DE3039613C2 - System zum Regeln der Leerlaufdrehzahl von Ottomotoren - Google Patents
System zum Regeln der Leerlaufdrehzahl von OttomotorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zum Regeln der Leerlaufdrehzahl von Ottomotoren, bei dem in einer die
Drosselklappe überbrückenden Bypassleitung von einem aus einem Ventilkegel und einem Ventilsitz
bestehenden Ventil zumindest ein Teil der dem Motor - zugeführten Luftmenge pneumatisch von den Fluiddrücken
stromauf und stromab des Ventils, sowie dazu überlagert elektronisch, gesteuert wird.
Vorrichtungen der genannten Art dienen dem Ausgleich verschiedenster Einflüsse, denen ein Ottomotor
im Leerlaufzustand unterliegen kann. Sie sorgen für eine gleichbleibende Drehzahl des Motors und verhindern
ein »Absterben« bei plötzlichen Laständerungen. Es sind z. B. aus der DE-OS 29 27 749 Verfahren und
Vorrichtungen bekanntgeworden, bei denen die dem Motor zugeführte Luftmesige in Abhängigkeit vom
*o Unterdruck im Ansaugkrümmer über ein mit diesem
Druck beaufschlagtes Ventil so beeinflußt wird, daß bei einer Belastung des Motors im Leerlaufbetrieb der
öffnungsquerschnitl des Ventils vergrößert und bei einer Entlastung verringert wird. Die so dem Motor
zugeführte Luft- bzw. Gemischmenge wird auf diese Weise den jeweiligen Lastzuständen des Motors
selbsttätig angepaßt.
Des weiteren sind Leerlaufreguliereinrichtungen mit ausschließlich elektronischer Beeinflussung der Drehzahl
des Motors bekannt, bei denen Abweichungen von einem vorgegebenen Sollwert mit Hilfe eines elektronischen
Reglers, der über ein elektronisches oder elektromagnetisches Stellglied die dem Motor zugeführte
Luft- bzw. Gemischmenge verändert, ausgeglichen werden.
Die rein pneumatischen Leerlaufreguliereinrichtungen sind zwar relativ einfach im Aufbau und zeigen auch
ein einigermaßen günstiges Regelverhalten, jedoch ist die einwandfreie Funktion nicht mehr sichergestellt,
weiin z. B. aufgrund von Alterungs· oder Verschleißer"
scheinungen erhöhte Stellwiderstände auftreten oder sich der Unterdruck im Saugrohr z. B. durch Veränderung
des Zündzeitpunktes oder Undichtigkeit der Motoreinlaßventile verändert. Ebenso wird der Einfluß
veränderten Luftdruckes — z. B. als Folge unterschiedlicher geodätischer Höhen — sowie unterschiedlicher
Ansauglufttemperaturen und Einlaufzustände des Motors etc. nicht ausgeglichen. Elektronische Leerlaufregu-
liereinrichtungen können zwar die gestellten Anforderungen auch unter den genannten kritischen Betriebsbedingungen
erfüllen, jedoch ist ~ der erforderliche Bauaufwand im Vergleich zu den pneumatischen
Regulierventilen äußerst hoch.
Aus der deutschen Offenlcgungschrift 25 34 730 ist
ein Verfahren zur geregelten Abgasrückführung an Verbrennungsmotoren bekannt, bei dem das rückzuführende
Medium durch eine konvergierende und dann divergierende Düse geleitet wird-diese Düse ist derart to
ausgelegt, daß das sie durchströmende Fluid in der Einschnürung der Düsen Schallgeschwindigkeit erreicht
und daß die wirksame Fläche der Einschnürung der Düse gesteuert wird, indem in sie ein Ventilkörper
eingesetzt ist, welcher über ein Regelsystem axial zur is
Düse bewegt werden kann. Dieses bekannte Ventil wird aber von einem System gesteuert, das unabhängig von
den Druckverhältnissen stromauf und stromab des Ventils arbeiten. Daher bleiben, bei einer bestimmten
Ventilstellung, die dieses Ventil passierenden Gasmengen ebenfalls von diesen Drückverhältnissen unabhängig.
