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DE3032583A1 - Selbsttaetige mechanische nachstellvorrichtung fuer innenbackentrommelbremsen - Google Patents

Selbsttaetige mechanische nachstellvorrichtung fuer innenbackentrommelbremsen

Info

Publication number
DE3032583A1
DE3032583A1 DE19803032583 DE3032583A DE3032583A1 DE 3032583 A1 DE3032583 A1 DE 3032583A1 DE 19803032583 DE19803032583 DE 19803032583 DE 3032583 A DE3032583 A DE 3032583A DE 3032583 A1 DE3032583 A1 DE 3032583A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wedge
brake
adjusting
push rod
abutment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19803032583
Other languages
English (en)
Inventor
Werner 3180 Wolfsburg Schultz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Volkswagen AG
Original Assignee
Volkswagen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Volkswagen AG filed Critical Volkswagen AG
Priority to DE19803032583 priority Critical patent/DE3032583A1/de
Publication of DE3032583A1 publication Critical patent/DE3032583A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D65/00Parts or details
    • F16D65/38Slack adjusters
    • F16D65/40Slack adjusters mechanical
    • F16D65/52Slack adjusters mechanical self-acting in one direction for adjusting excessive play

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Selbsttätige mechanische Nachstell-
  • vorrichtung für Innenbackentrommelbremsen Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige mechanische Nachstellvorrichtung für Innenbackentrommelbremsen der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
  • Eine derartige Nachstellvorrichtung ist z. B. in der DE-AS 26 44 575 dargestellt und beschrieben.
  • Der Abstand zwischen der Trommelwandung und den Bremsbacken einer Innenbackentrommelbremse soll im nicht gebremsten-Zustand möglichst klein sein, damit der Bremsflüs sigkeit sbedarf beim Betätigen der Bremse gering ist und der erforderliche Bremspedalweg klein bleibt.
  • Dieser für den Freigang der Bremse erforderliche Abstand zwischen Bremsbelag und Trommelwandung wird bei Trommelbremsen über der Bremsenmitte parallel zum Radzylinder gemessen und als Lüftspiel bezeichnet. Er vergrößert sich ständig durch Verschleiß der Bremsbeläge und der Bremstrommel sowie kurzzeitig auch durch Ausdehnung der Bremstrommel bei Temperaturanstieg, wobei eine entsprechende Vergußerung des 3remspedalweges stattfindet.
  • Es ist daher allgemein üblich, innerhalb der Innenbackentrommelbremse eine selbsttätige mechanische Nachstellvorrichtung zum Ausgleich eines übermäßigen Lüftspiels infolge Bremsbelagverschleißes vorzusehen, so daß zwischen Bremsbelag und Trommelwand trotz eintretenden Belagverschleißes zu jeder Zeit ein möglichst kleines Lüftspiel vorliegt.
  • Aus der DE-AS 26 44 575 ist eine derartige selbsttätige mechanische Nachstellvorrichtung bekannt, bei der die Nachstellung mit Hilfe eines selbsthemmend bemessenen Stellkeiles vorgenommen wird, der zwischen dem einen Ende einer Druckstange konstanter Länge und einem mit der einen Bremsbacke starr verbundenen Widerlager angeordnet ist, wobei Widerlager, Stellkeil und Druckstange mit Hilfe einer Anlagefeder fest miteinander verspannt sind. Erst wenn die Bremsbackenbewegung bei hydraulischer Betätigung der Bremse infolge Belagverschleißes und/oder wärmebedingter Bremstrommelvergrößerung größer wird als ein vorgegebenes Soll-lüftspiel, wird die Druckstange gegen die Wirkung der Anlagefeder vom Stellkeil abgehoben und dadurch die Verspannung zwischen Stellkeil, Druckstange und Widerlager gelöst, so daß der Stellkeil - ggf. unter der Einwirkung einer an ihm angreifenden Nachstellfeder - weiter in den sich dabei vergrößernden Zwischenraum zwischen Druckstange und Widerlager bis zur erneuten Anlage eindringt und damit eine Nachstellung des Lüftspieles bewirkt.
