DE303746C - - Google Patents
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- DE303746C DE303746C DENDAT303746D DE303746DA DE303746C DE 303746 C DE303746 C DE 303746C DE NDAT303746 D DENDAT303746 D DE NDAT303746D DE 303746D A DE303746D A DE 303746DA DE 303746 C DE303746 C DE 303746C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B13/00—Ploughs or like machines for special purposes ; Ditch diggers, trench ploughs, forestry ploughs, ploughs for land or marsh reclamation
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Pflüge, und zwar insbesondere auf einen Moorpflug.
Bei der Bearbeitung eines Moorbruches wird in der Regel so verfahren, daß man von Hand
eine Furche gräbt und die ausgehobene Erde zur Hälfte nach links und zur anderen Hälfte
nach rechts wirft, derart, daß zwischen je zwei Furchen ein Beet entsteht. Getrennt von
dieser Vorbeackerung findet zu einer späteren
ίο Jahreszeit die Fertigbeackerung des Moorbruches
statt. Hierbei wird von den durch die Vorbeackerung geschaffenen Beeten der Boden
wiederum zur Hälfte nach links und zur anderen Hälfte nach rechts von Hand in die
vorher eingearbeiteten Furchen geworfen, derart, daß ein schmaler Streifen des ursprünglichen
Beetes stehenbleibt. Unterhalb dieses schmalen Streifens kommt dann später die Furche zu liegen. Die so nach rechts und
links geworfene Erde wird dann mittels eines Rechens gleichmäßig verteilt, und die in der
nunmehr entstehenden Furche zurückbleibende E.rde wird ,mit einer besonders ausgebildeten
Schaufel von Hand gegen die Kanten der links und rechts befindlichen Beete gepreßt.
Der Zweck der Erfindung ist nun, die zeitraubende und mühsame Handarbeit auszuschalten
und einen Pflug zu schaffen, mit dessen Hilfe diese Arbeit gleichmäßiger, schneller
und bequemer verrichtet werden kann.
Es ist bereits bekannt, ein Ackergerät mit einem zweiten gegebenenfalls lösbar zu verbinden,
und zwar wird hierdurch bezweckt, ein nochmaliges Befahren des mit dem einen Gerät bearbeiteten Ackers zu vermeiden, mit
anderen Worten, zwei Arbeitsgänge gleichzeitig auszuführen. Weiter ist es nicht mehr neu,
den Rädern von Ackergeräten eine breite Lauffläche zu geben, so daß sie als Walze benutzt
werden können, die ein, sicheres Arbeiten, beispielsweise von Pflanzlochscharen gewährleistet.
Gegenüber diesen bekannten Vorrichtungen ist das Wesen der Erfindung darin zu erblikken,
daß zwei hintereinander angeordnete Fahrgestellrahmen, von denen der vordere mit
einem beiderseitig wendenden Pflugschar mit daran befestigtem Vorschneider, der hintere
mit einem mittleren Kasten, seitlich daran befindlichen Streichbrettern und Furchenkantenpressern
ausgerüstet ist, lösbar miteinander verbunden sind, wobei der Hinterrahmen für sich allein zur Vorbeackerung, danach in Verbindung
mit dem Vorderrahmen zur Fertigbeackerung des Moorbruches verwendet wird. Die Räder beider Sätze weisen bei dem neuen
Pflug eine breite Lauffläche auf, und die beiden Radsätze haben verschiedene Spurweiten,
zum Zwecke, die Erde beiderseits der von dem Schar ausgeworfenen Furche in beträchtlicher
Breite einzuebenen, und somit oben aufliegenden Dung einzudrücken.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind zwei . Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht,
und es ist:
Fig. ι eine Seitenansicht des Pfluges,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Fig. i,
Fig. 3 eine Seitenansicht des vorderen Rahmens der ersten Ausführungsform,
Fig. 3 eine Seitenansicht des vorderen Rahmens der ersten Ausführungsform,
Fig. 4 eine Seitenansicht des hinteren Rahmens,
Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht des hinteren Rahmens,
Fig. 6 eine Rückansicht des hinteren Rahmens, und
Fig. 7 eine Draufsicht auf den hinteren Fahrgestellrahmen mit weggelassenem Bügel
und Zughaken der zweiten Ausführungsform. Der Pflug besteht aus zwei lösbar miteinander
verbundenen Rahmen ι und 2, die in geeigneter Weise durch Haken oder Bolzen
miteinander verbunden werden. Der Pflug
ίο wird von zwei vorderen und zwei hinteren
Rädern 3 bzw. 4 getragen, deren Achsen in dem Gestell 1 (Fig. 3) gelagert sind. Die Räder
3 und 4 besitzen, wie Fig. 2 zeigt, breite Laufflächen, und die Spurweite des vorderen
Radsatzes ist kleiner als die des hinteren. An dem Rahmen 1 befinden sich ferner die
Pflugschare 5 und 6, die aus einem Stück bestehen. In der Mitte ist, ebenfalls aus einem
Stück mit den Pflugscharen 5 und 6 hergestellt, ein Vorschneider oder Zerteiler 7 vorgesehen.
Die Pflugschare sind in geeigneter Weise in der Vertikalebene verstellbar.
