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DE3037901C2 - Sender mit dynamikgesteuertem Trägerwert - Google Patents

Sender mit dynamikgesteuertem Trägerwert

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Publication number
DE3037901C2
DE3037901C2 DE19803037901 DE3037901A DE3037901C2 DE 3037901 C2 DE3037901 C2 DE 3037901C2 DE 19803037901 DE19803037901 DE 19803037901 DE 3037901 A DE3037901 A DE 3037901A DE 3037901 C2 DE3037901 C2 DE 3037901C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
level
modulation signal
carrier value
carrier
transmitter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19803037901
Other languages
English (en)
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DE3037901A1 (de
Inventor
Dietmar Dipl.-Ing. 1000 Berlin Kroll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken Sendertechnik GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE19803037901 priority Critical patent/DE3037901C2/de
Publication of DE3037901A1 publication Critical patent/DE3037901A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3037901C2 publication Critical patent/DE3037901C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03CMODULATION
    • H03C1/00Amplitude modulation
    • H03C1/62Modulators in which amplitude of carrier component in output is dependent upon strength of modulating signal, e.g. no carrier output when no modulating signal is present

Landscapes

  • Transmitters (AREA)

Description

a) daß zur Vermeidung kurzzeitigen Klirrens die Verzögerung der Hochsteuerung des Trägerwertes (T) auf weit weniger als 20 Millisekunden eingestellt ist,
b) daß zur Einhaltung vorgegebener Grenzwerte der Randaussendungen die Hochsteuerung des Trägerwertes (T) mit einer begrenzten Änderungsgeschwindigkeit erfolgt und
c) daß ,tu- weitgehenden Vermeidung kurzzeitiger Übersteuerungen des Modulators (M) das Modulatoreingangssignal bei einem Aufwärtssprung seines Pegels entweder mit einem Kapper (K) mit nachgeschaltetem Tiefpaßfilter (F)oder mit einem Psgelsteuerglied oder einem Begrenzerverstärker begrenzt wird in Abhängigkeit vom Pegelverlaüf des Kapper-, Pegelsteuerglied- oder Begrenzerverstärker- Eingangssignal mit gleichsinnig dem Trägerwert (T) wenig verzögert oder synchron folgendem Begre/77.ungspegel, und zwar mit einer Zeitkonstante (r 2), die an die begrenzte Änderungsgeschwindigkeit (*2) dfcf Hochsteuerung des Trägerwertes (T) u&ter der üblichen Berücksichtigung von Laufzeiten zwischen Kapper (K) bzw. Pegelsteuerglied bzw. Begrenzerverstärker und Modulator (M) sowie den erforderlichen VerzGgerungsgliedern angepaßt ist
2. Sender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochsteuerung des Trägerwertes (T) und das Folgen des Begrenzungspegels von ein und demselben Steuersignal (Angesteuert ist
3. Sender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Folgen des Begrenzungspegels durch ein Steuersignal gesteuert ist, das vom momentanen Trägerwert (77 abgeleitet ist
4. Sender nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzungspegel so ausgelegt ist, daß sich trotz möglicher Spitzenwertanhebungen durch Filtern des begrenzten Modulationssignals in einem dem Modulator (M) vorausgehenden Tiefpaßfilter (F) keine wesentlichen Übermodulationen ergeben.
5. Sender nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstante (τ 2) zur Anpassung des Trägerwertes an einen Aufwärtssprung des Pegels weniger als 1 ms beträgt.
6. Sender nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß im stationären Zustand der maximale Modulationsgrad (m) unter 100% gelegt ist und der Begrenzungspegel so steuerbar ist, daß eine Begrenzung erst bei einem zwar noch unter 100%, aber näher am Modulalionsgrad von 100% als am zuerst genannten maximalen Modulationsgrad (m)liegenden Wert einsetzt.
7. Sender nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung des Pegelsteuergliedes (P)e\n
15
25
30 vor diesem angeschlossener Spitzenwertdetektor (G) dient mit nachgeschaltetem Differenzierglied (CA, R 4) mit der genannten Zeitkonstante 2).
8, Sender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung des Pegelsteuergliedes (P) ein Differenzverstärker dient zur Bildung einer Differenz zwischen dem Pegel des Pegelsteuerglied-Eingangssignals und dem Pegel des Steuersignals (S).
