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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft ein Abdichtungsmittel bzw. eine Abdichtungsmasse
(nachfolgend der Einfachheit halber stets als "Abdichtungs~ mittel" bezeichnet),
das (die) insbesondere fUr Fahrzeugreifen geeignet ist und enthalt oder besteht
aus einem gehärteten Butylkautschuk, der nur in Form eines Copolymeren mit einem
Molekulargewicht von mehr als 100 000 vorliegt, und einem oder mehreren Klebrigmachern,
dessen (deren) Zugfestigkeit, Dehnung und Vernetzungsdichte so aufeinander abgestimmt
sind, daß die fur Reifenabdichtungsmittel geforderten Eigenschaften erhalten werden.
Das erfindungsgemtlße Abdichtungsmittel wurde als selbstabdichtendes Reifenpannen-Abdichtungsmittel
entwickelt. Als Reifenabdichtungsmittel kann es auf die innere Oberfläche eines
Gummireifens aufgebracht werden und es dient dazu, Einstichldcher in dem Lauffldchen-
bzw. Profilbereich unter stark variierenden Temperaturbe dingungen abzudichten (zu
verschließen). Das erfindungsgemaße Abdichtungsiittel ist aber nicht nur geeignet
als Reifenabdichtungsmittel, sondern ist auch fUr andere Zwecka unter ähnlich schweren
oder weniger schweren Bedingungen verwendbar.
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Um für die Abdichtung (das Verschließen) von Reifendurchbohrungen
(Löchern in Reifen) geeignet zu sein, muß ein Abdichtungsmittel eine einzigartige
und außergewöhnlich anspruchsvolle Kombination von physikalischen und chemischen
Kriterien erfUllen. Es muß gegen Alterung, gegen Zersetzung und gegen Fließen bei
den hohen Temperoturen, auf welche Reifen unter den Fahrbedingungen im Sommer erhitzt
werden, beständig sein. FUr den Fall, daß das eindringende Objekt in der Lauffldche
(dem Reifenprofil) verbleibt, während der Reifen weiterhin benutzt wird, muß das
Abdichtungsmittel eine ausreichende Klebrigkeit
und ErmUdungsbeständigkeit
besitzen, um an dem Objekt haften zu bleiben, selbst wenn dieses während der Reifenumdrehung
hin und her bewegt wird. FUr den Fall, daß das eindringende Objekt aus der Lauffläche
(dem Reifenprofil) entfernt wird, muß das Abdichtungsmittel in der Lage sein, in
das entstondene Loch bei den Temperaturen im Winter hineinzufließen und dieses abzudichten
(zu verschließen).
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Weitere Eigenschaften, die von einem Reifenabdichtungsmittel gefordert
werden, werden nachfolgend näher erörtert.
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Da Butylkautschuk eine geringe Luftdurchldssigkeit, eine hohe Bestandigkeit
gegen Alterung und eine leicht kontrollierbare Vernetzungsdichte aufweist, wurde
bisher immer versucht, Butylkautschuk als Basis fUr Reifenabdichtungsmittel zu verwenden.
Ein Versuch, wie er beispielsweise in den US-Patentschriften 2 756 801, 2 765 018
und 2 782 829 beschrieben ist, bestand darin, eine einzige Sorte von Butylkautschuk
zu verwenden zur Herstellung des Abdichtungsmittel-Netzwerks und Klebrigmacher,
Weichmacher und andere speziellere Komponenten, wie z.B. Phenole oder Eisenoxid,
zuzugeben in dem Bestreben, das erforderliche Gleichgewicht von physikalischen Eigenschaften
zu erzielen. Abdichtungsmittel auf der Basis dieser Patentschriften haben jedoch
keine allgemeine Anerkennung gefunden, in erster Linie deshalb, weil diese Abdichtungsmittel
bei den extremen Temperaturen (beispielsweise -29°C (-200F) bis +104°C (2200F)),
denen Reifen ausgesetzt sind, nicht zufriedenstellend arbeiten.
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In einem zweiten Versuch mit Reifenabdichtungsmitteln auf Basis von
Butylkautschuk wurde eine Kombination aus Butylkautschuksarten mit hohem und niedrigem
Molekulargewicht verwendet, die miteinander vernetzt wurden unter Bildung eines
einzigen Elastomer-Netzwerks. Es wurde zwar gefunden, daß diese Abdichtungsmittel
Uber breite Temperaturbereiche
ganz gut arbeiten, der Butylkautschuk
mit niedrigem Molekulargewicht ist jedoch. kommerziell weniger leicht zugänglich
als der Butylkautschuk mit hohem Molekulargewicht, und Abdichtungsmittel, die zum
Teil auf Butylkautschuk mit niedrigem Molekulargewicht basieren, sind deshalb weniger
attraktiv.
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Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Entwicklung eines akzeptablen
Reifenabdichtungsmittels besteht darin, daß eine einzige physikalische Eigenschaft
eines solchen Mittels von einer großen Vielzahl von chemischen Variablen abhängen
kann. So hangt beispielsweise in einem Abdichtungsmittel, das im allgemeinen aus
einem gehärteten, verstärkten Butylkautschuk und einem Klebrigmacher besteht, eine
einzige Eigenschaft, wie z.B. die Zugfestigkeit, von dem Mengenanteil des vorhandenen
Butylkautschuks, dem Molekulargewicht und dem Molprozentsatz der Unsattigung des
Butylkautschuks, der verwendeten Vernetzungsmittelmenge, der verwendeten Versturkungsmittelmenge
und bis zu einem bestimmten Grod von den verwendeten KlebrigRMchern und von den
angewendeten Aushörtungs und Auftragsmethoden ab. Unter diesen Umständen ist es
schwierig, charakteristische Bereiche für einzelne chemische Variable anzugeben,
da die interessierenden physikalischen Gesomteigenschaften von dem kombinierten
Effekt vieler Variablen abhöngen. So wurde beispielsweise gefunden, daß Abdichtungsmittel,
in denen der vorhandene Mengenanteil an Butylkautschuk innerhalb eines bestimmten
Bereiches liegt, so formuliert werden können, daß sie die gewunschten Zugeigenschaften
besitzen.
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Es ist aber auch gut möglich, diese Eigenschaften außerhalb dieses
Bereiches zu erzielen durch Einstellung der verwendeten Vernetzungsmittel menge
und anderer Variabler.
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Es wurde nun gefunden, daß verbesserte (Uberlegene) Abdichtungsmittel
hergestellt werden können durch entsprechende Einstellung ihrer Zusammensetzungen,
um
so drei Schlusseleigenschaften zu steuern. Bei diesen drei Eigenschaften handelt
es sich um die Zugfestigkeit, die Dehnung und die Vernetzungsdichte. Die Zugfestigkeit
bezieht sich auf die maximale Beanspruchung (Kraft pro Fldcheneinheit), der eine
Probe des Abdichtungssloterials standhalten kann, bevor sie bricht (reißt).
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Die Dehnung mißtdie relative Zunahme der Lunge einer Probe des Abdichtungsmaterials
am Bruchpunkt. Bei der Vernetzungsdichte handelt es sich um eine Molekuleigenschaft,
welche die Konzentrotion der Vernetzungen mißt, die in dem Teil des Vernetzungsmittels
vorhanden sind, der zu einem dreidimensionalen vernetzten Netzwerk ausgehörtet worden
ist. Sie ist höchst einfach meßbar durch einen Quellungstest, bei dem die LUsungsmittelmenge
bestimmt wird, die von dem in einer gegebenen Probe des Abdichtungsmittels vorhandenen
dreidimensionalen Netzwerk absorbiert wird.
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Diese drei Eigenschaften - die Zugfestigkeit, die Dehnung und die
Vernetzungsdichte - sind wichtig wegen ihrer Beziehung zu den Eigenschaften, die
ein Reifenobdichtungsmittel haben muß, um richtig zu arbeiten. Wenn die Zugfestigkeit
eines Abdichtungsmittels zu gering ist, fließt das Abdichtungsmittel unter den typischen
Reifenbetriebsbedinguijgen und es wird auch durch ein Durchbohrungsloch "durchgeblosen",
wenn das Durchbohrungsobjekt aus dem Reifen entfernt wird, und es dichtet das Loch
nicht ab. Ein akzeptables Abdichtungsmittel muß deshalb eine ausreichende Zugfestigkeit
aufweisen, um gegen dieses "Dvrchblosen" beständig zu sein.
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Wenn die Dehnung eines Abdichtungsmittels zu gering ist, treten verschiedene
Mängel auf. Wenn ein Objekt, wie z.B. ein Nagel, in einen Reifen eindringt, dessen
Inneres mit einem Abdichtungsmittel beschichtet ist, sollte das Abdichtungsmittel
vorzugsweise an dem Nagel haften und eine zeltartige Struktur bilden, die den Nagel
umgibt. Durch die
Haftung des Abdichtungsmittels an dem Nagel zu
diesem Zeitpunkt wird die Aufrechterhaltung einer Luftsperrschicht an der Durchbohrung
(dem Loch) unterstUtzt und dies fUhrt auch dazu, daß das Abdichtungsmittel durch
den Nagel in dos Durchbohrungsloch hineingezogen wird, wenn der Nagel entfernt wird.
Wenn das Abdichtungsmittel eine unzureichende Dehnung aufweist, ist es nicht in
der Lage, sich genUgend zu dehnen (strecken), um ein Zelt zu bilden. Das Abdichtungsmittel
kann dann eine Kappen auf dem Nagel bilden, d.h. ein kleiner Teil des die Spitze
des Nagels umgebenden Abdichtungsmittels bricht von dem Rest des Abdichtungsmittels
ab und bleibt an dem Nagel in der Nahe seiner Spitze haften. Diese Kappenbildung
fuhrt im allgemeinen zu einer chlechten Abdichtung, während sich der Nagel noch
in dem Reifen befindet.
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Eine weitere Folge einer zu geringen Dehnung ist die, daß im Falle
eines großen Loches nicht genUgend Abdichtungsmittel Uber das Loch und in das Loch
hinein fließen kann, um eine Abdichtung zu bewirken, wenn das in den Reifen eingedrungene
Objekt daraus entfernt wird.
