DE2359813A1 - Vorrichtung zur verbesserung des wirkungsgrades von mit dampf betriebenen generatorturbinen - Google Patents
Vorrichtung zur verbesserung des wirkungsgrades von mit dampf betriebenen generatorturbinenInfo
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Description
22 945 G/we
3θα November 1973
Friedrich Benien, 6o85 Nauheim
Vorrichtung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von mit Dampf be=
triebenen Generatorturbinen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verbesserung
des Wirkungsgrades von dampfbetriebenen Generatorturbinen, , unabhängig von dem eingesetzten Brennstoff (Torf, Braunkohle,
Steinkohle, Erdöl, Gas oder UO2) besteht ein Wärmekraftwerk
im wesentlichen aus einem Dampferzeuger und einer Generatorturbine, Der im Dampferzeuger entstandene Dampf
treibt unter stufenweiser Entspannung die Generatorturbine an» Nachdem der Dampf in den Turbi-
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nenstufen unter. Abgabe seiner Wärmeenergie entspannt worden ist, wird er kondensiert und. das Kondensat erneut dem
Dampferzeuger zugeführt* Im Turbinenprozeß Vird das Wasser
üblicherweise in einen Dampf-Speisewasser-Kreislauf geführt. Anlagen, bei denen der Treibdampf nach Abgabe seiner
ausnutzbaren Wärmeenergie in der Turbine als Abdampf frei entweicht, sind unwirtschaftlich und seit langem
nicht mehr gebräuchlich. Zur Dampfkondensation sind beträchtliche Kühlwassermengen erforderlich. Diese sind umso
größer, je stärker infolge behördlicher Auflagen oder aus biologischen Gründen eine Erwärmung der Gewässer, aus
denen das Kühlwasser entnommen wird, vermieden werden muß. Nach deia gegenwärtigen Stand der Technik beträgt der
thermo-elektrische Wirkungsgrad von Großkraftwerken, d, h.
das Verhältnis in welchem die thermische Energie des Brennstoffs benutzbare elektrische Energie umgesetzt wird, etwa
3o bis 35 %, Das bedeutet, daß der größte Teil der thermischen Energie des eingesetzten Brennstoffes als sogenannte
Verlust- oder Restwärme abgeführt und zumeist einem nahegelegenen Gewässer zugeführt wird, Selbst wenn man die im
Kraftwerk selbst verbrauchte Wärmeenergie mit etwa Io % der Brennstoffenergie ansetzt, verbleiben noch immer etwa
55 bis 6o % der gesamten eingesetzten Wärmeenergie, die abgesetzt werden müssen, Dabei dürfte der geschätzte Wärmeverbr^uch
von Xo % im Kraftwerk selbst bereits überhöht sein» Die gewollten Verluste betreffen die im Kraftwerk
verbrauchte Elektro- oder Wärmeenergie, z, B. zum Betrieb von Nebenanlagen, Wird auch dieser Energieverlust
berücksichtigt, so läßt sich im Gegensatz zum Bruttowirkungsgrad der Nettowirkungsgrad bestimmen* Ungewollte Ener-
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gieverluste im Kraftwerk selbst ergeben sich aus der
Abwärme, welche die Maschinen, Rohrleitungen, italagen
etc, direkt an die ümgebungsluft abgeben»
Nach dem neuesten Stand der Technik und insbesondere wegen der im Hinblick auf den umweltschutz gemachten
behördlichen Auflagen, werden heute Kraftwerksanlagen
errichtet, bei denen die Turbinenkühlung im geschlossenen Kreislauf erfolgt. Das bedeutet, daß das Kühlwasser
zwar aus einem nahegelegenen Gewässer entnommen wird, jedoch nicht wieder dorthin zurückkehrt* Das
Kühlwasser wird zu seiher Kühlung über Kühltürme gepumpt und gibt dort den größten Teil seiner Restwärme
durch Verdunstung an die Umgebungsluft ab. Aus dem
Gewässer wird sodann lediglich die Wassermenge neu entnommen und dem Kühlkreislauf zugeführt, die infolge
