[go: up one dir, main page]

DE3035180A1 - Fluoridglas - Google Patents

Fluoridglas

Info

Publication number
DE3035180A1
DE3035180A1 DE19803035180 DE3035180A DE3035180A1 DE 3035180 A1 DE3035180 A1 DE 3035180A1 DE 19803035180 DE19803035180 DE 19803035180 DE 3035180 A DE3035180 A DE 3035180A DE 3035180 A1 DE3035180 A1 DE 3035180A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
deep
glass
devitrification
partial dispersion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19803035180
Other languages
English (en)
Other versions
DE3035180C2 (de
Inventor
Nobuhiro Sagamihara Kanagawa Nozawa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ohara Inc
Original Assignee
Ohara Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ohara Inc filed Critical Ohara Inc
Publication of DE3035180A1 publication Critical patent/DE3035180A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3035180C2 publication Critical patent/DE3035180C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C3/00Glass compositions
    • C03C3/04Glass compositions containing silica
    • C03C3/062Glass compositions containing silica with less than 40% silica by weight
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C3/00Glass compositions
    • C03C3/12Silica-free oxide glass compositions
    • C03C3/23Silica-free oxide glass compositions containing halogen and at least one oxide, e.g. oxide of boron
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C3/00Glass compositions
    • C03C3/12Silica-free oxide glass compositions
    • C03C3/23Silica-free oxide glass compositions containing halogen and at least one oxide, e.g. oxide of boron
    • C03C3/247Silica-free oxide glass compositions containing halogen and at least one oxide, e.g. oxide of boron containing fluorine and phosphorus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein neues Fluoridglas im Wesentlichen auf der Basis von Bestandteilen eines P-Si-Al-Erdalkalimetall-Alkalimetall-F-Systems, das insbesondere geeignet ist für die Herstellung von superachromatischen Linsen.
Bei der Gestaltung superachromatischer Linsen besteht eine erste Forderung an das für derartige Linsen verwendete optische Material darin, dass die chromatische Abweichung leicht über einen weiten Bereich der Wellenlängen des Lichtes korrigiert werden kann. Darüber hinaus ist es für ein derartiges optisches Material erwünscht, dass es imstande ist, die sphärische Abweichung herabzusetzen, und zur Erleichterung der Herstellung der Linsen die Gestaltung einer Brechungsfläche erlaubt, die einen großen Krümmungsradius besitzt.
Um diesen Anforderungen an ein für die Herstellung superachromatischer Linsen verwendetes optisches Material zu genügen, ist es nicht ausreichend, ein Glas normaler Dispersion zu verwenden, bei dem die Abbé-Zahl und das partielle Dispersionsverhältnis in linearer proportioneller Beziehung zueinander stehen, vielmehr muss ein optisches Material verwendet werden, das einen hohen Grad anormaler partieller Dispersionscharakteristiken und eine größere Abbé-Zahl hat.
Als Material mit diesen erwünschten Eigenschaften ist in der Technik kristallinier Flussspat (CaF[tief]2) bekannt, der die folgenden ausgezeichneten optischen Eigenschaften hat:
Brechungsindex (n[tief]D) = 1,4339
Abbé-Zahl (ny[tief]D) = 94,9
partielles Dispersionsverhältnis (omega gF) = 0,5383 anormale partielle Dispersion (delta ny[tief]D) = + 31,3
Flussspat ist jedoch so brüchig und neigt zur Aufspaltung, dass es nicht leicht ist, ihn zu verarbeiten. Darüber hinaus ist Flussspat ein sehr teures Material. Deshalb wurden verschiedene Versuche unternommen, um Materialien zu erforschen, die Flussspat ersetzen. So beschreibt beispielsweise die US-PS 2 511 224 Gläser, die Berylliumfluorid enthalten. Diese Gläser sind jedoch außerordentlich schädlich für den menschlichen Körper, da sie einen toxischen Berylliumbestandteil enthalten. Auch in der Japanischen Offenlegungsschrift 114 412/1976 werden Gläser eines Fluorphosphatsystems beschrieben, doch sind diese in den optischen Eigenschaften sehr viel schlechter als Flussspat.