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Die vernetzongsdichte eines polymeren Abdichtungsmittels bestimmt,
wie beständig das Abdichtungsmittel gegen dauerhafte Verformung ist. Wenn das Abdichtungsmittel
eine zu hohe Vernetzungsdichte aufweist, ist es gegen dauerhafte Verformung zu bestöndig
und das Abdichtungsmittel bildet eher eine Kappe auf einem eingedrungenen Objekt
onstelle eines Zeltes, was die vorstehend beschriebenen Folgen hat. Wenn die Vernetzungsdichte
zu gering ist, bewirkt die Zentrifugalkraft, daß das Abdichtungsmittel bei erhöhten
Temperaturen kriecht oder fließt, was dazu fUhrt, daß nicht genügend Abdichtungsmittel
unter dem Schulterteil des Reifens liegt. Eine zu niedrige Vernetzungsdichte fUhrt
ebenfalls zu einer niedrigen ErmUdungsbestöndigkeit des Abdichtungsmittels. Die
Ermudungsbestöndigkeit ist eine wichtige Voraussetzung fUr ein wirksames Reifenabdichtungsmittel,
insbesondere
in eine Situation, bei der ein Objekt, wie z.B. ein
Nagel, in einen Reifen (Luftreifen) eindringt und der Reifen dann eine beträchtliche
Zeitlang benutzt wird, ohne daß der Nagel entfernt wird.
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In der Regel bemerkt der Lenker des Fahrzeugs nicht einmal die Anwesenheit
des Nagels. Der periodische Kontakt zwischen dem durchbohrten Teil des Reifens und
der Straße fUhrt dazu, daß der Nagel hin und her-gebogen wird, wenn sich der Reifen
dreht. Wenn mon nun annimmt, daß das Abdichtungsmittel ein Zelt Uber dem Nagel gebildet
hat, wird das das Zelt bildende Abdichtungsmittel kontinuierlich gestreckt und entspannt,
ein Prozeß, bei dem mit dem Ablauf der Zeit die Vernetzungen brechen und dos Abdichtungsmittel
die Neigung hat, von dem Nagel wegzufließen, wodurch die Abdichtung gegen Entweichen
von Luft zerstört wird.
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Erfindungsgemöße Abdichtungsmittel enthalten oder bestehen aus gehorteten
Butylkautschuken, die nur in Form eines Copolymeren mit einem viskositdtsdurchschnittlichen
Molekulargewicht von mehr als 100 000 in Kombination mit geeigneten Klebrigmachern
vorliegen, wobei die Zugfestigkeit, die Dehnung und die Vernetzungsdichte des AbdichtungsnEttels
so aufeinander abgestimmt (eingestellt) worden sind, daß die vorstehend beschriebenen,
von einem Abdichtungsmittel geforderten Eigenschaften erzielt werden. Im allgemeinen
können die Zugfestigkeit, die Dehnung und die Vernetzungsdichte höchst einfach gesteuert
(kontrolliert) werden durch Einstellung des Mengenanteils (Bruchteils) des Butylkautschuks
in der Gesamtzusammensetzung, durch Einstellung der Menge des verwendeten Vernetzungsmittels,
der Menge des verwendeten Verstärkungsmittels, des Molekulargewichtes und des Molprozentsatzes
der Unsättigung des Butylkautschuks und, bis zu einem geringeren Grade, der verwendeten
Klebrigmacher und der angewendeten Behandlungsverfohren. Es wurde nun gefunden,
daß bevorzugte Abdichtungsmittel für Fahrzeugreifen (Fohrzeugluftreifen
)
solche sind, in denen die Zugfestigkeit mehr als 2,11 kg/cm2 (30 psi), die Dehnung
mehr als 600 % betragen und der Quellungsgrad (das QuellungsverhUltnis) in Toluol
zwischen 12 und 40 liegt. Abdichtungsmittel mit Dehnungen von mehr als 8GO% und
Ouellungsgraden (Quellungsverhöltnissen) innerhalb des Bereiches von 12 bis 35 haben
sich als besonders geeignet als Fohrzeugreifen-Abdichtungsmittel erwiesen und sie
sind deshalb besonders bevorzugt.
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Solche Abdichtungsmittel können hergestellt werden durch Einstellung
des Butylkautschuks, so daß er etwa 13 bis etwa 40 Gew.-% der Getamtzusammensetzung
ausschließlich der Vernetzungsmittel ausmocht, durch Verwendung eines Butylkautschuks
mit einem Molprozentsatz der Unsöttigung zwischen etwa 0,5 und etwa 2,5 und einem
Molekulargewicht von etwa 100 000 bis etwa 450 000 und durch Verwendung von etwa
0,5 bis etwa 6 phr eines Chinoid-Vernetzungsmittels und von mindestens etwa 2 phr
Ruß die hier verwendete Abkurzung "phr" steht für "Gew.-Teile auf100 Ges~Tvile Butylkautschuk@@
Abdichtungsmittel,die 13 bis 20 Butylkatschuk, 30 Dis 60 phr Ruß und 2 bis 6 phr
eines Chinoid-Vernetzungsmittels enthalten, sind besonders bevorzugt, weil sie leicht
so hergestellt (gemischt) werden kannen, daß ihre Eigenschaften innerhalb der oben
angegebenen Bereiche liegen, und weil sie die nachfolgend beschriebenen signifikanten
Bearbeitungsvorteile aufweisen. Abdichtungstittel mit Zugfestigkeiten, Dehnungen
und Quellungsgraden (Quellungsverhultnissen) innerhalb der oben angegebenen Bereiche
können auch hergestellt (gemischt) werden durch Einstellung des Butylkautschukgehaltes,
so daß er etwa 13 bis etwa 50 Gew.- der Gesamtzusammensetzung ohne die Vernetzungsmittel
ausmacht, durch Verwendung eines Butylkautschuks mit einem Molprozentsatz an Unsättigung
zwischen etwa 0,5 und etwa 2,5 und einem Molekulargewicht von etwa 100 000 bis etwa
450 000 und durch Verwendung von etwa 5 bis etwa 25 phr eines brommethylierten Phenolharz
-Htirters
und von mindestens 3 phr Zinkoxid.
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Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines
Querschnitts eines Fohrzeugreifens (Fahrzeugluftreifens) gemäß einer Ausfuhrungsform
der Erfindung, bei dem die Abdichtungsmittelschicht auf der innersten Oberfläche
des Reifens (Luftreifens) hinter der Lauffldche (dem Reifenprofil) angeordnet ist;
und Fig. 2 eine perspektivische Ansicht ähnlich Fig. 1 gemäß einer zweiten Ausfuhrungsform
der Erfindung, bei der die erfindungsgemäße Abdichtungsmittelschicht hinter dem
Laufflächenteil (Reifenprofilteil) des Fahrzeugreifens (Fahrzeugluftreifens) und
zwischen einem fUr Luft undurchlässigen Film, wie er Ublicherweise in einem schlcuchlosen
Reifen (Luftreifen) verwendet wird, und dem Korkassenteil des Reifens (Luftreifens)
ongcs ordnet ist.
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Dos Copolymer-Netzwerk, das den erfindungsgeiitßen Abdichtungsmitteln
Festigkeit und Kontinuität verleiht, besteht aus gehärtetem Butylkautschuk. Unter
Butylkautschuk sind hier Copolymere aus 96 bis 99,5 Gew.-% Isobutylen und 4 bis
0,5 Gew.-% Isopren (Butyl IIR) sowie andere kautschukartige Copolymere mit einem
größeren Gewichtsanteil (d.h. mehr als 50 Gew.-%) eines Isoolefins mit 4 bis 7 Kohlenstoff
atomen und einem kleineren Gewichtsanteil eines offenkettigen konjugierten Diolefins
mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen zu verstehen. Das Copolymere konn bestehen aus 70
bis 99,5 Gew.-% eines Isomonoolefins, wie Isobutylen oder Äthylmethylethylen, copolymerisiert
mit 0,5 bis
30 Gew.-% eines offenkettigen konjugierten Diolefins,
wie Isopren; Butadien-1,3; Piperylen; 2,3-Dimethyl-butadien-1,3; 1,2-Dimethylbutadien-1,3
(3-Methyl-pentadien-1,3); 1,3-Dimethyl-butadien-113; 1-Ä'thyl-butadien-1,3 (Hexadien-1,3);
1,4-Dimethyl-butodien-1,3 (Hexadien-2,4); wobei die Copolymerisation bewirkt werden
kann auf die Ubliche Weise der Copolymerisation solcher monomerer Materialien.
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Der hier verwendete Ausdruck "Butylkautschuk" umfaßt auch halogenierten
Butylkautschuk, wobei die Chlorbutyl- und Brombutyl-Sorten die bekanntesten sind.
Man nimmt allgemein an, doß das Halogen in das ButylkautschukmolekUl eintritt durch
Substitution an der Allylposition in der Diolefineinheit. Typische Chiorbutylkautschuke
enthalten etwa 1,0 bis etwa 1,5 Gew.-Z Chlor. Der Ausdruck "Butylkoutschuk" umfaßt
auch solche Butylkautschuk-Arten, in Jenen èine konjugierte Dienfunktionalität in
dem linearen Grundgerüst an die Diolefineinheiten addiert worden ist.
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Solche konjugierten Dienbutyle sind in der US-Patentschrift 3 816
371 beschrieben.
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Die erfindungsgemdßen Abdichtungsmittel können hergestellt (gemischt
bzw. formuliert) werden unter Verwendung irgendeiner der Ublichen Sorten von Butylkautschuk
mit hohem Molekulargewicht. Diese Sorten weisen viskomitutsdurchschnittliche Molekulargewichte
von mehr als 100 000 auf und im allgemeinen liegen ihre Molekulargewichte innerhalb
des Bereiches von 300 000 bis 450 o6o. Sie sind zu unterscheiden von den Butylkautschukorten
mit niedrigem Molekulargewicht, die viskositätsdurchschnittliche Molekulargewichte
in der Größenordnung von 1/10 der Butylkautschukarten mit hohem Molekulargewicht
aufweisen. Die erfindungsgemäßen Abdichtungsmittel enthalten keine Butylkautschukarten
mit niedrigem Molekulargewicht.
