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DE3027379A1 - Verwendung von amphomycin zur herstellung von futtermitteln - Google Patents

Verwendung von amphomycin zur herstellung von futtermitteln

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Publication number
DE3027379A1
DE3027379A1 DE19803027379 DE3027379A DE3027379A1 DE 3027379 A1 DE3027379 A1 DE 3027379A1 DE 19803027379 DE19803027379 DE 19803027379 DE 3027379 A DE3027379 A DE 3027379A DE 3027379 A1 DE3027379 A1 DE 3027379A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
feed
amphomycin
feed conversion
growth
production
Prior art date
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Granted
Application number
DE19803027379
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English (en)
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DE3027379C2 (de
Inventor
George Johnstone Christie
Maxwell Gordon
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bristol Myers Squibb Co
Original Assignee
Bristol Myers Co
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Publication date
Application filed by Bristol Myers Co filed Critical Bristol Myers Co
Publication of DE3027379A1 publication Critical patent/DE3027379A1/de
Application granted granted Critical
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Granted legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K50/00Feeding-stuffs specially adapted for particular animals
    • A23K50/30Feeding-stuffs specially adapted for particular animals for swines
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/195Antibiotics

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Fodder In General (AREA)
  • Feed For Specific Animals (AREA)

Description

Φ 3ÜZ7379
PATENTANWÄLTE
J. REITSTÖTTER W. KINZEBACH
! PROF. DR. DR. DIPL. ING. DR. PHIL·. DIPL. CHEM.
j W. BUNTE <ΐθ58-ΐ97β) K. P. HÖLLER
DR. ING. DR. RBR. NAT. DIPL·. CHEM.
[ TBLEFONl (08Θ) 37 60 83
I TELEXi E21E208 ISAR D
BAUERSTRASSB 22, 80OO MÜNCHEN
München, 18. Juli 1980 M/21158
BRISTOL-MYERS COMPANY 345 Park Avenue, New York, N.Y. 10022, USA
Verwendung von Amphomycin zur Herstellung von Futtermitteln
POSTANSCHRIFT I POSTPAOH TOO, C-StXKJ MÜNCHEN 43
030017/0806
M/21158 '3*
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Amphomycin zur Herstellung von wachstumsfördernden und die Futterverwertung j fördernden Futtermitteln für wirtschaftlich wichtige Tier- ; arten.
Es ist bekannt, daß beschleunigtes Wachstum und eine bessere Futterverwertung bei ökonomisch wichtigen Tieren in der Landwirtschaft sehr wichtig sind. Schnelleres Wachstum ermöglicht eine bessere Ausnutzung der bei der Aufzucht der Tiere benutzten Anlagen, was zu einer schnelleren Rückzahlung der Investitionen führt. Eine verbesserte Futterverwertung führt zu nie-
J drigeren Produktionskosten.
• Es ist allgemein anerkannt, daß bei der Suche nach wirksamen ; Wachstumsförderern eine verhältnismäßig kleine Verbesserung bezüglich Wachstumsrate und Futterverwertung vorteilhaft sein kann. So ist z.B. bei Masthühnchen eine Beschleunigung des Wachstums um 3 % oder mehr und eine Steigerung der Futterverwertung von ungefähr 2 % oder mehr ökonomisch lohnend, insbesondere dann, wenn die aktive Verbindung in verhältnismäßig kleinen Mengen verwendet wird und günstig im Preis ist.
