DE3039951C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Eine solche Vorrichtung ist Gegen
stand der DE-OS 25 50 810.
In der genannten DE-OS 25 50 810 wird zutreffend erläutert, daß Quarz höheren Tem
peraturen standzuhalten vermag als die bisher als Dielek
trikum verwendeten Kunststoffe, so daß eine sich nicht
drehende Sprühelektrode verwendet werden kann. Da Quarz
jedoch mit zunehmender Temperatur seine elektrisch iso
lierende Wirkung verliert, gibt die Schrift die Lehre,
die Sprühelektrode dadurch zu kühlen, daß man sie als
Teil der Wandung eines Absaugkanals ausbildet. Als alter
native Möglichkeit der Kühlung wird angeführt, daß die
Sprühelektrode als Rohr ausgebildet sein kann, durch
welches man Kühlluft strömen läßt.
Durch die DE-OS 25 32 747 ist es auch schon bekannt,
die erste, zur Führung
der zu behandelnden Gegenstände dienende Elektrode als
geerdete Walze auszubilden, welche von einer Kunststoff
isolierschicht als Dielektrikum überzogen ist. Der
ersten Elektrode gegenüber ist als Sprühelektrode eine
Wanne aus blankem, elektrisch leitendem Material ange
ordnet, deren Seitenwände die eigentlichen Sprühelek
troden darstellen. Luft wird durch die sprühende Zone
der Sprühelektroden hindurch in die Wanne gesaugt.
Der durch die sprühende Zone geführte Luftstrom soll bei
der Vorrichtung nach der DE-OS 25 32 747 das entstehende
Ozon möglichst lange auf der Oberfläche des Behandlungs
gutes einwirken lassen. Die im wesentlichen parallel zum
Behandlungsgut verlaufende Strömung der heißen Gase soll
einen wesentlich längeren Kontakt der heißen Gase mit
dem Behandlungsgut ermöglichen und damit zu einer Verbes
serung des Behandlungsergebnisses führen. Auf eine Küh
lung der Sprühelektrode kommt es bei der Vorrichtung
nicht an, da diese keinen Überzug aus einem Dielektrikum
hat und deshalb hohe Temperaturen gut verträgt. Die das
Dielektrikum aufweisende erste Elektrode hat aufgrund
ihrer Größe eine ausreichende Masse, um die entstehende
Wärme aufnehmen und teilweise abführen zu können.
Die DE-OS 24 61 865 beschreibt eine Vorrichtung zur Be
handlung von Gegenständen durch Sprühentladungen, bei
der seitlich einer mit einem Dielektrikum überzogenen
Sprühelektrode zwei geerdete Messerelektroden angeordnet
sind, so daß die Sprühentladungen zwischen dieser Sprüh
elektrode und den Messerelektroden stattfinden. Ein
Druckluftstrom wird durch die sprühenden Bereiche gebla
sen, so daß dieser die Funken und Ionen zum vor der
Sprühelektrode angeordneten Werkstück ablenkt. Die aus
einem Luftkanal austretenden, durch die sprühenden Berei
che geführten Luftströme dienen gleichzeitig zur Kühlung
der Sprühelektrode.
Nachteilig bei der Vorrichtung nach der DE-OS 24 61 865
ist es, daß die Ozon enthaltende und deshalb giftige
Abluft aus der Vorrichtung heraus in den Raum geblasen
wird. Eine umgekehrt gerichtete Strömung, wie sie die
DE-OS 25 32 747 zeigt, ist bei der
Vorrichtung nach der DE-OS 24 61 865 nicht möglich, weil
dann die Sprühentladungen nicht gegen das Werkstück
gelangen würden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die
Sprühelektrode möglichst gut
gekühlt werden kann, ohne daß schädliche Abluft nach
außen abströmen muß.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch diese erfindungsgemäße Kühlung der aktiven, sprü
henden Zone der Sprühelektrode kann man eine Überhitzung
der Sprühelektrode zuverlässig vermeiden. Deshalb kann
die erfindungsgemäße Vorrichtung mit höherer Spannung
arbeiten, ohne daß elektrische Durchschläge auftreten.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist deshalb leistungs
fähiger als vergleichbare Vorrichtungen. Auf den bei
anderen, vorbekannten Vorrichtungen erforderlichen An
trieb der Sprühelektroden, der dazu dient, diese um ihre
Längsachse zu drehen, damit nicht immer die gleiche
Seite sprüht und sich dadurch übermäßig erhitzt, kann -
dank der Erfindung - verzichtet werden, so daß die Vor
richtung trotz verbesserter Funktionsweise einfacher und
billiger ist als die vorbekannte. Da die Sprühelektrode
nicht drehbar in der Vorrichtung gelagert sein muß, kann
sie über ihre gesamte Länge mit einfachen Mitteln mehr
fach abgestützt werden, so daß auch bei einem kleinen
Sprühelektrodenquerschnitt keine Durchbiegung der Sprüh
elektrode zu befürchten ist.
