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DE303264C - - Google Patents

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Publication number
DE303264C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
melt
streaks
mass
cooled
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT303264D
Other languages
English (en)
Publication of DE303264C publication Critical patent/DE303264C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B7/00Distributors for the molten glass; Means for taking-off charges of molten glass; Producing the gob, e.g. controlling the gob shape, weight or delivery tact
    • C03B7/20Scoop feeders

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 19. MAl 1922
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 303264 KLASSE 32 a GRUPPE 5
Josef Desenberg in Berlin-Friedenau. Verfahren zur Herstellung möglichst schlierenfreien optischen Glases.
Zusatz zum Patent 300095*).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1915 ab. Längste Dauer: I.September 1930.
In dem Hauptpatent 300095 ist ein Verfahren zur Herstellung möglichst schlierenfreien Glases beschrieben, welches in der Hauptsache darin besteht, daß fertig geschmolzene und entschlierte optische Glasschmelze bei im Verhältnis zu ihrer Masse großer Oberfläche von einem die Durchmischung bis zu möglichst vollständiger Beseitigung der Schlieren ermöglichenden Flüssigkeitsgrade so rasch und bis zu solchem Zähigkeitsgrade abgekühlt wird, daß eine Entmischung möglichst verhindert Avird.
Die vorliegende Ausfüfarungsform dieses Verfahrens bezweckt, die rasche Abkühlung bei großer Oberfläche an einem Teil der Schmelze vorzunehmen, oder zu beginnen und
*) Frühere Zusatzpatente: 302571, 303263.
teilweise durchzuführen, ohne diesen Teil aus der Schmelze zu entnehmen. Hieraus ergeben sich gewisse noch zu erläuternde Vorteile.
Durch die schematischen Zeichnungen sol-Ieη zwei Ausführungsbeispiele veranschaulicht werden.
In Abb. ι wird z. B. in die auf beliebige Weise entsohlierte Glasmasse α vorsichtig (ohne unnötige Bewegung der Schmelze) eine
to Glocke b getaucht. Die Glocke b wird, im Verhältnis zu ihrem Durchmesser, nicht tief eingetaucht; man wird sie jedoch an jede für zweckmäßig gehaltene Stelle der Glasmasse a halten können und solche Stellen, welche erfahrungsmäßig besonders leicht schlierenhaltig sind, z.B. nahe der Wandung des Schmelzgefässes, tunlichst meiden. Durch das Rohr c werden kühlende Dämpfe, Gase oder sonstige Kühlmittel auf die Oberfläche der von b begrenzten Glasmasse geleitet, wobei diese dabei oberflächlich in dünner Schicht zum völ- - ligen Erstarren oder zum Plastischwenden gebracht werden kann, da die Wärmezufuhr von der Hauptmasse, sei es durch Leitung der, Wärme oder durch Vermischung der Massen, gehemmt ist. Die Kühlmittel entweichen durch den Hals von b, ohne einen unzweckmäßigen Wärmeverlust der übrigen Glasschmelze zu bewirken. Sobald in der Glocke eine hinreichend starke Glasschicht zäh-fest oder erstarrt ist, wird die Glocke b, nachdem erforderlichenfalls, darin ein !ganz geringes Vakuum erzeugt worden, und die an der Glocke haftende schlierenfreie — weil rasch über die kritische Schlierenbildungszone hinweggebracihte — Glasschicht abgehoben. Dieses Abheben kann, um ein unerwünschtes Nachtropfen oder Aufsteigen von Luft zu vermeiden, durch einen nicht gezeichneten abschließenden Glookenteller, welcher unter .die N Mündung der Glocke b geschoben wird und die in ihr befindliche gekühlte Glasmenge abschneidet oider abschließt, unterstützt werden. Die abgehobene Glässohicht, welche, an sich betrachtet, eine zu ihrer Masse verhältnismäßig große Oberfläche besitzt, wird beliebig weiter behandelt und verarbeitet.
In Abb. 2 wird in die schlierenfreie Schmelze, welche vorzugsweise dünnflüssig oder — bei geringerer Neigung des betreffenden Glases zur Bildung von Schlieren — auch mittelflüssig sein kann, vorsichtig ein flaches Schöpfgefäß b getaucht, welches eine kleine Menge optischen Glases (bei geeigneter Gestalt des Sohöpfgefäßes bereits in roher Linsen- oider Prismenform) entnimmt. Das Glas wird1 bereits durch die niedrigere Temperatur der Schöpfvorrichtung gekühlt. Nach Herausheben des Schöpfgefäßes wird die entnommene Glasmenge außerhalb der übrigen Glasschmelze weitergekühlt und zweckentsprechend 'behandelt. Die verhältnismäßig große Oberfläche der geringen Glasmenge erleichtert und ermöglicht eine rasche Kühlung.
Wie aus den vorstehenden Ausführurigsheispielen ersichtlich ist, kann bei vorliegendem Verfahren ein Teil der entschlierten Glasmasse ohne Entfernung aus der Hauptmasse, also ohne einen mit Schlierenbildungsgefahr verbundenen Zeitverlust und ohne gegenseitige Verschiebung der einzelnen Teilchen unmittelbar aus höchster Schmelztemperatur, bereits im Schmelzraume selbst gekühlt werden, während andere Teile dünnflüssig bleiben. Das Verfahren dürfte nament-Hch für solche Glassorten, welche besonders stark zur Schlierenbildung neigen (z. B. schwerste Flintglassorten sowie manche bisher nur im Laboratorium herstellbare Glassorten), geeignet sein sowie auch zur Erzielung größerer Linsen. Während der Glasentnahme kann erforderlichenfalls das Mischen der optischen Schmelze fortgesetzt werden. Natürlich kann in der beschriebenen Weise das Glas wiederholt, etwa an derselben oder gleichzeitig oder nacheinander an mehreren Stellen, entnommen wenden.

Claims (2)

Pa tent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung möglichst schlierenfreien optischen Glases, gemäß Patent 300095, dadurch gekennzeichnet, daß TOii 'der fertigen Schmelze, von einem die Durebmisebung bis zu möglichst vollständiger Beseitigung der Schlieren ermöglichenden Flüssigkeitsgrade, ein Teil von im Verhältnis' zu seiner Masse großer Oberfläche, in der Hauptmasse der Schmelze unter möglichst geringer Bewegung und Mischung so abgegrenzt wird, daß er gegen Wärmezufuhr von der Hauptmasse durch Zuleitung der Wärme oder Vermischung ,der Massen ausreichend geschützt ist, worauf dieser Teil so rasch und bis zu solchem Zähigkeitsigrade abgekühlt wird, daß die Schlierenbildung möglichst verhindert wind.
2. Ausführunigsform des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch igelkennzeichnet, daß der abgegrenzte Teil nach einiger Abkühlung und Verfestigung aus der Schmelze entnommen und rasch zu Ende gekühlt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT303264D Active DE303264C (de)

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