DE3029864A1 - Anlage zur konzentrierung solarer strahlungsenergie - Google Patents
Anlage zur konzentrierung solarer strahlungsenergieInfo
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Description
Anlage zur Konzentrierung solarer Strahlungsenergie
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Konzentrierung solarer Strahlungsenergie, mit einem einen Lichtschacht
und einen darunter angeordneten Strahlungsempfänger aufweisenden
Turm, einer Vielzahl von um diesen herum angeordneten, die auftreffende solare Strahlung konzentrierenden
Primärreflektoren sowie einer oberhalb des Lichtschachtes angebrachten, sekundären Reflektoreinrichtung.
Eine derartige Anlage zur Nutzung der Sonnenenergie ist aus der DE-OS 28 01 674 bekannt. Bei dieser ist auf einem
Gebäudedach eine Anzahl von als Fritr.ärreflektoren dienenden
Heliostaten, in deren Mitte sich ein Turm befindet, angeordnet. Der untere Teil des Turmes wird von einem
senkrechten, zylindrischen Lichtschacht gebildet, auf den in axialer Verlängerung ein Gerüst aufgesetzt ist, das an
seinem oberen Ende einen von unten gesehen konkav gewölbten Spiegel trägt. Die einzelnen Heliostaten sind je nach Sonnenstand
so gerichtet, daß sie das auftreffende Sonnenlicht
in Richtung auf den am oberen Turmende angebrachten konkaven Spiegel umlenken. Die Brennweiten der Heliostaten
sind dabei so abgestimmt, daß ihre Brennpunkte bei entsprechender Orientierung mit dem Brennpunkt des konkaven
Spiegels, der als sekundäre Reflektoreinrichtung dient,
zusammenfallen. Die einfallende Strahlungsenergie wird
von diesem einzigen Sekundärreflektor senkrecht nach unten durch den Lichtschacht hindurch zum Strahlungsempfänger
hin reflektiert. Der Lichtschacht kann innenseitig verspiegelt sein , um etwa schräg einfallende Strahlen weiter
zu reflektieren.
Diese bekannte Anlage zur Nutzung der Sonnenenergie weist gewisse Nachteile auf. So ist die Anzahl der einsetsbaren
Heliostaten und damit die aufgenommene Strahlungsleistung
relativ klein. Die vorgegebene geometrische Form des einsigen Sekundärreflektors bringt es mit
sich, daß nur die Strahlung relativ dicht am Turm angeordneter Heliostate in den Lichtschacht hineinreflektiert
werden kann. Die von weiter entfernt angeordneten Heliostaten kommende Strahlung kann nur noch zum Teil erfaßt
werden, da sie bereits in den Randbereich des einsigen Sekundärreflektors fällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde? unter Vermeidung
der genannten Nachteile eine Anlage der eingangs genannten Art bereitzustellen, die den Einsatz eines möglichst
ausgedehnten Feldes von Primärrerlektoren (Heliostaten) erlaubt und somit eine möglichst große Strahlungsleistung
aufnehmen kann.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die sekundäre Reflektoreinrichtung eine Anzahl einzelner,
gewölkter Sekundärreflektoren aufweist, die Vielzahl von Pritnärreflektoren in Gruppen unterteilt und
jede Gruppe jeweils einem der SekundärrefieKtoren in der
Wexse zugeordnet ist, daß die von den einzelnen Primär— rerlektoren einer jeden Gruppe erzeugten Sonnenbilder von
den jeweiligen Sekundärreflektoren etwa in die Ebene der oberen Öffnung des Lichrschachtes abgebildet werden.
An die Stelle einer einzigen, eine gescnlossene geometrische
Fläche bildenden sekundären Reflektoreinrichtuna
tritt nun eine Anzahl einzelner, gewölbter Sekundärreo-leJctoren.
