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Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Erfassen und Messen
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der Blutgerinnungszeit mit einem zur Aufnahme der Meßküvette dienenden
temperierbaren Metallblock, einer Rühreinrichtung und einer lichtoptischen Trübungsmeßeinrichtung.
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Zum Erfassen und Messen der Blutgerinnungszeit, die von den jeweils
im Blut vorhandenen Blutfaktoren abhängt, sind bereits verschiedene Verfahren und
Geräte bekannt geworden.
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Nach der Häkchen methode nach Schnittger Gross werden während der
Messung kleine Häkchen gegensätzlich bewegt. Bei Eintritt der Blutgerinnung kommt
es zu einer Leitfähigkeitsänderung, die gemessen wird und zum automatischen Abschalten
des Gerätes führt. Nach diesem Verfahren arbeitende Geräte sind zwar sowohl für
Plasma wie auch für Vollblut anwendbar, ermöglichen aber keinen automatischen Start.
Darüberhinaus können die Häkchen brechen oder verbiegen sowie durch Kontamination
falsche Zeiten bestimmt werden.
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Es ist auch bekannt, die Blutgerinnungszeit durch Messung der sich
bei der Gerinnung verändernden Viskosität zu ermitteln.
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Bei einem nach diesem Verfahren arbeitenden Gerät schwingt ein Kunststoffplättchen
mit konstanter Frequenz im Plasma.
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Bei Gerinnung ergibt sich eine Frequenzverschieburg, die eine Abschaltung
des Gerätes bewirkt. Von Vorteil ist hierbei, daß das Gerät sowohl für Plasma und
Vollblut anwendbar ist und einen automatischen Start ermöglicht. Nachteilig ist
jedoch die große Empfindlichkeit des Gerätes gegenüber Erschütterungen sowie der
Umstand, daß im pathologischen Bereich die Unempfindlichkeit des Gerätes zu groß
ist.
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Bei den am häufigsten verwendeten Geräten erfolgt die Ermittlung der
Blutgerinnungszeit jedoch durch Messung der bei einer Blutgerinnung einsetzenden
Trübung der Probe, wobei meist
lichtoptische Systeme mit einer konstanten
Lampenspannung und einem Fotoverstärker mit Abschaltlogik Anwendung finden.
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Diese Geräte ermöglichen einen automatischen Start, verhindern eine
Kontamination und weisen darüberhinaus keine beweglichen Teile auf. Von Nachteil
ist jedoch, daß wegen der bei einer Gerinnung einsetzenden geringen Trübungsänderung
eine hohe Verstärkung realisiert werden muß. Diese hohe Verstärkung führt zwangsläufig
zu verschiedenen Störeinflüssen, so zum Beispiel zu einer hohen Empfindlichkeit
gegen Fremdlicht. Messungen mit Caolin-stabilisierten Reagenzien sind nicht möglich,
weil das Caolin sich während der Messung absetzt und dieses Sedimentieren zur Abschaltung
des Gerätes führt. Messungen mit einem Oxalat-Plasma sind ebenfalls nicht möglich,
weil es hierbei zu Zwischentrübungen kommt, die ebenfalls ein frühzeitiges Abschalten
bewirken.Darüberhinaus sind diese Geräte stark erschütterungsempfindlich.
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Um mittels Geräten mit lichtoptischen Systemen verschieden trüben
Reagenzien oder Plasmen verarbeiten zu können, sind Umschalter erforderlich, mit
denen die Verstärkung nachgestellt werden kann. Bei zu trüben Reagenzien oder Plasma
sind diese Geräte oft nicht mehr anwendbar, da der optimale Arbeitspunkt des Lichtaufnehmers
durch den zu stark abgedunkelten Lichtweg nicht mehr erreicht werden kann. Darüberhinaus
reicht die Empfindlichkeit der Geräte im pathologischen Bereich im allgemeinen nur
bis etwa 25 z Quick.
