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Fahrradrückbeleuchtung.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Fahrradrückbeleuchtung der dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrundeliegenden Art.
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Es ist eine solche Fahrradrückbeleuchtung bekannt, bei welcher der
elektrische Speicher ein kleiner Akkumulator ist, der vom Dynamo des Fahrrades aufgeladen
werden soll, wenn die Rückbeleuchtung nicht in Betrieb ist. Sobald das Fahrrad anhält
und die Spannung am Dynamo wegbleibt erfolgt mittels einer elektronischen Schaltung
eine Umschaltung auf den Akkumulator, so daß der Betrieb der Rückbcleuchtung, der
sonst vom Dynamo bewerkstelligt wircl, nunmehr vom Akkumulator übernommen wird.
Setzt sich das Fahrrad wieder in Bewegung, wird die Versorgung der Rückleuchte durch
die dann wieder am Dynamo anstehende Spannung auf den Dynamo zurückgeschaltet.
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Eine solche Art der Fahrradrückbeleuchtung ist an sich erstrebenswert,
weil ein Fahrrad beim Anhalten im Dunkeln normalerweise wegen Wegbleibens der Dynamospannung
kein Rücklicht aufweist, und andererseits ein Radfahrer besonders gefährdet ist.
Es gehen die Bestrebungen also dahin, zu vermeiden, daß ein Fahrrad beim Anhalten
z. B. an einer Ampel oder auch auf einer dunklen Landstraße plötzlich völlig ohne
eigene Beleuchtung ist.
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Die bekannte Ausführungsform schafft zwar die Möglichkeit einer Beleuchtung
beim Anhalten, hat sich aber in der Praxis nicht bewährt. Es hat sich nämlich gezeigt,
daß ein Akkumulator durch einen Fahrraddynamo, der ja noch für den Betrieb der Rückleuchte
so-rgen muß, nicht ausreichend aufladbar ist. Bei der bekannten Ausfuhrungsform
ist der Akkumulator nach einer relativ geringen Zahl von Aufenthalten daher entleert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahrradrückbeleuchtung
der dem Oberbegriff entsprechenden Art so auszugestalten, daß die Erzeugung eines
sichernden Rücklichts über einen längeren Zeitraum gewährleistet ist.
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Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung
gelöst.
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Der Erfindung liegt der Gedanke zugrundc, daß es ja nur dann erforderlich
ist, ein in Anwesenheit des Radfahrers anzeigendes Signal zu geben, wenn sich ein
anderes Fahrzeug nähert. Es reicht aus, wenn die Rückleuchte in diesem Augenblick
zu erkennen ist.
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Aus diesem Grund leuchtet die Rückleuchte bei der erfindungsgemäßen
Rückbeleuchtung nur auf, wenn
das fotoelektrische Element vom Lichtschein
eines herannahenden Fahrzeuges getroffen wird. Außerdem muß ein Anhalten vorangegangen
sein, welches zu einer Aktivierung für eine bestimmte Zeit in der Größenordnung
von einer halben bis zu einigen Minuten führt.
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Nur wenn der Lichtstrahl des herannahenden Fahrzeuges in dieser Zeit
auf das foteel ekl -5 sche J" Element fällt, leuchtet das Rücklicht auf. Dadurch
wird vermieden, daß auch bei einem abgestellten Fahrrad das Rücklicht jedesmal aufleuchtet,
wenn es von einer Helligkeit getroffen wird. Andererseits reicht eine Aktivierungszeit
in der angegebenen Größenordnting erfahrungsgemäß aus, um den weist alls größten
Teil der Anhaltevorgäncge zu sichern. Lçinyere Aktivierungszeiten sind mit vertretbarem
Aufwand nur schwer zu erzielen.
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Das Vorhandensein einer Batterie statt eines Akkumulators gewährleistet
für einen ausreichenden Zeitraum eine hinreichende Spannung zum Betrieb der Rückleuchte.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird die Stromentnahme über eine längere Betriebsdauer
stark vermindert, weil die Rückleuchte ja nur in den eine Gefährdung bringenden
Zeitpunkten aufleuchtet. Es kann also nicht der Fall eintreten, daß nach kurzer
Zeit nur noch eine geringe Spannung zur Verfügung steht, wie es bei einem nicht
richtig wieder aufgeladenen Akkumulator der Fall ist.