9. Sender nach dem Oberbegriff und dem kennzeichnenden Merkmal b des Anspiuches 1, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
d) das Modulationssignal durchläuft auf seinem Weg zum Modulator (M) ein Laufzeitglied (L) mit einer derart bemessenen Laufzeit (τ), daß ein Pegelanstieg des Modulationssignals am Modulator (M) erst wirksam wird, wenn derjenige Trägerwert sich eingestellt hat, der zur Vermeidung von Übermodulation erforderlich ist,
e) die vor einem Pegelabfall des Modulationssignals aufgetretenen Maxima des Pegels des Modulationssignals werden jeweils bis zum Ablauf der genannten Laufzeit (r) gespeichert und zur Steuerung des Trägerwertes benutzt zwecks Aufrechterhaltung jeweils derjenigen zu den Maxima passenden Trägerwerte, die zur Vermeidung von Übermodulation erforderlich sind.
Die Erfindung geht aus von einem Sender nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1. (Dort und im folgenden bezieht sich das Wort »Pegel« immer auf die Spitzenwerte des Modulationssignals.) Ein solcher Sender ist beschrieben in »Hochfrequenztechnik und Elektroakustik«, Band 47, Mai 1936, Heft 5, Seiten
μ 141 — 147. Das dabei benutzte Verfahren ist geläufig unter dem Namen Hapug-Modulation. In diesem Artikel ist im Zusammenhang mit den Abbildungen 7 und 8 auf Seite 145 darauf aufmerksam gemacht daß bei einer plötzlichen Pegelzunahme der Modulationsspannung Verzerrungen in der auszusendenden modulierten Trägerschwingung vorübergehend dann auftreten können, wenn der Trägerwert dem Pegelsprung nicht sofort folgt und nicht dafür gesorgt ist, daß beim Pegel Null ein ausreichend großer Trägerrest wert verbleibt
Man könnte nun daran denken, diese Verzerrungen entweder dadurch zu vermeiden, daß man den Trägerwert sofort dem Pegelsprung des Modulationssignals folgen läßt oder daß man den Trägerrestwert ausreichend groß wählt.
Schließlich könnte man auch daran denken, einen sogenannten /?F-Klipper im Modulationssignalweg vor dem Modulator einzusetzen, dessen Begrenzerschwelle bei einem plötzlichen Pegelanstieg kurzzeitig und möglichst verzögerungsfrei soweit herabgesetzt wird,
daß keine Übermodulation auftritt Ein solcher RF-KWpper setzt die Modulationssignale in einen trägerfrequenten Bereich um, wo eine Begrenzung erfolgt, auf die die Zurücksetzung in den ursprünglichen Frequenzbereich des Modulationssignals folgt. Durch diese Prozedur wird ein sehr schneller Klipper-Einsatz unter Vermeidung von Klirrprodukten ermöglicht, wenn beim Klippen entstehende Oberwellen im Zwischenfrequenzbereich weggefiltert werden. Es entstehen aber beim
Klippen und Frequenzruekseizen ins Dasisband dann, wenn das Modulationssignal aus einem Frequenzgemisch besteht, auch Differenzfrequenzen, die nach der Rucksetzung aus dem Zwischenfrequenzbereich in das Basisfrequenzband in diesem Basisfrequenzband sehr störend in Erscheinung treten.
Man könnte deshalb daran denken, statt eines solchen ÄF-KIippers einen Regelverstärker einzusetzen, dessen Verstärkung bei einem Aufwärtssprung des Pegels schnell für kurze Zeit abgesenkt wird. Dafür wäre ein Regelkreis erforderlich, bei welchem der Ausgangspegel des Regelverstärkers die Regelgröße wäre und als Führungsgröße der Trägenvert diente. Dabei besteht aber die Gefahr von Regelschwingungen.