Der vorliegenden Erfindung lag demzufolge die Aufgabe zu Grunde, die oben beschriebenen Nachteile der bekannten optischen Materialien zu beseitigen und ein Glas zur Verfügung zu stellen, das extrem hohe anormale partielle Dispersion und niedrige Dispersionseigenschaften besitzt, d.h. delta ny[tief]D größer/gleich + 26 und ny[tief]D größer/gleich 90 als spezifische Zielwerte, und stabil ist, ohne zur Entglasung zu neigen.
In zahlreichen Untersuchungen und Experimenten konnte die Lösung der Aufgabe der Erfindung dahingehend gefunden werden, dass die Herstellung von Fluoridgläsern durch Zusammenschmelzen von Fluoriden verschiedener Metalle und verschiedener Fluoridkomplexe und ggf. von Sauerstoffverbindungen verschiedener Metalle, soweit notwendig, zu einem Glas möglich ist, das extrem hohe anormale partielle Dispersion und niedrige Dispersionseigenschaften besitzt und keine Tendenz zur Entglasung zeigt, wenn die Menge der Bestandteile Phosphor, Silizium, Aluminium, Erdalkalimetalle und Alkalimetalle im Glas innerhalb spezieller eingeschränkter Bereiche liegen.
Die Lösung der der Erfindung zu Grunde liegenden Aufgabe ist ein Fluoridglas, enthaltend (berechnet als Atom) 0,3 bis 4,5 Gew.-% P, 0,2 bis 3,5 Gew.-% Si, 7 bis 12 Gew.-% Al, 0 bis 8 Gew.-% Y, 0 bis 9 Gew.-% Ln (Ln = ein oder mehrere Seltenerdmetalle), 0 bis 3 Gew.-% As, 0 bis 6 Gew.-% Sb, wobei die Summe von Al, Y, Ln, As und Sb 7 bis 28 Gew.-% beträgt, 0 bis 4 Gew.-% Mg, 3,5 bis 17 Gew.-% Ca, 5 bis 20 Gew.-% Sr, 0 bis 24 Gew.-% Ba, wobei die Summe von Mg, Ca, Sr und Ba 17 bis 41 Gew.-% beträgt, 0 bis 1,5 Gew.-% Li, 0 bis 5 Gew.-% Na, 0 bis 5 Gew.-% K, wobei die Summe von Li, Na und K 0,2 bis 6 Gew.-% beträgt, 0 bis 7 Gew.-% W, 42 bis 54 Gew.-% F, 0 bis 6 Gew.-% O, mit der Maßgabe, dass die Gesamtmenge der genannten Bestandteile 97 bis 100 Gew.-% beträgt.
Da die im Fluoridglas gemäß der Erfindung enthaltenen Elemente ionisiert sind, wenn sie sich im geschmolzenen Zustande befinden, können die Kationen der jeweiligen Metalle und die Anionen Fluor (F[hoch]-) und Sauerstoff (O[hoch]2-), deren chemische Äquivalenz der Ionenwertigkeit dieser Kationen entspricht, in den verwendeten Materialien in unterschiedlichen Strukturen vorliegen. In der vorliegenden Beschreibung wird die Zusammensetzung des Glases gemäß der Erfindung deshalb in Gew.-% ausgedrückt, berechnet als Atom, da dies unter den oben angegebenen Bedingungen als der genaueste Weg angesehen wird, um die Glaszusammensetzung auszudrücken.
In dem Glas gemäß der Erfindung sind die oben genannten Mengenbereiche der jeweiligen Bestandteile aus den nachstehend angegebenen Gründen ausgewählt worden.
Im Fluoridglas gemäß der Erfindung hat der Bestandteil Phosphor einen bemerkenswerten Einfluss sowohl in Bezug auf die Vermeidung der Entglasung als auch auf die positive Steigerung der anormalen partiellen Dispersion und der Abbé-Zahl. Ist jedoch der Gehalt an Phosphor niedriger als
0,3 Gew.-%, so neigt das Glas zur Entglasung, während bei einem Gehalt von mehr als 4,5 Gew.-% die anormale partielle Dispersion und die Abbé-Zahl unter den gewünschten Wert gemäß der Erfindung absinken.
Im Fluoridglas gemäß der Erfindung ist der Bestandteil Silizium wirksam, um die Entglasung zu verhindern, um die anormale partielle Dispersion positiv zu steigern, den Brechungsindex herabzusetzen und die chemische Haltbarkeit zu steigern. Liegt der Gehalt an Silizium unter 0,2 Gew.-%, so neigt das Glas zur Entglasung, während bei einem Gehalt über 3,5 Gew.-% die anormale partielle Dispersion eher absinkt und die Entglasungstendenz ansteigt.