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Um diese Nachteile der lichtoptischen Systeme zu vermeiden, ist bereits
vorgeschlagen worden, zusätzlich ein magnetisches Mischsystem sowie eine automatische
Lampenspannungsregelung einzuführen. Der Vorteil des magnetischen Meßsystems besteht
darin, daß bei Eintritt der Gerinnung die Fibrinfäden aktiviert
werden
und sich zusammenziehen. Dieses bewirkt eine große Trübungsänderung, die keine hohe
Verstärkung erfordert. Durch das während der Messung anhaltende ständige Mischen
der Probe wird darüberhinaus die Messung vergleichmäßigt. Aber auch diese Geräte
weisen verschiedene Nachteile auf. So beansprucht der Mischstab bei einigen Meßmethoden
die Probe so stark, daß es zu großen Zeitverschiebungen kommen kann. Bei Zugabe
von Plasma in eine Meßküvette mit Mischstab kommt es häufig zu Lufteinschlüssen,
da der Mischstab an der Küvettenwandung einen Hohlraum bildet. Dieser Luftraum kann
während der Messung als aufsteigende Luftblase eine Störung des Meßvorgangs bewirken
und zur Abschaltung des Gerätes führen. Aufgrund der geometrisch kleinen Formen
sind Mischstäbe auch schwer zu vereinzeln, so daß deren Verwendung eine besondere
manuelle Tätigkeit der die Messung durchführenden Person erfordert.
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Eine Lampenspannungsregelung hat grundsätzlich den Vorteil, daß der
Arbeitspunkt des Fotoaufnehmers über einen großen Trübungsbereich relativ konstant
bleibt. Aus diesem Grunde wird im allgemeinen kein Umschalter für die Empfindlichkeit
benötigt. Bei den bekannten Geräten ist aber von Nachteil, daß die Betriebsspannung
bei klaren Reagenzien allgemein bei ca. 20 % der Nennspannung liegt. Dies bedeutet,
daß die Lichtquelle fast dunkel ist. Trotz geringer Verstärkung sind daher die Fremdlichteinflüsse
sehr hoch, so daß mit einer Lichtschutzkappe gearbeitet werden muß, um Fehlmessungen
zu verreiden. Da bei verschieden trüben Proben die Verstärkung gleich groß ist,
kommt es bei klaren Reagenzien leicht zu Fehlmessungen, da die Differenz der Trübungsänderung
nicht zum Abschalten des Gerätes ausreicht. Alle bekannten nicht optischen Systeme
arbeiten mit einer Standardküvette, von
ca. 10 mm . Bei Einfüllen
von 100 bzw. 200 Al besteht ferner ein großer Nachteil darin, daß der Flüssigkeitsspiegel
sich bei vielen Geräten entweder im unteren oder im oberen Bereich des Lichtweges
befindet. Hierdurch werden definierte optische Werte verhindert, so daß es bei kleinsten
Schwankungen auf dem Flüssigkeitsspiegel zu Selbststarts kommen kann.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein gattungsgemäßes Gerät
zu schaffen, das bei einfacher Handhabung der Meßküvetten eine sichere Ermittlung
der Blutgerinnungszeit gestattet, ohne daß die Gefahr von Fehlmessungen durch unkontrollierte
Verwirbelungen in der Probe oder durch die Küvettenöffnung eintretendes Fremdlicht
besteht. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Gerät so auszubilden,
daß die Meßkurven der Gerinnung optisch darstellbar sind.
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Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung der Aufgabe durch die Kombination
folgender Merkmale a) Die Rühreinrichtung ist in an sich bekannter Weise als Magnetrühreinrichtung
ausgebildet, die sich unterhalb des zur Aufnahme von Meßküvetten dienenden Meßkanals
in dem Meßblock befindet.
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b) In der Meßküvette befindet sich als Rührglied eine mit der Magnetrühreinrichtung
in magnetische Wirkverbindung bringbare Metallkugel.
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c) Jede Meßküvette ist mittels einer Klemmeinrichtung in dem Meßkanal
gehalten.