Es wurden schon eine Anzahl von Verbindungen als Wachstumsförderer für Tiere verwendet. Unter solchen Verbindungen sind Antibiotika, wie Penicillin G, Bacitracin, Chlortetracyclin, Tylosin, Lincomycin und Flavomycin. Es ist jedoch bekannt, daß Antibiotika in Bezug auf ihre wachstumsfördernde und Futterverwertung steigernde Wirkung variieren und daß einige für den Zweck wirksam und für den anderen unwirksam sind. Eine Verbindung, die eine, signifikante Verbesserung sowohl der Wachstumsrate als auch der Futterverwertung verursachen würde, würde daher eine signifikante Verbesserung darstellen.
030087/0806
BAD
3027373
M/21158
Das erfindungsgemäß erhältliche Futter ist für alle Tierarten geeignet und besonders für ökonomisch wichtige Tiere, wie Hühner, Schweine, Rinder, Truthähne," Gänse, Enten, Pferde, Ziegen, Kaninchen und Schafe nützlich. Besonders wichtige nicht wiederkäuende Tiere sind Hühner und Schweine, und wichtige Wiederkäuer sind Rinder, Schafe und Ziegen.
Das antibiotische Amphomycin ist in der US-PS 3 126 317 offen- j ! bart und beansprucht. Die Herstellung und Eigenschaften des \ : Amphomycins sind auch in Antibiotics and Chemotherapy, 3, i 1239-1242 (1953), Antibiotics Annual 1954-1955, Medical .: ί Encyclopedia, Inc., New York, N.Y., Seiten 1011-1019 und in Antibiotic Medicine and Clinical Therapy, Band III, Nr. 2, ; 142-145 (1956) beschrieben. In keiner dieser veröffentlichten j Literaturstellen bezüglich Amphomycin wird die Verwendung die- i ser Verbindung als wachstumsfördernder Futterzusatz beschrieben.
! Amphomycin ist ein saures Polypeptid und bildet leicht mit
pharmazeutisch verträglichen Basen Salze, z.B. Natrium-,
Ammonium-, Calcium- und Aluminiumsalze. Im folgenden und in
: den Ansprüchen bezeichnet der Ausdruck "amphomycin1' die freie
■ Säure oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz von ihr.
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Amphomycin zur Herstellung von Futtermitteln, die eine wachstumsfördernde und
die Futterverwertung verbessernde Menge Amphomycin enthalten,
■ wobei dieses außerdem eine ernährungsmäßig ausgewogene Zu-• sammensetzung besitzt.
030067/0308
Μ/21 158 --4~-
Es wurde gefunden, daß die tägliche orale Verabreichung einer wachstumsfördernden Menge an Amphomycin als Bestandteil des von Tieren verbrauchten Futters die Wachstumsrate der Tiere signifikant erhöht und gleichzeitig die Futterverwertung verbessert. In Tests mit Hühnern, die als Brathühnchen dienen sollen, führte das in Konzentrationen von 4 bis 12 g pro Tonne gewöhnlichen Futters verwendete Amphomycin zu einer durchschnittlichen Gewichtszunahme der Hühner von ungefähr 3 % und zu einem Futterminderverbrauch von 3 %. Als Vergleich dienten Hühner, die mit derselben Nahrung jedoch ohne Amphomycin gefüttert wurden. Es wurde gefunden, daß im allgemeinen Konzentrationen an Amphomycin zwischen ungefähr 4 und 100 g pro Tonne Futter zur Verbesserung der Wachstumsrate und der Futterverwertung bei sowohl wiederkäuenden als auch nicht wiederkäuenden Tieren wirksam sind.
Amphomycin kann zu jedem gewöhnlich zur Fütterung von Tieren verwendeten und dem Fachmann bekannten, nahrungsmäßig adäquaten Futter hinzugegeben werden. Solches Futter enthält Getreide, Fette, Mineralien, Vitamine und ähnlich bekannte Bestandteile, die in solchen Anteilen vorliegen, wie es für das zu fütternde Tier notwendig ist.
Die Zugabe des Amphomycins zum Futter kann nach bekannten Verfahren bewerkstelligt werden. Zum Beispiel kann Amphomycin, oder ein nicht toxisches Salz davon, wie in der US-PS
3 126 317 beschrieben, das für die Zwecke der vorliegenden Erfindung als Äquivalent zum Amphomycin per se betrachtet wird, direkt dem Tierfutter in einer Konzentration von
