DE3028685A1 - Einrichtung zum bearbeiten von werkstuecken, wie bohren, fraesen o.a., insbesondere in form eines mehrspindeligen bearbeitungszentrum - Google Patents
Einrichtung zum bearbeiten von werkstuecken, wie bohren, fraesen o.a., insbesondere in form eines mehrspindeligen bearbeitungszentrumInfo
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Description
Anmelderin:
Firma DIAG-Deutsche Industrieanlagen Gesellschaft mbH
Fritz Werner, Werkzeugmaschinen 1000 Berlin - 48
Vertreter:
Fritz M e r t e η Patent- und Zivilingenieur Brückkanalstraße 25
8501 Schwarzenbruck
Zustellungsbevollmächtigter;
siehe Vertreter
Schwarzenbruck, den 18. Juni 1980
Titel:
Einrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken/ wie Bohren, Fräsen
od. a., insbesondere in form eines mehrspindeligen Bearbeitungszentrums
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Bearbeiten
von Werkstücken, wie Bohren, Fräsen od. a., insbesondere in Form eines mehrspindeligen BearbeitungsZentrums, bestehend
aus mindestens zwei Einheiten, von denen die eine Einheit mindestens eine die jeweiligen Werkstücke aufnehmende Palette
Di-11
me/sch
me/sch
und die andere Einheit mindestens ein auf ein jeweiliges [
Werkstück.einwirkendes Werkzeug aufweist und von denen mindestens die eine Einheit bewegbar auf einer sie tragenden
Konstruktion angeordnet ist sowie insbesondere diese Einheit mit Arbeitsbewegungen in verschiedenen Achsrichtungen ;
ermöglichenden Antrieben ausgestattet ist, und die andere ! Einheit, insbesondere'nach Art eines fixierbaren Blockes j
ausgebildet ist sowie die bewegbare Einheit ein Bett mit !
mindestens einem darauf senkrecht angeordneten Ständer aufweist. ;
Für die Bearbeitung von Werkstücken werden in zunehmendem !
Maß Einrichtungen nach Art sogenannter Bearbeitungszentren verwendet, die sich im wesentlichen dadurch auszeichnen, daß
ein an deren Spanneinheit aufgespanntes Werkstück bis zu dessen Fertigstellung, zumindest aber bis zur Durchführung '
einiger Bearbeitungsvorgänge, aufgespannt bleibt. ;
Eine bekannte Einrichtung dieser Art wird im wesentlichen von zwei Einheiten gebildet, von denen die eine feststehend
und die andere beweglich ausgeführt ist. Die feststehende ' Einheit, die vielfach in Form eines fixierten Blockes ausgeführt
wird, ist mit einer Spanneinheit, z. B. einem Spanntisch, versehen, auf die ein zu bearbeitendes Werkstück aufgespannt
werden kann. Die bewegbare Einheit, die Arbeitsbewegungen in drei Achsrichtung'"», nämlich X, Y und Z, ausführen
kann, ist mit den das jeweilige Werkstück bearbeitenden Werkzeugen bestückt, die zur Bearbeitung eines Werkstückes
in einer Spindel eines auf- und abwärts beweglichen Spindel- ; Stockes aufgenommen werden. Diese bewegbare Einheit wird
von dem Ständer, einem diesen tragenden Kreuzschlitten und einem diese beiden Teile wiederum tragenden und führenden
Bett gebildet. Auf diesem Bett ist der Kreuzschlitten rechtwinkelig zum Bett aufgesetzt und kann entlang dem Bett hin-
und herbewegt werden, Der Ständer, der wiederum auf dem Kreuztisch aufgesetzt ist, kann in Längsrichtung des Kreuz-
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tisches auf diesem hin- und herbewegt werden, wobei diese Bewegung rechtwinkelig zur Bewegung des Kreuzschlittens auf
dem Bett verläuft. -Durch diese differenzierten Bewegungen
von Kreuzschlitten, Ständer und Spindelstock lassen sich am Werkstück mehrere Positionen anfahren, so daß auch entsprechende
Bearbeitungen an diesem Werkstück ausgeführt werden können. Dies hat zur Folge, daß das Werkstück zum
Zwecke dessen Bearbeitung mit einer ganzen Anzahl von auf einem bekannten Werkzeugwechsler angebrachten Werkzeugen
nicht umgespannt werden muß, sondern unter Umständen erst nach Anwenden mehrerer und/oder aller Werkzeuge ausgespannt
zu werden braucht. Zwar lassen sich mit einer Einrichtung dieser Art mehrere Arbeitsgänge ohne Umspannen des Werkstückes
durchführen und unter Hinzufügung einer Palettenwechseleinrichtung auch aufeinander folgende Werkstücke
automatisch auswechseln, indessen ist diese Art'von Einrichtungen bzw. Bearbeitungszentren darauf beschränkt, daß nur
ein Werkstück aufgenommen und bearbeitet wird und in der Regel, wenn nicht Mehrspindelköpfe eingesetzt werden, nur
ein Werkzeug in exner Arbeitsspindel aufgenommen und von einem Hauptantrieb angetrieben wird (vgl. DE-OS 24 14 615).