Es hat sich nun aber herausgestellt, daß die kurzzeitigen Verzerrungen, die innerhalb des zu übertragenden Frequenzbandes bei einem Sender mit Trägerwertsteuerung dann nur sehr kurzzeitig auftreten, wenn der Pegel hochschnellt, subjektiv gar nicht wahrnehmbar sind, wenn der Trägerwert innerhalb von 20 ms dem Dynamiksprung folgt (vergleiche Seite 143 der o. a. Litcraturstclle). Es ist auch ersichtlich, daß ein kurzzeitiges Kiirren beim Hochschnellen des Pegels subjektiv noch weniger feststellbar sein muß, wenn der Trägenvert in noch kürzeren Zeiten als 20 ms dem Pegelsprung folgt
Die Aufgabe geht von der Erkenntnis aus, daß noch andere, bisher nicht beachtete Störungen auftreten, und zwar sowohl dann, wenn die Anpassungszeit, die der Träger zur Anpassung an einen Pegelsprung benötigt, zur Vermeidung von Verzerrungen durch vorübergehende Obermodulation möglichst kurz gehalten wird, als auch dann, wenn der Trägerwert bei plötzlichem Anstieg des Modulationssignalpegels sehr schnell heraufgesetzt wird. Bei diesen neuauftretenden Störungen handelt es sich um sogenannte Randaussendungen, d. h. um die Aussendung von unerwünschten Schwingungen in Nachbarkanälen des Senders. Während ein kurzzeitiges Klirren bei Pegelsprüngen im eigenen Kanal des Senders subjektiv nicht als störend empfunden wir! wegen der Korrelation zum ausgesendeten Programm, haben sich Störungen in Nachbarkanälen — auch wenn sie nur kurzzeitig auftreten — als weitaus störender erwiesen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, solche Randaussendungen soweit zu vermeiden, daß Werte erreichbar sind, die unterhalb der vom CCIr; angegebenen Grenzkurve liegen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Sender mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 oder 9. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Bei der Erfindung wurde von folgenden Überlegungen ausgegangen:
Je weniger das Modulationssignal vorübergehend begrenzt werden muß, d. h. je schneller der Trägerwert einer Erhöhung des Modulationssignalpegels folgt, desto weniger durch die Begrenzung hervorgerufene Intermodulationsverzerrungen und dadurch verursachte Randaussendungen treten auf. Auf der anderen Seite treten aber um so stärkere Randaussendungen auf, je schneller der Trägerwen einer Erhöhung des Pegels folgt, desto stärkere Randaussendungen treten auf, wenn eine gewisse Änderungsgeschwindigkeit des gesteuerten Trägerwertes überschritten wird. Man sollte daher den Trägerwert nicht in einer kürzeren Zeit als 0,1 ms plötzlich heraufsetzen. Ein guter Kompromiß sind 0.2 ms. Die Herabsetzung des Trägerwertes erfolgt zweckmäßigerweise in einer Zeit in der Größenordnung von 100 ms.
Es hat sich nun aber gezeigt, daß selbst dann, wenn der Trägenvert nicht zu schnell (also nicht schneller als in 0,2 ms) heraufgesetzt wird, trotzdem RaJidaussendungen auftreten. Diese sind dadurch verursacht, daß das Modulationssignal mit seinem plötzlich heraufgesetzten Pegel den Modulator kurzzeitig übersteuert, weil der Trägenvert noch nicht die ausreichende Höhe erreicht
ίο hat.
Diese Randaussendungen sind weitaus störender, als es die subjektiv gar nicht in Erscheinung tretenden Verzerrungen im eigenen Band des Senders vermuten lassen.
Entsprechend der Erfindung werden diese Randaussendungen daher in einer ersten Möglichkeit dadurch wesentlich verringert, daß bei einem Aufwärtssprung des Pegels das Modulationssignal kurzzeitig begrenzt wird, wobei die Begrenzung anfangs noch auf denjenigen Pegel erfolgt, den das Modulationssignal vor dem Aufwärtssprung hatte (oder auf e-^en geringfügig darüber liegenden Pegel) und daß datin der Begrenzungspegel, synchron (oder wenig verzögert) mit steigendem Trägenvert steigt. Bei Verwendung eines
Pegelsteuergliedes (z. B. Regelverstärker) kann die kurzzeitige Differenz zwischen dem Pegel vor dem Pegelsteuerglied und dem Trägerwert zur vorübergehenden Drosselung des Übertragungsfaktors (Verstärkung des Regelverstärkers) herangezogen werden.
Bemerkenswert ist, daß sowohl bei Verwendung eines Kappers oder Begrenzers als auch bei Benutzung eines Pegelsteuergliedes kein geschlossener äußerer Regelkreis erforderlich ist, sondern eine viel einfacher zu beherrschende Vorwärtssteuerung genügt.
Intern könnte dagegen in einem als Begrenzer benutzten Begrenzerverstärker oder in einem Regelverstärker eine Regelschleife vorgesehen sein, der im Rahmen einer äußeren Vorwärtssteuerung eine Führungsgröße zugeführt wird, durch welche der Maximalpegel am Modulatoreingang entsprechend dem variierenden Trägenvert begrenzt wird.