4 bis 100 g pro Tonne Futter zugesetzt · und durch Mischen gleichmäßig verteilt werden. In einer alternativen und bevorzugten Ausführungsform kann das Amphomycin zu einem genteßbaren nicht toxischen Streckmittel, das vorzugsweise aus einem nahrhaften Material besteht, gegeben werden, so daß
030067/080S
eine hoch konzentrierte Vormischung entsteht. Bei Verwendung von Amphomycinkonzentrat (4 g Amphomycin/0,45 kg) kann eine solche Vormischung hergestellt werden, die ungefähr 4,5 -
I 13,6 kg Amphomycinkonzentrat pro 45,4 kg Vormischung enthält. i Eine solche Menge der Vormischung wird dann in das Futter 1 inkorporiert, so daß ein Futtermittel mit 4 bis 100 g Amphomycin pro Tonne Futter entsteht. ■
: Das wie oben hergestellte, mit Amphomycin ergänzte Futter '■ I führt bei Tieren, denen es ad libidum zur Verfugung gestellt I j worden ist, zu signifikant verbesserten Wachstumsraten und ; einer signifikant verbesserten Futterverwertung.
• Es wurde auch gefunden, daß an Wiederkäuer mit entwickelter ! Pansenfunktion oral verabreichtes Amphomycin die verdauende , Fermentation solcher Tiere verändert, so daß mehr Propionate: als Acetate gebildet werden, wodurch die Futterverwertung verbessert wird.
i Es ist bekannt, daß die Verwertung von Kohlehydraten bei
Wiederkäuern durch Behandlungen erhöht wird, die die Pansen-
j flora des Tieres stimulieren, so daß eher Propionatverbin-
dungen als Acetatverbindungen gebildet werden (siehe z.B. ' US-PS 3 839 557). Auch kann das Ausmaß der Verwertung von I Kohlehydraten durch Beobachtung der Bildung und Konzentra- ! tion an Propionatverbindungen im Pansen gut überwacht wer- : den. Wenn das Tier mehr Propionate bildet, so wird damit angezeigt, daß es das Futter wirksamer verwertet.
j ' i
I Ein Standard-in-vitro-Verfahren zur Bestimmung von Verbindun-j
gen, die die Propionatbi ldung bei der Pansenf^rmentacion j stimulieren, ist das künstliche Pansenverfahren (artificial
I rumen method), das in der US-PS 3 794 732 beschrieben ist. Es
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158
wurde überraschend gefunden, daß, falls Amphomycin diesem in vitro-Verfahren unterworfen wird, die Bildung von Propionat im Pansen signifikant erhöht v/ird , was eine wesentlich verbesserte Futterverwertung bei Wiederkäuern anzeigt. Diese Eigenschaft des Amphomycins bezüglich der Wiederkäuer ist wahrscheinlich eine zusätzliche Eigenschaft, die neben der zuvor beschriebenen Fähigkeit zur Steigerung der Futterverwertung, die auf einem anderen Mechanismus beruht, vorhanden ist.
Amphomycin erhöht in typischer Weise die Futterverwertung, wenn es oral als Futterzusatz in Konzentrationen von ungefähr 4 bis 100 g pro Tonne Futter an Wiederkäuer verabreicht wird. Geeignete Futterzusammenstellungen, die Amphomycin als Futterzusatz enthalten, können wie unten beschrieben zubereitet werden.
Wie unten im Beispiel 2 beschrieben, zeigt der künstliche in vitro-Pansentest (artificial rumen test), daß Amphomycin sowohl die MethanbÜdung signifikant hemmt als auch die Propionatbildung signifikant verstärkt. Die Bildung von Methan ist für die Blähungen (bloat) beim Rind verantwortlich und führt auch zu einer verminderten Futterwirksamkeit. Auch behindert Amphomycin nicht signifikant die Celluloseverdauung und beeinflußt auch nicht die Gesamtzahl der verdauten Kalorien.
D-ie Verwendung von Amphomycin als Futterzusatz wird durch die unten stehenden Beispiele weiter verdeutlicht..
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M/21 158
Beispiel 1_
Die Wirksamkeit von Amphomycin zur Wachstumsförderung und zur Verbesserung der Futterverwertung bei Hühnchen, die als Brathähnchen dienen sollen (broiler chicks), wird unten gezeigt.