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Repräsentotive Beispiele fUr Butylkautschukarten mit hohem Molekulargewicht
sind Butyl 065, Butyl 165, Butyl 268, Butyl 365, Butyl 077,
Chlorobutyl
1066 und Chlorobutyl 1068, die alle von der Firma Exxon Oil Company erhältlich sind,
sowie BUCAR 1000 NS, BUCAR 5000 NS, BUCAR 5000 S und BUCAR 6000 NS, die alle von
der Firma Cities Service Oil Company erhältlich sind.
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Zwar werden durch die Verwendung eines Butylkautschuks mit einem Molekulargewicht
von mehr als etwa 450 000 die Abdichtungsqualitäten des Abdichtungsmittels nicht
beeinträchtigt, ein solcher Butylkautschuk ist jedoch vergleichsweise schwierig
aufzulösen-und zu kombinieren mit anderen Bestondteilen und schwierig aufzubringen
unter Anwendung eines luftfreien Spruhverfahrens. Deshalb liegt der bevorzugte Bereich
des Molekulargewichtes des Butylkautschuks mit hohem Molekulargewicht bei etwa 100
000 bis etwa 450 000. Ein Butylkautschuk mit einem Molekulargewicht innerhalb des
Bereiches von 300 000 bis 450 000 hat sich als besonders vorteilhoft erwiesen fUr
die Herstellung (Formulierung) von Abdichtungsmitteln mit den gewünschten Zugfestigkeits-
und Dehnung eigenschaften und ist daher besonders bevorzugt.
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Die Vernetzung des Butylkautschuks kann bewirkt werden unter Verwendung
irgendeines der bekannten Hdrtungs- bzw. Vernetzungssysteme einschließlich der Schwefel-
und Schwefel enthaltenden Systeme, Chinoid-Systeme und Phenolharz-Systeme. Zu Beispielen
fUr fur halogenierten Butylkautschuk zusätzlich verwendbaren Hartem gehören primäre
Amine und Diamine, sekundäre Diamine, Zinkoxid, kombiniert mit Alkyldithiolcarbamaten,
wie Tetramethylthiuramdisulfid, und 1,2-1 ,3-Dialkyl-Thioharnstoffe' Zu Beispielen
für fUr einen Butylkautschuk, der eine konjugierte Dienfunktionalitöt enthält, zusutzlich
verwendbaren Härtern gehören polyfunktionelle Dienophile, wie Athylenglykoldimethacrylat
und Trimethylolpropantrimethacrylat.
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Obgleich Butylkautschuk unter Anwendung eines Vulkanisationsverfahrens
(mit Schwefel und Beschleunigern, wie Mercaptobenzothiazol) gehärtet werden kann,
fuhrt eine solche Härtung in einem Kautschuk dazu, daß dieser mit dem Ablauf der
Zeit unter dem Einfluß von Sauerstoff oder ultravioletter Strahlung abgebaut wird.
Ein solcher Abbau kann teilweise verhindert werden durch Verwendung von Antioxidantien,
wie z.B. Diphenyl-p-phenylendiamin, Phenyl-ß-nophthylamin und Hydrochinon, sowie
Antiozonisierungsmitteln, wie z.B. N,N'-Di(2-octyl)-p-phenylendiamin und N-(1,3-Dimethylbutyl)-N'-phenyl-p-phenylendiomin.
Dennoch ändern sich die Eigenschaften des resultierenden Abdichtungsmittels mit
dem Ablauf der Zeit genügend, um Chinoid- und Phenolharz-Ha'rtungssystme bevorzugt
zu machen gegenUber der Vulkanisation beim Abdichten von Reifen (Luftreifen), wenn
das Abdichtungsmittel Uber Jahre hinweg harten Betriebsbedingungen standhalten muß.
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Chinoid-Aushartungen sind abhängig von der Vernetzung durch die Nitrosogruppen
der aromatischen Nitrosoverbindungen. In dem Chinoid-Aushör tungssystem sind p-Chinondioxim
und p, p-Dibenzoylchinondioxim als hefter bevorzugt. Zu Beispielen fUr andere geeignete
Harter gehören Dibenzoyl-p-chinondioxim, p-Dinitrosobenzol und N-Methyl-N,4-dinitrosoanilins
wobei die beiden zuletzt genannten Verbindungen auf Tonbasis als "Polyac" von der
Firma E.I. DuPont de Nemours & Co. bzw.
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als "Elastopar" von der Firma Monsanto Chemical Co. erhältlich sind.
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Zu Vernetzungsaktivatoren, die in dem erfindungsgemaßen Abdichtungsmittel
verwendet werden kannen, gehören z.B. anorganische Peroxide, organische Peroxide
(einschließlich Diaroylperoxide, Diacylperoxide und Peroxyester) und Polysulfide.
Geeignete Beispiele sind Bleiperoxid, Zinkperoxid, Bariumperoxid, Kupferperoxid,
Kaliumperoxid, Silberperoxid, Natriumperoxid, Calciumporoxid; Mstallperoxyborate,
-peroxychromate,
-peroxyniobate, -peroxydicarbonote, peroxydiphosphate,
-peroxydisulfate, -peroxygermanate, peroxymolybdate, -peroxynitrate, Magne siumperoxid,
Natriumpyrophosphatperoxid und dgl.; organische Peroxide, wie z.B. Laurylperoxid,
Benzoylperoxid, 2,4-Dichlorbenzoylperoxid, t-Butyl-peroxybenzoat, Dibenzoylperoxid,
Bis(p-monomethoxybenzoyl)-peroxid, p-Monomethoxybenzoylperoxid, Bis(p-nitrobenzoyl)peroxid
und Phenacetylperoxid; Metalipolysulfide, wie z.B. Calciumpolysulfid, Natriumpolysulfid,
Kaliumpolysulfid, Bariumpolysulfid und dgl., einige Schwefel entholtende organische
Verbindungen, wie beispielsweise in der US-Patentschrift 2 619 481 beschrieben,
und organische Polysulfide der allgemeinen Formel R-(S) -R, worin R eine Kohlenwasserstoffgruppe
x und x eine Zahl von 2 bis 4 bedeuten. Es wird angenommen, daß es sich bei dem
3jeweiligen Vernetzungsmittel um das Oxidationsprodukt von Chinondioxim, p-Dinitrosobenzol
handelt.
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Die Chinoid-Htirter/Vernetzungs-Aktivator-Kombination, die, wie gefunden
wurde, zur kUrzesten Gelierungszeit fUhrt, ist die p-Chinondioxim/-Benzoylperoxid-Kombination.
Die bevorzugte Konzentration des p-Chinondioxiis ist 0,5 bis 6 phr (Gewichtsteile
auf 100 Gew.-Teile). Die bevorzugte Konzentration von Benzoylperoxid ist 1,5-18
phr (Gew.-Teile auf 100 Gew.-Teile). GewUnschtenfalls können auch Beschleuniger
verwendet werden. So kann beispielsweise Koboltnaphthenot in Kombination mit t-Butylperoxibenzoat
verwendet werden und Chioranil (2,3,5,6-Tetrachlor-1,4-benzochinon) kann in Kombination
mit t-Butylperoxy benzoat oder Benzoylperoxid verwendet werden.
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Zu den Phenolharzen, die erfindungsgemäß als Harter verwendet werden
können, gehören halogenmethylierte Alkylphenolharze, Methylolphenolformaldehydharze
und verwandte Arten. Geeignet sind auch Brommethylalkylphenolharze, die von der
Firma Schenectady Chemicals, Inc. unter den
Handelsnamen CRJ-328
und SP-1056 erhältlich sind. Die bevorzugte Konzentration des Phenolharzes beträgt
5 bis 25 phr (Gew.-Teile ouf 100 Gew.-Teile). Bei diesen Harzen ist die Verwendung
von Aktivatoren nicht erforderlich.
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Die erfindungsgemäßen Abdichtungsmittel enthalten ein oder mehrere
klebrigmachende Agentien (Klebrigmacher), welche das Abdichtungsmittel in die Lage
versetzen, an dem Reifen (Luftreifen) und an dem den Reifen durchbohrenden Objekt
zu haften und Uber dem Durchbohrungsloch eine Selbstabdichtung zu ergeben, nachdem
das den Reifen durchbohrende Objekt daraus entfernt worden ist. Im allgemeinen kann
jedes belitbige klebrigmachende Agens verwendet werden, das mit einem Butylkautschuksystem
kompatibel (verträglich) ist. Zu solchen Agentien gehören Polybutene, Polypropene,
paraffinische Öle, Petrolatum, Phthalate und eine Anzahl von Harzen einschließlich
der Polyterpene, Terpenphenolharze, blockierten Phenolharze, modifiziertes Kolophonium
und Kolophoniumester sowie Kohlenwasserstoff'harze. Bevorzugte Klebrigmacher sind
Polyisobutylene und Kohlenwasserstoffharze und insbesondere Kombinotionen davon.
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Die erfindungsgemäßsn Abdichtungsmittel können ein oder mehrere verstörende
Agentien oder FUllstoffe enthalten. Bei Abdichtungsmitteln, die durch ein Chinoid-Hurtungssystem
gehörtet worden sind, muß eines der versturkenden Agentien feinteiliger Kohlenstoff
sein. Kohlenstoff, wie z.B. RuB, liefert Reaktionszentren fUr den Chinoid-Hurtungsprozeß
und sein Gehalt sollte mindestens 2 Gew.-Teile des Abdichtungsnittels, bezogen auf
jeweils 100 Gew.-Teile Butylkautschuk, ausmachen. Bevorzugte Rußkonzentrationen
sind 30 bis 60 phr (Gew.-Teile auf 100 Gew.-Teile).
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Bei der Substanz, die den Rest des Verstärkungsmittels ausmacht, kann
es sich entweder um Ruß oder um irgendeine andere geeignete Substanz handeln, ausgewdhit
auf der Basis der gewunschten Farbe des Abdichtungsmittels.
Bei
Abdichtungsmitteln, die durch einen Phenolharz-Harter ausgehärtet wurden, muß eines
der Verstärkungsmittel mindestens 3 phr Zinkoxid sein. Die bevorzugte Zinkoxidkonzentrution
betrdgt 5 bis 30 phr. In Abdichtungsmitteln (Zusommensetzungen), die unter Verwendung
von Phenolharzen ausgehärtet werden, kann auch Ruß verwendet werden, seine Anwesenheit
ist jedoch nicht erforderlich. Andere bekannte Versturkungsmittel und FUllstoffe
fUr Butylkautschuke sind z.B. Aluminiumhydrat, Lithopon, Schlämmkreide, Tone, hydratisierte
Siliciumdioxide, Calciuasilikate, Silicooluminote, Magnesiumoxid und Magnesiumcarbonat.
