DE3032310C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3032310C2 DE3032310C2 DE3032310A DE3032310A DE3032310C2 DE 3032310 C2 DE3032310 C2 DE 3032310C2 DE 3032310 A DE3032310 A DE 3032310A DE 3032310 A DE3032310 A DE 3032310A DE 3032310 C2 DE3032310 C2 DE 3032310C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lift cage
- speed
- lift
- motor
- tolerance range
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 23
- 238000012937 correction Methods 0.000 claims description 6
- 238000005259 measurement Methods 0.000 claims description 4
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 9
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 5
- PCTMTFRHKVHKIS-BMFZQQSSSA-N (1s,3r,4e,6e,8e,10e,12e,14e,16e,18s,19r,20r,21s,25r,27r,30r,31r,33s,35r,37s,38r)-3-[(2r,3s,4s,5s,6r)-4-amino-3,5-dihydroxy-6-methyloxan-2-yl]oxy-19,25,27,30,31,33,35,37-octahydroxy-18,20,21-trimethyl-23-oxo-22,39-dioxabicyclo[33.3.1]nonatriaconta-4,6,8,10 Chemical compound C1C=C2C[C@@H](OS(O)(=O)=O)CC[C@]2(C)[C@@H]2[C@@H]1[C@@H]1CC[C@H]([C@H](C)CCCC(C)C)[C@@]1(C)CC2.O[C@H]1[C@@H](N)[C@H](O)[C@@H](C)O[C@H]1O[C@H]1/C=C/C=C/C=C/C=C/C=C/C=C/C=C/[C@H](C)[C@@H](O)[C@@H](C)[C@H](C)OC(=O)C[C@H](O)C[C@H](O)CC[C@@H](O)[C@H](O)C[C@H](O)C[C@](O)(C[C@H](O)[C@H]2C(O)=O)O[C@H]2C1 PCTMTFRHKVHKIS-BMFZQQSSSA-N 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 3
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 2
- 238000013461 design Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 241000555745 Sciuridae Species 0.000 description 1
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 230000002457 bidirectional effect Effects 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 1
- 238000005352 clarification Methods 0.000 description 1
- 230000002996 emotional effect Effects 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 238000010327 methods by industry Methods 0.000 description 1
- 238000000819 phase cycle Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B1/00—Control systems of elevators in general
- B66B1/24—Control systems with regulation, i.e. with retroactive action, for influencing travelling speed, acceleration, or deceleration
- B66B1/28—Control systems with regulation, i.e. with retroactive action, for influencing travelling speed, acceleration, or deceleration electrical
- B66B1/30—Control systems with regulation, i.e. with retroactive action, for influencing travelling speed, acceleration, or deceleration electrical effective on driving gear, e.g. acting on power electronics, on inverter or rectifier controlled motor
- B66B1/308—Control systems with regulation, i.e. with retroactive action, for influencing travelling speed, acceleration, or deceleration electrical effective on driving gear, e.g. acting on power electronics, on inverter or rectifier controlled motor with AC powered elevator drive
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B1/00—Control systems of elevators in general
- B66B1/34—Details, e.g. call counting devices, data transmission from car to control system, devices giving information to the control system
- B66B1/36—Means for stopping the cars, cages, or skips at predetermined levels
- B66B1/40—Means for stopping the cars, cages, or skips at predetermined levels and for correct levelling at landings
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Elevator Control (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anhalten eines
Liftkorbes, insbesondere eines Warenaufzuges, dessen Antrieb
durch einen Wechselstrommotor mit mehreren Phasen, einen
Seilzug und ein Zugrad erfolgt und der eine Bremse besitzt,
wobei
- a) die Stromversorgung für eine oder mehrere Phasen des Motors drosselbar ist,
- b) die Ist-Geschwindigkeit als Feed-Back-Signal gemessen wird,
- c) in Abhängigkeit der Geschwindigkeitsmessung die Stromzufuhr mindestens einer Phase gedrosselt wird,
- d) dem Liftkorb bei der Feineinstellungsfahrt eine Geschwindigkeit gegeben wird, die ein Abstoppen innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches erlaubt.
Sie betrifft außerdem eine Anordnung zur Durchführung des
Verfahrens mit einem Wechselstrommotor, der über eine Bremse
und ggf. ein Getriebe das Zugrad des Liftkorbes antreibt,
mit einer Steuereinrichtung mit einem steuerbaren Drosselelement,
einem Tachometer, dessen Ausgangssignal (Steuerspannung
Uv) der Steuereinrichtung als Feed-Back-Signal
zugeführt ist.
Die Anforderungen an die Genauigkeit des Anhaltepunktes
von Liftkörben in Aufzügen variieren in Abhängigkeit der
Anwendungsform. Besonders hohe Anforderungen werden an Lifte
für Warentransporte gestellt, bei denen ein Beladen und
Entladen des Liftkorbes mit Hilfe von auf Schlitten oder
Rädern bewegten Fahrzeugen erfolgt. Eine Stufe von übermäßiger
Höhe zwischen dem Etagenniveau und dem Boden des
Liftkorbes kann das Entladen oder Beladen behindern oder
unterbrechen und im Extremfall dazu führen, daß die Last
umkippt. Die Niveaudifferenz zwischen dem Boden des Liftkorbes
und dem Etagenflur darf bei Warenliften im allgemeinen
5 mm nicht übersteigen.
Beim Beladen und Entladen von Liftkörben treten Längenänderungen
in den den Liftkorb tragenden Drähten oder Seilen
auf, so daß sich der Liftkorb u. U. um wenige cm nach oben
oder nach unten bewegen kann. Die dadurch auftretenden Ungenauigkeiten
müssen durch Rückführung des Liftkorbes in
den Toleranzbereich korrigiert werden.
Die exakte Positionierung des Liftkorbes in Fluchtung mit
dem Flurboden einer Etage ist eines der zentralen Probleme
in der Lifttechnologie. Zur Lösung dieses Problemes sind
verschiedene Vorschläge bekannt. Allen diesen gemeinsam
ist, daß der Liftkorb neben der üblichen Geschwindigkeit
noch mit einer sehr niedrigen Geschwindigkeit bewegt werden
kann.
Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht in der Verwendung
eines Gleichstromantriebes. Mit einer Feed-Back-Einrichtung
kann der Liftkorb dann mit einer sehr niedrigen
Geschwindigkeit in der Nähe jeder Etage bewegt werden. Der
Lift kann dann mit der erforderlichen Genauigkeit zum Stillstand
gebracht werden. Die erforderlichen Maschinen und
Steuersysteme für einen Gleichstromantrieb sind jedoch sehr
teuer und werden daher hauptsächlich in Personenliften verwendet,
die in mehrstöckigen Häusern mit hohen Geschwindigkeiten
betrieben werden.
Andere Problemlösungen sehen getrennte Einrichtungen für
die Normalfahrt und für eine Feineinstellungsfahrt vor.
Dabei werden beispielsweise über ausrückbare Kupplungen
und Getriebe andere Antriebe eingesetzt. Das Getriebeverhältnis
des zweiten Antriebes wird dann so gewählt, daß
der Liftkorb mit einer ausreichend niedrigen Geschwindigkeit
bewegt werden kann. Derartige Konstruktionen sind beispielsweise
aus der DE-AS 21 02 583 und dem Prospekt "Novolift"
der Cölner Elektromotorenfabrik Johannes Bruncken
bekannt.
Die Nachteile derartiger Verfahren bestehen darin, daß durch
die zwei Antriebe die Getriebeübersetzungen, die Kupplungen
usw. größere Maschinenräume erforderlich sind. Durch die
zusätzlichen mechanischen Bauteile werden derartige Anordnungen
auch vergleichsweise teuer.
Ein weiterer Weg zur Einsteuerung des Liftkorbes ist aus
der DE 26 11 067 A1 bekannt. Dort wird ein Dreiphasen-Wechselstrominduktionsmotor
mit zwei Sätzen von Statorwicklungen
beschrieben, nämlich einer Hoch- und einer Niedrigdrehzahlwicklung.
Ein Schwungrad wird eingesetzt, um dem Verzögerungs-
bzw. Abbremsdrehmoment entgegenzuwirken.
Nähert sich der Liftkorb einem Stockwerk, wird die Hochdrehzahlwicklung
von der Dreiphasen-Stromversorgung getrennt,
während der Niedrigdrehzahlschalter mit der Stromversorgung
verbunden wird. Die Phasenfolge der in die beiden Wicklungen
eingespeisten Ströme ist unterschiedlich, so daß die Niedrigdrehzahlwicklung
ein den Motor verzögerndes Drehmoment entgegengesetzt
zu dem durch die Hochdrehzahlwicklung erzeugten
Drehmoment gewährleistet. Zur Verlangsamung des Fahrstuhls
wird der an die Niedrigdrehzahlwicklung angelegte Wechselstrom
geregelt. Mit Hilfe eines Ausgangssignals eines
Drehzahlgebers wird die Zeit errechnet, an der die elektrische
Bremsung gestoppt wird.
Eine derartige Fahrstuhlmotorsteuerung ist wiederum sehr
kostenaufwendig. Sie kann nur bei solchen Antrieben wirtschaftlich
eingesetzt werden, die auch entsprechende Anforderungen
an den Komfort stellen und daher dementsprechend
teuer sein können.
Weitere Wege zur Bewältigung des Feineinstellproblems sind
durch den Einsatz hydraulischer Mittel beschritten worden.
Entweder wird der Verankerungspunkt der den Liftkorb tragenden
Seile oder der Liftkorb selbst in einem Rahmen hydraulisch
bewegt. Auch derartige Systeme sind jedoch verhältnismäßig
komplex und teuer.
Aus der DE-PS 9 61 204 ist ein weiterer Ansatz bekannt, eine
sog. Schleppbremseinrichtung. In ihr wird zusätzlich zum
Antriebsmotor ein Bremslüftmotor mit einem eigenen Tachometerdynamo
und Bremsbacken vorgeschlagen. Mit Hilfe von
Transduktoren und mechanischer Bremse wird ein reguliertes
Gegendrehmoment geschaffen. Nachteilig bei einer derartigen
Konstruktion ist insbesondere die Abnutzung der Bremse.
Durch den zusätzlichen Motor wird die Vorrichtung auch
wiederum relativ kostspielig.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine
Anordnung der eingangs angegebenen Art vorzuschlagen, mit
denen auf besonders einfache Weise eine für einfache Anwendungen
ausreichende, dennoch ein genügend präzises Anhalten
ermöglichende Konstruktion angegeben wird.
Diese Aufgabe wird verfahrenstechnisch dadurch gelöst, daß
nach einem Stillstand des Liftkorbes außerhalb des vorgegebenen
Toleranzbereiches die Bremse wieder gelöst wird,
gleichzeitig die Steuerspannung (Uϕ) für den Durchlaß der
Drosselelemente bis maximal zu einem durch die Geschwindigkeitsmessung
vorgegebenen Wert hochläuft, wobei bei einer
Gewichtsverteilung derart, daß sich der Liftkorb ohne Antrieb
nicht in Richtung auf den vorgegebenen Toleranzbereiche zubewegt,
dieser entsprechend der Steuerspannung (Uϕ) angetrieben
wird.
Hierdurch wird eine besonders einfache Korrekturmöglichkeit
beim Anhalten des Liftkorbes im Toleranzbereich gefunden.
Führt eine erste Anfahrt des Liftkorbes zu einem vorbestimmten
Bereich nicht zum Anhalten innerhalb des Toleranzbereiches,
so wird nach dem Stillstand durch die erfindungsgemäße
Wahl der Steuerspannung eine Maßnahme gefunden, die
in einem zweiten Anlauf den Liftkorb in den Toleranzbereich
und damit zu einem korrekten Anhalten führt.
Es wird kein kostspieliger Einsatz eines zweiten Antriebes
oder eines Gleichstromantriebes erforderlich. Das Verfahren
ist insbesondere für Lifte geeignet, die über einen Käfigläufermotor
angetrieben werden.
Dadurch, daß in einfachster Weise die Geschwindigkeit des
Antriebsmotors selbst genau gesteuert wird, wird eine komplizierte
Getriebemechanik überflüssig.
Eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens mit einem
Wechselstrommotor, der über eine Bremse und ggf. ein Getriebe
das Zugrad des Liftkorbes antreibt, mit einer Steuereinrichtung
mit einem steuerbaren Drosselelement und einem
Tachometer, dessen Ausgangssignal der Steuereinrichtung
als Feed-Back-Signal zugeführt ist, zeichnet sich dadurch
aus, daß die Steuereinheit eine integrierende Verstärkerschaltung
mit einstellbaren Eingangswiderständen aufweist,
der dieses Feed-Back-Signal zur Begrenzung des Steuersignals
zugeführt wird und deren Ausgangssignal das Drosselelement
steuert.