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d) Jede Meßküvette befindet sich im lichtoptischen Strahlengang einer
an sich bekannten lichtoptischen Abtasteinrichtung, deren Lichtquelle mit einer
Betriebsspannung beaufschlagt ist, die mindestens halb so groß wie die Nennspannung
ist und deren Lichtempfänger mit einer Meßwerteinheit verbunden ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung werden in den Unteranspruchen beschrieben
und im folgenden anhand des in den Zeichnungen beispielsweise dargestellten Gerätes
erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes in
einer perspektivischen Darstellung Fig. 2 das Gerät nach Fig. 1 im Schnitt A-A Fig.
3 die Halterung der Meßküvette-als Einzelheit in einer vergrößerten Darstellung
Fig. 4 das Blockschaltbild eines weiteren Gerätes nach der Erfindung Fig. 5 eine
weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes in einer :perspektivischen
Darstellung Fig. 6 eine Teilansicht des Gerätes nach Fig. 5 im Schnitt B-B Fig.
7 ein schematisches Blockschaltbild des Geräts nach Fig. 5 Fig. 7a je ein schematisches
Blockschaltbild des und 7b Geräts nach Fig. 5 Fig. 8 ein schematisches Meßwertdiagramm
Fig. 9 eine mögliche Meßwertanzeige des Geräts nach Fig. 1 in einer schematischen
Darstellung.
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Das in Fig. 1 perspektivisch dargestellte Gerät 1 zum Erfassen und
Messen der Blutgerinnungszeit weist ein in einem Gehäuse 2 zusammengefaßtes Bedienteil
3 und Meßteil 4 auf. An dem Bedienteil 3 ist ein Bedienfeld 9 ausgebildet, das beispielsweise
Druck- oder Wipptasten aufweisen kann. Ferner ist in der Sichtebene des Bedienteils
3 ein Anzeigefeld 10 vorgesehen, das vorzugsweise
als alphanumerische
Anzeige ausgebildet wird. In der Meßfläche 5 des Meßteils 4 sind verschiedene Ausnehmungen
ausgebildet, die bis in den temperierbaren Meßblock 11 aus Metall oder einem anderen
geeigneten Werkstoff geführt sind. Diese Ausnehmungen dienen als Vorwärmer 6 für
Meßküvetten 17 mit Plasma sowie als Vorwärmer 7 für ein Glas mit Reagenzien. Ferner
ist in der Meßfläche 5 der Meßkanal 8 für die jeweils zu untersuchende Meßküvette
17 vorgesehen. Für die Energieversorgung des Gerätes 1 ist ferner ein Anschlußteil
33 ausgebildet, durch das ein Netzanschluß möglich ist. Das Gerät 1 kann auch mit
einem nicht näher dargestellten Akku betrieben werden.
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In Fig. 2 ist verdeutlicht, daß in dem Metallblock 11 eine Heizung
12 angeordnet ist, die vorzugsweise als elektrische Heizung ausgebildet ist. Durch
diese Heizung 12 wird der Meßblock 11 gleichmäßig temperiert, so daß die in den
Vorwärmern 6, 7 sowie dem Meßkanal 8 befindlichen Küvetten gleichmäßig temperiert
werden. Beidseitig des Meßkanals 8 ist jeweils ein Lichtempfänger 14 und eine Lichtquelle
15 einer lichtoptischen Abtasteinrichtung 13 vorgesehen. Unterhalb des Bodens des
Meßkanals 8, in den eine Meßküvette 1.7 eingeführt ist, befindet sich eine Magnetrühreinrichtung
16 mit einem in bekannter Weise ein magnetisches Drehfeld erzeugenden oder mit einem
einen horizontal rotierenden Dauermagneten aufweisenden Antriebsglied 24 (Fig. 2
und 3). Auf dem Boden der Meßküvette 17 befindet sich eine Metallkugel 23, die durch
Wirkeingriff des Antriebsglieds 24 in Rotation versetzt werden kann. Durch die Rotation
der Metallkugel 23 erfolgt dann die durch Mischung der in der Meßküvette 17 befindlichen
Probe.
