DE3034674C2 - Wickelrollenträger - Google Patents
WickelrollenträgerInfo
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- Replacement Of Web Rolls (AREA)
- Mechanical Treatment Of Semiconductor (AREA)
- Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Wickelrollenträger, insbesondere für eine Rotationsdruckmaschine, mit
Aufnahmeeinrichtungen für wenigstens zwei hintereinander zu verarbeitende Wickelrollen und mit einer
Vorrichtung zur Bewerkstelligung eines fliegenden Wickelrollenwechsels, die eine auf einem mit einer
Stellvorrichtung zusammenwirkenden Träger frei drehbar gelagerte Andrückwalze aufweist, mittels welcher
die mittels eines Messers abzuscherende Auslaufbahn an den Uinfang der auf Bahngeschwindigkeit beschleunigten,
die an ihrem Umfang mit Klebstoff versehene Anschlußbahn enthaltende Wickelrolle andrückbar ist.
Beim Andrückvorgang, der verhältnismäßig schnell erfolgen soll, besteht die Gefahr, daß die Andrückwalze,
die normalerweise einen Schaumstoffbezug aufweist, auf Grund des Anstellstoßes bzw. auf Grund von durch
die Wickelrolle ausgeübten Stoßen zurückfedert und dabei kurzzeitig vom Umfang der zugeordneten neuen
Wickelrolle abhebt. Infolgedessen kann es vorkommen, daß die Auslaufbahn gerade beim Durchgang der
sogenannten Klebespitze, d. h. beim Durchgang des mit Klebstoff versehenen Bahnanfangs der Anschlußbahn,
nicht oder jedenfalls nicht auf der gesamten Länge der Klebespitze an den Umfang der die Anschlußbahn
enthaltenden neuen Wickelrolle angedrückt wird. Die Folge davon ist eine mangelhafte, der zu erwartenden
Bahnspannung nicht gewachsene Klebeverbindung zwischen Auslaufbahn und Anschlußbahn, was vielfach
zu einem Abreißen der Bahn führt und damit die Durchführung eines neuen Bahneinzugs erfordert.
Hierbei ergeben sich bekanntlich verhältnismäßig lange Stillstandzeiten, was sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit
auswirkt. Diese Nachteile mußten bisher in Kauf genommen werden und erforderten daher eine Beschränkung
der zulässigen Bahnspannung und damit auch der Bahngeschwindigkeit.
Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der Erfindung, unter Vermeidung der Nachteile der
bekannten Anordnungen einen Wickelrollenträger eingangs erwähnter Art mit einfachen und daher
kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, daß auch bei hohen Bahngeschwindigkeiten und schlagartiger Andrückbewegung
der Andrückwalze die Herstellung einer einwandfreien, tragfähigen Klebeverbindung
gewährleistet ist. Diese Aufgabe wird eifindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem die Andrückwalze aufnehmenden
Träger ein gemeinsam mit der diesem Andrückwalzenträger zugeordneten Stellvorrichtung aktiviertes
Gesperre zugeordnet ist, das einseitig wirkend ausgebildet ist und dessen Sperrichtung der Andrückrichtung
entgegenläuft.
Durch diese Maßnahmen ist sichergestellt, daß die Andrückwalze beim Andrückvorgang nur in Anstellrichtung
freigegeben und in der Gegenrichtung
verriegelt ist Die durch die zugeordnete Stellvorrichtung in Andrückrichtung beaufschlagte Andrückwalze
kann sich demnach in vorteilhafter Weise nur noch zur zugeordneten Wickelrolle hin, jedoch nicht von dieser
weg bewegen. Infolgedessen ist praktisch eine ruhige Anlage der Andrückwalze an der zugeordneten
Wickelrolle sichergestellt, so daß die Auslaufbahn beim Durchgang der Klebespitze auf der gesamten Länge
gleichmäßig an diese angepreßt wird, was eine zuverlässige Klebeverbindung und damit in vorteilhafter
Weise eise ununterbrochene Betriebsweise gewährleistet.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind demnach insbesondere in einer erhöhten Betriebssicherheit
zu sehen.