der Verdunstung verloren geht. Dabei kann es sich um mehrere Iqoq m pro Stunde handeln, welche sich als
Wasserdampf in der I*uft wiederfinden und zu unerwünschten
Niederschlägenf zu Nebel- und Qlatteisbildung füh-
Diese Art der '
ren können, Tujrbinenkühlung, d, h. die Abfuhr der
Kondensationswärme des Treibdampfes, im geschlossenen
Kreislauf ist auch nur für den Notfall vorgesehen. Dieser
tritt beispielsweise bei zu geringer Wasserführung des Gewässers ein. Es ist anzunehmen, daß Großkraftwerke
bei Kühlung im geschlossen,en Kreislauf in ihrer I»eistung
abfallen, Der geschlossene Kreislauf verschlechtert den Wirkungsgrad, da Eückkühlwasser kaum dieselbe
niedrige Temperatur des Frischwassers erreichen dürfte und somit das siusnutzb^re Temperaturgefälle geringer
ist, Wird das Kühlwasser in den Kühltürmen auf tiefere
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Temperaturen gekühlt, so ist eine größere Verdunstung die Folge, so daß die erforderlichen Frischwassermengen,
die in den Kreislauf eingespeist werden müssen, zu groß werden. Der erwähnte Wassernotstand ist aber
nur bei größeren Hitzeperioden zu befürchten, so daß Nebel- und Glatteisgefahr weitgehend vernachlässigt
werden können. Dennoch wehrt sich die Schiffahrt auf den großen Flüssen und Strömen gegen die zum geschlossenen
Kreislauf erforderlichen Kühltürme, weil diese oberhalb der verhältnismäßig kühlen Wasseroberfläche zu einer
Kondensation des Verdunstungswassers führen und somit auch in Sommernächten Nebel erzeugen. Schließlich
sind sich auch über die Art der Kühlung die Umweltschützer und die Landschaftsschützer nicht einig, denn
die ersten verlangen die Kühlung im geschlossenen Kreislauf zur biologischen Entlastung der Gewässer, während
die anderen gegen die kolossalen Abmessungen der hierfür erforderlichen Kühltürme protestieren.
Nach dem letzten Stand der Technik versucht man, die Abwärme dadurch zu verringern, daß man zwischen den Niederdruckstufen
der Turbinen und den eigentlichen Kondensatoren, die von dem Kühlwasser durchflossen werden,
sogenannte Nachheizer anordnet. Bei diesen handelt es sich um Wärmeaustauscher, die dem Abdampf so weit wie
möglich Wärme entziehen und diese durch einen besonderen Sekundärkreislauf dem Speisewasser hinter den Kondensatoren
und der Niederdruck-Speisewasser-Umwälzpumpe wieder zuführen. Dieses Verfahren findet sine Grenze in
dem erforderlichen Wärmegefälle, das erforderlich ist, damit das im Nachheiser erwärmte Wasser im Sekundärkreislauf
die aufgenommene Wärme wieder an das Speise-
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wasser abgeben kann. Das Wärmegefälle wird aber durch das
Kühlwasser bewirkt, welches nicht nur die gesamte Kondensationswärme
des Abdampfes aufzunehmen hat, sondern auch den Temperaturunterschied zwischen den Nachheizern vor
den Kondensatoren und den Wärmeaustauschern, die den Sekundärkreislauf mit dem Speisewasser-Kreislauf verbinden.
Nur wenn eine ausreichende Abkühlung in den Kondensatoren erfolgt, entsteht ein Wärmegefälle, so daß die Wärme
in der gewünschten kichtung fließen kann. Das Nachheizerverfahren
verbessert daher allenfalls die Wirtschaftlichkeit im Sinne einer Brennstoff- oder Dampferspamis, Diese
Ersparnis ist jedoch gering, weil das" Kühlwasser nicht nur die Kondensationswärme abzuführen hat, sondern auch
den Naßdampf vor dem Kondensator und hinter dem Nachheizer
Wärme entziehen muß, damit das Temperaturgefälle gewährleistet ist.
Bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Wärmekraftwerken, insbesondere von Großkraftwerken, steht das Problem
der Turbinenkühlung im Vordergrund«, Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die es gestattet,
dem Speisewasser~Rücklauf einen möglichst grossen
Anteil der Abdampfwärme wieder zuzuführen, ohne daß hierfür im Speisewasser-Kreislauf selbst ein Temperaturgefälle
geschaffen werden müßte»
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Abdampfstrom der Generatorturbine die wärmeaufnehmenden
Teile einer Kältemaschine angeordnet sind, deren wärmeabgebenden Teile mit den wärmeaufnehmenden Teilen einer
Wärmepumpe in wärmeaustauschender Verbindung stehen, und
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daß die Wärmepumpe die Wärme an den Speisewasser-Rücklauf
oder einen anderen Wärmeverbraucher abgibt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung führt zu einer besseren
Ausnutzung der in den Brennstoffen enthaltenen Wärmeenergie. Bai einem schon bestehenden Kraftwerk würde
sich die Installation der erfindungsgenmßen Anlagen in
einer Brennstoffersparnis auswirken, wobei die Elektrizitätsausbeute
gleich bliebe. Bei neu zu errichtenden Wärmekraftwerken bewirkt das erfirxdungsgemäße Verfahren
eine erhöhte Elektrizitätsproduktion bei gleichem Brennstoff einsatz. Andererseits wird durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung dem Umweltschutz Rechnun getragen. Denn bei gleicher Leistung des Kraftwerks wird die Wärmebelastung
der Gewässer und der Luft verringert» Die Installation der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfordert
zunächst erhöhte Investitionen, die sich aber in absehbarer Zeit durch die Brennstoffeinsparung oder durch
die erhöhte Stromausbeute amortisieren lassen. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ist insbesondere für Kraftwerke vorteilhaft, die mit Stein- oder Braunkohle oder
mit öl befeuert werden. Sie ist auch für Kernkraftwerke zweckmäßig, obwohl bei diesen der Brennstoff so billig
ist, daß er im Verhältnis zu den Errichtungskosten weniger ins Gewicht fällt, und deren Leistung so hoch ist,
daß mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nur eine geringe Verbesserung des Nettowirkungsgrades erzielt wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist bei einer Generatorturbine mit Hoch- und Niederdruckstufe und diesen
nachgeschalteten, Kondensatoren in oder vor den Turbinen Kondensatoren der Austreiber einer Absorptions-
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.kältemaschine angeordnet? deren Verdamp. ~ in Wärmeaustauschen der Verbindung mit dem Kühlwasservorlauf
für die Turbinenkondensatoren steht und deren Absorber und Kondensator mit den wärmeaufnehmenden Teilen einer
Wärmepumpe in wärmeaustauschender Verbindung stehen»
Bei dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung wird in vorteilhafter Weise das Kühlwasser abgekühlt und die entzogene
Wärme dem Speisewasser-Rüeklauf zugeführt,, Der
Verdampfer der Äbsorbtions-Kältemaschine kann auch zur
Kühlung anderer Teile der Gesamtanlage eingesetzt werden.
In weiterer Ausgestaltung 4er Erfindung ist im Abdampfstrom
einer Gegendruckturbine eine Wasserdampfstrahlkälte-Einrichtung
angeordnet, wobei der Abdampf sum Antrieb eines Turbinenverdichters dient. Bei Gegendruckturbinen
kann der Abdampf zum Antrieb des Turbinenverdichters ausgenutzt werden, Der bekannte Nachteil von
Dampfstrahlkühleinlagen mit Turbinenverdichter wird hier zum Vorteil verkehrt ρ nämlich der hohe Treibäampfbedarf,
Der Treibdampfbedarf wird jedoch nur im Verhältnis zur Kühlleistung als zu hoch angesehen r weil am
Kondensator eine Darapfstrah!-Kühlanlage im Verhältnis
zur Kühlleistung eine sehr große Wärmemenge auftritt, die normalerweise durch Kühlwasser abgeführt werden müßte.