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Zur Halterung der Meßküvette 17 in dem Meßkanal 8 ist eine besondere
Klemmeinrichtung 18 vorgesehen. Diese besteht aus einem Klemmglied 19, das beispielsweise
kugelförmig ausgebildet sein kann. Das Klemmglied 19 ist mit einer Druckfeder 20
verbunden,
die wiederum mit einer Stellschraube 21 in Verbindung
steht.
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Die Stellschraube 21 mit der Druckfeder 20 und dem Klemmglied 19 ist
in eine horizontal in dem Meßblock 11 ausgebildete Gewindebohrung 22 eingeschraubt,
wobei das Klemmglied 19 unter der Spannung der Druckfeder 20 .an der Wandung der
Meßküvette 17 anliegt. Diese ist hierdurch fest in dem Meßkanal 8 gehalten, ohne
daß das Einführen und Herausziehen der Meßküvette 17 aus dem Meßkanal-8 beeinträchtigt
wird. Die Klemmeinrichtung 18 ist so angeordnet, daß der lichtoptische Strahlengang
32 der lichtoptischen Einrichtung 13 nicht beeinträchtigt wird.
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Der zum Beispiel als Fotozelle ausgebildete Lichtempfänger 14 ist
über einen Verstärker 25 und einen Transmissionsabgleicher 26 mit der Meßwerteinheit
27 verbunden, die gleichzeitig mit der Lichtquelle 15 in Wirkverbindung steht. Die
Meßwerteinheit 27 regelt die Lampenspannung und ist zur Anpassung des Geräts 1 an
die jeweils zu messende Probe über das Bedienfeld 9 einstellbar. Ausgangsseitig
ist die Meßwerteinheit 27 mit dem Anzeigefeld 19 verbunden. Die Meßwerteinheit 27
kann auch mit einer Rechner- und Verarbeitungseinheit 29 verbunden sein. Diese Rechner-
und Verarbeitungseinheit 29 besteht aus einem Rechner 30, der ausgangsseitig mit
dem Anzeigefeld 10 sowie ggf. zusätzlich einem Drucker 31 verbunden ist. Der Rechner
30 ermöglicht es, ausgehend von den durch die Messung ermittelten Daten, die jeweiligen
Blutkennwerte auszurechnen, zu speichern und ggf. mit weiteren Diagnosedaten zu
mischen und zu vergleichen.
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Es ist auch möglich, das Gerät 1 so zu ergänzen, daß eine Messung
der Aggregation möglich ist, so daß aus den Meßwerten der Probe in der Meßküvette
17 einen Rückschluß auf eine Trombosegefahr zulassende Daten ermittelt werden können.
Hierzu
muß der Lichtempfänger 14 mit einem einstellbaren Min/Max-Verstärker
36 verbunden werden, an dessen Ausgang ein Linienschreiber 37 angeschlossen ist.
Wie in Fig. 4 dargestellt, ist es möglich, an die Verbindungsleitung 28 zwischen
dem Lichtempfänger 14 und dem Verstärker 25 eine Anschlußbuchse 34 anzuschließen,
die sich an der Außenwandung des Gehäuses 2 befinden kann. In die Anschlußbuchse
34 kann der Stecker 35 eines Anschlußkabels 35a gesteckt werden, das mit dem Min/Max-Verstärker
36 verbunden ist. Für die Einstellung des Min/Max-Verstärkers 36 ist ein besonderes
Stellglied 38 vorgesehen.
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Es ist aber auch möglich, den Min/Max-Verstärker 36 mit Linienschreiber
37 in das Gerät 1 zu integrieren. Hierzu ist es lediglich erforderlich, in der Verbindungsleitung
28 einen Umschalter vorzusehen, durch dessen Betätigung der Lichtempfänger 14 mit
dem Min/Max-Verstärker 36 in Wirkverbindung gebracht wird. Der Anschluß des Verstärkers
25 ist bei diesem Betriebszustand gesperrt.