In vorteilhafte'· Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen kann das Gesperre als hydraulisches
Gesperre ausgebildet sein. Hierbei besteht in vorteilhafter Weise die einfache Möglichkeit, das Gesperre so
auszulegen, daß sich im Bereich hoher Beschleunigungen praktisch eine Quasi-Verriegelung ergibt und
dennoch eine gewisse Restelastizität vorhanden bleibt. Hierzu kann das Gesperre einfach als hydraulischer
Stoßdämpfer ausgebildet sein, dessen Dämpfungseigenschaften zweckmäßig einstellbar sein können. Die
hierbei noch aufrechterhaltene Restelastizität stellt in vorteilhafter Weise sicher, daß z. B. Unrundheiten der
Wickelrolle vom Stoßdämpfer aufgenommen werden können. Es ist daher hierbei möglich, die Andrückwalze
selbst mit einem verhältnismäßig steifen Bezug zu versehen.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen kann der Andrückwalzenträger
mechanisch verriegelbar sein. Hierzu kann das Gesperre einfach mit mindestens einer am
Andrückwalzenträger schwenkbar gelagerten Klinke versehen sein, die mittels eines Stellzylinders gegenüber
einer ihrer der Lagerung gegenüberliegenden Stirnseite zugeordneten stationären Stützfläche aufstellbar ist.
Diese Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen ergibt ersichtlich eine sehr einfache und leicht
überschaubare Lösung, die robusten Betriebsverhältnissen gewachsen ist.
Vorteilhaft kann dabei die der Stützfläche zugeordnete Stirnseite der Klinke unter selbsthemmendem
Reibschluß mit der Stützfläche zusammenwirken. Dies ermöglicht eine stufenlose kontinuierliche Nachstellung
der Klinke und damit eine exakte Anlage der Andrückwalze. In vorteilhafter Weiterbildung dieses
Gedankens können die Klinke einfach als Segmentlasche mit exzentrischer Schwenkachse und die Stützfläehe
einfach als ebene Platte ausgebildet sein. Die Lüftung der Klinke erfolgt zweckmäßig über den
zugeordneten Stellzylinder, der hierzu einfach als doppelt wirkender Zylinder ausgebildet sein kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige
Weiterbildungen der übergeordneten Maßnahmen ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen.
Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung anhand einiger Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt eo
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Wickelrollenträgers in schematischer Darstellung,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit hydraulischer Andrückwalzenverriegelung,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit mechanischer Andrückwalzenverriegelung und
F i g. 4 eine schematische Darstellung des Stoßdämpfers gemäß Fi g. 2.
Der in Fig. 1 dargestellte Wickelrollenträger besteht
aus einem portalartigen Rahmen I, der einen drehbar gelagerten, mehrarmigen Tragstern 2 aufnimmt Im
dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Tragstern 2 lediglich zwei um 180° gegeneinander versetzte Arme 3
bzw. 4, von denen jeder eine Wickelrolle 5 bzw. 6 aufnimmt, so daß nach Verbrauch der einen Wickelrolle
sofort eine weitere Wickelrolle zur Verfugung steht Auf senkrecht zu den Armen 3 bzw. 4 angeordneten Haltern
7 sind Umlenkrollen 8 gelagert welche die Führung der von der auf dem nach unten weisenden Arm 3
aufgenommenen Wickelrolle 5 abgezogenen Papierbahn 9 übernehmen. Der F i g. 1 liegt eine Situation kurz
vor dem Wickelrollenwechsel zugrunde. Der Tragstern 2 befindet sich dabei in einer solchen Schwenkstellung,
daß der die abgearbeitete Wickelrolle, hier die Wickelrolle 5, aufnehmende Arm 3 nach unten und der
die neue Wickelrolle, hier die Wickelrolle 6, die zuvor anstelle einer abgearbeiteten Wickelrolle an dem dabei
noch nach unten weisenden Arm 4 in Stellung gebracht wurde, aufnehmende Arm 4 nach oben weist.
Die von nacheinander zum Einsatz kommenden Wickelrollen abgezogenen Bahnen werden zur Bewerkstelligung
eines sogenannten fliegenden Wickelrollenwechsels aneinander angeklebt Hierzu wird am
Umfang der neuen, die Anschlußbahn enthaltenden Wickelrolle, hier Wickelrolle 6, Klebstoff in Form einer
sogenannten Klebespitze aufgebracht, an welcher die von der abgearbeiteten Wickelrolle, hier der Wickelrolle
5, abgezogene Auslaufbahn mittels einer Andrückwalze 10 angedrückt und dahinter mittels eines Messers 11
abgeschert wird. Vor Durchführung des Klebevorgangs wird die die Anschlußbahn enthaltende Wickelrolle 6
auf Bahngeschwindigkeit gebracht. Hierzu ist ein oberhalb des Tragsterns 2 am Rahmen 1 gelagertes, an
die Wickelrolle 6 anstellbares Beschleunigungsband 12 vorgesehen.