  • Die Größe des möglichen Nachstellbereiches ist durch die Länge des Stellkeiles gegeben, welche infolge der räumlichen Verhältnisse innerhalb der Innenbackentrommelbremse begrenzt ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Nachstellbereich einer selbsttätigen mechanischen Nachstellvorrichtung des im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Typs zu vergrößern.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Durch die Anordnung eines oder mehrerer zusätzlicher Stellkeile mit dem gleichen Keilwinkel, die jeweils nacheinander zur Wirkung gebracht werden, kann ein sehr großer Nachstellbereich erzielt werden, so daß es auch möglich ist, diese sowohl bezüglich ihres Material- und Fertigungsaufwandes als auch bezüglich ihrer Funktion besonders vorteilhafte bekannte Keil-Nachstellvorrichtung bei Innenbackentrommelbremsen mit sehr starken Bremsbelägen einzusetzen. Darüber hinaus kann - wegen der Möglichkeit, kürzere Stellkeil einzusetzen - die Druckstange näher zum hydraulischen Bremsbetätigungszylinder verlegt werden, wodurch der sogenannte C* - Wert (inneres Übersetzungsverhältnis) der Handbremse vergrößert werden kann.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, welches anhand der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert wird. Es zeigt in schematischer Darstellung Fig. 1 den Blick in das Innere einer Innenbackentrommelbremse mit einer Nachstellvorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 das in Fig. 1 mit II bezifferte Detail der Nachstellvorrichtung im vergrößerten Maßstab, Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittführung III in Fig. 2 und Fig. 4 die Draufsicht auf die beiden verwendeten Stellkeile.
  • Die innerhalb der nicht weiter gezeigten Bremstrommel befindlichen beiden Bremsbacken der Trommelbremse sind mit 3 und 4 beziffert. Sie besitzen in üblicher Weise einen T-förmigen Querschnitt mit einem der Bremstrommel zugewandten Flansch 3.1 bzw.
  • 4.1, auf dem der eigentliche Bremsbelag 3.2 bzw. 4.2 befestigt ist, sowie den mit 3.3 bzw. 4.3 bezifferten Stegen. Die unteren Enden der beiden Bremsbacken 3 und 4 stützen sich in üblicher Weise mit ihrer gewölbten Anlagefläche an einem Stützlager ab.
  • Eine im oberen Bereich der Trommselbremse befindliche Bremsbetätigungsvorrichtung 9, ein hydraulischer Radbremszylinder, steht mit den oberen Enden der beiden Bremsbacken 3 und 4 in Verbindung und überträgt auf diese die von der Bremsanlage erzeugte Bremskraft. Im gelösten Zustand der Bremse werden die zuvor durch die Bremsbetätigungsvorrichtung 9 an die Bremstrommel angedrückten Bremsbacken 3 und 4 mit Hilfe der mit 8 bezifferten Rückstellfedern wieder von der Bremstrommel gelöst und aufeinander zubewegt, bis sie an einer unterhalb der Bremsbetätigungsvorrichtung befindlichen und sich zwischen den beiden Bremsbacken erstreckenden Druckstange 1 zur Anlage kommen. Der hierbei zurückgelegte Weg bestimmt das Lüftspiel der Trommelbremse. Die einteilig ausgebildete Druckstange konstanter Länge ist Teil einer selbsttätigen mechanischen Nachstellvorrichtung zum Ausgleich eines übermäßigen lüftspiels.
  • Sie liegt mit ihrem einen, dem rechten Ende an einem Bremshebel 5 einer Feststellbremse an, der an der rechten Bremsbacke 4 - um den Drehzapfen 14 schwenkbar - angelenkt ist. Falls eine Feststellbremse nicht vorgesehen ist, liegt sie in entsprechender Weise unmittelbar am Steg 4.3 dieser Bremsbacke an. Mit ihrem anderen, dem linken Ende liegt die Druckstange 1 an der linken Bremsbacke 3 an, allerdings nicht direkt, sondern unter Zwischenschaltung einer Keilvorrichtung. Diese Keilvorrichtung besteht aus einem ersten Stellkeil 2 und einem zweiten Stellkeil 15. Am Steg 3.3 der den Stellkeilen zugewandten zweiten Bremsbacke 3 sind ein erstes Widerlager 10 sowie ein zweites Widerlager 11 starr befestigt. Der erste Stellkeil 2 liegt mit seiner linken Keilfläche am ersten Widerlager 10 und der zweite Stellkeil 15 in entsprechender Weise mit seiner linken Keilfläche am zweiten Widerlager 11 an.