Um die Bearbeitungszeiten von Werkstücken nach Möglichkeit zu senken, werden Einrichtungen nach Art von Bearbeitungszentren mit Palettenwechselvorrichtungen ausgerüstet, auf
deren Paletten die Werkstücke aufgespannt werden können und zusammen mit der Palette die einzelnen Bearbeitungsvorgänge
durchlaufen. Die Palettenwechselvorrichtungen sind im Bereich der feststehenden Einheit einer solchen Einrichtung
vorgesehen und dort so angebracht, daß sie zum Zwecke des Palettenwechsels die Spanneinheit dieser feststehenden Einheit
mit deren die Palette tragenden Schlitten bequem erreichen können. Zu diesem Zweck läßt sich eine Schlittenführung
der Palettenwechselvorrichtung in Flucht zur Schlittenführung für die Palette an der Spanneinheit bringen, so daß
die jeweilige Palette von der Palettenwechselvorrichtung auf die Spanneinheit oder umgekehrt geschoben werden kann.
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Die Palettenwechselvorrichtung, die zwei um 90 versetzte Spanntische- aufweist, läßt sich um eine vorzugsweise waagerechte
Achse schwenken, wodurch zum einen der eine Spanntisch in eine Aufnahme- bzw. Abgabelage einer neuen Palette
bzw. einer zu einem nächsten Arbeitsschritt zu fördernde '
Palette und der andere Spanntisch in die übergabe- bzw.
Übernahmestellung zur 'Spanneinheit der feststehenden Einheit bringen läßt. Mit dieser Einrichtung lassen sich zwar
Arbeitszeiten, insbesondere auch im Palettenwechselvorgang, einsparen, indessen haben Einrichtungen dieser Art den Nachteil,
daß sie den Raum im Bereich der feststehenden Einheit verlassen und dadurch andere Arbeitsvorgänge beeinträchtigen.
=
Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine an
sich bekannte Einrichtung dahingehend weiterzubilden, daß ',
mit dieser mehrere Arbeitsvorgänge, auch an mehreren Werk- ;
stücken, gleichzeitig vorgenommen werden können, ohne diese j
umspannen zu müssen und darüber hinaus die Bearbeitungszei- ',
ten erheblich reduziert werden können, ohne dabei die Quali- ι
t tat der Bearbeitung zu beeinträchtigen und darüber hinaus !
die Einrichtung so zu gestalten, daß während des Bearbei- ;
tungsvorganges eine starke Aufheizung der Werkzeuge verhin- :
dert, der Späneabtransport erheblich erleichtert und die \
Standfestigkeit von Werkstück und Werkzeugen, selbst bei Be- '
arbeitung komplizierter Werkstücke und harter Materialien, gewährleistet werden.