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Durch das bei dem Gerät 1 verwirklichte besondere Magnetmischsystem
sowie den geregelten Lichtweg wird eine außerordentlich zuverlässige und genaue
Ermittlung der Blutgerinnungszeit möglich. Die bei anderen Magnetmischsystemen vorhandenen
Nachteile werden durch die Verwendung einer Metallkugel 23 vermieden. Diese Metallkugel
23 beansprucht die zu messende Probe so wenig, daß Zeitverschiebungen bei dem Trübungsvorgang
nicht entstehen. Da die Metallkugel 23 keinen Hohlraum in der Meßküvette 17 bilden
kann, können auch keine Luftblasen entstehen und zu Meßfehlern führen.
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Darüberhinaus ist die Metallkugel 23 sehr leicht zu vereinzeln, was
die Handhabung des Gerätes 1 erheblich vereinfacht.
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Durch den geregelten Lichtweg, bei dem die Lampenspannung nicht unter
50 % der Nennspannung absinken kann, gibt die
Lichtquelle 15 so
viel Licht ab, daß der Fremdlichtanteil prozentual zu gering ist, um zu Störungen
führen zu können.
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Darüberhinaus ist die Kennlinie der Lampenspannungsänderung so gelegt,
daß im unteren Spannungsbereich, also etwa bei 50 % der Nennspannung die Verstärkung
größer ist, als im oberen Bereich. Dieses hat zur Folge, daß klare Proben wesentlich
sicherer erfaßt werden. Da der lineare Bereich der Lampenspannungsänderung zur Lichthelligkeit
wie auch der lineare Bereich-des Lichtempfängers 14 voll genutzt-werden können,
ist der zu messende Bereich zwischen klaren und trüben Proben gegenüber bekannten
Größen wesentlich größer.
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Durch Verwendung einer speziellen Meßküvette 17 mit um z.B. 25 8 verminderter
Banddicke können auch extreme Messungen mit verdünntem Vollblut mit dem Gerät 1
durchgeführt werden. Hierbei wird vorzugsweise die Meßküvette 17 so ausgebildet,
daß bei Zugabe von 100 ßl der lichtoptische Strahlengang 32 nicht berührt, bei Zugabe
von 200 ßl jedoch überschritten wird. Hierdurch sind stets definierte optische Randbedingungen
vorhanden, die einen Selbststart des Gerätes 1 verhindern. Durch zweckmäßige Ausbildung
des öffnungsabschnittes der Meßküvette 17 wird ferner verhindert, daß Fremdlicht
durch die Küvettenwandung in den Bereich des lichtoptischen Strahlenganges 32 geleitet
wird. Durch die in der Meßwerteinheit 27 vorgesehenen zwei Schwellwertbegrenzungen
wird ferner die Gerinnselbildung bei zunehmender Transmission sogleich erkannt.
Der Transmissionsabgleicher 26 bewirkt einen automatischen Transmissionsabgleich.
Durch diese Ausgestaltungen ist das Gerät 1 für alle Plasmen und Reagenzien für
alle Gerinnungsbestimmungen verwendbar.
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In Fig, 5 ist ein Gerät 1a dargestellt, das als Mehrkanalgerinnungszeitmeßgerät
mit einer Meßwertanzeige auf einem
Monitor 46 ausgebildet ist.
Es besteht ebenfalls aus einem Bedienteil 3a und einem Meßteil 4a. An dem Meßteil
4a ist der Monitor 46 ausgebildet.
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Jeweils sechs Meßküvetten 17 sind in Meßkanälen 8a eines Küvettenblocks
39 lagerbar. Jeweils ein Küvettenblock 39 kann in eine Ausnehmung 40 des temperierbaren
Meßblocks 11a derart eingeschoben werden, daß die in den Meßkanälen 8a des Küvettenblocks
39 gelagerten Meßküvetten 17 mit der Magnetrühreinrichtung 16a und der lichtoptischen
Abtasteinrichtung 13 in Wirkeingriff sind. In der Meßfläche 5 des Meßteils 4 sind
ferner als Vorwärmer dienende Ausnehmungen 48 vorgesehen, die zur vorbereitenden
Halterung von zwei Küvettenblöcken 39 ausgebildet ist. Ferner sind drei als Vorwärmer
7 dienende Ausnehmungen vorgesehen, die zur Aufnahme von Aufnahmebehältern für das
Reagenzmittel dienen.