  • Der erste Stellkeil 2 liegt darüber hinaus mit seiner rechten Keilfläche fest an der Druckstange 1 an. Die Keilwinkel der beiden Stellkeile sind gleich groß und unter Berücksichtigung der Reibwerte zwischen den Keilflächen einerseits und der anliegenden Druckstange 1 bzw. den anliegenden Widerlagern 10/11 so bemessen, daß Selbsthemmung eintritt. Selbsthemmung liegt bei einem Keil bekanntlich vor, wenn der Keilwinkel α iC' kleiner oder gleich groß dem doppelten Reibungswinkel #0 ist, wobei für die beiden wirksamen Keilflächen jeweils der gleiche vorausgesetzt ist. Ergänzt sei, daß sich der Haftreibungswinkel #0 aus der Beziehung µ0 = tan#0 ergibt. Die Haftreibungszahl µ0 hängt von der Oberfläche sowie von der Materialpaarung der Reibflächen ab. Bei einer Materialpaarung Stahl auf Stahl kann mit µ0 ungefähr o,1 gerechnet werden, was einen reibungswinkel#0 gleich 60 entspräche. Der Keilwinkelα könnte unter dieser Annahme zu etwa 120 gewählt werden. Durch die selbsthemmende Bemessung der Stellkeile ist sichergestellt, daß die räumliche Lage des jeweils wirksamen Stellkeils innerhalb des Zwischenraums zwischen der Druckstange und dem zugehörigen Widerlager erhalten bleibt, unabhängig davon mit welcher Kraft die Druckstange 1 bei Betätigung des Bremshebels 5 gegen den Stellkeil gedrückt wird, und in der Regel auch unabhängig davon, was für Erschütterungen während der Fahrt auf treten. Die der Druckstange zugewandte Fläche der Stellkeile kann vorteilhaft zusätzlich mit einer Riefelung versehen werden, durch welche die räumliche Fixierung des Stellkeils unterstützt wird, weil sie sich bei erstma]iger Betätigung des Bremshebels 5 - z. B. bei der Montage - im Material der Druckstange 1 etwas einprägt, so daß ein gewisser - geringer - Formschluß erzielt wird. Eine solche Riefelung, bei der es sich nicht etwa um eine kleine Verzahnung üblicher Art handelt, reicht aus, um eine ungewollte räumliche Verlagerung des Stellkeils auch bei den während des Fahrbetriebes auftretenden stärksten dynamischen Beanspruchungen (Durchfahren von Schlaglöchern etc.) der Bremse zu verhindern.
  • Eine Anlagefeder 6 greift mit ihrem einen Ende an der Druckstange und mit ihrem anderen Ende an der zweiten Bremsbacke 3 an, wodurch der erste Stellkeil 2 mit derDruckstange 1 sowie mit dem Widerlager 10 fest verspannt wird. Zusätzlich wirkt bei nicht betätigter Bremsbetätigungsvorrichtung 9 noch die Kraft der Rückstellfeder 8, die an den beiden Bremsbacken angreift, auf diese Keilverbindung ein. Infolge der festen Verspannung zwischen Widerlager, Stellkeil und Druckstange wird die Druckstange bei hydraulischer Betätigung der Bremse zusammen mit der zweiten Bremsbacke 3 nach links bewegt, wobei sich die erste Bremsbacke 4 mit dem daran angelenkten Bremshebel 5 vom rechten Ende der Druckstange 1 fortbewegen.
  • Bei nicht betätigter Festellbremse wird der Bremshebel 5 durch die auf dem nicht weiter bezeichneten Bremsseil befindliche Druckfeder 13 gegen die rechte Bremsbacke 4 gedrückt und damit in seiner Lage fixiert. Bei nicht betätigter hydraulischer Bremsbetätigungsvorrichtung 9 liegt er daher unter der Wirkung der über die Bremsbacke 4 auf ihn einwirkenden Rückatellfeder 8 am rechten Ende der Druckstange 1 an. Durch die wirksame Länge der Druckstange, d. h.
