-
Bezeichnung: Unbewegliche Nachrüstvorrichtung an Fahrzeug-
-
aufbauten Beschreibung Die Erfindung betrifft eine unbewegliche Nachrüstvorrichtung
an Fahrzeugaufbauten mit mindestens einer von einer Türumrahmung umgebenen Türöffnung,
zum Zusammenwirken mit beim Be- und Entladen benutzten nachgerüsteten Fahrzeugteilen.
-
Solche unbeweglichen Nachrüstvorrichtungen dienen z.B. als Befestigungsvorrichtungen
für nachgerüstete, beim Be- und Entladen benutzte Fahrzeugteile, wie z.B. für Hubeinrichtungen
an Fahrzeugen oder als Befestigungsvorrichtungen für Bedienungseinheiten solcher
Hubeinrichtungen. Eine bekannte nachgerüstete Hubeinrichtung- ist im Inneren eines
Fahrzeugaufbaus, in der Regel dicht an der Hecktür untergebracht und weisen eine
Schwenkachse, die nahe einem hinteren Eck des Fahrzeugaufbaus befestigt ist und
eine mit dieser Schwenkachse über Hubmittel verbundene Plattform auf. Diese Plattform
ist dabei in die Senkrechte geklappt und steht quer zur Fahrtrichtung. Als unbewegliche
Nachrüstvorrichtung zum Befestigen einer solchen beweglichen nachgerüsteten Hubeinrichtung
wird bekannterweise eine Metallplatte verwendet, die entweder direkt mit dem Boden
des Fahrzeugaufbaus oder durch den Boden hindurch mit tragenden Teilen des Fahrgestells
verbunden ist. Die nachgerüstete Hubeinrichtung ist mit ihrer Schwenkachse auf diese
nachgerüstete Befestigungsvorrichtung geschraubt odg geschweißt.
-
Zum Betreiben der Hubeinrichtung sind zunächst die Hecktüren zu öffnen
und festzustellen. Danach wird die Plattform entriegelt und um die Schwenkachse
soweit geschwenkt, daß sie in Fahrtrichtung liegt. Nach dem erneuten Verriegeln
der Schwenkachse wird die Plattform in die Waagerechte geklappt und ist damit betriebsbereit.
Um das Fahrzeug wieder fahrtbereit zu machen, sind alle Handgriffe in umgekehrter
Reihenfolge durchzuführen.
-
Durchldie Unterbringung der bekannten Hubeinrichtung im Inneren von
Fahrzeugaufbauten wird die Größe der nutzbaren Ladefläche erheblich verringert.
Um diesen Verlust an Ladefläche möglichst gering zu halten, weisen diese Hubeinrichtungen
einen komplizierten Falt- und Drehzusammenbau auf. Die Vielzahl der bewegbaren Teile
führt zu Klappergeräuschen während der Fahrt und hat außerdem eine sehr komplizierte
Handhabung zur Folge, Wenn ein größerer Gegenstand, selbst von leichtem Gewicht,
von der Ladefläche entnommen werden soll, so müssen nicht nur die Hecktüren geöffnet
werden, sondern es muß auch die quer zur Fahrtrichtung liegende Plattform geschwenkt
werden, um den Gegenstand dem Fahrzeugaufbau entnehmen zu können. Bei hydraulisch
betätigten
Hub einrichtungen treten auch immer wieder Verschmutzungen im Wageninnern durch
Austreten des Hydrauliköls auf.
-
Von Kofferaufbauten her ist es bekannt, Hubeinrichtungen außerhalb
des Kofferaufbaus zu befestigen, und die Plattform so anzubringen, daß sie im fahrbereiten
Zustand in etwa senkrecht steht, daß sie in etwa die Abmessungen der Türöffnung
aufweist und daß sie dadurch die Türöffnung verschließt. In diesem Fall ist in den
Türrahmen eine Dichtung eingelegt, die das Innere des Kofferaufbaus durch die angelegte
Plattform nach außen hin abdichtet. Zwar sind derartige Hubeinrichtungen schnell
und einfach am Fahrgestell eines Fahrzeuges mit Kofferaufbau montierbar, jedoch
erfordert das Anbringen von Verriegelungsvorrichtungen und Bedienungseinheiten einen
erheblichen Arbeitsaufwand und führt zu Verletzungen der Karosserie durch das Anbringen
der nachgerüsteten Teile.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine unbewegliche Nachrüstvorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, die schnell und einfach ohne erhebliche Verletzung
der Karosserie montierbar ist und die wenig oder gar keine Ladefläche beansprucht.
-
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Nachrüstvorrichtung ein die
Türöffnung zumindest teilweise umgebender Nachrüsttürrahmen ist. Eine derartige
Nachrüstvorrichtung kann, unabhängig von der Art des Fahrzeugaufbaus, z.B. als Befestigungsvorrichtung
für nachgerüstete bewegliche Fahrzeugteile wie Schiebe-, Rolladen- oder Gliedertüren
oder Hubeinrichtungen verwendet werden, sie kann z.B. als Anschlag für eine hochgeklappte
Ladeplattform dienen, oder es können an ihr Verriegelungsvorrichtungen und Bedienungselemente
angebracht sein.
-
Die vorgeschlagene Nachrüstvorrichtung kann insbesondere dann ohne
jegliche Veränderung am Fahrzeugaufbau angebracht werden, wenn sie statt ursprünglich
vorhandener Türen in am Türrahmen angebrachte Türangeln eingehängt ist. Die Einsparung
der Türen
führt nicht nur zu der sehr einfachen Montagemöglichkeit
ohne Verletzung der Karosserie durch die Nachrüstvorrichtung, sondern dadurch ist
auch eine Erniedrigung des Gesamtpreises eines mit einer vorgeschlagenen Nachrüstvorrichtung
statt einer bekannten Nachrüstvorrichtung ausgestatten Fahrzeuges erzielt.