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Gemäß Anspruch 2 kann die selbsttätige Schaltverrichtung eine elektronische
Schaltvorrichtung sein, die mit einem Minimum an elektrischer Energie die erforderlichen
Umschaltvorgänge bewerkstelligen kann.
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Während für den Normalfall vorgesehen ist, die Umschaltung beim Anhalten
in bekannter Weise über den Abfall der Dynamospannung vorzunehmen, kann stattdessen
oder auch zusätzlich vorgesehen sein, daß die Schalteinrichtung durch einen auf
die Verzögerung beim Anhalten ansprechenden Beschleunigungsschalter betätigbar ist
(Anspruch 3).
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Als Beschleunigungsschalter ist ein solcher Schalter gemeint, der
bei irgendwelchen Geschwindigkeitsänderungen Kontakt gibt. Beispielsweise kann es
sich um Quecksilberschalter oder Schalter mit beweglichen metallischen Kontaktkugeln
handeln.
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Sobald ein solcher Schalter eine Stromverbindung hergestellt hat,
wird ein Kondensator geladen, dessen Entladungszeit die Aktivierungszeit bestimmt.
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Die Maßnahme des Anspruchs 4 vermeidet ebenfalls eine unnötige Stromentnahme
aus der Batterie.
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Im allgemeinen ist die Gefahrensituation, die beim Anhalten des Radfahrers
entsteht, nur für einen begrenzten Zeitraum gegeben, der durch das angegebene Merkmal
abyedeckt ist.
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Eine schaltungstechnisch einfach zu verwirklichende Ausführungsform
ist in Anspruch 5 wiedergegeben.
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Diese Ausführungsform hat jedoch die Eigenschaft, daß die Leuchtzeit
der Rückleuchte am Ende der Aktivierungszeit relativ kurz ist.
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Mit einem etwas vergrößerten schaltungstechnischen Aufwand kann gemäß
Anspruch 6 auch erreicht werden, daß die Leuchtzeit von dem verbleibenden Rest der
Aktivierungszeit im wesentlichen unabhängig ist.
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Anspruch 7 gibt eine bevorzugte Bauform der Rückbeleuchtung wieder,
die wesentliche Vorzüge aufweist, weil alle Elemente in einem Gehäuse zusammengefaßt
sind. Bei der bekannten Ausführungsform ist z. B. der Akkumulator in einem besonderen,
von der Rückleuchte entfernten Abteil am Rahmen untergebracht, was eine besondere
Verdrahtung erfordert.
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Mit der Befestigungsschraube nach Anspruch 8 kann die erfindungsgemäße
Rückbeleuchtung an die Stelle einer herkömmlichen Rückbeleuchtung gesetzt werden,
ohne daß irgendwelche Änderungen an dem Fahrrad erforderlich sind, was bei den geringen
Aufwandserwartungen, die Radfahrer an ihr Fahrzeug stellen, von wesentlicher Bedeutung
ist.
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Ausführungshcispi cle der Erfindung s sind in der Zeichnung wied(rge(3eben.
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Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des unteren Teils des hinteren Schutzblechs
eines Fahrrades mit der erfindungsgemäßen Rückbeleuchtung; Fig. 2 zeigt einen Horizontalschnitt
durch die Rückluchte; Fig. 3 und 4 zeigen beispielsweise Schaltbilder der elektronischen
Schalteinrichtung.
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In Fig. 1 ist das Hinterrad 1 eines Fahrrades dargestellt, welches
durch ein Schutzblech 2 in seinem oberen Ende überdeckt ist, welches an seinem unteren
Ende die als Ganzes mit 1o bezeichnete Rückleuchte aufweist.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, umfaßt die Rückleuchte 1o ein Gehäuse
3 aus Kunststoff, auf welchem
eine durchsichtige Abdeckkappe 4 ebenfalls
aus Kunststoff mit Hilfe eines Uberwurfschraubringes 5 befestigt ist. An dem Gehäuse
3 ist ein Metallbügel 6 angebracht, der über eine Schraube 7 am Schutzblech 2 befestigt
ist und die Rückleuchte 10 trägt sowie den Massekontakt herstellt.