Die zweite Ausführungsform (Fig. 5) zeigt eine Anordnung, bei welcher an dem Rahmen
ein vorn und hinten offener Kasten 8 befestigt ist, der in Höhe und Breite dem von dem
bereits vorhandenen Beete des Moorbruches bei der Vorbeackerung stehenbleibenden Rand
entspricht. Wenn man die Streichbretter des bei der Fertigbeackerung in der richtigen Tiefe
eingestellten Pfluges so einstellt, daß die untersten Kanten der Streichbretter etwa 10 cm
über dem zu beackernden Boden stehen, dann legen sich die Kantenpresser 14, die direkt an
dem Kasten angebracht sind und schon beim Bau des Pfluges in der richtigen Höhe angebracht
werden müssen, an die obersten Kanten der Beete und pressen das oberste Drittel
der Gesamthöhe der Furchentiefe gegen die im Entstehen begriffenen Beete. Die Druckrollen
sind hier direkt am Kasten angebracht und nicht am Bügel 12 (Fig. 2). Der Bügel 12
kann nämlich die Vorbeackerung verhindern, weil er zu weit absteht. Der Kasten 8, der
an dem Rahmen 2 befestigt ist, ist vorn und hinten offen. Der Kasten entspricht in Höhe
und Breite dem von dem bereits vorhandenen Beete des Moorbruches bei der Vorbeackerung
stehenbleibenden Rand. An den Seiten des Kastens 8 sind hinten am Fahrgestell 2 verstellbare
Streichbretter 9 angeordnet, die, wie Fig. ι und 5 bis 7 zeigen, aus einem höheren
Teil 10 und einem niedrigeren und längeren Teil 11 bestehen. Die Streichbretter
sind, wie insbesondere aus den Fig. 5 bis 7 hervorgeht, im spitzen Winkel zum hinteren
Rahmen angeordnet. Weiter befinden sich an einem die hinteren Enden der Streichbretter
miteinander verbindenden Bügel 12 an einem bügelartig ausgebildeten Gestell 13 Kantenpresser
14, die ebenfalls im Winkel in der Höhenrichtung angeordnet sind und nach der
Mitte des Gestelles konvergieren (s. Fig. 5 bis 7). Die Streichbretter 9 sind durch eine geeignete
Stellvorrichtung mittels eines Handrades 15 verstellbar. An dem Rahmen 2 sind schließlich
noch an einer Welle 16 Scheibeneggen 17 bekannter Art angeordnet.
Zui Vorbeackerung eines Moorbruches wird der hintere Rahmen 2 von dem vorderen
Rahmen 1 losgelöst und auf die Mitte des vorjährigen Beetes gebracht. Wird nun
durch ein Zugtier der Pflug in der Längsrichtung des Beetes bewegt, so bleibt unterhalb
des unten sowie vorn und hinten offenen Kastens 8 ein Streifen Erde stehen, während
der rechts und links von diesem Kasten liegende Teil des Beetes durch die Streichbretter
9 in die jetzt vorhandenen Furchen geworfen wird. Bei dieser Bearbeitung empfiehlt
es sich, die Scheibeneggen 17 abzunehmen. Bei der Fertigbeackerung werden die Rahmen 1
und 2 durch Schraubenbolzen 0. dgl. miteinander verbunden, und der Pflug wird so angesetzt,
daß die Mitte des rechts und links wendenden Pflugschares, d. h. der Vorschneider
7 mit der Mitte des bei der Vorbeackerung stehengebliebenen ^ Streifens zusammenfällt.
Der Vorschneider und das Pflugschar heben nun die neue Furche aus, wobei die ausgehobehe,
nach rechts und links geworfene Erde mittels der im Winkel angeordneten Streichbretter
9 gleichmäßig nach beiden Seiten verteilt wird. Bei dieser Bearbeitung legen sich
die geneigt zur Vertikalebene angeordneten Kantenpresser 14 gegen die Wandungen der
neu ausgehobenen Furche und pressen die Erde fest gegen die Wandungen der nunmehrigen
neuen Beete.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:. Pflug zur Moorbearbeitung, dadurch gekennzeichnet, daß zwei hintereinander angeordnete Rahmen (1, 2), von denen der vordere (1) mit einem an sich bekannten, beiderseitig wendenden Pflugschar (5, 6) mit daran befestigtem Vorschneider (7), der hintere (2) mit einem mittleren Kasten (8), seitlich daran befindlichen, in der Höhe einstellbaren Streichbrettern (10, 11) und Furchenkantenpressern (14) ausgerüstet ist, lösbar miteinander verbunden sind, wobei der Hinterrahmen für sich allein zur Vorbeackerung, danach in Verbindung mit dem Vorderrahmen zur Fertigbearbeitung des Moorbruches verwendet wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE316768T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303746C true DE303746C (de) |
Family
ID=6150569
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303746D Active DE303746C (de) | |||
| DENDAT316768D Active DE316768C (de) |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT316768D Active DE316768C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE316768C (de) |
-
0
- DE DENDAT303746D patent/DE303746C/de active Active
- DE DENDAT316768D patent/DE316768C/de active Active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE316768C (de) |
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