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Um die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Klebrigkeit und Wdrmebestdndigkeit
bei erhöhten Temperaturen zu unterstützen, können die erfindungsgemtißen Abdichtungsmittel
auch ein thermoplastisches und elastomeres,teilweise hydriertes Blockcopolymeres
in einer Menge von bis zu etwa 10 Gew.-% des Abdichtungsmittels entholten, wobei
dos Blockcopolymere die allgemeine Formel A-(B-A)1 5 hat, worin vor der Hydrierung
jeder Rest A einen Monovinylarenpolymerblock und jeder Rest B einen konjugierten
Dienpolymerblock bedeutet. Typische Beispiele fUr A-Monomere sind Styrol, a-Methylstyrol
und ringalkylierte Styrole. Typische Beispiele fUr B-Monomere sind Butadien und
Isopren. Die A-Blöcke bilden die Endgruppen und sie machen in der Regel etwa 1/3
des Gewichtes des Copolymeren aus und die B-Blöcke bilden die mittleren Gruppen
und den Rest des Copolymeren. Das Copolymere ist teilweise hydriert, so daß die
konjugierten Dienblocksegmente im wesentlichen vollständig gesättigt sind. Die Monovinylaren-Polymerblocksegmente
sind nicht merklich gesättigt. Die auf diese Weise durchgefuhrte Hydrierung verbessert
die Brauchbarkeit des Blockcopolymeren als Bestandteil des Abdichtungsmittels, der
dieses gegen Oxidation und Hochtemperaturabbau bestdndig mocht. Das durchschnittliche
Molekulargewicht des Copolymeren liegt innerhalb des Bereiches von etwa 60 000 bis
etwa 400 000 Blockcopolymere
dieses Typs sind in der US-Patentschrift
3 595 942 beschrieben.
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Bei den erfindungsgernußen Abdichtungsmitteln handelt es sich um solche,
die aus den vorstehend beschriebenen chemischen Komponenten bestehen, deren Zugfestigkeit,
Dehnung und Vernetzungsdichte so eingestellt (kontrolliert) worden ist, daß optimole
Eigenschaften fUr Reifenabdichtungsmittel erhalten werden. Bei der Zugfestigkeit
hondelt es sich um die Beanspruchung pro Flächeneinheit, der eine Probe des Abdichtungsmittels
standhalten kann, bevor sie bricht (reißt). Die Zugfestigkeit in dem hier angewendeten
Sinne wird bestimmt, indem mon zuerst eine Probe des Abdichtungsmittels in Form
einer dünnen Platte (Felie) 24 Stunden lang bei Raumtemperatur, dann weitere 24
Stunden lang bei 660C (1500F) und schließlich 4 Stunden lang bei 88 C (1900F) aushörtet.
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Dann werden unter Verwendung der ASTM-Prögeform "D" hontelfdrmige
Proben des Abdichtungsmittels ausgeschnitten und die Dimensionen der hantelförmigen
Probe werden bestimmt. Die Probe wird dann in eine konventionelle Dillon-Zugtestvorrichtung
mit Backen eingesetzt, die sie an ihren breiteren Endabschnitten festhalten, und
die Probe wird mit einer Kreuzkopfgeschwindigkeit von 25,4 cm (10 inches) pro Minute
gereckt, bis sie bricht. Die Zugfestigkeit ist die Kraft beim Bruch, dividiert durch
die ursprUngliche Querschnittsfläche des engen Abschnitts der Probe.
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Die Dehnung in dem hier verwendeten Sinne wird bestimmt nach einem
Verfahren, das identisch ist mit dem für die Bestimmung der Zugfestigkeit. Die Dehnung,
ausgedrUckt in %, wird errechnet durch Subtrohieren der ursprünglichen Lunge der
Probe von ihrer Lunge beim Bruch, Multiplizieren mit 100, Dividieren durch die ursprungliche
Lange und anschließend, falls erforderlich, Multiplizieren des Ergebnisses mit einem
Korrekturfaktor, welcher dos Material kompensiert, das gegebenenfalls
aus
den jedes Ende der Probe festhaltenden Backen herausgezogen worden ist. Die ursprUngliche
Lunge und die schließlich erhaltene Bruchlönge werden bestimmt durch Messen der
Abstände zwischen den Backen. Die Probe wird somit nicht nur an dem engen, mittleren
Abschnitt, sondern auch an einem Teil der breiteren Endabschnitte der Probe gedehnt.
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Die Vernetzungsdichte kann gemessen werden durch Durchfuhrung eines
Quellungstests mit einer Probe des Abdichtungsmittels unter Verwendung von Toluol
als Lösungsmittel. Wie dem Fachmanne auf diesem Gebiet bekannt, liefert ein Quellungstest
ein zuverlussiges und reproduzierbares relatives Maß fUr die Verletzungsdichte.
Bei dem Quellungstest wird die von einer gegebenen Menge vernetztem Kautschuk absorbierte
Lösungsmittelmenge gemessen und die Testergebnisse werden ausgedruckt als Quellungsverhöltnis
zwischen dem Gewicht des absorbierten LUsungsmittels und dem Gewicht des vernetzten
Kautschuks (nachfolgend der Einfachheit halber als "Quellungsgrad" bezeichnet).
Je größer die Vernetzungsdichte einer gegebenen Kautschukprobe ist, um so geringer
ist die Freiheit des elastomeren Netzwerkes zum Expandieren durch Absorbieren von
Lösungsmittel und um so kleiner ist der Quellungsgrod (das Qvellungsverhdltnis).
Der hier beschriebene Test wird durchgefuhrt durch Wiegen einer Probe eines trockenen
(lösungsmittelfreien) Abdichtungsmittels, Eintauchen der Probe in Toluol fUr einen
Zeitraum von 60 bis 72 Stunden, Herausnehmen und Wiegen der feuchten Probe und anschließendes
Trocknen der Probe fUr einen Zeitraum von 30 Minuten bei 1490C (300°F) und erneutes
Wiegen. Das Gewicht des absorbierten Lösungsmittels ist das Naßgewicht abzüglich
des End-Trockengewichtes.
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Durch das Eintauchen der Probe in Toluol werden die Bestandteile entfernt,
die nicht in das in Toluol unlösliche Polymernetzwerk eingearbeitet worden sind,
und die Probe enthält noch dem Eintauchen und
Trockenen deshalb
im wesentlichen den vernetzten Kautschuk und den Ruß oder andere Füllstoffe, falls
vorhanden. FUr den Fall, daß das Abdichtungsmittel einen Klebrigmacher, wie z.B.
Polyisobutylen mit funktionellen Endgruppen, enthalt, bleibt auch ein Teil des Klebrigmachers
in dem Netzwerk in Form von Seitenketten zurück. Die vorhandene Menge an in Toluol
unlöslichen Materialien kann errechnet werden aus dem anfänglichen Gewicht vor dem
Eintauchen der Probe plus ihrer bekannten Zusammensetzung und diese Zahlen können
von dem Trockengewicht nach dem Eintauchen subtrahiert werden, wobei das Gewicht
des vernetzten Kautschuks erhalten wird.
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Die vorstehend beschriebenen Tests können vom Fachmanne auf diesem
Gebiet leicht durchgefuhrt werden und die Ergebnisse dieser Tests können zur Herstellung
des erfjndungsgemäßen Abdichtungsmittels verwendet werden. Wie vorstehend angegeben,
muß die Zugfestigkeit des Abdichtungsmittels ausreichend hoch sein, so daß das Abdichtungsmittel
durch ein typisches Durchbohrungslach innerhalb des Bereiches der Reifencufblesdrucke,
wie sie normalerweise auftreten, nicht " "hindurchgeblasen" wird. Es wurde gefunden,
daß ein zuverlussiger Anhaltspunkt der ist, daß nicht mehr als 1,27 cm (1/2 inch)
Abdichtungsmittel durch ein Loch mit einem Durchmesser von 0,52 cm (0,203 inch)
bei 3,25 Bar (32 psig) extrudiert werden sollten. Die Dehnung muß ausreichend hoch
sein, so daß das Abdichtungsmittel in der Lage ist, an einem Durchbohrungsobjekt
zu haften, ohne eine Kappe zu bilden, und in der Lage ist, Uber ein Durchbohrungsloch
und in dieses hinein zu fließen, nach dem das Durchbohrungsobjekt aus dem Reifen
entfernt worden ist. Die Vernetzungsdichte muß ausreichend hoch sein, so daß das
Abdichtungsmittel bei erhöhten Temperaturen (beispielsweise bis zu 1040C (2200F))
nicht fließt oder ermUdet, wenn ein Durchbohrungsobjekt während der Verwendung des
Reifens in diesem verbleibt. Die Vernetzungsdichte darf
jedoch
nicht so hoch sein, daß dos Abdichtungsmittel eine Kappe bildet, wenn ein Durchbahrungsobjekt
in den Reifen eindringt. Ein zuverlässiger Anholtspunkt dafUr, ob die Dehnung ausreichend
hoch und die Vernetzungsdichte ausreichend niedrig ist, ist, wie gefunden wurde,
eine 80 %ige oder höhere "Bestanden"-Bewertung in indem in dem nachfolgenden Beispiel
1 beschriebenen statischen Durchbohrungstest.
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Es wurde gefunden, daß bevorzugte Reifenabdichtungsmittel solche mit
einer Zugfestigkeit von mindestens etwa 2,11 kg/cm² (30 psi), einer Dehnung von
mehr als etwa 600 % und Quellungsgraden (Quellungsverhältnissen) zwischen etwa 12
und etwa 40 sind. Innerhalb dieser Bereiche weisen die erfindungsgemtißen Abdichtungsmittel,
wie gefunden wurde, gute Reifenabdichtungseigenschaften auf, sowohl dann, wenn das
den Reifen durchbohrende Objekt in dem Reifen verbleibt, als auch dann, wenn es
entfernt wird, Uber den gesamten Temperaturbereich, dem Reifenabdichtungsmittel
normalerweise ausgesetzt sind. Außerdem haben sich erfindungsgewße Abdichtungsmittel
mit Dehnungen von mehr als 800 % und Quellungsgroden (Quellungsverhöltnissen) innerhalb
des Bereiches von 12 bis 35 als besonders geeignete Fahrzeugreifenabdichtungsmittel
erwiesen und sind daher besonders bevorzugt.
