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Schaltungsanordnung für eine private Fernsprechanlage
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mit an einem Knotennetz angeschalteten Knotenämtern.
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für eine private Fernsprechanlage
mit an einem Knotennetz angeschalteten Knotenämtern, an denen jeweils zusätzlich
fremde Endanlagen anschaltbar sind, für die ein Verbindungsaufbau über bestimmte
Knotenämtern hinaus beschrankt ist und bei denen über durchgeschaltete Sprechadern
niederfrequente Sondersignale übertragbar sind.
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Es ist bekannt, bei Durchwahlamtsübertragungen für große Nebenstellenanlagen
deren Amtsanschlüsse über die Grlppenwahlstufe der öffentlichen Anlage erreicht
werden, hinter dieser Gruppenwahlstufe der öffentlichen Anlage eine übertragung
zu schalten, welche als Anpassungsübertragung für die Nebenstellenanlage dienen
soll. In dieser postseitig geschalteten Anpassungsübertragung wird das Auslösekennzeichen
in einem zu der Nebenstellenanlage zu übertragenden Wechselstromauslösekennzeichen
umgesetzt. Dieses Auslösekennzeichen wird in der Durchwahlamtsübertragung zur Erregung
einer in einer zwischen den Sprechadern liegenden Grenzschaltung gelegenen Wicklung
eines Auslöserelais wirksam. Eine solche Schaltungsanordnung ist beispielsweise
in der DE-PS 22 45 506 gezeigt. Bei dem Auslösekennzeichen handelt es sich um ein
in Rückwärtsrichtung übertragenes Zeichen zur Einleitung der Auslösung bei der Gegenstelle.
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Durch die deutsche Patentschrift DE-PS 1 061 384 ist ferner eine Schaltungsanordnung
zur Übertragung einer
Vielzahl von verschiedenen Steuer- und Berechtigungskennzeichen
mit Hilfe von Zeitlageimjulsen für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen
huber Milfsadern bekannt. Bei dieser Schaltungsanordnung werden die in einer zentralen
Einrichtung erzeugten Zeitlageimpulse sowohl den Empfangsstellen als auch den Sendestellen
als Steuer- und Berechtigungskennzeichen zugeführt. Bei einer Verbindung zwischen
diesen Stellen werden die Impulse über eine Hilfsader der Verbindungseinrichtung
übertragen und bei jeweiliger zeitlicher Ubereinstimmung der angelegten Impulse
werten Schaltmittel der Empfangsstelle das bzw. die einer Sendestelle zugeordneten
verschiedenen Berechtigungskennzeichen aus.
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Diese Zeichen sind in Vorwärts- und in Rückwärtsrichtung bertragbar.
Dies bedingt aber, daß der Sprechweg für die Zeichenübertragung nicht zur Verfügung
stehen kann.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung soll darin bestehen, in einer
privaten Fernsprechanlage mit an einem Knotennetz angeschalteten Knotenämtern, an
denen jeweils zusätzlich fremde Endanlagen anschaltbar sind, in einfacher Weise
den Teilnehmern der zusätzlichen Endanlagen ohne Eingriff in den vorhandenen Einrichtungen
und Adern diesen Teilnehmern wahlweise bestimmte Verbindungen zu anderen angeschalteten
Endanlagen zu ermöglichen und zu bestimmten anderen die Verbindungen zu verhindern.
Dies wird dadurch erreicht, daß einer von einer zusätzlichen Endanlage belegbaren,
ankommenden Querverbindungsleitungsübertragung Schaltmittel zur die Wahlkennzeichenübertragung
nicht beeinflußbaren Auswertung jedes Wahlimpulsserienendes zugeordnet sind, die
während der zwischen zwei Wahlimpulsserien liegenden Pause die Sprechaderndurchschaltung
unterbrechen und den abgehenden Sprechweg für kurze Zeitdauer mit einem Niederfrequenzgenerator
vorzugsweise mit einem eine von Sprachfrequenzen nicht beeinflußbare Frequenz sendenden
Generator in Vorwärtsrichtung übertragen und wobei jeder belegbaren ab-
gehenden
Querverbindungsleitungsübertragung zu einer zusätzlichen Endanlage, die von bestimmten
anderen Endanlagen nicht belegbar sind, am Sprechweg anschaltbare Empfangsschaltmittel
für die Auswertung der vorwärtsübertragenen Niederfrequenztönen zugeordnet sind,
die bei zu sperrenden Verbindungen den weiteren Verbindungsaufbau verhindern und
ein Besetztzeichen zur ijbertragung in Rückwärtsrichtung anschalten.
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Auf diese Weise kann durch einfaches Einfügen von den eintreffenden
Wahlimpulsserien überçàchenden Schaltmitteln jedes Wahlimpulsserienende festgestellt
und für die Ubertragung eines tonfrequenten Signales in Vorwärtsrichtung vrwendet
werden. Hiermit ist man bei Auswertung an der Smpfangsstelle unabhängig davon, wieviele
Wahl stufen in einer oder in mehreren 'inotenanlSgen zwischen der ankommend belegten
Querverbindungsleitungsübertragung einr Endanlage und einer abgehenden, angewählten
Querverbindungsleitungsübertragung zu einer anderen Endanlage gewählt werden bzw.
gewählt werden müssen.
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Außerdem ist es frei bestimmbar ob eine anruivnde indanlage oder aber
eine angerufene Endanlage die Berechtigung hat eine Verbindung zu einer anderen
Endanlage herzustellen bzw. aus einer anderen Endanlage zu empfangen. Dies ist lediglich
eine Frage der Zuordnung der Sende- und Empfangsmittel für die Sendung bzw. den
Empfang und Auswertung des zu übertragenen Tonsignales.
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Anhand der Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Es sind nur die für das Verständniss wichtigen Einzelheiten dargestellt.
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Die FIG 1 zeigt eine Übersicht der möglichen Verbindung gen zwischen
Fremdanlagen über eine Knotenebene mit einer oder mit mehreren Knotenanlagen.
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Die FIG 2 zeigt die Schaltungseinzelheiten in einer ankommend belegbaren
Querverbindungsleitungsübertragung UeK2.
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In der FIG 1 ist die Knotenebene KE/S eines Knotennetzes einer privaten
Fernsprechnebenstellenanlage gezeigt, an der mehrere fremde Endanlagen EA, FE1,
FE2 angeschlossen sind. Den von der fremden Endanlage FEI zu der Knotenebene KE/BE
gehenden Leitungen sind dort ankommende Sbertragungen, z.B. UeK1 zugeordnet, in
denen jeweils das Wahlimpulsserienende festgestellt und dann einen niederfrequenten
Ton, wie symbolisch mit dem Kontakt xl angedeutet ist, angeschaltet. Das gleiche
gilt für die von der fremden Anlage SE2 ankommende Leitung, die in der Knotenebene
zur Obertragung UeK3 führt. Das gleiche gilt für die von der fremden Endanlage EA
ankommenden Leitung, die zurSbertragur.g UeK2 führt. Der letzteren uZertragung ist
eine solche Auswertung aber nicht zugeteilt so daß für die Fremdanlage EA keine
Beschränkungen beim ankommenden Verkehr hinsichtlich der einer führung zu anderen
fremden Anlagen besteht.
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Bei den dargestellten fremden Endanlagen handelt es sich um beispielsweise
herKömmliche EMD-Anlagen, es können aber ebensogu-t zentralgesteuerte Anlagen sein,
die in der gleichen Weise an einer Knotenebene angeschaltet sind. In der Knotenebene
können mehrere gleichwertige Knotenämter in ansich bekannter Weise über Verbindungsleitungen
in einem entsprechenden Knotennetz miteinander verbunden sein. Deshalb ist hinter
dem 1.GW Gruppenwähler symbolisch mit KA1-n angedeutet, daß vom 1.GW die Verbindungen
über mehrere Knotenämtern zu einem 2./3.GW Gruppenwähler in der gleichen Knotenanlage
bzw.
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in einer beliebigen anderen Knotenanlage zu einer abgehenden Verbindungsleitung
zu einer fremden Anlage führen kann.
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Die Anschaltung des niederfrequenten 425 Hz-Tones nach Feststellung
eines Wahlimpulsserienendes ist später noch anhand der Figur 2 erläutert. Vorerst
sei einfach angenommen, daß beispielsweise von der Sprechstelle D11
der
fremden Endanlage FE1 eine Verbindung über die Xnotenebene hergestellt werden soll
und dazu die Cbertragung UeK1 belegt wird. Damit wird bei jedem Wahlimpulsserienende,
wie symbolisch angedeutet, mit dem Kontakt xl ein 425 Hz-Ton des Generators G am
Sprechweg des Gruppenwählers I.GW angeschaltet. Führt jetzt, wie in der FIG 1 dargestellt
ist, die Verbindung zum Gruppenwähler II./III.GW der gleichen Knotenanlage und dort
auf eine abgehende Übertragung UeG3 zur Fremdanlage FE2, so soll die Verbindungsherstellung
in diesem Falle verhindert werden. Dies geschieht dadurch, daß über den im Sprechweg
geschalteten Ubertrager U der Ubertragung UeG3 mit einer dritten Wicklung, an den
ein Empfänger E2 geschaltet ist, der Ton ausgewertet und das symbolisch dargestellte
Relais E eingeschaltet wird. Dies hat dann zur Folge, daß über den Kontakt e ein
Besetztzeichen 3z zur anrufenden Teilnehmerstelle T11 übertragen wird. Gleichzeitig
wird auch in Rückwärtsrichtung die Auslösung der bereits aufgebauten Verbindung
in der für das jeweilige System bekannten Weise vorgenommen.