Die Elemente Aluminium, Yttrium, Seltenerdmetalle, Arsen bzw. Antimon tragen mit dazu bei, die Entglasungstendenz zu reduzieren und das Glas zu stabilisieren sowie die chemische Haltbarkeit zu steigern. Der Bestandteil Aluminium hat speziell eine bemerkenswerte Wirkung in Bezug auf die Herabsetzung der Temperatur, bei der die Entglasung eintritt, und stabilisiert dadurch das Glas, so dass es ein wesentlicher Bestandteil des Glases gemäß der Erfindung ist. Liegt allerdings der Aluminiumgehalt außerhalb des Bereiches von 7 bis 12 Gew.-%, so wird die Entglasungstendenz eher gesteigert als herabgesetzt.
Die Elemente Yttrium und Seltenerdmetalle, d.h. La, Ce, Nd, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb, Lu usw., sind nicht nur wirksam zur Erreichung der oben beschriebenen Effekte, sondern ebenso zur Aufrechterhaltung einer hohen positiven anormalen partiellen Dispersionscharakteristik, so dass diese Elemente im Glas enthalten sein sollten. Wenn jedoch der Gehalt an Yttrium 8 Gew.-% übersteigt oder der Gesamtgehalt eines oder mehrerer der Seltenerdmetalle 9 Gew.-%, so steigt die Entglasungstendenz eher an. Der Bestandteil Arsen ist wirksam, um die oben beschriebenen Effekte zu er- zielen und auch zur Steigerung der positiven anormalen partiellen Dispersion. Übersteigt jedoch der Gehalt an Arsen 3 Gew.-%, so verursacht es Zerfressen feuerbeständiger Metalle, wie Platin, die für Glasschmelztiegel verwendet werden Der Bestandteil Antimon ist wirksam, um die oben beschriebenen Effekte zu erreichen und auch zur Steigerung der positiven anormalen partiellen Dispersion. Übersteigt jedoch der Antimon-Gehalt 6 Gew.-%, so steigt die Entglasungstendenz eher an. Wenn darüber hinaus der Gesamtgehalt der Bestandteile Aluminium, Yttrium, Seltenerdmetalle, Arsen und Antimon außerhalb des Bereiches von 7 bis 28 Gew.-% liegt, so steigt die Entglasungstendenz, wodurch das Glas instabil wird.
Die Bestandteile Magnesium, Calcium, Strontium bzw. Barium tragen dazu bei, die Entglasung zu verhindern. Da diese Wirkung insbesondere bei den Bestandteilen Calcium und Strontium bemerkenswert ist, handelt es sich bei diesen beiden Bestandteilen um wesentliche Bestandteile. Liegt der Gehalt von Calcium aber außerhalb des Bereiches von 3,5 bis 17 Gew.-% oder der von Strontium außerhalb des Bereiches von 5 bis 20 Gew.-%, so steigt die Entglasungstendenz eher an. Die Bestandteile Magnesium und Barium werden ggfs. verwendet. Übersteigt der Gehalt von Magnesium 4 Gew.-% und der von Barium 24 Gew.-%, so steigt die Entglasungstendenz. Die Entglasungstendenz steigt darüber hinaus, wenn der Gesamtgehalt an Magnesium, Calcium, Strontium und Barium außerhalb des Bereiches von 17 bis 41 Gew.-% liegt.
Die Bestandteile Lithium, Natrium und Kalium sind wirksam zur Verhinderung der Entglasung und zur Herabsetzung des Brechungsindex. Übersteigt jedoch der Lithium-Gehalt 1,5 Gew.-%, der Natrium-Gehalt 5 Gew.-% und der Kalium-Gehalt ebenfalls 5 Gew.-%, so steigt die Entglasungstendenz eher an als dass sie sinkt. Liegt der Gesamtgehalt eines oder mehrerer der Bestandteile Lithium, Natrium und Kalium unter 0,2 Gew.-%, so kann die Entglasungsneigung nicht ausreichend verhindert werden, während bei einem 6 Gew.-% übersteigenden Gesamtgehalt die Viskosität des Glases absinkt und die Entglasung ansteigt und darüber hinaus sowohl die anormale partielle Dispersionscharakteristik als auch die chemische Haltbarkeit sinken.
Der Bestandteil Wolfram ist wirksam zur Verhinderung der Entglasung und Solarisation des Glases. Übersteigt der Wolfram-Gehalt jedoch 7 Gew.-%, so steigt die Entglasung eher an und die Abbé-Zahl fällt unter den gewünschten Wert.
In dem Glas gemäß der Erfindung besteht der Rest der Zusammensetzung nach Abzug der Gesamtgehalte der oben beschriebenen Metallelement-Bestandteile aus dem Bestandteil Fluor. Ein Teil des Bestandteiles Fluor kann, falls notwendig, durch den Bestandteil Sauerstoff ersetzt sein in einem Verhältnis von einem Sauerstoffatom zu zwei Fluoratomen, wodurch dem Glas Verschiedenheit in den optischen Konstanten, ein Anstieg der Verhinderung der Entglasung und der Viskosität, um die Bildung der Glasschmelze zu erleichtern, verliehen wird. Übersteigt jedoch der Gehalt an Sauerstoff 6 Gew.-%, so fallen die Werte der anormalen partiellen Dispersion und der Abbé-Zahl drastisch auf Werte unter die gewünschten gemäß der Erfindung. Der Gehalt an Fluor im Glas gemäß der Erfindung ist festgelegt auf den Bereich von 42 bis 54 Gew.-%.
