DE3034483A1 - Verfahren und vorrichtung zum elektroerosiven herstellen eines profiles - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum elektroerosiven herstellen eines profilesInfo
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Description
Inout, Japax· Research Incorporated
5289 Aza Michimasa, Nagatsudamachi, Midoriku, Yokohamashi, Kanagawaken, Japan
Verfahren und Vorrichtung zum elektroerosiven Herstellen eines Profiles
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum elektroerosiven Herstellen eines Profiles
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 bzw. 13.
Die Erfindung beschäftigt sich allgemein mit dem elektrischen Bearbeiten, wie beispielsweise dem elektrischen
Entladungs-Bearbeiten (EDM-Bearbeiten), dem elektrochemischen Bearbeiten (ECM-Bearbeiten) und dem elektrochemischen Entladungs-Bearbeiten (ECDM-Bearbeiten)
und ermöglicht insbesondere ein elektrisches Bearbeitungsverfahren und eine elektrische Bearbeitungsvorrichtung
zum Herstellen eines dreidimensionalen (3D-) Oberflächenprofiles in einem Werkstück oder eines Pro-
581-(A 853)-E
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files einer 3D-Konfiguration auf einer Werkstückoberfläche
mit einer Laufdrahtelektrode. Die Erfindung geht dabei von einem bereits bestehenden elektroerosiven Bearbeiten
aus (vgl. DE-OS 29 40 477).
Es wurde bereits darauf hingewiesen (vgl. DE-OS 29 40 477), daß ein zum Herstellen eines 3D-Profiles
oder eines Oberflächenmusters in einem Werkstück angewandtes elektrisches Bearbeiten gewöhnlich eine Werkzeugelektrode
erfordert, die dreidimensional geformt ist, um mit dem gewünschten Profil oder Oberflächenmuster
übereinzustimmen. Weiterhin muß eine Vielzahl derartiger Festkorperelektroden einer identischen oder
ähnlichen Konfiguration und Größe vorbereitet werden, um die Abnutzung zu kompensieren, die die Elektroden
oder Werkzeuge während des Erosionsprozesses erfahren, oder um die Bearbeitungszeit möglichst klein zu machen,
wobei dennoch eine angestrebte Bearbeitungsgenauigkeit und Oberflächengüte erzielt wird. Die Vorbereitung derartiger,
genau geformter und zahlreicher E-lektroden ist offenbar zeitaufwendig und mühsam.
Die bestehende elektrische Fräs-, Form- oder Hobelvorrichtung zum Herstellen eines 3D-0berflächenprofiles
in einem Werkstück hat einen Draht oder eine ähnliche kontinuierliche längliche Elektrode (im folgenden
auch als "Draht" oder "Drahtelektrode" bezeichnet), eine Draht-Vorschubeinrichtung zum axialen Transportieren
des Drahtes von einer Vorratseinrichtung zu einer Aufnahmeeinrichtung, ein Werkstücklager zum Tragen des
Werkstückes, eine Draht-Führungseinrichtung, die durch einen Werkzeugkopf getragen ist und neben dem Werkstück
liegt, um den unter (mechanischer) Spannung transportierten Draht in eine Bearbeitungsbeziehung zum Werkstück zu
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bringen, eine Strom- bzw. Spannungsversorgung zum elektrischen Erregen des Drahtes und des Werkstückes,
um elektroerosiv Material vom Werkstück an einem fluidgefüllten Bearbeitungsspalt abzutragen, und eine
Bearbeitungs-Vorschubeinrichtung zum relativen Verschieben des Werkzeugkopfes und des Werkstücklagers,
so daß der über die Führungseinrichtung vorgerückte Draht einen vorbestimmten Oberflächenbereich
auf dem Werkstück entlang einer vorbestimmten Bearbeitungsstrecke überstreicht, um darin das SD-Oberflächenprofil
herzustellen, wobei die Führung eine elektrisch nichtleitende gefurchte Drahtführungsfläche zur Aufnahme
des vorrückenden Drahtes aufweist, so daß dieser im wesentlichen zur daneben angeordneten Werkstückfläche
freiliegt.
Die Führungseinrichtung kann ein oder mehrere (z. B. eine Vielzahl) Führungsglieder eines umlaufenden
oder nicht umlaufenden Typs aufweisen, deren Drahtführungskonfiguration
einstellbar sein kann, um veränderlich die Länge, die Breite und die Fläche des daneben
laufenden Drahtes in einer Bearbeitungsbeziehung mit der Werkstückfläche einzustellen.
Die Bearbeitungs-Vorschubeinrichtung kann aufweisen eine erste Antriebseinrichtung zum Verschieben
des Werkzeugkopfes zum und vom Werkstück entlang einer Z-Achse und eine zweite Antriebseinrichtung zum Verschieben
des Werkstücklagers in einer Ebene entlang einer X-Achse und einer Y-Achse, die senkrecht zueinander
und zur Z-Achse sind. Vorzugsweise kann eine dritte Antriebseinrichtung mit einer Dreheinrichtung vorhanden
sein, um den Werkzeugkopf um die Z-Achse zu drehen, so daß die Richtung des Quervorschubes des Drahtes
immer senkrecht oder allgemein in einem vorbestimm-
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ten Winkel zu der im Werkstück bearbeiteten Oberfläche liegen kann. Bei einem typischen Hobelbetrieb werden
die erste und die dritte Antriebseinrichtung verwendet, während Polier- bzw. Fräs- bzw. Abschleifbetriebe und
Formier- bzw. Gravierbetriebe im allgemeinen einen gemeinsamen Betrieb aller drei Antriebseinrichtungen,
nämlich der ersten, der zweiten und der dritten Antriebseinrichtung, benötigen. Eine herkömmliche numerische
Steuerung (NC-Steuerung) kann verwendet werden, damit der Antrieb derart angesteuert ist, daß der
Werkzeugkopf die Werkstückfläche unter Befehlen eines Programmes überstreicht, das gespeichert und voreingestellt
ist, um einer gewünschten Abtaststrecke zu entsprechen.
Zusätzlich kann eine vierte Antriebseinrichtung enthalten sein, um eine Neigung des Werkzeugkopfes mit
einem veränderlichen Winkel bezüglich des Werkstückes zu erlauben, so daß der Werkzeugkopf und das Werkstück
relativ mit fünf Freiheitsgraden verschiebbar sind.