Da das erfindungsgemäße Verfahren jedoch die Kondensatorwärme
so vollständig wie möglich zur Verdampfung des Wärmeträgers der Wärmepumpe benutzt, schlägt der Nachteil der Dampfstrahlkühlanlage in einen Vorteil umo
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In anderer Ausgestaltung der Erfindung ist im Abdampfstrom einer Kondensationsturbine eine Wasserdampfstrahlkälte
-E in richtung mit Strahlapparat angeordnet, der mit
einem Teil des Frischdampfes betrieben wird. Bei dieser dient keine Dampfturbine zum Antrieb des Kompressors,
sondern sie arbeitet mit dem sogenannten Strahlapparat. Eine DampfStrahlkälteanlage, welche mit Wasser als Wärmeträger
arbeitet, bringt gegenüber einer mit NH3 als Kältemittel arbeitenden Absorptionskältemaschine den
Vorteil der Gefahrlosigkeit des Wärmeträgers. Jedoch sind die Nachteile bei der Benutzung von Wasser als Wärmeträger
zu berücksichtigen, die darin liegen, daß unter 0° C keine nennenswerte Verdampfung erfolgt, so daß
der Einsatz einer solchen Anlage nur bei Rückkühl- und nicht bei Frischwasserkühlung möglich ist. Weiterhin
bestehen die Nachteile der DampfStrahlkühlanlage mit
Strahlapparat in der geringen Regelbarkeit, was sich jedoch bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kaum nachteilig
auswirkt. Der hohe Treibdampfverbrauch und die große Kondensatorleistung, die üblicherweise Nachteile
bedeuten, verkehren sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Vorteile, die in dem höheren Wärmeaufkommen
«in dem Verdampfer der Wärmepumpe liegen.
Besonders zweckmäßig ist es, als Wärmeträger der Wärmepumpe reines Wasser einzusetzen, üblicherweise wird bei
Wärmepumpen als Wärmeträger NH_ benutzt, weil diese Kaitemittel
bei Temperaturen unter 0 C noch verdampfen kann und damit in der Lage ist, auch einer recht kalten
Umgebung noch Wärme zu entziehen, die zu Heizzwecken
nutzbar gemacht werden kann. Reines Wasser ist jedoch als Kälteträger gefahrloser als Ammoniak und verdampft
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bei den erfindungsgemäß vorgesehenen Drücken und Temperaturen. Weiterhin kann es bei den durch das erfindungsgemäße
Verfahren vorgesehenen Drücken und Temperaturen wieder kondensiert werden. Ohne Berücksichtigung vom
Wärmezufluß durch den Kompressor der Wärmepumpe nimmt das Wasser im Idealfall im Verdampfer ohne innere Temperaturerhöhung
die gesamte thermische Energie von Kondensator und Absorber der Absorptionskältemaschine als
reine Verdampfungswärme auf, welche dann im Kondensator der Wärmepumpe wieder als Kondensationswärme entzogen
werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung stellt in ihrer einzigen Figur das Schema der Turbinenkühlung
dar.
Die stark vereinfachte Schemazeichnung zeigt eine Generatorturbine
mit ihrem Hqchdruck-HD und ihren Niederdruckstufen ND, sowie ihrem Generator G, Mit Richtungspfeilen
abgebildet ist der Treibdampfvorlauf und der
Speisewasserrücklauf, die den Spexsewasserkreislauf 1 bilden. Die im Speisewasserrücklauf befindlichen Niederdruck-
und Hochdruckumwälzpumpen, sowie die Niederdruck- und Hochdruckvorwärmer sind nicht eingezeichnet.
Der Kühlkreislauf besteht darin, daß zwischen den Niederdruckstufen
der Turbine ND und den jeweils entsprechenden Kondensatoren 2 die Austreiber 3 einer Absorptionskältemaschine
angeordnet sind.
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-Xo-
Die gesamte Absorptions-Kälteanlage AKA ist mit Austreiber
3, Kondensator 5, Verdampfer 6, Absorber 7 und Lösungs-Wärmeaustaüscher
8 schematisch dargestellt. Andere Anlagenteile sind nicht eingezeichnet, wie. Regelungen,
Regeneratoren etc, Auch ist der Lösungskreislauf zwischen Absorber 7 und Austreiber 3 nur stark vereinfacht
angedeutet.
Die AKA entzieht durch ihren Austreiber 3 dem Abdampf die größtmögliche Wärmemenge, Der Verdampfer 6 der AKA.
ist im Kühlwasservorlauf 4 für die Turbinenkondensatoren 2 angeordnet und kühlt somit das Kühlwasser vor. Hierdurch
ist die Verdampfertemperatur festgelegt, die jeweils
unter derjenigen des einkommenden Kühlwassers liegen muß, Die Verdampfertemperatur hat also bei -5 bis
+ lo° C zu liegen, je nachdem, ob Frischwasser" oder Rückkühlwasser vorzukühlen ist.