  • durch die Länge von Druckstange und wirksamer Keilstärke, wird also die Größe des Lüftspieles begrenzt, da die beiden Bremsbacken 3 und 4 jeweils nur so weit zurückgezogen werden können, bis sie an der Druckstange zur Anlage kommen. Am von der Keilvorrichtung abgewandten rechten Ende der Druckstange 1 ist eine Anschlag- und Mitnahmevorrichtung vorgesehen, mit deren Hilfe die Verspannung zwischen Stellkeil, Druckstange und Widerlager gelöst wird, wenn bei hydraulischer Betätigung der Bremse das Sollüftspiel überschritten wird. Diese Anschlag- und Mitnahmevorrichtung besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem hakenförmig abgewinkelten Fortsatz 7 der Druckstange, der mit einem dem Sollüftspiel proportionalen Spiel s um den Bremshebel 5 herumgreift, was in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist. Falls kein Bremshebel vorhanden ist, kann ein solcher Fortsatz mit entsprechendem Spiel in ein im Steg 4.3 der ersten Bremsbacke angeordnetes Langloch hineingreifen.
  • Beim Betätigen der Bremsbetätigungsvorrichtung 9 werden die beiden Bremsbacken 3 und 4 gegen die Wirkung der Rückstellfedern 8 auseinandergedrückt. Durch das Auseinanderbewegen der beiden Bremsbacken hebt der über die Druckfeder 13 an der Bremsbacke 4 fixierte Bremshebel 5 vom rechten Ende der Druckstange 1 ab, wodurch sich der Spalt s zwischen dem Fortsatz 7 der Druckstange und dem Bremshebel 5 verringert. Die Verspannung des Stellkeils mit der Druckstange 1 und dem zugehörigen Widerlager bleibt vom Auseinanderstreben der beiden Bremsbacken zunächst unbeeinflußt, da diese Verbindung durch die Anlagefeder 6 fest zusammengehalten wird. Erst wenn die Bremsbackenbewegung durch Belagverschleiß etc. größer wird als das durch den Spalt s vorgegebenen Sollüftspiel und der Bremshebel 5 dadurch mit seiner rechten Seite am Fortsatz 7 der Druckstange 1 zur Anlage kommt, wird die Druckstange 1 gegen die Wirkung der Anlagefeder 6 vom gerade wirksamen Stellkeil abgehoben und die Verspannung zwischen Stellkeil, Druckstange und Widerlager gelöst. Der Stellkeil kann dann unter der Einwirkung der an ihm angreifenden Nachstellfeder 12 weiter in den sich dabei vergößernden Zwischenraum zwischen Druckstange und Widerlager bis zur erneuten Anlage eindringen, wodurch eine Nachstellung bewirkt wird.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die am Stellkeil 2 angreifende Nachstellfeder 12 als Zugfeder ausgebildet. Es versteht sich, daß eine entsprechende Federwirkung auch durch eine am oberen Ende des Stellkeilsangreifende Druckfeder erzielt werden kann.
  • Es versteht sich weiterhin, daß die angestrebte Wirkung abweichend von der in Fig. 1 gezeigten Anordnung auch mit einem sich nach oben verjüngenden Keil, der mittels einer Federvorrichtung von unten nach oben gedrückt wird, erzielt werden kann. Wenn der Stellkeil wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, d. h. von oben nach unten, eingebaut ist, kann ggf. auch auf die im Ausführungsbeispiel verwendete Nachstellfeder 12 verzichtet werden, weil der Stellkeil bei abhebender Druckstange bereits aufgrund seines Eigengewichtes nach unten strebt und weil andererseits ein Nachobenwandern während des normalen Betriebes durch die Selbsthemmung des Stellkeils im Prinzip verhindert wird. Im Hinblick darauf, daß Innenbackentrommelbremsen während des normalen Betriebes starken Erschütterungen und groben Verschmutzungen ausgesetzt sind, ist es jedoch von Vorteil,wie gezeigt, eine Nachstellfeder zu verwenden.