-
Zum Beispiel werden bei den eingangs beschriebenen bekannten Hubeinrichtungen
die Fahrzeugtüren und zusätzlich die nachgerüstete Hubeinrichtung mitsamt der nachgerüsteten
Befestigungsvorrichtung benötigt. Bei Verwendung des vorgeschlagenen Nachrüsttürrahmens
als Anschlag für eine außen am Fahrzeugaufbau montierte Hubeinrichtung, z.B. bei
einem bekannten Kastenaufbau, fällt der Preis für die Türen, die nicht mehr benötigt
werden, weg. Dieses Wegfallen der Türen führt auch zu einer Gewichtsverminderung
eines mit einem vorgeschlagenen Nachrüsttürrahmen und einer außen angebrachten Hubeinrichtung
ausgerüsteten Fahrzeuges gegenüber einem gleichen Fahrzeug mit einer bekannten nachgerüsteten
Hub einrichtung mit nachgerüsteter Befestigungsvorrichtung.
-
Eine besonders gute Abdichtung eines Nachrüsttürrahmens ergibt sich
dann, wenn er gegenüber dem Fahrzeugaufbau durch einen sich an die Türumrahmung
legenden Abdichtgummi abgedichtet ist.
-
Ein solcher Abdichtgummi liegt zweckmäßigerweise gerade dort an der
Türumrahmung an, wo ohne Nachrüsttürrahmen die Abdichtgummis ursprünglich vorhandener
Türen anliegen.
-
In einer sehr einfachen Ausführungsform kann der Nachrüsttürrahmen
z.B. nur aus einem elastischen Schlauch bestehen, der durch Luft, Hydraulikflüssigkeit
oder ein anderes Treibmittel aufgeblasen wird. In einer solchen Ausführungsform
kann der Nachrüsttürrahmen als Dichtprofil für eine von hinten an den Fahrzeugaufbau
geklappte Plattform dienen.
-
Sehr einfach montierbar, wartungsfrei, und als Befestigungsvorrichtung
für Türen, Hubeinrichtungen und Bedienungseinheiten geeignet ist ein Nachrüsttürrahmen,
der formstabil ist, und der eine Ebenenbegrenzung und eine Anpaßbegrenzung aufweist,
die
an Rundungen oder Vorsprünge des Fahrzeugaufbaus angepaßt ist.
-
Ein solcher fester Nachrüsttürrahmen kann z.B. ein Metallrahmen oder
ein fester Kunststoffrahmen sein. Zur besseren Abdichtung zum Fahrzeugaufbau und/oder
zu einer Plattform ist es von Vorteil, diesen formstabilen Nachrüsttürrahmen noch
mit weichen Gummidichtungen zu versehen Im Falle eines Kastenaufbaus und einer außen
an diesem angebrachten Hubeinrichtung liegt die Anpaßbegrenzung am Fahrzeugaufbau
von außen an und-gleicht Rundungen des Aufbaus aus Die Ebenenbegrenzung dichtet
zusammen mit einer an sie angelegten Plattform das Innere des Fahrzeugaufbaus nach
außen hin ab. Dient der formstabile Nachrüsttürrahmen z.B. zum Anbringen einer Rolladentür,
so kann er nach innen oder nach außen am Fahrzeugaufbau angebracht sein. Die außenseitige
Anbringung ist dabei besonders vorteilhaft, da in diesem Fall durch die nachgerüsteten
Fahrzeugteile kein Ladeplatz beansprucht wird.
-
Ein weiterer Vorteil des formstabilen Nachrüsttürrahmens ist der,
daß Bedienungselemente für eine nachgerüstete Tür oder eine Hubeinrichtung oder
eine Plattform- oder Türverriegelung angebracht werden können. Es ist daher nicht
notwendig, den Fahrzeugaufbau zur Befestigung solcher Elemente zu verändern und
damit zu beschädigen.
-
Sehr erhebliche Vorteile bietet eine Lösung, die eine außerhalb des
Fahrzeugaufbaus befestigte Hùbeinrichtung mit einer ebenen Plattform im wesentlichen
der Abmessungen der Türöffnung aufweist und bei der im fahrbereiten Zustand die
Plattform der Hub einrichtung in etwa senkrecht steht und dabei dicht am-Nachrüsttürrahmen
anliegt. Gegenüber den bisher bekannten nachgerüsteten Hub einrichtungen im Inneren
eines Fahrzeugaufbaues bestehen nicht nur die Vorteile, daß kein Platz mehr im Wageninneren
beansprucht wird, daß Klappergeräusche und Verschmutzung wegfallen und daß die Bedienung
wesentlich vereinfacht ist, sondern es stehen mit der vorgeschlagenen Lösung auch
wesentlich größere Plattformen als bisher zur Verfügung.
-
Dies ist von ganz besonderem Vorteil, z.B. bei Kastenwagen, die zum
Transport von Behinderten in Rollstühlen dienen. Nach der DIN-Norm Nr. 75078 für
Versehrten-Lifte wird eine Abmessung der Plattform von mindestens 900 auf 1200 mm
gefordert.
-
Dieses Maß ist mit den bisher bekannten Hubeinrichtungen für Kastenwagen
gerade noch realisierbar, ohne daß die Hubeinrichtung ein zu unerträgliches Hindernis
im Wageninnern werden würde. In verschiedenen Untersuchungen werden jedoch Versehrtenlifte
mit Breite oder Tiefe von 1400 bis 1600 mm gefordert. Bei der vorgeschlagenen Hub
einrichtung mit Nachrüsttürrahmen ergeben sich diese Abmessungen von selbst, da
die Abmessungen z.B. von Hecktüren an Kastenwagen eine Größe von etwa 1500 mm auf
1500 mm aufweisen.
