[go: up one dir, main page]

DE3029741A1 - Verfahren zum kontinuierlichen direkten schmelzen von metallischem blei aus schwefelhaltigen bleimaterialien - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen direkten schmelzen von metallischem blei aus schwefelhaltigen bleimaterialien

Info

Publication number
DE3029741A1
DE3029741A1 DE19803029741 DE3029741A DE3029741A1 DE 3029741 A1 DE3029741 A1 DE 3029741A1 DE 19803029741 DE19803029741 DE 19803029741 DE 3029741 A DE3029741 A DE 3029741A DE 3029741 A1 DE3029741 A1 DE 3029741A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
slag
melt
temperature
oxygen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803029741
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dr.-Ing. Dr. 6368 Bad Vilbel Fischer
Werner Dr.-Ing. Dr. 2110 Buchholz Schwartz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DE19803029741 priority Critical patent/DE3029741A1/de
Priority to DE8181200510T priority patent/DE3161937D1/de
Priority to AT81200510T priority patent/ATE5902T1/de
Priority to EP81200510A priority patent/EP0045532B1/de
Priority to ZA00813228A priority patent/ZA813228B/xx
Priority to IN542/CAL/81A priority patent/IN154359B/en
Priority to AR285463A priority patent/AR225515A1/es
Priority to ES502523A priority patent/ES502523A0/es
Priority to US06/271,078 priority patent/US4397688A/en
Priority to YU1769/81A priority patent/YU43026B/xx
Priority to FI812263A priority patent/FI70729C/fi
Priority to BR8104918A priority patent/BR8104918A/pt
Priority to ZM70/81A priority patent/ZM7081A1/xx
Priority to PH25996A priority patent/PH19065A/en
Priority to KR1019810002825A priority patent/KR850001254B1/ko
Priority to AU73700/81A priority patent/AU545143B2/en
Priority to MA19435A priority patent/MA19235A1/fr
Priority to PL23249681A priority patent/PL232496A2/xx
Priority to CA000383280A priority patent/CA1171289A/en
Priority to JP56123561A priority patent/JPS5757847A/ja
Publication of DE3029741A1 publication Critical patent/DE3029741A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/02Obtaining lead by dry processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/06Refining

