-
Bausatz für Feuerungen
-
-Die Erfindung bezieht sich auf einen Bausatz für Feuerungen für feste
Brennstoffe der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen. Art.
-
Ein Bausatz der genannten Art ist als Kaminbausatz bekannt (DE-OS
28 19 145). Durch die Ausbildung des wasserdurchflossenen Mantels aus parallelen
Blechen, die über horizontale eingeschweißte Leitbleche miteinander verbunden sind,
die wechselseitig an einem ihrer Enden einen Durchlaß freilassen, sowie mit Anschlußstutzen
an den beiden Enden der durch die Lamellen gebildeten Wasserführung, wird eine thermenartize
Wirkung bei der Aufheizung erzielt, wobei das Wasser beim Durchströmen des Mantels
jeweils auf den längstmöglichen Weg zwischen den beiden freien Stirnseiten des Mantels
geführt wird.
-
Be dem bekannten Kaminbausatz ist darüber hinaus eine ungerade
Zahl
von Lamellen bekannt, durch die der Fin- und Aus laßstutzen für das Wasser jeweils
an der gleichen Seite übereinanderliegen und mit dem gleichen Mantel ein J.inks-oder
rechtsseitiger Anschluß möglich ist.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Bausatz der genannten Art weiterzuentwickeln
im Hinblick auf eine rationelle Fertigung und maximale Ausnutzung der vom Brennstoff
abgegebenen Wärme.
-
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die im Kennzeichen
des Patentanspruches 1 herauspestellten Merkmale. Vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterentwicklungen des Erfindungsgedankens sind in den Unteransprilchen herausgestellt.
Mit dem Prinzip des Bausatzes gemäß der Erfindung lassen sich sowohl offene Kamine
als auch geschlossene Ofen herstellen. Der Bausatz ergibt dabei jeweils den eigentlichen
Feuerungseinsatz, um den herum dann eine Ummauerung vorgesehen werden kann, die
nur geringen WSrmebelastungen-auszesetzt ist und für die daher keine besonderen
Materialanforderungen hinsichtlich Wärmebeständigkeit zu stellen sind. Die Ummauerung
kann dabei bei einem Kamin eine übliche Kaminummauerung sein.
-
Bei einer geschlossenen Feuerung kann die Ummauerung aus Kacheln nach
Art eines Kachelofens ausgeführt sein.
-
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranmchaulicht
und im nachstehenden im einzelnen anhand der eichnung beschrieben.
-
Fig. 1 zeigt das Prinzip eines Bausatzes für einen offenen Kamin.
-
Fig. 2 zeigt teilweise im Schnitt den wasserdurchflossenen Mantel
für einen offenen Kamin.
-
Fig. 3 zeigt in Abwicklung in der Ebene das Prinzip des Mantels mit
eingebauter Kühlschlange.
-
Fig. 4 zeizt eine Draufsicht aur eine wasserdurchflossene Bodenplatte
für einen offenen Kamin mit abgenommenem oberen Blech.
-
Fig. 5 zeigt in Ansicht eine Kaminhaube mit einer Luftführung.
-
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht eines Bausatzes für eine geschlossene
Feuerung von der Seite gesehen.
-
Fig. 7 zeigt eine Frontansicht der Feuerung nach Fig. 6.
-
Fig. 8 zeigt einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII in Fig. 6.
-
Der in Fig. 1 schematisch dargestellte Feuerungseinsatz für einen
offenen Kamin weist einen wasserdurchflossenen Mantel 2, eine Bodenplatte 4 mit
darin ausgebildetem Aschenloch 6 und eine Rauchabzugshaube 8 mit oben liegendem
Rauchgasanschlußstutzen 10 auf.
-
Der wasserdurchflossene Mantel 4 ist bei der,dargestellten Ausführungsform,
wie insbesondere in Fig. 2 im einzelnen dargestellt, mit zwei im Abstand voneinander
liegenden Wandungen 12, 14 aus parallel liegenden Blechen versehen, die an ihren
freien Kanten dber schmale Bleche 16, 18, 20 und 22 abdichtend miteinander verbunden
sind. Der Abstand der Bleche und damit die lichte Weite beträgt vorzugsweise etwa
35 bis 45 mm bei einem Kaminmantel der gezeigten Art.