Gemäß der Erfindung wird dieüe Aufgabe mit einer Einrichtung
der eingangs genannten Art durch die Kombination nachfolgender, zum Teil an sich bekannter Merkmale,, gelöst:
a) die bewegbare Einheit ist mit einer Spanneinheit für eine mindestens ein Werkstück aufnehmende Palette ausgerüstet,
b) die Spanneinheit ist mit Führungsteilen, für die weitere Führungsmittel auch am Ständer angebracht sind, versehen,
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c) die Spanneinheit ist an einem am Ständer angebrachten Antrieh für vertikale Arbeitsbewegungen (Achsrichtung Y)
der Spanneinheit angeschlossen,
d) der Ständer ist insbesondere indirekt auf dem Bett aufgesetzt und dort in einer Arbeitsbewegung (Achsrichtung
Z) rechtwinkelig zu'r vertikalen Arbeitsbewegung (Achsrichtung X) der Spanneinheit bewegbar geführt,
e) die insbesondere unbewegbar ausgeführte Einheit ist insbesondere
vom Bett und Ständer getrennt, auf einem eigenen Fundamentkörper angeordnet und besteht aus einer Antriebseinheit
mit insbesondere mehreren darin gelagerten Arbeitsspindeln zur Aufnahme von Werkzeugen,
f) das Bett ist mit einem Kreuzschlitten verseheh, und es ist dieser Kreuzschlitten in einer Arbeitsbewegung (Achsrichtung
X) rechtwinkelig.zur horizontalen Arbeitsbewegung (Achsrichtung Z) des Ständers auf dem Bett angeordnet,
g) die Werkzeuge (Arbeitsspindeln) sind horizontal angeordnet, und zwischen den Einheiten ist ein Späneabtransport
vorgesehen.
Durch diese Maßnahmen wird nicht nur die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe vorteilhaft gelöst, sondern es werden
darüber hinaus weitere Vorteile erzielt. So ist es beispielsweise möglich, durch Koppelung mehrerer bewegbarer
oder feststehender Einheiten die Produktivität der Einrichtung erheblich zu steigern. Auch wird durch diese Ausbildung
der Einrichtung mit horizontalen Arbeitsspindeln und einem Spänetransporter zwischen den Einheiten ein erheblicher Vorteil
darin gesehen, daß der Abtransport der anfallenden Späne leichter abgeleitet werden kann und dieser somit am
Werkstück nicht liegen bleibt, wo er nicht nur eine erhebliche Aufheizung des Werkstückes und der Werkzeuge selbst
hervorruft, sondern auch die Zufuhr von Kühl- und Schmierflüssigkeit behindert.
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Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich_dadurch aus, daß die Spanneinheit mit Teilen
eines Palettenwechslers ausgestattet ist, und daß auf der Palette mit diesen Teilen wirkende Gegenteile sowie Spannmittel
für das Werkstück angeordnet sind.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das Werkstück auf eine Palette aufgespannt und zusammen mit dieser zum jeweiligen
Bearbeitungsvorgang gefördert werden kann, wodurch sich Ungenauigkeiten, hervorgerufen durch mehrmaliges Umspannen,
ausschließen lassen.
Um die Aufspannung des Werkstückes auf die jeweilige Palette und diese auf die Spanneinheit zu erleichtern, zeichnet sich
ein weiteres Merkmal der Erfindung dadurch aus, daß jede Palette Bestandteil der Spanneinheit ist, und daß diese
Palette rechtwinkelig zur vertikalen Bewegung der Spanneinheit in die Teile des Palettenwechslers ein- und ausführbar
ist.
Ebenso zeichnet sich ein weiteres Merkmal der Erfindung zum Zwecke der einfacheren Aufspannung dadurch aus, daß jede
Palette Bestandteil der Spanneinheit ist, und daß diese Palette parallel zur vertikalon Bewegung der Spanneinheit
in die Teile des Palettenwechülers ein- und ausführbar ist.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht ferner darin, daß die Spanneinheit parallel zu deren
Bewegungsachse verlaufende Seiten Drehlager aufweist, und daß an einem Palettenträger mindestens zwei Lagerzapfen für
deren Einrasten in den Drehlagern angeordnet sind, sowie dieser Palettenträger mit Teilen eines Palettenwechslers
ausgerüstet ist, für die an einer die Werkstücke tragenden Palette Gegenteile angebracht sind, und daß die Palette zusammen
mit dem Palettenträgor um eine Achse der Drehlager kippbar an diesen gelagert ist.
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Diese hier letztgenannte Maßnahme ermöglicht ein weites Schwenken der Werkstücke, so daß auch andere Seiten derselben
vom Werkzeug bzw. den Werkzeugen erfaßt werden können, wodurch die Bearbeitungszeiten noch weiter gesenkt werden
können.