Es wurde auch darauf hingewiesen, daß vorzugsweise eine Einrichtung zusätzlich vorgesehen ist, um eine
Hochfrequenz-Schwingung bzw. ein Hochfrequenz-Rütteln in einem Schall- oder Ultraschall-Bereich direkt oder
indirekt, z. B. durch ein Bearbeitungsmedium, auf den Draht zu übertragen, der durch die Führungseinrichtung
neben das Werkstück vorgerückt ist. Die Schwingung kann mittels eines elektromechanischen Wandlers oder eines
magnetostriktiven Bauelementes erzeugt werden; vorzugsweise
kann sie abhängig von elektrischen Bearbeitungsimpulsen induziert werden, die am Bearbeitungsspalt zwischen
dem Draht und dem Werkstück liegen. Insbesondere ist mit dem Bearbeitungsspalt ein Resonanzkreis verbunden,
dessen Resonanzfrequenz mit der Frequenz der elektrischen Schwingung
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abgestimmt ist, die am Bearbeitungsspalt erzeugt wird.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes elektrisches Bearbeitungsverfahren und eine verbesserte
elektrische Bearbeitungsvorrichtung des Fräs-, Form- oder Hobel-Typs anzugeben, wodurch ein SD-Profil
oder jedes gewünschte komplizierte Muster sofort in einem Werkstück mit einem Draht oder einer ähnlichen
kontinuierlichen länglichen Elektrode mit erhöhter Leistungsfähigkeit herstellbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe hat das Verfahren zum elektroerosiven Herstellen eines 3D-Profiles in einem
Werkstück mit einer kontinuierlichen länglichen Elektrode, die axial kontinuierlich von einer Vorratseinrichtung
zu einer Aufnahmeeinrichtung transportiert wird, um kontinuierlich eine Bearbeitungsfläche der
Elektrode zu erneuern, die in einer elektroerosiven Bearbeitungsbeziehung neben dem Werkstück liegt, erfindungsgemäß
:
Lagern der kontinuierlichen länglichen Elektrode, die zwischen der Vorratseinrichtung und der Aufnahmeeinrichtung
läuft, mit einer Führungseinrichtung, die durch einen Werkzeugkopf getragen ist und eine gewölbte
lineare Führungsfläche aufweist, die neben dem Werkstück liegt, so daß die laufende längliche Elektrode
über wenigstens einen Teil der gewölbten Führungsfläche geführt wird, wodurch die Bearbeitungsfläche wenigstens
teilweise mit wenigstens einem Teil der länglichen Elektrode gebildet wird, die über die Führungsfläche
läuft,
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Einspeisen eines elektroerosiven Bearbeitungsstromes
zwischen die längliche Elektrode und das Werkstück an einem fluidgefüllten Bearbeitungsspalt, um Material
von einem Teil des Werkstückes abzutragen, das neben der Bearbeitungsfläche der länglichen Elektrode liegt,
und
translatorisches Verschieben des Werkzeugkopfes bezüglich des Werkstückes, so daß dieser Teil der
länglichen Elektrode entlang einer vorbestimmten Profilstrecke im Werkstück fährt, während diese Führungseinrichtung
bezüglich des Werkstückes um eine Drehachse gedreht wird, die die Bearbeitungsfläche oder deren Achse
in einer Ebene schneidet, die durch die längliche Elektrode festgelegt ist, die über die Führungsfläche
läuft und geführt ist, um so das Profil im Werkstück herzustellen.
Die Führungseinrichtung kann am Werkzeugkopf befestigt oder alternativ drehbar um die oben erwähnte
Achse auf dem Werkzeugkopf gelagert sein. Wenn die Führungseinrichtung am Werkzeugkopf befestigt wird,
ist dieser drehbar bezüglich seines Schlittens, z. B. eines durch einen Stößel der eigentlichen Maschine gelagerten
Armes. Die Vorratseinrichtung und die Aufnahmeeinrichtung für die längliche Laufelektrode sind
beide in geeigneter Weise auf dem Werkzeugkopf gelagert.
Insbesondere kann die Profilstrecke eine gekrümmte Linie sein, entlang von deren Verlauf eine Nut oder
Kerbe einer Breite und/oder Tiefe entsprechend der Dicke der länglichen Elektrode in einem Werkstück auszuführen
ist. Dann wird die Führungseinrichtung so gedreht, daß die Ebene der länglichen Elektrode immer
in der Vorschubrichtung der translatorischen Verschie-
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bung zwischen dem Werkzeugkopf und dem Werkstück entlang der gekrümmten Linie ausgerichtet ist.
Die translatorische Verschiebung zwischen dem Werkzeugkopf und dem Werkstück kann in der Richtung der
Tiefe des Werkstückes sein, und dieses kann um die Drehachse bezüglich des Werkzeugkopfes gedreht werden.
Die Führungseinrichtung ist auf dem Werkzeugkopf gelagert und um die Drehachse drehbar, die im wesentlichen
senkrecht zur Oberfläche des Werkstückes verläuft.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die kontinuierliche längliche Elektrode zwischen der Vorratseinrichtung
und der Aufnahmeeinrichtung mit der Führungseinrichtung als einem Hauptführungselement und
weiterhin mit einem auf dem Werkzeugkopf getragenen Hilfsführungselement gelagert, wobei das Verfahren weiterhin
ein Ändern der relativen Stellungen des Hilfsführungselementes und des Hauptführungselementes während
eines Ablaufes einer Herstellung des Profiles aufweist. Insbesondere werden die relativen Stellungen oder
Lagen des Hilfsführungselementes und des Hauptführungselementes so verändert, daß im wesentlichen der Neigungswinkel
der Bearbeitungsfläche mit der Oberfläche des Werkstückes verändert oder der wirksame Bereich
der Bearbeitungsfläche bezüglich der Oberfläche des Werkstückes geändert wird.
Die Profilstrecke kann wiederum hier eine gekrümmte Linie sein, entlang deren Verlauf eine Nut oder Kerbe
einer Breite und/oder einer Tiefe entsprechend der Dicke der länglichen Elektrode in einem Werkstück aus-
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zuführen ist. Dann wird der Werkzeugkopf um die Drehachse gedreht, um die Ebene, die durch die längliche
Elektrode festgelegt ist, die durch die Primär- und die Sekundär-Führungselemente geführt ist, immer in der
Vorschubrichtung der translatorischen Verschiebung zwischen dem Werkzeugkopf und dem Werkstück entlang
der gekrümmten Linie ausgerichtet zu halten.
Die translatorische Verschiebung zwischen dem Werkzeugkopf und dem Werkstück kann auch in der Richtung
der Tiefe des Werkstückes verlaufen. Das Werkstück wird dann um die Drehachse bezüglich des Werkzeugkopfes
gedreht.