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Seitlich der Ausnehmungen 40, 48 und der Vorwärmer 17 ist eine Tastenwähleinrichtung
47 angeordnet, die zur Bedienung des Gerätes 1a dient.
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Wie in Fig. 6 dargestellt, besteht ein Küvettenblock 39 aus einer
Metallschiene, in der die Meßkanäle 8a angeordnet sind. Der Küvettenblock39 kann
auf eine Temperatur von 370 vortemperiert werden, was für die Inkubation von Vorteil
ist.
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Unterhalb der Meßküvette 39 in der Ausnehmung 40 ist die Magnetrühreinrichtung
16a angeordnet, die aus mehreren unabhängig voneinander steuerbaren Rührelementen
besteht. Jedes Rührelement ist einem Meßkanal 8 und damit einer Meßküvette 17 zugeordnet.
Dies trifft ebenso für die Abtastglieder der lichtoptischen Abtasteinrichtung 13a
zu. Jeder Meßküvette 17 ist eine Lichtquelle 15 und ein Lichtempfänger 14 zugeordnet,
die jeweils zusammen getrennt von den anderen Lichtquellen 15 und Lichtempfängern
14 ansteuerbar sind.
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Die gleichmäßige Erwärmung des Küvettenblocks 39 erfolgt mittels zweier
Heizelemente 12a.
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Die mit den Lichtempfängern 14 der lichtoptischen Abtasteinrichtung
13a verbundene Ausgangsleitung 41 ist an einen Analog/Digitalwandler 42 angeschlossen,
der mit einem Mikroprozessor 43 verbunden ist (Fig. 77).Der Mikroprozessor 43 ist
über ein Steuerglied 44 mit dem als Tastenwähleinrichtung 47 ausgebildeten Steuerglied
44 und mit einem Monitor 46 als Datenausgabeeinrichtung verbunden. Es ist auch möglich,
an den Mikroprozessor 43 einen Drucker 31 anzuschließen. Der Mikroprozessor 43 ist
mittels der Tastenwähleinrichtung 47 programmierbar. Entsprechend seines Programms
steuert der Mikroprozessor 43 selektiv die jeweils einer Meßküvette 17 in dem Küvettenblock
39 zugeordneten lichtoptischen Abtastglieder der lichtoptischen Abtasteinrichtung
13a an. Ferner dient der Mikroprozessor 43 dazu, die Schwellwertbegrenzer zu steuern.
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In Fig. 7b ist eine andere Ausführungsform des Geräts la in einem
Blockschaltbild dargestellt. Jeder Lichtempfänger 141 bis 146 der Lichtabtasteinrichtung
13a ist über einen Verstärker 251 bis 256 und einen Transmissionsabgleicher 261
bis 266 mit einem Analog/Digitalwandler 421 bis 426 verbunden. Jeder Analog/Digitalwandler
421 bis 426 steht mit dem Mikroprozessor 43 in Wirkverbindung. Hierzu besteht zwischen
jedem Analog/Digitalwandler 421 bis 426 und dem Mikroprozessor 43 eine Datenleitung
65. Jeder Verstärker 251 bis 256 ist ferner mittels einer Datenleitung 66 mit dem
Mikroprozessor 43 verbunden und steht mittels einer Steuerleitung 67 mit der jeweils
zugehörigen Lichtquelle 151 bis 156 in Wirkverbindung. Steuerimpulse des Mikroprozessors
43 zur Einstellung des jeweiligen Spannungskreises der Lichtabtasteinrichtung 13a
werden somit über den entsprechenden Verstärker 251 bis 256 der Lichtquelle 151
bis 156 zugeführt. Zur Steuerung der Lichtquellen 151 bis 156 ist diesen jeweils
ein Stellglied 64 zugeordnet, an das jeweils eine Steuerleitung 67 angeschlossen
ist. Bei einer Ausbildung des Gerätes 1a gemäß des Blockschaltbilds nach Fig. 7b
kann somit der jedem Meßkanal 8a zugeordnete Lichtabtastkreis individuell angesteuert
und geregelt werden.