Die Steuereinrichtung erhält von der Geschwindigkeitsmeßeinrichtung
Informationen über die wahre Geschwindigkeit
des Liftkorbes und bildet eine Feed-Back-Steuerung, wodurch
dem Liftkorb zur Feineinstellung der Position eine stabile
und ein rechtzeitiges Abstoppen ermöglichende niedrige Geschwindigkeit
gegeben wird.
Das Verfahren soll vor allem bei Warenliften Anwendung finden,
bei denen es weniger auf die Bequemlichkeit der Passagiere
als vielmehr auf die Exaktheit des Anhaltspunktes ankommt.
Bedarfsweise können daher mehrere Feineinstelläufe durchgeführt
werden, bis der Liftkorb an dem gewünschten Haltepunkt
innerhalb der vorgegebenen Toleranzgrenzen zum Stillstand
kommt. Das Verfahren eignet sich, wie eingangs erwähnt,
auch dafür, einen während des Be- oder Entladens aus der
Toleranzgrenze sich entfernenden Liftkorb wieder in den
gewünschten Bereich zurückzufördern.
Für Warenlifte eignet sich die Erfindung besonders aufgrund
der niedrigen Kosten. Die Fahrten müssen weder besonders
ruhig sein noch müssen sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht
werden.
Das Verfahren ist bei den einfachst möglichen Antriebssystemen
anwendbar, z. B. bei Käfigläufermotoren mit nur einer
einzigen Antriebsgeschwindigkeit.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Verfahren nicht
von der mechanischen Ausgestaltung der Antriebsmaschinerie
abhängt.
Bei dem Verfahren ist es besonders bevorzugt, wenn bei einer
Gewichtsverteilung derart, daß sich der Liftkorb ohne Antrieb
in Richtung auf den vorgegebenen Toleranzbereich zubewegt,
dieser bei Überschreiten einer vorgegebenen Geschwindigkeit
gebremst wird.
Dadurch wird die Geschwindigkeitssteuerung des Liftantriebsmotors
nur in dem Bereich wirksam, in dem das Gegendrehmoment
des Motors positiv ist. Ist es dagegen negativ, so wird
die Geschwindigkeit des Liftkorbes mit Hilfe der Bremse
und der Geschwindigkeitsmeßeinrichtung direkt gesteuert.
Dies erfolgt bevorzugt mit einer Anordnung, die sich dadurch
auszeichnet, daß die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung einen
Schaltverstärker mit einstellbaren Eingangswiderständen
aufweist, der bei Überschreiten einer vorbestimmten Geschwindigkeit
des Liftkorbes die Bremse steuert.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können ggf. eine oder
mehrere Korrekturfahrten des Liftkorbes bis zum Erreichen
des angestrebten Haltepunktes innerhalb des vorgegebenen
Toleranzbereiches ausgeführt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in vereinfachter Darstellung einen Liftantrieb mit
einem Käfigläufermotor.
Fig. 2 die grafische Darstellung des typischen Drehmoments
in Abhängigkeit von der Motordrehzahl eines Dreiphasenantriebs
in Form eines Kurzschlußmotors, wobei
der Motorkreis der grafischen Darstellung entspricht.
Fig. 3 eine grafische Darstellung, die neben der normalen
Drehmomentkurve (I) die abgewandelte Drehmomentkurve
(II) zeigt, welche vorliegt, wenn eine Phase
des Motors stromlos gehalten wird. In der Figur
ist auch der zugehörige Motorkreis wiedergegeben.
Fig. 4 zusätzlich zu den Drehmomentkurven (I) und (II)
bestimmte Drehmomentniveaus MQ1 und MQ2, welche
die maximalen und minimalen Werte des Gegendrehmomentes
zeigen, welches durch die Last im Liftkorb
bestimmt wird, wobei in der Figur noch gesondert
herausgezeichnet ist ein durch einen Kreis hervorgehobener
Einzelteil der Kurve, und
Fig. 5 in Form eines Schaltkreises eine Anordnung zum Ausführen
des Verfahrens.
Fig. 1 zeigt einen typischen Lift, der durch einen Käfigläufermotor
angetrieben wird. Wenn ein Relais 1 geschlossen
ist, wird eine Spannung an einen Motor 2 angelegt, die dann
auch an einer mechanischen Bremse 3, beispielsweise einer
magnetisch gelüfteten Bremse, anliegt. Ist ein Schalter
25 geschlossen und der Motor 2 läuft, wird über ein Getriebe
4 ein Zugrad 5 angetrieben. Ein Liftkorb 8 und ein Gegengewicht
7 hängen über Seile 6 an dem Zugrad 5. Die Geschwindigkeit
des Liftkorbes 8 hängt ab von der Drehgeschwindigkeit
des Motors 2, vom Übersetzungsverhältnis des Getriebes
4 und vom Durchmesser des Zugrades 5. Die Last in dem Lift
beeinflußt die Belastung des Motors 2, so daß die Geschwindigkeit
auch von der Belastung abhängig ist, sofern nicht
die Motorgeschwindigkeit kontrolliert wird.
Wenn der Liftkorb 8 in einer Etage in entsprechender Flurhöhe
9 zum Stillstand gebracht wird, fällt das Relais 1
ab, wodurch der Motor 2 aufhört, ein Antriebsmoment zu liefern.
Gleichzeitig beginnt die Bremse 3 zu greifen. Die
Bremse besitzt ein Trägheitsmoment, so daß das Bremsdrehmoment
erst nach einer Zeit tB wirksam wird, die von dem
Moment an zu rechnen ist, in dem das Relais 1 abfällt. Während
der Zeit tB wird die Geschwindigkeit des Liftkorbes 8 entweder
verringert oder vergrößert, in Abhängigkeit von Fahrtrichtung,
der Last des Liftkorbes 8 und den mechanischen
Störungen in dem System. Diese Geschwindigkeitsänderung
wird durch das Symbol a₁ in der Weise wiedergegeben, daß
ein positiver bzw. negativer Wert von a₁ eine Verzögerung
bzw. eine Beschleunigung angibt. Wenn die Bremse 3 voll
wirksam wird, verringert sich die Geschwindigkeit des Liftkorbes
8 langsam, und zwar mit einer Geschwindigkeitsabnahme
aB, welche von den Eigenschaften der Bremse 3 in Verbindung
mit der Größe der Belastung sowie von der Fahrtrichtung
und den Verlusten abhängig ist. Nachdem das Relais
1 abgefallen ist, bewegt sich der Liftkorb 8 in Übereinstimmung
mit den mechanischen Gesetzen über eine Wegstrecke
s, die durch die nachfolgende Formel (1) wiedergegeben werden
kann:
In der Formel (1) steht "v" für die Geschwindigkeit des
Liftkorbes 8 in dem Augenblick, in dem das Relais 1 abfällt.