-
Im Inneren des Mantels 2 sind zwischen den Wandungen 12 und 14 in
im wesentlichen gleichen Abständen übereinander horizontal
Lamellen
24,26,28 eingeschweiß, die jeweils mit ihrem einen Ende bis zu einer der Endwände
20 bzw. 22 reichen, während sie mit ihrem anderen Ende im Abstand von diesen Wänden
liegen, so daß eine durchgehende Wasserführung gebildet ist mit Umlenkungen jeweils
im Bereich einer der freien Schenkelenden des Mantels 2. Auf diese Weise wird ein
langer Strömungskanal erzielt, in dem das Wasser aufsteigend nach Art einer Therme
erwärmt wird. Durch die ungerade Anzahl der Lamellen endet der Strömungskanal am
oberen und unteren Ende vor der gleichen Endwand 22. In diesem Bereich sind übereinander
Anschlußstutzen 30 und 32 vorgesehen, von denen der Anschlußstutzen 30 mit dem Rücklauf
und der Anschlußstutzen 32 mit dem Vorlauf einer Warmwasserheizung versehen sein
kann. An den Mantel können Heizkörper einer von einer vorhandenen Warmwasserzentralheizung
gesonderten Heizung angebracht werden. Der Mantel ist aber auch in eine vorhandene
Zentralheizungsanlage einschaltbar, beispielsweise in deren Rücklauf, wobei dann
in. der Rtleklaufleitung eine entsprechende Absperrmöglichkeit vorgesehen sein muß.
-
Wie in Fig. 3 dargestellt, kann in den durch die Lamellen 2all, 26
und 28 gebildeten durchlaufenden Strömungskanal mit den Anschlußstutzen 30 und 32
ein Kühlrohr 34 eingelegt werden, das jeweils mit Anschlüssen 36 und 38 im Bereich
der Anschlilsse 30 und 32 versehen ist und bei geschlossenen Heizungssystemen mit
einem Kaltwasseranschluß und einem freien Ablauf verbindbar st um den Vorschriften
nach DIN 4751 zu genügen. In der Endwand 'O ist weiter im oberen Bereich ein weiterer
Anschlußstutzen 4,0 für einen Thermofühler vorgesehen. Ein zweiter derartiger Anschlußstutzen
kann im Bereich der unteren Wandung 18 angeordnet.
-
werden, wobei jeweils wahlweise einer der Stutzen dichtgesetzt wird.
Auf diese Weise läßt sich der Mantel durch einfaches
Umlegen um
1800 wahlweise mit links oder rechts liegendem Anschluß montieren.
-
Der Mantel nach Fig. 2 und 3 kann mit einer Schamottbodenplatte kombiniert
werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine wasserdurchflossene Bodenplatte
zu verwenden, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist. Diese Bodenplatte besteht aus zwei
übereinander liegenden Blechen, von denen in der schematischen Zeichnung lediglich
das untere Blech 42 dargestellt ist. Die Bodenplatte hat hier Trapezform entsprechend
dem Grundriß des w&sserdurchflossenen Mantels nach Fig. 2.
-
An den vier Rändern sind die unten liegende Platte 42 und die im Abstand
darüber liegende nicht dargestellte obere Platte über Randbleche 44, 46,- 48 und
50 miteinander verbunden. In der Mitte ist ein durch ein Rost abdeckbares Aschenloch
52 ausgebildet, das gleichfalls durch Randbleche zwischen dem oberen und unteren
blech begrenzt ist. Im Zwischenraum zwischen den beiden überelnanderliegenden Platten
sind senkrecht Lamellen eingeschweißt, die einen Zwangslauf des Wassers bewirken.
Im Abstand von der Wandung 44 ist eine Lamelle 54 vorgesehen, die gleichzeitig die
hintere Begrenzung des Aschenloches 52 bildet.
-
und sich seitlich Uber das Aschenloch hinauserstreckt. Auf der gegenüberliegenden
Seite ist das Aschenloch 52 durch eine weitere Lamelle. 56 begrenzt, die sich gleichfalls-
Uber die Ränder des. Asch-nloches hinauserstreckt und auf der einen Seite bis an
die Wandunggeführt ist. Zwischen den beiden Lamellen sind Lamellen 58 vorgesehen,
die sich jeweils von den Seitenwänden 46 und 50 in Richtung auf das Aschenloch erstrecken.
Auf diese'WeiBe wird ein Wasserzwenglauf erzielt.
