DE3035740C2 - - Google Patents
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16D55/00—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes
- F16D55/02—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes with axially-movable discs or pads pressed against axially-located rotating members
- F16D55/22—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes with axially-movable discs or pads pressed against axially-located rotating members by clamping an axially-located rotating disc between movable braking members, e.g. movable brake discs or brake pads
- F16D55/228—Brakes with substantially-radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes with axially-movable discs or pads pressed against axially-located rotating members by clamping an axially-located rotating disc between movable braking members, e.g. movable brake discs or brake pads with a separate actuating member for each side
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F16D59/02—Self-acting brakes, e.g. coming into operation at a predetermined speed spring-loaded and adapted to be released by mechanical, fluid, or electromagnetic means
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft ganz allgemein Not- oder Sicherheits
bremsen, der im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten Art.
Solche Bremsen werden nur im Notfall tätig.
Sie werden insbesondere in der Industrie eingesetzt, bei
spielsweise zur Ausrüstung von Winden, Kränen und Laufkränen;
normalerweise bleiben sie ständig in ausgerückter Stellung
und werden nur im Fall einer Gefahr entweder von Hand oder
automatisch in die geschlossene oder eingerückte Stellung ge
bracht, beispielsweise gesteuert von einem Detektor, der die
Geschwindigkeit des abzubremsenden Organs erfaßt.
Eine derartige Not- oder Sicherheitsbremse hat im allgemeinen
einen festen Träger, ein abzubremsendes Organ und wenigstens
ein Bremsorgan, das sich an das abzubremsende Organ anlegen
kann und auf das einerseits Beaufschlagungsmittel, bei
spielsweise elastische Mittel einwirken, die sich beispiels
weise an dem festen Träger abstützen und das Bremsorgan stän
dig in Richtung auf das abzubremsende Organ beaufschlagen,
sowie andererseits in ihrer Wirkung aufhebbare Rückhalte
mittel, die das Bremsorgan normalerweise auf Abstand von dem
abzubremsenden Organ halten.
Diese Rückhaltemittel, die tatsächlich nur eine passive Funk
tion haben, bestehen im allgemeinen aus einem Elektromagneten
oder aus einem Hydraulikzylinder.
Im Fall des Einsatzes eines Elektromagneten ergibt sich von
Natur aus ein andauernder, unerwünschter Energieverbrauch,
der, umso nachteiliger ist, als die Funktion lediglich eine
passive ist. Außerdem ist der Einsatz eines Elektromagneten
sehr begrenzt, da er nicht mehr verwendet werden kann, wenn
die aufzubringende Rückhaltekraft, die mit der im Notfall zu
entwickelnden Bremskraft verbunden ist, sehr groß ist.
Im Fall der Verwendung hydraulischer Arbeitszylinder muß
dieser ständig mit einem Arbeitsmedium versorgt werden, um
die unvermeidbaren Leckverluste auszugleichen und einen be
stimmten Druck aufrechtzuerhalten; dadurch werden die Zuver
lässigkeit der Vorrichtung verringert und die Kosten erhöht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bremse der ge
nannten Gattung zu schaffen, die bei einfachem und kostengün
stigem Aufbau wartungsfrei sicher auch übergroße Bremskräfte
freisetzen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen
den Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmalen gelöst.
Es ist bereits der Einsatz explosiver Ladungen in Bremssyste
men und insbesondere bei Sicherheitsbremssystemen vorgeschla
gen worden. In diesem Zusammenhang wird auf die
französische Patentanmeldung 20 96 314 und auf die US-PS
39 42 607 hingewiesen. Bei diesen bekannten Systemen kommt
jedoch die explosive Ladung durch den von ihr erzeugten
Luftdruck zur Wirkung, der die Verschiebung eines Steuer
teils herbeiführt, das die Tätigkeit des Bremssystems si
cherstellt. Das bedeutet, daß die Konstruktion äußerst
kompliziert ist.
Dieser Nachteil wird bei der Not- oder Sicherheitsbremse
gemäß der Erfindung vermieden, bei der das explosive Ele
ment, das verwendet wird, äußerst einfach ist und selbst
unmittelbar zum Einsatz kommt. Wenn es sich dabei um einen
Bolzen, eine Mutter oder eine Zwischenstütze handelt, bil
det ein derartiges, explosives Element in hervorragender
Weise ein passives Teil, das keinerlei Wartung für seinen
Beharrungszustand erfordert und das gleichwohl zur wirt
schaftlichen Ausübung einer ganz einfachen, passiven
Funktion geeignet ist. Diese Funktion übt es ohne beson
dere Einrichtungen und zusätzliche Organe selbst aus, wie
es ein vergleichbares Element täte, das jedoch keine explo
sive Ladung aufnimmt.
Wenn die Zündung der explosiven Ladung gesteuert wird, wo
bei dies in vorteilhafter Weise durch Fernbedienung und Zu
fuhr eines elektrischen Stromes geschehen kann, führt die
explosive Ladung einen Bruch in wenigstens zwei Teile des
explosiven Elementes herbei, wodurch die passive Halte
funktion, die es bisher ausgeübt hat, schlagartig aufge
hoben wird.
Außer der großen Einfachheit und der wirtschaftlichen Unter
haltung für seinen Betrieb hat ein derartiges, explosives
Element noch weitere Vorteile. So ist vor allem seine An
sprechzeit außerordentlich kurz und fast null. Daraus er
gibt sich eine sehr große Sicherheit. Wenn außerdem mehrere
Not- oder Sicherheitsbremsen an ein und demselben, abzu
bremsenden Organ in einer Gruppe angeordnet sind, eignet es
sich, wenn man keine zu abrupte Abbremsung des abzubremsenden
Organs wünscht, besonders vorteilhaft für einen abgestuften
Wirkungseintritt der Notbremsen durch eine verzögerte, hin
tereinander erfolgende Betätigung der entsprechenden, explo
siven Ladungen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt einer Notbremse gemäß der Erfin
dung in der Ebene I-I der Fig. 2 bei ausgerückter
Bremse,
Fig. 2 eine Ansicht der Bremse in Richtung des Pfeiles II
der Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilschnitt in der Ebene III-III der Fig. 2,
Fig. 4 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung in einge
rückter Stellung der Bremse,
Fig. 5 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, wobei
eine mögliche Konstruktion der Freigabemittel ge
zeigt ist, die an der Bremse gemäß der Erfindung
eingesetzt werden kann, und
Fig. 6 u. 7 der Fig. 1 entsprechende Teildarstellungen von Va
rianten.
In den Figuren ist das abzubremsende Organ eine rotierende
Scheibe 10. Die Notbremse gemäß der Erfindung weist außer
dieser Scheibe 10 einen festen Träger 11 und wenigstens
ein Bremsorgan auf, das sich an die Scheibe 10 anlegen
kann.
In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind zwei Brems
organe 12 A und 12 B vorgesehen, die dazu bestimmt sind, sich
gegen die beiden Seiten der Scheibe 10 symmetrisch zuein
ander anzulegen.
Der feste Träger 11 weist gegenüber dem Abschnitt der Schei
be 10 und rechtwinklig zu deren Achse einen Trägerflansch
13 auf. Er hat ferner für die Führung der Bremsorgane 12 A
und 12 B zwei Hohlkörper 14 A und 14 B, die zu beiden Seiten
des Trägerflansches 13 befestigt sind. Hierzu sind beide
Hohlkörper 14 A und 14 B einstückig mit einer Platte 15 A
bzw. 15 B ausgerüstet, die mit dem Trägerflansch 13 ver
bunden sind, beispielsweise mit Hilfe von Schraubverbin
dungen 17.
Zwischen den Hohlkörpern und den Platten 15 A und 15 B sind
Versteifungsrippen 18 A und 18 B ausgebildet.
Die Bremsorgane 12 A und 12 B bilden zusammen mit den Hohl
körpern 14 A und 14 B Kolben-Zylinder-Anordnungen, wobei die
Öffnungsseite der Hohlkörper zur Scheibe 10 hin gerichtet
ist und die Bremsorgane 12 A und 12 B in den freien Öffnungen
verschiebbar gelagert sind.
Die Bremsorgane 12 A und 12 B weisen gegenüber der Scheibe 10
an ihrer Außenseite Reibbeläge 19 A bzw. 19 B auf. An der
Innenseite jedes Bremsorgans 12 A bzw. 12 B ist ein Steuer
block 20 A bzw. 20 B befestigt, der sich in axialer Richtung
erstreckt.
Die Einzelheiten dieser Konstruktion sind bekannt und nicht
Teil der Erfindung, so daß sie nicht noch weiter erläutert
werden. So kann insbesondere die Verbindung zwischen jedem
Bremsorgan 12 und dem zugehörigen Steuerblock 20 durch ein
Gelenk hergestellt sein.
Auf jedes Bremsorgan 12 A und 12 B wirken Beaufschlagungsmit
tel ein, die es dauernd in Richtung auf die Scheibe 10
drücken. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es
sich dabei um elastische Mittel, die, wie dargestellt,
aus einem Paket von Tellerfedern 22 A, 22 B bestehen, welche
sich einerseits an dem Steuerblock 20 A bzw. 20 B und ander
erseits an dem festen Träger 11, genauer gesagt an dem
Boden 21 A bzw. 21 B des Hohlkörpers 14 A bzw. 14 B abstützen;
zur Abstützung am Steuerblock 20 A bzw. 20 B weist dieser
eine Schulter 23 A bzw. 23 B auf.
Jedes Bremsorgan 12 A, 12 B ist außerdem mit einziehbaren
Rückhaltemitteln ausgerüstet, die es normalerweise auf Ab
stand von der Scheibe 10 halten, wie Fig. 1 zeigt. Er
findungsgemäß haben diese einziehbaren Rückhaltemittel
wenigstens ein explosives Element, das heißt ein Element,
das eine Explosionsladung aufweist, die dazu dient, den
Bruch der Rückhaltemittel herbeizuführen, wenn sie gezün
det werden.
Bei der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungs
form besteht das explosive Element aus einem explosiven
Bolzen 25 A bzw. 25 B, der mit seinem Gewindeschaft 26 A bzw.
26 B in das zugehörige Bremsorgan 12 A bzw. 12 B, genauer ge
sagt in den damit verbundenen Steuerblock 20 A bzw. 20 B ein
geschraubt ist, in dessen freies Ende hierzu eine axial ver
laufende Gewindebohrung 27 A bzw. 27 B eingearbeitet ist. Der
Gewindeschaft 26 A bzw. 26 B stützt sich mit seinem Kopf 28 A
bzw. 28 B an dem Träger 11 ab, das heißt an der Außenseite
des Bodens 21 A bzw. 21 B des Hohlkörpers 14 A bzw. 14 B, wozu
in den Boden eine axial verlaufende Bohrung für den Durch
tritt des Gewindeschaftes 26 A bzw. 26 B des explosiven Bol
zens 25 A bzw. 25 B eingearbeitet ist.
Die Ausbildung des explosiven Bolzens an sich ist bekannt
und nicht Teil der Erfindung, so daß sie nicht weiter be
schrieben ist. Es genügt, darauf hinzuweisen, daß ein sol
cher explosiver Bolzen eine explosive Ladung enthält, die
mit einer Zündschnur 30 A bzw. 30 B verbunden ist, um die
Ladung zu zünden, damit auf diese Weise der Kopf 28 A bzw.
28 B vom Gewindeschaft 26 A bzw. 26 B abgesprengt werden kann.
Außerdem sind vorzugsweise Freigabemittel vorgesehen, die
einen Abstand zwischen den Bremsorganen 12 A und 12 B zur
Scheibe 10 herstellen, wenn die Bremse eingebaut oder nach
einem Bremsvorgang wieder in Betrieb gesetzt werden soll.
Um diesen Abstand herzustellen, wäre es nämlich sehr
schwierig, hierzu nur die Bolzen 25 A und 25 B zu benutzen,
weil hierzu aufgrund der Tellerfederpakete 22 A und 22 B
elastische Kräfte überwunden werden müßten.
Bei dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungs
beispiel besitzen diese Freigabemittel für jedes Brems
organ 12 A und 12 B wenigstens zwei Ansätze 32 A-33 A bzw.
32 B-33 B, die jeweils gegenüberliegend an dem Bremsorgan
12 A bzw. 12 B und dem festen Träger 11 angeformt sind, wo
bei sie beim Träger, wie die Fig. 2 und 5 zeigen, seitlich
vom Hohlkörper 14 A bzw. 14 B abstehen.
In der Praxis sind zwei Paare dieser Ansätze 32 A-33 A und
32 B-33 B diametral und einander gegenüberliegend angeordnet.
Wie Fig. 3 zeigt, ist in jeden Ansatz ein radial verlaufen
der Schlitz 34 eingearbeitet.
Damit kann an jedes Paar der Ansätze 32 A-33 A und 32 B-33 B
rechtwinklig zur Ebene der Scheibe 10 ein Arbeitszylinder 35
angesetzt werden, was in Fig. 5 dargestellt ist. Ein der
artiger Arbeitszylinder 35 weist einen Körper 36 auf, mit dem
ein Zuganker 37 verbunden ist, welcher an seinem Ende einen
Kopf 38 zur Befestigung an einem Ansatz 32 A, 32 B hat, sowie
einen Kolben 39, der mit einem Zuganker 40 verbunden ist,
dessen am Ende ausgebildeter Kopf 41 zum Eingriff an einem
Ansatz 33 A, 33 B dient.