Das Haupt- oder Primärführungselement kann auf
dem Werkzeugkopf befestigt sein, und der Werkzeugkopf wird dann um die Drehachse gedreht, die im wesentlichen
senkrecht zur Oberfläche des Werkstückes verläuft.
Eine Vorrichtung zum elektroerosiven Herstellen eines 3D-Profiles in einem Werkstück mit einer kontinuierlichen
länglichen Elektrode, die axial kontinuierlich von einer Vorratseinrichtung zu einer Aufnahmeeinrichtung
transportiert wird, um kontinuierlich eine Bearbeitungsfläche der Elektrode zu erneuern, die in einer
elektroerosiven Bearbeitungsbeziehung neben dem Werkstück angeordnet ist, hat erfindungsgemäß:
Eine durch einen Werkzeugkopf getragene Führungseinrichtung und eine gewölbte lineare Führungsfläche,
um die Bearbeitungsfläche der länglichen Elektrode wenigstens teilweise mit wenigstens einem Teil der länglichen
Elektrode zu bilden, die über die Führungsfläche läuft,
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eine Strom- bzw. Spannungsversorgung zum Einspeisen eines elektroerosiven-Bearbeitungsstromes
zwischen die längliche Elektrode und das Werkstück an einem fluidgefüllten Bearbeitungsspalt, um Material
von einem Teil des Werkstückes abzutragen, das neben der Bearbeitungsfläche der länglichen Elektrode
liegt,
eine erste Antriebseinrichtung zum translatorischen Verschieben des Werkzeugkopfes bezüglich
des Werkstückes, so daß der Teil der länglichen Elektrode entlang einer vorbestimmten Profilstrecke im
Werkstück fährt, und
eine zweite Antriebseinrichtung zum Drehen der Führungseinrichtung bezüglich des Werkstückes um eine
Drehachse, die die Bearbeitungsfläche in einer Ebene schneidet, die durch die längliche Elektrode festgelegt
ist, die über die Führungsfläche läuft.
Insbesondere kann die Führungseinrichtung am Werkzeugkopf befestigt sein, und der Werkzeugkopf ist dann
so angeordnet, daß er um die Drehachse durch die erste Antriebseinrichtung drehbar ist. Jedoch ist dies nicht
notwendig wesentlich, und die Führungseinrichtung kann dann so vorgesehen sein, daß sie bezüglich des Werkzeugkopfes
um die Drehachse drehbar ist. Die Vorratseinrichtung und die Aufnahmeeinrichtung sind ebenfalls
beide in geeigneter Weise auf dem Werkzeugkopf gelagert. Dies ist jedoch auch nicht notwendig erforderlich.
Die Vorratseinrichtung und die Aufnahmeeinrichtung können auf einem Gestell der Maschine angebracht
sein, von dem sich ein Arm oder Ausleger erstreckt, um den Jierkzeugkopf über dem Werkstück zu tragen.
Entsprechend einem weiteren Merkmal hat die erfin-
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dungsgemäße Vorrichtung ein Hilfsführungselement, das
mit der oben erwähnten Führungseinrichtung als einem Hauptführungselement zusammenwirkt, um die kontinuierliche
längliche Elektrode zwischen der Vorratseinrichtung und der Aufnahmeeinrichtung zu lagern, sowie eine
Einrichtung zum Ändern der relativen Lagen oder Stellungen des Hilfsführungselementes und des Hauptführungselementes
während eines Ablaufes einer Herstellung des Profiles.
Die Erfindung sieht also ein Verfahren und eine Vorrichtung zum/darstellen eines 3D-Profiles in einem
Werkstück mit einer kontinuierlichen länglichen Elektrode vor, die axial kontinuierlich von einer Vorratseinrichtung
zu einer Aufnahmeeinrichtung transportiert wird, um kontinuierlich eine Bearbeitungsfläche der Elektrode
zu erneuern, die in einer elektroerosiven Bearbeitungsbeziehung neben dem Werkstück vorgesehen ist; dabei
wird die zwischen der Vorratseinrichtung und der Aufnahmeeinrichtung laufende kontinuierliche längliche
Elektrode mit einer Führungseinrichtung gelagert, die durch einen Werkzeugkopf getragen ist und eine gewölbte
Führungsfläche neben dem Werkstück aufweist, um die laufende längliche Elektrode über wenigstens einen Teil
der gewölbten Führungsfläche zu führen, wodurch die Bearbeitungsfläche
wenigstens teilweise mit wenigstens einem Teil der länglichen Elektrode gebildet wird, die
über die Führungsfläche läuft und geführt ist. Der Werkzeugkopf wird translatorisch bezüglich des Werkstückes
verschoben, so daß der oben erwähnte Teil der länglichen Elektrode entlang einer vorbestimmten kontinuierlichen
Strecke im Werkstück fährt, während die auf dem Werkzeugkopf getragene Führungseinrichtung bezüglich
des Werkstückes um eine Drehachse gedreht wird, die die Bearbeitungsfläche in einer Ebene schneidet, die durch
+) elektroerosiven
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die längliche Elektrode festgelegt ist, die über die Führungsfläche läuft und geführt ist, um dadurch das
Profil im Werkstück zu bilden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teils geschnittene und perspektivische Vordersicht, die schematisch
die erfindungsgemäße Vorrichtung darstellt,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene und ebenfalls schematische Seitensicht der
Vorrichtung der Fig. 1,
Fig. 3 Schnitte des Teiles der Führungsein- und 4 richtung zur Erläuterung von Prinzipien
der Haupt- und der Hilfsführungselemente nach der Erfindung
bei einer Anwendung auf eine bestimmte Ausführungsform einer 3D-Profilbildung,
Fig. 5 einen Schnitt des Teiles der Führungseinrichtung zur Erläuterung der Prinzipien
der Erfindung bei einer Anwendung auf eine andere Ausführungsform
einer 3D-Profilbildung,
Fig. 6 eine Draufsicht von beispielsweisen Profilteilen, denen der Werkzeugkopf
und das Werkstück in ihrer relativen Verschiebung nach dem erfindungsgemäßen
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Verfahren folgen müssen,
Fig. 7 einen schematischen Schnitt mit einer Drahtelektrode, die über das Führungselement
läuft, um das Profilbilden entlang einer in Fig. 6 gezeigten Strecke durchzuführen, und
Fig. 8 Schnitte, die schematisch andere und 9 3D-Profilbildungsbeispiele zeigen,
die durch das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung ausführbar sind.