-
Bei Verwendung von geführten Hubeinrichtungen kann der Nachrüsttürrahmen
direkt als Führungsgestell verwendet werden. Der Nachrüsttürrahmen kann auch einen
Parkbügel aufnehmen, der z.B. in Form eines umgekehrten U um die Plattform läuft
und an seinen unteren Enden drehbar gelagert ist. Ein solcher Parkbügel kann dann
ausgeklappt werden, wenn das Fahrzeug mit der vorgeschlagenen Hubeinrichtung geparkt
ist und sichergestellt werden soll, daß der Platz hinter der Hubeinrichtung nicht
durch andere Fahrzeuge verstellt wird. Dies ist insbesondere von Vorteil für Rollstuhlfahrer,
die unter Umständen darauf angewiesen sind, zunächst mit ihrem Rollstuhl ins Fahrzeuginnere
zu gelangen, bevor sie dieses weiter bedienen können. Da für diese Personen der
Zugang zum Fahrzeug nur über die Hubeinrichtung möglich ist, ist es entscheidend,
daß sie sich den für die Bedienung notwendigen Platz sichern können.
-
Gemäß den Sicherheitsvorschriften sind an Hubeinrichtungen druckempfindliche
Vorrichtungsteile dort vorzusehen, wo sich Spalte verengen. Bei der vorgeschlagenen
Hubeinrichtung werden die Sicherheitsvorschriften ohne besonderen konstruktiven
Aufwand direkt dadurch erfüllt, daß der Nachrüsttürrahmen mindestens einen Sicherheitsbügel
aufweist, durch den die Hubeinrichtung
in ihrer Hub- oder Schließbewegung
bei Berührung oder Annäherung angehalten wird.
-
Mit Hilfe des vorgeschlagenen Nachrüsttürrahmens können aber auch
Schiebe-, Glieder- oder Roladentüren einfach und ohne wesentliche Verletzung an
einem Fahrzeugaufbau befestigt werden. Dabei sind genormte Türen verwendbar, da
mit Hilfe des Nachrüsttürrahmens eine einfache Anpassung zwischen an einem Fahrzeugaufbau
vorhandener Türöffnung und käuflichen Türelementen hergestellt werden kann. Die
Verwendung solcher nachgerüsteter Schiebe-, Glieder- oder Rolladentüren ist wiederum
für Behinderte von Vorteil, da sie nicht einer schwenkenden Tür ausweichen müssen.
Andererseits kann sich ein Nachrüstwunsch für eine nicht ausladende Tür dadurch
ergeben, daß mit einem Fahrzeug zu dessen Entladen häufig an eine Stelle zu fahren
ist, an der Flügeltüren wegen enger räumlicher Begrenzung nicht mehr geöffnet werden
können. Der Nachrüsttürrahmen ermöglicht in solchen Fällen ein schnelles Anpassen
an durch äußere Umstände vorgegebene Sachlagen, die entweder durch die Person des
Fahrzeugführers oder durch bestimmte Transportaufgaben vorgegeben sind.
-
Bei allen bisher beschriebenen Ausführungsformen ist es von besonderem
Vorteil, den Nachrüsttürrahmen zweiteilig auszubilden, mit einem ersten Einbaurahmen
für das nachgerüstete Fahrzeugteil und einem zweiten Anpaßrahmen zum Anbauen an
das jeweilige /z.B.
-
Fahrzeug. Zum wahlweisen Einbauen von fünf verschiedenen nachrüstbaren
Fahrzeugteilen, z.B. einer Schiebetür, einer Gliedertür, einer Rolladentür oder
zwei unterschiedlichen Hubeinrichtungen ist es dann erforderlich, fünf verschiedene
Einbaurahmen herzustellen. Sollen diese fünf verschiedenen Einbaurahmen mit dem
jeweils zugehörigen nachgerüsteten Fahrzeugteil an zzeinBVerschiedenen Fahrzeugtypen
wahlweise anbringbar sein, so ist noch die Herstellung von zehn verschiedenen Anpaßrahmen
erforderlich. Mit den zehn Anpaßrahmen und den fünf Einbaurahmen kann dann jedes
der fünf nachrüstbaren Fahrzeugteile schnell und einfach an einem der zehn verschiedenen
Fahrzeugaufbauten montiert werden. Ohne diese Zweiteilung in Einbaurahmen und Anpaßrahmen
wären
fünfzig verschiedene Nachrüsttürrahmen erforderlich, um das gleiche, schnelle und
einfache Nachrüsten zu ermöglichen Ein besonders gutes Herstellen und einfaches
Anbringen eines vorgeschlagenen Nachrüsttürrahmens ist auch dadurch gewährleistet,
daß dieser aus geschäumtem Kunststoff hergestellt wird. Dazu wird ein schäumbarer
Kunststoff in eine Form eingegossen und härtet in dieser aus. Wenn der Nachrüsttürrahmen
Führungsfunktion zu übernehmen hat, so wird man einen Kunststoff wählen, der zu
hoher Steifigkeit aushärtet, während man für einen Nachrüsttürrahmen, der vorwiegend
Dichtfunktion über nehmen soll, einen schäumbaren Kunststoff wählt, der nach dem
Aushärten noch eine Gummielastizität besitzt. Der Vorteil eines solchen Nachrüsttürrahmens
besteht darin, daß in ihm Bedienungsteile und andere Vorrichtungsteile direkt eingeschäumt
sein können.