Laut Wärmebilanz einer AKA findet sich am Kondensator derselben 5 annähernd dieselbe Wärmemenge wieder, die
durch den Verdampfer 6 aufgenommen wurde, während am Absorber 7 annähernd dieselbe Wärmemenge vorgefunden wird,
die durch den Austreiber 3 aufgenommen wurde, "Annähernd" in beiden Fällen deshalb, weil Wärmeverluste durch Strahlung
etc. hier vernachlässigt wurden. Diese Wärmeverluste bestimmen den Wirkungsgrad der Anlage, welcher erföwungsgemäß
umso größer ist, je größer die Anlage selbst ist.
Bei den heute bereits industriemäßig gebauten AKA'n %
liegt der Wirkungsgrad bei Kälteleistungen von 5 Mio kcal/h bei 9o %.
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- li - ■ ■
.Das quantitative Verhältnis der Wärme,, di am Austreiber
zuzuführen ist, und derjenigen, die am Verdampfer abgeführt wird, ist das Wärmeverhältnis„ Es stellt nicht den
Wirkungsgrad der Anlage dar. Bei einer industriemäßigen AKA von 5 Mio keal/h Kälteleistung (und bei den angenommenen
Temperaturunterschieden) liegt das Wärmeverhältnis bei ca, 6o %. Für jede kcal, die dem Austreiber zugeführt
wird, kann der Verdampfer demnach ο,6 kcal vom Kühlwasser
aufnehmen» Die Gesamtwärme von 1,6 kcal liegt demnach an
Kondensator und Absorber gemeinsam wieder vor»
Während jedoch Kondensator und Absorber einer herkömmlichen
AKA ihrerseits durch Kühlwasser gekühlt werden müssen, bilden
Kondensator 5 und Absorber 7 der AKA der erfindungsgemäßen Anlage ihrerseits den Verdampfer ^iner Wärmepumpe
WP, Die Wärmepumpe ist in der Schemazeichnung mit ihrem
Verdampfer 9, ihrem Kompressor lo? ihrem Kondensator 11 und
ihrem Hauptregelventil (Drossel) 1 ■.dargestellt, Webenaggregate
sind weggelassen.
Eine Wärmepumpe WP ist im Grund eine Kompressions-Kälteanlagef
welche jedoch zur Beheizung und nicht zur Kühlung eingesetzt wird, , .
Das erfindungsgemäße Verfahren kombiniert in Form eines
Wärmeaustauschers 5t 7, 9 den Kondensator 5 und den Absorber
7 einer AKA mit dem Verdampfer 9 einer WP, Der Wärmeträger der WP verdampft dort und gelangt zum Kompressor
der WP Io, wo er so stark verdichtet wird, daß er im Kondensator
der WP kondensiert, wonach der Wärmeträger wieder in flüssiger Form zum Haupt-Regelventil der WP 12 gedrückt
wird, hinter welchem er seine Expansion erneut beginnt.
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Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsge'mäße Anlage ermöglichen es daher, dem Speisewasser-Rücklauf
durch, den Kondensator der WP 11 annähernd dieselbe Wärmemenge wieder zuzuführen, welche vorher einerseits dem
Abdampf und andererseits dem Kühlwasser entzogen wurde. Hinzu kommt, daß das thermodynamisehe Leistungsäquivalent
des Kompressors der WP Io zum Teil am Kondensator der WP 11 wieder vorgefunden wird und damit die hier zu Verfügung
stehende Wärmemenge noch erhöht, wohingegen das Leistungsäquivalent von Kompressoren bei Kompressions-Kühlanlagen
teilweise leistungsmindernd auf die Kälteleistung einwirkt. Genauso belasten die Kühlwasserpumpen
eines Kraftwerks, zumindest zum kleinen Teil, das Kühlwasser mit unerwünschten Kalorien. Durch die sehr geringe
Erwärmung des Kühlwassers, die hierdurch eintritt, und natürlich durch die allgemein geringe Temperatur desselben,
kann diese Verlustwärme jedoch nicht anderweitig genützt werden,
Der Kompressor der Wärmepumpe Ip hingegen läuft bei sehr
viel höheren Temperaturen. Er muß auch gekühlt werden, aber das Kühlwasser kann zu Heiz- oder Wassererhitzungszwecken
wieder herangezogen werden, wenn gewünscht oder erforderlich.