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Die Anzahl der Meßkanäle 8a ist abhängig vom Auflösungsvermögen des
Monitors 46. Es können z.B. sechs Meßkanäle 8a gewählt werden. Die Verwendung eines
Geräts 1a mit Monitor 46 mit einer analogen Datenerfassung und einem rechnergesteuerten
Prozeßablauf ermöglicht es, die Schaltschwellen 49, 49a, 50, 50a von dem Mikroprozessor
43 zu steuern und an die Unruhe der jeweiligen Messung anzupassen. In der Ausgangsstellung
liegen die Schaltschwellen 49, 50 soweit auseinander, daß in jedem Fall ein Start
durch Einpipettieren von Reagenz in die Meßküvette 17 erreicht wird. Durch die großen
Schaltschwellen 49, 50 sollen Störungen wie automatische Starts unterbunden werden.
Nach dem Start wird das Meßsignal 50 automatisch auf den Nullwert 52 abgeglichen.
Nach dem Abgleich werden über einen bestimmten Zeitraum die maximalen Impulse 58;
59 des Meßsignals 50 gespeichert. Nach Ablauf der Meßzeit wird dann die obere und
untere angepaßte Schaltschwelle 49a, 50a über einen bestimmten Wert des maximalen
Impulses 58, 59 positiv wie auch negativ heruntergezogen. Durch diesen Prozeßablauf
wird das Gerät 1a mittels des Mikroprozessors 43 automatisch in Bezug auf alle Reagenzien
und Bestimmungen optimiert (Fig. 8).
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In Fig. 9 ist eine beispielsweise Anzeige auf einem Monitor 46 dargestellt.
Die gestrichelten Kurven lassen die Phasen Start 61, Nullabgleich 62, Schaltschwellenanpassung
63 sowie Gerinnungsbildung 54 erkennen. Der Monitor 46 informiert somit über den
Ablauf aller sechs Gerinnungsabläufe in den Meßküvetten 17 gleichzeitig in Form
von Meßkurven 55. Der Beginn der Gerinnungsbildung ist als Gerinnungsabschaltpunkt
in Form eines vertikalen Striches 56 dargestellt, der durch jeweils eine Meßkurve
55 geht. Der Fortgang der Gerinnung wird durch eine Nachlaufsteuerung 57 von z.B.
drei Sekunden nach dem Stoppsignal zum Beginn der Gerinnungsbildung angezeigt. Ferner
informiert der Monitor 46 über die Gerinnungszeiten in Sekunden, die aus der Gerinnungszeit
errechneten Prozentwerte, den Mittelwert bei Doppelbestimmung, die jeweils zur Zeit
laufende Bestimmung, die eingegebene Patientenkennziffer, die fortlaufende Probennummer,
die Temperatur des Meßblocks 11a, die Inkubationszeit sowie die eingestellte Auflösung
der Meßkurven 55.
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Über die Tastenwähleinrichtung 47 kann die Patientenkennziffer eingegeben,
der Abschaltpunkt 53 der automatischen Gerinnungserkennung verschoben, die Auflösung
der Meßkurven 55 gewählt, der Ausdruck über einen Drucker 31 gesteuert, die jeweilige
Bestimmung eingegeben sowie die Inkubation gestartet werden.
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Ferner können die jedem einzelnen Meßkanal 8a zugeordneten Abtastglieder
der lichtoptischen Abtasteinrichtung 13a und Rührglieder der Magnetrühreinrichtung
16a gestartet und gestoppt werden. Durch entsprechende Betätigung der Tastenwähleinrichtung
47 können ebenfalls alle Maßkanäle 8a gleichzeitig zurückgesetzt werden. Das Gerät
la ermöglicht somit die Durchführung einer Mehrzahl von Messungen von Blutgerinnungszeiten
und ist daher insbesondere dort geeignet, wo in kurzer Zeit eine große Anzahl derartiger
Mes-.
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sungen durchgeführt werden muß.