DE3141892A1 - In einem zylindrischen stahldruckbehaelter angeordnete kernreaktoranlage mit einem gasgekuehlten hochtemperaturreaktor - Google Patents
In einem zylindrischen stahldruckbehaelter angeordnete kernreaktoranlage mit einem gasgekuehlten hochtemperaturreaktorInfo
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Description
HOCHTEMPERATÜR-REAKTORBAU GmbH
Int.Nr. 8116 14.10.81
In einem zylindrischen Stahldruckbehälter angeordnete Kernreaktoranlage mit einem gasgekiihlten
Die Erfindung betrifft eine in einem zylindrischen Stahldruckbehälter angeordnete Kernreaktoranlage mit
einem gasgekiihlten Hochtemperaturreaktor, im Kühlgaskreislauf angeordneten wärmetauschenden Apparaten und
diesen nachgeschalteten Umwälzgebläsen.
Stand der Technik sind Anlagen, bei denen ein Hochtemperaturreaktor
zur nuklearen Erzeugung von Wärme und die Apparate, die der Nutzung der gewonnenen Wärme
dienen, gemeinsam in einem Druckbehälter installiert sind. Die Abführung der Wärme erfolgt hierbei
durch ein Kühlgas, das mit Hilfe von Gebläsen in einem geschlossenen Kreislauf (Primärkreislauf) durch
den Reaktorkern und die wärmetauschenden Apparate umgewälzt wird. Zur Abfuhr der Nachwärme können besondere
Einrichtungen wie Hilfswärmetauscher und HiIfsgebläse
vorgesehen sein; es ist jedoch auch möglich, durch besondere Anordnung und Auslegung der Primärkreislaufkomponenten
auf derartige Einrichtungen zu verzichten.
So sind beispielsweise bei dem Thorium-Hochtemperaturreaktor
(THTR-300) die Wärmetauscher und Gebläse sowie die sekundärseitigen Stränge und die Komponenten
derselben derart ausgebildet, daß die gesamte Nachwärme über die primärseitigen Betriebssysteme der Wärmetauscher
abgeführt wird. Der Strömungsverlauf des Kühlgases von oben nach unten durch den Reaktorkern
und von unten nach oben durch die Wärmetauscher gleicht in diesem Falle dem Strömungsverlauf im Normalbetrieb.
Zur gesicherten Nachwärmeabfuhr müssen jedoch die Gebläse jederzeit funktionsbereit sein,
um den Kaltgasbereich nicht durch in freier Konvektion aufsteigendes Heißgas zu gefährden.
Bei einer weiteren Kernreaktoranlage mit einem gasgekühlten Hochtemperaturreaktor, der AVR-AnIage, ist
der Wärmetauscher oberhalb des Kernreaktors angeordnet, und das Kühlgas strömt von unten nach oben sowohl
durch den Reaktorkern als auch durch den Wärmetauscher. Bei Ausfall der unterhalb des Kerns befindlichen
Gebläse wird die Nachwärme durch Naturkonvektion an die den Reaktorkern umgebenden Einbauten
abgeführt. Diese umfassen neben einem Reflektormantel aus Graphit einen den Graphitmantel umschließenden
Kohlestein-Mantel, der zur Abschirmung und
und Wärmeisolierung dient. Zum sicheren Einschluß von
freigesetzten Spaltprodukten sind die genannten Einbauten von einem doppelten gasdichten Stahldruckbehälter
umgeben. Als biologischer Schild fungiert eine zwischen den beiden Stahldruckbehältern befindliche
Schüttung aus Magnetit und Limonit.
Bei dem oben erwähnten THTR-300 wird die Funktion des biologischen Schildes von dem Spannbetondruckbehälter
übernommen, der in einer zentralen Kaverne den Kernreaktor und die Wärmetauscher aufnimmt. Der Spannbetondruckbehälter
dient nicht nur der Strahlenabschirmung, sondern bildet auch den vollständigen, druckfesten
Abschluß der Kernreaktoranlage.
