DE3036274A1 - Vorrichtung zum abstreifen von ueberschuessiger streichmasse von einer laufenden bahn - Google Patents
Vorrichtung zum abstreifen von ueberschuessiger streichmasse von einer laufenden bahnInfo
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Description
- Kennwort: "Parallelverstellung-Zusatz"
- Vorrichtung zum Abstreifen von überschüssiger Streichmasse von einer laufenden Bahn (Zusatz zu Patentanmeldung P 29 13 421.2-45) Die Erfindung geht aus von einer Abstreifvorrichtung nach der o.g. Hauptanmeldung, im einzelnen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Die wesentlichen Bestandteile dieser Vorrichtung sind: a) eine sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende und auf einem Klingenhalter befestigte Schaberklinge, die mit ihrem gegen die Bahn gerichteten Ende mittels einer Anpreßeinrichtung unter Verformung gegen die laufende Bahn andrückbar ist; b) eine Schwenkeinrichtung zum Verschwenken des Klingenhalters um eine Achse, die quer zur Bahnlaufrichtung und im Bereich des gegen die Bahn gerichteten Endes der Klinge (der Klingenspitze") liegt. Dadurch kann der sogenannte Klingenwinkel verstellt werden; das ist der an der Klingenspitze befindliche Winkel zwischen der Klinge und der laufenden Bahn.
- Der Hauptanmeldung wie auch der hier vorliegenden Zusatzanmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, die zuvor beschriebene Vorrichtung derart weiterzubilden, daß bei Änderung einer Betriebsbedingung, z.B. bei Änderung der auf die Klinge ausgeübten Anpreßkraft, der Klingenwinkel automatisch wenigstens angenähert konstant bleibt. Zugleich soll es aber möglich sein, daß der Maschinenführer den Klingenwinkel bei Bedarf willkürlich verstellen kann.
- Gemäß der Hauptanmeldung sind zur Lösung der Aufgabe im Prinzip die folgende Maßnahmen getroffen: Es ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, die bei einer Formänderung der Schaberklinge an die Schwenkeinrichtung ein vom Grad der Formänderung anhängiges Stellsignal abgibt, das ein Betätigen der Schwenkeinrichtung in einem solchen Maße auslöst, daß der Klingenwinkel wenigstens angenähert den ursprünglich vorhandenen Wert beibehält.
- Gemäß einem spezielleren Lösungsgedanken der Hauptanmeldung ist vorgesehen, daß die Steuereinrichtung eine Meßeinrichtung aufweist zum Feststellen des Grades einer Formänderung der Schaberklinge, außerdem einen Signalverarbeiter, der das genannte Stellsignal bildet in Abhängigkeit von dem gemessenen Grad der Formänderung.
- Eine andere Mögichkeit, das o.g. Lösungsprinzip zu verwirklichen, ist im beigefügten Patentanspruch 1 angegeben. Danach wird das Stellsignal von der Höhe eines Steuerbefehls abgeleitet, der eine Änderung der auf die Schaberklinge ausgeübten Anpreßkraft auslöst. Die Höhe des Steuerbefehls ist ein Maß für den Betrag, um den sich die Anpreßkraft ändern soll, somit auch ein Maß für die daraus resultierende Formänderung der Schaberklinge und folglich auch ein Maß für die Änderung des Klingenwinkels, die sich ergeben würde, falls man die Schwenkeinrichtung nicht betätigen würde. Da nun aber der Schwenkeinrichtung eine dem Steu3; 2 fehl entsprechende Größe des Stellsignals zugefüht wird, löst dies ein Verschwenken des Klingenhalters um genau denjenigen Winkelbetrag aus, der erforderlich ist, damit der ursprüngliche Klingenwinkel erhalten bleibt.
- Mit der Lösung nach der Zusatzerfindung kommt man also im Prinzip zum gleichen Ergebnis wie mit dem Gegenstand der Hauptanmeldung, jedoch entfällt die dort noch erforderliche Meßeinrichtung.
- Eine weitere Ausgestaltung der Zusatz erfindung ist im Anspruch 2 angegeben.
- Ein Ausführungsbeispiel der Zusatzerfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese zeigt eine schematische Seitenansicht einer Streichmaschine mit einer Abstreifvorrichtung.
- Man erkennt in der Zeichnung eine Gegenwalze 1, um die eine Papierbahn 2 läuft. Eine Auftragswalze 3 trägt auf die Bahn 2 Beschichtungsmasse auf. Eine Schaberklinge 4 streicht überschüssige Beschichtungsmasse ab. Sie wird von einem Klingenhalter 5 gehalten.
- Ein stangenförmiges Anpreßelement 6 drückt gegen die Schaberklinge 4, so daß deren freies Ende (die "Klingenspitze") in die auf die Papierbahn 2 aufgetragene Beschichtungsmasse gedrückt wird. Die Klingenspitze weist eine schräge Klingenstreichfläche auf, die zumindest nach einer gewissen Abnützung der Klinge parallel zur Oberfläche der Papierbahn 2 ist.