In den Fig. 1 und 2 verwendet die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Draht oder eine ähnliche längliche
kontinuierliche Elektrode 1 (im folgenden als "Draht" oder "Drahtelektrode" bezeichnet) aus Kupfer, Messing
oder einem ähnlichen Material, das in üblichen elektrischen Laufdraht- oder Drahtschneid-Entladungsmaschinen
verwendet wird und eine Dicke bzw. einen Durchmesser von 0,05 bis 1 mm aufweist. Der Draht 1 ist über
einer Hauptführungsrolle oder Gleitbacke 2 aus einem elektrisch nichtleitenden Material gelagert, um einen
gewölbten Zug 1a zu bilden, der an einem vorspringenden Endteil 3a eines Werkzeugkopfes 3 angeordnet ist,
der eine Drahtvorratsspule oder Drahtabwickelspule 4 und eine Drahtaufnahmespule oder Drahtaufwickelspule
5 trägt, wie dies gezeigt ist, und der außerdem aufweist Antriebsrollen 6a und 6b (Kapstan- und Klemmrollen)
und Bremsrollen 7a und 7b, die darauf zusammen mit Hilfsführungsrollen 8a, 8b und 8c befestigt sind.
Die Antriebs- und Bremsrollen 6a, 6b und 7a, 7b sind angetrieben, damit der Draht 1 von der Abwickelspule
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abgewickelt und auf die Aufwickelspule 5 aufgewickelt
wird und in der Strecke dazwischen einschließlich einer U-förmigen Strecke über die Bearbeitungsführungsrolle
2 kontinuierlich bei einer vorbestimmten Geschwindigkeit unter einer geeigneten (mechanischen) Spannung
läuft. Obwohl dies nicht dargestellt ist, kann die Rolle oder Gleitbacke 2, die eine Drahtführungseinrichtung
für Bearbeitungszwecke bildet, mit einer Drahtaufnahmenut oder -rille bzw. -kerbe auf ihrem Rand mit
solcher Tiefe und Breite ausgestattet sein, daß der wesentliche Teil des Drahtes 1 freiliegen kann. Wenn
die Rolle 2 drehbar auf einer Welle 9 am Ende 3a des Werkzeugkopfes 3 gelagert ist, wird sie gedreht, wenn
der Draht 1 in der Nut geführt ist und angetrieben wird. Wenn die Gleitbacke 2 fest am Ende 3a des Werkzeugkopfes
3 mittels einer Schraube 9a und einer Mutter 9b befestigt wird (vgl. Fig. 2), verläuft der Draht 1 gleitend in
der Nut über die Gleitbacke 2.
Der Werkzeugkopf 3 umfaßt einen Hauptrahmen 3b mit dem Endvorsprung 3a und einen Befestigungsflansch 3c, der
am Hauptrahmen 3a angebracht ist. Zwei Bügel 3d und 3e ragen vom Flansch 3c nach unten, um Wellen 4a und 5a für
die Drahtabwickelspule 4 bzw. Drahtaufwickelspule 5 zu führen. Die die Spulen 4 und 5 tragenden Wellen 4a und 5a
sind durch geteilte Lager 4b und 5b gelagert, die an den unteren Enden der Bügel 3d und 3e mittels Gelenken
4c und 5c angebracht sind. Die Wellen 4a und 5a werden unter einem geeigneten Drehmoment durch einen Motor 10a
(vgl. Fig. 2) angetrieben, der auf der Rückseite des Hauptrahmens 3b befestigt ist, um die Spulen 4 und 5 so
anzutreiben, daß sie die Aufwickel- und Abwickel-Funktionen ausführen und der Draht 1 glatt über die Bremsrollen
7a, 7b, die Hilfsführungsrolle 8a, die Hilfs-
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führungsrolle 8c, die Hauptführungsrolle oder Gleitbacke 2, die Hilfsführungsrolle 8b und die Kapstan-
und Klemmrollen 6a und 6b läuft. Die Spulen 4 und 5 sind auch mit Hebeln 4d und 5d ausgestattet, die verriegelt
werden können, um sie gegen eine Drehung zu halten, wenn die Maschine nicht in Betrieb ist. In
der Fig. 2 sind andere Antriebseinheiten 10b und 10c ebenfalls gezeigt, die ein geeignetes Drehmoment auf
die Bremsrollen 7a und 7b übertragen bzw. die Kapstanrolle
6a antreiben.
Gemäß einem wichtigen Merkmal der Erfindung ist die Hauptführung 2, die den Draht 1 entlang ihrer
Führungsfläche 2a lagert, um den darauf laufenden Drahtzug 1a in eine Bearbeitungsbeziehung mit einem Werkstück
(in Fig. 1 und 2 nicht gezeigt) zu bringen, um eine senkrechte Achse drehbar angeordnet, die die Mitte
der gewölbten Führungsfläche 2a so schneidet, daß der Drahtzug 1a die Richtung seines Vorschubes bezüglich
des Werkstückes während eines gegebenen Ablaufes eines Bearbeitungsbetriebes ändern kann. Dies kann in
der dargestellten Vorrichtung erzielt werden, indem der Werkzeugkopf 3 drehbar um eine derartige Achse oder um
eine parallel hierzu verlaufende Achse angeordnet wird.
Demgemäß ist der Flansch 3c des Werkzeugkopfes 3 mit einer zentralen Bohrung 3f ausgestattet, in der
eine Welle 11 fest aufgenommen ist und in den Hauptrahmen
3b verschraubt sein kann. Die so am Werkzeugkopf 3 befestigte Welle 11 erstreckt sich durch ein
Gehäuse 12, das gleitend über dem Flansch 3c angeordnet ist, wie dies dargestellt ist, oder das nicht in Berührung
mit diesem ist, und das mittels Schrauben 13 an einer Platte 14 befestigt ist, die ihrerseits an
einem Arm oder Ausleger der (nicht gezeigten) eigentlichen Maschine angebracht ist. Die Welle 11 ist zwi-
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sehen der Platte 14 und dem Gehäuse 12 durch Lager
15 und 16 so gelagert, daß sie drehbar den Werkzeugkopf
3 trägt. Ein mit einem Codierer 18 ausgerüsteter Schrittmotor 17 sitzt im Gehäuse 12 und ist angetrieben,
um die Welle 11 über Stirnzahnräder 19 und 20 zu"drehen. So wird der Werkzeugkopf 3 oder der an seinem
unteren Ende 3b das Hauptführungselement 2 tragende Hauptrahmen 3b um die Welle 11 gedreht.