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

METALLGESELLSCHAFT Frankfurt/M., 28. Juli Ϋ980
Aktiengesellschaft 3 Schr/HGa Reuterweg 14
6000 Frankfurt/M.
Prov. Nr. 8592 LC
Verfahren zum kontinuierlichen direkten Schmelzen von metallischem Blei aus schwefelhaltigen Bleimaterialien
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen direkten Schmelzen von metallischem Blei aus schwefelhaltigen Bleimaterialien in einem länglichen, liegenden Reaktor, wobei in dem Reaktor eine Schmelze aus einer Schlackenphase und einer Bleiphase aufrechtgehalten wird, die Schlackenphase und die Bleiphase im Gegenstrom durch den Reaktor geführt werden, die Gasatmosphäre im Gegenstrom zu der Schlackenphase durch den Reaktor geführt wird, in der zur Seite des Bleiabstiches liegenden Oxidationszone Sauerstoff in geregelten Mengen von unten in die Schmelze eingeblasen und schwefelhaltiges Bleimaterial in geregelten Mengen auf die Schmelze chargiert wird, in der zur Seite des Schlackenabstiches liegenden Reduktionszone Reduktionsmittel in die Schmelze eingebracht werden und eine Zuheizung in den Gasraum erfolgt, das Oxidationspotential in der Oxidationszone so eingestellt wird, daß ein autothermes Einschmelzen der Beschickung in metallisches Blei und Bleioxid enthaltende Schlacke erfolgt und die Menge des Reduktionsmittels und die Temperatur in der Reduktionszone so geregelt werden, daß eine bleiarme Schlacke entsteht.
Aus der DE-OS 28 07 964 ist ein solches Verfahren zur kontinuierlichen Konvertierung von Bleisulfidkonzentraten in eine flüssige Bleiphase und eine Schlacken-
phase in einem länglichen, liegenden Reaktor unter einer zonenweise SOp-enthaltenden Gasatmosphäre bekannt, wobei sulfidische Bleikonzentrate und Zuschläge auf die Schmelze chargiert werden, die Bleiphase und eine Bleiarme Schlackenphase am entgegengesetzten Ende des Reaktors ausgetragen und die Phasen im Gegenstrom zueinander in im wesentlichen kontinuierlich schichtförmigen Strömen zu den Auslaßenden fließen, mindestens ein Teil des Sauerstoffs durch eine Mehrzahl von unabhängig voneinander gesteuerten und über die Länge der Oxidationszone des Reaktors verteilten Düsen in die Schmelze von unten eingeblasen wird, die feste Beschikkung durch eine Mehrzahl von unabhängig voneinander gesteuerten und über eine beträchtliche Länge des Reaktors verteilten Beschickungsvorrichtungen stufenweise in den Reaktor chargiert wird, der Gradient der Sauerstoffaktivität in der Schmelze durch Wahl dor örtlichen Zugabe und Steuerung der Mengen des eingeführten Sauerstoffs und festen Materials so eingestellt wird, daß er von einem Maximum für die Erzeugung von Blei an dessen Auslaßende in fortschreitender Folge in der Reduktionszone bis zu einem Minimum für die Erzeugung von Blei-armer Schlackenphase an deren Auslaßende abnimmt, mit dem Sauerstoff gasförmige und/oder flüssige Schutzmedien in gesteuerten Mengen zum Schutz der Düsen und der umgebenden Auskleidung und zur Hilfe für die Steuerung der Prozeßtemperatur in die Schmelze eingeblasen wird, die in die Schmelze eingeblasenen Gasmengen so geregelt werden, daß eine für einen guten Stoffaustausch ausreichende Turbulenz im Bad entsteht, ohne daß die schichtförmige Strömung der Phasen und der Gradient der Sauerstoffaktivität im wesentlichen gestört wird, und die Gasatmosphäre im Reaktor im Gegenstrom zu der Strömungsrichtung der Schlackenphase geführt und das Abgas am Auslaßende der Bleiphase aus dem Reaktor abgezogen wird. In der Reduktionszone werden zur Erzeugung einer bleiarmen Schlacke
3023741
-y- 5
Reduktionsstoffe in die Schmelze eingebracht und es erfolgt eine Zuheizung in den Gasraum. Durch die Zuheizung wird die Reduktionswärme aufgebracht und die Temperatursteigerung der Schlacke in der Reduktionszone erzielt. Zwischen Oxidations- und Reduktionszone und vor der Oxidationszone und hinter der Reduktionszone können Beruhigungszonen angeordnet werden, in die keine Gase in die Schmelze eingeblasen werden.
Die Temperatur der Schmelze soll sowohl in der Oxidationszone als auch in der Reduktionszone so niedrig wie möglich gehalten werden. Dadurch wird der Angriff überhitzter Schlacke auf das Mauerwerk und die deshalb sonst bei höheren Temperaturen erforderliche Kühlung des Mauerwerks, eine starke Verdampfung von Metallen oder Metallverbindungen und eine unnötige Erhitzung der Bleiphase vermieden. Bei niedrigen Arbeitstemperaturen besteht aber die Gefahr der Unterkühlung der Schmelze bei Betriebsschwankungen .