-
Das Einschäumen eines Kunststoffes kann auch direkt am Fahrzeugaufbau
selbst erfolgen. Dies hat den Vorteil, daß die Anpassung des Rahmens an Rundungen
und Vorsprünge oder Vertiefungen optimal erfolgt. Bei einem Fahrzeugaufbau, der
beispielsweise Türangeln und eine nachgerüstete Hubeinrichtung aufweist, kann das
Aufschäumen z.B. so erfolgen, daß die Plattform der Hubeinrichtung in Schließstellung
gebracht wird, daß mit Schablonen der Uberlappungsraum zwischen Karosserie und Plattform
abgedeckt wird,und daß danach ein Kunststoff in die so gebildete Hohlform eingeschäumt
wird. Entsprechend kann z.B. auch nur der Anpaßrahmen zwischen Karosserie, Einbaurahmen
und Schablonen eingeschäumt werden.
-
Im folgenden wird die Erfindung anhand von durch Figuren veranschaulichten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
-
Es zeigen: Fig. 1 Einen Kastenwagen mit Nachrüsttürrahmen von hinten;
Fig. 2 den hinteren Teil eines Kastenwagens mit Nachrüsttürrahmen von der Seite;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines in Türangeln einhängbaren Nachrüsttürrahmens;
Fig. 4 einen schematischen Teilschnitt entlang der Linie 4-4 von Fig. 1 in Blickrichtung
der Pfeile mit einer Variante der Rahmenbefestigung; Fig. 5 einen schematischen
Teilschnitt entlang der Linie 5-5 in Fig. 1 in Blickrichtung der -Pfeile mit einer
anderen Variante der Rahmenbefestigung; Fig. 6 einen schematischen Teilschnitt entlang
der Linie 4-4 in Fig. 1 in Blickrichtung der Pfeile, jedoch in einer anderen Ausführungsform
als in Fig. 4; Fig. 7 eine schematische Teildraufsicht von links auf die Anordnung
gemäß Fig. 6 mit geschnittenem Karosserieblech; Fig. 8 einen schematischen Teilschnitt
entlang der Linie 8-8 von Fig. 7 in Blickrichtung der dort eingezeichneten Pfeile;
Fig. 9 eine schematische Seitenansicht eines Nachrüsttürrahmens mit einer Hubeinrichtung,
die durch den Rahmen geführt und getragen wird; Fig. 10 eine perspektivische Ansicht
eines zweiteiligen Nachrüsttürrahmens, der eine nachgerüstete Rolladentür trägt;
Fig. 11 einen schematischen horizontalen Teilschnitt durch das hintere Ende eines
Kastenaufbaus mit Plattform und Nachrüsttürrahmen mit Parkbügel;
Fig.
12 einen Vertikalschnitt in Fahrtrichtung eine; unteren Rahmenbalkens mit Sicherheitsbügel.
-
In den Fig. 1 und 2 ist mit 13 ein Kastenaufbau bezeichnet, an dem
ein Nachrüsttürrahmen15 und eine Hubeinrichtung 14 angebracht sind. Letztere weist
im wesentlichen eine Plattform 16und Hubmittel17 auf. Die Hubeinrichtung ist am
hinteren Ende des Kastenaufbaus statt der Hecktüren angebracht. Das Fahrzeug, von
dem der Kastenaufbau 1 Bestandteil ist, ist in der dargestellten Form z.B. ein Kraftfahrzeug
mit einem zulässigen Gesamtgewicht von etwa zwei bis drei Tonnen. Von den weiteren
Teilen dieses Kastenwagens sind nur noch die Räder18 dargestellt. Auf die Darstellung
z.B. von Rücklichtern oder der hinteren Stoßstange wurde der Ubersichtlichkeit halber
verzichtet. Eine tatsächlich vorhandene Stoßstange ist teils hinten am Fahrzeug
direkt, teils an der Plattform befestigt.
-
In Fig. 3 ist ein vierseitiger Nachrüsttürrahmen 15 mit einer vorderen
Anpaßbegrenzung 20 und eing hinterenEbenenbegrenzung 21 dargestellt. Die Begriffe
vorn und hinten werden dabei in Fahrtrichtung gesehen verstanden. Wenn eine vorgeschlagene
Hubeinrichtung jedoch an einer Seitentür eines Kastenaufbaus angebracht ist, so
soll unter der vorderen Begrenzung diejenige verstanden sein, die der Karosserie
näher liegt.
-
Der Nachrüsttürrahmen 3 weist eine Höhe 33 und eine Breite34 auf,
die etwas größer sind als die Höhe und die Breite der Türöffnung, an der die Hubeinrichtung
angebracht ist. Die Plattform 16 weist ebenfalls in etwa die Höhe 33 und die Breite
34 auf. Die genaue Abmessung der Plattform hängt davon ab, ob sie in einer Aussparung
des Nachrüsttürratenseinliegt oder von hinten an diesentanschlägt. In der Praxis
haben Breite 33 und Höhe 34 etwa das Maß von 150 - 170 cm.
-
Die hintere Begrenzung ist als Ebenenbegrenzung 11 ausgebildet, so
daß die ebene Plattform in ihrem hochgeklappten Zustand, wie in den Fig. 1 und 2
dargestellt, dicht an der hinteren Be-/i t grenzung anliegt. Die vordere Begrenzung
a s Anpaßbegrenzung 20 so an die gerundeten Formen des Kastenaufbaus angepaßt, daß
sie dicht an diesem anliegt. Die seitlichen Rahmenteile 22 des Nachrdsttürrahmens
15 weisen Befestigungslaschen 23 auf, die so angebracht sind, daß sie zu am Kastenaufbau
13 angebrachten Türangeln 24 so passen, daß der Nachrüsttürrahmen dicht am Kastenaufbau
anliegt, wenn die Befestigungslaschen 23 mit den Türangeln 24 verbunden sind. Die
Verbindung kann z.B. dadurch erfolgen, daß die Befestigungslaschen 23 Zapfen aufweisen,
die direkt in Löcher in den Türangeln 24 eingehängt und dann gesichert werden.