In der gezeigten Vorrichtung ist das Drahtführungssystem einschließlich der Hilfsführungsrollen 8a,
8b und 8c angeordnet, um den Draht 1 zu halten, so daß dieser in einer festen Ebene bezüglich des Hauptrahmens
3b (vgl. Fig. 2) und koaxial oder parallel mit der Welle 11 des Werkzeugkopfes 3 läuft. Dieser Aufbau
ist hinsichtlich eines einfachen Programmierens von Drehbewegungs-Befehlen für den Werkzeugkopf 3 gemäß
einem gewünschten Muster einer Bearbeitung auf einem Werkstück durch den Elektroden-Drahtzug 1a vorteilhaft,
der entlang der ü-förmigen Bearbeitungs-Führungsflache 2a geführt ist.
Gemäß einem wichtigen Merkmal der Erfindung ist das Hilfselement 8c (dieses Element wird im folgenden als
"Hilfsführungsrolle" oder als "Hilfsführungselement" bezeichnet)
direkt neben dem Hauptführungselement 2 angeordnet,
um bezüglich des Hauptführungselementes 2 während eines gegebenen Ablaufes eines Bearbeitungsbetriebes
verschiebbar zu sein, wenn eine wesentliche Länge des Zuges des dazwischen geführten Drahtes 1 als die
Bearbeitungselektrodenfläche dienen soll, so daß die wirksame Bearbeitungsfläche trotz eines auf dem Werkstück
bearbeiteten bestimmten Musters entsprechend verändert oder konstant gehalten werden kann.
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3Q3U83
Um während eines Prozesses eine Änderung ("In-Prozeß-Änderung")
in der Stellung der Hilfsführungsrolle 8c bezüglich des Hauptführungselementes 2 zu erlauben,
ist die Rolle 8c über einen Verbindungsstab 21 mit einer
Kolbenstange 22 eines hydraulischen oder Öldruck-Zylinders 23 (vgl. Fig. 2) verbunden, der an der Rückseite
des Hauptrahmens 3b des Werkzeugkopfes 3 mittels Muttern 24 angebracht ist. Ein Betriebsfluid für den
Zylinder 23 wird über ein Vierwegventil 25 von einer Pumpe 26 eingespeist und in einem Behälter 27 gesammelt.
Der Zylinder 23 ist mit einem Codierer 28 ausgestattet. Das Vierwegventil 25 wird durch Befehle betrieben, die
in einer (nicht gezeigten) Bearbeitungssteuereinheit vorprogrammiert sind, um den Zylinder 24 zu betätigen,
so daß der Kolben 22 vorfährt und zurückfährt, und um die dadurch getragene Hilfsführungsrolle 8c zwischen den
in Fig. 1 durch Vollinien bzw. Strichlinien gezeigten Stellungen zu verschieben. Eine Verschiebung der Hilfsführung
8c wird durch den Codierer 28 erfaßt und dadurch in ein elektrisches Signal umgesetzt, das zur Bearbeitungssteuereinheit
rückgekoppelt wird.
Der oben beschriebene Werkzeugkopf 3 ist drehbar am Arm oder Ausleger der Maschine angebracht, die aufweist
eine (nicht gezeigte) Strom- bzw. Spannungsversorgung, die einerseits über z. B. die Hilfsführungsrolle
8a mit der Drahtelektrode 1 und andererseits mit dem Werkstück verbunden ist, und eine (nicht gezeigte)
Fluid-Zufuhreinheit zum Einspeisen eines Bearbeitungsmediums, z. B. eines Dielektrikums oder eines elektrisch
leitenden Wassers, in den Bereich der Hauptführung 2. Ein elektroerosiver Strom hoher Dichte wird so zwischen den
Drahtzug 1a und das Werkstück an dem fluidgefüllten Bearbeitungsspalt
geschickt, um Material vom Werkstück abzutragen. Der Schrittmotor 17 (vgl. Fig. 1) und das Vier-
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wegventil 25 (vgl. Fig. 2) sind gesteuert betrieben durch elektrische Befehle, die von einer numerischen
Steuerung (NC-Steuerung) in der Bearbeitungs-Steuereinheit
abgegeben sind. Das Bearbeitungs-Vorschubsystem hat weiterhin einen Werkstückschlitten zum Lagern des
Werkstückes und Schrittmotore zum stufenweisen Verschieben des Werkstückschlittens in einer X-Y- oder
waagrechten Ebene sowie einen Werkzeugschlitten zum Lagern des Armes oder Auslegers der Maschine und einen
Schrittmotor zum stufenweisen Verschieben des Werkzeugkopfes 3 in senkrechter Richtung oder entlang einer
Z-Achse.
Vorzugsweise soll der über die Hauptführung 2 geführte Drahtzug 1a eine erhöhte wirksame Bearbeitungsfläche im Verlauf eines gegebenen Bearbeitungsbetriebes
in verschiedenen Situationen haben. Es sei z. B. angenommen, daß der Werkzeugkopf 3 in der Richtung der X-Achse
justiert ist und in der gleichen Richtung vorfahren soll, um eine flache Nut einer schmalen Breite
entsprechend der Dicke des Drahtes auf der Oberfläche eines Werkstückes auszuführen. In Fig. 3 ist eine derartige
Nut 30a auf einem Werkstück 30 gezeigt. Wenn dann lediglich die Hauptführung 2 das einzige Element
zur Führung des Drahtes 1 ist, um einen Bearbeitungszug 11a neben dem Werkstück 30 zu bilden, so ist zu
ersehen, daß der Teil des Drahtzuges 1a, der im wesentlichen unter der Oberfläche 30a entsprechend dem Spitzenwinkel
liegt, die wirksame Bearbeitungsfläche liefern kann, die zu klein sein kann, um den Bearbeitungsstrom
zu leiten, oder die den wirksamen Bearbeitungsstrom begrenzt und damit eine übermäßig lange Bearbeitungszeit erfordert.