Insoweit handelt es sich hier also um ein Stuier- und
kein Regelsystem.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden (GB 20 12 997 A), bei-einem Reguliersystem der gattungsgemäßen
Art ein an sich bekanntes, pneumatisch gesteuertes Ventil in der Bypassleitung zu verwenden,
wobei' die eine Druckkammer des pneumatischen Stellgliedes mit dem Druck aus dem Bereich stromauf
der Drosselklappe beaufschlagt wird, während die andere Druckkammer einerseits wie üblich mit dem
Druck stromab der Drosselklappe beaufschlag* wird, während die andere Druckkammer einerseits wie übüch
mit dem Druck stromab der Drosselklappe beaufschlagt wird und andererseits ein elektromagnetisch geschaltetes
Ventil die Zufuhr atmosphärischer Luft in die letztgenannte Druckkammer gestattet. Das elektromagnetische
Ventil wird immer dann geöffnet, wenn die Leerlaufdrehzahl unter einen vorgegebenen Wert fällt
oder die Beladung des Motors durch Zuschalten eines Energieverbrauchers erhöht wird.
Es hat sich aber herausgestellt, daß ein solches System die oben genannten Anforderungen nur zum Teil
erfüllen kann und vor allem das Regelverhalten des reinen Pneumatikteils noch nicht so günstig ist, daß -π
dieses von Hause aus bereits in der Lage wäre, den größten Teil der Regelaufgaben zu übernehmen, so daß
dazu ein umfangreicher elektronischer Aufwand erforderlich ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe 1»
zugrunde, ein System der eingangs genannten Art vorzuschlagen, bei dem die Einfachheit pneumatischer
Leerlaufreguliersysteme in möglichst weitem Umfang genutzt wird und ein elektronischer Eingriff nur dann
vorgenommen wird, wenn ein rein pneumatisches
System die gestellte Aufgabe nicht mehr lösen kann. Der Bauaufwand an Elektronik soll also auf das
unbedingt notwendige Maß beschränkt bleiben und es sollen weiterhin alle Funktionen vom reinen Pneumaltkteil
ausgeführt werden, die dieser ausreichend erfüllen *>o
kann, während der elektronische Regeleingriff nur eine Überlagerung des pneumatischen sein soll. Dabei soll
die Güte des gesamten Regclsystems gegenüber dem Stand der Technik verbessert und auch die weiter oben
genannten Einflüsse bcherrschbar werden, die bisher f>5
nur unzureichend oder mit hohem elektronischen Aufwand gemeistert were in konnten. Hierzu zahlt vor
allem der Einfluß des Umgebungsdruckes.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Sitz des Ventils in Verbindung mit dem Ventilkegel als eine
Lavaldüse ausgebildet ist.
Die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 2 bis 15 stellen besonders vorteilhafte Lösungen und
erfindungsgemäße Weiterbildungen des Regelsystems dar.
Ein besonderer Vorteil gegenüber den bekannten Ventilen besteht in den Durchflußeigenscliaften einer
Lavaldüse als Bypassventil. Sofern eine solche Lavaldüse in einem Bypass zunächst so arretiert angenommen
wird, daß sich eine bestimmte Leerlaufdrehzahl eingestellt hat, so führt eine Entlastung des Motors zwar
zu einer Drehzahlerhöhung — und somit auch zu einer Erniedrigung des Saugrohrdruckes — aber zu keinem
größeren Luftdurchsatz, da das kritische Druckverhältnis der Lavaldüse möglichst nahe beil liegen soll. Weil
sich der Luftdurchsatz nicht erhöht, ist die Drehzahlerhöhung bei <ier Verwendung eines solchen Ventils nicht
so groß wie bei den Ventilen gern,?*; dem Stand der Technik, die bei erhöhtem Unterdruck ?.uch größeren
Luftdurchsatz bringen. Dies führt dazu, daß sich Belastungsänderungen am Motor weniger gravierend
auswirken und bringt den überraschenden Vorteil, daß ein kleinerer und damit leichter zu beherrschender
Regelbereich genügt.
Ein weiterer Vorteil besteht in der Höhenunempfindlichkeit des Systems, da in gewissen Grenzen Schwankungen
des Umgebungsdruckes ohne Sinfluß auf den
Luftdurchsatz des Ventils bleiben.
Die Erfindung und ihre besonderen Vorteile sowie Ausführungsformen werden anhand der F i g. 1 näher
dargelegt, die nur eine von einer Vielzahl möglicher Ausführungsformen darstellt.