-
Ein auf diese Weise befestigter Nachrüsttürrahmen ist auch in einem
Teilschnitt entlang der Linie 4-4 von Fig. 1 in Fig. 4 dargestellt. Dabei ist mit
25 das Karosserieblech des Kastenaufbaus bezeichnet, an dem eine Türangel 24 befestigt
ist.
-
Das seitliche Rahmenteil 22 ist über die an ihm angebrachten Befestigungslaschen
23 mit den Türangeln 2Lt verbunden. Das seitliche Rahmenteil 22 weist sowohl auf
seiner vorderen wie auf seiner hinteren Begrenzung jeweils eine auf die entsprechende
Begrenzungsfläche aufgebrachte, z.B. aufgeklebte Gummidichtleiste 26 auf. Die vordere
Gummidichtleiste 26.1 greift dabei in den an der Türöfftiung angebrachten Türfalz
27 ein, der sonst für den Eingriff einer an einer Tür angebrachten Gummidichtleiste
vorgesehen ist. Die hintere Gummidichtleiste26.2 dichtet das Innere des Kastenaufbaus
durch die an die Gummidichtleiste angelegte Plattforml6 nach außen hin ab.
-
Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform einer möglichen Befestigung
eines Nachrüsttürrahmens. Dabei ist das seitliche Rahmenteil 22 mit dem Karosserieblech
25 über eine Schweißnaht 28 verbunden. Die Plattform 16schlägt nicht wie in Fig.
4
dargestellt von außen an das seitliche Rahmenteil, sondern ist
in eine Aussparung 29 des Nachrüsttürrahmens eingeklappt.
-
Außer diesen festen Nachrüsttürrahmen sind auch solche möglich, die
aus elastischen Schläuchen bestehen, die durch Luft, Hydraulik- oder andere Treibmittel
dichtend an das Karosserieblech 25 und die Plattform 16 angelegt werden.
-
Anstatt einen vorgefertigten Nachrüsttürrahmen zu verwenden und diesen
am Fahrzeugaufbau zu befestigen, wird auch vorgeschlagen, den Nachrüsttürrahmen
erst am Fahrzeugaufbau selbst durch Aufschäumen eines Kunststoffes herzustellen.
In Fig. 6 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der an einem Fahrzeug eine Hub
einrichtung als nachgerüstetes Fahrzeugteil angebracht ist. Vom Fahrzeugaufbau und
der Plattform 6 der Hubeinrichtung ist nur ein Teilschnitt entsprechend der Linie
4-4 von Fig. 1 in Blickrichtung der Pfeile dargestellt, wobei nur für die nunmehrige
Erläuterung wesentliche Teile dargestellt sind. Es ist das einer Tür zugewandte
hintere Ende eines Karosseriebleches 25 dargestellt. Eine Plattform 6 wird, wie
in den Fig.
-
1 und 2 dargestellt, von hinten an den Fahrzeugaufbau angelegt.
-
Es werden nun wegnehmbare Schablonen 30 so an das Karosserieblech
25 und die Plattform 6 angelegt, daß sich ein abgeschlossener Hohlraum ergibt. Der
Hohlraum wird auch nach unten hin abgeschlossen, was jedoch in Fig. 6 nicht erkennbar
ist. In diese Hohlform wird ein Kunststoff eingeschäumt, der nach dem Aushärten
den Nachrüsttürrahmen 15 bildet. Der Nachrüsttürrahmen hält an den Angeln 24, die
in ihn eingeschäumt sind. Nach dem Aushärten werden die Schablonen 30 entfernt und
der Nachrüsttürrahmen 15 wird gegebenenfalls an den Nahtstellen zwischen den einzelnen
Formteilen überarbeitet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel, wo der Nachrüsttürrahmen
lediglich Dichtfunktion zwischen der von hinten angelegten Plattform 6 und dem Karosserieblech
25 übernimmt, wird zweckmäßigerweise ein schäumbarer Kunststoff verwendet, der nach
dem Aushärten noch eine gute Elastizität aufweist.
-
Die Herstellung eines Nachrüsttürrahmens durch Schäumen eines Kunststoffes
hat außer der genauen Anpaßmöglichkeit an Rundungen und Vorsprünge am Karosserieblech
den Vorteil, daß z.B.
-
Bedienungselemente oder Verriegelungselemente mit eingeschäumt werden
können und nach dem Aushärten des Kunststoffes fest im Nachrüsttürrahmen sitzen.
Die Möglichkeit ist unabhängig davon, ob ein Nachrüsttürrahmen in einer speziellen
Form oder direkt am Fahrzeug hergestellt wird. In den Fig. 7 und 8 ist eine in einen
Nachrüsttürrahmen 15 eingeschäumte Bedienungseinheit 31 dargestellt. Diese besteht
z.B. aus einem Blechkasten mit zwei Befestigungskrallen 32. In der Draufsicht gemäß
Fig. 7 sind wie auch in den Fig. 6 und 8 nur für die Erläuterung und die Anschaulichkeit
notwendige Teile dargestellt; außerhalb der Schnittebenen liegende Begrenzungslinien
sind nicht eingezeichnet. Die -Fig. 8 zeigt einen Seitenschnitt entlang der Linie
8-8 in Fig. 7.
-
Die Bedienungseinheit 31 ist in die eine Schablone 30 eingesetzt und
überragt sie nach Innen in den Hohlraum, der zur Herstellung des Nachrüsttürrahmens
15 mit Kunststoff ausgeschäumt wird. Nach dem Aushärten des Kunststoffes ist die
Bedienungseinheit 31 mit ihren Krallen 32 im Nachrüsttürrahmen fest verankert.