Soll der Liftkorb 8 mit einer Genauigkeit von ±Δs gegenüber
dem Etagenniveau bzw. der Flurhöhe 9 eingestellt werden,
werden zu diesem Zweck auf dem Liftkorb 8 Fühler oder Sensoren
10 und 11 angeordnet, welche logische Signale "1"
für den Fall liefern, daß sich der Lift entsprechend den
Fühlern 11 oder 10 um eine Wegstrecke ±Δs oberhalb oder
unterhalb der gewünschten Flurhöhe 9 befindet. Nähert sich
der Lift dem Etagenniveau bzw. der Flurhöhe 9 an, tritt
eine Situation auf, in der beide Fühler 10 und 11 den logischen
Wert "0" liefern. Wird der Liftkorb 8 in diesem
Augenblick bzw. an dieser Stelle angehalten, muß die Wegstrecke
s, die sich aus der Formel (1) errechnet, kleiner
als 2 · Δs sein, damit der Liftkorb noch innerhalb des
Toleranzbereiches von ±Δs zu Stillstand kommt. Es folgt
daraus, daß es einen Grenzwert für die Geschwindigkeit gibt,
mit der die Flurhöhe 9 angesteuert werden kann, wobei dieser
Grenzwert durch die nachfolgende Formel (2) wiedergegeben
wird:
Aus der Formel (2) läßt sich entnehmen, daß der Geschwindigkeitswert
ein Minimum annimmt, wenn tB ein Maximum aufweist,
a₁ einen geringsten Wert (negativ) aufweist und auch aB
seinen Minimalwert annimmt. Die Veränderlichen tB, a₁ und
aB nehmen typischerweise angenähert gleiche Werte an unabhängig
von der Art des Liftes.
Der folgende, als Beispiel gegebene Fall soll zur Klärung
der Beziehung der zur Feineinstellung dienenden Geschwindigkeit
zu der Nenngeschwindigkeit des Liftkorbes beitragen.
Es sei angenommen, daß die zur Ansteuerung der Flurhöhe
9 erforderliche Toleranz Δs=5 mm und tB=100 ms, a₁=-0,4 m/s²
und aB=0,7 m/s² betragen. Hieraus ergibt sich
ein Grenzwert für die zur Feineinstellung dienende Annäherungsgeschwindigkeit
von v<0,037 m/s. Die Nominal- oder
Nenngeschwindigkeiten bei Wechselstromliften liegen im Bereich
zwischen 0,3 und 1,25 m/s. Die typische Standardgeschwindigkeit
bei Warenliften beträgt 0,63 m/s. Die Geschwindigkeit,
die zur Feineinstellung erforderlich ist, beträgt
daher häufig nur wenige Prozent der Nenngeschwindigkeit
des Liftes. Liegt die übliche Standardgeschwindigkeit für
Warenlifte bei v=0,63 m/s, so sollte die Feineinstellungsgeschwindigkeit
davon etwa 6% betragen.
Im folgenden wird mit Hilfe der Fig. 2 bis 5 die Art
und Weise erläutert, in der bei dem Verfahren nach der Erfindung
die Liftkorbgeschwindigkeit gesteuert und das Anhalten
des Liftkorbes bewirkt wird, damit der Liftkorb innerhalb
des Toleranzbereiches zum Stillstand kommt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ein unabhängiger
Feineinstellungslauf vorgesehen, wenn der Liftkorb außerhalb
des Toleranzbereiches stationär geworden ist, d. h.
zum Stillstand gekommen ist. Es ist daher nicht relevant,
ob ein ungenaues Anhalten des Liftkorbes bei normalem Stoppvorgang
außerhalb des Toleranzbereiches aufgetreten ist
oder ob sich der Liftkorb aufgrund eines Be- oder Entladevorgangs
verschoben hat.
In der in Fig. 3 herausgegriffenen Situation ist ein steuerbares
Drosselelement 22 in diejenige Phase des Motors eingeschaltet,
die in den Nullstromzustand gebracht ist. Dieses
Element 22 drosselt oder vermindert den Strom.
Das Drehmoment des Motors 2 kann dann innerhalb des schraffierten
Flächenbereiches zwischen den Kurven (I) und (II)
gesteuert werden. Als ein solches Drosselelement 22 können
(vgl. Fig. 3) zwei Thyristoren eingesetzt werden. Statt
dessen kann auch ein Triac (bidirektionaler Wechselstromthyristor)
oder ein anderes steuerbares Drosselelement verwendet
werden.
Wenn Drosselelemente in zwei oder drei Phasen eingeschaltet
werden, dann kann das Drehmoment innerhalb eines Bereiches
gesteuert werden, der durch die Kurve (I) und die n-Achse
eingeschlossen ist. Der maximale Wert des Drehmomentes,
das durch die Last im Liftkorb 8 erzeugt wird und das in
Fig. 4 durch das Niveau MQ1 wiedergegeben ist, entspricht
einer Situation, in der der voll beladene Liftkorb nach
oben läuft (oder der leere Liftkorb nach unten). Der minimale
Wert ist bei MQ2 in Fig. 4 dargestellt und entspricht einer
Situation, in der der voll beladene Liftkorb 8 nach unten
läuft (oder der leere Liftkorb nach oben). Ist der Liftkorb
8 bis zur Hälfte seiner Nennkapazität beladen, widerstehen
lediglich die Verluste dem Moment. Dies wird durch das Drehmoment
MQ0 in Fig. 4 wiedergegeben. In der Praxis
ist der Wert MQ2 leicht negativ. Es gilt jedoch |MQ1|»|MQ2|.
In Fig. 4 ist weiterhin das Niveau nmax wiedergegeben.
Hierbei handelt es sich um die Drehgeschwindigkeit, bei
der die höchste zulässige Geschwindigkeit für die Feineinstellung
gemäß der Formel (2) erreicht wird. Das bedeutet,
daß der Bereich, in dem eine Steuerung der Geschwindigkeit
stattzufinden hat, von einem Rechteck mit den Eckpunkten
B-C-E-F begrenzt wird. Mittels der Drosselelemente 22 (vgl.