In diesem Beispiel wurde eine Grundkost verwendet, die folgenden Bestandteile enthielt:
Gemahlener gelber Mais Sojabohnenmehl (enthülst) Maisklebermehl (60 %) Heringsfischmehl (65 %) Fleisch- und Knochenmehl (47 %) Dicalciumphosphat
Kalkstein
Spurenmineralienmischung *
jodiertes Salz
Vormischung # 1A ** Vormischung # 2A *** Cholinchlorid (25 %) Vitamin A-Konzentrat (30 000 Einheiten)
Methionin
Gesamt
Die Spurenmineralienmischung enthält Manganoxid, Eisen-(II) Carbonat, Kaiiumjodid,■Kupfer-(II)-0xid, Kobaltsulfat und Zinkoxid, wobei alle auf Calci-umcarbonat verteilt sind.
247 kg
132 kg
11 ,3 kg
11 ,3 kg
11 ,3 kg
2,3 kg
3,6 kg
0,7 kg
1,8 kg
2,3 kg
2,5 kg
1,2 kg
35 g
0,18 kg
24,3 kg
451,78 kg
030067/0806
M/21 158 --8—
0,67 kg
3,34 kg
0,41 kg
40,98 kg
0,68 kg
0,71 kg
0,20 kg
O5 86 kg
0,91 kg
0,42 kg
4 1 ,63 kg
** Vormischung #1A besteht aus
Vitamin A-Konzentrat 30 000 IU/g Vitamin D-Konzentrat 3 000 ICU/g hydriertes Tier-Pflanzenfett Sojamehl (enthülst)
45,40 kg
*** Vormischung #2A besteht aus
Riboflavin (20 g/0s45 kg) Ca-Pantothenat (32 g/0,45 kg) N iac in
φ Koagulon (16-S) Vitamin K-Konzentrat B12 (60 mg/0,454 kg)
hydriertes Tier-Pflanzenfett $i Sojamehl (enthülst)
45,40 kg
f Äquivalent zu 5,28 g Menadion/0,454 kg φφ Sojafettmischung (42,05 kg)
Verfahren:
Hähnchen (Hubbard breeder pullet χ White Mountain males) wurden als Testtiere verwendet. Sie wurden in elektrisch beheizten, metallenen Brutkästen, die mit erhöhten Drahtnetzböden versehen waren, gehalten. Es wurde ein Versuch unternommen, den Verschmutzungsgrad der Einheit zu erhöhen, so daß zum Testen des Antibiotikums eine größere bakterielle Belastung vorhanden war. Die Stall- und Käfigeinheiten wurden von einem vorhergehenden Test ungereinigt gelassen, der kurz zuvor beendet worden war» bevor der Test mit den Küken begann. Das Trinkwasser für den Versuch kam als Überflußwasser aus einem Legekäfigbetrieb. Das Wasser wurde in Abfallbehältern gesammelt und über Nacht stehengelassen, so daß sich einzelne Teilchen absetzen konnten. &ie Vögel wurden in einem Alter von 7 Tagen gegen Newcastle,
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Bronchitis und Marek'i geimpft. Die Futtertröge waren mit Drahtnetzen ausgestattet, die oben auf dem Futter entlangliefen, so daß der Futterverlust minimiert wurde. Futter und Wasser wurden ad libitum gefüttert. Vier Gruppen von jeweils 10 Vögeln, ausgewählt auf der Basis des Schlüpfgewichtes, wurden während der 4-wöchigen Versuchsperiode mit der Versuchsnahrung gefüttert. Vier Gruppen wurden mit der Kontrollnahrung gefüttert. Die Vogel gruppen und die Nahrung wurden in willkürlich gewählte Käfige gegeben. Die Vogelgruppen und das Futter wurden wöchentlich zusammen gewogen. Der Versuch wurde beendet, als die Vögel ein Alter von 4 Wochen hatten.
Die Kontrollnahrung wurde wie folgt zubereitet:
+ Vormischurg-69 0,23 kg
Grundnahrung (wie oben angegeben) 45,17 kg
Gesamt 45,40 kg
Die Versuchsnahrung (mit einer Amphomycin-Konzentration von 4 g/Tonne) wurde wie folgt zubereitet:
++Vormischung-75 0s23kg
Grundnahrung 45,17 kg
Gesamt 45,40 kg
Vormischung-69 besteht aus:
Nutrigard (50 % Äthoxyquin) 2,27 kg
Fett 0,39 kg
Sojaprotein 42,74 kg
Gesamt 45,40 kg
030067/080S
/ff
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++ Vormischung-75 besteht aus:
Nutrigard (50 % Äthoxyquin) Fett
Sojaprotein
Amphomycin-Konzentrat
(4 g Amphomycin/0,454 kg)
Gesamt
2,27 kg 0,39 kg
38,24 kg
4,50 kg 45,40 kg
Ergebnisse:
Die unten stehenden Ergebnisse zeigen das durchschnittliche Körpergewicht nach 4 Wochen, den Prozentsatz der durchschnittlichen Körpergewichtsänderung, die durchschnittliche Futterverwertung und den Prozentsatz der durchschnittlichen Änderung der Futterverwertung. Wie angezeigt, führt Amphomycin in einer Konzentration von 4 g/Tonne Futter zu einer Erhöhung des Körpergewichtes um 6,21 % und einer Steigerung der Futterverwertung um 4,07 %.
Ergebnisse des 4-wöchigen Versuches mit 4 g/Tonne Amphomycin
Körpergewichte in Prozentsatz der
Gramm in einem Al - Gewichtserhöhung
ter von 4 Wochen am Ende der
4 Wochen
Amphomycin
Versuchsgruppe 817,5 6,21 %
Kontrollgruppe 769,7 _
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M/21 158
Futterverwertung berechnet als durchschnittlicher Futterverbrauch in Gramm λ durchschnittliches Körpergewicht in Gramm*
Verbesserung der Futterverwertung
Amphomycin Versuchsgruppe
Kontrol!gruppe
1 ,480 1,553
4,07 %
* berechnet für beide Gruppen bei einem Körpergewicht von 800 g aus der Futterverwertungskurve. Eine Futterverwertungskurve wurde berechnet, indem die Wachstums- und Futterverbrauchsdaten für jede Wägeperiode berechnet wurden.Die Steigung dieser Kurve stellt die Futterverwertung dar. Die Kurve folgt der Gleichung Y = aX , wobei X = durchschnittliches Körpergewicht in Gramm und Y = durchschnittlicher Futterverbrauch in Gramm.
Beispiel Künstlicher Pansen-Test (artificial Rumen Test)
Amphomycin wurde in Dosen von 0,025, 0,1 und 0,5 mg pro Inkubation (25 ml Inoculum - künstlicher Speichel mit Cellulose, Stärke und Harnstoff als NKhrstoffe) gemäß dem allgemeinen Verfahren des Beispiels 5 der US-PS 3 794 732 verwendet. Die Ergebnisse des Versuches sind in der folgenden Tabelle gezeigt.
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Cellulose8 verdaut (%)
Methana gebildet (cc)
Gesamtkaioriena verdaut (Kalorien)
Propionata gebildet
Kalorienverwer-
ac tung .
Ureaseaktivität
Künstliche Pansen-Testmethode (Artificial Rumen Model Test)
Amphomycin (mg/Röhrchen)
Kontrolle 0,025 OJ 0,5
68,3+1,4 64,9+2,1 64,0+2,4 57,5+4,0
4,63+0,57 2,88+0,47 2,53+0,20 1,27+0,07
1144+15 1108+22
1098+26
1029+43
50,7+1,0 58,9+0,9 62,1+1,7 67,1+4,7
58,2+7,0 62,1+4,5 68,9+10,0 65,5+16,8
100
90
84
60
Die Ergebnisse sind Mittelwerte +_ eine Standardabweichung. Kontrollen bestehen aus sechs Beobachtungen; alle anderen Mittel wurden aus drei Beobachtungen gebildet.
Angegeben als Prozent der gebildeten flüchtigen Fettsäure -Gesamtkalorien.
c Angegeben als Kalorien
gebildeten flüchtigen:Fettsäuren
verdaute Gesamtkalorien d % der Kontrolle
Analyse
Aus dem obigen Test kann entnommen werden, daß Amphomycin die Propionatbildung signifikant erhöht und die Methanbildung (verantwortlich für Blähungen ("bloat")) signifikant hemmt Es hemmt nicht signifikant die Cellulase oder beeinträchtigt signifikant die Anzahl der gesamt verdauten Kalorien.
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Μ/21 158 - -W--
Die Dosis von 0,1 mg pro Inkubation scheint am wirksamsten zu sein. Jedoch können auch die benachbarten Dosen verwendet werden. Wenn die Dosis ansteigt, geht die Celluloiysis geringfügig zurück, die Methanbildung fällt signifikant ab, die Propionatbildung steigt signifikant an und die Acetat- und Butyratbildung fällt ab. Höhere Dosen sind bezüglich der Celluloseverdauung nicht schädlich, jedoch führt eine niedrige Acetat- und Butyratbildung zu einer verminderten Verbesserung der Kalorienverwertung.
Aus dem obigen Test wird deutlich, daß Amphomycin zur Verbesserung der Futterverwertung bei Wiederkäuern mit entwickelter Pan sen funkt ion nützlich ist.
030067/0806