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Abdichtungsmittel mit Zugfestigkeiten, Dehnungen und Quellungsgraden
(Quellungsverhöltnis sen) innerhalb dieser Bereiche können dadurch hergestellt (formuliert)
werden, doß man dafUr sorgt, daß die erfindungsgemtißen Zusammensetzungen (Abdichtungsmittel)
13 bis 40 Gew.-% Butylkautschuk mit einem Molekulargewicht von mehr als etwa 100
000 und einem Molprozentsatz an Unsättigung zwischen etwa 0,5 und etwa 2,5 aufweisen
und durch Verwendung von mindestens 2 phr Ruß und etwa 0,5 bis etwa 6 phr eines
Chinoid-Vernetzungsmittels. Der Rest dieser Zusammensetzungen (Abdichtungsmittel)
besteht aus geeigneten Klebrigmachern,
Blockcopolymeren, Fullstoffen
Pigmenten und dgl. Abdichtungsmittel mit 13 bis 20 fi Butylkoutschuk weisen, wie
gefunden wurde, kurze Gelierungszeiten auf und können nach dem Sprühverfahren leicht
aufgetragen werden und sie sind deshalb besonders bevorzugt. Abdichtungsmittel mit
Zugfestigkeiten, Dehnungen und Quellungsgraden (Quellungsverhultnissen), wie vorstehend
angegeben, kannen auch hergestellt (formuliert) werden durch Verwendung von 13 bis
50 Gew.-% Butylkautschuk mit einem Molekulargewicht von mehr als etwa 100 000 und
einen Molprozentsatz der Unsöttigung zwischen etwa 0,5 und etwa 2,5, 5 bis 25 phr
eines Phenolharz-Hörters und mindestens 3 phr Zinkoxid, wobei der Rest des Abdichtungsmittels
aus Klebrigmachern und anderen Modifizierungsmitteln besteht.
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Die erfindungsgernaßen Abdichtungsmittel können auf die verschiedenste
Weise aufgebracht werden. Sie können in Form von versprühbaren Zusammensetzungen
hergestellt werden, die in situ ausharten, beispielsweise auf der inneren Oberfläche
eines Reifens (Luftreifens), oder in Form von Zusamensetzungen, die zuerst in Form
einer Platte (Folie) gehdrtet und donn aufsbracht werden. Sie können auch auf ein
Substrat extrudiert oder aufgeburstet werden. Bei der Herstellung des Abdichtungsmittels
kann ein Lösungsittel verwendet werden. Zu geeigneten Lusungsmitteln gehören Hexan,
Toluol, Heptan, Naphtha, Cyclohexanon, Trichlorothylen, Cyclohexan, Methylenchlorid,
Chlorbenzol, Äthylendichlorid, 1,1,1-Trichloröthan und Tetrahydrofuron sowie Kombinationen
davon.
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Jedes spezielle Abdichtungsmittel-Auftragsverfahren bringt Beschrönkungen
bezüglich der Zusammensetzung des Abdichtungsmittels selbst mit sich.
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Wenn beispielsweise das Abdichtungsmittel solvatisiert und direkt
auf einen Reifen aufgespruht werden soll, ist es zweckmäßig, die verwendete Lösungsmittelmenge
bei einem Minimum (beispielsweise 35 % oder weniger) zu
halten,
um so die LösungsmittelzurUckgewinnungsverfahren zu vereinfachen und die Bearbeitungszeit
zu verkürzen. Bei LUsungsmittelgehalten von 35 % oder weniger wurde jedoch gefunden,
daß erfindungsgemtlße Abdichtungsmittel, die mehr als etwa 20 Gew.-% Butylkaut schuk
enthalten, nicht mehr wirksam unter Anwendung eines luftfreien Verfahrens mittels
einer einfachen fixierten DUse aufgesprüht werden können. Beim luftfreien Sprühauftrag
sind deshalb Abdichtungsmittel bevorzugt, die 20 % oder weniger Butylkautschuk enthalten.
Abdichtungsmittel mit mehr als 20 % Butylkautschuk können mit einer Düse aufgesprüht
werden, die über die Reifenlauffläche (das Reifenprofil) hin und her-bewegt wird.
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Eine zweite Verarbeitungsbeschränkung bei den erfindungsgemaßen Abdichtungsmitteln
ist die Aushdrtungszeit. Die bei einem gegebenen Abdichtungsmittel erforderliche
Aushörtungszeit beeinflußt im allgemeinen den Durchsatz, unabhängig von dem angewendeten
Auftragsverfahren.
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Es wurde gefunden, daß erfindungsgemuße Abdichtungsmittel, die mit
weniger als etwa 2,0 phr eines Chinoid-Vernetzungsmittels hergestellt werden, Gelierungszeiten
aufweisen, die fUr viele Anwendungszwecke unakzeptabel lang sind. Abdichtungsmittel,
die mit mehr als etwa 2,0 phr Chinoid-Vernetzungsmittel ausgehörtet worden sind,
sind deshalb bevorzugt. Diese Abdichtungsmittel müssen natürlich auch Zug,festigkeits-,
Dehnungs- und Vernetzungsdichte-Werte aufweisen, wie sie weiter oben angegeben worden
sind. Da allgemein gefunden wurde, daß mit Chinoid ausgehurtete Abdichtungsmittel,
die mehr als etwa 20 ffi Butylkautschuk enthalten, keine ausreichenden Dehnungseigenschaften
aufweisen, wenn nicht weniger als etwa 2,0 phr Vernetzungsmittel verwendet werden,
ist der praktische Effekt der, daß bevorzugte, mit Chinoid ausgehurtete Abdichtungsmittel
solche sind, die nicht mehr als etwa 20 Gew.-% Butylkautschuk enthalten.
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Weil die hier beschriebenen erfindungsgemäBen Abdichtungsmittel die
einzigartige Fähigkeit haben, gegen Oxidation beständig zu sein und über einen breiten
Temperaturbereich stabil und wirksam zu bleiben, finden sie zahlreiche Anwendungen,
beispielsweise als Abdichtungsgemische und als Dachabdichtungsmittel neben ihrer
Verwendung a Is als Reifenobdichtungsmittel (Luftreifenabdichtungsmittel).
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Weil die Bedingungen, denen ein Reifenabdichtungsmittel ausgesetzt
sind, die strengsten sind, beziehen sich die nachfolgend beschriebenen Beispiele
auf Abdichtungsmittel fUr diese Anwendungszwecke, welche die vorliegende Erfindung
erläutern sollen. Es ist klar, daß das Verhältnis zwischen den wesentlichen Komponenten
innerhalb der oben ongegebanen Bereiche variiert werden kann und daß die anderen
Compoundiermaterialien (Mischungsmaterialien) ersetzt und/oder ergänzt werden können
durch weitere Materialien, die für die betrachteten Anforderungen geeignet sein
können.
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Die Fig. 1 cer beiliegenden Zeichnung zeigt unter Bezugnahme auf eine
bevorzugte AusfUhrungsform des Fahrzeugreifen-Abdic htungsmittels einen Fahrzeugreifen
10, der Ublicherweise einen Lauffltichenabschnitt (ReifenproFil) 12, einen Korkassenabschnitt
14 und Seitenwande 16 aufweist. In schlouchlosen Fahrzeugreifen ist es im allgemeinen
erwünscht, eine Sperrschicht oder Auskleidung 18 zu verwenden, die für Luft undurchlössig
ist. Die fUr Luft undurchlässige Auskleidung 18 erstreckt sich in der Regel Uber
die gesamte innere Oberfläche des Reifens 10 von einem Felgenkontaktabschnitt 20
bis zu dem anderen Felgenkontaktabschnitt 22. Bei der in der Fig. 1 dargestellten
AusfUhrungsform der Erfindung ist eine Abdichtungsmittelschicht auf der Innenseite
des Reifens 10 gegen die Luftsperrschicht 18 angeordnet.
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Die Abdichtungsmittelschicht 24 ist so angeordnet, daß sie im Prinzip
hinter der Lauffläche (dem Reifenprofil) 12 des Reifens 10 liegt,
so
daß die Abdichtungsmittelschicht im Prinzip dazu dient, Durchbohrungen, diein dem
Laufflächenabschnitt des Reifens auftreten können, abzudichten.
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Die Fig. 2 erläutert eine andere Ausfuhrungsforin der Erfindung, bei
der ein Fahrzeugreifen 10 ähnliche Teile wie in der Fig. 1 aufweist, die mit gleichen
Bezugsziffern bezeichnet sind. Bei dieser besonderen AusfUhrungsform ist jedoch
die Abdichtungsmittelschicht 24 zwischen dem Karkcssenobschnitt 14 des Reifens 10
und der fUr Luft undurchlessigan Sperrschicht 18 angeordnet. Die in Fig. 1 erläuterte
Fahrzeugreifen-AusfDhrungsform tritt normalerweise auf, wenn die Abdichtungsmittelschicht
24 aufgebracht wird, nachdem der Reifen 10 geformt und gehärtet worden ist. Die
in der Fig. 2 erlduterte Fohrzeugreifenaus führungsform tritt auf, wenn die Abdichtungsmittelschicht
24 in den Reifen 10 eingearbeitet wird, wenn der Reifen 10 geformt und ausgehärtet
wird. Die Abdichtungsmittelschicht kann gleichzeitig mit der Herstellung des Fahrzeugreifens
hergestellt und gehärtet werden zur Erzielung vert.ahrensök0naischer Vorteile, da
die Abdichtungsmittelschicht bei Te'mperaturen von etwa 1770C (3500F) geortet werden
kann, wie sie beim Aushörten der Ubrigen Kautschukkomponenten des Reifens angewendet
werden. Wenn dies so durchgefUhrt wird, ist es möglich, die Abdichtungsmittelschicht
in einer Position, wie sie durch die Fig. 1 und 2 angezeigt ist, anzuordnen, während
dann, wenn die Abdichtungsmittel schicht nach der Herstellung des Reifens aufgebracht
wird, es nur möglich ist, eine solche Schicht innerhalb der- fUr Luft undurchlossigen
Sperrschicht anzuordnen, wie in Fig. 1 dargestellt. Schließlich sei darauf hingewiesen,
daß dann, wenn die Schicht 24 die gesamte innere Oberfläche des Reifens bedecken
soll, die fUr Luft undurchlössige Sperrschicht 18 aus der Fahrzeugreifenkonstruktion
völlig weggelassen werden kann.