Bei der vorliegenden Erfindung wird von einer eingangs
beschriebenen, in einem Stahldruckbehälter angeordneten Kernreaktoranlage ausgegangen. Aufgabe der Erfindung
ist es, eine derartige Anlage so auszugestalten, daß einmal die Anlage gegen Einwirkungen von außen geschützt
und für die Umgebung ein sicherer Schutz gegen Strahlung sowie gegen die Folgen innerhalb der Anlage
auftretender Störfälle gegeben ist und daß zum anderen die Abfuhr von Nachwärme bei Störfällen mit
Sicherheit gewährleistet ist.
...11
Gemäß der Erfindung ist die Kernreaktoranlage dadurch
gekennzeichnet, daß der Stahldruckbehälter eng von einer Sicherheitshülle umschlossen ist, die aus zwei konzentrisch
und mit Abstand voneinander angeordneten, im wesentlichen zylindrischen Betonschalen, einer monolithisch
mit der äußeren Betonschale verbundenen Betondecke sowie einem mit den beiden Betonschalen monolithisch
verbundenen Konsolenring besteht, auf dem sich der Stahldruckbehälter abstützt, daß in der inneren
Betonschale ein im Naturumlauf betriebenes Betonkühlsystem angeordnet ist, in dem Kühlwasser in einem geschlossenen
Kreislauf umläuft,, und daß ein zweites Kühlwassersystem zur Rückkühlung des in dem Betonkühlsystem
umlaufenden Kühlwasser vorgesehen ist.
Durch die Sicherheitshülle gemäß der Erfindung wird zum einen eine ausreichende Strahlenabschirmung des
Kernreaktors und der Primärkreislaufkomponenten erreicht; sie wirkt also als biologischer Schild. Zum
anderen sorgt sie bei unterstellter Aktivitätsfreisetzung aus dem Stahldruckbehälter für den sicheren Einschluß
der Anlage bei Leckagen aus dem Primärkreislauf und bei Druckentlastungsstörfällen, bildet also
neben der Einschließung des Kühlgases im Stahldruckbehälter eine weitere Barriere zur Rückhaltung
von Spaltprodukten (eine erste derartige Barriere sind bei einem Kernreaktor mit kugelförmigen Brennelementen,
die den Spaltstroff in Form von beschichteten Teilchen enthalten, die Brennelemente selbst).
Mit der erfindungsgemäßen Sicherheitshülle können die Leckagen des Primärkreislaufs so lange zurückgehalten
werden, daß eine kontrollierte Ableitung des Kühlgases über Filter oder eine Gasreinigungs-'
anlage an die Umgebung gewährleisteb ist.
Weiterhin übernimmt die Sicherheitshülle den Schutz der Kernreaktoranlage gegen Einwirkungen von außen;
solche Einwirkungen können beispielsweise Erdbeben, Flugzeugabstürze oder auch Explosionsdruckwellen
sein. Gleichzeitig dient die Sicherheitshülle als Stützkonstruktion für den Stahldruckbehälter. Die
äußere Betonschale hat noch die Funktion eines Reaktorschutzgebäudes, während die innere Betonschale
den Trümmer- und Splitterschutz übernimmt.
Um diese unterschiedlichen Aufgaben erfüllen zu können, muß der Beton der Sicherheitshülle vor unzulässiger
Erwärmung geschützt werden. Daher ist erfindungsgemäß innerhalb der inneren Betönschale
ein Betonkühlsystem vorgesehen, das normalerweise die durch Strahlung im Beton induzierte Wärme sowie
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die Wärmeverluste des Stahldruckbehälters abführt. Die Wärmeaufnahme von dem Stahldruckbehälter erfolgt
im wesentlichen durch Wärmestrahlung; die Ableitung der Wärme aus dem Beton geschieht durch direkten Kontakt.
Dieses betriebliche Betonkühl system wird gemäß der Erfindung auch für die Abfuhr der Nachwärme verwendet,
falls durch einen Störfall die normalerweise die Nachwärmeabfuhr übernehmenden Einrichtungen ausfallen.