In den Zeichnungen sind einige der möglichen Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Einrichtung,
bestehend aus einer bewegbaren und exner feststehenden Einheit,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Einrichtung
mit der Wechselvorrichtung für auf Paletten angebrachten Werkstücken,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 2,
Fig. 5 eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Einrichtung
mit bewegbaren Einheiten und einer Wechselvorrichtung für auf Paletten angebrachten Werkstücken,
Fig. 6 eine Draufsicht auf. die Einrichtung nach Fig. 5,
Fig. 7 eine Seitenansicht, .-uif eine Einrichtung mit um eine
Achse kippbar aa der Spanneinheit angebrachten Palette und
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 7.
Die Grfmdurujsgemäße Einrichtung 1 zum Bearbeiten von Werkstücken
2, wie Bohren und Fräsen derselben, ist nach Art eines mehrspindeligen Bearbeitungszentrums ausgeführt und
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wird im wesentlichen von zwei Einheiten 3, 4 gebildet, von
denen mindestens die eine Einheit auf einem sogenannten Fundamentkörper 5 unbewegbar angeordnet ist. Die Einheiten
3, 4, von denen die eine Einheit 3 dem Aufspannen von zu bearbeitenden Werkstücken 2 und die andere Einheit 4 der
Aufnahme und dem Betätigen von die Werkstücke bearbeitenden Werkzeugen 6 dient, sind so zueinander angeordnet, daß
sie gemeinschaftlich auf dio Werkstücke einwirken können.
Zu diesem Zweck sind dio Einheiten 3," 4 mit den sie bzw.
deren Werkzeuge 6 oder soiu.ti.--jo Arbeitsmittel 14 bewegenden
und in üen Zeichnungen nicht immer dargestellten Antrieben 7, 8, 9 ausgestattet, und es sind die bewegbaren Einheiten
und/oder deren Teile aui Führungsmitteln 10, 11 geführt, die infolge hoher Standfestigkeit und genauer Bearbeitung
nicht nur eine exakte Führung der Einheiten und/oder deren Teile, sondern auch eine entsprechende Zustellung derselben,
d. h. des bzw. der Werkstücke 2 zum bzw. zu den Werkzeugen 6 und umgekehrt, gestatten. Analog den einzelnen Bearbeitungsvorgängen ist eine der Einheiten 4, nämlich die, welche die
Werkzeuge 6 aufweist, mit mindestens einem Werkzeug ausgestattet, und es kann diese Einheit zudem bei entsprechender
Anzahl der Bearbeitungsvorgümje auch mit mehreren Werkzeugen,
wie auch mindestens einer Werkzeugwechseleinrichtung, bestehend aus Werkzeugmagazin 12 und Werkzeugwechsler 13, in
an sich bekannter Weise, ausgerüstet sein. Durch diese Ausbildung der Einrichtung 1 und Anordnung deren Einheiten 3,
4 können letztere zusammen oder mindestens eine derselben allein Arbeitsbewegungen in den drei bekannten Achsrichtungen
X, Y, Z ausführen, wobei es hier' im Ermessen und der Konzeption der Einrichtung selbst bleibt, ihren einzelnen
Einheiten alle oder nur bestimmte Arbeitsbewegungen in den vorgenannten Achsrichtungen aufzuzwingen. Je nach Ausführung
der Einrichtung 1 und hier insbesondere der durch sie auszuführenden Arbeitsabläufe, wobei diese vielfach von der Größe
der Werkstücke 2 und deren liearbeitungszyklen abhängen,
kann die die Werkstücke aulnehmende Einheit 3 auch mit einer Wechselvorrichtung 14 für Paletten 15, 16 ausgerüstet sein.
In einem solchen Fall können die Werkstücke 6 über ent-
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sprechende Halterungen 17, 18 auf die jeweilige Palette
15, 16 aufgespannt" werden, wo sie so lange aufgespannt bleiben, bis sie an der Einneit 1 bearbeitet worden sind
oder anschließend zusammen mit dieser Palette weiteren Bearbeitungsvorgängen zugeführt werden, um nach abgeschlossener
Bearbeitung von der · Palot. Ie wieder abgespannt zu werden.
Die Anwendung der Paletten 15, 16, durch die sich nicht nur die sonst üblichen, wiederholten Aufspannvorgänge
einsparen lassen, ermöglichen eine zeitsparende Justierung der Werkstücke 2 zum Werkzeug 6, so daß auch die Rüstzeiten
erheblich reduziert werden können.