In dieser Situation kann erfindungsgemäß die Hilfs-
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ORIGINAL INSPECTED
führungsrolle 8c verschoben werden, um den Draht in die Richtung seines Vorschubes oder der X-Achse zu
ziehen, so daß der Drahtzug 1a über seiner ausgedehnten Länge 1 neben dem Werkstück 30 mit einem kleinen
Neigungswinkel ß bezüglich der Werkstückoberfläche 31 liegt. Die größere Bearbeitungsfläche liegt dann vor
und kann eine Konzentration elektrischer Entladungen vermeiden, während wirksam der mittlere Bearbeitungsstrom erhöht ist, um dadurch die Bearbeitungszeit zu
verringern. Die Länge 1 des gesteigerten Zuges kann durch die Stellung der verschobenen Hilfsführungsrolle
8c gesteuert werden. Wenn in diesem Fall angenommen wird, daß die Zunahme der gestuften Verschiebung
beim Bearbeiten in der Richtung der X-Achse den Wert dx besitzt, dann wird die Verringerung in der Bearbeitungsspalt-Länge
ausgedrückt durch sin ß · dx. Da sin ß < 1 vorliegt und ß klein ist, folgt sofort, daß
lediglich eine kleine Änderung dann in der Abmessung des Bearbeitungsspaltes auftritt, die eine erhöhte Bearbeitungsstabilität
bedingt. Auf diese Weise wird die Stellung des Hilfsführungselementes 8c während des Bearbeitungsbetriebes
entsprechend einer momentanen Änderung in der Tiefe eines Einschnittes oder beim Schneiden,
Formieren oder Profilieren eines Musters gesteuert,
Ein Muster, z. B. eines durch einen Zylinder 32a und einen spindelförmigen Vorsprung 32b festgelegten
Einschnittes (vgl. Fig. 5), kann sofort und wirksam in einem Werkstück 32 mit der Vorrichtung bearbeitet werden,
in der das Hilfsführungselement 8c eine Verschiebung bezüglich des Hauptführungselementes 2 während des
Ablaufes eines Bearbeitungsbetriebes ausführen kann. In diesem Fall kann das Werkstück 32 um die Symmetrieachse
des Musters oder die gezeigte Z-Achse gedreht werden, während die Hauptführung 2 verschoben wird, um
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nacheinander entlang der Z-Achse Stellungen 2-1, 2-2, 2-3 und 2-4 einzunehmen. Die Hilfsführung 8c kann dann
nacheinander in der X-Z-Ebene verschoben werden, um mit dem Fortschreiten der Materialabtragung vom Werkstück
Stellungen 8c-1, 8c-2, 8c-3 und 8c-4 einzunehmen, wie dies gezeigt ist. Eine Mindestbearbeitungsflache
des Drahtzuges 1a wird so beibehalten, um das gewünschte Bearbeiten mit gesteigerter Wirksamkeit und
eine befriedigende bearbeitete Oberflächengüte beibehalten zu können. Der besondere Aufbau des Werkzeugkopfes
3, insbesondere die Ausführung und Anordnung der einzelnen gezeigten Führungen, die Lagerstruktur und die Justierweise
des Hilfsführungselementes sowie dessen Verschiebungsart
können offenbar geändert werden. Weiterhin können die Drahtabwickelspule, die Aufwickelspule, die
Bremsrollen und/oder die Kapstanrolle und die Klemmrolle
getrennt vom Werkzeugkopf 3 angebracht werden, z. B. auf einem Gestell der Maschine, das den Arm oder
Ausleger trägt, der sich über das Werkstück erstreckt, um dort den Werkzeugkopf zu führen. Der Werkzeugkopf 3
kann dann lediglich das Hauptführungselement 2 sowie die Hilfsführung oder -führungen 8c zusammen mit oder
ohne Hilfsführungsrollen 8a und 8b aufweisen, um die
vom Bereich des Gestelles eingespeiste Drahtelektrode zu empfangen und diese zum Gestell zum Sammeln zurückzuführen.
Es ist vorteilhaft (vgl. oben), die Hauptführung oder den Werkzeugkopf 3 drehbar während eines gegebenen
Ablaufes eines Bearbeitungsbetriebes um die senkrechte Achse anzuordnen, die die unterste Stellung oder den
Umkehrpunkt des Drahtes 1 oder des durch die Hauptführung 2 geführten Drahtzuges 1a schneidet, so daß die
Ebene des umkehrenden (ü-förmigen) Drahtes 1 mit der Richtung von dessen relativem Vorschub oder vom Vorschub
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1 C
des Werkzeugkopfes 3 bezüglich des Werkstückes zusammenfällt- Auf diese Weise wird die Verwendbarkeit der Vorrichtung
merklich ausgedehnt."
Es sei z. B. angenommen, daß, wie in den Fig. 6 und 7 gezeigt ist, flache und gekrümmte Nuten oder Rillen
35a einer schmalen Breite entsprechend der Dicke der Drahtelektrode 1 in ein Werkstück 35 zu bearbeiten
sind, indem die Drahtelektrode 1 entlang der Strecke 35b bezüglich des Werkstückes 35 verschoben wird. Dann
kann das Werkstück 35 fest auf einem Drehtisch befestigt sein, der seinerseits verschiebbar auf einem X-Y-Kreuztisch
angebracht ist, wobei die beiden Tische so eine Justiersteuerung um drei Achsen liefern. Dies -macht jedoch
nicht nur die Bewegung des Werkstückes extrem komplex, sondern erlaubt auch lediglich ein Handhaben und
Bearbeiten eines für die Abmessungen der eigentlichen Maschine und des Kreuztisches vergleichsweise kleinen
Werkstückes. Zusätzlich ist ein äußerst kompliziertes und redundantes oder langwieriges Programmieren erforderlich.
Es sei dann angenommen, daß der Werkzeugkopf 3 festgelegt ist, so daß die Hauptebene der Hauptführung
2 oder die Ebene des dadurch geführten Drahtes 1 in einer X-Z-Ebene einschließlich der X-Achse und der X-Y-Ebene
senkrecht hierzu liegt und der Umkehrpunkt oder die unterste Stellung der Drahtelektrode im Ursprung
ist, und daß das Bearbeiten entlang einer gezeigten Kurve ABC fortschreitet. Wenn dann der Bereich des Punktes
B bearbeitet wird, ist es erforderlich, gleichzeitig abzuschließen die Drehbewegung des Werkstückes 35 mit
dem Drehtisch, bis die Tangente T0 im Punkt B parallel
mit der X-Achse wird, und die Translationsbewegung des Werkstückes 35, bis der Punkt mit dem Ursprung O zusammen-
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ORIGINAL INSPECTED
fällt. Es ist offenbar, daß die kombinierte Bewegung sehr komplex ist und nicht unmittelbar oder intuitiv
erfaßt werden kann. Weiterhin' kann die Drehung des Werkstückes 35 um einen vom Ursprung O entfernten Punkt
auftreten, und dann muß mit dem Kreuztisch über dem Arbeitstisch ein beträchtlich größerer Raum als der
Raum gehalten werden, der gewöhnlich erforderlich ist, um den Betrieb des X-Y-Kreuztisches zu erlauben. Weiterhin erfordert das Bewegen, des Werkstückes entlang
einer verlängerten und komplizierten Strecke ein extrem komplexes und langwieriges Programmieren zum
Justieren des Werkstückes bezüglich des festgelegten Werkzeugkopfes.