Durch die Führung des Luftstromes zwischen den beiden
Sprühelektroden kommt es zu einer be
sonders guten Kühlung der beiden Elektroden, weil die
größere Kühlluftmenge gerade durch den Bereich geführt
wird, in dem die abzuführende Wärme entsteht, und weil
zusätzlich Teilluftströme an den äußeren Seiten der
beiden Elektroden vorbeiströmen.
Das Aussenden von Funkstörungen durch die erfindungsge
mäße Vorrichtung kann auf einfache Weise dadurch vermie
den werden, daß der Luftabsaugkanal zwei die Sprühelek
troden längsseitig abdeckende Isolierstücke und weiter
außenseitig im Bereich der Einzelelektroden im Abstand
von den Isolierstücken verlaufende Blenden aus elek
trisch leitendem Material hat, welche fest mit dem Sam
melkanal verbunden sind.
Die Vorrichtung ist besonders kostengünstig herstellbar,
wenn die Blenden Teil eines zu den Sprühelektroden hin
offenen Profilteils sind und wenn die Sprühelektroden
durch flache Distanzstücke positioniert sind, welche den
freien Querschnitt zwischen den Isolierstücken ausfüllen
und stirnseitig zwei die beiden Sprühelektroden aufneh
mende Aussparungen aufweisen, in welche die beiden Sprüh
elektroden gehalten sind. Weiterhin trägt es zur Vermin
derung der Herstellungskosten bei, wenn die beiden Sprüh
elektroden durch winkelförmige Krallen in den Aussparun
gen gehalten sind, wobei die Krallen mit einem Schenkel
ende jeweils außenseitig gegen das Isolierstück und mit
ihrem anderen Schenkel gegen die jeweilige Sprühelektro
de anliegen und mittels einer in das Isolierstück geführ
ten Schraube befestigt sind.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsmöglichkeiten
zu. Eine davon ist schematisch in der Zeichnung darge
stellt und wird nachfolgend beschrieben. Sie zeigt
einen Querschnitt durch den funktionell
wesentlichen Teil einer ersten Ausführungs
form der erfindungsgemäß gestalteten
Vorrichtung.
Die Zeichnung zeigt einen Teil einer ersten Elektrode 1,
welche als Walze ausgebildet ist und sich im Betrieb der
Maschine in Richtung des eingezeichneten Pfeiles 2 zu
drehen vermag. Die Elektrode 1 wird vorzugsweise an Erd
potential angelegt. Auf ihr liegt beispielsweise eine in
der Vorrichtung zu behandelnde, nicht dargestellte Folie
auf.
Zwei nebeneinander angeordnete Sprühelektroden 3, 4,
welche der ersten Elektrode unmittelbar benachbart sind,
bilden zusammen eine Doppelelektrode und sind in einem
Luftabsaugkanal 5 gehalten. Diese Sprühelektroden 3, 4
haben einen Überzug aus Quarz und können mit dem Hoch
spannungspotential eines Transformators verbunden wer
den, wobei die Hochspannung so groß gewählt wird, daß
zwischen den Sprühelektroden 3, 4 und der ersten Elek
trode 1 es zu einer Ionisierung der Luft und damit zu
einer Funkentladung kommt. Dadurch vermögen die Funken
auf die zu behandelnde Oberfläche aufzutreffen und die
gewünschte Oberflächenbehandlung herbeizuführen.
Beide Sprühelektroden 3, 4 haben in etwa quadratischen
Querschnitt. Sie sind derart angeordnet, daß jeweils
eine Mantelfläche tangential zur ersten Elektrode 1 ver
läuft und dadurch jeweils eine Sprühfläche 6, 7 bildet.
Der Luftabsaugkanal 5 besteht aus einem Profilteil 8 aus
Aluminium oder einem anderen Material und ist zu den
Sprühelektroden 3, 4 hin offen. Auf der den Sprühelek
troden 3, 4 gegenüberliegenden Seite ist der Luftabsaug
kanal 5 mittels Schrauben 9, 10 gegen einen Sammelkanal
11 geschraubt. Eine Vielzahl von Löchern 12 in dem Sam
melkanal 11 und dem Profilteil 8 ermöglicht es der Luft,
aus dem Luftabsaugkanal 5 in den Sammelkanal 11 zu ge
langen.
Mittels Schrauben 13, 14 sind längsseitig in dem Profil
teil 8 zwei Isolierstücke 15, 16 aus elektrisch nicht
leitendem Material befestigt. Zwischen den Isolier
stücken 15, 16 sind über die Länge der Sprühelektroden
3, 4 mehrere Distanzstücke 17 angeordnet, welche von
zwei Seiten her zur Aufnahme der Sprühelektroden 3, 4
Aussparungen 18, 19 aufweisen und mit einem Steg 20
zwischen die Elektroden ragen.
Krallen 22, 23 dienen dazu, die Sprühelektroden 3 und 4
in den Aussparungen 18 und 19 zu halten. Zu diesem Zweck
sind die Krallen 22, 23 als Winkel ausgebildet und lie
gen mit jeweils einem Schenkel 22a außenseitig gegen die
Isolierstücke 15, 16 und mit einem anderen Schenkel 22b
an der Sprühelektrode 3 bzw. 4 an. Schrauben 24 dienen
dazu, die Krallen 22, 23 am Isolierstück 16 bzw. 15 zu
halten und die Sprühelektroden 3, 4 mit der nötigen
Kraft in den Aussparungen 18, 19 zu sichern.
