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Abnehmbarer Tisch für Sitze, insbesondere Fahrgastsitze und
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Mehrfachanordnungen von Fahrgaststsitzen.
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Die Erfindung betrifft einen Tisch für Sitze, insbesondere Fahrgastsitze
und Mehrfach-Anordnungen von Fahrgastsitzen, mit dem Sitz beiderseits flankierenden
Seitenwangen bzw. Armstützen.
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Ein derartiger abnehmbarer Tisch ist bereits aus der DE - PS 230 981
bekannt. Der Tisch in Form eines Tabletts wird hierbei mit Hilfe eines sperrigen
Drahtgebildes auf die Sitz-Seitenwangen aufgeklemmt und zusätzlich noch an vorstehenden
Seitenbacken der Rückenlehne eingehakt. Das Ansetzen und Abnehmen des Tisches ist
recht umstäilich zu handhaben und der Tisch verbleibt auch nach dem Abnehmen als
ein sperriges Gebilde, das nur umständlich unterzubringen ist. Die Drahtbügel-Halterung
ist zudem in ihrer Ausbildung kompliziert und labil. Die Drahtbügel-Halterung steht
nicht nur unterhalb des Tabletts störend in den Beinbewegungsraum, sondern ragt
ebenso störend in den Sitzraum hinein, so daß nicht nur die Gefahr des unerwünschten
Abwerfens des Tisches besteht, sondern auch Verletzungen und die Beschädigung der
Bekleidung nicht auszuschließen sind.
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Weiterhin ist es inbesondere in Verbindung mit Fahrgastsitzen bereits
bekannt Klapp- oder Einschubtische (Beispiele: DE -PS 1 080 582, 2 057 329, 23 12
481, 27 23 148) stlich der Sitze oder an der Rückseite der Rückenlehnen (Beispiel
DE- PS 26 48 951) an-zuoronen.Ferner ist es auch noch weitläufig bekannt, von Fahrzeugsilzen
getrennte Klapp- und/oder Auszugtische in benachbarter Anordnung vorzusehen (Beispiele:
DE - PS 929 673, 1056491,1253747).
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All diese bekannten Ausführungen von Klapp- und/oder Ausziehtischen
bedingen bestimmte Ausgestaltungen der Sitze selbst und einen mehr oder weniger
großen Anordnungsraum. Die Möglichkeit einer Verwendung von Tischen in einer Separat-Zuordnung
an einer benachbarten fahrzeugfesten Halterung, Wand oder dergleichen ist ohnedies
wegen des Zwanges der benachbarten Lage zum Sitz sehr beschränkt.
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Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, einen abnehmbaren
Tisch für Sitze, insbesondere Fahrgastsitze der eingangs definierten Bauart so zu
verbessern, daß er einfach ausgebildet und bedienungsfreundlich im Handumdrehen
in- und außer Gebrauchsstellung bringbar ist, weder in der Gebrauchsstellung noch
in der Nicht-Gebrauchsstellung stört oder sperrig ist und überdies noch zusätzlichen
Gebrauchs-bzw. Bedienungs-Komfort ermöglicht.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch erreicht, daß der ein Tablett
aufweisende Tisch jeweils zwischen zwei, aus den Seitenwangen bzw. Armstützen ausziehbaren
Teleskopträgern auflegbar bzw. einhängbar ist und der jeweilige Teleskopträger in
der jeweiligen Seitenwange bzw. Armstütze mit einem weiteren Teleskopträger für
das Tablett des gegebenenfalls benachbart angeordneten Sitzes durch einen Halter
für -Trinkgläser, Tassen Flaschen oder dergleichen verbunden ist. Danach ist ein
abnehmbarer Tisch für mit Seitenwangen bzw. Armstützen ausgestattete Sitze allgemein,
insbesondere aber für Fahrgastsitze und reihenweise nebeneinander gruppierte Mehrfachanordnungen
solcher Sitze geschaffen, der einfach und stabil in seinem Aufbau und außerdem bedienungsfreundlich
ist. Die Tischhalterung ist im Handumdrehen in der Sitzseitenwange bzw. in der Armstütze
mitsamt dem Halter für Trinkgläser, Tassen Flaschen oder dergleichen völlig versenkbar
und ebenso einfach wieder daraus ausziehbar. Die Tischplatte
bzw.
das Tablett selbst verbleibt bei Nichtgebrauch des Tisches ohne irgendein Drum und
Dran lediglich als flaches,glattes Flächengebilde und ist daher leicht unterzubringen.
Auch seine Deformierung ist so ausgeschlossen. Es ragen weder in der Gebrauchsstellung
noch in der Nicht-Gebrauchsstellung des Tisches irgendwelche störende Teile oder
Halterungen in den Bewegungsraum des Sitzes oder der Bcine des Sitzenden.Die Gefahr
von Verletzungen oder der Beschädigung der Kleidung und des Bezuges des Sitzes ist
darum ebenfalls ausgeschlossen. Ein zusätzlicher Bedienungskomfort ergibt sich durch
die Zuordnung des Halters für Trinkgläser, Tassen , Flaschen oder dergleichen in
Verbindung mit der versenkbaren Tischhalterung. Der Halter dient im Sinne einer
echten Doppelfunktion zugleich auch zur Verbindung und gleichzeitigen Bewegungsmitnahme
der beiden benachbarten Teleskopträger. Ein weiterer Vorteil dieser Kombination
dieser Träger mit dem Halter ergibt sich noch dadurch, daß man diesen bedarfsweise
auch ohne Gebrauch des Tisches bzw. des Tabletts in Benutzung nehmen kann. Der Halter
braucht zu diesem Zweck lediglich etwas weniger ausgezogen zu werden.
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Einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung entsprechend kann
man den Bedienungskomfort noch durch eine weitere Kombination eines zusätzlichen
Komfort-Utensils dadurch erhöhen, daß der Halter für Trinkgläser, Tassen, Flaschen
oder dergleichen in der Auszugstellung des Teleskopträger-Paares nur einen äußeren
Teilbereich des Zwischenraumes zwischen dem Teleskopträger-Paaar einnimmt, derart,
daß vor dem Halter eine Durchgangsöffnung verbleibt als Zugang zu einem unterhalb
dieser Durchgangsöffnung aus- der derselben Seitenwange bzw. Armstütze in Auszugposition
bringbaren Versenk-Aschers.
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Nach einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann
der Halter für Trinkßäser, Tassen Flaschen oder dergleichen mit
einem
Handgriff versehen sein,der mit Kanten den Einschub des Teleskoptrager-Paares begrenzt,
und daß diesem innerhalb seiner rurlrungi in c£er Seitenwange bzw. ArmStütze ein
Anschlag zur Auszugsicherung zugeordnet ist.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles der
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen: Fig.l die Seitenansicht eines mti dem erfindungsgemäOen
Tisch ausgestatteten Fahrgastsitzes, Fig.2 die Vorderansicht des Fahrgastsitzes
in einem Mehrfachverbund mit benachbarten Fahrgastsitzen, Fig.3 die vergrößerte
Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Tisch gemäß der Einzelheit X von Fig.l, Fig.4
die Darstellung von Fig.3 im Seitenriss, und Fig.5 einen Querschnitt durch die Armstütze
des Sitzes gemäß dem Schnitt A-B von Fig.3.
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Der erfindungsgemäße Tisch 1 ist beispielsweise in Verbindung mit
einem Fahrgastsitz S bzw. einer Mehrfachanordnung S1, S2, S3 dieses Fahrgastsitzes
veranschaulicht, wie sie etwa bei der Eisenbahn-Personenbeförderung Anwendung finden.
Ein solcher Fahrgastsitz hat ein Sitzpolster 2, eine Rückenlehne 3 und an beiden
Flanken Seitenwangen oder Armstützen 4. Alle diese Teile oder einzelne davon können
verstellbar oder starr angeordnet sein. Der Tisch 1 weist ein flaches, glattes Tablett
la auf, das zwischen den Seitenwangen bzw. Armstützen auf Teleskopträgern 5 abnehmbar
aufgelegt bzw. aufgehängt ist. Die Teleskopträger 5 sind in der Seitenwange bzw.
Armstütze 4 geführt und das Tablett la kann darauf beispielsweise mittels Stifte,
Klammern, HaKen oder Klauen 6 verschiebesicher aufliegen. Die Haltemittel o können
Teile der Teleskopträger 5 und oder des Tabletts la sein
Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel bestehen die Haltemittel für das Tablett la aus tablettseitigen
Klemmhaken 6, die mit etwas Druck über die Teleskopträger 5 greifen. Den beiden
Teleskopträgern 5 des Tisches 1 des einen Sitzes, beispielsweise des Sitzes S 2,
ist jeweils ein weiterer Teleskopträger 5' benachbart im Abstand A aus der Versenkung
in derseiben Wange bzw. Armstütze 4 ausziehbar zugeordnet. Die beiden benachbarten
Teleskopträger 5 und 5' bilden auf diese Weise ein Teleskopträger-Paar, das an den
vorderen Enden auf Bewegungsmitnahme verbunden ist durch eine Art Lasche. Diese
Laschen-Verbindung ist zugleich als Halter,zum Beispiel für ein Trinkglas, eine
Tasse, eine Flasche oder dergleichen ausgebildet und mit mindestens einer dazu geeigneten
Vertiefung oder Einsatzöffnung 7a versehen. Der Halter 7 kann auch mit einerEl-Griff
7b ausgestattet sein, so daß man ihn mitsamt den beiden Teleskopträgern 5 und 5'
auch aus der Versenkung in der Seitenwange bzw. Armstütze 4 bequem heraasziehen
und darin wieder hineinschieben kann. Der Einschub kann durch die Hinterkanten 7b'desGriffes
7b begrenzt werden, sobald diese Kanten beim Einschub auf der Vaderfront der Seitenwange
bzw. Armstütze 4 auftreffen. Zum Zwecke der Auszugbegrenzung können ebenfalls geeeignete
Anschläge dienen. Beim Ausführungsbeispiel ist dazu ein Anschlagstift 9 vorgesehen,
der auf einer im Innneren der Seitenwange bzw. Armstütze 4 unsichtbar geführten
Lasche 10 angebracht ist und mit einer Nutführung 11 zusammenwirkt. Zur versenkten
Aufnahme des Halters 7 weist die Seitenwange bzw. die Armstiitze 4 einen entsprechend
angepaßten SpaLt 4a auf.
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Wenn der Halter 7 die dargestellte Abmessung hat, also nur den äuzieren
Teilbereich T (Fig.3) des durch den Abstand A gekennzeichneten Zwischenraumes zwischen
den beiden Teleleskopträgern 5 und 5' einnimmt, verbleibt zwischen dem Halter 7
und der Seitenwange bzw. der
Armstütze 4 eine Durchgangsöffnung
D.In. diesem Fall kann das aus dem Tablett la und dem Trinkglas-, Tassen- oder Flaschen-Halter
7 bestehende Bedienungs-Set noch durch ein weiteres BedienungsaUtensil ergänzt werden,
zum Beispiel durch einen griffbewehrten Versenk-Ascher 8 an sich bekannter Einklapp-
oder Einschub-Bauart. Der Ascher 8 ist bedarfsweise durch die Durchgangsöffnung
D bequem zugänglich.
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Auf diese Weise kann man sich nach-Wansch der Kombination des Dreier-Sets
la, 7, 8, der Zweier-Sets la und 7 oder 7 und 8 sowie auch der Einzel-Sets 7 oder
8 bedienen. Im letzteren Falle braucht man lediglich die Teile 7 oder 8 auszuziehen.
Hinsichtlich des Teils 8 bedarf es dabei eben nur eines geringeren Auszuges soweit
als nötig.
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Das flache Tablett la läßt sich im übrigen bei einer Verwendung des
Tisches 1 an einem Fahrgastsitz beispeilsweise ohne weiteres in der Gepäckablage
des Fahrzeugs unterbringen, ohne dort störend zu wirken.
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Wie in Verbindung mit dsn Sitz S1 in Fig.2 und in Fig.3 angedeutet
ist, kann das Tablett la auch verkleinert ausgebildet sein und mit einer Seitenkante
la frei schwebend auf den beiden Teleskopträgern 5,5' aufgesetzt sein, so daß das
Tablett la nur einen Teil des Bewegungsraumes oberhalb des Sitzpolsters 1 überdeckt.