  • Mit zunehmendem Belagverschleiß wird der Stellkeil 2 entsprechend den zuvor geschilderten Abläufen zum Ausgleich des Belagverschleißes tiefer in den Zwischenraum zwischen Druckstange 7 understem Wiederlager 10 eindringen und zwar so lange, bis die Arretiervorrichung -z.B. ein sich quer zum Keil erstreckender Stift 19 - an der Druckstange 1 aufliegt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird der bezüglich der Nachstellung bisher passive zweite Stellkeil 15 aktiviert. Die kleinste Keilbreite a dieses meiten Stellkeils 15 ist nämlich etwas kleiner oder allenfalls gleich groß bemessen wie die größte zur Wirkung zu bringende Keilbreite b des ersten Stellkeils 2. Der zweite Stellkeil besitzt im unteren Bereich nämlich eine Einschnürung 16, so daß der für die Nachstellung bedeutsame eigentliche Keilbereich des zweiten Stellkeils 15 bis zu diesem Zeitpunkt, ohne in Aktion treten zu können, lediglich von oben auf der Druckstange 1 auflag. Mit einem schmalen unteren Fortsatz 18, an der eine zweite Nachstellfeder 17 angreift, greift der zweite Stellkeil 15 dabei durch einen entsprechend vorgesehenen Schlitz der Druckstange 1 nach unten durch. Die Breite c dieses Fortsatzes ist höchstens so groß wie die kleinste zur Wirkung gelangenden Keibreite d des ersten Stellkeils, so daß zunächst in jedem Falle ausschließlich der erste Stellkeil mit der Druckstange und dem zugehörigen Widerlager verspannt wird, während der zweite Stellkeil mit seinem Fortsatz 18 drucklos zwischen dem zweiten Widerlager und der entsprechenden Aussparung der Druckstange gelagert ist, was aus Fig. 3 ersichtlich ist. Die dem zweiten Widerlager 11 zugekehrte Seite des Fortsatzes 18 bildet eine Verlängerung der eigentlichen Keilfläche des zweiten Stellkeils.
  • Der zweite Stellkeil muß am zugehörigen zweiten Widerlager 11 gefesselt werden, damit er nicht von diesem während seiner passiven Phase, d.h. so lange er nicht nachstellend in Eingriff ist, nur begrenzt abheben kann. Diese Fesselung kann beispielsweise mit Hilfe einer Federvorrichtung o. ä. geschehen, die auf ihn eine auf das zweite Widerlager 11 zugerichtete Kraft ausübt.
  • Diese Fesselung muß zumindest so lange geschehen, bis der erste Stellkeil 2 infolge des Belagverschleißes so tief in den Zwischenraum zwischen Druckstange 1 und dem ersten Widerlager 10 eingedrungen ist, daß seine wirksame Keilbreite gerade der kleinsten Keilbreite a des zweiten Stellkeils 15 entspricht und dieser beginnt, in den Spalt zwischen Druckstange 1 und zweitem Widerlager 11 einzudringen, was die Ablösung des ersten Stellkeils 2 einleitet. Bei weiterem Belagverschleiß bleibt der erste Stellkeil 2 mit seiner Arretiervorrichtung 19 an der Druckstange hängen, so daß zum Nachstellen nur noch der zweite, breitere Stellkeil 15 wirksam ist.
  • Mit Vorteil werden während eines gewissen Überlappungsbereiches beide Stellkeile beim Nachstellen zur Wirkung gebracht, um eine einwandfreie Ablösung mit Sicherheit zu gewährleisten.
  • Bei Betrachtung der Fig. 4 ist leicht zu erkennen, daß der zweite Stellkeil 15 von der Geometrie her eine nahtlose Verlängerung des ersten Stellkeils 2 nach oben darstellt. In entsprechender Weise ist es möglich, einen zusätzlichen dritten und ggf. einen vierten Stellkeil vorzusehen, die jeweils den gleichen Keilwinkel αaufweise müssen, bezüglich ihrer Breite aber jeweils auf den Stellkeil zuvor aufbauen, wobei das zugehörige Widerlager und die entsprechende Aussparung der Druckstange 1, wie in Fig. 3 erkennbar jeweils so bemessen sind, daß die wirksame Keilfläche des Folgekeils jeweils gerade dann in den Zwischenraum zwischen Druckstange und zugehörigem Widerlager eindringt wenn der zuvor wirksame Stellkeil seine größte zur Wirkung zu bringende Keilbreite erreicht hat.