Die andere Möglichkeit der Vermeidung von Randaussendungen besteht darin, daß das Modulationssignal dem Modulator verzögert zugeführt wird, so daß genügend Zeit vorhanden ist für den Trägerwert, seine notwendige Größe zu erreichen. Allerdings besteht dann das Problem, daß bei Reduzierung des Trägerwertes anläßlich eines Absinkens des Pegels nun wiederum kurzzeitig Randaussendungen auftreten, solange der Pegel des verzögerten Modulationssignals noch nicht wieder abgesunken ist Diesem Problem wird dadurch begegenet, daß den Sieuermitteln für den Trägerwert ein Speicher zugeordnet ist Dieser speichert jeweils die relativen Maxima des Pegels des Modulationssignals und mit diesen gespeicherten Maximalwerten wird der dazu passende Trägenvert bis zum Ablauf der Verzögerungszeit aufrechterhalten, um welcne das Modulationssignal im Modulationssignalweg verzögert wurde. Als Speicher kann im einfachsten Fall ein Spitzenwertdetektor dienen, der so ausgebildet ist, daß ein darin beispielsweise enthaltener Ladekondensator eine große Entlade-Zeifkonslante aufweist. Eine solche große Zeitkonstante ist für die langsame Herabsetzung des Trägerwertes ohnehin zweckmäßig. Weiter unten
<>5 wird dazu noch auf Einzelheiten eingegangen.
Die der Erfindung ZL^njndc'icgende Aufgabe konnte nur durch die Kombination der Merkmale der Patentansprüche I b/.w. 9 gelöst werden. Demcnlsprc-
chend wird auch kein Sehnt/ für die Finzelmerkmale beansprucht, zumal diese für sich allein genommen /um Teil bekannt sind. Dies triffi beispielsweise für einen Kapper zu, dessen Begrenzungsschwellc steuerbar ist in Abhängigkeit vom Ausgangssignal einer folgenden · Stufe. Es ist auch bekannt, hinter einen Kapper ein Filter zu schalten zum Aussieben von Oberwellen, die bei Nachrichtensendern Strahlungsantcile außerhalb des Nutzbandes ergeben (DFl-OS 18 Ob 950. Seite 2). Hingegen ist bisher nicht beachtet worden, daß bei Sendern '" mit gesteuertem Trägerwert Probleme mit Randaussendungen auftreten können und es liegen hierzu keine Lösungsvorschläge vor.
Bekannt ist auch aus der DK-OS 25 01 295. »daß Steuerbarkeit des Begrenzungspegels in Abhängigkeit ι'· von Größen gegeben ist, die kennzeichnend sind für Überlastungen des Senders« (Anspruch 16). Dabei sind aber ersichtlich nur solche Überlastungen des Senders gemeint, die zur Zerstörung von Bauteilen oder /um Ansprechen von Srhutzschaiiungen fuhren konnten, " welche den Sender abschalten. Es ist hingegen nicht auf das Problem der Randaussendungcn eingegangen und auch keine Anregung gegeben, in wieweit ein steuerbarer Begrenzungspegel im Zusammenhang mit einem Sender mit gesteuertem Trägerwert von Ni.t/en -"> sein könnte.
Anhand von Blockschaltbildern werden Ausführungsbeispiele zur Ei findung näher erläutert.
Fig. 1 und 2 stellen Ausführungsbeispiele zum Patentanspruch I, in
F i (». 3 eines zum Patentanspruch 9 dar. F i g. 4 zeigt ein Diagramm für den Begrenzi:ngspegel. Den Fig. 1, 2 und 3 gemeinsam is! eine Eingangsklemme E für das niederfrequente Modulationssignal. ein Modulator /V/mit nachgeschalteter Sendeantenne A, r> eine Klemme Tfür die Zuführung einer Trägerschwingung und ein steuerbarer Verstärker V. über den die Trägerschwingung dem Modulator Λ/ mit veränderlichen Amplitudenwerten zugeführt wird. Zur Steuerung der Verstärkung der Trägerschwingung ist jeweils im J° unteren Zweig der Blockschaltbilder ein Spitzenwertdetektor vorgesehen, der am Abgriff Zangeschlossen ist und einen Zweiweggleichrichter G mit zwei Dioden und einen Umkehrverstärker enthält.