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Die in den folgenden Beispielen verwendeten Abdichtungsmittel-bzw.
Zusammensetzungen wurden hergestellt durch Kombinieren der in der folgenden Tabelle
I aufgezählten Bestandteile (Komponenten) in den angegebenen Mengenverhöltnissen,
die alle auf das Trockengewicht bezogen sind.
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Tabelle I Bestandteil A B .C D E F - G Butyl 1651) 15 - - 20 - 35
- 40 Butyl 3652) - 13 20 - 10 - - -Butyl 065 - - - - - - 40 -Vistanex4) 10 9.78
8.98 10 10 - - -H-1005) - 19.55 17.97 - 20 - -H-30065 23 - - 15 - 22 20 50 H-19007)
40 43 35.05 40 40 32 29 -Piccotac 8) 5 4.89 4.49 5 5 - - -zinkoxid - - - - - 10
10 10 Ruß9 7 4.89 8.98 10 10 1 1 -Block Copolymer es 10) 4.89 4'.49 - 5 - - -p-Chinon-
3.0 3.0 2.47 3.0 3.0 0.5 1.0 -dioxim Benzoyl-11) 11.0 9.0 7.41 9.0 9.0 1.5 3.0 -peroxid
CJR-32811'12) - - - - - - 1p
Fußnoten zur Tabelle I 1) Butylkautschuk
mit einem iskositätsdurchschnittlichen Molekulargewicht von 350 000 und einem Molprozentsatz
der Unsättigung (Isopropeneinheiten/100 Monomereinheiten) von 1 , 2, erhältlich
von der Firma Exxon Oil Compan unter dem Warenzeichen "Butyl 165"; 2) Butylkautschuk
mit einem viskositätsdurchschnittlichen Molekulargewicht von 350 000 und einem Molprozentsatz
der Unsättigung von 2,0, erhältlich von der Firma Exxon Oil Company unter dem Warenzeichen
"Butyl 365"; 3) Butylkautschuk mit einem viskositdtsdurchschnittlichen Molekulnrgewicht
von 350 000 und einem Molprozentsotz der Unsdttigung von 0,8, erhältlich von der
Firma Exxon Oil Company unter dem Warenzeichen "Butyl 065"; 45 Polyisobutylen mit
einem viskositötsdurchschnittlichen Molekulargewicht von 55 000, erhältlich von
der Firma Exxon Oil Company unter dem Warenzeichen "Vistanex LM-MS"; 5) Polybuten
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 920, erhältlich von der Firma
AMOCO unter dem Warenzeichen H-1 00"; 6) Polybuten mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 1290, erhältlich von der Firma AMOCO unter dem Warenzeichen
"H-300"; 7) Polybuten mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2300, erhältlich
von der Firma AMOCO unter dem Warenzeichen "H-1 900";
8) Kohlenwasserstoffharz
mit einem Erweichungspunkt von 970C, erhältlich von der Firma Hercules Inc. unter
dem Warenzeichen "Piccotac B"; 9) Ofenruß mit einer Oberflächengröße von 235 m²
/g, einem arithmetischen mittleren Durchmesser von 17 #m und einem pH-Wert von 6,0
bis 9,0, erhältlich von der Firma Cities Service Oil Company unter dem Warenzeichen
"Raven-2000"; 10) Blockcopolymeres mit der Konfiguration A-(B-A)1 5, worin A einen
Polystyrolblock und B einen hydrierten Polyisoprenblock bedeuten, wobei das Isopren
etwa 2/3 des Gewichtes der Verbindung ausmacht, und einem durchschnittlichen Molekulargewicht
zwischen 70 000 und 150 000, erhältlich von der Firma Shell Oil Company unter dem
Warenzeichen "Kraton G-6500"; 11) Teile auf 100 Teile Butylkautschuk; 12) Dibrom-a'thy1octphenol
mit einem zahlendurchschnittlichen Molekulargewicht von 500 und einem Bromgehalt
von 28 bis 31 %, erhältlich von der Firma Schenectady Chemicals, Inc. unter dem
Warenzeichen "CJR-328".
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Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert,
ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
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Beispiel 1 Es wurde ein Reifenabdichtungsmittel hergestellt gemäß
der Vorschrift der oben angegebenen Zusammensetzung A.
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Der Butylkautschuk, das Vistanex und das Piccotac wurden in Hexan
solvatisiert und gemischt, so daß die Mischung etwa 50 Gew.-% Feststoffe enthielt.
Dann wurden der Ruß und die Polybutene zu der vorher solvatisierten Mischung zugegeben.
Anschließend wurde das p-Chinondioxim, gemischt in Cyclohexanon bis zu einer Verdünnung
von etwa 40 Gew.-% Feststoffen, zu der Mischung zugegeben und darin dispergiert
unter Bildung einer ersten Komponente, die etwa 73 Gew.-% Feststoffe enthielt. Diese
Komponente hatte, wie gefunden wurde, eine Lagerfähigkeit (Haltbarkeit) von mehr
als 6 Monaten.
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Zur Durchführung einer Laboranalyse wurde eine zweite Romponente hergestellt
durch Auflösen des Benzoylperoxids in Tolual bis zu einer Verdünnung von etwa 3
% Feststoffen.
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Die erste und die zweite Komponente wurden dann miteinander kombiniert,
in Formen gegossen und dann 24 Stunden lang bei Umgebungstemperatur, danach 24 Stunden
lang bei 660C (1500F) und schließlich 4 Stunden lang bei 880C (1900F) gehärtet (vernetzt).
Proben des Abdichtungsmittels wurden dann getestet zur Bestimmung seiner Zugfestigkeit,
Dehnung und seines Quellungsgrades. Es wurde gefunden, daß die Zugfestigkeiten dieses
Abdichtungsmittels innerhalb des Bereiches von 2,46 bis 3,16 kg/cm² (35 bis AS psi),
die Dehnungen innerhalb des Bereiches von 967 bis 998 % und die Quellungsgrade innerhalb
des Bereiches von 17,9 bis 18,5
lagen.
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Zur Beurteilung des Abdichtungsmittels auf einem Reifen wurden neue
JR-78-15-Stahlgürtel-Radialreifen verwendet.
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Die Reifen wurden zuerst durch Bürsten ihrer inneren Oberfläche mit
einer Drahtbürste und einer Seifenlösung gereinigt. Die Oberflächen wurden dann
gespült und getrocknet.
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Es wurde eine erste Komponente wie oben angegeben hergestellt und
es wurde eine zweite Komponente hergestellt durch Auflösen des Benzoylperoxids in
Methylenchlorid, so daß die resultierende Lösung etwa 16 % Feststoffe enthielt.
Die erste Komponente wurde dann auf 127ob (2600F) vorerwärmt, mit der zweiten Komponente
kombiniert unter Bildung einer Mischung mit etwa 66 % Feststoffen und unter einem
Druck von etwa 36,2 bar (500 psig) auf die innere Oberfläche eines sich drehenden
Reifens aufgesprüht.
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Die Temperatur der ersten und der zweiten Komponente nach dem Mischen
betrug etwa 990C (2100F). 1200 g Abdichtungsmittel auf einer lösungsmittelfreien
Basis wurden auf jeden Reifen aufgesprüht, wobei die Dicke der dabei erhaltenen
Abdichtungsmittelschicht unter dem Mittelabschnitt der Lauffläche (des Reifenprofils)
zwischen 0,51 und 0,64 cm (0,2 bis 0,25 inch) und an der Reifenschulter bei 0,38
com(0,15 inch) lag. Nach dem Besprühen wurden die Reifen etwa 10 Minuten lang kontinuierlich
gedreht, bis das Abdichtungsmittel genügend ausgehärtet war, um gegen Fliesen beständig
zu sein. Die Reifen wurden dann von der Auftragsvorrichtung heruntergenommen und
30 Minuten lang in einen Ofen bei 60 bis 66 0C (140 bis 150 F) eingeführt.
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Die beschichteten Reifen wurden einer Reihe von Tests unterworfen,
um
die Wirksamkeit des Abdichtungsmittels "auf dem Reifen" zu beurteilen. Diese Tests
umfaßten einen Durchblastest, einen statischen Durchbohrungstest (Lochtest) und
einen Dynamometertest. Der Durchblastest wurde durchgeführt durch Bohren von 6 Löchern
in den Reifen (zwei mit einem Durchmesser von 0,36 cm (0,14 inch), zwei mit einem
Durchmesser von 0,47 cm (0,187 inch) und zwei mit einem Durchmesser von 0,52 cm
(0,203 inch))und Zustopfen der Löcher mit Modulierton vor dem Aufbringen des Abdichtungsmittels.
Nach demAufbringen des Abdichtungsmittels wurden die Stopfen von außen her entfernt
und der Reifen wurde auf 3,25 bar (32 psig) bei Umgebungstemperatur, 3,95 bar (42
psig) bei 820C (1800F) und 4,23 bar (46 psig) bei 1040C (2200F) aufgeblasen. Das
Abdichtungsmittel wurde als akzeptabel angesehen, wenn weniger als etwa 1,27 cm
(1/2 inch) Abdichtungsmittel durch irgendein Loch durchgedrückt wurde und wenn kein
Entweichen von Luft aus dem Reifen festgestellt wurde.
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Der statische Durchbohrungstest (Lochtest) wurde bei drei verscniedenen
Temperaturen durchgeführt: bei -290C (-200F); bei 2100 (700F); und bei 820C (1800F).
Bei jeder Temperatur wurde ein 8 Penny-Nagel (mit einem Durchmesser von 0,29 cm
(0,115 inch)) und ein 20 Penny-Nagel (mit einem Durchmesser von 0,46 cm (0,180 inch))
in jede äußere Profilrille und in zwei der inneren Profilrillen der Reifenlauffläche
eingebohrt. Jeder Nagelwurde eine Minute lang in zwei entgegengesetzten Richtungen
um 45o geschwenkt, die Nägel wurden wieder entfernt und der Reifen wurde auf 3,25
bar (32 psig) aufgeblasen und getestet zur Bestimmung
eines Lecks.