Aus der DE-AS 23 20 548 ist ein direktes Blei schmelzverfahren bekannt, bei dem eine Mischung von feinkörnigem Bleisulfid und Sauerstoff unter Zündung und Flammenbildung von oben auf ein Schmelzbad aufprallt, wobei in der Ofenatmosphäre bereits die Oxidation zu einem beträchtlichen Teil erfolgt. Die Flammentemperatur liegt über 1300 0C und die Temperatur der Schmelze zwischen 1100 und 1300 0C. Schlackenphase und Ofenatmosphäre strömen im Gleichstrom durch den Ofen. Die Schlacke wird mit mindestens 35 % Blei als Bleioxid aus dem Ofen abgezogen und in einem separaten Reduktionsofen reduziert. Zur Erzeugung der Bleiphase werden 98 bis 120 % der stöchiometrisch berechneten Sauerstoffmenge benötigt, die für eine vollständige Umwandlung des Bleisulfids in metallisches Blei notwendig wäre. Eine Sauerstoffzugabe von etwa 120 % kann für kurzzeitige Perioden zur erhöhten
Übergang von Bleioxid in die Schlacke und damit zur Kontrolle der Ofentemperatur verwendet werden. Diese Temperaturregelung ist jedoch nicht für das eingangs geschilderte Verfahren mit Oxidations- und Reduktionszone in einem Reaktor unter Abzug einer bleiarmen Schlacke geeignet. Außerdem verhindert diese Temperaturregelung nicht die Nachteile hoher Schmelztemperaturen mit überhitzter Schlacke.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein direktes Bleischmelzverfahren der eingangs geschilderten Art in der Weise zu betreiben, daß die Temperaturen der Schmelze im ganzen Reaktor möglichst niedrig und konstant gehalten werden und auch bei Schwankungen der Betriebsweise eine Unterkühlung der Schmelze verhindert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß die Temperatur der Schmelze in der Reduktionszone durch Regelung der Zuheizung konstant gehalten wird, und die Temperatur der Schmelze in der Oxidationszone durch Regelung des Verhältnisses von oxidierbarem Schwefel zu Sauerstoff in der Weise konstant gehalten wird, daß bei einer Temperaturerhöhung das Verhältnis von Schwefel zu Sauerstoff zur Verringerung des Bleioxidgehaltes der Schlacke vergrößert wird, bei einer Temperaturerniedrigung das Verhältnis von Schwefel zu Sauerstoff zur Erhöhung des Bleioxidgehaltes der Schlacke verkleinert wird, und die Vergrößerung bzw. Verkleinerung des Verhältnisses von Schwefel zu Sauerstoff unter vorheriger Berücksichtigung des infolge des geänderten Bleioxidgehaltes der Schlacke geänderten Wärmeinhaltes der aus der Reduktionszone in die Oxidationszone eintretenden Gase gesteuert wird.
Die partielle Oxidation des eingesetzten Bleisulfids zu metallischem Primär-Blei und PbO-reicher Primär-Schlacke
in der Oxidationszone erfolgt etwa nach folgender Formel:
3 - η
PbS + O0 = η Pb + (1 - n)PbO + SO0
2 <L Z
Bei η = 0 geht das gesamte Blei als PbO in die Schlacke» Bei η = 1 fällt das gesamte Blei als metallisches Blei an. Bei η - 0,5 geht die Hälfte des Bleis als PbO in die Schlacke und die andere Hälfte fällt als metallisches Blei an. Zur Vereinfachung ist als oxidierbarer Schwefel nur der als Sulfid an Blei gebundene Schwefel angegeben und als Sauerstoff nur der in gasförmiger Form zugeführte Sauerstoff. Wenn die Temperatur in der Oxidationszone über den gewünschten Wert ansteigt, wird das Verhältnis von eingebrachtem oxidierbaren Schwefel zu Sauerstoff in der Oxidationszone vergrößert, dadurch mehr metallisches Blei erzeugt und weniger PbO in die Schlacke gebracht und dementsprechend weniger Wärme entwickelt. Das Verhältnis von Schwefel zu Sauerstoff wird jedoch nicht entsprechend dem Temperaturanstieg vergrößert, da der verringerte PbO-Gehalt der Schlacke beim Eintritt in die Reduktionszone eine Verringerung der dort notwendigen Reduktionsarbeit zur Folge hat. Da die Temperatur in der Reduktionszone konstant gehalten wird, wird dort weniger Wärme durch die Zuheizung eingebracht und dementsprechend bringt das Gas aus der Reduktionszone mit einer gewissen Zeitverzögerung weniger Wärme in die Oxidationszone ein. Diese verringerte Wärmemenge wird bei der Vergrößerung des Verhältnisses von Schwefel zu Sauerstoff berücksichtigt und das Verhältnis von Schwefel zu Sauerstoff nur entsprechend vergrößert. Wenn die Temperatur in der Oxidationszone sinkt, wird umgekehrt verfahren. Ohne die Konstanthaltung der Temperatur in der Reduktionszone und ohne die Berücksichtigung des geänderten Wärmeinhalts der aus der Reduktionszone in die Oxidationszone eintretenden Gase, führt eine Änderung des Verhältnisses von Schwefel zu Sauerstoff zu dauernden Temperatur-
Schwankungen. Bei einer Vergrößerung des Verhältnisses von Schwefel zu Sauerstoff wird die Verdampfung von PbS vergrößert, wodurch zusätzlich noch ein gewisser Kühleffekt eintritt, während bei einer Verkleinerung des Verhältnisses umgekehrte Wirkungen eintreten. Die Größe der Änderung des Verhältnisses von Schwefel zu Sauerstoff bei einer Temperaturänderung in der Oxidationszone hängt von dem Reaktor und den Betriebsbedingungen ab. Die erforderliche Größe kann berechnet oder empirisch ermittelt werden. Die Regelung kann auch schrittweise erfolgen.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die Temperatur der Schmelze in der Oxidationszone auf 900 bis 1000 0C und in der Reduktionszone auf 1100 bis 1200 0C eingestellt wird. Bei diesen Temperaturen wird in der Oxidationszone eine gute Reaktionsgeschwindigkeit und in der Reduktionszone eine bleiarme Schlacke bei geringem Sauerstoff verbrauch und Wärmeverbrauch erzielt, und eine Unterkühlung der Schmelze kann mittels der Temperaturregelung mit Sicherheit vermieden werden. Außerdem sind die Verdampfungsverluste noch relativ gering.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß in der Oxidationszone ein Schlackentyp von 45 bis 50 % ZnO + FeO + Al2O3, 15 bis 20 % CaO + MgO + BaO und 30 bis 35 % SiO2, gerechnet auf bleifreie Schlacke, mit 30 bis 70 % PbO eingestellt wird. Dieser Schlackentyp ermöglicht besonders gut die Einhaltung niedriger Temperaturen mit guten Betriebsergebnissen.