Die Andrückwalze 10 ist, wie die F i g. 2 und 3 zeigen, auf einem als Kipphebel ausgebildeten Andrückwalzenträger
13 frei drehbar gelagert, der seinerseits auf einem seitlich des Tragsterns 2 am Rahmen 1 schwenkbar
gelagerten Schwenkarm 14 kippbar gelagert ist. Der Schwenkarm 14 ist mittels eines am Rahmen 1
aufgehängten Siellzylinders 15 von der in Fig. 1 mit
gestrichelten Linien angedeuteten Hänge-Ruhelage zur Wickelrolle 6 herholbar. Der tatsächliche Andrückvorgang
erfolgt jedoch durch Schwenken des als Kipphebel ausgebildeten Andrückwalzenträgers 13. Dieser ist
mittels eines zugeordneten Stellzylinders 16 betätigbar, der seinerseits am Schwenkarm 14 angelenkt ist In
Fig. 3 ist der S'tellzylinder 16 lediglich durch seine Mittellinie angedeutet. Die Aktivierung des Stellzylinders
16 erfolgt kurz bevor die abgearbeitete Wickelrolle 5 völlig verbraucht ist. Hierzu kann ein in den
Zeichnungen nicht näher dargestellter Meßfühler vorgesehen sein. Das am vorderen Ende des Schwenkarms
14 drehbar gelagerte Messer 11 ist, wie F i g. 2 am besten erkennen läßt, ebenfalls mittels eines zugeordneten,
am Schwenkarm 14 abgestützten Stellzylinders 17 in die in Fig. 2 bei 11a angedeutete Arbeitsstellung
bringbar, in welcher nach erfolgter Klebeverbindung die von der abgearbeiteten Wickelrolle abgezogene Auslaufbahn
abgeschert wird.
Oie dem Schwenkarm 14, dem als Kipphebel
ausgebildeten Andrückwalzenträger 13 sowie dem Messer 11 zugeordneten Stellzylinder 15 bzw. 16 bzw.
17 können einfach als Preßluftzylinder ausgebildet sein, was einerseits eine hohe Beschleunigung ermöglicht,
andererseits aber eine gewisse Kompressibilität mit sich bringt. Um zu verhindern, daß die Andrückwalze 10, die
normalerweise aus einem Leichtmetallkern besteht, der mit einem Schaumstoffbezug versehen ist, was den
Ausgleich von Unrundheiten der Wickelrolle ermöglicht, beim Andrückvorgang vom Umfang der zugeordneten
Wickelrolle 6 zurückfedert, bzw. vom Umfang abgehoben wird, was den herzustellenden Klebekontakt
beeinträchtigen könnte, ist dem als Kipphebel ausgebildeten Andrückwalzenträger 13 ein einseitig wirkendes
Gesperre zugeordnet, das nur eine Kipphebelbewegung in Andrückrichtung zuläßt. Die Andrückwalze 10, die
beim Andrückvorgang durch die Kraft des zugeordneten Stcllzylinders 16 beaufschlagt ist, kann sich daher
nur zur zugeordneten Wickelrolle 6 hin, jedoch nicht von dieser wegbewegen.
Bei dem in Fig.2 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist ein hydraulisch wirkendes Gesperre vorgesehen. Hierzu ist der den Andrückwalzenträger 13 bildende
Kipphebel im dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel an die Kolbenstange 18 eines hydraulischen
Stoßdämpfers 19 angelenkt, der andererseits mittels eines Schwenkbolzens 20 am Schwenkarm 14 abgestützt
ist. Der Stoßdämpfer 19 bzw. seine Kolbenstange
18 und der dem Kipphebel zugeordnete Stellzylinder 16 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel am selben
Arm des Kipphebels angelenkt und übereinander angeordnet. Zur Aufnahme der kipphebelseitigen
Stoßdämpferanlenkung kann einfach eine die Stellzylinderanlenkung überragende Lasche 21 vorgesehen
sein, was einen nachträglichen Einbau des erfindungsgemäßen Stoßdämpfers in bereits bestehende Wickelrollenträger
ohne weiteres ermöglicht. Der Stoßdämpfer
19 kann einfach aus einem am Schwenkarm 14 angelenkten, mit Dämpfungsflüssigkeit gefüllten Zylinder
bestehen, der, wie am besten aus Fi g. 4 erkennbar ist, durch einen mit der Kolbenstange 18 verbundenen
Kolben 22 in zwei Kammern 23 bzw. 24 unterteilt ist, die über eine von einer Drossel 26 beherrschte Leitung 27
miteinander verbunden sind. Bei rückartiger Beaufschlagung des Kolbens 22 wirkt die Drossel 26 als Verschluß.