-
Eine solche Bedienungseinheit 31 mit Bedienungselementen 35 weist
auch der Nachrüsttürrahmen 15 gemäß Fig. 3 auf. Außerdem ist an ihm eine Plattformverriegelung
36 befestigt. Dabei ist es unabhängig, ob der Nachrüsttürrahmen z.B. aus einer Metall-
oder aus einer Kunststoffkonstruktion oder aus einem sonstigen Material besteht.
Die entscheidende Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik besteht vielmehr
darin, daß für die Bedienung notwendige Teile unterschiedlichster Art an einem Fahrzeug
einfach nachgerüstet werden können ohne dessen Karosserie zu beschädigen.
-
Die Bedienungselemente 35 z.B. für eine Hubeinrichtung können als
Betätigungsknöpfe ausgebildet sein. Die Bedienungseinheit kann jedoch auch einen
Sensor aufweisen, über den durch Fernsteuerung die Bedienung der Hubeinrichtung
und der Plattformverriegelung 20 erfolgt. Eine solche Fernbedienung ist vor allem
bei
Benutzung eines Fahrzeugs mit Hubeinrichtung durch behinderte Personen sinnvoll,
die sich im Rollstuhl fortbewegen müssen.
-
Bei den bisherigen Ausführungsbeispielen wurde jeweils nur ein Nachrüsttürrahmen
besprochen, der Dichtfunktion zwischen einer Plattform und der Karosserie des Fahrzeugaufbaus
übernimmt. Auf einen solchen Nachrüsttürrahmen wirken nur geringe Kräfte, wie sein
Eigengewicht und die Anlagekraft der Plattform. Daher kann er z.B. einfach in Türangeln
eingehängt sein. Auch wenn ein solcher Nachrüsttürrahmen nur Führungsgestell für
die Vertikalbewegung einer Hubeinrichtung ist, oder wenn er z.B. Führungsgestell
und Halterung für ein leichtes nachgerüstetes Fahrzeugteil, wie z.B. eine Kunststoff-,
Rolladen- oder Gliedertür ist, so kann er ebenfalls noch auf einfacheArt und Weise
an der Karosserie befestigt werden. In Fig. 9 ist dagegen ein Nachrüsttürrahmen
dargestellt, der das gesamte Gewicht einer Hubplattform zusätzlich der mit dieser
beförderten Last trägt. Ein solcher Nachrüsttürrahmen, auf den hohe Kräfte wirken,
wird zweckmäßigerweise am Fahrgestell eines Fahrzeuges befestigt.
-
Die Hubeinrichtung gemäß dieser Fig. 9 benötigt ein Führungs-und Traggestell,
das im dargestellten Ausführungsbeispiel direkt durch einen Nachrüsttürrahmen gebildet
ist. Dazu weist der Nachrüsttürrahmen 15 jeweils im linken und rechten seitlichen
Rahmenteil 22 eine gestrichelt-dargestellte Führungsnut 37 auf.
-
Die Plattform 16 ist jeweils links und rechts in einem Gelenk 38 klappbar
mit einer Hubstange 39 verbunden. Jede Hubstange ist in der Führungsnut 37 so geführt,
daß sie nur eine Vertikalbewegung ausführen kann. Am oberen Ende der Führungsnut
37 und unten am Nachrüsttürrahmen in Fahrtrichtung nach vorne ist jeweils eine Rolle
40 angebracht. Uber diese Rollen ist ein Seil oder eine Kette 41 geführt, die mit
der Hubstange 39 verbunden ist und von einer Zugeinrichtung 42 gezogen wird. Zum
Betätigen der Hubeinrichtung wird zunächst die senkrecht stehenden
Plattform
16 in die Waagerechte aufgeklappt, worauf sie durch die über die Rollen 40 laufende
Kette abgesenkt wird. Danach ist der in Fig. 9 dargestellte Zustand erreicht. Der
Hub- und Schließvorgang läuft genau umgekehrt ab. Bei dieser Konstruktion muß der
Nachrüsttürrahmen auch das Gewicht des gehobenen Gegenstandes tragen. Er kann daher
nicht mehr nur in die Türangeln eingehängt werden, sondern ist fest mit dem Fahrgestell
zu verbinden.
-
Bei hydraulisch betätigten Vertikalhubeinrichtungen hängt es von der
speziellen Ausführungsform ab, ob der Nachrüsttürrahmen das gesamte Lastgewicht
zu tragen hat oder im wesentlichen nur Führungsfunktionen übernimmt. Wenn der Nachrüsttürrahmen
im wesentlichen nur Führungsfunktion übernehmen soll, so werden statt der beschriebenen
Ketten links und rechts unten am Fahrzeugaufbau Hydraulikzylinder befestigt, die
mit ihren Kolbenstangen an den Hubstange angreifen und diese bei Zuführen von Hydraulikflüssigkeit
nach oben drücken. Dieses nach oben Drücken erfolgt zweckmäßigerweise durch einen
gleichlaufgeschalteten hydraulischen Antrieb, so daß es zu keinem Verkanten der
Hub einrichtung zwischen den Führungsnuten links und rechts kommen kann. Bei dieser
Ausführungsform ist das Lastgewicht über die Hydraulikzylinder über das Fahrgestell
abgestützt und der Nachrüsttürrahmen übernimmt mit seinen Führungsnuten nur Führungsfunktion.
-
Die Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Nachrüsttürrahmens
15, der aus einem Einbaurahmen 59 und einem Anpaßrahmen 45 zusammengesetzt ist.
Der Einbaurahmen weist an seinem oberen Ende einen Rolladenkasten 1111 auf, in den
eine Rolladentür 45 eingebaut ist. Diese ist durch einen unten an ihr angebrachten
Verschlußhebel 116 verschließbar, der z.B. in die Verschlußvorrichtungen am Fahrzeugaufbau
eingreift, die ohne nachgerüstete Rolladentür zum Verschließen der ursprünglich
vorhandenen Türen vorgesehen sind.