Bei der Ausführung der Einrichtung 1 nach den Figuren 1 und 2 dient die bewegbare Einheit 3 dem Aufspannen des bzw. der
Werkstücke 2, und sie wird im wesentlichen von einem Bett
19, einem darauf rechtwinkelig zum Bett aufgesetzten und bewegbaren
Kreuzschlitten 20 sowie einem auf diesem Kreuzschlitten und rechtwinkelig zum Kreuzschlitten aufgesetzten
und bewegbaren Ständer 21 gebildet. Eine die Werkstücke 2 direkt aufnehmende Spanneinheit 22 ist hier am Ständer 21
auf und ab bewegbar angeordnet. Bei dieser Ausführung ist die die Werkzeuge 6 aufnehmende Einheit 4 nach Art eines
fixierten Blockes stationär auf einem Fundamentkörper 5 angeordnet, so daß alle Arbeitsbewegungen in den Achsrichtungen
X, Y und Z allein vom Werkstück 2, d» h. dessen Kreuzschlitten
20, Ständer 21 und Spanneinheit 22 ausgeführt werden. Alle zu bewegenden Teile dieser Einheiten sind in
exakt ausgebildeten Führungsini I. teln 10, 11 geführt, von denen
die Führungsmittel am Bett 19 und Kreuzschlitten 20 z. B. als Schienen und die Führungsmittel am Ständer 21 z. B. als
Kulissenführungen ausgeführt aoin können, und es sind diese
Teile mit Antrieben 7, 8 versehen, die die einzelnen Antriebsbewegungen nach dem Grad der erforderlichen Zustellung
des Werkstückes 2 zum Werkzeug 6 ausführen. Die hier stationär ausgeführte Einheit 4 mit dem bzw. den an dieser angebrachten
Werkzeugen 6 ist mit einem oder mehreren umlaufenden Werk-
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zeugmaganzinen 12 ausgerüstet, welche in bekannter Weise
mit der jeweiligen Bearbeitungsfolge des Werkstückes 2 entsprechenden
Werkzeugen bestückt sind und von welchen die jeweilige Arbeitsspindel des Werkzeuges mittels eines Werkzeugwechselers
13 das betreffende Werkzeug entnimmt, um dieses auf die Arbeitsspindel und von dieser wieder zurück zum
Werkzeugmagazin zu fördern. Bei der hier gewählten Anordnung der Spannetnheit 22 für die in der Zeichnung nur strichpunktiert
angeordneten Werkstücke 2,werden diese seitlich
von den Werkzeugen 6 bearbeitet, so daß die bei der Bearbeitung anfallenden Späne nicht auf dem Werkstück liegen
bleiben, sondern nach unten durchfallen können. Zu diesem Zweck ist unterhalb der Werkzeuge 6 ein Späneförderer 24 für
die Späne vorgesehen, wobei diese aus einem Schacht im Maschinenfundament und/oder Fußboden und einer darunter befindlichen,
jedoch in der Zeichnung nur strichpunktiert angedeuteten, Austragsrinne 23 bestehen kann.
Das Ausführungsbeispiel der Einrichtung 1 nach den Figuren
3 und 4 entspricht im wesentlichen dem nach Fig. 1 und 2 und unterscheidet sich von diesem hauptsächlich dadurch, daß
hier neben der bewegbaren Einheit 3 eine Wechselvorrichtung 14 für Paletten 15, 16 beigestellt worden ist. Die Wechselvorrichtung
14 wird dabei von zwei Kulissenführungen 25, 26
gebildet, von denen jede gegen die andere um 90° versetzt ist. Diese Anordnung der Kulissunführungen 25, 26 zueinander
gestattet die Beschickunq der einen Kulissenführung z, B. 25 der Wechselvorrichtung mit der einen Palette 15
und Werkstücken 2 bei waagerechter Palettenlage zu dem Zeitpunkt, zu dem die andere Kulisüentührung 26 der Wechselvorrichtung
14 mit der Übergabe b/w. Übernahme einer anderen
Palette 16 auf den bzw. aus dom Palettenträger bzw. der Halterung 17 der Spanneinheit 22 dey Ständers 21 beschäftigt
ist. Für die Aufnahme der jeweiligen Palette 15 oder 16 durch den Palettenträger de;. Spanneinheit 22 am Ständer 21
ist auch diese Spannemneit .uit Kulissenführungen 27, 28
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für die an der Palette befindlichen Gegenteile versehen. Die Anordnung der"Werkstücke 2 auf der jeweiligen Palette
15 oder 1G kann der Werkstüekbestückung wie bei einer an
sich bekannten/ feststehenden Einheit entsprechend vorgenommen
werden, wobei bei m<Mirfächer Anordnung von Werkstücken
auf einer solchen Palette diese vorzugsweise so bearbeitet werden, daß die auf die Werkstücke wirkenden
Kräfte der Werkzeuge 6 sich nach Möglichkeit aufheben können. Bei der Wecnselvorricl. ang 14 gemäß dieser Darstellung
ist nur der Schwenkantrieb y für den Palettenwechsel dargestellt..
Ihn jedoch die jeweilige Palette 15/ 16 von der
Kulissenführung 25, 26 dieses Palettenwechslers auf die Kulissenführung 27, 28 des Pciletten trägers der Spanneinheit
22 oder umgekehrt bewegen zu können, ist eine in der Zeichnung nicht dargestellte Schub-/Zugstange vorgesehen, die
bei entsprechender Betätigung den Wechsel der Paletten 15,
16 vornimmt. Der Antrieb 7 für das Auf- und Abbewegen der Spanneinheit 22 am Ständer 21 kann auf dem Kopf desselben
angeordnet sein, wobei z. ü. über eine Spindel eine in Führungsmitteln
11 am Ständer geführte Traverse 34 der Spanneinheit bewegt wird.
In den Figuren 5 und 6 ist. eine Einheit 1 dargestellt, bei
der neben der Uowegungsmöglichkeit der das Werkstück 2
aufnehmenden Kinheit 3 auch die das bzw. die Werkzeuge 6
aufnehmende Einheit 4, zumindest in einer Achsrichtung
(z. B. X) bewegbar ausgeführt ist«, Die Bewegungsmöglichkeit der das bzw. die Werkzeuge 6 aufnehmenden Einheit 4 erscheint
hier insofern günstig, als die Spanneinheit 22 mit einem länglichen Werkstück 2 oder mehreren in Längsrichtung
hintereinander angeordneten Werkstücken bestückt werden kann und für deren Wechselvorrichtung 14 ein stationärer
Raum neber: dem Ständer 21 vorgesehen ist.
Di'.; Ausführung der Einrichtung 1 nach den Figuren 7 und 8
unterscheidet sich von den vorgenannten lediglich dadurch, daß die am Ständer 21 angebrachte Spanneinheit 22 Drehlager
29, 30 aufweist, in welche die an den die Paletten 15? 16
- 12 BAD ORIGINAL
tragenden Trügern angebrachten Lagerzapfen 31, 32 drehbar
einlegbar-und,feststellbar Bind. Auf diese Weise läßt sich
eine das Werkstück'2 tragende Palette 15, 16 um eine durch
die Drehlager 29, 30 führende Achse 33 nach beiden Seiten hin gegen den Stander 21 kippen, so daß auch seitliche
Flächen des Werkstückes 2 bi.u zu einem, der Kipplage entsprechenden
Grad von dem bzw. den Werkzeugen 6 sich erreichen lassen.
Die vorliegende Erfindung iat nicht auf die hier dargestellten
AusfUhruiHjübcispiele allüin beschränkt. So ist es beispielsweise
möglich, die Beschickung der Spanneinheit 22 mittels der jeweiligen Palette 15, 16 statt von der Seite
auch von oben her vorzunehmen. Ebenso ist es möglich, statt der viereckförmigen Werkzeugmagazine 12 ovale oder runde
vorzusehen und gegebenenfalls diese statt seitlich an der die Werkzeuge 6 tragenden Einholt 4 auch auf dem Kopf der
Einheit 4 anzuordnen. Auch ist es mit einer solchen Einrichtung
1, bei der die die Werkzeuge 6 aufweisende Einheit 4 Arbeitsbewegungen in Achsrichtung X und der Ständer 21
solche in Achsrichtung Z ausführt, möglich, an beiden Seiten des Ständers Wechselvorrichtungen 14 vorzusehen. Dadurch
könnten Paletten 15, 16 auch durchgeschoben werden,
was eine einfachere Verkettung von Einheiten 1 ermöglicht.