Fig. 3) kann das Motordrehmoment innerhalb der schraffierten
Fläche A-B-C-D in Fig. 4 gesteuert werden. Erfolgt eine
Drosselung in mehreren Phasen, umfaßt der steuerbare Flächenbereich
die Fläche A-B-C-D′. Jedoch ist der Unterschied
zwischen D und D′ derart klein, daß das Drosseln einer Phase
wie in Fig. 3 in der Praxis dem Drosseln in mehreren Phasen
gleichwertig ist. Der Flächenbereich A-D-E-F gemäß Fig. 4
entspricht einer Fläche, in der das Motordrehmoment durch
die Drosselwirkung nicht gesteuert werden kann.
Der Schaltkreis gemäß Fig. 5 ermöglicht ein Ausführen des
erfindungsgemäßen Verfahrens. Es sollen getrennt zwei Fälle
betrachtet werden.
Bei dem ersten Fall handelt es sich typischerweise darum,
daß die Last in dem Liftkorb zu einem Motordrehmoment zwischen
0 und MQ1 führt. In diesem Fall liegt der Arbeitsbereich
in dem Flächenbereich A-B-C-D der Fig. 4, wobei der Motor
den Liftkorb 8 zieht oder anhebt.
Ist der Liftkorb 8 zum Stehen gekommen, sind die Relais
12 und 13 abgefallen. Der Motor 2 erhält keine Spannung,
und die Bremse 3 ist angezogen.
Die diversen Relais in dem gezeigten Schaltkreis weisen
Bezugsziffern auf, wobei eine alleinstehende Ziffer sich
auf die Wicklungskomponente des Relais bezieht, während
die gleiche Ziffer mit einem Zusatz einen Kontakt des Relais
bezeichnet. So soll z. B. unter der Bezeichnung "Relais 12"
das ganze in Fig. 5 wiedergegebene Relais verstanden werden,
und zwar repräsentiert durch seine Wicklung 12 und durch
seine 4 Kontakte 12.1, 12.2, 12.3 und 12.4.
Das Relais 14 bleibt angezogen, solange das Relais 18 unter
Spannung steht. Von dem Relais 18 ist in Fig. 5 nur der
Kontaktteil wiedergegeben. Es liegt auch in den übrigen
Steuerkreisen des Liftes und ist jeweils im angezogenen
Zustand, wenn sich der Lift im normalen Lauf befindet. Das
Relais 18 fällt eine entsprechende Zeit ab, nachdem der
Liftkorb an einer Flurhöhe 9, einem Etagenniveau, zum Stillstand
gekommen ist. Ist der Liftkorb 8 unterhalb der angestrebten
Flurhöhe 9 zum Stillstand gekommen, und zwar
um einen Betrag größer als die Toleranz Δs, so wird eine
Feineinstellungsfahrt erforderlich. In diesem Fall überträgt
der Fühler 11 am Liftkorb 8 das logische Signal "1", und
das Relais 16 zieht an. In diesem Zustand ist das Relais
17 (in der Steuereinheit 24) abgefallen. Nachdem das Relais
18 abfällt, fällt auch das Relais 14 ab.
Nun wird das Relais 12 eingeschaltet und zieht an und schließt
die Spannungszuspeisung zu dem Motor 2 und der Bremse 3.
Das Tachometer TG, das mit dem Motor verbunden ist, liefert
über die Kontakte 12.2 des Relais 12 eine Spannung Uv, die
proportional der Drehzahl des Motors 2 und damit proportional
zu der Geschwindigkeit des Liftkorbes 8 ist. Die Spannung
Uv ist positiv, wenn sich der Liftkorb 8 bei eingeschaltetem
Relais 12 nach oben bewegt.
In der Steuereinheit 23 ist der Verstärker 19 in einen Integratorkreis
mit Hilfe des Widerstandes R2 und des Kondensators
C1 eingeschaltet. Wenn das Relais 14 anzieht, ist
die Ausgangsspannung Uϕ des Verstärkers 19 gleich Null.
Wenn das Relais 14 abfällt, beginnt der Verstärker 19 die
Summe der Spannungen -U und Uv über den einstellbaren Widerstand
R6 und den Widerstand R1 zu integrieren. Im Augenblick
des Startes, d. h. wenn das Relais 12 anzieht, ist
die Spannung Uϕ gleich Null.
Die Start- oder Zündeinheit 21 liefert dem Drosselelement
22 (vgl. Fig. 3 und 5), welches im dargestellten Beispiel
ein Thyristorpaar ist, das Kontrollsignal ϕ, welches der
Steuerspannung Uϕ proportional ist. Das bedeutet, daß die
Thyristoren in dem Drosselelement 22 sich im nicht leitenden
Zustand befinden, wenn die Spannung Uϕ Null ist. Dagegen
sind die Thyristoren vollständig leitfähig, wenn die Spannung
Uϕ ihren positiven Maximalwert besitzt. Die Ausbildung
der Start- oder Zündeinheit 21 ist nicht in Einzelheiten
wiedergegeben, da es hierfür eine Anzahl bekannter Lösungen
und Möglichkeiten gibt. Im Augenblick des Starts empfängt
somit der Motor 2 einen Strom von nur zwei Phasen, so daß
im Motor kein Drehmoment erzeugt wird. Wenn der Motor nicht
in der gewünschten Richtung rotiert, integriert der Verstärker
19 nur die Spannung -U, wodurch die Steuerspannung
Uϕ in positiver Richtung zunimmt, wobei die Thyristoren
im Drosselelement 22 leitend werden und das Drehmoment des
Motors anwachsen lassen. Damit beginnt der Motor 2 zu drehen.
Gleichzeitig beginnt die von dem Tachometer TG gelieferte
Spannung Uv, die Spannung -U an dem integrierenden Verstärker
19 teilweise zu kompensieren. Hierdurch wird eine Rückführungs-Steuerschleife
geschaffen, welche einen stabilen Zustand
herbeiführt, in welchem Uϕ konstant ist, Uv konstant
ist und in dem in bezug auf die Spannung Uv die nachfolgende
Gleichung gilt:
Die Widerstände R1 und R6 sind so auswählbar, daß die Spannung
Uv gemeinsam mit der Liftkorbgeschwindigkeit die Bedingungen
der Gleichung (2) erfüllt. Bewegt sich der Liftkorb
8 nach oben, gelangt er in der entsprechenden Zeit
in den Toleranzbereich ±Δs, wenn das Relais 16 abfällt
und gleichzeitig das Relais 12 abgeschaltet wird. Da die
Geschwindigkeit des Liftkorbes 8 niedrig genug ist, kommt
der Liftkorb innerhalb des Toleranzbereiches ±Δs zum Stillstand.