Claims (6)

  1. M/21158
    PATENTANSPRÜCHE
    1 1. Verwendung von Amphomycin zur Herstellung von Futtermitteln.
  2. 2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Amphomycin in einer Konzentration von ungefähr 4 bis j 100 g pro Tonne Futter verwendet wird.
  3. I 3. Verwendung gemäß Anspruch 1 oder 2, zur Herstellung von Hühnerfutter.
  4. ; 4. Verwendung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß j das Amphomycin in einer Konzentration von ungefähr 4 bis • 12 g pro Tonne Futter verwendet wird.
  5. 5. Verwendung gemäß Anspruch 1 oder 2, zur Herstellung von Schweinefutter.
    I
  6. 6. Verwendung gemäß Anspruch 1 oder 2, zur Herstellung von Futter für Wiederkäuer, insbesondere für Rinder, Schafe oder Ziegen.
    030067/0808
DE19803027379 1979-07-19 1980-07-18 Verwendung von amphomycin zur herstellung von futtermitteln Granted DE3027379A1 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US5901179A 1979-07-19 1979-07-19
US15678780A 1980-06-12 1980-06-12

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3027379A1 true DE3027379A1 (de) 1981-02-12
DE3027379C2 DE3027379C2 (de) 1990-01-11

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ID=26738261

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Application Number Title Priority Date Filing Date
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DE (1) DE3027379A1 (de)
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NZ (1) NZ194382A (de)

Families Citing this family (3)

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DK150583A (da) * 1982-04-08 1983-10-09 Dow Chemical Co Fremgangsmaade til foroegelse af droevtyggende dyrs fermentering i vommen og foder til udfoerelse af fremgangsmaaden
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Publication number Publication date
FR2461462A1 (fr) 1981-02-06
AU6018580A (en) 1981-01-22
NZ194382A (en) 1983-02-15
GB2057873B (en) 1983-06-22
GB2057873A (en) 1981-04-08
AU539447B2 (en) 1984-09-27
FR2461462B1 (de) 1983-04-08
DE3027379C2 (de) 1990-01-11

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Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: BRISTOL-MYERS SQUIBB CO. (N.D.GES.D.STAATES DELAWA

8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: KINZEBACH, W., DIPL.-CHEM. DR.PHIL. RIEDL, P., DIPL.-CHEM.DR.RER.NAT., PAT.-ANWAELTE, 8000 MUENCHEN

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