwand 22 der Verpackung 10 angeordnet und die Hakenausbildungen 46, 48 sind vollständig von der Verschlusslasche 46 verdeckt. Lediglich der unterste Abschnitt der Basis 44 ist noch von der Vorderseite der Verpackung 10 her zu erkennen. Wird ausgehend vom vollständig geschlossenen Zustand der 4 der Deckel 24 geöffnet, so ist dies nur dadurch möglich, dass gleichzeitig die Hakenabschnitte 46, 48 an den Perforierungen 56, 58 von der Basis 44 abgerissen werden.
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5 zeigt eine abschnittsweise Ansicht der Verpackung 10 von innen im annähernd geschlossenen Zustand des Deckels 24 der 3. Der Blick geht in 5 also vom Innenraum der Verpackung 10 in Richtung auf die Vorderwand 22 und die Verschlusslasche 26. In 3 ist infolgedessen die Außenseite der Vorderwand 22 und die Außenseite der Verschlusslasche 26 abschnittsweise zu erkennen. In 5 ist hingegen abschnittsweise die Innenseite der Vorderwand 22 und abschnittsweise die Innenseite der Verschlusslasche 26 zu erkennen.
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Im Zustand der 5 bzw. 3 ist, wie erläutert, die Hakenausbildung 40 abschnittsweise in die Einschnittausbildung 42 eingeschoben worden. Der erste Hakenabschnitt 46 ist bereits abschnittsweise durch den Einschnitt 52 hindurchgeschoben worden und der zweite Hakenabschnitt 48 ist bereits abschnittsweise durch den Einschnitt 54 hindurchgeschoben worden. Die Basis 44 ist abschnittsweise durch die Öffnung 56 der Einschnittausbildung 40 hindurchgeschoben worden, wobei von der Öffnung 56 lediglich die Unterkante zu erkennen ist.
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Die Öffnung 56 ist dreieckförmig ausgebildet, vgl. 1. Dies erleichtert zusammen mit den schräg nach unten verlaufenden Oberkanten der Hakenabschnitte 46, 48 das Einführen der Hakenausbildung 40 in die Einschnittausbildung 42.
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Ausgehend vom Zustand der 5 wird beim weiteren Schließen des Deckels 24, wenn also der Deckel 24 weiter in Richtung auf den Boden 14 zu gedrückt wird, der Hakenabschnitt 46 weiter den Einschnitt 52 durchqueren und der Hakenabschnitt 48 weiter den Einschnitt 54 durchqueren, bis die Unterkanten der Hakenabschnitte 46, 48 oberhalb der Einschnitte 52, 54 angeordnet sind.
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Dieser vollständig geschlossene Zustand der Verpackung 10 bzw. des Deckels 24 ist in 6 dargestellt. 6 zeigt wie die 5 eine Ansicht der Verpackung 10 von deren Innenraum her. Der Blick geht in 6 also wie in 5 auf die Innenseite der Vorderwand 22 und auf die Innenseite der Verschlusslasche 26.
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Wie bereits ausgeführt wurde, haben die Hakenabschnitte 46, 48 die Einschnitte 52, 54 vollständig passiert. Wird ausgehend vom vollständig geschlossenen Zustand der 6 versucht, den Deckel 24 zu öffnen, so werden sich die Unterkanten der Hakenabschnitte 46, 48 mit der in 6 erkennbaren widerhakenförmigen Ausbildung der Unterkanten an den Einschnitten 52, 54 verhaken und eine Weiterbewegung des Deckels 24 in 6 nach oben verhindern. Der Deckel 24 kann dann mit erhöhtem Kraftaufwand zwar weiter geöffnet werden, dies führt dann aber dazu, dass die beiden Hakenabschnitte 46, 48 an den Perforierungen 56, 58 von der Basis 44 abreißen.
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In 6 ist weiter zu erkennen, dass die Oberkante 50 der Basis 44, die einen Stützabschnitt bildet, an einer Unterseite des Deckels 24 anliegt. Die Oberkante 50 der Basis 44 stützt infolgedessen die Unterseite des Deckels 24 ab und verhindert dadurch, dass der Deckel 24 in Richtung auf den Boden 14 zubewegt werden kann. Die Verpackung 10 ist dadurch äußerst stabil ausgebildet und insbesondere können zahlreiche, auch befüllte, Verpackungen 10 aufeinandergestapelt werden, ohne dass der Deckel 24 in Richtung auf den Boden 14 zu eingedrückt wird.