Die Drossel 26 kann zweckmäßig einstellbar ausgebildet sein, so daß die hierdurch bewirkte Verzögerung
und Dämpfung an die Verhältnisse des Einzelfalls angepaßt werden kann, z. B. an die Fähigkeit des Bezugs
der Andrückwalze 10, Unrundheiten der Wickelrolle auszugleichen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Kammern 24 und 25 über eine weitere Leitung 28 miteinander verbunden, die durch ein Rückschlagventil
29 beherrscht wird, das so angeordnet ist, daß die Andrückrichtung eine verzögerungsfreie Nachführung
des Kolbens 22 gewährleistet ist. In F i g. 4 so!! hierzu die
Dämpfungsflüssigkeit praktisch verzögerungsfrei von der Kammer 24 in die Kammer 25 gedrückt werden. In
umgekehrter Richtung ist die Leitung 28 durch das Rückschlagventil 29 gesperrt. Sofern die dem Andrückwaizenträger
13 zugeordnete Stellvorrichtung als Hydraulikzylinder ausgebildet ist, könnte eine hydraulische
Verriegelung des Andrückwalzenträgers und damit der Andrückwalze einfach durch ein Rückschlagventil
bewerkstelligt werden, das den Abfluß aus der beim Anstellvorgang sich vergrößernden Kammer sperrt.
Dieses Rückschlagventil müßte jedoch zur Bewergkstelligung einer Rückstellbewegung des Arbeitskolbens in
seine Ausgangslage steuerbar sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt der bei der Rückstellbewegung
des Kolbens 22 in seine Ausgangslage stattfindende Mengenausgleich über die Drossel 26. Der Kolben 22
wird dabei bei entlüftetem Stellzylinder 16 durch die Schwerkraft der Andrückwalze 10 in seine Ausgangslage
gezogen. Der Stellzylinder 16 kann daher vorteilhaft als einfach wirkender Zylinder ausgebildet sein. Es wäre
aber auch ohne weiteres denkbar, zur Unterstützung der
ίο Rückstellbewegung einen doppelt wirkenden Stellzylinder
vorzusehen.
Das in Fig.3 dargestellte Ausführungsbeispiel arbeitet mit einem mechanisch wirkenden Gesperre.
Hierzu ist eine an dem den Andrückwalzenträger 13
is bildenden Kipphebel schwenkbar gelagerte Klinke 30
vorgesehen, deren ihrer Schwenklagerung gegenüberliegende
Stirnseite mit einer zugeordneten Stützfläche 31 zusammenwirkt, die stationär am Schwenkarm 14
befestigt ist. An der Klinke 30 greift ein zugeordneter Stellzylinder 32 an, der ebenfalls am Schwenkarm 14
abgestützt ist und gemeinsam mit dem dem Andrückwalzenträger 13 zugeordneten Stellzylinder 16 aktivierbar
ist. Solange d'e Stellzylinder 16 bzw. 32 passiviert sind, befindet sich die Klinke 30 in der in F i g. 3 mit 30a
bezeichneten, gegenüber der zugeordneten Stützfläche 31 angestellten Stellung. Während des Andrückvorgangs,
bei dem der hier als Kipphebel ausgebildete Andrückwalzenträger 13 verschwenkt wird, wird die
Klinke 30 durch den zugeordneten Stellzylinder 32
jo gegenüber der zugeordneten Stützfläche 31 aufgestellt.
Die auf der zugeordneten Stützfläche 31 und damit indirekt auf dem Schwenkarm 14 abgestützte Klinke 30
fixiert dabei die momentane Kippstellung des den Andrückwalzenträger 13 bildenden Kipphebels und
J5 hindert diesen an einer der Anstellrichtung entgegengesetzten
Kippbewegung, so daß die Andrückwalze 10 in Anlage an der zugeordneten Wickelrolle bleibt. Die
Stützfläche 31 befindet sich dementsprechend in dem von der zugeordneten Wickelrolle abgewandten Um-
w fangsbereich der Andrückwalze 10.
