DE3029788A1 - Verfahren zum verhindern eines thermischen abplatzens an einem keramischen gegenstand - Google Patents
Verfahren zum verhindern eines thermischen abplatzens an einem keramischen gegenstandInfo
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Description
Nippon Kokan Kabushiki Kaisha 10 856
No. 1-2, 1-chome, Marunouchi,
Chiyudaku, Tokyo, Japan
Chiyudaku, Tokyo, Japan
Verfahren zum Verhindern eines thermischen Abplatzens an einem keramischen Gegenstand
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verhindern eines thermischen Abplatzens an einem hitzebeständigen Material.
Bekanntlich tritt an hitzebeständigen Ziegeln aus verschiedensten keramischen Materialien, die zum Einbau in Stahlöfen
dienen, ein thermisches Abplatzen durch rasche Temperaturwechsel auf.
Zum thermischen Abplatzen ist folgendes zu sagen. Wenn das hitzebeständige Produkt der Temperaturdifferenz unterworfen
wird, so wird eine freie Deformation an jedem der Teile, die das Produkt zusammensetzen, begrenzt, und zwar wegen
der unterschiedlichen Materialien dieser Teile oder der unterschiedlichen Wärmedehnung, die von der Temperaturdifferenz
hervorgerufen wird. Bei dem thermischen Abplatzen handelt es sich um ein Phänomen der Rißbildung oder des Zerspringens
des Produktes, wenn nämlich die thermischen Span-
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nung durch die Behinderung der Verformung groß genug wird,
um das Produkt zu zerstören.
Um dem thermischen Abplatzen Rechnung zu tragen, wurde eine Vielzahl von Gegenmaßnahmen vorgeschlagen, beispielsweise
ein Verfahren zum Vermindern der Temperaturänderung, die dem Produkt erteilt wird, ein Verfahren zur Verwendung
von Materialien mit hoher thermischer Schockfestigkeit oder ein Warmebehandlungsverfahren, bei dem das Produkt bei Erweichungstemperatur
eine gleichmäßige Temperatur erhält, siehe auch verstärktes Glas, und bei dem die Oberfläche
des Produktes stark abgekühlt wird, um eine Rest-Druckspannung in der Oberfläche zu erzeugen. Das erstgenannte Verfahren
jedoch hat den Nachteil, daß es lange Betriebszeiten und Schwierigkeiten in der Temperatursteuerung mit sich
bringt. Das zweite Verfahren ist unwirtschaftlich und kann Probleme im Zusammenhang mit anderen physikalischen Eigenschaften
hervorrufen, was nicht immer von Nutzen ist. Das dritte Verfahren bringt Schwierigkeiten beim Hervorrufen
der Restspannung in der sich von Glas unterscheidenden gesinterten Substanz mit sich. Außerdem ist die Verteilung
der Restspannung derart, daß die Oberfläche unter Druck und das Innere unter entsprechendem Zug steht. Wenn es sich
bei dem Produkt um eine dünne Platte handelt, so ist es widerstandsfähig gegen thermisches Abplatzen, wenn es jedoch
in seiner Form von der Platte abweicht, so arbeitet es nicht zufriedenstellend.
Auf der Basis der obigen Überlegungen wurde die Erfindung entwickelt.
Der Erfindung liegt vor allen Dingen die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, welches die Abplatzfestigkeit
des in den öfen zu verwendenden keramischen Produkts be-
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trächtlich verbessert. Ferner soll das Verfahren die Lebensdauer des keramischen Produktes verlängern, und zwar
durch Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Abplatzen mit dem Ziel einer Stabilisierung während einer langen Einsatzzeit.
Schließlich soll das erfindungsgemäße Verfahren das thermische Abplatzen verhindern, wobei es unter geringen
Kosten auf eine Vielzahl hitzebeständiger Ziegel anwendbar sein soll.
Die Erfindung schafft ein Verfahren zum Verhindern eines thermischen Abplatzens an einem keramischen Gegenstand,
welches dadurch gekennzeichnet ist, daß der keramische Gegenstand an seiner einen Seite derart erwärmt oder gekühlt
wird, daß er einen Temperaturgradienten zum Bewirken eines Sinterns erhält, um im voraus in seinem Inneren Restspannungen
hervorzurufen.