Stromauf einer in ein Saugrohr eingesetzten Drosselklappe Ϊ herrscht in aller Regel atmosphärischer Druck
(Pn), oder ein vergleichbarer Druck und stromab der Saugrohrdruck (Ps) oder entsprechend ebenfalls ein
vergleichbarer Druck. In einer die Drosselklappe 1 überbrückenden Bypassleitung ist ein Ventil eingesetzt,
das ir» Verbindung mit seinem Ventilsitz 2 und seinem Ventilkegel 3 in jeder Öffnungsstellung eine Lavaldüse
bildet. Eine Schubstange 4 betätigt den Ventilkegel 3, wobei es gleichgültig ist, ob der Ventilkegel 3 dadurch in
den Ventilsitz 2 — beim Schließen — hineingeschoben oder hineingeschoben oder hineingezogen wird. Die
Schubstange 4 wird von einem pneumatischen Stellglied
5 betätigt, das aus einer oberen Druckkammer 6 und einer unteren Druckkammer 7 besteht. Soweit der
Ventilkegel 3 in den Ventilsitz 2 hineingeschoben wird, steht die untere Druckkammer 7 über ein kalibriertes
Drosselorgan 8 mit P$ in Verbindung, d. h. daß dort ein
gewisser Unterdruck ansteht. Damit dieser Unterdruck nicht sofort dazu führt, daß sich eine die Druckkammern
6 und 7 trennende Membran 9 nach unten bewegt und damit die mit der Membran 9 verbundene Schubstange
4 das Ventil 2, 3 schließt, ist die Membran 9 im allgemeinen durch eine Feder 11 abgestützt. Das
Gleichgewicht zwischen Federkraft und Unterdruck ist so gewählt, bzw. einstellbar, daß der dem Unterdruck
entsprechende Öffnungszustand des Ventils jeweils gewahrt bleibt. In diesem Falle wird die obere
Druckkammer 6 in erster Linie mit P, beaufschlagt. Beim Einstellen des Gleichgewichtszustandes müssen
die dann strömendt-.i Gasmengen ein kalibriertes
Drosselorgan 12 passieren.
Wird der Ventilkegel 3 in den Ventilsitz 2 hineingezogen, so ist .die Anordnung entsprechend
umgekehrt.
Auf diese Weise wird stets erreicht, daß bei einer Erniedrigung von PK der freie Querschnitt des Ventils 2,
3 verkleinert wird, wodurch sich der Luftdurchsat/ verringert. Außerdem ist entweder die mit P, beaufschlagte Druckkammer (6 oder 7) zusätzlich mit dem
Bereich stromab der Drosselklappe 1 verbunden. Über ein in die Verbindungsleitung eingebautes Drosselorgan
13 wirkt sich auch P, auf die betreffende Druckkammer aus, so daß dort ein Mischdruck herrscht, während in der
entsprechenden anderen Kammer dann vorzugsweise nur P, ansteht oder ein von dem genannten Mischdruck
verschiedener zweiter Mischdruck; oder es steht die mit P, beaufschlagte Druckkammer zusätzlich über eine
gedrosselte Verbindungsleitung mit der anderen Druckseite in Verbindung. Schließlich werden die Gasströme
in mindestens einer der drei Verbindungsleitungen zu den Druckkammern 6 und 7 durch ein elektronisch
gesteuertes Ventil 14 unterschiedlich stark gedrosselt oder getaktet.
Bei dem in der F i g. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel liegt für einen Arbeitspunkt der Regeleinrichtung ein
Saugrohrdruck P, vor, der über die Drosselstelle 8 im unteren Druckraum 7 ansteht. Ein Mischdruck Pn, aus
dem Saugrohrdruck P, und dem Umgebungsdruck P1
steht im oberen Druckraum 6 an. Pn, entsteht dadurch,
daß gewisse Gasmengen über ein elektropneumatisch auf- und zugetaktetes Ventil durch eine im Durchfluß
einstellbare, nachgeschaltete Lavaldüse 12 in dem Umfang in die Druckkammer 6 gelangen, in dem sie
nicht über das z. B. als Widerstandselement ausgebildete Drosselorgan 13 in den Bereich stromab der Drosselklappe gelangen. Dieser Steuerdruck Pn, in der
Druckkammer 6 und P, in der Druckkammer 7 ergeben zusammen eine Druckdifferenz, die an der wirksamen
Fläche der Membran 9 eine Kraft erzeugt, die mit der Kraft der Feder Ii im Gleichgewicht sieht und daher
den Ventilkegel 3 des als Lavaldüse ausgebildeten Ventils 2, 3 in eine der Federkraft entsprechende
Öffnungsposition stellt.