- Der Klingenhalter 5 sitzt auf einem Schaberbalken 10. Beide erstrecken sich quer zur Bahnlaufrichtung. Der Schaberbalken 10 ist an seinen Enden schwenkbar in zwei Schwenkhebeln 16 aufgehängt mittels je eines Lagerschildes iOa. Die Schwenkhebel 16 sind um eine an ihrem unteren Ende befindliche Schwenkachse 15 schwenkbar. Das Schwenken des Schaberbalkens 10 relativ zu den Schwenkhebeln 16 erfolgt um eine am oberen Ende der Schwenkhebel 16 befindliche Achse 11. Diese verläuft wenigstens angenähert entlang der Spitze der Klinge 4. Das Verschwenken des Schaberbalkens 10 erfolgt mit Hilfe eines Motors 13 mit einem Getriebe 14, einem Hebel 14a und einem Lenker 12. Der Motor 13 und das Getriebe 14 ruhen auf der genannten unteren Schwenkachse 15 und sind zusammen mit den Schwenkhebeln 16 schwenkbar. In der Zeichnung sind die Schwenkhebel 16 und der Schaberbalken 10 mit dem Klingenhalter 5 in Betriebstellung. Die Schwenkhebel 16 liegen hierbei an Anschlägen 16a, die an einem die Walze 1 tragenden Ständer la angeordnet sind. Die gesamte Abstreifvorrichtung 4 bis 14a kann durch Schwenken der Hebel 16 um die Achse 15 von der Walze 1 entfernt werden in eine nicht dargestellte Ruhestellung.
- Das Anpreßelement 6 ruht in einem Halter 8, der mit dem Klingenhalter 5 gelenkig verbunden ist. Die vom Anpreßelement 6 auf die Schaberklinge 4 ausgeübte Kraft ergibt sich aus der Differenz zwischen den in zwei Druckgasschläuchen 17 und 18 herrschenden Drücken. Zum Beaufschlagen der Schläuche 17 und 18 mit Druckgas ist folgendes vorgesehen: Von einer Druckgasquelle~30 führen eine Leitung 31 über ein Druckregelventil 32 zu dem Schlauch 17 und eine Leitung 33 über ein von Hand einstellbares Drosselventil 34 zu dem Schlauch 18, worin der Druck während des Betriebes in der Regel unverändert bleibt.
- Das Druckventil 32 wird gesteuert durch eine Regeleinrichtung 35, die die Schichtdicke (oder mit anderen Worten: das Auftragsgewicht) auf einen konstanten Wert einregeln soll. Hierzu befinden sich an der laufenden Papierbahn 2 vor und nach der Streichmaschine je ein Meßfühler 36 und 37, die das spezifische Flächengewicht der Papierbahn 2 messen und über Meßleitungen 38 und 39 entsprechende Meßsignale der Regeleinrichtung 35 zuführen. Dort wird aus diesen Meßsignalen die Differenz gebildet, die ein Maß für die auf der Bahn 2 erzeugte Schichtdicke ist. Die Differenz wird mit einem Sollwert verglichen, der mittels eines Drehknopfes 40 einstellbar ist.
- Wenn der Regler eine Abweichung vom Sollwert feststellt, dann gibt er über den Ausgang 41 einen Steuerbefehl an das Druckregelventil 32 und löst hierdurch eine Änderung des Druckes im Schlauch 17 und somit des auf die Schaberklinge 4 ausgeübten Anpreßdruckes aus, und zwar im Sinne einer Annäherung der Schichtdicke an den Sollwert.
- Gemäß der Erfindung gelangt der Steuerbefehl gleichzeitig über einen Schalter 26 in einen Signalverarbeiter 23. Dieser gibt über eine Leitung 24 ein Stellsignal an den Motor 13 ab, dessen Größe von der Höhe des Steuerbefehls abhängt. Dadurch verschwenkt der Motor 13 den Schaberbalken 10 mit dem Klingenhalter 5 um die Schwenkachse 11 und zwar um einen solchen Betrag, daß die schräge, an der laufenden Papierbahn 2 anliegende Klingenstreichfläche parallel zur Bewegungsrichtung der Papierbahn 2 bleibt, und zwar trotz der damit verbundenen Formänderung der Klinge 4. Leerseite
Claims (2)
- Kennwort: "Parallelverstellung-Zusatz" Patentansprüche Vorrichtung zum Abstreifenvon überschüssiger Streichmasse von einer laufenden Bahn (2), insbesondere Papier- und Kartonbahn, mit einer sich zur Bahnlaufrichtung erstreckenden und auf einem Klingenhalter (5) befestigten Schaberklinge (4), die mit ihrem gegen die Bahn gerichteten Ende mittels einer Anpreßeinrichtung (6,8, 17, 18) unter Verformung gegen die laufende Bahn andrückbar ist, wobei der Klingenhalter mittels einer Schwenkeinrichtung (12 bis 14a) um eine Achse (11) schwenkbar ist, die quer zur Bahnlaufrichtung und im Bereich des gegen die Bahn gerichteten Endes der Klinge liegt, und wobei sich an dem genannten Ende der Klinge zwischen der Klinge und der Bahn ein bestimmter Winkel ("Klingen.rinkel") einstellt, gekennzeichnet durch einen Signalverarbeiter (23), der aus einem eine Änderung der Anpreßkraft auslösenden Steuerbefehl, dessen Höhe ein Maß für den Betrag der Anpreßkraft-Änderung ist, ein Stellsignal bildet, dessen Größe von der Höhe des Steuerbefehls abhängt und das ein Verschwenken des Klingenhalters (5) um die genannte Schwenkachse (11) auslöst, wobei die Größe des Schwenkwinkels von der Größe des Stellsignals und somit von der Größe des Steuerbefehls abhängig ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die Anpreßeinricntung eine mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagbare Stelleinrichtung (z.B. Schlauch 17) und eine mit dieser verbundene Drucksteuereinrichtung (32, 35) aufweist, die einen Steuerbefehl abgibt, von dessen Höhe der Druck in der Stelleinrichtung (17) abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucksteuereinrichtung (32, 35) auch mit dem Signalverarbeiter (23) verbunden ist, der das genannte Stellsignal in Abhängigkeit von der Höhe des Steuerbefehls bildet.
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