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Claims (5)
- Anmelderin;Firma DIAG-Deutsche Industrieanlagen Gesellschaft mbH Fritz Werner^ Werkzeugmaschinen 1000 Berlin - 48Vertreter:Fritz M e r t e η Patent- und Zivilingenieur Brückkanalstraße 25 8501 SchwarzenbruckZustellungsbevollmächtigter :siehe VertreterSchwarzenbruck, den 18. Juni 1980PATENTANSPRÜCHEM .) Einrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken, wie Bohren,
Fräsen od. a. , insbesondere in Form eines mehrspindeligen Bearbeitungszentrums, bestehend aus mindestens zwei Einheiten, von denen die eine Einheit mindestens eine die
jeweiligen Werkstücke aufnehmende Palette und die andere Einheit mindestens ein auf ein jeweiliges Werkstück einwirkendes Werkzeug aufweist und von denen mindestens dieeine Einheit bewegbar auf einer sie tragenden Konstruktion angeordnet ist "sowie insbesondere diese Einheit mit Arbeitsbewegungen in verschiedenen Achsrichtungen ermöglichenden Antrieben ausgestattet ist, und die andere Einheit, insbesondere nach Art eines fixierbaren Blockes ausgebildet iät sowie die bewegbare Einheit ein Bett mit mindestens einem darauf senkrecht angeordneter* Ständer aufweist, gekennzeichnet durch die Kombination nachfolgender, zum Teil an sich bekannter Merkmale:a) die bewegbare Einheit (3) ist mit einer Spanneinheit (22) für eine mindestens ein Werkstück ;2)aufnehmende Palette (15, 16) ausgerüstet,b) die Spanneinheit (22) ist mit Führungsteilen (27, 28), für die weitere Führungsmittel (10', 11) auch am Ständer (21) angebracht sind, versehen,c) die Spanneinheit (22) ist an einem am Ständer (21) angebrachten Antrieb (7) für vertikale Arbeitsbewegungen (Achsrichtung Y) der Spanneinheit angeschlossen,d) der Ständer (21) ist insbesondere indirekt auf dem Bett (19) aufgesetzt und dort in einer Arbeitsbewegung (Achsrichtung Z; rechtwinkelig zur vertikalen Arbeitsbewegung (Achsrichtung X) der Spanneinheit (22) bewegbar geführt fe) die insbesondere unbewegbar ausgeführte Einheit (4) ist insbesondere vom Bett (19) und Ständer (21) getrennt., auf einem eigenen Fundamentkörper (5) angeordnet und besteht aus einer Antriebseinheit (8} mit insbesondere mehreren darin gelagerten Arbeitsspindeln zur Aufnahme von Werkzeugen (6),f) das Bett (19) ist mit einem Kreuzschlitten (20) versehen, und es ist dieser Kreuzschlitten in einerArbeitsbewegung (Achsrichtung X) rechtwinkelig zur horizontalen Arbeitsbewegung (Achsrichtung Z) des Ständers (21) auf dem Bett (19) angeordnet,g) die Werkzeuge (Arbeitsspindeln) sind horizontal angeordnet, und zwischen den Einheiten ist ein Späneabtransport Vorgesehen. - 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinheit (22) mit Teilen (27, 29) eines Palettenwechslers (14) ausgestattet ist, und daß auf der Palette (15, 16) mit diesen Teilen wirkende Gegenteile (25, 26) sowie Spannmittel für die Werkstücke (2) angeordnet sind,
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Palette (15, 16) Bestandteil der Spanneinheit (22) ist, und daß diese Palette rechtwinkelig zur vertikalen Bewegung der Spanneinheit in die Teile (25, 26) des Palettenwechslers (14) ein- und ausführbar ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeicnnet, daß jede Palette (15, 16) Bestandteil der Spanneinheit (22) ist, und daß diese Palette parallel zur vertikalen Bewegung der Spanneinheit in die Teile des Palettenwechslers (14) ein- und ausführbar ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinheit (22) parallel zu deren Bewegungsachse verlaufende Seiten Drehlager (29, 30) aufweist, und daß an einem Palettenträger mindestens zwei Lagerzapfen (31, 32) für deren Einrasten in den Drehlagern angeordnet sind, sowie dieser Palettenträger mit Teilen eines Palettenwechslers (14) ausgerüstet ist, für die an einer die Werkstücke (2) tragenden Palette (15, 16) Gegenteile (26) angebracht sind, und daß die Palette (15, 16) zusammen mit dem Palettenträger um eine Achse (33) der Drehlager kippbar an diesen gelagert ist.
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