Das Ziel der Erfindung wird also dadurch erreicht, daß
das normalerweise erforderliche Temperaturgefälle, welches zur Wiederzufuhr von aus demselben System gewonnener Wärme
notwendig wäre, durch die kombinierte Funktion einer und einer WP überwunden wird.
509829/0008
Das erfindungsgemäße Verfahren findet adne- Grenze in
den jeweils technisch realisierbaren Größenordnungen von AKA und WP", Im Verhältnis zwischen den realisierbaren
Leistungen erfindungsgemäßer Anlagen,, und der demnach
hierdurch erzielbaren Ersparnis an Brennstoff und Kühlwasser; und der Kraftwerks-Nettoleistung findet auch
die Verbesserung des Wirkungsgrads des Kraftwerks ihre Grenzen,
Naturgemäß wird'die Energie zum Betrieb der Lösungspumpe
der AKA (nicht eingezeichnet) 9 deren anderer Nebenaggre·=
gate (Regelung etc,)? sowie der .sehr viel höhere Kraftfoedarf
des Kompressors der WP 1o und deren anderer Nebenaggregate ebenfalls der Kraftwerksleistung entzogen„ Der
Wärmegewinn einer WP beträgt jedoch das Zwei- bis Drei"=
fache der Kompressorleistung, während der Elektro-Energieaufwand
zum Betrieb einer AKA im Verhältnis zur Gesamtleistung sogar·äußerst gering ist„
Besonders zweckmäßig ist es, als Wärmeträger der AKA NH-einzusetzen.
In Ermangelung eines ungefährlicheren Wärmeträgers als NH3 ist eine Anlage^ welche mit Ammoniak
funktioniert, einer solchen mit Lithiumbromid vorzuziehenc
50982 9/ OQQI
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE\XJ Vorrichtung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von V_y oder Sattdampfmit Heißdampf /betriebenen Generatorturbinen, dadurchgekennzeichnet, daß im Abdampfstrom der Generatorturbine die wärmeaufnehmenden Teile einer Kältemaschine angeordnet sind, deren wärmeabgebenden Teile mit den wärmeaufnehmenden Teilen einer Wärmepumpe in
^ wärraeaustauschender Verbindung stehen, und daß die Wärmepumpe die Wärme an den Speisewasser-Rücklauf oder einen anderen Wärmeverbraucher abgibt.2, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Generatorturbine mit Hoch- und Niederdruckstufe und diesen nachgeschalteten Kondensatoren in oder vor den Turbinenkondensatoren der Austreiber einer Absorbtionskä1temaschine angeordnet ist, deren Verdampfer in wärmeaustauschender Verbindung mit
dem Kqhlwasser-Vorlauf für die Turbinenkondensatoren steht und deren Absorber und Kondensator mit den wärmeaufnehmenden Teilen einer Wärmepumpe in wärmeaustauschender Verbindung stehen·3# Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer der Kühlung anderer Teile der Gesamtanlage dient.509829/00084. Vorrichtimg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Abdampfstrom einer Gegendruckturbine eine Wasserdampfstrahlkälteöinrichtung angeordnet ist, wobei der Abdampf zum Antrieb eines Turbinenverdich-.ters dient,5. Vorrichtung nach Anspruch lr dadurch gekennzeichnet^ daß im Abdampfstron, einer Kondensations turbine eine Wasserdampfstrahlkälteeinrichtung mit Strahlapparat angeordnet ist, der mit einem Teil des Frischdampfs betrieben wird,6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5S dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeträger der Absorptionskältemaschine aus NH_ besteht»7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche! bis 6f dadurch gekennzeichnet, daß als Wärmeträger der Wärmepumpe Wasser dient.509829/000 8Leerseite
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| DE (1) | DE2359813A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2904232A1 (de) * | 1979-02-05 | 1980-12-18 | Hans Michael Dipl Ing Woerwag | Verfahren und anlage zur verbesserung des wirkungsgrades von kraftwerken |
| US4503682A (en) * | 1982-07-21 | 1985-03-12 | Synthetic Sink | Low temperature engine system |
| CN104373166A (zh) * | 2014-10-22 | 2015-02-25 | 烟台荏原空调设备有限公司 | 一种具有散热回收功能的双工质循环发电系统 |
-
1973
- 1973-11-30 DE DE2359813A patent/DE2359813A1/de active Pending
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