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Auf einem umlaufenden Absatz 11 des Gehäuses 3 ruht eine Platine
12, die durch einen inneren Ansatz 13 der Abdeckkappe 4 gegen den Ansatz 11 gedrückt
und festgehalten wird. Unterhalb der Platine 12 ist somit eine Kammer 14 gebildet,
in der zwischen Vorsprüngen 15 drei übliche Stabbatterien 16 untergebracht sind,
die durch eine Schaumstoffzwischenschicht 17 in ihrer Lage rüttelfest gehalten werden.
Auf der Oberseite der Platine 12 ist die Glühlampe 18 sowie die als Ganzes mit 20
bezeichnete elektronische Schaltrichtung untergebracht, die z.B. Schalttransistoren
19 sowie insbesondere ein fotoelektrisches Element 21 umfaßt, beispielsweise eine
Fotoelement oder auch C? innen Fotowiclerstand.
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Die elektronische Schaltvorrichtung 20 ist so ausgeführt, daß die
Glühbirne 18 nur aufleuchtet, wenn gebremst worden ist und gleichzeitig das fotoelektrische
Element 21 beleuchtet wird.
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Fig. 3 und 4 geben Beispiele an, wie die Schalteinrichtung 20 im
einzelnen ausgeführt sein kann.
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Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform bei der das Umschalten der Glühbirne
18 vom Dynamobetrieb auf Batteriebetrieb durch den Wegfall der Dynamospannung beim
Anhalten erfolgt. Die Glühlampe 18 liegt über die Leitung 22 an Masse und wird bei
normalem Fahren im Dunkeln über die Leitung 23 vom Dynamo mit Spannung versorgt.
Die Spannung der Batterien 16 liegt am Punkt 24. Beim Wegfall der Dynamospannung
erfolgt die
Stromzufuhr zur Glühlampe 18 vom Punkt 24. Die Diode
25 verhindert, daß dabei die Batterien über den Dynamo entladen werden. Die Dynamospannung
wird über die Leitung 26 auch dem gewissermaßen logischen Schaltungsteil zugeführt,
der Kondensatoren 27, 28 zur Bestimmung der Aktivierungszeit, das fotoelektrische
Element 21 sowie die Bestandteile eines IC's bildenden logischen Elemente 30, 31,
32, 33 enthält. Diese Elelller)te wirken derart zusammen, daß die Glühlampe 18 nacll
dem Wegbleiben der Dynamospannung während einer durch die Zeitkonstanten der RC-Glieder
27, 34 bzw. 28, 35 bestimmten Zeit nur dann aufleuchtet, nachdem das fotoelektrische
Element 21 von einem Lichtstrahl eines herannahenden Fahrzeuges getroffen ist.
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Bei der Schaltung nach Fig. 3 erfolgt nach dem Anhalten das Aufleuchten
der Glühbirne 18, nachdem das fotoelektrische Element 21 von einem Lichtstrahl getroffen
worden ist, für einen Zcitr-num, der dem verbliebenen Rest der Aktivierungszeit
entspricht.
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Es ist aber auch möglich, durch entsprechende Abwandlungen der Schaltung
zu erreichen, daß beim Einschalten der Glühbirne 18 durch die Beleuchtung des fotoelektrischen
Elements 21 eine euchtdauer gegeben ist, die nicht direkt von dem verbliebenen Rest
der Aktivierungszeit abhängt, sondern stets einen im wesentlichen festen Wert einnimmt.
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In Fig. 4 ist eine erweiterte Ausführungsform wiedergegeben, die
allerdings hinsichtlich der Hinschaltung der Glühbirne 18 während einer Aktivierungszeit
nur bei Beleuchtung des fotoelektrischen Elements 21 mit der Schaltung nach Fig.
3 übereinstimmt. Es sind insoweit auch die Bezugszahlen gleich.
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Es wird jedoch die Schaltung durch einen Beschleunigungsschalter
36 ergänzt, der alS Rugelschalter ausgebildet ist und bewirkt, daß die Glühlampe
18 auch beim Bremsen aufleuchtet und die Rückleuchte 10 somit nicht nur als Sicherheitsleuchte
bei stehendem Fahrrad, sondern auch als Bremsleuchte dienen kann. Durch den Beschleunigungsschalter
36 wird die Glühlampe eingeschaltet, solange die Kugel Kontakt gibt, unabhängig
davon, ob der Dynamo noch Spannung abgibt oder nicht.