Weiter Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeichnung.
Die Zeichnung zeigt in:
Figur 1· eine perspektivische Ansicht eines Schamotte-Ziegels,
wie er erfindungsgemäß verwendbar ist;
Figur 2 die Temperaturverteilung innerhalb des Ziegels;
Figur 3 eine perspektivische Ansicht des Ziegels, wobei das Auftreten von Rissen dargestellt ist;
Figur 4 und 5 perspektivische Ansichten zur Erläuterung
der Erfindung in Anwendung auf eine Düse für gescholzenen Stahl;
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Figur 6 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Wärmebehandlung bei der Herstellung von Ziegeln;
Figur 7 die Temperaturverteilung innerhalb des Ziegels während des Kühlens gemäß Figur 6;
Figur 8 die Spannungsverteilung innerhalb des erfindungsgemäßen Ziegels;
Figur 9 eine vergleichende Aufstellung für das Auftreten von Rissen, und zwar bei einem erfindungsgemäßen Ziegel
und bei Vergleichsbeispielen;
Figur 10 eine graphische Darstellung des Temperaturbereichs,
innerhalb dessen die Erfindung bevorzugt einsetzbar ist.
Es wurden vielfältige Untersuchungen durchgeführt, um den Mechanismus beim Hervorrufen des thermischen Abplatzens an
hitzebeständigem Material zu ergründen. Figur 1 zeigt die Form eines Schamotte-Ziegels, wie er zu experimentellen
Zwecken verwendet wurde. Dabei betrugen die Abmaße H = 10 cm, W = l8 cm, L = 30 cm. Dieser Ziegel wird als Auskleidung
für metallurgische öfen eingesetzt. Unter normalen Betriebsbedingungen
werden die Ziegel auf der Seite A mit etwa 2° C/min erwärmt. Es wurde gefunden, daß dann, wenn diese Seite
mit mehr als 5° C/min erwärmt wird, unabhängig von den Ofenbedingungen ein thermisches Abplatzen auftritt, wodurch der
Betrieb des Ofens behindert wird. Bei der Seite B handelt es sich um die Kühlseite.
Das thermische Abplatzen resultiert daraus, daß die Zugspannung an der Stelle 1 in Figur 3 innerhalb des Ziegels
groß wird, wenn die Temperaturverteilung innerhalb des Ziegels der Kurve b in Figur 2 folgt ( die Kurve b bezeichnet
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die Temperaturverteilung, die durch eine Temperatursteigerung von 5°C/min hervorgerufen wird). Es ergeben
sich Risse 2 gemäß Figur 3. Wenn andererseits die Erwärmungsgeschwindigkeit gering ist, folgt die Temperaturverteilung
der Kurve c in Figur 2. Vergleicht man die Verteilungskurve c mit der Kurve b, so ergibt die erstgenannte
Kurve einen kleineren Temperaturgradienten und eine geringere thermische Spannung, woraus folgt, daß kein
thermisches Abplatzen auftritt.
Es sei also darauf hingewiesen, daß das Auftreten des thermischen Abplatzens in wirksamer Weise dadurch verhindert
werden kann, daß man vorher eine Druck-Restspannung innerhalb des Ziegels erzeugt und mit dieser Restspannung die
Zugspannung ausgleicht, die sich während des Erwärmens ergibt.
Der Schamotte-Ziegel wurde vor seinem Einbau an seiner einen Seite mit so geringer Geschwindigkeit erwärmt, daß
kein thermisches Abplatzen auftrat. Er wurde acht Stunden lang unter Bedingungen gehalten, bei denen die Maximaltemperatur
an der erwärmten Seite 12000C und an der gegenüberliegenden
Seite 2000C betrug. Die Temperaturverteilung innerhalb des Ziegels änderte sich von der Kurve a zu c,
zu d, zu e und zu f gemäß Figur 2. Die vergleichsweise große thermische Spannung tritt innerhalb des Ziegels auf, kurz .
nachdem die Temperaturverteilung die Kurve f erreicht, nämlich die Kurve der konstanten Temperaturverteilung. Jedoch
mäßigt sich die thermische Spannung bei fortschreitender Re-Sinterung.