Die Geschwindigkeit ist durch den einstellbaren Widerstand
R6 justierbar.
Beim zweiten Fall sei als Situation angenommen, daß die
Last im Liftkorb 8 zu einem Gegendrehmoment des Motors 2
im Bereich zwischen 0 und MQ2 führt. Der Betrieb erfolgt
somit in dem Flächenbereich A-D-E-F in Fig. 4. Das bedeutet,
daß der Liftkorb 8 den Motor 2 antreibt oder zieht. Zur
Vereinfachung soll nur die Situation betrachtet werden,
daß der Liftkorb 8 nach oben fährt. Die nach unten gerichtete
Fahrt ist vollständig äquivalent, wobei lediglich andere
Relais in Tätigkeit treten. In dem angenommenen Fall neigt
der Liftkorb 8 dazu, sich aufgrund der Last selbst in der
Richtung zu bewegen, in der der Lauf stattfinden sollte.
Wenn die Geschwindigkeit des Liftkorbes 8 mit dem Motor
2 gesteuert wird, sollte der Motor in der Lage sein, diese
Bewegung abzubremsen. Mit dem Drosselkreis nach Fig. 5
ist dies nicht möglich. In diesem Falle wird daher die Bewegung
des Liftes mit Hilfe der Geschwindigkeitsmeßeinrichtung
24 gesteuert.
Der Geschwindigkeitsmeßverstärker 20 in diesem Meßkreis
betätigt als ein Glied das Relais 17, das seinerseits indirekt
den Motor 2 und die Bremse 3 steuert.
Das Starten des Liftes zur Feineinstellung erfolgt in ähnlicher
Weise wie im ersten Fall. Das bedeutet, daß das Relais
14 abfällt und das Relais 12 anzieht (nach oben gerichtete
Bewegung). In diesem Falle läuft der Motor leicht an, und
zwar aufgrund der Veränderung der Last, auch wenn die Steuerspannung
Uv Null ist. Die Geschwindigkeit des Liftkorbes
8 nimmt langsam zu. Auch die Steuerspannung Uϕ steigt an,
solange die Spannung Uv niedriger als der durch die Gleichung
(3) vorgegebene Wert ist. Hat die Geschwindigkeit so stark
zugenommen, daß der Wert von Uv aus der Gleichung (3) überstiegen
wird, beginnt die Spannung Uϕ abzunehmen. Dadurch
hören die Thyristoren des Drosselelementes 22 auf zu leiten,
und das Motordrehmoment ist annähernd gleich Null. Da die
Geschwindigkeit weiterhin zunimmt und der Liftkorb 8 noch
nicht den Toleranzbereich erreicht hat, arbeitet der Geschwindigkeitsmeßverstärker
20 so, daß seine Ausgangsspannung
positiv wird. Dies führt aufgrund des Transistors TR1
dazu, daß das Relais 17 anzieht. In diesem Moment der Arbeitsweise
gilt folgende Gleichung (4):
Der Wert der Spannung Uv und der der äquivalenten Geschwindigkeit
sind durch den einstellbaren Widerstand R7 justierbar.
Wenn das Relais 17 anzieht, zieht auch das Relais 14 an,
so daß aufgrund des Kontaktes 14.2 das Relais 12 abfällt.
Der Liftkorb kommt damit wie im Fall 1 zum Stillstand.
Wenn der Wert der Spannung Uv entsprechend der Gleichung
(4) so dimensioniert wird, daß die äquivalente Geschwindigkeit
des Liftkorbes 8 die Bedingungen der Gleichung (2)
erfüllt, wird sich der Liftkorb 8 nach Anziehen des Relais
17 höchstens noch um den Wert 2 · Δs bewegen. Da der Liftkorb
8 den Toleranzbereich nicht erreicht, bevor das Relais
17 anzieht, hat der Liftkorb 8 damit auch den Toleranzbereich
noch nicht überschritten, wenn er schließlich zum
Stillstand kommt. Wenn der Liftkorb 8 dagegen den Toleranzbereich
erreicht bevor das Relais 17 anzieht, so ist seine
Geschwindigkeit niedriger als in der Gleichung (2), und der
Liftkorb 8 hält an, wenn das logische Signal von dem Fühler
11 zu dem Wert "0" wechselt, ähnlich wie dies auch im Fall
1 geschieht. Das bedeutet gleichzeitig, daß der Lift nach
dem Stillstand sicher innerhalb des Toleranzbereiches verbleibt.
Wenn das Relais 17 anzieht, bevor der Toleranzbereich erreicht
ist, kommt der Liftkorb 8 mit Hilfe der Bremse 3
zum Stillstand, wobei er in den Toleranzbereich hinein,
aber nicht über diesen hinaus gleitet.
Aber auch dann, wenn der Liftkorb nach dem Stillstand nicht
innerhalb des Toleranzbereiches stehen sollte, folgt automatisch
nach einer Verzögerungszeit tD ein weiterer Korrekturlauf.
Die Verzögerungszeit tD wird mit Hilfe der Komponenten
D3, D4, R5 und C2 gebildet, die mit dem Verstärker
20 verbunden sind. Durch diese wird die Ausgangsspannung
des Verstärkers 20 auf ihrem positiven Wert gehalten, selbst
dann, wenn die Spannung Uv beim Stillstand des Liftkorbes
8 den Wert Null erreicht. Die Verzögerungszeit tD wird durch
die Zeitkkonstante R5 · C2 bestimmt. Diese Verzögerungszeit
wird genügend groß gewählt, um sicherzustellen, daß der
Liftkorb tatsächlich zum Stillstand gekommen ist. Nach Ablauf
der Verzögerungszeit erfolgt ein weiterer Feineinstellungslauf,
sollte der Liftkorb 8 tatsächlich nicht in den
Toleranzbereich gelangt sein. Derartige Läufe werden solange
wiederholt, bis der Liftkorb 8 sich im Toleranzbereich befindet.
