DE3036274C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Abstreifen von überschüssiger Streichmasse von einer laufenden Bahn - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Abstreifen von überschüssiger Streichmasse von einer laufenden BahnInfo
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Description
Spitze der Klinge 4. Das Verschwenken des Schaberbalkens
10 erfolgt mit Hilfe eines Motors 13 mit einem Getriebe 14, einem Hebel 14a und einem Lenker 12. Der
Motor 13 und das Getriebe 14 ruhen auf der genannten unteren Schwenkachse 15 und sind zusammen mit den
Schwenkhebeln 16 schwenkbar. In der Zeichnung sind die Schwenkhebel 16 und der Schaberbalken 10 mit dem
Klingenhalter 5 in Betriebsiellung. Die Schwenkhebel 16 liegen hierbei an Anschlägen 16a, die an einem die
Walze 1 tragenden Ständer la angeordnet sind. Die gesamte Abstreifvorrichtung 4 bis 14a kann durch
Schwenken der Hebel 16 um die Achse 15 von der Walze 1 entfernt werden in eine nicht dargestellte
Ruhestellung.
Das Anpreßelement 6 ruht in einem Halter 8, der mit dem Klingenhalter 5 gelenkig verbunden ist Die vom
Anpreßelement 6 auf die Schaberklinge 4 ausgeübte Kraft ergibt sich aus der Differenz zwischen den in zwei
Druckgasschläuchen 17 und 18 herrschenden Drücken. Zum Beaufschlagen der Schläuche 17 und 18 mit
Druckgas ist folgendes vorgesehen: Von einer Druckgasquelle
30 führen eine Leitung 3i über ein Druckregelventil 32 zu dem Schlauch 17 und eine
Leitung 33 über ein von Hand einstellbares Drosselventil 34 zu dem Schlauch 18, worin der Druck während des
Betriebes in der Regel unverändert bleibt.
Das Druckventil 32 wird gesteuert durch eine Regeleinrichtung 35, die die Schichtdicke (oder mit
anderen Worten: das Auftragsgewicht) auf einen konstanten Wert einregeln solL Hierzu befinden sich an
der laufenden Papierbahn 2 vor und nach der Streichmaschine je ein Meßfühler 36 und 37, die das
spezifische Flächengewicht der Papierbahn 2 messen und über Meßleitungen 38 und 39 entsprechende
Meßsignale der Regeleinrichtung 35 zuführen. Dort wird aus diesen Meßsignalen die Differenz gebildet, die
ein Maß für die auf der Bahn 2 erzeugte Schichtdicke ist. Die Differenz wird mit einem Sollwert verglichen, der
mittels eines Drehknopfes 40 einstellbar ist.
Wenn der Regler eine Abweichung vom Sollwert feststellt, dann gibt er über den Ausgang 41 einen
Steuerbefehl an das Druckregelventil 32 und löst hierdurch eine Änderung des Druckes im Schlauch 17
und somit des auf die Schaberklinge 4 ausgeübten Anpreßdruckes aus, und zwar im Sinne einer Annäherung
der Schichtdicke an den Sollwert
Gemäß der Erfindung gelangt der Steuerbefehl gleichzeitig über einen Schalter 26 in einen Signalverarbeiter
23. Dieser gibt über eine Leitung 24 ein Stellsignal an den Motor 13 ab, dessen Größe v./a der Höhe des
Steuerbefehls abhängt. Dadurch veis>-hwenkt der
Motor 13 den Schaberbalken 10 mit dem Klingenhalter 5 um die Schwenkachse 11, und zwar um einen solchen
Betrag, daß die schräge, an der laufenden Papierbann 2 anliegende Klingenstreichfläche parallel zur Bewegungsrichtung
der Papierbahn 2 bleibt, und zwar trotz der damit verbundenen Formänderung der Klinge 4.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Abstreifen von überschüssiger Streichmasse von einer laufenden Bahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, mittels einer sich quer
zur Biahnlaufrichtung erstreckenden und auf einem
Klingenhalter befestigten Schaberklinge, die mittels einer Anpreßeinrichtung unter Verformung gegen
die über eine Stützeinrichtung laufende Bahn andrückbar ist, wobei an dem gegen die Bahn
gerichteten Ende der Klinge eine schräge Klingenstreichfläche parallel zur Bahn verläuft und wobei
der KJingenhalter mittels einer Schwenkeinrichtung um eine quer zur Bahnlaufrichtung im Bereich der
Klingenstreichfläche angeordnete Achse schwenk- -5 bar ist, gekennzeichnet durc h_einen Signalverarbeiter (23), der aus einem eine Änderung der
Anpreßkraft auslösenden Steuerbefehl, dessen Höhe ein MSaß für den Betrag und damit der Formänderung der Streichklinge (4) der Anpreßkraft-Ände-
rung ist,«»« Stellsignal bildet, dessen Größe von der
Höhe des Steuerbefehls abhängt und das ein Verschwenken des Klingenhalters (5) um die
genannte Schwenkachse (11) auslöst, wobei die Größe des Schwenkwinkels von der Größe des
Stellsignals und somit von der Größe des Steuerbefehls abhängig ist
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, worin die Anpreßeinrichtung eine
mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagbare Stelleinrichtung (z.B, Schlauch 17) und eine mit
dieser verbundene Drucksteuereinrichtung (32, 35) aufweist, die einen Steuerte'ehl abgibt, von dessen
Höhe der Druck, in der Stelleinrichtung (17) abhängt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drucksteuereinrichtung (32,35) auch mit dem Signalverarbeiter (23)
verbunden ist, der das genannte Stellsignal in Abhängigkeit von der Höhe des Steuerbefehls bildet
40
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die wesentlichen Bestandteile dieser Vorrichtung sind:
a) eine sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende und auf einem Klingenhalter befestigte Schaberklinge, die mit ihrem gegen die Bahn gerichteten so
Ende mittels einer Anpreßeinrichtung unter Verformung gegei; die laufende Bahn andrückbar ist;
b) eine Schwenkeinrichtung zum Verschwenken des Klingenhalters um eine Achse, die quer zur
Bahnlaufrichtung und im Bereich des gegen die Bahn gerichteten Endes der Klinge (der Klingenspitz«) liegt. Dadurch kann der sogenannte
Klingenwinkel verstellt werden; das ist der an der Klingenspitze befindliche Winkel zwischen der
Klinge und der laufenden Bahn. Durch die Änderung der Klingenanpreßkräft wird dabei das
Strichgewicht eingestellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zuvor beschriebene Vorrichtung derart, weiterzubilden, daß
bei Änderung einer Betriebsbedingung, z. B. bei Änderung der auf die Klinge ausgeübten An.preßkraft,
der Klingenwinkel automatisch wenigstens angenähert
konstant bleibt Zugleich soll es aber möglich sein, daß
der Maschinenführer den Klingenwinkel bei Bedarf willkürlich verstellen kann.