Druckkammer 7 und Drosselorgan 8 sind nun so ausgelegt, daß sich eine Druckänderung im Saugrohr
mit geringerer Verzögerung in die Druckkammer 7 tritt die entsprechende Unterdruckerhöhung also auch in der
Druckkammer 6 ein, wodurch die Bewegung des Ventilkegels 3 zunächst in Schließrichtung erfolgt und
anschließend in Öffnungsrichtung teilweise wieder rückgängig gemacht wird. Insgesamt zeigt diese
Anordnung mit der verzögerten Rücknahme einer Überreaktion das Verhalten eines PD-Reglers.
Weiterhin kann der Druck Pn, mit dem Ventil 14
variiert werden, indem dessen Taktung durch ein in der Figur nicht mehr dargestelltes Steuergerät erfolgt Für
dieses Steuergerät wird vorteilhafterweise das Verhalten eines !-Reglers vorgesehen. Hierzu wertet das
Steuergerät z. B. die Differenz zwischen der Soll- und Istdrehzahl des Motors derart aus, daß sich die
Geschwindigkeit, mit der das Taktverhältnis verändert wird (z. B. in % pro Sekunde) sich proportional zur
Druckdifferenz zwischen Soll- und Istdrehzahl verhält.
Auf eine Entlastung des Motors folgt erhöhter Unterdruck im Saugrohr und eine vergrößerte Istdrehzahl. Eine bleibende Abweichung der Istdrehzahl in
dieser Richtung kann zurückgeregelt werden, indem der Ventilkegel weiter geschlossen wird. Hierzu kann der
Absolutdruck Pn, erhöht werden, indem das Tastverhältnis für die Öffnungszeiten des Ventils 14 vergrößert
wird.
Die im Ventil 2, 3 ausgebildete Lavaldüse wird im
Bypass so ausgelegt, daß sie schon bei geringen Druckdifferenzen Überschallgeschwindigkeiten er-■>
zeugt. Das gleiche gilt für die Lavaldüse 12.
Damit sind Schwankungen des Umgebungsdruckes P.,
möglich, ohne daß hieraus Änderungen der Massenströme durch die LavaldUse 12 und das ebenfalls als
Lavaldüse ausgelegte Ventil 2, 3 resultieren, womit das
ι» ganze System unempfindlich gegen geodätische Höhenunterschiede ist.
Im Vollastbetrieb des Motors ist der Unterdruck P1 im
Saugrohr so gering, daß die Feder 11 die Membran 9 ganz nach oben drücken kann und das Volumen der
i"> Druckkammer 6 sehr klein wird. Vorteilhafterweise
schmiegt sich die Membran 9 in diesem Zustand ganz in die Gehäusekontur der Druckkammer 6 ein. Damit wird
erreicht, daß beim plötzlichen Schließen der Drosselklappe 1 (bei hoher Drehzahl des Motors) das Ventil 2,3
-° nicht plötzlich schließen kann, da das Volumen der
Druckkammer 6 zu Beginn dieses Vorganges so klein ist, daß schon bei geringer Abwärtsbewegung der Membran 9 in der Druckkammer 6 der zum Gleichgewicht
nötige Unterdruck Pn, entsteht, der dafür sorgt, daß das
α Ventil 2,3 nur verzögert schließt.
Wird die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer der anderen weiter oben beschriebenen Anordnungen
betrieben, so gilt das im Zusammenhang mit dem dargestellten Ausführungsbeispiel Erläuterte entspre-
M chend.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die elektronisch überlagerte Steuerung von Pn, dadurch
erfolgt, daß die zugehörige Druckkammer 6 bzw. 7 gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des An-
& Spruchs 8 mit Druck beaufschlagt wird. Dabei wird
vorteilhafterweise die jeweilige Dauer der Druckbeaufschiagung elektronisch geregelt Die kenirzeichneüdeii
Merkmale des Anspruchs 10 stellen hierzu eine besonders einfache und bevorzugte Lösung dar.
•»o Es hat sich weiterhin als besonders vorteilhaft
erwiesen, die Verbindungsleitungen gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 15 anzuordnen,
d. h. daß im dargestellten Beispiel P, über eine Leitung
innerhalb der Schubstange 4 und entsprechend an
geordnete Drosselorgane 8 und 13 und die zugehörigen
Öffnungen (in der Zeichnung nicht dargestellt) auf die Druckkammern 6 und 7 wirkt Sofern der Ventilkegel 3
auf den Ventilsitz 2 hineingezogen wird, verlaufen in der Schubstange 4 die entsprechenden Verbindungsleitun
gen für P*. Alle übrigen Verbindungsleitungen und
Drosselorgane sowie Ventile für das Stellglied 5 und das Ventil 2, 3 werden vorteilhafterweise ebenfalls innerhalb der Gehäuseteile der Gesamtvorrichtung integriert so daß sich nach außen erstreckende Anschlüsse
auf die Einlaß- und Auslaßseite des Bypasses sowie die Stromversorgung für das oder die elektropneumatischen Ventile reduziert sind. Letztere können gemäß
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung als ein einziges Mehrwegeventil ausgebildet
sein.
Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen wird die eingangs genannte Aufgabenstellung äußerst zufriedenstellend gelöst wobei der besondere Vorteil in der
Einfachheit der Herstellung und der weitgehenden
BeeinfiuBbarkeit des Regelverhaltens des Gesamtsystems besteht
Claims (15)
1. System zum Regeln der Leerlaufdrehzahl von Ottomotoren, bei dem in einer die Drosselklappe
überbrückenden Bypassleitung von einem aus einem Ventilkegel und einem Ventilsitz bestehenden Ventil
zumindest ein Teil der dem Motor zugeführten Luftmenge pneumatisch von den Fluiddrücken
stromauf und stromab des Ventils, sowie dazu überlagert elektronisch, gesteuert wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sitz (2) des Ventils (2,3) in Verbindung mit dem Ventilkegel (3) als eine
Lavaldüse ausgebildet ist
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle dem zwei Druckkammern (6, 7)
aufweisenden pneumatischen Stellglied (5) des Ventils (2, 3) zugeführten Gasströme einzeln und
verschieden voneinander gedrosselt werden.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß^umindest für einen Teil der Drosselorgane
(S, 13, i2) Lavaidüsen verwendet werden.
4. System nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß für diejenigen Drosselorgane
(12) Lavaidüsen verwendet werden, mit denen Gasströme aus dem Bereich stromauf der
Drosselklappe (1) gedrosselt.werden.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasströme in das
pneumatische Stellglied (5) aus dem Bereich stromab der Drosselklappe (1) bei einer Änderung des dort
herrschenden Druckes derart unterschiedlich gedrosselt
werden, d*ß da? Ventil (2, 3) seinen
Durchlaß gedämpft ändert.
6. System nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein einem
der Drosselorgane (8, 13, 12) vorgeschaltetes, elektronisch gesteuertes Ventil (14) bei Abweichungen
zwischen Soll- und Istdrehzahl des Motors in Verbindung mit den Drosselorganen als PID-Regler
für die Leerlaufdrehzahl gesteuert wird.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die rein pneumatisch gesteuerten Teile 6ss
PID-Reglers den wesentlichen Anteil seines PD-Verhaltens liefern.
8. System nach Anspruch 2 und ggfls. nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
eine der beiden Druckkammern (6 oder 7) des pneumatischen Stellgliedes (5) zyklisch abwechselnd
mit dem stromauf und stromab der Drosselklappe (1) herrschenden Gasdruck beaufschlagt wird.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Dauer der Druckbeaufschlagung
elektronisch geregelt wird.
10. System nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der beiden
Druckkammern (6 oder 7) bei zu hoher Motordrehzahl mit dem Druck stromauf und bei zu niedriger
Motordrehzahl mit dem Druck stromab der Drosselklappe (1) beaufschlagt wird.
11. System nach einem der Ansprüche3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die als Lavaldüse ausgebildeten Drosselorgane (12) für verschiedene
Durchsätze einstellbar sind.
12. System nach einem der Ansprüche 1 bis II,
dadurch gekennzeichnet, daß die bei völlig geöffnetem Ventil (2, 3) kleinere Druckkammer (6) des
pneumatischen Stellgliedes (5) an die dann sich einstellende Form der Membran (9) weilsehend
formschlüssig angepaßt ist.
13. System nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitungen
zwischen dem Bereich stromab oder stromauf der Drosselklappe (1) und den Druckkammern (6,7),
sowie die jeweils zugehörigen Drosselorgane in der Schubstange (4) zwischen der Membran (9) des
Stellgliedes (5) und dem Kegel (3) des Ventils (2, 3)
angeordnet sind.
14. System nach Anspruch 2 und ggfls. nach den
Ansprüchen 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die einer Druckkammer (6 oder 7) vorgeschalteten
elektronisch gesteuerten Ventile jeweils zu einem Mehrwegeventil zusammengefaßt sind.
15. System nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß alle Ventile, Drosselorgane
und Verbindungsleitungen in die Gehäuseteile für das Stellglied (5) und das Ventil (2, 3) integriert
sind.
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