Die gleichen Verfahren wurden dann wiederholt wobei diesmal jedoch der Reifen vor
dem Durchbohren aufgeblasen wurde. Luft lecks, die zu irgendeinem Zeitpunkt während
dieses Testverfahrens auftraten, wurden aufgezeick net.
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Der Dynamometertest ist wahrscheinlich der umisandste Test für das
Leistungsvermögen eines Reifenabdichtungsmittels, weil er die tatsächlichen Fahrbedingungen
simuliert. Der Test wurde auf einem Celenkarm (Pendelarm) mit einer Einrichtung
zum drehbaren Befestigen eines Reifens, mit einer beweglichen Kontakteinrichtung
unterhalb des Reifens, um einen Kontakt zu der Reifenlauffläche herzustellen und
die Drehung des Reifens zu bewirken, und einer Belastungseinrichtung zum HerunterdrUcken
ir Gelenkarme (Pendelarme), so daß der Reifen mit einer mrgegebenen Kraft gegen
die Kontakteinrichtung gedrückt wurde, durchgeführt. Der Test wurde bei Belastungen
durchgeführt, die 100 % der zugelassenen Reifenbelastungen entsprachen. Nachdem
die Reifen wie vorstehend angegeben mit dem Abdichtungsmittel beschichtet und in
dem Dynamometer befestigt worden waren, wurden sie auf 1,69 bar (24 psi) aufgeblasen
und 2 Stunden lang bei einer Drehgeschwindigkeit entsprechend 88,6 kg/-Std. (55
mph) einlaufen gelassen. Dann wurde der Druck auf 2,11 bar (30 psi) eingestellt
und wie in dem statischen Durchbohrungstest wurden 8 Nägel eingedrückt, wobei diesmal
jedoch 16 Penny-Nägel (mit einem Durchmesser von 0,37 cm (0,145 inch))anstelle von
20 Penny-Nägeln verwendet wurden. Der Reifen wurde dann erneut 16 100 km (10 000
miles)
bei einer Geschwindigkeit von 88,6 km/Std. (55 mph) oder
so lange laufen gelassen, bis der Druck unter 1,41 bar (20 psi) gefallen war, wobei
zu diesem Zeitpunkt der dafür verantwortliche Nagel bestimmt, der Nagel herausgezogen
und erforderlichenfalls geflickt (abgedichtet) wurde und der Test nach der erneuten
Einstellung des Druckes auf 2,11 bar (30 psi) fortgesetzt wurde.
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In dem Durchblastest wurde bei Umgebungstemperaturen eine unbeachtliche
Menge des Abdichtungsmittels herausgedrückt, bei 820C (1800F) wurden durchschnittlich
0,32 cm (1/8 inch) herausgedrückt und bei 1040C (2200F) wurden durchschnittlich
0,64 cm (1/4 inch) herausgedrückt. In keinem Falle verlor der Reifen eine meßbareMenge
Luft.
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Diese Testergebnisse waren gut und sie zeigen an, daß das Abdichtungsmittel
der Zusammensetzung A eine ausreichende Zugfestigkeit aufwies, um als Fahrzeugreifenabdichtungs"
mittel zu funktioriren.
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in dem statischen Durchbohrungstest dichtete das Abdichtungsmittel
durchschnittlich 89 % der Durchbohrungslöcher ab, ohne daß ein signifikanter Luftverlust
auftrat. In der folgenden Tabelle II ist eine detaillierte Aufschlüsselung angegeben:
Tabelle II Temperatur - 290 C 21°C 820c (-200F) (70F) (1800F) Nageldurchmesser (
0,29 cm (0,115 inch) 93 % 97 % 93 % 0,46 cm (0,180 inch) 83 % 9 % 77 %
Diese
Ergebnisse zeigen eine gute Durchbohrungsabdichtung (Lochabdichtung) und sie zeigen
ferner, daß das Abdichtungsmittel eine ausreichende Dehnung und eine ausreichend
niedrige Vernetzungsdichte aufwies, so daß es an einem eindringenden Objekt auch
dann haftete, wenn das Objekt über einen Winkel von 90° hin und her gebogen wurde.
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In dem Dynamometertest betrug die von einem 16 Penny-Nagel zurückgelegte
durchschnittliche Strecke, bevor ein Leck (Entweichen von Luft) auftrat, 6 601 km
(4100 miles) und die durchschnittliche Strecke für einen 8 Penny-Nagel betrug 13
685 km (8500 miles). Diese Strecken stellen einen beachtlichen Bruchteil der Gebrauchsdauer
(Lebensdauer) eines durchschnittlichen Reifens dar. Außerdem repräsentiert der Dynomometertest,
wie er hier durchgeführt wurde, Bedingungen, die härter sind als diejenigen, wie
sie beim durchschnittlichen Fahren auftreten, da der Test bei 100 % der für einen
Reifen zugelassenen Belastung durchgeführt wurde. Diese durchschnittlichen Streckenangaben
repräsentieren daher eine ausgezeichnete Allgemein-Abdichtungs leistung.
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Beispiel 2 Laborproben der Zusammensetzung A wurden wie E Beispiel
1 angegeben hergestellt, wobei diesmal jedoch 4,5 phr p-Chinondioxim und 16,5 phr
Benzoylperoxid verwendet wurden.
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Das dabei erhaltene Abdichtungsmittel hatte eine Zugfestigkeit von
2,60 kg/cm2 (37 psi), eine Dehnung von 804 % und einen Quellungsgrad von 16,2. Die
Erhöhung der Vernetzungsmittelmenge
erhöhte erwartungsgemäß die
Vernetzungsdichte (Abnahme des Quellungsgrades), es nahm aber auch die Dehnung bis
zu dem unteren Grenzwert des am meisten bevorzugten Bereiches ab.
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Beispiel 3 Wie in Beispiel 1 wurden Reifenabdichtungsmittel sowohl
für den Labortest als auch für den Test am Reifen nach der oben angegebenen Vorschrift
der Zusammensetzung B hergestellt. Das Hexan wurde durch Toluol ersetzt, um die
Solvatation des Blockcopolymeren zu erleichtern. Die Zugfestigkeit, die Dehnung
und der Quellungsgrad betrugen, 2 wie gefunden wurde, 2,39 kg/cm2 (34 psi), 987
% bzw. 17,83.
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In dem Durchblastest traten 1,27 cm (0,5 inch) bei 820C aus, während
bei 1040C (2200F) ein Leck auftrat. Diese Ergebnisse zeigen, daß die Zugfestigkeit
des Abdichtungsmittels nahe bei seinem unteren bevorzugten Wert lag. Bei dem statischen
Durchbohrungstest wurden durchschnittlich 98 % aller Durchbohrungen mit Erfolg abgedichtet,
was anzeigt, daß das Abdichtungsmittel eine gute Dehnung und eine Vernetzungsdichte,
die nicht zu hoch war, aufwies. Auf dem Dynamometer betrugen die durchschnittlichen
Laufstrekken für 16- und 8 Penny-Nägel 5152 km (3200 miles) bzw.
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9 660 km (6000 miles).
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Beispiel 4 Wie in Beispiel 3 wurden Laborproben der Zusammensetzung
B
hergestellt, wobei diesmal jedoch 5,0 phr p-Chinon-dioxim und 15,0 phr Benzoylperoxid
verwendet wurden. Die Zugfestigkeit, die Dehnung und der Quellungsgrad betrugen,
wie gefunden wurde, 1,90 kg/cm2 (27 psi), 627 % bzw. 13,89. Wie in Beispiel 2 wurde
durch Erhöhung der Vernetzungsmittelmenge die Vernetzungsdichte erhöht, die Zugfestigkeit
und die Dehnung entfernten sich jedoch gleichzeitig aus ihren bevorzugten Bereichen.
Die niedrige Zugfestigkeit der Zusammensetzung B ist allgemein auf die verhältnismäßig
geringe Menge des vorhandenen Butylkautschuks (13 %) zurückzuführen. Die Beispiele
3 und 4 zeigen, daß unterhalb dieses Butylkatuschukgehaltes es schwierig ist, den
niedrigen Kautschukgehalt durch Erhöhung des Vernetzungsmittels zu kompensieren
unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Zugfestigkeit und der Dehnung innerhalb
der bevorzugten Bereiche.
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Beispiel 5 bs wurde ein Reifenabdichtungsmittel für die Laboranalyse
wie in Beispiel 3 nach der oben angegebenen Vorschrift der Zusammensetzung C hergestellt.
Die ZugEstigkeit, die Dehnung und der Quellungsgrad betrugen 5,0 kg/cm2 (71 psi),
538 % bzw. 12,71. Diese Ergebnisse zeigen, daß das Abdichtungsmittel zu inflexibel
war, um eine optimale Leistung in einem Fahrzeugreifen zu ergeben, obgleich es unter
anderen, weniger strengen Bedingungen, zufriedenstellenjlarbeiten würde. Die Ergebnisse
zeigen auch, daß bei dem Butylkautschukgehalt von 20 % unter Verwendung eines
Chinoid-Aushärtungssystems
eine deutliche Einstellung der anderen Faktoren erforderlich ist, um die Eigenschaften
des Abdichtungsmittels innerhalb ihrer bevorzugten Bereiche zu halten.
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Beispiel 6 Es wurden Reifenabdichtungsmittel wie in Beispiel 1 hergestellt,
sowohl für den Labortest als auch für den Test am Reifen nach der Vorschrift der
oben angegebenen Zusammensetzung D. Die Zugfestigkeit, dieDehnung und der Quellungsgrad
betrugen, wie gefunden wurde, 4,71 kg/cm2 (67 psi), 6,70 % bzw. 11,86. Die Dehnung
war verbessert im Vergleich zu Beispiel 5, die Dehnung lag jedoch noch außerhalb
des am meisten bevorzugten Bereiches. Es wurde ein statischer Durchbohrungstest
mit diesem Abdichtungsmittel durchgeführt und die Ergebnisse sind in der folgenden
Tabelle III angegeben, wobei durchschnittlich 64 % der Durchbohrungen mit Erfolg
abgedichtet wurden.
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Tabelle III Temperatur - 290C 2100 820C (-200F) (700F) (1800F) 0,29
cm Nageldurchmesser (0,115 inch) 53 2!° 60 % 87 % 0,46 cm 60 % 40 % 87 % (0,180
inch) Wie aufgrund des Dehnungstestes erwartet, hatte dieses Abdichtungsmittel die
geringsten Schwierigkeiten beim Abdichten
von Durchbohrungen bei
erhöhten Temperaturen.
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Beispiel 7 Laborproben der Zusammensetzung D wurden wie in Beispiel
6 hergestellt, wobei diesmal jedoch 2,0 phr p-Chinondioxim und 6,0 phr Benzoylperoxid
verwendet wurden. Das dabei erhaltene Abdichtungsmittel hatte eine Zugfestigkeit
von 4,76 kg/cm2 (68 psi), eine Dehnung von 824 % und einen Quellungsgrad von 13,29.
Eine Verringerung der Vernetzungsmittelmenge führte erwartungsgemäß zu einer Erhöhung
des Quellungsgrals und auch zu einer Erhöhung der Dehnung auf einen Wert innerhalb
des am meisten bevorzugten Bereiches.
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Dieses Beispiel zeigt, daß im allgemeinen für mit Chinoid gehärtete
Zusammensetzung mit einer vergleichsweise größeren Menge an Butylkautschuk ein bevorzugtes
Abdichtungsmittel in vielen Fällen erzielt werden kann durch Herabsetzung der Vernetzungsdichte,
bis ausreichende Dehnungen erzielt werden.
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Beispiel 8 Es wurde ein Reifenabdichtungsmittel für die Laboranalyse
wie in Beispiel 3 hergestellt nach der Vorschrift der oben angegebenen Zusammensetzung
E. Die Zugfestigkeit, die Dehnung und der Quellungsgrad betrugen, wie gefunden wurde,
0,98 kg/cm2 (14 psi), 754 % bzw. 17,69. Die niedrige Zugfestigkeit ist im Prinzip
zurückzuführen auf die geringe Menge an vorhandenem Butylkautschuk (10 X0).
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Beispiel 9 Es wurden Laborproben der Zusammensetzung E wie in Beispiel
8 hergestellt, wobei diesmal jedoch 5,0 phr p-Chinondioxim und 15,0 phr Benzoylperoxid
verwendet wurden. Das dabei erhaltene Abdichtungsmittel hatte eine Zugfestigkeit
von 1,12 kg/cm2 (16 psi) eine Dehnung von 500 % und einen Quellungsgrad von 12,4.
Eine Erhöhung der Vernetzungsmittelmenge führte zu einer Verringerung des Quellungsgrades,
wobei es jedoch bei weitem nicht gelang, die Zugfestigkeit auf einen Wert innerhalb
des bevorzugten Bereiches zu erhöhen. Außerdem nahm die Dehnung ab. Dieses Beispiel
zeigt, daß es schwierig ist, unter Verwendung von nur 10 % Butylkautschuk ein bevorzugtes
Reifenabdichtungsmittel herzustellen. Solche Abdichtungsmittel können aber für andere
Zwecke, beispielsweise als Fahrradreifen-Abdichtungsmittel,as abdichtendeCemische
und dgl. verwendet werden.
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BeisPiel 10 Guter Anwendung der Vorschrift der oben angegebenen Zusammensetzung
F wurden Reifenabdichtungsmittel sowohl für die Laboranalyse als auch für die Analyse
am Reifen hergestellt.
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Die Zugfestigkeit, die Dehnung unter Quellungsgrad phr Laborprobe
betrugen, wie gefunden wurde, 3,59 kg/cm2 (51 psi), 1850 % bzw. 38,05. Die Ergebnisse
des Dynamometertests waren eine durchschnittliche Laufstrecke von 6 118 ka (3800
miles). Die Inspektion des Reifen,inneren während des Tests
ergab
jedoch, daß das Abdichtungsmittel geflossen war.
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Ein solches Fließen war auf die vergleichsweise geringe Vernetzungsdichte
dieses Abdichtungsmittels zurückzuführein. Die am meisten bevorzugten Abdichtungsmittel
sind solche mit Quellgraden von 12 bis 35.
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Beispiel 11 Wie in Beispiel 10 wurden Reifenabdichtungsmittel hergestellt,
wobei diesmal jedoch 1,2 phr p-Chinondioxim und 3,6 phr Benzoylperoxid verwendet
wurden. Die Zugfestigkeit, die Dehnung und der Quellungsgrad des Abdichtungsmittels
betrugen 6,40 kg/cm² (91 psi), 986 % bzw. 16,68.
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Eine Erhöhung der Vernetzungsmittelmenge führte zu einer beträchtlichen
Zunahme der Zugfestigkeit und zu einer Abnahme des Quellungsgrades auf einen Wert
innerhalb des bevorzugten Bereiches. Dynamometertests ergaben, daß dieses Abdichtungstnittel
nicht floß. Im allgemeinen ist die Vernetzungsdichte (beispielsweJse der Quellungsgrad)
stärker abhängig (empfindlicher) von der in den Zusammensetzungen, beispielsweise
in der Zusammensetzung F, vorliegenden Vernetzungsmittelmenge, die nur geringe Mengen
Ruß enthalten.
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Die Beispiele 10 und 11 erläutern, daß ein bevorzugtes Reifenabdichtungsmittel
erhalten werden kann bei Verwendung von 35 % Butylkautschuk und eines Chinoid-Härtungssystems,
wenn die Vernetzungsmittelmenge und die Rußmenge stark herabgesetzt werden. Bei
p-Chinondioxim-Gehalten von weniger als etwa 2,0 phr wird jedoch die Gelierungszeit
des Abdichtungsmittels sehr lang. Dies kann ein kritischer Faktor bei groß technischen
Sprühauftragsverfahren sein,
bei denen die besprühten Reifen in
der Auftragsvorrichtung gehalten und gedreht werden müssen, bis das Abdichtungsmittel
ausreichend geliert ist, um eine Handhabung ohne Fließen zu erlauben. Es wurde gefunden,
daß eine Gelierungszeit von etwa 10 Minuten bei 660C (150OF) eine vernünftige Abdichtungsmittel-Auftragsrate
erlaubt. Die Gelierungszeit der Abdichtungsmittel der Beispiele 10 und 11 betrugen
bei66 C (1500F) 22 Minuten bzw. 12 Minuten.
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Diese Zeiten können herabgesetzt werden durch Erhöhung der verwendeten
p-Chinon-dioxim-Menge, die Folge davon kann jedoch, wie in diesen Beispielen angegeben,
sein, daß die Dehnung auf einen Wert außerhalb des bevorzugten Bereiches herabgesetzt
wird.
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Beispiel 12 Wie in Beispiel 1 wurden Reifenabdichtungsmittel sowohl
für Laboranalysen als auch für Analysen an dem Reifen durchgeführt unter Anwendung
der Vorschrift für die oben angegebene Zusammensetzung G. Die Zugfestigkeit, die
Dehnung und der Quellungsgrad der Laborproben betrugen, wie gefunden wurde, 5,62
kg/cm2 (80 psi), 1197 % bzw. 17,54.
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Die Dynamometertests ergaben eine durchschnittliche Laufstrecke von
4991 km (3100 miles) und es trat kein merkliches Fließen des Abdichtungsmittels
auf. Dieses Beispiel zeigt zusammen mit dem Beispiel 11, daß die Herabsetzung des
Molprozentsatzes der Unsättigung des Butylkautschuks zu einem Effekt führt, der
entgegengesetzt zur Erhöhung der Menge an vorhandenem Butylkautschuk ist und diese
teilweise zunichte machen kann.
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Beispiel 13 Ähnlich wie in Beispiel 1 wurden Reifenabdichtungsmittel
für die Laboranalyse hergestellt unter Anwendung der Vorschrift für die oben angegebene
Zusa=ensetzung H. Die erste Komponente wurde ohne das p-Chinon-dioxim hergestellt
und zur Herstellung der zweiten Komponente wurden 6 Gew. -Teile CRJ-328 in 1 Gew.-Teil
Toluol dispergiert. Die Zugfestigkeit, die Dehnung und der Quellungsgrad der Laborproben
betrugen, wie gefunden wurde, 3,94 kg/cm (56 psi), 1790 % bzw. 31,14. Dieses Beispiel
zeigt, daß bevorzugte Reifenabdichtungsmittel unter Verwendung von Phenolharz-Härtungssystemen
leicht hergestellt werden können.
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Beispiel 14 Wie in Beispiel 13 wurden Laborproben der Zusammensetzung
H hergestellt' wobei diesmal jedoch 20 phr CRJ-328 als Härter verwendet wurden.
Die Zugfestigkeit, die Dehnung und der Quelltnnasgrad betrugen 3,09 kg/cm2 (44 psi),
1191 % bzw. 18,07. Wie erwartet, nahmen bei Erhöhung der Härtermenge die Dehnung
und der Quellungsgrad ab, ihre Werte lagen jedoch noch innerhalb der bevorzugten
Bereiche.
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Beispiel 15 Wie in Beispiel 14 wurden Laborproben der Zusammensetzung
H hergestellt, wobei diesmal jedoch 10 phr CRJ-328 als Härter verwendet wurden.
Die Zugfestigkeit, die Dehnung und der Quellungsgrad betrugen 3,09 kg/cm2 (44 psi),
2875 % bzw.
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35,71. Durch Verringerung der verwendeten Härtermenge wurden die Dehnung
und der Quellungsgrad in einem solchen Ausmaße erhöht, daß letzterer nicht mehr
innerhalb des am meisten bevorzugten Bereiches 12.-35 lag. Der Quellungsgrad betrug
weniger als 40, jedoch arbeitete auch diese Zusammense tzung als Fahrzeugreifenabdichtungsmittel
zufriedenstellend.
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Die Erfindung wurde zwar vorstehend anhand spezifischer bevorzugter
Ausführungsformen näher erläutert, es sei jedoch darauf hingewiesen, daß sie keineswegs
darauf beschränkt ist, sondern daß diese in vielfacher Hinsicht abgeändert und modifiziert
werden können, ohne daß dadurch der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen
wird.
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