Gemäß dem Hauptpatent sind zur Lösung der Aufgabe im Prinzip die folgenden Maßnahmen getroffen: Es ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, die an die
Schwenkeinrichtung ein vom Grad der z.B. für eine Änderung der Strichdicke notwendigen Formänderung
der Schaberklinge abhängiges Stellsignal abgibt, das ein Betätigen der Schwenkeinrichtung in einem solchen
Maße auslöst daß der Klingenwinkel wenigstens angenähert den ursprünglich vorhandenen Wert beibehält
Gemäß einem spezielleren Lösungsgedanken des Hauptpatents ist vorgesehen, daß die Steuereinrichtung
eine Meßeinrichtung zum Feststellen des Grads einer Formänderung der Schaberklinge aufweist Außerdem
ist ein Signalverarbeiter vorhanden, der das genannte Stellsignal in Abhängigkeit von dem gemessenen Grad
der Formänderung bildet
Eine andere Lösung der genannten Aufgabe ist mit Patentanspruch 1 angegeben. Danach wird das Stellsignal von der Höhe eines Steuerbefehls abgeleitet der
eine Änderung der auf die Schaberklinge ausgeübten Anpreßkraft auslöst Die Höhe des Steuerbefehls ist ein
Maß für den Betrag, um den sich die Anpreßkraft ändern soll, dam>,t auch ein Maß für die daraus
resultierende Formänderung der Schaberklinge und folglich auch ein Maß für die Änderung des Klingenwinkels, die sich ergeben würde, falls man die Schwenkeinrichtung nicht betätigen würde. Da nun aber der
Schwenkeinrichtung eine dem Steuerbefehl entsprechende Größe des Stellsignals zugeführt wird, löst dies
ein Verschwenken des Klingenhalters um genau denjenigen Winkelbetrag aus, der erforderlich ist, damit
der ursprüngliche Klingenwinkel erhalten bleibt
Mit der Lösung nach der Zusatzerfindung kommt man also im Prinzip zum gleichen Ergebnis wie mit dem
Gegenstand des Hauptpatents, jedoch entfällt die dort noch erforderliche Meßeinrichtung.
Eine weitere Ausgestaltung der Zusatzerfindung ist im Anspruch 2 angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Zusatzerfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese
zeigt eine schematische Seitenansicht einer Streichmaschine mit einer Abstreifvorrichtung.
Man erkennt in der Zeichnung eine Gegenwalze 1, um die eine Papierbahn 2 läuft Eine Auftragswalze 3 trägt
auf die Bahn 2 Btschichtungsmasse auf. Eine Schaberklinge 4 streicht überschüssige Beschichtungsmasse ab.
Sie wird von einem Klingenhalter 5 gehalten. Ein stangenförmiges Anpreßelement 6 drückt gegen die
Schaberklinge 4, so daß deren freies Ende (die »Klingenspitze«) in die auf die Papierbahn 2 aufgetragene Beschichtungsmasse gedrückt wird. Die Klingenspitze weist eine schräge Klingenstreichfläche auf, die
zumindest nach einer gewissen Abnützung der Klinge parallel zur Oberfläche der Papierbahn 2 ist.
Der Klingenhalter 5 sitzt auf einem Schaberbalken 10. Beide erstrecken sich quer zur Bahnlaufrichtung. Der
Sehaberbalken 10 ist an seinen Enden schwenkbar in zwei Schwenkhebeln 16 aufgehängt mittels je eines
Lagerschildes 10a. Die Schwenkhebel 16 sind um eine an ihrem unteren Ende befindliche Schwenkachse 15
schwenkbar. Das Schwenken des Schaberbalkens 10 relativ zu den Schwenkhebeln 16 erfolgt um eine am
oberen Ende der Schwenkhebel 16 befindliche Achse 11. Diese verläuft wenigstens angenähert entlang der
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| DE3036274C2 true DE3036274C2 (de) | 1983-11-10 |
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|---|---|---|---|
| DE19803036274 Expired DE3036274C2 (de) | 1979-04-04 | 1980-09-26 | Verfahren und Vorrichtung zum Abstreifen von überschüssiger Streichmasse von einer laufenden Bahn |
Country Status (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3419277A1 (de) * | 1983-05-25 | 1984-11-29 | Kanzaki Paper Mfg. Co., Ltd., Tokyo | Verfahren zur herstellung von gestrichenem papier |
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1980
- 1980-09-26 DE DE19803036274 patent/DE3036274C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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Also Published As
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