Die Erfindung wird an Hand von Beispielen näher erläutert,
Beispiele
Ein Bleiglanzkonzentrat, das 73,6 % Pb und 15,8 % S enthielt, wurde mit 20 ?; Bleisulfatflugstaub (62,3 % Pb, 6,5 % S) sowie schlackenbildenden Zuschlagstoffen vermischt und pelletiert, wobei Pellets mit folgender Zusammensetzung entstanden:
67,9 ξ
12,3 5
0,9 ξ
4,7 ^
1,3 \
0,3 ί
3,5 ί
6,8 \
ϊ Pb
^ S
S Zn
S FeO
b CaO
& MgO
& SiO2
i Nässe
Diese PbS-reichen Pellets wurden kontinuierlich in einen feuerfest ausgemauerten Reaktor mit der Form eines liegenden Zylinders von 4,50 m lichter Länge und 1,20 m lichtem Durchmesser chargiert, der an der vorderen Stirnseite mit einem Hilfsbrenner und einem Überlaufstich für die Schlacke und an der hinteren Stirnseite mit einer Abgasöffnung ausgerüstet war. Die Chargieröffnung war am Mantel des Reaktors in unmittelbarer Nähe der abgasseitigen Stirnwand angeordnet.
Auf diese Weise wurde ein Gegenstrom von Gas- und Schlackenphase erzwungen. Der Reaktor war allerdings zu kurz, um gleichzeitig und räumlich nebeneinander die Oxidation des Bleisulfids und die Reduktion der bleireichen Primärschlacke ablaufen zu lassen.
Vor Beginn der Versuche wurde der Reaktor mit 2,5 t metallischem Blei und 1 t bleioxidreicher Schlacke (65 % Pb) beschickt, die mit Hilfe des Brenners eingeschmolzen und auf eine Temperatur von 950 °C aufgeheizt wurden. In das Bleibad am Boden des Reaktors wurde sodann durch Düsen technisch reiner Sauerstoff in einer solchen zeitlichen Menge eingeblasen, daß die auf das Bad chargierten Pellets zu metallischem Blei, bleioxidreicher Schlacke und flugstaubbeladenem SO~-Gas umgesetzt wurden.
1. In einem ersten Versuch wurde eine zeitlich konstante
3 SauerStoff menge (ohne Falschluft) von 150 m /h (NPT) aufrecht erhalten, während die zeitlich zugeführte Pelletmenge variiert wurde.
Es zeigte sich, daß nach Abschalten des Brenners eine konstante Temperatur der Schmelze von 95O C dann eingehalten werden konnte, wenn die zeitliche Pelletmenge genau 2,1 t/h betrug. Die aus dem Reaktor fliessende Schlacke enthielt unter diesen Bedingungen durchschnittlich 63,4 % Pb. Das in den Pellets enthaltene Blei verteilte sich zu 44 % auf die Metallphase, zu •40 % auf die Schlackenphase und zu 16 % auf die Gasphase, aus der es nach Abkühlung und Umsetzung mit S0~ und O9 als Bleisulfatflugstaub abgeschieden wurde.
2. In einem zweiten Versuch, der zunächst analog dem ersten begonnen wurde, konnte der Einfluß einer Variation der zeitlich zugeführten Pelletmenge auf die Temperatur der Schmelze studiert werden. So bewirkte eine Verringerung der zeitlichen Pelletmenge auf 2,0 t/h eine Temperatursteigerung auf 965 °C unter gleichzeitiger
- r-
AA
Erhöhung des Pb-GehaLtes der Schlacke auf 6 5, 1 %. Durch Steigerung der zeitlichen Pelletmenge auf 2,2 t/h sank die Temperatur der Schmelze auf 940 °C ab, während der Pb-Gehalt der Schlacke auf 59,8 % zurückging. 5
3. In einem dritten Versuch, der wiederum analog dem ersten begonnen wurde, wurde unter Einhaltung einer zeitlichen Sauerstoffmenge von 150 m /h (NPT) und einer zeitlichen Pelletmenge von 2,1 t/h die Temperatur der Schmelze mit Hilfe des Brenners auf 1000 C angehoben.
Auf diese Weise wurde die Zufuhr von Wärme über die der Schlackenphase entgegen strömende Gasphase aus einer imaginären, auf höherer Temperatur befindlichen Reduktionszone simuliert.
Der Pb-Gehalt der Schlacke betrug unter diesen Bedingungen 63,7 %.
Ohne die Brennerleis bung und die zeitliche Sauerstoffzufuhr zu ändern, wurde sodann die zeitliche Pelletmenge vorsichtig gesteigert. Es zeigte sich, daß eine Temperatur der Schmelze von 950 C bei einer zeitlichen Pelletmenge von 2,7 t/h erreicht wurde. Die aus dem Reaktor abfließende Schlacke enthielt nur noch 48,4 % Pb, während sich das in den Pellets enthaltene Blei zu 51 % auf die Metallphase, zu 29 % auf die Schlackenphase und zu 20 % auf die Gasphase verteilte.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß mit niedrigen Temperaturen gearbeitet, eine Kühlung des Reaktors vermieden, der Wärmeverbrauch und der Sauerstoff verbrauch auf ein Minimum gehalten und trotzdem eine Unterkühlung der Schmelze mit Sicherheit vermieden werden kann.

Claims (3)

Patentansprüche
1. Verfahren zum kontinuierlichen direkten Schmelzen von metallischem Blei aus schwefelhaltigen Bleimaterialien in einem länglichen, liegenden Reaktor, wobei in dem Reaktor eine Schmelze aus einer Schlackenphase und einer Bleiphase aufrechtgehalten wird, die Schlackenphase und die Bleiphase im Gegenstrom durch den Reaktor geführt werden, die Gasatmospähre im Gegenstrom zu der Schlackenphase durch den Reaktor geführt wird, in der zur Seite des Bleiabstiches liegenden Oxidationszone Sauerstoff in geregelten Mengen von unten in die Schmelze eingeblasen und schwefelhaltiges Bleimaterial in geregelten Mengen auf die Schmelze chargiert wird, in der zur Seite des Schlackenabstiches liegenden Reduktionszone Reduktionsmittel in die Schmelze eingebracht werden und eine Zuheizung in den Gasraum erfolgt, das Oxidationspotential in der Oxidationszone so eingestellt wird, daß ein autothermes Einschmelzen der Beschickung in metallisches Blei und Bleioxid enthaltende Schlacke erfolgt und die Menge des Reduktionsmittels und die Temperatur in der Reduktionszone so geregelt werden, daß eine bleiarme Schlacke entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Schmelze in der Reduktionszone durch Regelung der Zuheizung konstant gehalten wird, und die Temperatur der Schmelze in der Oxidationszone durch Regelung des Verhältnisses von oxidierbarem Schwefel zu Sauerstoff in der Weise konstant gehalten wird, daß bei einer Temperaturerhöhung das Verhältnis von Schwefel zu Sauerstoff zur Verringerung des Bleioxidgehaltes der Schlacke vergrößert vird, bei einer Temperaturerniedrigung das Verhältnis von Schwefel zu Sauerstoff zur Erhöhung des Bleioxidgehaltes der Schlacke verkleinert
wird, und die Vergrößerung bzw. Verkleinerung des Verhältnisses von Schwefel zu Sauerstoff unter vorheriger Berücksichtigung des infolge des geänderten Bleioxidgehaltes der Schlacke geänderten Wärmeinhaltes der aus der Reduktionszone in die Oxidationszone eintretenden Gase gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Schmelze in der Oxidationszone auf 900 bis 1000 0C und in der Reduktionszone auf 1100 bis 1200 0C eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Oxidationszone ein Schlackentyp von 45 bis 50 % ZnO + FeO + Al2O3, 15 bis 20 % CaO + MgO + BaO und 30 bis 35 % SiO2, gerechnet auf bleifreie Schlacke, mit 30 bis 70 % PbO eingestellt wird.
DE19803029741 1980-08-06 1980-08-06 Verfahren zum kontinuierlichen direkten schmelzen von metallischem blei aus schwefelhaltigen bleimaterialien Withdrawn DE3029741A1 (de)

Priority Applications (20)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19803029741 DE3029741A1 (de) 1980-08-06 1980-08-06 Verfahren zum kontinuierlichen direkten schmelzen von metallischem blei aus schwefelhaltigen bleimaterialien
DE8181200510T DE3161937D1 (en) 1980-08-06 1981-05-13 Process for the continuous direct smelting of metallic lead from lead materials that contain sulfur
AT81200510T ATE5902T1 (de) 1980-08-06 1981-05-13 Verfahren zum kontinuierlichen direkten schmelzen von metallischem blei aus schwefelhaltigen bleimaterialien.
EP81200510A EP0045532B1 (de) 1980-08-06 1981-05-13 Verfahren zum kontinuierlichen direkten Schmelzen von metallischem Blei aus schwefelhaltigen Bleimaterialien
ZA00813228A ZA813228B (en) 1980-08-06 1981-05-14 Continuous process of smelting metallic lead directly from lead-and sulfur-containing materials
IN542/CAL/81A IN154359B (de) 1980-08-06 1981-05-22
AR285463A AR225515A1 (es) 1980-08-06 1981-05-27 Procedimiento para la fusion directa continua de plomo metalico
ES502523A ES502523A0 (es) 1980-08-06 1981-05-27 Procedimiento para la fusion directa continua de plomo meta-lico
US06/271,078 US4397688A (en) 1980-08-06 1981-06-08 Continuous process of smelting metallic lead directly from lead- and sulfur-containing materials
YU1769/81A YU43026B (en) 1980-08-06 1981-07-17 Process for the continuous direct melting of metallic lead from sulfur containing lead materials
FI812263A FI70729C (fi) 1980-08-06 1981-07-20 Foerfarande foer kontinuerlig direkt smaeltning av metalliskt bly ur svavelhaltiga blymaterial
BR8104918A BR8104918A (pt) 1980-08-06 1981-07-30 Processo para a fusao continua e direta de chumbo metalico de materiais de chumbo com teor de enxofre
ZM70/81A ZM7081A1 (en) 1980-08-06 1981-07-31 Continuous process of smelting metallic lead directly from lead-and sulfur-containing materials
PH25996A PH19065A (en) 1980-08-06 1981-08-03 Continuous process of smelting metallic lead directly from lead and sulfur-containing materials
KR1019810002825A KR850001254B1 (ko) 1980-08-06 1981-08-04 납 및 황을 함유한 물질로 부터의 금속납의 직접 연속 제련법
AU73700/81A AU545143B2 (en) 1980-08-06 1981-08-05 Smelting metallic lead
MA19435A MA19235A1 (fr) 1980-08-06 1981-08-05 Procede pour la coulee directe continue de plomb metallique au depart de matieres plombiferes contenant du soufre .
PL23249681A PL232496A2 (de) 1980-08-06 1981-08-05
CA000383280A CA1171289A (en) 1980-08-06 1981-08-05 Continuous process of smelting metallic lead directly from lead- and sulfur-containing materials
JP56123561A JPS5757847A (en) 1980-08-06 1981-08-06 Refining of metal lead from sulfur containig lead substace

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19803029741 DE3029741A1 (de) 1980-08-06 1980-08-06 Verfahren zum kontinuierlichen direkten schmelzen von metallischem blei aus schwefelhaltigen bleimaterialien

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3029741A1 true DE3029741A1 (de) 1982-04-01

Family

ID=6108995

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19803029741 Withdrawn DE3029741A1 (de) 1980-08-06 1980-08-06 Verfahren zum kontinuierlichen direkten schmelzen von metallischem blei aus schwefelhaltigen bleimaterialien
DE8181200510T Expired DE3161937D1 (en) 1980-08-06 1981-05-13 Process for the continuous direct smelting of metallic lead from lead materials that contain sulfur

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE8181200510T Expired DE3161937D1 (en) 1980-08-06 1981-05-13 Process for the continuous direct smelting of metallic lead from lead materials that contain sulfur

Country Status (19)

Country Link
US (1) US4397688A (de)
EP (1) EP0045532B1 (de)
JP (1) JPS5757847A (de)
KR (1) KR850001254B1 (de)
AR (1) AR225515A1 (de)
AT (1) ATE5902T1 (de)
AU (1) AU545143B2 (de)
BR (1) BR8104918A (de)
CA (1) CA1171289A (de)
DE (2) DE3029741A1 (de)
ES (1) ES502523A0 (de)
FI (1) FI70729C (de)
IN (1) IN154359B (de)
MA (1) MA19235A1 (de)
PH (1) PH19065A (de)
PL (1) PL232496A2 (de)
YU (1) YU43026B (de)
ZA (1) ZA813228B (de)
ZM (1) ZM7081A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2282672C1 (ru) * 2005-03-18 2006-08-27 Государственное образовательное учреждение высшего профессионального образования "Государственный университет цветных металлов и золота" Способ восстановления свинца

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
SE436045B (sv) * 1983-05-02 1984-11-05 Boliden Ab Forfarande for framstellning av rably ur svavelinnehallande oxidiska blyravaror
IN160772B (de) * 1983-05-05 1987-08-01 Boliden Ab
DE29822553U1 (de) * 1998-12-18 1999-03-04 Widia GmbH, 45145 Essen Schneideinsatz und Werkzeug mit Schneideinsatz
SE537235C2 (sv) * 2012-09-21 2015-03-10 Valeas Recycling Ab Förfarande och arrangemang för återvinning av förångningsbara ämnen ur en slagg medelst plasmainducerad förångning
CN115216641B (zh) * 2022-03-24 2023-08-15 西安交通大学 一种无碳化铅冶炼装置及方法

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE540757A (de) * 1954-09-03 1900-01-01
DE1031524B (de) * 1955-01-27 1958-06-04 Metallgesellschaft Ag Selbstgaengiges Bleischmelzen
DE2320548B2 (de) * 1973-04-21 1978-04-13 Cominco Ltd., Vancouver, Britisch Kolumbien (Kanada) Verfahren zum Verhütten von Blei
US3941587A (en) * 1973-05-03 1976-03-02 Q-S Oxygen Processes, Inc. Metallurgical process using oxygen
DE2807964A1 (de) * 1978-02-24 1979-08-30 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur kontinuierlichen konvertierung von ne-metallsulfidkonzentraten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2282672C1 (ru) * 2005-03-18 2006-08-27 Государственное образовательное учреждение высшего профессионального образования "Государственный университет цветных металлов и золота" Способ восстановления свинца

Also Published As

Publication number Publication date
YU43026B (en) 1989-02-28
ES8203978A1 (es) 1982-04-01
EP0045532A1 (de) 1982-02-10
ES502523A0 (es) 1982-04-01
JPS5757847A (en) 1982-04-07
FI70729C (fi) 1986-10-06
JPH0158257B2 (de) 1989-12-11
PL232496A2 (de) 1982-04-13
FI70729B (fi) 1986-06-26
ZA813228B (en) 1982-06-30
DE3161937D1 (en) 1984-02-23
AU7370081A (en) 1982-02-11
IN154359B (de) 1984-10-20
US4397688A (en) 1983-08-09
AR225515A1 (es) 1982-03-31
EP0045532B1 (de) 1984-01-18
YU176981A (en) 1983-10-31
ATE5902T1 (de) 1984-02-15
CA1171289A (en) 1984-07-24
AU545143B2 (en) 1985-07-04
FI812263L (fi) 1982-02-07
KR850001254B1 (ko) 1985-08-26
PH19065A (en) 1985-12-17
BR8104918A (pt) 1982-04-13
MA19235A1 (fr) 1982-04-01
KR830006452A (ko) 1983-09-24
ZM7081A1 (en) 1981-12-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3216019C2 (de)
DE3042222C2 (de) Verfahren zur Reduktion von feinkörnigen, unter anderem Eisenoxide enthaltenden Metalloxiden unter Gewinnung von bei der Temperatur der Eisenschmelze flüchtigen Metallen
DE3415813C2 (de)
DE3427631A1 (de) Verfahren zur wiedergewinnung von zink und blei aus eisen- und stahlstaub
DE3611159C2 (de)
DE2900676C2 (de)
EP0053848B2 (de) Verfahren zum Einblasen von hochsauerstoffhaltigen Gasen in ein NE-Metall-Schmelzbad
DE2521830A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur thermischen raffination von stark verunreinigtem kupfer in schmelzfluessiger phase
CH641424A5 (de) Verfahren zur herstellung von silicium oder ferrosilicium.
EP0003853B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Konvertierung von NE-Metallsulfidkonzentraten
EP0167895B1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Stahl aus Schrott
EP0045532B1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen direkten Schmelzen von metallischem Blei aus schwefelhaltigen Bleimaterialien
DE2523519A1 (de) Verfahren und apparat zur behandlung bleihaltigen flugstaubes
DE69004054T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Abstechen von Metall und Schlacke im geschmolzenem Zustand.
DE3212100C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung pyrometallurgischer Prozesse
DD238398A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen pyrometallurgischen verarbeitung von kupferbleisteinen
DE2729184A1 (de) Schachtofen oder kupolofen sowie verfahren zur kontinuierlichen erschmelzung und raffination von zementkupfer im kupolofen und zugeordneten einrichtungen
DE2645585C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Behandlung von geschmolzenen schwermetalloxidhaltigen Schlacken zur Freisetzung von Wertmetallen und/oder deren Verbindungen
EP0045531B1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen direkten Schmelzen von metallischem Blei aus sulfidischen Bleikonzentraten
DE2616784A1 (de) Verfahren zur regenerierung geschmolzener schlacken
DE3115502C2 (de)
DE2320548B2 (de) Verfahren zum Verhütten von Blei
DE3304884A1 (de) Verfahren zur gewinnung von blei aus bleiglanz (bleisulfid)
DE2459756C3 (de) Verfahren zum autogenen Gewinnen und Schmelzen von Blei
DE1143030B (de) Verfahren zum Betrieb eines Blei-Schachtofens

Legal Events

Date Code Title Description
8130 Withdrawal