Als Rohmaterial zur Herstellung des Fluoridglases gemäß der Erfindung werden Fluoridkomplexe, wie R´PF[tief]6, wobei R´ ein Alkalimetall bedeutet, R´[tief]2SiF[tief]6 und RSiF[tief]6, wobei R ein Erdalkalimetall bedeutet, sowie Metallfluoride von Metallen wie Al, Y, Ln, Sb, R und R´ verwendet. Um ein Glas zu erhalten, das ggfs. den Bestandteil Sauerstoff enthält, können sauerstoffhaltige Materialien verwendet werden, beispielsweise H[tief]3PO[tief]4, P[tief]2O[tief]5, Metallphosphate, SiO[tief]2, Metallsilikate, Oxide der gleichen Metalle, die im Zusammenhang mit den Metallfluoriden beschrieben sind, sowie As[tief]2O[tief]3 und WO[tief]3.
Durch Hinzufügen der Elemente Ti, Pb, Zn, B, Ge, Ta und Nb zu dem Glas bis etwa 3 Gew.-% in Form von komplexen Fluoridsalzen, Fluoriden und Oxiden dieser Elemente können unterschiedliche optische Konstanten und die Verhinderung der Solarisation erreicht werden. Es ist auch möglich, eine kleine Menge von Chloriden, Bromiden und Sulfaten der oben beschriebenen Metalle zuzufügen.
Beispiele 1 bis 57 der Zusammensetzungen des Fluoridglases gemäß der Erfindung sind in Tabelle I angegeben zusammen mit den Brechungsindices (n[tief]D), den Abbé-Zahlen (ny[tief]D), den partiellen Dispersionsverhältnissen (theta gF) und den anormalen partiellen Dispersionswerten (+delta ny[tief]D) der Gläser. Weiterhin werden in Tabelle II Beispiele für die Zusammensetzungen des Rohmaterials angegeben, das zur Herstellung der Gläser verwendet wurde, und zwar in einer solchen Weise, dass die Beispiele für die Zusammensetzung des Rohmaterials den Beispielen der Glaszusammensetzung, die in Tabelle I angegeben ist, entsprechen.
Zur Bestimmung der anormalen partiellen Dispersion (+ delta ny[tief]D) wird eine auf Verteilungspunkten normaler Dispersionsgläser [K7(ny[tief]D = 60,5, theta gF = 0,5434) und F2 (ny[tief]D = 36,3, theta gF= 0,5826)] liegende Linie als Bezugslinie in Abbé-Zahl (ny[tief]D)-partielle Dispersion (theta gF)-Koordinaten verwendet. Die anormale partielle Disperison (theta gF) gemäß Tabelle I zeigt die Abweichung der Abbé-Zahl (ny[tief]D) von dieser Bezugslinie in Bezug auf den gleichen theta gF-Wert.
Die in den genannten Tabellen beschriebenen Gläser gemäß der Erfindung können hergestellt werden durch Schmelzen einer Charge des Rohmaterialgemisches in einem Platintiegel oder einer ähnlichen Schmelzapparatur bei etwa 800° bis 1050°C unter Anwendung einer bekannten Methode zur Regulierung der Atmosphäre, um das Verdampfen der Bestandteile zu verhindern, durch Rühren des geschmolzenen Glases, um es zu homogenisieren, durch Temperaturerniedrigen auf etwa 600°C und Gießen des geschmolzenen Glases in eine vorerhitzte Form, worauf es dann getempert wird.
Wie in Tabelle I angegeben, haben alle Gläser gemäß der Erfindung optische Konstanten innerhalb der folgenden Bereiche, die innerhalb der erfindungsgemäß erwünschten Werte liegen:
n[tief]D = 1,410 bis 1,455
ny[tief]D = 90 bis 101
theta gF = 0,52 bis 0,55
+delta ny[tief]D = 26 bis 37
Das Fluoridglas gemäß der Erfindung hat nicht nur die erwünschten optischen Konstanten, wie oben beschrieben, sondern hat eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegen Entglasung und chemische Haltbarkeit, so dass es insbesondere geeignet ist zur Herstellung und zur Verwendung eines Materials für superachromatische Linsen.
Darüber hinaus hat das Fluoridglas gemäß der Erfindung außerordentlich niedrige lichtbrechende und dispergierende Eigenschaften, und deshalb kann es als hochwertiges Laser-Glas mit einem kleinen nicht-linearen Brechungsindex-Koeffizient verwendet werden, wenn es ein oder mehrere Seltenerdelemente enthält, wobei es einen Laserstrahl zum Ausschwingen bringt und verstärkt.
Tabelle I
Tabelle I Forts.
Tabelle II
Tabelle II Forts.