In Fig. I wird der nachgeschaltete Ladekondensator y> C über einen Widerstand R 2 mit einer kleinen Zeitkonstante r 2 schnell aufgeladen, wenn der Pegel am Eingang E zunimmt. Nimmt er ab. dann entlädt sich der Ladekondensator Cüber einen Widerstand R 1 mit einer großen Zeitkonstante r 1 bis auf einen Mindest- >° wert, der durch eine an der Klemme R über eine Diode D zugeführte Gleichspannung bestimmt wird, durch welche der Trägerrestwert eingestellt werden kann. Durch die Spannung am Ladekondensator C wird die Verstärkung des Verstärkers V gesteuert und zwar so, « daß der dem Modulator M vom Verstärkerausgang zugeführte Trägerwert im Zusammenspiel mit dem ebenfalls dem Modulator M zugeführten Modulationssignal stets einen Modulationsgrad von nicht viel weniger als 100% ergibt (jedenfalls bis hincb zu einem «> bestimmten Mindestpegel des Modulationssignals, welcher dem Trägerrestwert zugeordnet ist und bei nicht zu hohem Pegel). Dabei wird mit zunehmender Ladespannung am Ladekondensator C die Verstärkung des Verstärkers V erhöht Wie der Trägerwert T im <" stationären Zustand bei einem Trägcrrcstwcrt von 60% vom unbegrenzten Pegel abhängt, zeigt die strichpunktierte Kennlinie a in F i g. 4.
Damit clic Verstärkung des Verstärkers I'in fig. I nicht zu schnell erhöht wird, der Trägerwert also nicht zu plötzlich ansteigt (was unerwünschte Randaussendiingcn zur Folge hütte)- hat die /eitkonstante r 2 eine bestimmte Mindesigröße in der Größenordnung von 0.1 ms. Sie ist aber auch wiederum bewußt nicht /u groß gewählt, nämlich kürzer .ils I ms. um den Aufwand klein zu halten, der damit verbunden ist. die durch eine /u lange /.eilkonstante r 2 verursachten R.indatissendungen zu vermeiden. Die Gefahr solcher Randaussendtingen besteht auch schon bei einer Zeitkonstante r 2 von 0,2 ms. wie sie bevorzugt wird.
Zur Reduzieruin dieser Randausscndungcn isi nun im Modulationssignalweg F.-/.KM in Fig. I ein von F i g. 2 abweichender Weg beschriticr worden: Bei F i g. I ist von der Überlegung ausgegangen worden. daß diese Art von Randaussendungen ihre Ursache darin hat, daß bei einem Aufwärtssprung des Pegels des Modulationssignals dieser Pcgelsprung /war am Modulator M sofort erscheint, der Trägctweii infolge uei Zeitkonstanten r 2 jedoch nachhinkt und deshalb für eine kurze Zeit zu klein bemessen ist f's kann daher in den Modulationssignalweg entweder ein Pcgelsieuerglied (beispielsweise ein Verstärker mit steuerbarer Verstärkung) oder (wie gezeigt) ein Kapper K mit nachgeschaltetem Tiefpaßfilter F mit geringer Laufzeit eingeschaltet werden, wobei auch der Begrenzerpegel des KapDcrs K beeinflußbar ist. Und /war erfolgt die Steuern..^ des Kappers A-' in Abhängigkeit vom Steuersignal am Steuereingang S des Verstärkers V. Dieses Steuersignal entspricht dem durch die Zeitkonstante r 2 verzögerten Pegelverlauf des unbegrenzten Modulationssignals. Die Steuerung des Kappers K kann aber auch erfolgen durch den Trägerwert seihst, indem am Ausgang des Verstärkers V dieser I rägerwert abgegriffen, durch eine Diode D I gleichgerichtet und durch einen Siebkondensator C 3 gesiebt dem Stcucreingang S1 des Kappers K zugeführt wird. Die Steuerung des Kappers erfolgt dabei in der Weise, daß sein Begrenzerpegel der Steuerspannung am Steuereingang 5 1 folgt. Dadurch wird das Modulationssignal also stets auf einen Pegel begrenzt, welcher dem momentanen Trägerwert passend zugeordnet ist. Da am Ausgang des Kappers dann, wenn kurzzeitig während der Trägeranstiegsphase tatsächlich eine Begrenzung stattfindet, trapezähnliche Schwingungszüge auftreten, haben die am Ausgang des Tiefpaßfilters Ferscheinenden mehr abgerundeten Schwingungszüge wegen des verminderten Oberwellengehaltes eine etwas vergrößerte Amplidute. Damit diese nicht zu einer Übermodulation führt, ist es sinnvoll, den Träger stets etwas größer zu wählen, als es einer 100%igen Modulation entsprechen würde, also den Sender wenigstens bei kleinen und mittleren Pegeln mit einem kleineren Modulationsgrad als 100% zu betreiben. Dieser Betriebsmodulationsgrad wird durch den Versatz 2 in F i g. 4 bestimmt. Die Größe des Versatzes kann auch noch von anderen Faktoren abhängen, die aber mit den Merkmalen der Erfindung nicht in direktem Zusammenhang stehen.