Bei beiden beschriebenen Fällen 1 und 2 ist es wichtig,
daß die mit Hilfe des einstellbaren Widerstandes R6 eingestellte
Geschwindigkeit niedriger als die mit dem Widerstand
R7 eingestellte Geschwindigkeit ist. Dies gilt deshalb,
damit nicht das Relais 17 den Liftkorb 8 unnötigerweise
in einem Korrekturlauf in Übereinstimmung mit dem Fall 1
zum Stillstand bringt. Die mit dem Widerstand R7 eingestellte
Geschwindigkeit sollte außerdem niedriger sein als
die durch die Gleichung (2) errechnete Geschwindigkeit.
Dies ist zwar nicht absolut zwingend, jedoch wünschenswert.
Dadurch wird erreicht, daß in dem Fall, in dem der Liftkorb
8 in einem Korrekturlauf entsprechend dem Fall 2 bei Anziehen
des Relais 17 und während des Stoppvorganges über
den Toleranzbereich hinausgleitet, die nach Ablauf der Verzögerungszeit
tD wiederholte Feineinstellung nunmehr einer
Situation folgt, die dem Fall 1 entspricht. Diese Richtungsumkehr
läßt den Liftkorb 8 in den Toleranzbereich zurückkehren,
da sich die Bewegungsrichtung des Liftkorbes 8 für
den nächsten Lauf sich ebenso wie die Richtung geändert
hat, in der das durch die Last induzierte Drehmoment wirksam
wird.
Es kann weiterhin gezeigt werden, daß Feineinstellungsläufe
entsprechend dem Fall 2 außerordentlich selten sind. Dies
beruht auf den folgenden Umständen. Erstens ist der Flächenbereich
A-D-E-F in Fig. 4 wesentlich kleiner als der Flächenbereich
A-B-C-D. Zweitens wird dann, wenn der Liftkorb von
dem normalen Lauf her an einem Etagenniveau zum Stillstand
kommt, die Genauigkeit des Anhaltens in erster Linie beeinflußt
durch die Last in dem Liftkorb 8. Der Fehler beim
Anhalten und damit die Notwendigkeit einer Feineinstellung
treten daher logischerweise mit den Aussagen der folgenden
Tabelle auf:
Drittens kommt hinzu, daß dann, wenn sich die Position des
Liftkorbes als Folge des Beladens oder Entladens ändert,
der Liftkorb dazu neigt, sich beim Beladen nach unten unter
das vorherige Niveau zu bewegen. Wenn er dagegen entleert
wird, bewegt er sich nach oben oberhalb des Etagenniveaus.
Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ist daher das Gegendrehmoment
bei der Feineinstellung positiv.
Aus den vorstehenden Ausführungen folgt, daß der Feineinstellungslauf
des Liftkorbes 8 nahezu in jedem Fall mit
einem einzigen Einstellungslauf verwirklicht werden kann.
Situationen, in denen mehr als ein Lauf notwendig werden,
sind außerordentlich selten. Diese Tatsache gestattet es,
ein einfaches Steuersystem gemäß der obigen Beschreibung
zu verwenden, bei dem lediglich das Zugdrehmoment des Antriebsmotors
gesteuert wird und bei dem diejenigen Situationen,
in denen eine Abbremsung erforderlich ist, sehr
einfach gehandhabt werden, und zwar mit Hilfe einer die
Geschwindigkeit messenden Einheit und der mechanischen Bremse
3 des Liftes.
Claims (6)
1. Verfahren zum Anhalten eines Liftkorbes (8), insbesondere
eines Warenaufzuges, dessen Antrieb durch einen Wechselstrommotor
(2) mit mehreren Phasen, einen Seilzug (6)
und ein Zugrad (5) erfolgt und der eine Bremse (3) besitzt,
wobei
- a) die Stromversorgung für eine oder mehrere Phasen des Motors (2) durch ein Drosselelement (22) drosselbar ist,
- b) die Ist-Geschwindigkeit als Feed-Back-Signal gemessen wird,
- c) in Abhängigkeit der Geschwindigkeitsmessung die Stromzufuhr mindestens einer Phase gedrosselt wird,
- d) dem Liftkorb (8) bei der Feineinstellungsfahrt eine Geschwindigkeit gegeben wird, die ein Abstoppen innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches erlaubt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- e) nach einem Stillstand des Liftkorbes (8) außerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches die Bremse (3) wieder gelöst wird,
- f) gleichzeitig die Steuerspannung (Uϕ) für den Durchlaß der Drosselelemente (22) bis maximal zu einem durch die Geschwindigkeitsmessung vorgegebenen Wert hochläuft, wobei
- g) bei einer Gewichtsverteilung derart, daß sich der Liftkorb (8) ohne Antrieb nicht in Richtung auf den vorgegebenen Toleranzbereich zubewegt, dieser entsprechend der Steuerspannung (Uϕ) angetrieben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Gewichtsverteilung derart, daß sich
der Liftkorb (8) ohne Antrieb in Richtung auf den vorgegebenen
Toleranzbereich zubewegt, dieser bei Überschreiten
einer vorgegebenen Geschwindigkeit gebremst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ggf. eine oder mehrere Korrekturfahrten
des Liftkorbes (8) bis zum Erreichen des angestrebten
Haltepunktes (9) innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches
ausgeführt werden.