Jeder dieser Sekundärreflektoren ist aur eine ihm zugeordnete Gruppe von Primärreflejctoren hin
orientiert. Jeder Primärref lejctor kann auf optimale
V/eise auf seinen zugeordneten Sekundärreflektor eingestellt werden, wobei die Brennweite in Abhängigkeit vom
Abstand jeweils so gewählt wird, daß die Sonnenscheibe etwa in die Ebene der oberen öffnung des Lichtschachtes
abgebildet wird. Dies läßt sich exakt jeweils nur für
den ecwa in der Mitte einer Gruppe angeordneten Primärreirlektor
erreichen, wobei die ürte der von den übrigen Primärreflektoren einer Gruppe unrer Zwischenschaltung
des zugencrigen Sekunoärrefleictors entworfenen Sonnenbilder
jeweils ecv/as ooer- bzw. unterhalb der genannten Ebene liegen. Mit Hilre der erfindungsgemäßen Anordnung
und Strahlernünruny gelingt es, die gesamte eingespiegeite
Strahlungsenergie auf eine möglichst kleine Fläche zu
konzentrieren und den, vorzugsweise kreisrörmigen Querschnitt der oberen Öffnung des Lichtschachtes möglichst
eng auszuführen. Es ist ohne weiteres möglich, ein sehr großes r'eld von PrimärrefleJcroren (Heliostatenfela) einzusetzen,
da jedem der aus der Unterteilung sich ergebenden Gruppen von PrimärretleJctoren ein optimal ausgerichteter
SekundärrefleKtor zugeordnet werden kann.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
die Sekundärreflektoren auf einer schalenförmigen, bezüglich des Lichtschachtes konvexen Tragestruktur
derart zu montieren, daß den weiter zum Rand der schalen— förrnigen Tragestruktur hin montierten Sekundärreflektoren
die weiter vom Turm entfernten Gruppen von PrimärretleJctoren zugeordnet sind.
Eine derartige Anordnung ist am besten an ein Rundum— feld von Primärreflektoran angepaßt. Die Sekundärreflektoren
sind dabei auf kreisförmigen Umfangslinien
der Schalenstruktur aneinandergereiht, wobei die Reflektordurchmesser
von der Mitte zum Rand hin zunehmen. Dies hängt damit zusammen, daß die weiter am Rand der
Schalenstruktur montierten Sekundärreflektoren den im
Primärreflektorenfeld weiter entfernt gelegenen Gruppen zugeordnet sind, deren Reflektoren größere Brennweiten
aufweisen und damit größere Sonnenbilder erzeugen.
Sowohl die Primär- als auch die Sekundärreflektoren sind zweckmäßig sphärisch gewölbt, da diese Form am
einfachsten herstellbar ist. Theoretisch sollten die Sekundärreflektoren die Form von Rotationsparaboloid-Segmenten
haben, sie können jedoch innerhalb der zulässigen Grenzen durch Kugelsegmente angenähert werden.
Im folgenden soll die Erfindung anhand eines in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben
werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen Anlage mit Strahlengang;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Anordnung von Sekundärreflektoren;
Fig. 3 eine schematische, ausschnittsweise Darstellung eines in Gruppen von Primärreflektoren unterteilten
Heliostatenfeldes.
Figur 1 zeigt einen Turm 1 mit auf ein Gerüst 3 aufgesetzter Tragestruktur 2 für (nicht dargestellte) Sekundärreflektoren.
Innerhalb des Turmes befindet sich ein konisch geformter, innenseitig verspiegelter Lichtschacht
4 sowie ein darunter angeordneter Strahlungsempfänger 5, der eine die Strahlung stark absorbierende innere Oberfläche
besitzt. Der Turm 1 ist von einer Vielzahl von Primärreflektoren (Heliostaten) umgeben, von denen in
der Fig. 1 nur zwei dargestellt sind, nämlich die Heliostaten 6 und 7. Dargestellt ist weiterhin ein Strahlengang,
der auf die von einem Punkt der Sonnenoberfläche parallel einfallenden Randstreifen der Helios taten 6
und 7 bezogen ist. Die einfallenden parallelen Strahlen werden von den sphärisch gekrümmten-Oberflächen der
Heliostaten zunächst in deren Brennflächen konzentriert. Da die von gegenüberliegenden Punkten der Sonnenscheibe
kommenden Strahlen unter deutlich verschiedenen Winkeln einfallen, entstehen in den Brennflächen der Primärreflektoren
Sonnenbilder, von denen die an der Tragestruktur 2 angebrachten (nicht dargestellten) Sekundärreflektoren
wiederum Bilder etwa in der Ebene der oberen Öffnung 9 des Turmes 1 erzeugen.' Der Strahlengang, verläuft
dann weiter innerhalb des Lichtschachtes 4, wobei um so mehr Reflektionen an dessen verspiegelter Innenseite
stattfinden, je weiter die entsprechenden Heliostaten vom Turm entfernt sind. Der Strahlungsempfänger 5 ist
mit üblichen Vorrichtungen zur Wärmeabführung versehen. Dabei kann es sich beispielsweise um mit der absorbierenden
Oberfläche gut wärmeleitend verbundene, von einer Flüssigkeit durchströmte Rohre handeln. Die Flüssigkeit
kann verdampft und der Dampf einer mit einem Generator verbundenen Turbine zugeführt werden. Es ist aber auch
möglich, die erhitzte Flüssigkeit in einem gut isolier-
3 -
ten Speicher aufzubewahren, um die Wanne anderweitig
In Fig. 2 ist eine schalenförmige Tragestruktur 2
schematisch dargestellt. An dieser Tragestruktur sind auf kreisförmigen Umfangslinien Io sphärisch gewölbte
Sekundärreflektoren 3 angebracht. Diese erscheinen in
perspektivischer Verkürzung als Ellipsen, haben jedoch die Form kreisförmiger Kugelsegmente mit von der Mitte
der Tragestruktur zu deren Rand hin zunehmendem Durchmesser. Von den am Umfang der Tragestruktur gleichmäßig
angeordneten Sekundärreflektoren sind der Einfachheit halber nur einige dargestallt. Die Sekundärreflektoren
können einzeln jeweils auf eine zugeordnete Gruppe von Heliostaten einjustiert werden. Ihre Orientierung hängt
also von der Anordnung der Primärrefiektoren (Heliostaten) und der Art der Unterteilung des Heliostatenfeldes in
Gruppen ab. Bei einmal gewählter Feldanordnung bleibt die Justierung der Sekundärreflektoren im Prinzip konstant.
Für die PrxmärrefleKtoren ist hingegen ein Kachführ
system erfcrdsrlichj um der tages- und jahreszeitlich
veränderlicnen Sonnenposition Rechnung zu tragen.
Figur 3 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Heliostatenfeld. Die Einzelheliostaten 6 sind zu Gruppen
11, 12, Ί3 und i4 zusammengefaßt, die um einen Turm
herum angeordnet sind. Dieser Turm ist durch eine kreisförmige Umfangslinie iO seiner Tragestruktur 2 repräsentiert.
Dargestellt sind vier auf dieser Umrangslinie IC angebrachte Sekundärreflektoren S, 8·, S'' und S1'',
denen jeweils die Heliostatengruppen 12, 12', 12'',
bzw. 12"' zucreordnet sind. Die Sekxmclärreflektoren und
BAD ORIGINAL
die ihnen zugeordneten Heliostatengruppen liegen jeweils
in derselben radialen Richtung. Damit ergibt sich ein möglichst günstiger Einfallswinkel der Strahlung
aut die Sekunaärreflektcren, deren Spiegelfläche somit
optimal ausgenutzt wird. Sc kann die größtmögliche Anzahl von SekundärrefieKtoren am ümrang der Tragestruktur
un-cergeoracht werden. Außer der dargestellten Umfangslinie
10, an der sich selbstverständlich menr als die vier dargestellten SekundärrefieKtoren 8 bis 8'11
aneinanderreihen, wurden sicn bei dreidimensionaler Darstellung unter- una obernalb der Zeichenebene weitere
Konzentrische ümfangsiinien ergeoen. So befindet sich
unterhalb der Zeichenecene eine kreisförmige ümtangsiinie
geringeren Durcnmessers mit SeJcundärreflekroren,
denen die HeIHo statengruppen 11 zugeordnet sind. Oberhalb
der Umrangslinie lO befinden sich zwei v/eitere kreisförmige
Umrangslinien größeren Durchmessers mit SeKundärrefieKtoren,
denen die Heliostatengruppen i3 und i4 sageordnet
sind. Mit zunehmendem Durchmesser der Umfangsiinien
steigt die Anzahl der an ihnen aurgereihten SeKundärreflektoren,
bei gleichzeitig abnehmendem Wirucelabstand.
Die mit j.1, 12, i3 und 14 bezeichneten Heliostatengruppen
sind in Mord-Süd-Richtung orientiert.
BAD ORIGINAL
L eerserte
Claims (2)
- PatentansprücheAnlage zur Konzentrierung solarer Strahlungsenergie, mit einem einen Lichtschacht und einen darunter angeordneten Strahlungsempfänger aufweisenden Turm, einer Vielzahl von um diesen herum angeordneten, die auftreffende solare Strahlung konzentrierenden Primärreflektoren sowie einer oberhalb des Lichtschachtes angebrachten, sekundären Reflektoreinrichtung, dadurchg e k e η ηe i c h η e tdaß die sekundäre Reflektoreinrichtung eine Anzahl einzelner, gewölbter Sekundärreflektoren aufweist, die Vielzahl von Primärreflektoren in Gruppen unterteilt und jede Gruppe jeweils einem der Sekundärreflektoren in der V/eise— 2 —zugeordnet ist, daß die von den einzelnen Primärreflektoren einer jeden Gruppe erzeugten Sonnenbilder von den jeweiligen Sekundärreflektoren etwa in die Ebene der oberen Öffnung des Lichtschachtes abgebildet werden.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Sekundärreflektoren auf einer schalenförmigen, bezüglich des Lichtschachtes konvexen Tragestruktur derart montiert sind, daß den weiter zum Rand der schalenförmigen Tragestruktur hin montierten Sekundärreflektoren die weiter vom Turm entfernten Gruppen von Primärreflektoren zugeordnet sind.
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