-
Dieser Einbaurahmen kann für verschiedene Typen von Fahrzeugaufbauten
verwendet werden. Die Anpassung an den jeweiligen Fahrzeugaufbautyp erfolgt über
den Anpaßrahmen 43, der z.B.
-
wie eingangs erläutert, durch Einschäumen eines Kunststoffes in eine
Hohlform zwischen Karosserie, Schablonen und in diesem Falle Einbaurahmen 59 hergestellt
wird. Die Verbindung zwischen Einbaurahmen und Nachrüsttürrahmen erfolgt in diesem
Falle dadurch, daß der Einbaurahmen 59 Befestigungskrallen 32 aufweist, die diesen
mit dem angeschäumten Anpaßrahmen 43 nach dem Aushärten des angeschäumten Kunststoffes
fest verbinden. Die Befestigungskrallen sind in Fig. 10 gestrichelt an der vorderen
Seite des Nachrüsttürrahmens 15 dargestellt.
-
Die Fig. 11 zeigt einen Schnitt durch den hinteren Teil eines Kastenwagens
gemäß Fig. 1 mit einem Nachrüsttürrahmen 15, der zur Befestigung oder Anlage mehrerer
nachgerüsteter Fahrzeugteile dient. Im dargestellten Beispiel sind diese nachgerüsteten
Fahrzeugteile die Plattform 6 einer Hubeinrichtung und eine Parkraumbesetzvorrichtung
47. An dem Karosserieblech 25 ist ein Nachrüsttürrahmen 15 befestigt, der an seiner
Ebenenbegrenzung 21 eine innere Aussparung 29 und eine äußere Aussparung 48 aufweist,
die z.B. beide in Form eines umgekehrten U um den Nachrüsttürrahmen laufen. Die
innere Aussparung 29 dient dabei, wie schon im Zusammenhang mit der Fig. 5 erläutert,
zur Aufnahme der Plattform 16; in die äußere Einsparung 118 ist eine Parkraumbesetzvorrichtung
47 eingelegt, die um eine unten am Nachrüsttürrahmen verlaufende Achse klappbar
ist. Die ausgeklappte Parkraumbesetzvorrichtung ist gestrichelt ausgeklappt dargestellt
und mit 49 bezeichnet. Die Parkraumbesetzvorrichtung kann in Form eines umgekehrten
U um den Nachrüsttürrahmen umlaufen; die Parkraumbesetzvorrichtung kann jedoch auch
einfach in Form zweier Stangen ausgebildet sein, die in einer äußeren Aussparung
48 in den seitlichen Rahmenteilen 22 verlaufen.
-
Die Benutzung einer solchen Parkraumbesetzvorrichtung ist vor allem
für einen Rollstuhlfahrer, der sich unbedingt den Zugang zur Hubeinrichtung seines
Fahrzeuges freihalten muß, von
Vorteil. Der Rollstuhlfahrer setzt
sich im Inneren des Fahrzeugaufbaus in den Rollstuhl, betätigt dann durch Fernsteuerung
die Hubeinrichtung, die ihm in der vorgeschlagenen Form mit ihrer besonders großen
Plattform-besondere Sicherheit bietet, verschließt nach dem Verlassen des Fahrzeuges
dieses wieder durch die Plattform und klappt dann die Parkraumbesetzvorrichtung
aus, um sich dadurch für seine Rückkehr den Platz zum sicheren Zugang seines Fahrzeuges
freizuhalten.
-
Gerade für behinderte Personen im Rollstuhl, für die Fahrzeugumbauten
unbedingt erforderlich sind, bietet der vorgeschlagene Nachrüsttürrahmen den Vorteil,
daß er auf einfache Art und Weise vielfältige Anpassungsmöglichkeiten zuläßt und
daß dabei trotzdem die Nachrüstkosten sehr gering gehalten werden. Zusammen mit
einer Hubeinrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel wird eine große Plattform zur
Verfügung gestellt, die besondere Sicherheit bietet und die kaum zu einer Gewichtserhöhung
des Fahrzeuges beiträgt, da ja die ursprünglich vorhandenen Türen ausgehängt sind
und in diese der Nachrüsttürrahmen eingehängt ist. Das Gewicht von Nachrüsttürrahmen
und Hub einrichtung übersteigt nicht wesentlich das Gewicht der ausgehängten Türen.
-
Besondere Sicherheitsvorschriften für Hub einrichtungen erforderen,
daß an Stellen, an denen sich während der Hub- oder Senkt bewegung ein Spalt verengt,
Sicherheitsvorrichtungen anzubringen sind, die ein Einklemmen der bedienenden Person
verhindern. Bei einem vorgeschlagenen Nachrüsttürrahmen ist es möglich, diese Sicherheitsvorrichtungen
direkt am Nachrüsttürrahmen selbst anzubringen, ohne daß Eingriffe in die Karosserie
hierbei erforderlich wären.
-
In Fig. 12 ist ein unterer Rahmenbalken 19 mit Sicherheitsbügeln 50.1
und 50.2 gemäß Fig. 3 in einem Vertikalschnitt näher dargestellt. Der untere Rahmenbalken
19 ist hohl ausgebildet und von hinten an den Ladeboden 51 des Fahrzeuges angelegt.
-
Die Fahrtrichtung des Fahrzeuges ist durch einen Pfeil gekennzeichnet
und
mit 52 bezeichnet. Ist der Nachrüsttürrahmenallerdings an einer Seitentür angeschlagen,
so liegt die Fahrtrichtung senkrecht zur Papierebene. Uber und unter dem unteren
Rahmenbalken ist dicht an seiner hinteren Rahmenbalkenbegrenzung 53 jeweils ein
Sicherheitsbügel 50 angebracht. Die beiden Bügel stehen über einen Bügelhalter 54,
der durch das Innere des hohlen Rahmenbalkens 19 geführt ist, miteinander in Verbindung.