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Wäre die Verbindung zur fremden Endanlage EA gewünscht gewesen, so
wäre die Ubertragung UeG2 belegt worden und es hätte eine Verhinderung der Herstellung
der Verb in dung nicht stattgefunden, da die entsprechenden auswertenden Empfangsmittel
nicht vorhanden sind.
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In der FIG 2 ist die Ubertragung UeK1 dargestellt. Es ist angenommen,
daß diese Übertragung von der fremden Endanlage FEl aus über die Adern a, b an der
rechten Seite der Zeichnung dargestellt, belegt wird. In dieser Übertragung, die
dem ersten Gruppenwähler I.GW vorgeschaltet ist, werden die Wahlimpulse lediglich
über einen Optokoppler 0 abgegriffen ohne daß damit die Wahlimpulse umgesetzt oder
verfllscht werden. ueber den Optokoppler O und den Transistor 2 gelangen die Wahlimpulse
auf das Impulsrelais I, das mit seinem Kontakt le das mit der
Belegung
der Übertragung UeK1 eingeschaltete Relais V1 (mit schließen des Kontaktes p) abschaltet.
Das Relais V1 erhält über den Kontakt 2v1 eine Abfallverzögerung.
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Dies bedeutet, daß das mit Schließen des Kontaktes 3v1 bereits eingeschaltete
Relais V2 ebenfalls abfällt und zwar infolge geschlossenen Kontakt 4v2 und den parallelgeschalteten
Kondensator Ci ebenfalls verzögert. Dies bedeutet wiederum, daß also der 425 Mz-Dauerton
des Generators G während der Zeit Relais V1 noch nicht abgefallen, Relais V2 aber
noch eingeschaltet, über die Kontakte 5v1 und 6v2 sowie über die Wicklungen I, II
des Übertragers L1 bei betätigtem Relais AN über die Kontakte lan und 2an am Sprechweg
angeschaltet wird. Das Re lais AN ist, wie aus FIG 2 ersichtlich, über die Kontakte
p, 7v2 und 8v1 ebenfalls.während der Zeit Relais lJ1 abgeschaltet, Relais V2 noch
eingeschaltet wirksam.
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Während dieser anderenSchaltezeit wird die Verbindung zur fremden
Endanlage FE1 hin mittels Anschalten entsprechender Potentiale am Sprechweg über
die Kontakte 9an und iOan gehalten.
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Es sei noch erwähnt, daß das Relais V1 in ansich bekannter Weise eine
solche Zeitverzögerung hat, daß es während der Impulspausen einer Wahlimpulsserie
nicht abfällt, sondern vielmehr nur bei jedem Wahlimpulsserienende. Die Anschaltung
des 425 Hz-Tones nach jedem Wahlimpulsserienende, hat den Vorteil, daß es nicht
notwendig ist die gewählte Kennzahl im Hinblick auf die Anzahl der möglichen gewählten
Kennziffern bis zur Wählerendstufe der Knotenebene zu überwachen. Die Auswertung
in der abgehenden Leitungsübertragung erfolgt jeweils, wie anhand der FIG 1 für
die Übertragung UeG3 angegeben ist, mittels eines entsprechenden Empfängers.
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Auch dieser Empfänger gewährleistet durch seine induktive Anschaltung
am Sprechweg, daß weder Stbrbeeinflussungen noch sonstige Ubertragungsbeeinflussungen
von Tjrahlkennzeichen und sonstig über den Ubertragungsweg übertrage-
nen
Signalen möglich sind.
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Dadurch, daß die Kontakte lan und 2an in FIG 2 den Sprechweg für die
Anschaltedauer des Tones kurzzeitig auftrennen ist sichergestellt, daß der Teilnehmer
keine Beeinflussung des übertragenen 425 Hz-Tones bewirken kann um damit seine Berechtigung
in unerwünschter Weise zu ändern.
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Dies ist notwendig, weil das für die Sperrung notwendige tonfrequente
Signal in Vorwärtsrichtung und über den Sprechweg uebertragen wird.
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1 Patentanspruch 2 Figuren
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