Claims (1)

1) Fluoridglas, enthaltend (berechnet als Atom) 0,3 bis 4,5 Gew.-% P, 0,2 bis 3,5 Gew.-% Si, 7 bis 12 Gew.-% Al, 0 bis 8 Gew.-% Y, 0 bis 9 Gew.-% Ln (Ln = ein oder mehrere Seltenerdmetalle), 0 bis 3 Gew.-% As, 0 bis 6 Gew.-% Sb, wobei die Summe von Al, Y, Ln, As und Sb 7 bis 28 Gew.-% beträgt, 0 bis 4 Gew.-% Mg, 3,5 bis 17 Gew.-% Ca, 5 bis 20 Gew.-% Sr, 0 bis 24 Gew.-% Ba, wobei die Summe von Mg, Ca, Sr und Ba 17 bis 41 Gew.-% beträgt, 0 bis 1,5 Gew.-% Li, 0 bis 5 Gew.-% Na, 0 bis 5 Gew.-% K, wobei die Summe von Li, Na und K 0,2 bis 6 Gew.-% beträgt, 0 bis 7 Gew.-% W, 42 bis 54 Gew.-% F, 0 bis 6 Gew.-% O, mit der Maßgabe, dass die Gesamtmenge der genannten Bestandteile 97 bis 100 Gew.-% beträgt.
DE3035180A 1979-10-04 1980-09-18 Optisches Fluorphosphatglas Expired DE3035180C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP54127315A JPS5842138B2 (ja) 1979-10-04 1979-10-04 弗化物ガラスの製造方法

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3035180A1 true DE3035180A1 (de) 1981-04-09
DE3035180C2 DE3035180C2 (de) 1984-01-05

Family

ID=14956891

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3035180A Expired DE3035180C2 (de) 1979-10-04 1980-09-18 Optisches Fluorphosphatglas

Country Status (4)

Country Link
US (1) US4358543A (de)
JP (1) JPS5842138B2 (de)
DE (1) DE3035180C2 (de)
GB (1) GB2062613B (de)