Der Bügelhalter ist an der Schalterachse 55 eines ebenfalls im Innern des hohlen
Rahmenbalkens untergebrachten elektrischen Schalters 56 befestigt. Die Schalterachse
wird durch Federn 57 in ihrer Mittellage gehalten. Der Schalter 56 ist durch Zuleitungen
58 mit den elektrischen Bedienmitteln für die Hubeinrichtung, z.B. einem elektrischen
Motor in der Zugeinrichtung 42 verbunden.Der Schalter 56 weist solche Kontakte auf,
daß in seiner Mittelstellung der Stromkreis für die elektrischen Bedienmittel geschlossen
ist. Wird jedoch die Schalterachse 55 nach oben oder nach unten ausgelenkt, so wird
der Stromkreis unterbrochen. Diese Auslenkung der Schalterachse nach oben oder nach
unten erfolgt, wenn entweder der untere Sicherheitsbügel 50.1 nach oben gedrückt
oder der obere Sicherheitsbügel 50.2 nach unten gedrückt wird. Durch den unteren
Sicherheitsbügel 50.1 ist gewährleistet, daß beim Anheben einer Plattform keine
Quetschung eines überstehenden Gegenstandes zwischen der Plattform und dem unteren
Rahmenbalken 19 des Nachrüsttürrahmens erfolgen kann. Der obere Sicherheitsbügel
50.2 sorgt dafür, daß die Plattform nicht abgesenkt werden kann, wenn ein Gegenstand
noch teilweise auf dem Ladeboden 51 und teilweise schon auf der nach hinten an den
unteren Rahmenbalken 19 anliegenden Plattform aufliegt, dadurch auf den oberen Sicherheitsbügel
50.2 drückt und in Folge dessen der Schalter 56 den Stromkreis zum Betreiben der
Hubeinrichtung unterbricht. Entsprechend zur Anbringung von Sicherheitsbügeln 50.1
und 50.2 an einem unteren Rahmenbalken 19 ist es aber auch möglich, entsprechende
Sicherheitsbügel an den seitlichen Rahmenteilen 22 anzubringen. Die Sicherheitsvorrichtung
muß auch nicht notwendigerweise aus Sicherheitsbügeln bestehen, die bei
Auslenkung
einen Schalter betätigen, sondern es sind auch Vorrichtungen bekannt, bei denen
die Auslösung eines Schalters durch Auftreten von Druck in einer flüssigkeitsgefüllten
Leitung erfolgt, oder bei denen ein: Stromkreis über optische oder kapazitive Meßverfahren
schon bei Annäherung eines Gegenstandes unterbrochen wird. Der Vorteil bei der vorgeschlagenen
Ausführungsform besteht darin, daß derartige bekannte Sicherheitsvorrichtungen an
dem Nachrüsttürrahmen angebracht werden können, ohne daß dazu Arbeiten an der Karosserie
des Fahrzeugaufbaus vorzunehmen sind.
-
Die dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen Nachrüsttürrahmen, die
Rundungen an Kastenaufbauten ausgleichen und es dadurch ermöglichen, eine ebene
Plattform gut abdichtend an eine Türöffnung in einem Kastenaufbau anzulegen. Die
Verwendung eines vorgeschlagenen Nachrüsttürrahmens ist aber auch bei Kofferaufbauten
oder anderen Aufbauten sinnvoll, wo ein derartiger Ausgleich nicht erforderlich
ist. Wie dargestellt, dient ein vorgeschlagener Nachrüsttürrahmen unabhängig von
der Art des Fahrzeugaufbaus dazu, Türelemente, insbesondere genormte oder billig
käufliche Türelemente,einfach an einem beliebigen Aufbau zu montieren, ohne daß
wesentliche, die Karosserie des Aufbaus beschädigende Umbauten vorgenommen werden
müssen.
-
Bezugszeichenliste 4-4 linke Schnittlinie in Fig. 1 5-5 rechte Schnittlinie
in Fig. 1 7-7 Schnittlinie in Fig. 6 8-8 Schnittlinie in Fig. 7 13 Kastenaufbau
14 Hubeinrichtung 15 Nachrüsttürrahmen 16 Plattform 17 Hubmittel 18 Rad 19 unterer
Rahmenbalken 20 vordere Anpaßbegrenzung 21 hintere Ebenenbegrenzung 22 seitliche
Rahmenteile 23 Befestigungslaschen 24 Türangeln 25 Karosserieblech 26.1 vordere
Gummidichtleiste 26.2 hintere Gummidichtleiste 27 Türfalz 28 Schweißnaht 29 Aussparung
30 Schablone 31 Bedienungseinheit 32 Befestigungskrallen 33 Höhe 311 Breite 35 Bedienungselement
36 Plattformverriegelung
37 Führungsnut 38 Gelenk 39 Hubstange
40 Rolle 41 Kette 42 Zugeinrichtung 113 Anpaßrahmen 44 Rolladenkasten 45 Rolladentür
46 Verschlußhebel 47 Parkraumbesetzvorrichtung 48 äußere Aussparung 49 ausgeklappte
Parkraumbesetzvorrichtung 50.1 unterer Sicherheitsbügel 50.2 oberer Sicherheitsbügel
51 Ladeboden 52 Fahrtrichtung 53 hintere Rahmenbalkenbegrenzung 54 Bügelhalter 55
Schalterachse 56 elektrischer Schalter 57 Feder 58 Zuleitung 59 Einbaurahmen
Leerseite