Ein wichtiges Merkmal der Vorrichtung ist der Ver
satz der ersten Elektrode 1 und der Sprühelektroden 3
und 4 gegenüber dem Sammelkanal 11. Der Sammelkanal 11
ist schwenkbar um eine parallel zu den Sprühelektroden
3, 4 verlaufenden Schwenkachse gelagert. Dadurch vermag
der Luftabsaugkanal 5 in der Zeichnung gesehen nach oben
hin wegzuschwenken. Um zu verhindern, daß es bei einem
solchen Wegschwenken zu einem Verklemmen kommen kann,
sollte sich der Mittelpunkt der in der Zeichnung gesehen
unteren Sprühelektrode 3 auf gleicher Linie wie die
Schwenkachse 25 oder darüber befinden, so daß sich die
Sprühelektrode 3 beim Schwenken um die Schwenkachse 25
sofort von der ersten Elektrode 1 entfernt.
Für die richtige Kühlung der Sprühelektroden 3 und 4 ist
es wichtig, daß zwischen den Sprühelektroden 3 und 4 in
den Luftabsaugkanal 5 hinein ein freier Lufteinlaßquer
schnitt verbleibt, der größer ist als die Summe der
freien Querschnitte zwischen den Sprühelektroden 3 und 4
und den Isolierstücken 15 und 16, so daß ein erheblicher
Luftanteil an der aktiven, sprühenden Seite der Sprüh
elektroden 3 und 4 vorbei in den Luftabsaugkanal 5
strömt, was in der Zeichnung durch zwei Pfeile 26, 27
veranschaulicht wurde.
Um zu verhindern, daß es durch die Sprühentladungen der
Sprühelektroden 3 und 4 zu Funkstörungen kommen kann,
ist der Luftabsaugkanal 5 nach außen hin durch Blenden
28, 29 abgeschirmt. Diese Blenden liegen an Erdpoten
tial. Wichtig ist, daß sie zumindest im Bereich der
Sprühelektroden 3 und 4 Abstand von den Isolierstücken
15, 16 haben.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Behandeln der Oberfläche von
Gegenständen wie Folien, Platten oder Form
teilen durch elektrische Sprühentladungen, bestehend
aus einer ersten Elektrode zur Führung der
zu behandelnden Gegenstände und zumindest
einer ihr gegenüberliegenden, mit einem
Quarzüberzug versehenen, eine der ersten
Elektrode zugewandte Fläche
aufweisenden Sprühelektrodenanordnung, die
aus zwei nebeneinander angeordneten
Sprühelektroden gebildet ist, an
zur ersten Elektrode entgegengesetztem Potential angeschlossen
ist und einen Luftabsaugkanal mit einem
Lufteinlaß zur ersten Elektrode hin
teilweise begrenzt, in den zur Kühlung
der Sprühelektrodenanordnung ein Luftstrom
einsaugbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Luftstrom durch den zwischen der Sprühelektrodenanordnung (3, 4) und der ersten Elektrode (1) gebildeten Spalt
geführt ist und daß
zwischen den beiden Sprühelektroden (3, 4)
ein freier Lufteinlaß vorhanden ist,
dessen Querschnitt größer ist als der
gesamte Querschnitt der
außenseitig
der Sprühelektroden (3, 4) an den Längs
seiten des Luftabsaugkanals (5) gebildeten und in den Luftabsaugkanal (5) führenden Lufteinlässe, so daß
ein erheblicher Anteil des Luftstromes
entlang der aktiven Flächen
der Sprühelektroden (3, 4) strömt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Luftabsaugkanal (5) zwei die Sprüh
elektroden (3, 4) längsseitig abdeckende Isolierstücke
(15, 16) und weiter außenseitig im Bereich der Einzel
elektroden (3, 4) im Abstand von den Isolierstücken (15,
16) verlaufende Blenden (28, 29) aus elektrisch leiten
dem Material hat, welche fest mit einem Sammelkanal (11)
verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blenden (28, 29) Teil eines zu den Sprühelek
troden (3, 4) hin offenen Profilteils (8) sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprüh
elektroden (3, 4) durch flache Distanzstücke (17) posi
tioniert sind, welche zwischen
den Isolierstücken (15, 16) angeordnet sind und stirnseitig
zwei die beiden Sprühelektroden (3, 4) aufnehmende Aus
sparungen (18, 19) aufweisen, in welchen die beiden Sprüh
elektroden (3, 4) gehalten sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Sprühelektroden (3, 4) durch winkelförmige Krallen (22,
23) in den Aussparungen (18, 19) gehalten sind, wobei
die Krallen (22, 23) mit einem Schenkelende (22a) je
weils außenseitig gegen das Isolierstück (16) und mit
ihrem anderen Schenkel (22b) gegen die jeweilige Sprüh
elektrode (3, 4) anliegen und mittels einer in das
Isolierstück (15, 16) geführten Schraube (24) befestigt
sind.
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