Als Nachwärmeabfuhreinrichtungen kommen zunächst
die Wärmetauscher-Gebläse-Einheiten mit dem betrieblichen Sekundärkreislauf bzw. einem Hilfskühlsystem
in Betracht. Auch bei Ausfall der Gebläse kann die primärseitige Nachwärmeabfuhr sichergestellt
werden, wenn der Kühlgasdruck im Primärkreislauf hoch genug ist, daß sich eine ausreichende Naturkonvektion
einstellt und aufrechterhalten läßt.
Fällt jedoch die primärseitige Wärmesenke aus, so wird die Nachwärme erfindungsgemäß über Naturkonvektion,
Leitung und Strahlung an den Stahldruckbehälter abgegeben, von dem die Wärme im wesentlichen durch
Strahlung an das in der inneren Betonschale befindliche Betonkühl system übertragen wird. Selbst bei
Kühlgasverlust (Druckentlastungsstörfall) und Ausfall
sämtlicher Kühlung im Primärkreis wird die Nachwärme
über die Oberfläche des Stahldruckbehälters an das Betonkühlsystem abgegeben, ohne daß im erhöhten Maße
Spaltprodukte aus den Brennelementen freigesetzt werden.
Das Betonkühlsystem besteht vorzugsweise aus einem auf die innere Betonschale aufgesetzten ringförmigen
Hochbehälter, der mit Wasser gefüllt ist und unter Atmosphärendruck steht, sowie aus einer Vielzahl
von mit dem Hochbehälter verbundenen senkrechten Steigrohren und Fallrohren, wobei die Steigrohre
auf der dem Stahldruckbehälter zugewandten Seite und die Fallrohre auf der der äußeren Betonschale
zugewandten Seite der inneren Betonschale angeordnet sind. Die Rückkühlung des in dem Betonkühlsystem
umlaufenden Wassers erfolgt durch das zweite Kühlwassersystem, das die in dem Hochbehälter
anfallende Wärme nach außen abführt.
Fällt die Rückkühlung des Betonkühlsystems teilweise
oder ganz aus, so dampft der Wasserinhalt des Hochbehälters und des Rohrsystems mit etwa 2 bis 3 t/h
aus. Je nach Volumen und Wasservorlage des Hochbehälters kann damit ohne aktive Maßnahmen die Nachwärmeabfuhr
über mehrere Tage sichergestellt werden.
Die Temperaturen des Stahldruckbehälters bleiben bei einem solchen hypothetischen Störfall deutlich unter
400 0C.
Vorteilhafterweise ist an dem Hochbehälter eine Einrichtung zum Nachspeisen von Wasser vorgesehen. Durch
Betätigung dieser Einrichtung kann entweder nach dem Ausdampfen des Betonkühl systems die Nachwärmeabfuhr
beliebig lange aufrechterhalten oder es kann das Betonkühlsystem auf eine höhere Abwärmeleistung gefahren
werden.
Es ist zweckmäßig, mit dem Hochbehälter eine Abblaseleitung zu verbinden und in dieser Leitung ein Überdruckventil
anzuordnen.
Da die Wärmeübertragung von dem Stahldruckbehälter auf die Steigrohre des Betonkühl systems im wesentlichen
durch Strahlung erfolgt, kann es vorteilhaft sein, die Steigrohre mit azimutalen Flossen bzw. mit einer
Flossenwand auszurüsten. Es können auch Kühlplatten aus Gußmaterial an den Steigrohren angebracht sein.
Um an den innerhalb des Stahldruckbehälters installierten Primärkreislaufkomponenten wie Wärmetauschern
und Umwälzgebläsen Wartungs- und Reparaturarbeiten vornehmen zu können, sind in der Sicherheitshülle zweckmäßigerweise
mehrere große Durchbrüche vorgesehen, die auch den Ausbau dieser Komponenten gestatten. Die Durchbrüche
sind durch abnehmbare druckfeste und gasdichte
Deckel verschlossen, die auf der äußeren Betonschale aufgesetzt oder in diese eingesetzt sind.