Claims (5)

  1. ANSPRÜCHE Selbsttätige mechanische Nachstellvorrichtung zum Ausgleich eines übermäßigen Lüftspiels infolge Bremsbelagverschleißes , die sich zwischen einer ersten und einer zweiten Bremsbacke einer Innenbackentrommelbremse für Kraftfahrzeuge erstreckt und funtionell mit diesen verbunden ist, mit einer Druckstange konstanter Länge, welche mit ihrem einen Ende mit der ersten Bremsbacke oder einem daran schwenkbar angelenkten Bremshebel einer Feststellbremse zusammenwirkt und mit ihrem anderen Ende mittels einer Anlagefeder unter Zwischenschaltung eines selbsthemmend bemessenen Stellkeils fest gegen ein mit der zweiten Bremsbacke starr verbundenes Widerlager gespannt ist, wobei Druckstange, Anlagefeder und Bremshebel bzw. erste Bremsbacke in der Weise ausgebildet und angeordnet sind, daß die Verspannung zwischen Stellkeil, Widerlager und Druckstange gelöst wird, sobald sich die beiden Bremsbacken bei hydraulischer Betätigung der Bremse um einen das Sollüftspiel überschreitenden Wert auseinanderbewegt haben und wobei eine am Stellkeil angreifende Nachstellfeder den Stellkeil beim Abheben der Druckstange vom Stellkeil tiefer in den Zwischenraum zwischen Druckstange und Widerlager hineinzieht oder -drückt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Druckstange (1) und zweiter Bremsbacke (3) mindestens ein weiterer Stellkeil (15) angeordnet ist, der an einem starr mit der zweiten Bremsbacke (3) verbundenen zweiten Widerlager (11) anliegt und den gleichen Keilwinkel (α) wie der erste Stellkeil (2) besitzt, daß die kleinste Keilbreite (a) des zweiten Stellkeils (15) etwas kleiner oder gleich groß ist wie die größste zur Wirkung zu bringende Keilbreite (b) des ersten Stellkeils (2) und daß der zweite Stellkeil (15) mit seiner der Druckstange zugekehrten Keilfläche erst dann an der Druckstange (1) zur Anlage kommt, wenn der erste Stellkeil (2) so tief in den Zwischenraum zwischen Druckstange (1) und erstem Widerlager (10) eingedrungen ist, daß seine wirksame Keilbreite der kleinsten Keilbreite (a) des zweiten Stellkeils (15) entspricht.
  2. 2. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Stellkeil (15) einen schmalen unteren Fortsatz (18), dessen Breite (c) höchstens der kleinsten zur Wirkung gelangenden Keilbreite (d) des ersten Stellkeils (2) entspricht, aufweist.
  3. 3. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (18) auf der dem zweiten Widerlager (11) zugewandten Seite eine Verlängerung der eigentlichen Keilfläche bildet.
  4. 4. Nachstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Stellkeil (15) zumindest so lange, wie seine der Druckstange (1) zugekehrte Keilfläche noch nicht an dieser zur Anlage gekommen ist, von einer ihn am zweiten Widerlager (11) in Anlage haltenden Federvorrichtung o. ä.
    beaufschlagt ist.
  5. 5. Nachstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Stellkeil (2) nach Erreichen seiner größten Keilbreite (b) durch eine Arretiervorrichtung (19) am weiteren Hineingleiten in den Zwischenraum zwischen Druckstange (1) und erstem Widerlager (10) gehindert ist.
DE19803032583 1980-08-29 1980-08-29 Selbsttaetige mechanische nachstellvorrichtung fuer innenbackentrommelbremsen Ceased DE3032583A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0385183A1 (de) * 1989-02-25 1990-09-05 Volkswagen Aktiengesellschaft Selbsttätige mechanische Nachstellvorrichtung für eine als Feststellbremse dienende Innenbacken-Trommelbremse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0385183A1 (de) * 1989-02-25 1990-09-05 Volkswagen Aktiengesellschaft Selbsttätige mechanische Nachstellvorrichtung für eine als Feststellbremse dienende Innenbacken-Trommelbremse

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