Außerdem ist es zweckmäßig, den Kapper so einzustellen, daß er im stationären Sinuston-Betrieb (Kennlinie a in Fig.4) nicht schon die Kuppen der modulierten Sinusschwingungen kappt, sondern erst bei etwas höheren Pegelwerten zu kappen beginnt (Kennlinie by, dadurch haben Veränderungen der äußeren Bedingungen (z, B. Temperaturdrift) keinen Einfluß auf die Qualität dieses Teils des Übertragungsweges und die Kappung setzt bei einem getasteten
Sinussignal nur während der ersten Perioden ein (deren Anzahl von der Frequenz des .Sinussignals abhängt, da der Kapperpegelanstieg durch die Zeitkonstante r 2 (oder eine noch etwas kleinere Zeitkonstante) bestimmt wird). Der Begrenzungsvorgang bei einem getasteten .Sinussignal ist also schon vor Erreichen des endgültigen Kapperpegels beendet, wodurch ein übertrieben lange dauerndes Kappen vermieden wird.
Fi j:. 2 zeigt eine Abwandlung mit einem Pegelsteuerglied P(i.. B. Regelverstärker) anstelle des Kappers K. Das Trägersteuersignal 5 wird wie in F i g. I erzeugt. Zur Erzeugung de·, Steuersignals 5 2 für das Pegelsteuerglied P ist hinter dem Spitzenweridetektor G ein Trennverstärker Vl mit naehgeschaltcten Differenzierglied C4. R 4 mit der gleichen Zeitkonstanten r 2 wie im frägcrsteuersignalzweig (7 ... V vorgesehen, gefolgt von einer Diode D 2 und einem Umkehrverstärker V2. Bei einem Pegelaufwärtssprung ergibt sich am Ausgang des Differenziergliedcs CA, R4 .'ine Spannungsspitze, die mit r 2 abklingt und u.e Verstärkung des . Pegelsteuergliedes ^vorübergehend herabsetzt, bis sich der Trägerwert dem Pegclsprung angepaßt hat. Pegelabwärtssprünge bleiben wegen Ü2 ohne Einfluß auf die Verstärkung.
Das Ausgangssignal des Differenziergliedes konnte ; auch mit einem Differenzverstärker anstelle von Vl, C4, R 4 erreicht werden, dessen zweiter Eingang an die .Steuerleitung .^angeschlossen ist.
Das Ausfühningsbeispiel nach F i g. 2 ist beispielsweise für einen Kegelverstärker oder Begrenzer als j Pegelsteuerglied P gedacht, bei dem durch da-> Steue. signal (eventuell nach Vorverzerrung) direkt die Verstärkung (oder Dämpfung) gesteuert wird. Bei einem Begrenzer mit geknickter Kennlinie für den Ausgangspegel in Abhängigkeit vom Eingangspegel ι kann man auch den Knickpunkt der Kennlinie steuern. Dafür eignet sich besser eine Schaltung nach Fig. I.