Wenn diese Arbeitszylinder 35 eingesetzt werden, können die
Bremsorgane 12 A und 12 B auf Abstand von der Scheibe 10 ge
bracht werden, bis die Steuerblöcke 20 A, 20 B der Bremsor
gane am Boden 21 A, 21 B der Hohlkörper 14 A, 14 B anschlagen.
Damit können die explosiven Bolzen 25 A und 25 B sehr leicht
eingeschraubt werden.
Nach dieser Befestigung der Bolzen werden die Arbeitszylinder
35 seitlich herausgenommen und können dann beispielsweise
für eine entsprechende Operation an anderen Bremsen weiter
verwendet werden.
Im Betrieb halten die explosiven Bolzen 25 A und 25 B die
Bremsorgane 12 A und 12 B gegen die Kraft der Tellerfederpake
te 22 A, 22 B ständig auf Abstand zu der Scheibe 10.
Wenn der Notfall eintritt, wird die Zündung der explosiven
Ladung dadurch gesteuert, daß ein Strom durch die Zünd
schnüre 30 A, 30 B geleitet wird, was entweder manuell oder
automatisch gesteuert werden kann, beispielsweise über einen
Geschwindigkeitsdetektor, der in den Zeichnungen nicht näher
dargestellt ist.
Wie bereits erläutert, wird durch die Zündung der Kopf 28 A
bzw. 28 B des explosiven Bolzens 25 A bzw. 25 B abgesprengt,
was für einen von beiden in Fig. 4 dargestellt ist. Die
damit freigegebenen Bremsorgane 12 A und 12 B legen sich au
genblicklich unter der Belastung der Tellerfederpakete 22 A
und 22 B an der Scheibe 10 an.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Bremse wird durch die Zün
dung des explosiven Bolzen in keiner Weise beschädigt, da
lediglich diese Bolzen ausgewechselt werden müssen, um die
Bremsen anschließend wieder in die Betriebsstellung zu
bringen. Dies erfolgt dann beispielsweise in der bereits
beschriebenen Weise.
Bei einer Variante können die Bremsorgane zum erleichterten
Einschrauben der explosiven Bolzen 25 A und 25 B beispiels
weise durch die Scheibe 10 verschoben werden, da diese
oder das damit verbundene Organ eine Axialverschiebung in
beiden Richtungen ausführen kann.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform, die in Fig. 6 ge
zeigt ist und die die Betätigung des Bremsorgans 12 A be
trifft, besteht das damit verbundene, explosive Element aus
einer explosiven Mutter 42 A, die auf einen Gewindeschaft 43 A
aufgeschraubt ist, der seinerseits in die Gewindebohrung 27 A
des mit dem Bremsorgan 12 A verbundenen Steuerblocks 20 A ein
geschraubt ist.
Wie bei dem zuvor beschriebenen Beispiel stützt sich die
explosive Mutter 42 A am Boden 21 A des Hohlkörpers 14 A des
Trägers 11 ab.
Beim Zünden der explosiven Ladung wird die Mutter 42 A zer
stört und dabei in wenigstens zwei Teile zerbrochen, so daß
dadurch das Bremsorgan 12 A freigegeben wird.
Bei dieser Variante kann jedoch der Gewindeschaft 43 so lang
ausgebildet werden, daß er von der Außenseite des Hohlkör
pers 14 A noch erfaßt werden kann, wenn das Bremsorgan 12 A
an der Scheibe 10 anliegt, so daß er auf diese Weise zum
Zurückziehen des Bremsorgans dienen kann, um die Scheibe
wieder freizugeben.
Selbstverständlich gilt diese Variante auch für das gegen
überliegende Bremsorgan 12 B.
Entsprechendes gilt auch für die in Fig. 7 gezeigte Aus
führungsform. Bei dieser besteht das explosive Element ge
mäß der Erfindung aus einer explosiven Scheibe 45 A, die als
Zwischenträger zwischen den Boden 21 A des Hohlkörpers 14 A
des Trägers 11 und einen Zuganker 46 A eingesetzt ist, der in
den Steuerblock 20 A des Bremsorgans 12 A eingeschraubt ist.
Dabei besteht der Zuganker 46 A aus einem Gewindeschaft 43 A,
der in die Gewindebohrung 47 A des Steuerblocks 20 A einge
schraubt ist, und aus einer Mutter 47 A, die bis zum Kon
takt mit der explosiven Scheibe 45 A auf den Gewindeschaft
43 A aufgeschraubt ist.
Bei dieser Ausführungsform kann das Bremsorgan 12 A mit Hilfe
eines in der Verschraubungstechnik bekannten Werkzeuges auf
Abstand von der Scheibe 10 gebracht werden, wobei das Werk
zeug dadurch eine Zugkraft auf den Gewindeschaft 43 A aus
übt, indem es sich an dem Boden 21 A des Hohlkörpers 14 A ab
stützt, was dann das Aufschrauben der Mutter 47 A erleichtert.
Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf
die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
umfaßt auch weitere Varianten und/oder Kombinationen der
verschiedenen Elemente.
So ist insbesondere der Zuganker 46 A der Fig. 7 nicht not
wendigerweise ein mit einem Gewinde versehener Anker; er
kann statt dessen beispielsweise auch als Schnellverschluß
anker oder als Anker ausgebildet sein, der durch einen Keil
mit dem Bremsorgan verbunden ist. In diesem Fall hat der
Zuganker eine Schulter, an der sich die explosive Scheibe
abstützt.
Darüber hinaus ist das Anwendungsgebiet der Erfindung nicht
auf den Fall beschränkt, in dem das abzubremsende Organ eine
Scheibe ist, sondern erstreckt sich auch auf Fälle, in denen
es sich dabei um eine Trommel oder um einen Ring handelt,
sowie ganz allgemein um beliebige Organe, beispielsweise
langgestreckte Organe, wie sie bei Bandbremsen oder Backen
bremsen oder ähnlichen Konstruktionen vorkommen.
Im übrigen ist dieses Organ lediglich zur Vereinfachung als
abzubremsendes Organ bezeichnet; es handelt sich dabei um
ein Organ, gegen das sich das Bremsorgan anlegt, und es ist
selbstverständlich, daß ein solches Organ auch fest sein
kann, wenn beispielsweise das Bremsorgan von einer beweglichen
Masse getragen ist; es genügt dann, daß zwischen dem hier als
abzubremsendes Organ bezeichneten Organ und dem Träger, der
hier fest angenommen ist und an dem sich die Beaufschlagungs
mittel, die auf das Bremsorgan wirken, abstützen, eine Re
lativbewegung stattfindet.
Claims (6)
1. Sicherheitsbremse für Hebezeuge mit einem festen Träger,
einem abzubremsenden Bauteil und mit wenigstens einem,
sich im Notfall an das abzubremsende Bauteil anlegenden
Bremsorgan, auf welches Beaufschlagungsmittel einwirken,
die sich an dem festen Träger abstützen und das Bremsor
gan in Richtung auf das abzubremsende Bauteil belasten,
wobei einziehbare Rückhaltemittel das Bremsorgan während
des ungestörten Betriebs auf Abstand von dem abzubrem
senden Bauteil halten, dadurch gekennzeichnet, daß die
einziehbaren Rückhaltemittel wenigstens ein, eine explo
sive Ladung enthaltendes Element (25, 42, 45) aufweisen,
das bei Zündung der explosiven Ladung einen Bruch des
Elementes (25, 42, 45) herbeiführt, wodurch die einziehba
ren Rückhaltemittel freigegeben werden.
2. Sicherheitsbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das die explosive Ladung enthaltende Element
ein Bolzen (25) ist, der mit seinem Schaft (26) mit dem
Bremsorgan (12) verbunden ist und der mit seinem Kopf
(28) an dem festen Träger (11) abgestützt ist.
3. Sicherheitsbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das die explosive Ladung enthaltende Element
eine Mutter (42) ist, die auf einen Gewindeschaft (43)
aufgeschraubt ist, welcher seinerseits mit dem Bremsor
gan (12) verbunden ist, und die sich an dem festen Trä
ger (11) abstützt.
4. Sicherheitsbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das die explosive Ladung enthaltende Element
eine Scheibe (45) ist, die als Zwischenträger zwischen
dem festen Träger (11) und einem Zuganker (46) einge
setzt ist, der mit dem Bremsorgan (12) verbunden ist.
5. Sicherheitsbremse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Zuganker (46) einen Gewindeschaft (43) hat
und daß die die explosive Ladung enthaltende Scheibe
(45) zwischen dem festen Träger (11) und einer Mutter
(47) eingesetzt ist, die auf den Gewindeschaft (43) auf
geschraubt ist.
6. Sicherheitsbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei
der Freigabemittel zum Herstellen eines Abstandes zwi
schen dem Bremsorgan und dem abzubremsenden Organ vorge
sehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabemit
tel wenigstens zwei Ansätze (32, 33) aufweisen, die ei
nerseits an dem Bremsorgan (12) und andererseits an dem
festen Träger (11) einander gegenüberliegend angeformt
sind und zur Aufnahme eines Arbeitszylinders (35) die
nen.
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