In ihrem mittleren Bereich kann die innere Betonschale mit einer nach innen gerichteten Verdickung
in Form eines Flansches versehen sein, an der sich ein Stützring abstützt, der auf dem Mantel des Stahldruckbehälter
aufgebracht ist. Der Stützring hat die Aufgabe, den Stahldruckbehälter bei Erdbebenbeanspruchung
abzusichern. Dieser ist somit nur an der inneren Betonschale abgestützt. Eine Abstützung
auch an der äußeren Betonschale würde eine direkte Einwirkung "des Lastfalles "Flugzeugabsturz" auf
den Stahldruckbehälter nach sich ziehen.
Die Sicherheitshülle kann sich ihrerseits auf Unterstützungsringen
aus Beton abstützen, die monolithisch mit den beiden Betonschalen wie auch mit dem
Konsolenring verbunden sind, auf dem der Stahldruckbehälter gelagert ist.
Der zwischen den beiden Betonschalen vorhandene Ringraum, der während des Betriebes eingeschränkt begehbar
ist, läßt sich vorteilhafterweise als Arbeitsraum verwenden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Kernreaktoranlage schematisch dargestellt. Die Figuren zeigen im einzelnen:
Fig. 1 die gesamte Kernreaktoranlage im Längsschnitt, aber ohne Betonkühl system,
Fig. 2 eine verkleinerte und stark vereinfachte Darstellung der Kernreaktoranlage
mit dem Betonkühlsystem.
Die Figur 1 läßt einen mehrteiligen zylindrischen Stahldruckbehälter 1 erkennen, dessen einzelne Teile
durch Flansche 2 miteinander verbunden sind. In dem Stahldruckbehälter 1 ist eine Kernreaktoranlage installiert,
die aus einem im unteren Teil des Behälters befindlichen HT-Kleinreaktor mit einer Leistung von
100 MWe und einem im oberen Behälterteil angeordneten Wärmenutzungssystem besteht, das mehrere Dampferzeuger und diesen nachgeschaltete Umwälzgebläse umfaßt.
Von den genannten Komponenten sind nur die Umwälzgebläse 3 gezeigt, die. unten seitlich an dem oberen
Teil des Stahldruckbehälters 1 angebracht sind. Der Stahldruckbehälter 1 stützt sich auf einem Konsolenring
4 aus Beton ab.
Eng um den Stahldruckbehälter 1 ist eine Sicherheitshülle 5 angeordnet, die aus zwei im wesentlichen zylindrischen
Betonschalen, der inneren Betonschale 6 und der äußeren Betonschale 7, sowie aus einer monolithisch
mit den beiden Betonschalen verbundenen Betondecke 9 besteht; der Konsolenring 4 ist ebenfalls in die Sicherheitshülle
5 integriert. Die Sicherheitshülle 5 ist auf zwei Unterstützungsringen 10 und 11 aus Beton
aufgelagert; auch mit diesen Ringen ist sie monolithisch verbunden. Zwischen den beiden Betonschalen.6 und 7 befindet
sich ein Ringraum 8, der eingeschränkt begehbar
ist und als Arbeitsraum benutzt werden kann.
In der Betondecke 9 wie auch im mittleren Mantelbereich
der Sicherheitshülle 5 sind mehrere große Durchbrüche vorgesehen, die mit abnehmbaren druckfesten und gasdichten
Deckeln 12 verschlossen sind. Der Durchbruch 13 in der Betondecke 9 gestattet den Zugang zu den Dampferzeugern
in dem Wärmenutzungssystem und ermöglicht auch den Ausbau dieser Komponenten. Die im Mantelbereich der Sicherheitshülle
5 vorgesehenen Durchbrüche 14 nehmen in der inneren Betonschale 6 die Umwälzgeblä&e 3 auf; die
äußere Betonschale, in die die Deckel 12 eingesetzt sind (in der Fig. 1 ist einer der Deckel 12 entfernt), zeigt
im Bereich der Durchbrüche 14 eine Verstärkung. Durch die Durchbrüche 14 können die Umwälzgebläse 3 ausgebaut bzw.
es können Wartungs- und Reparaturarbeiten an ihnen vorgenommen werden.