-
In der Seitenwand 50 sind wiederum AnSchlußstutzen 60, 62' vorgesehen,
die an den Vorlauf bzw. Rücklauf anschließbar sind und über die die Rodènplatte
beiapielsweise in Reihe mit dem Mantel schaltbar list, wobei die Bodenplatte zweckmäßig
durch das
Rücklaufwasser zuerst durchflossen wird. In dem durch
die senkrechten Lamellen 54, 56 und 58 gebildeten Strömungskanal ist hier wiederum
eine entsprechend gebogene Xilhlleitung 64 als Sicherung nach DIN 4751 eingelegt.
-
Die Rauchgasabzugshaube für einen Kamin nach Fig. 1 ist in Fig. 5
dargestellt. Die Rauchgasabzugshaube 8 ist hier in Form einer stumpfen Pyramide
ausgebildet, wobei die Rückwand auch senkrecht ansteigend susmebildet sein kann.
Der horizontale Querschnitt der Rauchgasabzugshaube ist zumindest im Bereich des
unteren Randes 66 entsprechend dem Mantel 2 trapezförmig ausgebildet. Von der oberen
Endwand -68 ausgehend ist ein Rauchgasanschlußstutzen 70 anordnet. Im Inneren der
Rauchgasabzugahaube ist ein Z-förmig ausgebildetes Luftführungsrohr 72 angeordnet,
das mit s.einen beiden Enden durch die Seitenwände 74, 76 der Rauchgasabzugshaube
hindurchgeführt ist und dort in Anschlußstutzen 78, 80 mündet. Mit-diesen Anschlußstutzen
kann die Wärmetauscherleitung an eine Warmluftleitung angeschlossen werden. Soweit
nicht durch die Leitung eine ausreichende natürliche Zirkulation sichergestellt
ist, wird ein Ventilator 82 vorgesehen. Die Ebene der Z-fOrmigen Luftleitung kann
senkrecht liegen, es ist aber auch möglich> diese Ebene unter einem Winkel anzuordnen,
um eine bessere Umströmen durch die Rauchgase zu erzielen. Die beiden Anschiußstutzen
78 und 80 liegen dann seitlich gegeneinander versetzt.
-
Tn den Fig. 6 bis 8 ist ein Bausatz gemäß der Erfindung für cine geschlossene
Feuerung dargestellt. Dieser Bausatz weist einen wasserdurchflossenen Mantel R4,
eine RauchRasabzupRhaube 86 und eine Bodenplatte 88 auf, die hier mit einem Aschenkastengehäuse
kombiniert ist. Der wasserdurchflossene Mantel 84 ist hier wiederum dreiseitig ausgebildet
mit einer schmalen Rückwand 90 und zwei zueinander parallel liegenden Langseiten
92.
-
Der von dem Mantel 84 umschlossene Raum wird vorne durch eine Wand
94 mit einer Feuerungstür 96 verschlossen. Der den Feuerungsraum umschließende Mantel
84 ist in gleicher Weise wie oben unter Bezug auf Fig. ? beschrieben mit horizontal
angeschweißten Lamellen versehen, wobei der dadurch gebildete Durchflußkanal an
seinen Enden jeweils mit Anschlußstutzen 98 entsprechend den Anschlußstutzen 30
und 32 des Mantels 2 nach Fig. 2 versehen sind. Es sind weiter Anschlußstutzen 100
vorgesehen für eine Kühlleitung nach DIN 4751, falls eine solche vorgesehen werden
muß, sowie ein Anschlußstutzen 102 für einen Thermofühler. Die untere Bodenplatte,
die in der-Zeichnung nicht gesondert dargestellt ist, kann in Form eines normalen
Rostes ausgebildet sein, aber.
-
auch in Form einer Schamottpiatte mit Rostöffnungen, die zur Zuführung
ausreichender Verbrennungsluft erforderlich sind.
