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DE203688C - - Google Patents

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Publication number
DE203688C
DE203688C DENDAT203688D DE203688DA DE203688C DE 203688 C DE203688 C DE 203688C DE NDAT203688 D DENDAT203688 D DE NDAT203688D DE 203688D A DE203688D A DE 203688DA DE 203688 C DE203688 C DE 203688C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
heat
melting point
temperature
phonograph
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT203688D
Other languages
English (en)
Publication of DE203688C publication Critical patent/DE203688C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D17/00Producing carriers of records containing fine grooves or impressions, e.g. disc records for needle playback, cylinder records; Producing record discs from master stencils

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

£s
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 gv GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Mai 1907 ab.
In dem Patent 203686 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Schalldiagrammträgern, oder kurz ausgedrückt zur Herstellung von Phonographenwalzen, beschrieben worden, wobei eine beheizte Form mit großer Geschwindigkeit gedreht wird, in in welche geschmolzenes Material eingeführt wird, so daß das letztere gleichförmig durch die Wirkang der Zentrifugalkraft in der Höhlung der Form verteilt wird, wobei Luft- und Gasblasen in radialer Richtung nach innen getrieben werden.
Das in jenem Patent beschriebene Verfahren findet dann seinen Abschluß damit, daß die Form schließlich bei fortgesetzter Drehung abgekühlt wird, so daß das Material in der Formhöhlung zu erhärten vermag. Bei der Herstellung von Phonographenwalzen nach den Angaben des genannten Patentes werden Formen der auch sonst gegenwärtig üblichen Art benutzt, welche etwa 7 mm dick sind und eine Metallmasse enthalten, die etwas größer ist als die Masse der herzustellenden Phonographenwalzen. Wenn man bei Anwendung von Formen der genannten Art Phbnographenwalzen herstellen wollte, indem man das geschmolzene Material in eine kalte Form einführt, so' würde die Formfüllung sehr rasch an der das Schalldiagramm tragenden.
Fläche der Form erkalten, was zum Entstehen von Luftblasen führen und eine gleichmäßige Verteilung des Materials verhindern würde, wie sie stattfindet, wenn man die Form erhitzt; wodurch dem geschmolzenen Material ermöglicht wird, in dem flüssigen Zustande zu verharren, während es durch die Wirkung der Zentrifugalkraft gleichförmig über die Wandfläche der Form verteilt wird.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Herstellung von Phonographenwalzen unter Benutzung von kalten Formen. Dieses Verfahren beruht auf der Anwendung von Formen mit sehr dünnen Wänden, in deren Höhlung das geschmolzene Material bei hoher Temperatur eingeführt wird. Die Wandstärke der Form muß dabei jedenfalls dünner genommen werden, als die Stärke der zu formenden Walze betragen soll. Wenn auf diese Weise gearbeitet wird, so vermag die Hitze des in die Form eingeführten geschmolzenen Materials die Temperatur der Form bis zum Schmelzpunkt des Materials oder über den Schmelzpunkt hinaus zu erhöhen, so daß die Formfüllung im flüssigen Zustande verharrt und auf diese Weise die Möglichkeit bietet, daß die Luft- und Gasblasen in radialer Richtung nach innen getrieben werden, wie es bei dem Ver-

Claims (1)

  1. fahren des gleichzeitigen Patentes, auf welches oben Bezug genommen wurde, der Fall ist.
    Das Material zur Herstellung der Phonographenwalzen kann eine beliebige passende Zusammensetzung besitzen und beispielsweise aus dem Hartwachs ähnlichen Stoffe bestehen, den man jetzt vielfach zur Herstellung von Phonographenwalzen benutzt. Die Temperatur, bis zu welcher man das geschmolzene Material 'erhitzt, welches der Erfindung zufolge Anwendung finden soll, hängt natürlich von der Natur dieses Materials und von der Wärmekapazität der Form ab; die Erfahrung hat aber gezeigt, daß bei einer Form, deren Wandstärke etwa ix/2 mm beträgt, eine Temperatur des in die Form einzuführenden schmelzflüssigen Materials von 38 ° C. über dem Schmelzpunkt für den erstrebten Zweck reichlich genügt. Der entscheidende Gesichtspunkt für die Bestimmung der anzuwendenden Materialtemperatur ist der, daß der Wärmeinhalt der in die Form einzuführenden . geschmolzenen Masse hinreichend groß ist, um die Form bis zum Schmelzpunkt des Materials oder darüber zu erhitzen, bevor der in die Form eingefüllten Masse so viel Wärme entzogen ist, daß dadurch die Masse bis zum Erstarrungspunkt abgekühlt ist. Es kommt also darauf an, das Material in flüssigem Zuständezu erhalten, während es über die Wandung der Form verteilt wird, damit es den Luft- oder Gasblasen gestattet, in radialer Richtung nach innen zu entweichen, wie es in dem erwähnten Patent geschildert worden ist. Nachdem das Material in der angegebenen Weise gleichförmig in der Formhöhlung verteilt worden, ist, kann es künstlich in irgendeiner Weise schnell abgekühlt werden; beispielsweise durch die Anwendung von Kühlunterlagen, wie es in dem mehrfach erwähnten Patent angegeben ist. Wenn die Formfüllung auf die beschriebene Weise zum Erstarren gebracht worden ,ist, kann die fertige Phonographenwalze, nachdem sie sich durch Kontraktion von der Formfläche losgelöst hat, aus der Formhöhlung entfernt werden, worauf die Höhlung der Walze in geeigneter bekannter Weise zugerichtet werden kann.
    Paten τ-Α ν Spruch :
    Verfahren zur Herstellung von Schalldiagrammträgern durch Einführung des Formmaterials in eine rasch rotierende Form, dadurch gekennzeichnet, daß als rotierende Form eine solche von sehr geringer, nur einen Bruchteil der Wandstärke der herzustellenden Walzen betragender Wandstärke benutzt wird, und daß das Formmaterial in diese Form mit einer . Temperatur eingeführt wird, die hinreichend hoch über seinem Schmelzpunkt liegt, um die Form bis über den Schmelzpunkt durch Wärmeabgabe zu erwärmen.
DENDAT203688D Active DE203688C (de)

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