15/
Im Bereich der mittleren Flansche 2 des Stahldruckbehälters 1 weist die innere Betonschale 6 eine nach innen
vorspringende Verdickung 6 auf. An dieser stützt sich ein Ring 16 ab, der auf den Stahldruckbehälter 1 aufgesetzt
ist. Er dient als Erdbebensicherung für den Stahldruckbehälter 1.
Im Konsolenring 4 sind Durchführungen 17 für ein aus Absorberstäben und deren Antriebseinrichtungen bestehendes
Abschaltsystem 18 vorgesehen; eine zentrale Durchführung 19 nimmt ein Kugelabzugsrohr 2 0 auf (wenn
der HT-Kleinreaktor mit kugelförmigen Brennelementen betrieben wird). Die Speisewasserzuführungen 21 sowie
die Frischdampfleitungen 22 der Dampferzeuger sind außerhalb der Sicherheitshülle 5 in dem Reaktorgebäude
23, das die Sicherheitshülle 5 umgibt, nach unten verlegt und treten horizontal durch den ünterstützungsring
11 hindurch.
Für eine Kernreaktoranlage der oben angegebenen Leistung mit vier Dampferzeugern haben die beiden Betonschalen
6 und 7 zusammen mit dem Ringraum 8 eine Dicke von ca. 2,70 in. Davon entfallen auf die innere Betonschale
0,70 m Wandstärke und auf den Ringraum 8 eine Breite von 0,80 m.
Um die innere Betonschale 6 vor einer thermischen überbeanspruchung zu schützen, weist die Sicherheitshülle
5 ein Betonkühlsystem 24 auf, das gleichzeitig die Aufgabe hat, bei Ausfall der primärseitigen
Nachwärmeabfuhreinrichtungen in der Kernreaktoranlage das Abführen der Nachwärme zu übernehmen.
Das Betonkühlsystem 24, das im Naturumlauf betrieben
wird, ist in der Fig. 2 dargestellt.
Das Betonkühlsystem 24 umfaßt einen ringförmigen Hochbehälter 25, der unter Atmosphärendruck steht,
sowie ein aus einer Vielzahl von Steigrohren 26 und Fallrohren 27 bestehendes Rohrsystem, in dem Kühlwasser in einem geschlossenen Kreislauf umläuft
und das mit dem Hochbehälter 25 verbunden ist. Der Hochbehälter 25, der ca. 100 m3 Wasser aufnimmt, ist
auf die innere Betonschale 6 aufgesetzt. Er ist mit einem zweiten Kühlsystem 28 verbunden, in dem ebenfalls
Kühlwasser umläuft. Dieses zweite Kühlwassersystem führt die in dem Hochbehälter 25 anfallende
Wärme nach draußen ab.
Die Steigrohre 26 sind innerhalb der inneren Betonschale 6 auf der dem Stahldruckbehälter 1 zugewandten
Seite installiert; die Fallrohre 27 befinden sich auf der der äußeren Betonschale 7 zugekehrten Seite.
Die Steigrohre 26 können mit azimutalen Flossen oder
mit einer Flossenwand versehen sein (nicht dargestellt). Mit dem Hochbehälter 25 ist eine nach draußen aus der
Sicherheitshülle 5 führende Abblaseleitung 29 verbunden, in der ein Überdruckventil 30 angeordnet ist. Mittels
einer (nicht gezeigten) Einrichtung zum Nachspeisen von Wasser ist es jederzeit möglich, den Wasservorrat in
dem Hochbehälter 25 zu ergänzen.
Bei der Nachwärmeabfuhr aus dem Primärkühlkreislauf
wird die Wärme im wesentlichen von dem Stahldruckbehälter 1 durch Strahlung auf die innere Betonschale 6
der Sicherheitshülle 5 übertragen. Die Aufnahme der Wärme durch das in den Steigrohren 26 aufsteigende
Wasser erfolgt durch Wärmeleitung. Die Wärme wird in den Hochbehälter 25 transportiert und dort an das
zweite Kühlwassersystem 28 abgegeben.