-
Die Bodenplatte bildet hier den oberen Abschluß des Aschenkastens
88, in den eine Aschenlade 104 einschiebbar ist. Die Rauchgasabzugshaube ist in
ihrem horizontalen Querschnitt dem horizontalen Querschnitt des Mantels 84 angepaßt,
also in Form eines länglichen Rechteckes ausgebildet. Durch die Rauchgasabzugshaube
ist eine schräg nach hinten ansteigende Trennwand 106 geführt, durch die ein hier
senkrecht geführtes Rauchgasrohr 108 hindurchgeführt ist. In dem Luftraum oberhalb
der Trennwand 106 ist eine Luft führung angeordnet und dieser Raum ist mit zwei
Anschlußstutzen 110, 112 versehen, durch die Luft ein- und ausströmen kann. Um eine
gute Wärmeübertragung zu erzielen, ist in der Luftkammer 114 eine Zwangluftführung
eingebaut. Diese weist bei dem dargestellten AusfUhrungsbeispiel eine mittig angeordnete
senkrechte Wand 116 auf, die sich von der Vorderwand 118 der Rauchgasabzugshaube
bis zum Rauchgasrohr 108 erstreckt und damit den Luftraum vor dem Rauchgasrohr 108
in zwei Lufträume unterteilt. Durch den Stutzen 110, der etwa an der tiefsten Stelle
des Luftraumes liegt, einströmende Luft wird damit um das Rauchgasrohr herum geleitet,
bevor es aus dem
Auslaßstutzen 112 austreten kann, der wiederum
im Bereich der vorderen Wand 118 der Luftkammer 114 angeordnet sein kann und zweckmäßig
in der Höhe gegenüber dem Stutzen 110 versetzt liegt. Um den Wärmeaustausch zu verbessern,
können zusätzlich, wie in Fig. 8 dargestellt, senkrechte Luftleitbleche vorgesehen
werden, die beispielsweise, wie dargestellt, symmetrisch angeordnet sein können,
wobei im Bereich der Anschlußstutzen Leitbleche 120 vorgesehen sein können, die
sich von den Längsseiten 122 der Rauchgasabzugshaube in Richtung auf die Mittelwand
116 erstrecken. Es folgen dann von der Mittelwand ausgehende Leitbleche 122 und
dann wiederum von den Seitenwänden 122 ausgehende Luftleitbleche 124. Die Bleche
sind vorzugsweise mit der Trennwand 106 bzw. dem Rauchgasrohr 108 Nrerschweißt,
so daß ein guter Wärmeübergang sichergestellt ist und die Luftleitwände gleichzeitig
nach Art von Klihlrippen wirken.
-
Ein Bausatz nach den Fig. 6 bis 8 kann als Einsatz für eine Ummauerung
verwendet werden, beispielsweise eine Umrnauerun! mittels Kacheln, wobei der Rauchgasanschluß
an den Schornstein nach Art eines Kachelofens mit einer Haube überdeckt werden kann.
Die Ummauerung kann beispielsweise auf einem Gestell angebracht sein, das gleichzeitig
eine Sitzbank trägt. Hierbei kann der Luftauslaß beispielsweise im Bereich der Sitzbank
erfolgen.
-
Anstatt eines in die Strömungskanäle des Mantels 2 eingelegten ühlrohres
kann zur Notkühlung auch eine gesonderte Kühlkammer 33 vorgesehen werden, wie sie
in Fig. 1 an der'R0ckseite des mittleren Abschnittes des Mantels 2 angedeutet ist.
Eine Breitwand der Kühlkammer wird hierbei durch die Außenwand 14 des Mantels 2
gebildet. Diese Kühlkammer erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Rückseite
des mittleren Abschnittes des Mantels 2.
-
Ihre lichte Weite kann etwa der des Mantels entsprechen, also etwa
35 bis 45 mm betragen. Die KUhlkammer ist mit einem Kaltwasseranschluß 39 und einem
Auslaß 41 versehen. Im Inneren können wie im Mantel horizontale Lamellen zur Ausbildung
definierter Strömungskanäle vorgesehen werden. Es sollte zweckmäßig wenigstens eine
Lamelle vorgesehen werden mit einem Durchlaß in dem den Anschlüssen 41 und 49 gegenüberliegenden
Bereich der Kühlkammer. Diese Lamelle bietet dann gleichfalls eine gegen ein Ausbeulen
der freien Wand der Kühlkammer wirksame Versteifung. Eine derartige Kühlkammer kann
fertigungsmäßig Vorteile gegenüber einem eingelegten Kühlrohr bieten bei gleicher
Wirksamkeit.
-
In gleicher Weise kann bei der geschlossenen Feuerung nach den Fig.
6 bis 8 an der Außenseite wenigstens eine der Wände des wasserführenden Mantels
84 vorgesehen werden.