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Erfindungsgemäß gilt: Je höher d'ie Temperatur auf der
Heizseite A, desto kürzer die Haltezeit für die Wärmebehandlung, und umgekehrt. Die Erwärmungsgeschwindigkeit kann
hierbei größer sein, wenn der Ziegel kleiner ist. Ist der Ziegel jedoch größer, so sollte die Erwärmungsgeschwindigkeit
niedriger liegen, da sonst das Produkt leicht einem Abplatzen während des Erwärmens unterworfen wird.
Der Ziegel wurde mit solcher Geschwindigkeit gekühlt, daß kein Abplatzen auftrat. Erfindungsgemäß ist es vorteilhaft,
die Kühlgeschwindigkeit des Ziegels annähernd gleich der Erwärmungsgeschwindigkeit zu wählen. Im Falle des Ausführungsbeispiels
wurde der Ziegel mit 2°C/min gekühlt.
Wenn der Ziegel auf Raumtemperatur abgekühlt ist, wird die
Deformation, die sich durch die Re-Sinterung ergibt, sofern der Ziegel den entsprechenden Temperaturgradienten erhält,
als Ausgangsverformung gespeichert, und dementsprechend arbeitet die Restspannung innerhalb des Ziegels. Die Verteilung
der Restspannung wirkt derart, daß die Spannung in jedem Teil des Ziegels nachläßt, wenn derselbe Temperaturgradient
wie beim Re-Sintern vorgegeben wird. Dies bedeutet, daß die Rest-Druckspannung an der Stelle 1 in Figur 3 wirkt
und ausgeglichen wird durch die Zugspannung, die bei Erhöhung der Temperatur auftritt. Selbst wenn also der Ziegel
nach der Wärmebehandlung mit 5°C/min auf einer Seite erwärmt wird und die Temperaturverteilung entsprechend der
Kurve b in Figur 2 erhält, so ist die Spannung innerhalb des Ziegels kleiner als diejenige innerhalb eines nicht
wärmebehandelten Ziegels, und es tritt kein thermisches Abplatzen auf.
Diese Verhältnisse ergeben sich im einzelnen aus Figur 8.
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Wenn ein Riß auftritt, entspricht die Temperaturverteilung der Kurve b in Figur 2. Die entsprechende Spannung entlang
der Mittellinie des Ziegels ist als Kurve k in Figur 8 wiedergegeben. Die Maximalspannung beträgt 130 kg/cm . Bei diesem
Versuch wird angenommen, daß der Schamotte-Ziegel Risse bei
ρ
mehr als 120 kg/cm aufweist. Das Auftreten der Risse kann bei einer Erwärmung von 5°C/min beobachtet werden.
mehr als 120 kg/cm aufweist. Das Auftreten der Risse kann bei einer Erwärmung von 5°C/min beobachtet werden.
Die Kurve 1 zeigt die auftretende Spannung unter der Annahme, daß bei dem Temperaturgradienten der Wärmebehandlung entsprechend
der Kurve f in Figur 2 keine Re-Sinterung auftritt. Tatsächlich jedoch findet eine Re-Sinterung statt, und diese
Spannung geht immer näher gegen NuIl7Je länger die Wärmebehandlung
dauert. Die Kurve m zeigt die Restspannung, die sich bei Raumtemperatur nach der Wärmebehandlung ergibt.
Die Kurve η stellt die im wärmebehandelten Ziegel bei einer Erwärmung von 5°C/min erzeugte Spannung dar, wobei die
Temperaturverteilung der Kurve b in Figur 2 folgt. Diese Spannung ergibt sich aus einer Addition der Kurven k und m.
2 Die maximale Zugspannung beträgt 57 kg/cm , und es treten
keine Risse auf, da dieser Wert sehr viel kleiner als 120 kg/cm ist.
Als der Ofen mit einer Auskleidung aus den wärmebehandelten Ziegeln versehen wurde, trat kein Abplatzen auf. Dies bestätigt,
daß das erfindungsgemäße Verfahren wirksam ist.
Im Falle eines größeren Ziegels wurde die Wärmebehandlung mit 0,5°C/min durchgeführt, wobei sich der gleiche Effekt
ergab.