Families Citing this family (24)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS55144448A (en) 1979-04-24 1980-11-11 Nippon Kogaku Kk <Nikon> Fluorophosphate optical glass
FR2488873A1 (fr) * 1980-08-19 1982-02-26 Anvar Nouveaux verres fluores a base d'actinides et de lanthanides et leur preparation
GB8419829D0 (en) * 1984-08-03 1984-09-05 British Telecomm Treating glass compositions
DE3634676A1 (de) * 1985-10-19 1987-04-23 Leitz Ernst Gmbh Optische fluorphosphatglaeser mit positiver anomaler teildispersion und verbesserten physiko-chemischen eigenschaften sowie verfahren zu ihrer herstellung
US4874222A (en) * 1986-03-31 1989-10-17 Spectran Corporation Hermetic coatings for non-silica based optical fibers
JPS63144141A (ja) * 1986-12-08 1988-06-16 Sumita Kogaku Glass Seizosho:Kk 弗燐酸塩光学ガラス
US4883339A (en) * 1987-07-17 1989-11-28 Spectran Corporation Oxide coatings for fluoride glass
US5242868A (en) * 1988-02-29 1993-09-07 Hoya Corporation Fluorophosphate glass
JPH0280349A (ja) * 1988-06-10 1990-03-20 Hoya Corp ファイバー用フッ化物ガラス
JPH02124740A (ja) * 1988-10-06 1990-05-14 Sumita Kogaku Glass Seizosho:Kk フツリン酸塩光学ガラス
US4938562A (en) * 1989-07-14 1990-07-03 Spectran Corporation Oxide coatings for fluoride glass
GB9615013D0 (en) 1996-07-17 1996-09-04 Univ Southampton Optical glass optical waveguide amplifier and optical waveguide laser
JP2000081367A (ja) * 1998-09-07 2000-03-21 Nikon Corp 光透過性光学部材、その製造方法、その評価方法、および光リソグラフィー装置
ATE352526T1 (de) * 2000-06-05 2007-02-15 Ohara Kk Optische gläser die unter betriebsbedingungen bei uv-belichtung in bezug auf ihren brechungsindex möglichst stabil sind
JP4498315B2 (ja) * 2005-07-28 2010-07-07 Hoya株式会社 光学ガラスおよび光学素子とその製造方法
JP5491686B2 (ja) * 2006-09-07 2014-05-14 株式会社オハラ ガラス
JP4597937B2 (ja) * 2006-10-10 2010-12-15 株式会社オハラ 光学ガラス
CN106277761B (zh) * 2007-03-06 2019-09-03 Hoya株式会社 光学玻璃、模压成形用预成形件、光学元件以及它们的制造方法
JP5805161B2 (ja) * 2013-10-01 2015-11-04 Hoya株式会社 フツリン酸ガラス、プレス成形用ガラス素材、光学素子ブランク、光学素子およびそれらの製造方法ならびにガラス成形体の製造方法
CN105621885B (zh) * 2016-01-21 2018-01-12 上海昕禾光电科技有限公司 一种低色散氟氧化物玻璃
JP6825939B2 (ja) * 2017-03-02 2021-02-03 Hoya株式会社 光学ガラスおよび光学素子
US11465932B2 (en) 2019-03-25 2022-10-11 Afo Research, Inc. Alkali free fluorophosphate based glass systems
JP7090678B2 (ja) * 2020-10-28 2022-06-24 Hoya株式会社 光学ガラスおよび光学素子
CN116514394B (zh) * 2023-05-23 2025-12-16 湖北新华光信息材料有限公司 氟磷酸盐光学玻璃及其制备方法和光学元件

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3015480A1 (de) * 1979-04-24 1980-10-30 Nippon Kogaku Kk Optisches fluorphosphatglas