Bei Fig. 3 ist von der Überlegung ausgegangen worden, daß die Randaussendungen, welche durch die nicht beliebig kurz wählbare Zeitkonstante r 2 verur ι sacht werden, auch dadurch vermeidbar sind, daß dem Modulator M das Modulationssignal erst dann zugeführt wird, wenn sich der Trägerwert einem Aufwärtssprung des Pegels des Modu'ationssignals angepaßt hat, also erst nach Ablauf einer Zeit in der Größenordnun- ι gen der Zeitkonstanten r2. Deshalb ist in den Modulationssignalweg ein Laufzeit- oder Verzögerungslied L eingeschaltet mit einer Zeitkonstante r, die merklich größer ist als τ 2, vorzugsweise größer als 1 ms. ι
Wenn nach einem Aufwärtssprung des Pegels des Modulationssignals dieser Pegel später wieder abnimmt, besteht die Gefahr, daß der uspriinglich hohe Modulationssignalpegel am Modulator Minfolge der Verzögerungszeit r noch vorhanden ist, während der Trägerwert durch den Spiuenwertdetektor schon hinab gesteuert ist. Um dies zu vermeiden, ist in Steucrmitteln G, Cl, R 1, OV, R 2. C2, R. D für den Trägerwert ein Speicher vorgesehen in Gestalt des Kondensators Π, der sehr schnell aufladbar ist und sich über einen Widerstand R\ mit der Zeitkonstante r 1 (= 100 ms) sehr langsam entlädt. Durch diesen Speicher wird ein Maximum des Modulationssignalpegels mindestens für die Zeit entsprechend der Zeitkonstante r gespeichert und auf diese Weise dafür gesorgt, daß der Trägerwert noch so lange aufrechterhalten wird, bis das Mixlula tionssignal das l.aufzeitglied /. durchlaufen hat. Im vorliegenden Fall einer Ver/i'igerungszcii r von 2 bis 5 ms würde eine Zeitkonstanie r I von wenigen ms genügen, jedoch wurde r I aus anderen Gründen sogar noch weit größer, nämlich ungefähr 100 ms gewählt.
Zur Verringerung der Trägeransticgsgeschwindig keil, ist hinter einem Operationsverstärker OV mit niedrigem Ausgangs-Innenwiderstancl ein Widerstand R 2 und ein Kondensator C"2 vorgesehen mit einer Zeitkonstante r 2 wi ,ι. Fig. I. Damit Γ2 sich bei einem Pegelanstieg von nur sehr kurzer Dauer trotzdem entsprechend dem dabei erreichten Pegelmaximum auflädt, wurde die Schaltung gegenüber F i g. I abgeändert, r 1 muß bei F i g. 3 gegenüber r möglichst groß iein, damit sich Cl während r möglichst wenig entlädt.
F.s ist ersichtlich, caß an sich mit Rücksicht auf zu befürchtenden Rand; ussendungen bei zu schnellem Anstieg des Trägerwertes eine möglichst große Zeitkonstante r 2 anzustreben ist. Damit wurden aber wiederum diejenigen Randaussenungen zunehmen, die durch den verzögeren Trägerwertanstieg gegenüber dem sofortigen Anstieg des Pegels des Modulationssignals entstehen können. Um diese Randaussendungen einzu'chränken, müßte der Kapper K das Modulationssignal mit zunehmendem r 2 bei jedem Pegelanstieg des Modulationssignals zunehmend lange begrenzen bzw. das Laufzeitglied L müßte für eine zunehmend lange Verzögerungszeit r ausgelegt sein. Die Folge wäre eine Verfälschung des Modulationssignals bzw. ein unverhältnismäßig großer Aufwand für das Laufzeitglied L Deshalb wird die Zeitkonstante r 2 zur Vermeidung dieser Nachteile bewußt entsprechend kurz, aber andererseits auch wieder bewußt ausreichend lang gewählt, damit Randaussendungen aufgrund zu schneller Trägerwertänderungen in ausreichendem Maße vermieden werden. Bei der Bemessung von r 2 in Verbindung mit der Verwendung eines Kappers muß auch berücksichtigt werden, daß die Kappungen jeweils bei einem plötzlichen Pegelanstieg nicht während eines zu 'angen Zeitraumes vorgenommen werden dürfen, weil sonst die Randaussendungen auch wiederum zunehmen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
230 265/409

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1, Sender mit einem einem Mcdututor (M) zugeführten Modulationssignai(Modulatoreingangssigna!, bei M1) zur Modulation einer Trägerschwin- gang mit einem Trägerwert (TJ der bei verschwindendem Modulationssignal nicht unter einen Trägei -restwert absinkt und der in Abhängigkeit von einem Anstieg des Modulationssignalpegels mit einer Verzögerung gegenüber diesem Anstieg hochgesteuert wird, dadurch gekennzeichnet,
DE19803037901 1980-10-03 1980-10-03 Sender mit dynamikgesteuertem Trägerwert Expired DE3037901C2 (de)

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DE3627852A1 (de) * 1986-08-16 1988-02-18 Licentia Gmbh Leistungssender, insbesondere rundfunk-leistungssender

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DE3037901A1 (de) 1982-04-22

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