Die Stützfläche 31 kann gezahnt und die Klinke 30 mit einer entsprechenden, in die Zahnung eingreifenden
Nase versehen sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Stützfläche 31 als massive, ebene Platte
ausgebildet, die durch Tragbügel 33 am Schwenkarm 14 befestigt ist. Die der Stützfläche 31 zugeordnete
Klinkenstirnseite 34 ist hier so gekrümmt, daß sie mit der Stützfläche 31 unter selbsthemmendem Reibschluß
zusammenwirkt, was den Stellzylinder 32 entlastet. Die
so Klinke 30 kann einfach als Segmentlasche mit exzentrischer Achse ausgebildet sein. Die Rückstellung
der Klinke 30 erfolgt durch den Steüzyünder 32. Dieser
ist daher zweckmäßig als doppelt wirkender Zylinder ausgebildet. Die dargestellte Ausführung mit einer
ebenen Stützfläche ermöglicht in vorteilhafter Weise eine stufenlose Verstellung der Klinke 30 und damit
praktisch eine stufenlose Verriegelung der Andrückwalze 10. Im dargestellten Ausführungsbeispiel dienen
seitliche Lagerzapfen 35 der Andrückwalze 10 gleich-
bo zeitig als Klinkenlagerung. Zweckmäßig ist dabei auf jeder Seite der Andrückwalze 10 jeweils eine Klinke mit
zugeordneter Stützfläche 31 und zugeordnetem Stellzylinder 32 vorgesehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Wickelrollenträger, insbesondere fur eine Rotationsdruckmaschine, mit Aufnahmeeinrichtungen
für wenigstens zwei hintereinander zu verarbeitende Wickelrollen und mit einer Vorrichtung zur
Bewerkstelligung eines fliegenden Wickelrollenwechsels, die eine auf einem mit einer Stellvorrichtung
zusammenwirkenden Träger frei drehbar gelagerte Andrückwalze aufweist, mittels der die
mittels eines Messers abzuscherende Auslaufbahn an den Umfang der auf Bahngeschwindigkeit
beschleunigten, die an ihrem Umfang mit Klebstoff versehene Anschlußbahn enthaltende Wickelrolle
andrückbar ist, dadurch ge ken nzei ch η e t, daß dem die Andrückwalze (10) aufnehmenden
Träger (13) ein gemeinsam mit der diesem Andrückwalzenträger (13) zugeordneten Stellvorrichtung
(16) aktiviertes Gesperre (18,19 bzw. 30,31) zugeordnet ist, das einseitig wirkend ausgebildet und
dessen Sperrichtung der Andrückrichtung entgegenläuft.
2. Wickelrollenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesperre als hydraulisches
Gesperre (18,19) ausgebildet ist.
3. Wickelrollenträger nach Anspruch 2 mit einem die dem Andrückwalzenträger zugeordnete Stellvorrichtung
bildenden Preßluftzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesperre als hydraulischer
Stoßdämpfer (18,19) ausgebildet ist.
4. Wickelrollenträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem als Kipphebel
ausgebildeten, seinerseits auf einem Schwenkarm gelagerten und mittels eines am Schwenkarm
abgestützten Stellzylinders an die zugeordnete Wickelrolle andrückbaren Andrückwalzenträger,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßdämpfer (18, 19) einerseits am den Andrückwalzenträger (13)
bildenden Kipphebel und andererseits am den Kipphebel aufnehmenden Schwenkarm (14) angelenkt
ist.
5. Wickelrollenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesperre mindestens eine
am Andrückwalzenträger (13) schwenkbar gelagerte Klinke (30) aufweist, die mittels eines zugeordneten
Stellzylinders (32) gegenüber einer ihrer der Schwenklagerung gegenüberliegenden Stirnseite
(34) zugeordneten, außerhalb des Andrückwalzenträgers (13) stationär abgestützten Stützfläche (31)
aufstellbar ist.
6. Wickelrollenträger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die der Stützfläche (31)
zugeordnete Stirnseite (34) der Klinke (30) unter selbsthemmendem Reibschluß mit der Stützfläche
(31) zusammenwirkt.
7. Wickelrollenträger nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (30) als
Segmentlasche mit exzentrischer Schwenkachse und die Stützfläche (31) als ebene Platte ausgebildet sind.
8. Wickelrollenträger nach einem der vorherge- t>o
henden Ansprüche 5 bis 7, mit einem als Kipphebel ausgebildeten, seinerseits auf einem Schwenkarm
gelagerten und mittels eines am Schwenkarm abgestützten Stellzylinders an den Umfang der
zugeordneten Wickelrolle andrückbaren Andrückwarenträger, dadurch gekennzeichnet, daß der der
Klinke (30) zugeordnete Stellzylinder (32) sowie die mit der Klinke (30) zusammenwirkende Stützfläche
(31) am Schwenkarm (14) abgestützt sind.
9. Wickelrollenträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß an beiden Enden der Andrückwalze (10) jeweils eine Klinke (30) vorgesehen ist, die auf Lagerzapfen
(35) der Andrückwalze (10) gelagert sind.
10. Wickelrollenträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der der Klinke (30) zugeordnete Stellzylinder
(32) als doppelt wirkender Zylinder ausgebildet ist
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