DE3029014A1 - Verbesserung der leistungszahl von waermepumpen durch unterkuehlung des fluessigen kaeltemittels ohne gleichzeitige ueberhitzung des sauggases - Google Patents
Verbesserung der leistungszahl von waermepumpen durch unterkuehlung des fluessigen kaeltemittels ohne gleichzeitige ueberhitzung des sauggasesInfo
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Description
302S0U 2
VERBESSERUNG DER LEISTUNGSZAHL VON WÄRMEPUMPEN
DURCH UNTERKÜHLUNG DES FLÜSSIGEN KÄLTEMITTELS OHNE GLEICHZEITIGE ÜBERHITZUNG DES SAUGGASES
1, WÄRMEPUMPEN
Aus der Deutschen Patentschrift Nr. 6 75 840 sind Wärmepumpen
ihrer Art nach bereits bekannt.
Die Grundidee, Wärme bei niedriger Temperatur zu gewinnen, um sie auf ein höheres Temperaturniveau anzuheben und für
Heiz- oder sonstige Zwecke zu nutzen, stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert. So hatte bereits CARNOT die Idee entwickelt,
einen Kreislauf mit einem Medium so anzulegen, daß Wärme bei niedriger Temperatur entzogen, d.h. von dem Medium aufgenommen
wird,und bei höherer Temperatur wieder abgegeben wird (Wärmepumpentheorie nach CARNOT).
Erst später, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, war diese Idee
verwirklicht worden; LINDE baute seinerzeit die erste wirtschaftlich nutzbare Kälteanlage mit dem Kältemittel NH3.·
Die Entwicklung, die durch ständig wachsende Nutzung von Primärenergie gekennzeichnet war, ließ jedoch dem Gedanken
der Wärmenutzung aus dem Kälteanlagenprozeß wenig Raum.
Vielmehr entwickelte sich die Kältetechnik zur Lebensmittelfrischhaltung
und -konservierung sowie für andere Zwecke mit ihrem unübersehbaren volkswirtschaftlichen Nutzen unaufhaltsam.
Erst die Energieverknappung der letzten Zeit und das Bewußtwerden
der künftigen Entwicklung bezüglich der Verfügbarkeit
von Primärenergie sowie der Umweltprobleme ließen die Anwendung
der bereits vorhandenen Technologien aus der Kältetechnik
für Wärmepumpenanlagen aufkommen.
Eine Vielzahl solcher Wärmepumpen wurden in -den letzten Jahren
für Heiz- und sonstige Zwecke gebaut. Die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen ist durch die Verteuerung
der konventionellen Energiequellen nicht mehr in Frage gestellt. Allerdings besteht gegenwärtig noch eine erhebliche
Divergenz zwischen der theoretisch möglichen und der tatsächlich
erreichten Leistungszahl. Vereinfacht ausgedrückt, ist die Leistungszahl das Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand einer
Kälte- bzw. Wärmepumpenanlage (s. DIN 8900).
Gegenstand dieser Erfindung ist eine wirksame Maßnahme zur Verbesserung der Leistungszahl von Wärmepumpenanlagen.
Die Wärmepumpe arbeitet nach folgendem Prinzip:
- Ein flüssiges Medium (Kältemittel) verdampft bei konstanter
niedriger Temperatur und entzieht hierbei einem anderen Medium, z.B. Grundwasser, Umluft u.a., Wärme.
- Das nun gasförmige Kältemittel wird nun in einem oder mehreren Kompressoren verdichtet, um durch Druckerhöhung
die Verflüssigung bei hoher Temperatur zur Nutzung der Wärme vorzubereiten.
3028014
- Das verdichtete Kältemittel gibt im Kodensator, der
hier als Heizquelle wirkt, die im Verdampfer aufgenommene
Wärme zuzüglich dem Wärmeäquivalent der Verdichterarbeit an ein Heizmedium ab.
- Das nunmehr verflüssigte Kältemittel, das naturgemäß noch
etwa bei Kondensationstemperatur liegt, wird in einem Drosselorgan (Expansionsventil) im Druck abgesenkt und
erneut dem Verdampfer zugeführt.
2. FLOSS IGKEITSUNTERKOHLUNG
Die hohe Temperatur der Flüssigkeit vor dem Expansionsventil wirkt sich nachteilig aus, da hierdurch unverhältnismäßig
große Verluste bei der Drosselung im Expansionsventil auftreten.
Diesem Nachteil ist man in der Vergangenheit häufig dadurch begegnet, daß die Flüssigkeit durch das kalte Sauggas in einem
hierfür eingebauten Wärmeaustauscher unterkühlt wurde.
Dieses Verfahren hat jedoch den erhelbichen Nachteil, daß sich das spez. Volumen des Sauggases nicht unerheblich vergrößert
und damit die vom Kompressor angesaugte Kältemittelmenge
verkleinert wird.
Der "Gewinn" auf der Flüssigkeitsseite wird durch diesen Umstand durch den Verlust auf der Saugseite weitgehend aufgehoben,
so daß diese Maßnahme in ihrer Wirksamkeit in Frage zu stellen ist.
3. ERFINDUNG: Wirksame Maßnahme zur Flüssigkeits-
uη terkühlung
D ie erfindungsmäßige Aufgabe besteht darin, die unter 2.
genannten Nachteile der Flüssigkeitsunterkühlung durch Sauggaserwärmung
zu vermeiden, über die Vergrößerung des spez. Volumens des Sauggases hinaus sind noch folgende Nachteile
zu nennen:
-das erwärmte Sauggas führt zu höheren Verdichtungsendtemperaturen,
die zu Schaden und zur Verkürzung der Lebensdauer des Kompressors führen können,
-bei hermetischen Kompressoren wird häufig die Kühlung der Motorwicklung durch das kalte Sauggas bewirkt (sauggasgekühlte
Kompressoren). Bei Erwärmung des Sauggasesist diese Kühlung nicht mehr gewährleistet; der Motor kann ausfallen.
Alle Wärmepumpen sind dadurch gekennzeichnet, daß einem relativ kaltem Medium (Wasser oder Luft u.a.) die notwendige
Wärme entzogen wird.
Je höher die Temperatur dieses Mediums ist, um so wirtschaftlicher
verläuft der Prozeß, d.h. desto günstiger wird die Leistungszahl.
Allgemein gilt, daß die Leistungszahl um so günstiger liegt, je dichter die Temperatur, bei der die Wärme entzogen wird,
bei der Temperatur Tiegt, bei" der die Wärme abgegeben wird.
Zusammengefaßt führten also folgende Überlegungen zu der Erfindung,
die Gegenstand dieser Anmeldung ist:
-3-
a.) Die Kältemittelflüssigkeit verläßt den Kondensator etwa mit Kondensationstemperatur. Eine Unterkühlung
im Kondensator -wie bei Kälteanlagen üblich- ist im Kondensator nicht möglich, da hierfür die Heizmitteltemperatur
in der Regel nicht ausreicht, d.h. zu hoch liegt.
b.) Die Flüssigkeit ist zu unterkühlen, um Leistungszahl und Funktion der Wärmepumpenanlage zu verbessern.
- Die aufgenommene Verdampfungswärme vergrößert sich.
- Die Dampfblasenbildung im Drosselorgan wird stark eingeschränkt. Hierdurch werden die Wärmeübertragungsbedingungen im Verdampfer verbessert.
- Dampfblasenbildung vor dem Drosselorgan wird vermieden
und somit die Wirksamkeit des Drosselorgans sichergestellt.
c.) - Die Unterkühlung des flüssigen Kältemittels darf nicht
durch das kalte Sauggas erfolgen.
d.) Eine vorherige Erwärmung des Mediums, dem die Wärme zu entziehen ist, wirkt sich günstig aus, da hierdurch
die Verdampfungstemperatur des Kältemittels angehoben wird.
Den oben genannten Punkten wird Rechnung getragen dadurch, daß
- ein zusätzlicher Wärmeaustauscher zur Unterkühlung der Flüssigkeit
durch das Medium, dem die Wärme entzogen werden soll, eingebaut wird
oder, wenn sich dies prozeßmäßig und konstruktiv in Einzelfällen
(z.B. Luft/Wasser- oder Luft/Luft- Wärmepumpen) als nicht
günstig oder undurchführbar erweist,
- ein zusätzlicher Wärmeaustauscher zur Unterkühlung der Flüssigkeit
durch das verdampfende kalte Kältemittel eingebaut wird.
Beide Maßnahmen führen mit nur geringen Unterschieden zur nachhaltigen
Verbesserung der Betriebsweise von Wärmepumpenanlagen.
Im einzelnen werden folgende Verbesserungen erreicht:
- Erhöhung der im Verdampfer pro kg Kältemittel aufgenommenen Wärmemenge.
- Reduzierung der Drossel dampfbildung hinter dem Expansionsventil.
- Vermeidung von Dampfblasenbildung vor dem"Expansionsventil und
damit Erhöhung der Funktionssicherheit der Wärmepumpe.
- Erhöhung der Verdampfungstemperatur zur Verbesserung der leistungszahl.
- Gegebenefalls Vorwärmung des Mediums, dem die Wärme entzogen werden soll.
-4-ORIGiNAL INSPECTED
302SÜU
X-
Praktische Versuche haben gezeigt, daß allein die Verbesserung der Leistungsziffer bei 10 bis 15 % liegt je nach Temperatur-
und Druckbereichen, mit denen die Wärmepumpe betrieben wird.
Insbesondere sind jedoch die funktionell bedingten Vorteile zu unterstreichen.
Leerseite
Claims (1)
- 3023014NACHQEREICHTPatentansprüchef 1β Unterkühlung des flüssigen Kältemittels auf eine um über —30 K niedrige rs: liegende Temperatur durch das Medium, dem die Energie entzogen wird (passer, andere Flüssigkeiten, Luft), in einem zusätzlichen Wärmetauscher.Unterkühlung wie unter 1 genannt, jedoch durch eine beliebiges anderes zur Verfügung stehendes kaltes Medium«3© Unterkühlung des flüssigen Kältemittels durch das verdampfende Kältemittel in einem zusätzlichen Wärmetauscher,,
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803029014 DE3029014A1 (de) | 1980-07-31 | 1980-07-31 | Verbesserung der leistungszahl von waermepumpen durch unterkuehlung des fluessigen kaeltemittels ohne gleichzeitige ueberhitzung des sauggases |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3029014A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1203916A1 (de) | 2000-11-02 | 2002-05-08 | Kwt Kälte-Wärmetechnik Ag | Wärmepumpenheizanlage |
| EP2306125A1 (de) * | 2009-09-28 | 2011-04-06 | Vaillant GmbH | Wärmepumpe |
| DE10103150B4 (de) * | 2001-01-24 | 2015-12-10 | Stiebel Eltron Gmbh & Co. Kg | Lüftungsanlage |
-
1980
- 1980-07-31 DE DE19803029014 patent/DE3029014A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1203916A1 (de) | 2000-11-02 | 2002-05-08 | Kwt Kälte-Wärmetechnik Ag | Wärmepumpenheizanlage |
| DE10103150B4 (de) * | 2001-01-24 | 2015-12-10 | Stiebel Eltron Gmbh & Co. Kg | Lüftungsanlage |
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