Bei Ausfall des Kühlwassersystems 28 heizt sich das Wasser in dem Hochbehälter 25 auf und wird verdampft.
Auch unter diesen Bedingungen kann die Nachwärmeabfuhr ohne aktive Maßnahmen für 2 bis 3 Tage aufrechterhalten
werden. Muß ein längerer Zeitraum in Anspruch genommen werden, so kann durch die Einrichtung
zum Nachspeisen von Wasser der Hochbehälter 25 wieder aufgefüllt werden.
Claims (10)
- Int.Nr. 8116 14.10.81PatentansprücheIn einem zylindrischen Stahldruckbehälter angeordnete Kernreaktoranlage mit einem gasgekühlten Hochtemperaturreaktor, im Kühlgaskreislauf angeordneten wärmetauschenden Apparaten und diesen nachgeschalteten Umwälzgebläsen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahldruckbehälter (1) eng von einer Sicherheitshülle (5) umschlossen ist, die aus zwei konzentrisch und mit Abstand voneinander angeordneten, im wesentlichen zylindrischen Betonschalen (6,7), einer monolithisch mit der äußeren Betonschale (7) verbundenen Betondecke (9) sowie einem mit den beiden Betonschalen (6,7) monolithisch verbundenen Konsolenring (4) besteht, auf dem sich der Stahldruckbehälter (1) abstützt, daß in der inneren Betonschale (6) ein im Naturumlauf betriebenes Betonkühlsystem (24) angeordnet ist, in dem Kühlwasser in einem geschlossenen Kreislauf umläuft, und daß ein zweites Kühlwassersystem (28) zur Rückkühlung des in dem Betonkühlsystem (24) umlaufenden Kühlwassers vorgesehen ist.
- 2. Kernreaktoranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betonkühlsystem (24) einen mit unter Atmosphärendruck stehendem Wasser gefüllten ringförmigen Hochbehälter (25) umfaßt, der auf die innere Betonschale (6) aufgesetzt ist, sowie eine Vielzahl von mit dem Hochbehälter (25) verbundenen senkrechten Steigrohren (26) und Fallrohren (27), wobei die Steigrohre (26) auf der dem Stahldruckbehälter (1) zugewandten Seite und die Fallrohre (27) auf der der äußeren Betonschale (7) zugewandten Seite der inneren Betonschale (6) angeordnet sind, und daß die in dem Hochbehälter (25) anfallende Wärme durch das zweite Kühlwassersystem (28) nach außen abgeführt wird.
- 3. Kernreaktoranlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Hochbehälter (25) eine Einrichtung zum Nachspeisen von Wasser vorgesehen ist.
- 4. Kernreaktoranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochbehälter (25) mit einer Abblaseleitung(29) versehen ist, in der ein Überdruckventil (30) angeordnet ist.
- 5. Kernreaktoranlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Steigrohren (26) azimutal angeordnete Flossen angebracht sind bzw. eine Flosswand vorgesehen ist.
- 6. Kernreaktoranlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Steigrohren (26) Kühlplatten aus Gußmaterial angeordnet sind.
- 7. Kernreaktoranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitshülle (5) mehrere große Durchbrüche (13,14) aufweist, die in der äußeren Betonschale (7) mit abnehmbaren druckfesten und gasdichten Deckeln (12) verschlossen sind.
- 8. Kernreaktoranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahldruckbehälter (1) etwa in seiner Mitte durch einen Stützring (16) an der inneren Betonschale (6) abgestützt ist, die in diesem Bereich eine nach innen vorspringende Verdickung (15) aufweist.
- 9. Kernreaktoranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitshülle (5) auf Unterstützungsringen (10,11) aufgelagert ist, die monolithisch mit den beiden Betonschalen (6,7) verbunden sind.
- 10. Kernreaktoranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den beiden Betonschalen (6,7) vorhandene Ringraum (8) als Arbeitsraum verwendbar ist.
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| DE3141892C2 DE3141892C2 (de) | 1985-10-31 |
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Owner name: HOCHTEMPERATUR-REAKTORBAU GMBH, 4600 DORTMUND, DE |
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