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DE303893C - Verfahren zur Herstellung von fl}ssigen organischen Verbindungen aus Steinkohle u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fl}ssigen organischen Verbindungen aus Steinkohle u. dgl.

Info

Publication number
DE303893C
DE303893C DE1914303893D DE303893DA DE303893C DE 303893 C DE303893 C DE 303893C DE 1914303893 D DE1914303893 D DE 1914303893D DE 303893D A DE303893D A DE 303893DA DE 303893 C DE303893 C DE 303893C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hard coal
production
organic compounds
liquid organic
tar
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1914303893D
Other languages
English (en)
Inventor
Bergius Dr Friedrich
Billwiller Dipl Ing John
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
John Billwiller Dipl-Ing
Original Assignee
John Billwiller Dipl-Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by John Billwiller Dipl-Ing filed Critical John Billwiller Dipl-Ing
Application granted granted Critical
Publication of DE303893C publication Critical patent/DE303893C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

Bei der Durcharbeitung des Verfahrens des Hauptpatents hat sich gezeigt, daß man die das Hauptpatent kennzeichnende Hydrierungsreaktion auch nicht nur mit der eigentlichen Kohle' ausführen kann, sondern daß man sie auch auf gewisse Destillationsprodukte der Kohle, wie z. B. Teer und Pech, übertragen kann. Es gelingt, Teer durch Erhitzung mit komprimiertem Wasserstoff auf Temperaturen
10,von etwa 400° in eine ziemliche leichtflüssige Masse zu verwandeln, aus der sich durch Destillation Kohlenwasserstoffe von ähnlichen Eigenschaften wie die Erdölkohlenwasserstoffe abtrennen lassen.
Wesentlich für das vorstehende Verfahren ist die Umwandlung der Destillationsprodukte unter Zuhilfenahme des Druckwasserstoffes. Die auf dem Markt befindlichen Kohlen destillationsprodukte sind zum überwiegenden Teil die Erzeugnisse der Kokereien und Gasfabriken, welche ausschließlich bitumenarme Humuskohle verarbeiten. Diese Destillationsprodukte sind wasserstoffarm und aromatischer Natur. Die Bildung leichterer Produkte kann aus ihnen nicht durch bloße Anwendung von Druck und Hitze erzielt werden, sondern es ist die Anlagerung von Wasserstoff von außen her erforderlich. Hierin liegt das wesentliche Unterscheidungsmerkmal des vorliegenden Verfahrens von einem vorbekannten Verfahren, wonach aus hochsiedenden Petroleumofen und schweren Braunkohlen ölen, wie Paraffmöl usw., durch Destillation unter Überdruck leichte Öle gewonnen werden. Im letzteren Falle enthalten die Ausgangsstoffe bereits so. viel Wasserstoff, daß auch ohne Anlagerung von Wasserstoff die Bildung leichterer Produkte möglich ist. Obwohl die Braunkohlen-Paraffinöle durch . trockene Destillation gewisser Braunkohlen gewonnen werden, sind dieselben ihrer Hauptmasse . nach doch · nicht Umsetzungsprodukte der eigentlichen, d. h. der Humuskohlensubstanz, welche ihrerseits das Umwandlungsprodukt der Zellulosesubstanz der Kohle bildenden vegetabilischen Stoffe ist, sondern des in manchen Braunkohlen ,in großer Menge enthaltenen und aus den Fett- und Eiweißstoffen der Pflanzen entstandenen Bitumens, welches seiner chemischen Konstitution nach den aliphatischen Petroleumölen nahesteht (vgl. hierzu Potonie, Die Entstehung der Steinkohle. 5. Auflage, Berlin 1910, insbesondere Seite 24 ff: mit Bezug auf Seite. 17). Daraus erklärt es sich auch, daß die Druckbehandlung unter . Hitze ohne gleichzeitige Anwendung eines äußeren Hydrierungsmittels auch bei den Braunkohlenölen ebenso wie bei den Petroleumölen zu leichteren Produkten führt, was bei sekundären Produkten der Kohle selbst, wofür die Destillationsprodukte der Steinkohle, Teer

Claims (1)

  1. und Pech typische Beispiele bieten, ausgeschlossen sein würde. Hier führt vielmehr nur das Verfahren . des Hauptpatents, nämlich das der Behandlung mit einem Hydrierungsdruckgas, zum Ziel.····*-"·*·*
    Beispiel.
    ι kg. Teer wird mit Wasserstoff von ioo Atm.
    ίο Druck in einem Autoklaven auf 400 ° erhitzt.
    Nach 4 Stunden wird die Masse abdestilliert.
    60 Prozent des Teers gehen bis 250° über und können durch Rektifikation weiter verarbeitet werden.
    Paten τ-An Spruch:
    Abänderung des durch das Patent 301231 geschützten Verfahrens zur Herstellung von flüssigen organischen Verbindungen aus Steinkohle u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von Steinkohle u. dgl. deren Destillationsprodukte mit Wasserstoff unter hohem ' Druck und bei erhöhter Temperatur zur Reaktion bringt.
DE1914303893D 1914-04-03 1914-04-03 Verfahren zur Herstellung von fl}ssigen organischen Verbindungen aus Steinkohle u. dgl. Expired DE303893C (de)

Applications Claiming Priority (2)

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DE301231T 1914-04-03
DE303893T 1914-04-03

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Publication Number Publication Date
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DE1914303893D Expired DE303893C (de) 1914-04-03 1914-04-03 Verfahren zur Herstellung von fl}ssigen organischen Verbindungen aus Steinkohle u. dgl.

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