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2578325A (en) * 1949-12-13 1951-12-11 Eastman Kodak Co Oxyfluoride glasses
DE1496656B2 (de) * 1963-03-08 1971-11-25 Saale - Glas GmbH, χ 6900 Jana Optisches fluorphosphatglas mit einer brechung von 1,45 bis 1,53 und einer abbeschen zahl von 55 bis 80 und verfahren zu seiner herstellung
DE2231238C3 (de) * 1972-06-26 1975-02-06 Ernst Leitz Gmbh, 6330 Wetzlar In relativ großen Mengen erschmelzbares Fluorophosphatglas
GB1405717A (en) * 1973-04-02 1975-09-10 Tallin Stekolny Z Tarbeklaas Optical glass
DE2514017C2 (de) * 1975-03-29 1984-03-29 Ernst Leitz Wetzlar Gmbh, 6330 Wetzlar Verfahren zur Herstellung eines optischen Fluorphosphatglases mit hoher positiver anomaler Teildispersion, relativ hoher Brechzahl und hoher Abbezahl
SU535235A1 (ru) * 1975-10-14 1976-11-15 Ленинградский Ордена Трудового Красного Знамени Технологический Институт Им.Ленсовета Оптическое стекло
JPS54129016A (en) * 1978-03-30 1979-10-06 Fuji Photo Film Co Ltd Fluorophosphate optical glass
US4142986A (en) * 1978-04-20 1979-03-06 Owens-Illinois, Inc. Glasses suitable for laser application

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3015480A1 (de) * 1979-04-24 1980-10-30 Nippon Kogaku Kk Optisches fluorphosphatglas

Also Published As

Publication number Publication date
DE3035180C2 (de) 1984-01-05
GB2062613B (en) 1983-04-07
GB2062613A (en) 1981-05-28
JPS5654249A (en) 1981-05-14
US4358543A (en) 1982-11-09
JPS5842138B2 (ja) 1983-09-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3035180A1 (de) Fluoridglas
DE2905875C2 (de) Optisches Glas im System P&amp;darr;2&amp;darr;O&amp;darr;5&amp;darr;-Nb&amp;darr;2&amp;darr;O&amp;darr;5&amp;darr;
DE102012210552B4 (de) Farbgläser, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung
DE102017207253B3 (de) Filterglas
DE68903825T2 (de) Optisches fluorphosphatglas.
DE2719250C3 (de) Optisches Glas mit einem Brechungsindex von 1^7 bis 1,98 und einer Abbe-Zahl von 18 bis 46
DE3201370C2 (de) Optisches Fluorphosphatglas
DE2159759C3 (de) Nb tief 2 0 tief 5 -haltige Borosilikatgläser mittlerer bis hoher Brechzahl, relativ großer Dispersion und hoher chemischer Beständigkeit, sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE102011056873A1 (de) Fluorphosphatgläser
DE2924586A1 (de) Optisches glas
DE3138137A1 (de) Hochbrechende tho(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-freie optische glaeser mit brechwerten von 1.85 - 1.94 und abbezahlen &gt;= 30
DE3015480A1 (de) Optisches fluorphosphatglas
DE112006000940T5 (de) Bismutoxid enthaltendes optisches Glas
DE2633946B2 (de) Thoriumfreies optisches Glas des Systems B2 °3 La2 O3 -Y2 O3 mit einer Brechung von nd gleich
DE973350C (de) Optische Silikatglaeser mit einer Brechungszahl, die, bezogen auf die mittlere Zerstreuung bzw. den ª†-Wert, niedrig ist
DE60300906T2 (de) Optisches Glas mit anomaler Dispersion
DE102022105555B4 (de) Filterglas, Filter sowie Verfahren zur Herstellung eines Filterglases
DE4032567C2 (de)
DE2755899A1 (de) Optisches glas
DD158176A3 (de) Hochbrechendes optisches glas mit verbesserter transmission
DE2846363C2 (de) Optisches Glas im System P&amp;darr;2&amp;darr;O&amp;darr;5&amp;darr;-PbO-Nb&amp;darr;2&amp;darr;O&amp;darr;5&amp;darr;
DE10133521C1 (de) Bleifreie Optische Gläser
DE2950221C2 (de) Dichtes optisches Kronglas im System SiO&amp;darr;2&amp;darr; -B&amp;darr;2&amp;darr;O&amp;darr;3&amp;darr; -Ba O -CaO-La&amp;darr;2&amp;darr;O&amp;darr;3&amp;darr;
DE1496549B2 (de) Hochbrechende, kristallisation stabile, farbarme, verschmelzbare optische Gläser mit einem mittleren Ausdehnungskoeffizienten alpha.10 hoch 7 (25 bis 400 Grad C) von 84 bis 95
DE69303374T2 (de) Optisches Glas

Legal Events

Date Code Title Description
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee