DE3037059A1 - Stranggussvorrichtung - Google Patents
StranggussvorrichtungInfo
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Description
·■ β · «· « U «β
• · * WO* «001
W 2077
BÖHLER AKTIENGESELLSCHAFT, Düsseldorf
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stranggußvorrichtung für hochschmelzende
Metalle und deren Legierungen, z.B. Stahl.
Die Stranggußvorrichtungen für hochschmelzende Legierungen unterscheiden
sich wesentlich von jenen für Metalle mit niedrigem Schmelzpunkt. Auf Grund der höheren thermischen Beanspruchung können verschiedene Materialien, z.B.
die üblichen feuerfesten Auskleidungen, Stahlarmaturen u.dgl., nicht mehr
verwendet werden. Es müssen andere Materialien mit einer höheren thermischen Widerstandsfähigkeit eingesetzt werden, wobei diese meist eine geringere
mechanische Festigkeit aufweisen, sodaß andere konstruktive Lösungen gesucht werden müssen. Bei den Stranggußvorrichtungen für niedrigschmelzende Metalle
ist ein wesentlicher Faktor, daß eine möglichst gute thermische Isolierung zwischen der meist wassergekühlten Kokille und dem Schmelzenbehälter erreicht
wird. Zu diesem Zweck ist beispielsweise zwischen Kokille und Schmelzenbehälter Asbest angeordnet.
Aus der DOS 23 55 015 wird eine Gießvorrichtung mit horizontaler Gleitkokille
bekannt, bei welcher ein Schieber vorgesehen ist. Der Schieber besteht aus drei
Platten eines keramischen Materials, z.B. Aluminiumoxid, Zirkonoxid oder eine
stickstoffhaltige Borverbindung, welche jeweils in einem Metallrahmen angeordnet
sind. Die Platten werden gegeneinander gepreßt. Die mittlere Platte ist beweglich ausgebildet und weist eine zylindrische Öffnung auf, die im geöffneten
Zustand mit jenen der anderen Platten fluchtet. Die äußere Platte weist einen Konus auf, welcher mit demjenigen des Düsensteines kooperiert. Die
Kokille und damit der Düsenstein werden gegen die äußere Platte gedrückt, wodurch eine Abdichtung des Düsensteines in der konischen Bohrung erreicht
werden soll. Derartige konische Dichtflächen weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie vollständig übereinstimmen müssen, da sonst eine Zerstörung des
Düsensteines oder der äußeren Platte erfolgt, bevor eine Abdichtung erreicht ist.
Zur direkten Befestigung von Kokillen an einen Schmelzenbehälter ist es
bekannt, den Schmelzenbehälter an seiner Außenseite mit einer feinteiligen porösen Masse zu versehen, die in Form einer Suspension aufgebracht wird und
sodann getrocknet werden muß. Dieser Trocknungsvorgang dauert einige Stunden. Die Kokille wird sodann mit dem Schmelzenbehälter verschraubt.
-r-
Die Aufgabe der Erfindung ist, eine rasch lösbare Verbindung von einem
Schmelzenbehälter und einer Stranggußkokille zu schaffen, die die Nachteile der oben angeführten Vorrichtungen nicht aufweist.
Die erfindungsgemäße Stranggußvorrichtung für hochschmelzende Metalle und
deren Legierungen, z.B. Stahl, mit einem Schmelzenbehälter, welcher zumindest einen Kanal aufweist, der mit dem Hohlraum einer im wesentlichen
horizontal angeordneten Kokille über zumindest einen keramischen Düsenstein verbunden ist, wobei zwischen Düsenstein und Schmelzenbehälter eine Dichtung
angeordnet ist, besteht darin, daß die Dichtung aus einem Vlies aus Aluminiumoxidfasern
besteht, und daß der Düsenstein die Dichtung durchsetzt und bis in den Kanal reicht, wobei die Dichtflächen im wesentlichen eben sind. Durch eine
derartige Anordnung ist der direkte Kontakt zwischen Metallschmelze und dem Vlies verhindert, sodaß keine Auflösung des Vlieses und damit Verunreinigung
der Metallschmelze bedingt wird. Durch die ebenen Dichtflächen wirken auf die
keramischen Bestandteile im wesentlichen nur Druckkräfte. Das Fasernvlies
bewirkt einerseits einen Ausgleich von Unebenheiten und andererseits wirkt es
als Dichtung für jene Metallschmelze, die noch zwischen Düsenstein und
Innenfläche des Kanals herausdringen kann.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein einteiliger Düsenstein
vorgesehen, welcher in die Kokille und in den Kanal des Schmelzenbehälters reicht. Damit kann eine besonders einfache Verbindung zwischen Kokille und
Schmelzenbehälter erhalten werden, wobei keinerlei Verunreinigungen in die Metallschmelze gelangen können und gleichzeitig eine Justierung erfolgt.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer Zeichnung näher erläutert:
In die Öffnung des Kanales 2 des eine feuerfeste Ausmauerung aufweisenden
Schmelzenbehälters 1 ragt mit seinem Kragenteil 4a der gegen den Verteiler
hin, eine zylindrische, in eine gegen die Kokille hin kegelförmig sich erweiternde
Öffnung übergehende Öffnung aufweisende Düsenstein 4, der mit seiner, dem Verteilerstein 2 zugekehrten Stirnfläche 4b stumpf stoßend an die Stirnfläche 2a
des Kanales 2 angeordnet ist.
ft· · · β · 4β «β
• ο β « a 6 ο * « f
ο · α « · « β · φ e
• · «ic.« · » a fr* * β e, o
Zwischen den genannten Stirnflächen 2a und 4b ist die erfindungsgemäß vorgesehene
Dichtung 3 auf Basis von ALO-,-Fasern ringförmig angeordnet. Die
Dicke der Dichtung ist ca. 3 mm, wenn sie noch nicht zwischen Kanal und DUsenstein gepreßt ist, wird jedoch bei Druckbeaufschlagung ca. 1,5 mm dick.
Der Teilabschnitt 5 des Düsensteines weist in der gezeigten Ausführungsform
eine gegen den Verteiler hin zylindrische, und gegen die Kokille hin eine sich kegelförmig erweiternde Öffnung auf. Die Außenfläche des Kokillensteines ist
ebenfalls leicht geneigt zylindermantelförmig ausgebildet, sodaß der Stein 5
entlang einer kreisförmigen Dichtlinie im Endbereich der an ihn grenzenden, durch eine Kühlflüssigkeit 7 gekühlten Strangguß-Kokille 6 "steckt".
Vorteilhaft ist der durch eine unterbrochene Linie angedeutete, kreisförmige
Grat 5a des Kokillensteines durch eine ringförmige Ebene 5b ersetzt, wodurch die Erosion wesentlich herabgesetzt ist.
Der Düsenstein besteht aus Zirkonoxid, wobei zumindest die Oberfläche 5c der
Durchflußöffnung aus feinkörnigem Zirkonoxid gebildet ist.
Die einstückige Ausbildung des Zinkonoxid-Düsensteines vermeidet alle infolge
unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten der beiden Teile des Steines auftretenden
Probleme, und insbesondere eine Gefährdung des zwischen den Teilen liegenden Spaltes durch Erosion.
Die Kokille 6, der gegebenenfalls einstückige Düsenstein 4, 5 und der Verteiler
1 können bespielsweise durch nicht gezeigte Bolzen und Schrauben miteinander fest verbunden werden, wobei der beim Festziehen der Schraubverbindung
auftretende Preßdruck ausreicht, um mit der erfindungsgemäßen Dichtung auf Basis von ALO,-Fasem eine sichere Abdichtung der mit ihr versehenen
Dichtflächen zu erreichen.
Die Kokille 6 kann auch auf einem beweglichen Schlitten montiert sein und
mittels Federkraft gegen den Düsenstein und dieser gegen den Verteiler hin gepreßt sein, wodurch die. an zumindest einer Dichtfläche erfindungsgemäß
angeordnete Dichtung auf ALO,-Basis in Lage gehalten wird und dort ihre
Dichtfunktion ausübt.
Leerseite
Claims (2)
1. Stranggußvorrichtung für hochschmelzende Metalle und deren Legierungen,
z.B. Stahl, mit einem Schmelzenbehälter, welcher zumindest einen Kanal aufweist, der mit dem Hohlraum einer im wesentlichen horizontal angeordneten
Kokille über zumindest einen keramischen Düsenstein verbunden ist, wobei
zwischen Düsenstein und Schmelzenbehälter eine Dichtung angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung ein Vlies aus Aluminiumoxidfasern aufweist, und daß der Düsenstein, vorzugsweise aus Zirkonoxid, die Dichtung
durchsetzt und bis in den Kanalteil reicht, wobei die Dichtflächen im wesentlichen
eben sind. .
2. Stranggußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
einteiliger Düsenstein vorgesehen ist, welcher in die Kokille und in den Kanal
des Schmelzenbehälters reicht und aus Zirkonoxid besteht.
J/
BÖHLER^AKTIENGSELLSCHAFT
ORIGfNAU INSPECTED
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