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Patentansprüche 1 bis 3 mit einem Wechselstrommotor
(2), der über eine Bremse (3) und ggf. ein Getriebe (4)
das Zugrad (5) des Liftkorbes (8) antreibt, mit einer
Steuereinrichtung (23, 24) mit einem steuerbaren Drosselelement
(22), einem Tachometer (TG), dessen Ausgangssignal
(Steuerspannung Uv) der Steuereinrichtung als Feed-Back-Signal
zugeführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinheit (23) eine integrierende Verstärkerschaltung
(19) mit einstellbaren Eingangswiderständen
(R1, R6) aufweist, der dieses Feed-Back-Signal (Steuerspannung
Uv) zur Begrenzung des Steuersignals (Steuerspannung
Uϕ) zugeführt wird und deren Ausgangssignal
das Drosselelement (22) steuert.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung (24) einen
Schaltverstärker (20) mit einstellbaren Eingangswiderständen
(R3, R7) aufweist, der bei Überschreiten einer vorbestimmten
Geschwindigkeit des Liftkorbes (8) die Bremse
(3) steuert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FI792674A FI64925C (fi) | 1979-08-28 | 1979-08-28 | Foerfarande foer fininstaellning av vaexelstroemshiss |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3032310A1 DE3032310A1 (de) | 1981-03-26 |
| DE3032310C2 true DE3032310C2 (de) | 1991-01-31 |
Family
ID=8512857
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803032310 Granted DE3032310A1 (de) | 1979-08-28 | 1980-08-27 | Verfahren und anordnung zur steuerung des genauen haltepunktes eines liftkorbes |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4355704A (de) |
| BR (1) | BR8005425A (de) |
| DE (1) | DE3032310A1 (de) |
| FI (1) | FI64925C (de) |
| FR (1) | FR2464213A1 (de) |
| GB (1) | GB2058404B (de) |
| SE (1) | SE451710B (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4712054A (en) * | 1986-05-14 | 1987-12-08 | East Moline Metal Products Company | Controller with two modes of braking induction motors |
| US5388052A (en) * | 1993-03-31 | 1995-02-07 | Otis Elevator Company | Method of operating an induction motor |
| DE102017006278B4 (de) * | 2017-07-03 | 2024-11-14 | Zf Cv Systems Hannover Gmbh | Verfahren zum Betreiben eines elektronisch steuerbaren Luftfedersystems in einem Fahrzeug sowie elektronisch steuerbares Luftfedersystem |
Family Cites Families (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE961204C (de) * | 1953-07-19 | 1957-04-04 | Inventio Ag | Bremseinrichtung fuer Aufzuege |
| GB1315589A (en) * | 1970-01-21 | 1973-05-02 | Hitachi Ltd | Control apparatus for an elevator car |
| JPS5177815A (en) * | 1974-12-27 | 1976-07-06 | Mitsubishi Electric Corp | Judodendokino sokudoseigyosochi |
| FR2313300A1 (fr) * | 1975-03-20 | 1976-12-31 | Otis Ascinter | Systeme de commande de moteur d'ascenseur |
| JPS51131044A (en) * | 1975-05-09 | 1976-11-15 | Hitachi Ltd | Ac elevator controlling device |
| JPS5216617A (en) * | 1975-07-30 | 1977-02-08 | Hitachi Ltd | Apparatus for controlling commutatorless motors |
| JPS5950590B2 (ja) * | 1977-04-15 | 1984-12-08 | 三菱電機株式会社 | 交流エレベ−タの速度制御装置 |
| US4150734A (en) * | 1978-01-24 | 1979-04-24 | Hitachi, Ltd. | Elevator control apparatus |
| US4235309A (en) * | 1978-10-18 | 1980-11-25 | Schindler Haughton Elevator Corp. | Control for starting electric motors |
-
1979
- 1979-08-28 FI FI792674A patent/FI64925C/fi not_active IP Right Cessation
-
1980
- 1980-08-22 GB GB8027408A patent/GB2058404B/en not_active Expired
- 1980-08-26 US US06/182,409 patent/US4355704A/en not_active Expired - Lifetime
- 1980-08-27 BR BR8005425A patent/BR8005425A/pt not_active IP Right Cessation
- 1980-08-27 DE DE19803032310 patent/DE3032310A1/de active Granted
- 1980-08-27 SE SE8005994A patent/SE451710B/sv not_active IP Right Cessation
- 1980-08-28 FR FR8018637A patent/FR2464213A1/fr active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2464213A1 (fr) | 1981-03-06 |
| FI64925B (fi) | 1983-10-31 |
| DE3032310A1 (de) | 1981-03-26 |
| FR2464213B1 (de) | 1984-05-11 |
| SE8005994L (sv) | 1981-03-01 |
| FI64925C (fi) | 1984-02-10 |
| US4355704A (en) | 1982-10-26 |
| GB2058404B (en) | 1984-04-18 |
| FI792674A7 (fi) | 1981-03-01 |
| SE451710B (sv) | 1987-10-26 |
| GB2058404A (en) | 1981-04-08 |
| BR8005425A (pt) | 1981-03-10 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0429835B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herabsetzung der Einklemmgefahr bei automatischen Türen | |
| DE69311221T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung für die Kontrolle und das automatische Korrigieren des Verzögerungs-/Stopkommandos eines Personen- oder Lastenaufzuges gemäss Veränderungen in den Betriebsdaten des Systems | |
| DE2102583C3 (de) | Aufzug-Steuerschaltung | |
| EP0038966B1 (de) | Anfahrsteuereinrichtung für einen Aufzug | |
| EP0292685B1 (de) | Aufzugsantrieb mit Regeleinrichtung für ruckfreies Anfahren | |
| DE2611067C2 (de) | Fahrstuhlmotorsteuerung | |
| DE3032310C2 (de) | ||
| DE1266938B (de) | Einrichtung zur Steuerung der Sollwertgroesse waehrend des Verzoegerungsvorganges bei Aufzuegen mit drehzahlgeregeltem Antrieb | |
| DE3048536C2 (de) | ||
| EP0323566B1 (de) | Antriebsvorrichtung | |
| AT223776B (de) | Verfahren und Steueranlage zur Steuerung von Aufzugsmotoren | |
| DE1488397B2 (de) | Steuerung eines asynchronmotors | |
| AT339436B (de) | Drehzahlregeleinrichtung fur einen asynchronmotor eines hebezeuges, aufzuges, kranes od.dgl. | |
| DE2646893C3 (de) | Elektrischer Regelantrieb | |
| DE2625782A1 (de) | Aufzug-antriebsvorrichtung | |
| AT218201B (de) | Einrichtung zum Steuern einer Hebevorrichtung, insbesondere für Aufzüge | |
| DE3712637C2 (de) | ||
| DE530805C (de) | Motorantrieb mit selbsttaetiger Feineinstellung | |
| DE1481711C3 (de) | ||
| DE2516448C3 (de) | Verfahren zur Bestimmung des Beschleunigungsabbruchpunktes für einen Aufzugfahrkorb | |
| DE1481711B2 (de) | Geschwfndigkefts-SoHwertgeber für einen drehzahlgeregelten Aufzugsantrieb | |
| DE884841C (de) | Geschwindigkeitssteuervorrichtung fuer Wechselstrommotoren | |
| DE1037096B (de) | Steuereinrichtung fuer einen von einer Mehrphasenstromquelle gespeisten Mehrphasen-Wechselstrommotor fuer den Senkbetrieb von Kranen, Aufzuegen od. dgl. | |
| CH398003A (de) | Verfahren zur Steuerung des Bremsvorganges bei Aufzügen in Abhängigkeit der Belastung und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens | |
| CH409123A (de) | Regelbarer Antrieb mit eintourigem oder polumschaltbarem Drehstromasynchronmotor |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |