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DE3034822A1 - Verfahren zur nutzung von abfallstoffen aus der phenolherstellung - Google Patents

Verfahren zur nutzung von abfallstoffen aus der phenolherstellung

Info

Publication number
DE3034822A1
DE3034822A1 DE19803034822 DE3034822A DE3034822A1 DE 3034822 A1 DE3034822 A1 DE 3034822A1 DE 19803034822 DE19803034822 DE 19803034822 DE 3034822 A DE3034822 A DE 3034822A DE 3034822 A1 DE3034822 A1 DE 3034822A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
waste
suspension
desulphurisation
phenol
absorbent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19803034822
Other languages
English (en)
Other versions
DE3034822C2 (de
Inventor
Günther Dipl.-Ing. 4620 Castrop-Rauxel Drewes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hitachi Zosen Inova Steinmueller GmbH
Original Assignee
Kloeckner Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Werke AG filed Critical Kloeckner Werke AG
Priority to DE19803034822 priority Critical patent/DE3034822A1/de
Publication of DE3034822A1 publication Critical patent/DE3034822A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3034822C2 publication Critical patent/DE3034822C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/48Sulfur compounds
    • B01D53/50Sulfur oxides

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Biomedical Technology (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Nutzung von Abfallstoffen aus
  • der Phenolherstellung" Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Rauchgasen und anderen Schwefeldioxid enthaltenden Abgasen, bei denen das Gas mit einer wäßrigen Suspension in Kontakt gebracht wird, die ein Gemenge aus Kalziumhydroxid als Absorptionsmittel enthält und deren in Lösung befindlichen Ca-Ionen beim Waschvorgang das SOL binden, wobei die Waschsuspension durch Zugabe von Abfallschlamm aus der Phenolsynthese, der Kalziumcarbonat und Kalziumhydroxid enthält, hergestellt wird.
  • Bei den nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Entschwefelung der Rauchgase beruht die Entschwefelung auf der chemischen Reaktion des Schwefeldioxids mit dem in wäßriger Lösung vorhandenen Kalzium. Es ist daher für die Reaktion notwendig, daß das Kalzium in Form von möglichst gut wasserlöslichen Verbindungen eingesetzt wird. Dagegen ist die Art der Verbindungen nur im Hinblick auf die Reaktionsfertigkeit und Verfügbarkeit wesentlich, Bei den nach dem Stand der Technik bekannten Rauchgasentschwefelungsanlagen werden Kalk und/ oder Kalkstein als Absorptionsmittel eingesetzt. Im natürlich vorkommenden Kalkstein ist das Kalzium als Kalziumcarbonat zu überwiegenden Anteilen vorhanden. Durch Brennen des Kalksteins wird Kalk hergestellt, der den Hauptbestandteil Kalziumoxid als Träger des Kalziums hat.
  • Damit ist sowohl beim Einsatz von Kalk als auch bei Kalkstein als Absorptionsmittel der Abbau des Kalksteins aus den bereits genutzten oder noch zu erschliessenden Lagerstätten notwendig.
  • Die vorliegende Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Absorptionsmittel einzusetzen, das als Abfallprodukt aus einem anderen chemischen Verfahren, vorzugsweise der Herstellung von Phenol, anfällt, so daß gleichzeitig das Schwefeldioxid aus den Rauchgasen entfernt wird und der Abfallstoff problemlos beseitigt wird.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird, ausgehend von den bekannton Verfahren, vorgeschlagen, daß der Abfallschlamm aus der Phenolherstellung allein oder, wenn die anfallenden Mengen zu gering sind, nach Zumischung von Kalk und/ oder Kalkstein als Suspension zur Entschwefelung eingesetzt wird. Hierbei setzen sich die reaktionsfähigen Bestandteile des Abfallschlamms, im wesentlichen Kalziumcarbonat und Kalziumhydroxid, mit dem SO, der Rauchgase nach dem bereits bekannten Verfahren zu Kalziumsulfat, dem Gips, um. Hierbei wird ein umweltfreundliches Produkt aus dem Deponiematerial erhalten.
  • Die Vorteile dieser Erfindung bestehen darin, daß aus dem Abfallprodukt der Phenolherstellung, das auf Sonderdeponien gelagert werden muß, ein umweltlfreundliches, industriell verwertbares Produkt hergestellt wird, wobei gleichzeitig der Schadstoff Schwefeldioxid aus den Rauchgasen entfernt wird. Zusätzlich wird ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz geleistet, da die natürlichen Kalksteinvorkommen gemäß der Erfindung niclt oder nur zu einem geringen Anteil abgebaut werden müssen.
  • Der Abfallschlamm aus der Phenolsynthese fällt-als Suspension mit ca. 47 % Trockensubstanz an, die zu ca.
  • So X aus Kalziumcarbonat und ca. 9 X aus Kalziumoxid besteht. Diese Suspension wird auf ca. lo % mit Wasser verdünnt und so als Waschsuspension in den Prozeß, der nach dem bereits bekannten Rauchgasentschwefelungsverfahren abläuft, eingeleitet. Nach der Umsetzung mit dem S02 der Rauchgase wird ein Gemisch aus Kalziumsulfit und Kalziumsulfat erhalten, das mit weiteren Verfahrensschritten entsprechend dem Stand der Technik zu Gips aufoxidiert wird Die Verunreinigungen des Phenolschlammes bestehen aus Stoffen, die auch im natürlichen Kalkstein vorhanden sind. Diese Nebenbestandteile verbleiben im Gips, ohne daß dessen Verwertbarkeit beeinträchtigt wird.

Claims (1)

  1. eatentanspruch Verfahren zur Reinigung von Rauchgasen und anderen Schwefeldioxid enthaltenden Abgasen, bei denen das Gas mit einer wäßrigen Suspension in Kontakt gebracht wird, die ein Gemenge aus Kalziumhydroxid als Absorptionsmittel enthält und deren in Lösung befindlichen Ca-Ionen beim Waschvorgang das S02 binden, wobei die Waschsuspension durch Zugabe von Abfallschlamm aus der Phenolsynthese, der Kalziumcarbonat und Kalziumhydroxid enthält, hergestellt wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t, daß der Abfallschlamm aus der Phenolherstellung allein oder, wenn die anfallenden Mengen zu gering sind, nach Zumischung von Kalk und/oder Kalkstein als Suspension zur Entschwefelung eingesetzt wird.
DE19803034822 1980-09-16 1980-09-16 Verfahren zur nutzung von abfallstoffen aus der phenolherstellung Granted DE3034822A1 (de)

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DE3034822C2 DE3034822C2 (de) 1988-03-31

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2532373A1 (de) * 1975-07-19 1977-01-20 Heinz Hoelter Verfahren und vorrichtung zum reinigen von rauchgasen und anderen abgasen, die schwefeldioxyd enthalten

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2532373A1 (de) * 1975-07-19 1977-01-20 Heinz Hoelter Verfahren und vorrichtung zum reinigen von rauchgasen und anderen abgasen, die schwefeldioxyd enthalten

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