Erfindungsgemäß wirkt lediglich eine Translationsbewegung in der X-Y-Ebene auf das Werkstück 35 ein, so
daß der Punkt B auf der Bearbeitungskurve ABC immer mit dem Umkehrpunkt des Drahtes oder mit dem Ursprung O zusammenfällt,
während der Werkzeugkopf 3 einfach gedreht wird, um -die Hauptebene der Hauptführung 2 oder die Ebene
des Drahtzuges 1a um die senkrechte Achse einschließlich des Umkehrpunktes oder um eine Z-Achse zu drehen,
so daß die Tangente TR immer in der Hauptebene der Hauptführung 2 oder der Ebene des Drahtzuges 1a liegen
kann. Auf diese Weise wird der Bearbeitungsprozeß unmittelbar oder intuitiver anschaulich. Die Drehsteuerung
der Hauptführung ist extrem einfach, und das hierzu erforderliche NC-Programmieren-ist praktisch fehlerunempfindlich.
Weiterhin ist die Anzahl der Programmierschritte merklich verringert, und - da die Bewegungsstrecke des
Werkstückes herabgesetzt ist, wird das Programmieren gegebenenfalls vereinfacht. Schließlich ist außerdem lediglich
ein gerade für den Betrieb des X-Y-Kreuztisches erforderlicher Raum ausreichend und über dem Arbeitstisch
vorgesehen, wobei ein vergleichsweise großes Werkstück
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mühelos gehandhabt und bearbeitet werden kann.
In der in den Fig. 1 und.2 als einem Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigten Vorrichtung wird die
Drehung der Hauptführung 2 durch die Drehung der Welle 1 1 erzielt, so daß der Werkzeugkopf 3, der alle
Elemente in der Strecke des Drahtes 1 von der Abwickelspule 4 zur Aufwickelspule 5 trägt, als einheitlicher
Körper um die Achse gedreht wird. Dieser Aufbau kann geändert werden, so daß lediglich ein
Teil des Werkzeugkopfes, der die Hauptführung 2 trägt,
erfindungsgemäß gedreht wird.
Es ist auch darauf hinzuweisen, daß eine gesteigerte Schneidleistung mit der bereits erläuterten
Vorrichtung erzielbar ist, bei der das direkt neben dem Hauptführungselement 2 vorgesehene Hilfsführungselement
8c so angeordnet ist, daß es gesteuert verschiebbar ist, um seine Drahtführungsstellung zu verändern.
In Fig. 6. sei angenommen, daß der relativ gerade Bereich des Punktes A bearbeitet wird. Der Zylinder
23 wird dann durch eine Ventileinheit 25 betrieben, um die Kolbenstange 22 auszufahren, wodurch der Neigungswinkel
des Drahtzuges 1a zwischen der Haupt- und der Hilfsführung 2 bzw. 8c mit der Z-Achse vergrößert
wird. Wie weiter oben erläutert wurde, tritt dann eine Steigerung in der Bearbeitungsfläche ein, so daß
ein größerer mittlerer Bearbeitungsstrom zwischen den
Drahtzug 1a und das Werkstück gelegt werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auch zum Schneiden
eines dünnen Werkstückes 36 (vgl. Fig. 8) und zum Schneiden einer Innenkante 37a oder zum Schneiden eines
Gewindes 37b in ein Werkstück 37 (vgl. Fig. 9) vorteilhaft. Ein derart kompliziertes Profil kann mit einem
relativ einfachen Programmieren ausgeführt werden.
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303A483
Die Erfindung ist allgemein beim elektroerosiven Bearbeiten verwendbar. Die Bezeichnungen "elektroerosives"
Bearbeiten und "elektrisches Bearbeiten" umfassen, worauf bereits oben hingewiesen wurde, ein elektrisches
Entladungs-Bearbeiten (EDM-Bearbeiten), ein elektrochemisches Bearbeiten (ECM-Bearbeiten) und ein
elektrochemisches Entladungs-Bearbeiten (ECDM-Bearbeiten). Die Prinzipien dieser Bearbeitungsprozesse erfolgen
in üblicher Weise und werden daher hier nicht näher erläutert. Beim EDM-Bearbeiten wird eine Folge elektrischer
Impulse von einem speziell ausgelegten Generator zwischen die Werkzeugelektrode, z. B. eine Drahtelektrode,
und das Werkstück an einen Bearbeitungsspalt gelegt, der mit einem flüssigen Dielektrikum, z. B.
destilliertem Wasser, gespült ist. Beim ECM- und beim ECDM-Bearbeiten wird ein elektrischer Strom einer hohen
Amperezahl in der Form eines Gleichstromes oder einer Folge von Impulsen, die gepolt sind, um die Werkzeugelektrode
zur Kathode und das Werkstück zur Anode zu machen, an einen mit einem Elektrolyten gespülten Bearbeitungsspalt
gelegt, um Material vom Werkstück durch die elektrolytische Wirkung oder durch elektrolytische
und Funkenentladungs-Wirkungen zusammen abzutragen.
Somit ermöglicht die Erfindung ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zum elektroerosiven
Herstellen eines dreidimensionalen (3D-) oder komplizierten Profiles in einem Werkstück, um wirksam
die bisher hierbei auftretenden Probleme zu überwinden.
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2>o
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Claims (16)
- Ansprücheπ.) Verfahren zum elektroerosiven Herstellen eines Profiles in einem Werkstück mit einer kontinuierlichen länglichen Elektrode, die axial kontinuierlich von einer Vorratseinrichtung zu einer Aufnahmeeinrichtung transportiert wird, um kontinuierlich eine Bearbeitungsfläche der Elektrode zu erneuern, die in einer elektroerosiven Bearbeitungsbeziehung neben dem Werkstück liegt,gekennzeichnet durch- Lagern der kontinuierlichen länglichen Elektrode (1), die zwischen der Vorratseinrichtung (4) und der Aufnahmeeinrichtung (5) läuft, mit einer Führungseinrichtung (2, 8), die durch einen Werkzeugkopf (3) getragen ist und eine gewölbte lineare Führungsfläche neben dem Werkstück aufweist, um die laufende längliche Elektrode (1) über wenigstens einen Teil der gewölbten Führungsfläche zu leiten, so daß dadurch die Bearbeitungsfläche wenigstens teilweise mit wenigstens einem Teil der länglichen Elektrode (1) gebildet wird, die über die Führungsfläche läuft und geführt wird,- Anlegen eines elektroerosiven Bearbeitungsstromes zwischen die längliche Elektrode (1) und das Werkstück an einem fluidgefüllten Bearbeitungsspalt, um Material von einem Teil des Werkstückes neben der Bearbeitungs-581-(A 853)-E130014/1225fläche der länglichen Elektrode (1) abzutragen, und- Verschieben des Werkzeugkopfes (3) in einer Translation bezüglich des Werkstückes, so daß der Teil der länglichen Elektrode (1) entlang einer vorbestimmten Profilstrecke im Werkstück fährt,- während die Führungseinrichtung (2, 8) bezüglich des Werkstückes um eine Drehachse gedreht wird, die die Bearbeitungsfläche in einer Ebene schneidet, die durch die längliche Elektrode festgelegt ist, die über die Führungsfläche läuft und geführt wird, um dadurch das Profil im Werkstück auszubilden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- daß die Führungseinrichtung (2, 8) am Werkzeugkopf (3) befestigt ist und durch Drehen des Drehkopfes (3) um die Drehachse gedreht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,- daß die Vorratseinrichtung (4) und die Aufnahmeeinrichtung (5) auf dem Werkzeugkopf (3) getragen werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,- daß die Profilstrecke eine gekrümmte Linie ist, und- daß die Führungseinrichtung (2, 8) gedreht wird, um die Ebene der in der Vorschubrichtung der Translationsverschiebung ausgerichteten länglichen Elektrode (1) zwischen dem Werkzeugkopf (3) und dem Werkstück entlang der gekrümmten Linie zu halten. - 5. Verfahren nach Anspruch 1,1300H/122S-dadurch gekennzeichnet,- daß die Translationsverschiebung zwischen dem Werkzeugkopf (3) und dem Werkstück in der Richtung der Tiefe des Werkstückes erfolgt, und- daß das Werkstück um die Drehachse bezüglich des Werkzeugkopfes (3) gedreht wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,- daß die Führungseinrichtung (2, 8) auf dem Werkzeugkopf gelagert um die Drehachse gedreht wird, die im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des Werkstückes ist. - 7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,- daß die längliche Elektrode (1) zwischen der Vorratseinrichtung (4) und der Aufnahmeeinrichtung (5) mit der Führungseinrichtung als einem Hauptführungselement und außerdem mit einem auf dem Werkzeugkopf (3) getragenen Hilfsführungselement gelagert wird, und- daß die relativen Stellungen des Hilfsführungselementes und des Hauptführungselernentes während der Herstellung des Profiles geändert werden. - 8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,- daß die relativen Stellungen des Hilfsführungselementes und des Hauptführungselementes geändert werden, um im wesentlichen den Neigungswinkel der Bearbeitungsfläche mit der Oberfläche des Werkstückes zu ändern. - 9. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,1300U/122S- daß die relativen Stellungen des Hilfsführungselementes und des Hauptführungselementes geändert werden, um den wirksamen Bereich der Bearbeitungsfläche zu ändern. - 10. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,- daß die Profilstrecke eine gekrümmte Linie ist, und- daß der Werkzeugkopf (3) um die Achse gedreht wird, um die Ebene, die durch die längliche Elektrode (1) festgelegt ist, die durch das Hauptführungselement und das Hilfsführungselement geführt ist, immer in der Richtung der Translationsverschiebung zwischen dem Werkzeugkopf (3) und dem Werkstück entlang der gekrümmten Linie ausgerichtet zu halten. - 11. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,- daß die Translationsverschiebung zwischen dem Werkzeugkopf (3) und dem Werkstück in der Richtung der Tiefe des Werkstückes erfolgt, und- daß das Werkstück um die Drehachse bezüglich des Werkzeugkopfes (3) gedreht wird. - 12. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,- daß das Hauptführungselement am Werkzeugkopf (3) befestigt wird, und- daß der Werkzeugkopf (3) um die Drehachse gedreht wird, die im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des Werkstückes verläuft. - 13. Vorrichtung zum elektroerosiven Herstellen eines Profiles in einem Werkstück mit einer kontinuierlichen1300U/122Slänglichen Elektrode/ die axial kontinuierlich von einer Vorratseinrichtung zu einer Aufnahmeeinrichtung transportiert ist, um kontinuierlich eine Bearbeitungsfläche der Elektrode zu erneuern, die in einer Bearbeitungsbeziehung neben dem Werkstück liegt,gekennzeichnet durch- eine Führungseinrichtung (2, 8), die durch einen Werkzeugkopf (3) getragen ist und eine gewölbte lineare Führungsfläche neben dem Werkstück besitzt, um die laufende kontinuierliche längliche Elektrode über wenigstens einen Teil der gewölbten Führungsfläche zu führen, so daß die Bearbeitungsfläche der länglichen Elektrode wenigstens teilweise mit wenigstens einem Teil der länglichen Elektrode ausgebildet ist, die über die Führungsfläche läuft,- eine Strom- bzw. Spannungsversorgung zum Anlegen eines elektroerosiven Bearbeitungsstromes zwischen die längliche Elektrode (1) und das Werkstück an einem fluidgefüllten Bearbeitungsspalt, um Material von einem Teil des Werkstückes neben der Bearbeitungsfläche der länglichen Elektrode (1) abzutragen,- eine erste Antriebseinrichtung zum translatorischen Verschieben des Werkzeugkopfes (3) bezüglich des Werkstückes, so daß der Teil der länglichen Elektrode (1) entlang einer vorbestimmten Profilstrecke im Werkstück fährt, und- eine zweite Antriebseinrichtung zum Drehen der Führungseinrichtung (7, 8) bezüglich des Werkstückes um eine Drehachse, die die Bearbeitungsfläche in einer Ebene schneidet, die durch die längliche Elektrode (1) festgelegt ist, die über die Führungsfläche läuft.130014/1225
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,- daß die Führungseinrichtung"(2, 8) am Werkzeugkopf(3) befestigt ist, und- daß der Werkzeugkopf (3) um die Drehachse durch die erste Antriebseinrichtung drehbar angeordnet ist.
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,- daß die Vorratseinrichtung (4) und die Aufnahmeeinrichtung (5) auf dem Werkzeugkopf (3) getragen sind.
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch- ein Hilfsführungselement, das mit der Führungseinrichtung (2, 8) als einem Hauptführungselement zusammenwirkt, um die kontinuierliche längliche Elektrode (1) zwischen der Vorratseinrichtung (4) und der Aufnahmeeinrichtung (5) zu lagern, und- eine Einrichtung zum Ändern der relativen Stellungen des Hilfsführungselementes und des Hauptführungselementes während der Herstellung des Profiles.1300H/122 5
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