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-10-BEISPIEL 2
Im Falle dieses Ausführungsbeispiels wurde die Erfindung angewendet auf eine Düse 3 für geschmolzenes Metall gemäß
Figur 4. Bei einer solchen Düse treten häufig direkt nach der Inbetriebnahme Risse auf. Der Grund liegt darin, daß
das hitzebeständige Material von dem durch die Düse fließenden Stahl rasch erwärmt wird. Die Kurve g in Figur 4 zeigt
die Temperaturverteilung über der Düse für den Fall, daß ein Abplatzen auftritt.
Um dieses thermische Abplatzen zu verhindern, wurde der gebrannte Stein folgendermaßen behandelt. Es wurde ein Heizelement
4 gemäß Figur 5 in den Hohlraum der Düse 3 eingesetzt, woraufhin man die Düse an ihrer Innenseite 5 erwärmte
und gleichzeitig an ihrer Außenseite 6 kühlte. Die Temperaturbedingungen wurden aufrechterhalten, wobei sich eine Temperaturverteilung
ergab, die der Kurve h in Figur 4 entsprach. Es ist erforderlich, die Düse mit solcher Geschwindigkeit
zu erwärmen, daß kein thermisches Abplatzen auftritt, und sie auf einer Temperatur zu halten, die hoch genug für die
Re-Sinterung ist. Im vorliegenden Fall wurde der gebrannte Stein mit 1 bis 2°C/min auf 12000C erwärmt und acht Stunden
lang unter Bedingungen gehalten, bei denen die Heizseite auf 12000C und die gegenüberliegende Seite auf 2000C lag. Es ist
ferner erforderlich, das Kühlen mit solcher Geschwindigkeit durchzuführen, daß kein thermisches Abplatzen auftritt. Im
vorliegenden Fall wurde mit einer Geschwindigkeit von 3°C/min gekühlt.
In der auf Raumtemperatur abgekühlten Düse wirkt die Restspannung derart, daß die in jedem Teil der Düse erzeugte
Spannung klein wird, wenn der Temperaturgradient der Kurve h in Figur 4 entspricht. Wenn sich also eine Temperaturver-
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-lite Hung über der Düse entsprechend der Kurve g in Figur 4
ergibt, besitzt die wärmebehandelte Düse eine geringere Spannung als eine nicht wärmebehandelte Düse. Kein thermisches
Abplatzen tritt auf.
Bei den Beispielen 1 und 2 wurden Fertigprodukte der Wärmebehandlung
unterworfen. Im vorliegenden Fall wurde die gewünschte Restspannung im Zuge des Herstellungsverfahrens
des Produktes erzeugt. Der Gegenstand und die Verwendungsbedingungen dieses Ausführungsbeispiels stimmen mit denen
des Beispiels 1 überein. Bei der Herstellung des Ziegels wurde kalte Luft während einer Kühlstufe im Anschluß an
eine Brennstufe unter ein Ofenbett 7 gemäß Figur 6 eingebracht. Die Temperatur des Ofenbettes 7 war niedriger als die
der Atmosphäre innerhalb des Trockenofens. Die Wärme trat aus der Unterseite der Ziegel 8 aus, wobei die Temperatur
auf der Oberseite höher als die auf der Unterseite war. In Figur 7 zeigt die Kurve i den Temperaturverlauf an der
oberen Fläche und die Kurve j den Temperaturverlauf an der unteren Fläche.
Bei diesem Ausführungsbeispiel kann ein Brenner verwendet werden, um dem Ziegel den Temperaturgradienten zu erteilen.
Das Endprodukt besitzt eine Restspannung entsprechend der des wärmebehandelten Ziegels nach Beispiel 1, und man erhält
dementsprechend eine gleichwertige Widerstandsfähigkeit
gegen Abplatzen.
Wie es sich aus dem vorliegenden Beispiel ergibt, kann die
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erfindungsgemäße Wärmebehandlung auf eine Vielzahl von
Ziegeln angewendet werden. Dieses Ausführungsbeispiel ist
daher praxisgerechter im Vergleich zu den Beispielen I3
2 und dem (noch zu beschreibenden) Beispiel 4. Auch ist es kostengünstiger. Im vorliegenden Fall wurde der Ziegel an
der Ober- und Unterseite markiert.
In diesem Falle wurde die erfindungsgemäße Wärmebehandlung
ausgeführt, nachdem die Ziegel installiert waren. Die Schamotte-Ziegel wurden in einen experimentellen Elektroofen
eingebaut, woran sich eine Erwärmung mit 5°C/min bis 13000C anschloß. Die Temperatur wurde zwanzig Stunden lang
gehalten, und es wurde dann 5°C/min gekühlt. Während der Haltezeit bei 13000C ergab sich in den Ziegeln der Temperaturgradient
entsprechend Beispiel 1, und es wurde die gleiche Restspannung erzielt. Dementsprechend kann die Erfindung
also auch nach diesem Verfahren praktiziert werden.
Figur 9 zeigt einen Vergleich zwischen einem erfindungsgemäß
wärmebehandelten Ziegel (Beispiel 1) und einem nicht behandelten Ziegel, und zwar unter dem Gesichtspunkt der Zeit
bis zum Auftreten der Risse. Die Proben A bis C betreffen nicht behandelte Ziegel, während es sich bei den Proben D
und E um behandelte Ziegel handelt. Aus diesem Vergleich ergibt sich, daß die Widerstandsfähigkeit gegen thermisches
Abplatzen erfindungsgemäß wesentlich verbessert wird.
Bei der erfindungsgemäßen Wärmebehandlung ist es erforderlich,
die Temperatur des gebrannten Steins auf einen höheren Wert zu bringen als denjenigen, bei dem eine Re-Sinterung
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auftritt und der im Falle von Schamotte-Ziegeln etwa 800°C beträgt. Der bevorzugte Temperaturbereich für
Schamotte-Ziegel ergibt sich aus Figur 10.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf Schamotte-Ziegel eingeschränkt, sondern läßt sich auf sämtliche keramischen
Produkte anwenden, bei denen die Gefahr eines thermischen Abplatzens besteht. In solchen Fällen hängt der Temperaturgradient
ebenso wie weitere Parameter zur Erzielung der bevorzugten Restspannung von den Eigenschaften der zu verwendenden
Materialien ab.
Zusammenfassend schafft die Erfindung ein Verfahren, bei dem
ein keramisches Produkt an seiner einen Seite erwärmt oder gekühlt wird, um einen Temperaturgradienten hervorzurufen,
der eine Sinterung bewirkt, um im voraus eine Restspannung innerhalb des Produktes zu erzeugen. Auf diese Weise wird
ein thermisches Abplatzen verhindert, welches durch eine Temperaturdifferenz während der Verwendung des keramischen
Produktes hervorgerufen werden könnte.
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Leerseite
Claims (8)
- Nippon Kokan Kabushiki Kaisha 10 856No. 1-2, 1-chome, Marunouchi,
Chiyuda-ku, Tokyo, JapanPatentansprüche;1/ Verfahren zum Verhindern eines thermischen Ab-Platzens an einem keramischen Gegenstand, dadurch gekennzeichnet, daß der keramische Gegenstand an seiner einen Seite derart erwärmt oder gekühlt wird, daß er einen Temperaturgradienten zum Bewirken eines Sinterns erhält, um im voraus in seinem Inneren Restspannungen hervorzurufen. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrisch ausgebildete keramische Produkt an seiner Innenseite erwärmt und an seiner Außenseite gekühlt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Seite des keramischen Produktes während der Herstellung in einer Kühlstufe, die sich an eine Brennstufe anschließt, gekühlt wird.130009/0849
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das keramische Produkt während der Herstellung in einer Brennstufe mittels eines Brenners erwärmt wird, um durch Aufbringung eines Temperaturgradienten ein Sintern innerhalb des Produktes zu bewirken .
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das keramische Produkt nach seiner Installation auf seiner einen Seite erwärmt wird.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 53 dadurch gekennzeichnet, daß Schamotte-Ziegel als keramisches Produkt verwendet werden.
- 7· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das keramische Produkt mit einer Geschwindigkeit von 0,5° C/min bis 5° C/min erwärmt wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7j dadurch gekennzeichnet, daß das keramische Produkt mit einer Geschwindigkeit gekühlt wird, die in etwa der Erwärmungsgeschwindigkeit entspricht.130009/0849
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