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Titel:
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Abwurfende eines Bandauslegers an Tagebaugroßgeräten od.dgl.
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Die Erfindung, betrifft die Gestaltung des AbXNurfendes eines Bandauslegers
an TagebaugWroßa-eraten od. dgl. mit einer verstellbaren und gefederten, parabolischen
Prallklappe und eit einer Beladeschurre für Band- oder Zugbeladung, der auch für
den Direktversturz, z.B. von im Mineral eingelagerten Zwischenschichten, in die
ausgebaggerte Tagebaxxsonle verwendet werden kann.
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Es sind Abwurfenden von Bandausletern an Tagebaugroßgeräter bekannt,
deren verstellbare und gefederte Prallklappe und Beladeschurre für Band- und Zugbeladung
am Bandgerüst verlagert sind und den Förderstrom zur Verladung auf das nachfolgende
Fördermittel vertikal umlenken. Beim Direktversturz, z.B. von ausgehaltenen Zwischenmitteln
in die leere Tagebausohle, kann die freie Wurfparatel zur Erhöhung der effektiven
Bandausladung nicht genutzt werden, da die Prallklappe den freien Durchgang des
Fördergutes am Abwurfende des Bandauslegers verhindert (DD-PS 13324 und 47159).
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In einer weiteren verbesserten Ausführung solcher Bandausleder ist
das Abwurfende so ausgebildet, daß die Prallklappe für den Fall des Direktversturzes
unter den Förderstrom geschwenkt werden kann (DD-PS 6'992, DE-PS 923956). Die Lage
der Beladeschurre wird dabei nicht verändert. Nachteilig ist hier, daß sowohl die
Prallklappe als auch die Beladeschurre mit ihren Verstelleinrichtungen und Antrieben
während des Direktversturzes starken Verschmutzungen, insbesondere beim plötzlichen
Abschalten und Wiederanfahren des vollbeladenen Bandförderers, ausgesetzt sind.
Das von der Bandabwurftrommel und vom Gurtreiniger herabfallende und sich auf der
Prallklappe und den Einrichtungen der Beladeschurre aufbauende Gut führt zu Verstopfungen,
die eine erneute Unterbrechung der Förderung und eine Überlastung des Bandauslegers
nach sich zieht.
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Ein weiterer Nachteil dieser ?Fusführung ist, daß die Prallklappe
in ihrer Länge sehr kurz gehalten werden muß und damit in ihrer eigentlichen Funktion,
der Gutlenkung, stark eingeschränkt ist. Eine fördertechnisch günstige Frallklappe
in mehrfach abgeknickter und parabolischer Form kann hier nicht eingesetzt werden.
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Das Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten technischen
Lösungen zu beseitigen, den universellen Einsatz des Tagebaugroßgerätes bei Verringerung
des Instandhaltungs-und Bedienungsaufwandes zu sichern, die Verschmutzung der Belade
einrichtungen während des Direktver sturzes der Zwischenmittel auszuschließen, mit
geringen Gewichts- und Platzparametern eine hohe Betriebssicherheit und hohe Gebrauchseigenschaften
zu erreichen und den technisch-ökonomischen hrbeitsaufwand für die Herstellung zu
minimieren.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Abwurf ende eines Bandauslegers
an Tagebaugroßgeräten od.dgl. so auszubilden, daß für die Zug- und Bandbeladung
eine an sich bekannte, gefederte, verstellbare, mehrfach abgeknickte, parabolische
Prallklappe und eine um die vertikale Achse drehbare und um eine horizontale Achse
schwenkbare Bandbeladeschurre bzw. ein Pendelsattel angeordnet sind und für den
Direktversturz, z.B. von Zwischenmitteln, gleichzeitig und formschlüssig mit einem
gemeinsamen Antrieb völlig aus dem Förderstrom herausgefahren werden können.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß am Abwird ende
des Beladeauslegers ein Rahmen durch Tragarme am Bandgerüst befestigt ist, der in
seinem Systembreitenmaß größer als das Bandgerüst ist, über das Bandgerüstende hinausragt
und alle Gutlenk- und Beladeeinrichtungen aufnimmt.
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Oberhalb des Rahmens ist ein rahmenartiger Zwischenträger
angeordnet,
der an seinem oberen Ende durch zwei Gelenke mit horizontaler Achse und an seinem
unteren Ende über zwei Pratzen am Rahmen gelagert ist. In diesem rahmenartigen Zwischenträger
ist eine mehrfach abgeknickte, parabolische Prallklappe im oberen Bereich zweifach
mit horizontaler achse gelenkig und im unteren Bereich einfach, mittig durch eine
gefederte, motorisch verstellbare und gelenkige Abstützung gelagert, so daß sie
in vertikaler Ebene verstellbar ist.
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Die ganze Einheit ist mittels zweier Flaschenzüge, deren lose Rollen
am rahmenartigen Zwischenträger angreifen, um die beiden Gelenke mit horizontaler
Achse nach oben aus dem Förderstrom ausklappbar.
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In der unteren Stellung des rahmenartigen Zwischenträgers liegt die
Prallklappe voll im Föraerstrom und leitet ihn durch die Drehmitte eines ringförmigen
Schurrenträgers zum Pendelsattel bzw. zur Bandbeladeschurre, während in der oberen
Stellung des rahmenartigen Zwischenträgers der Förderstrom ungehindert in freier
Wurfparabel das Abwurfende des Bandauslegers passiert.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung ist unterhalb des Rahmens ein
rahmenartiger Schurrenwagen mittels Rollen und Fahrantrieb in Richtung der Längsachse
des Bandauslegers zum Bagger hin unter die Bandabwuritrommel verfahrbar. Am rahmenartigen
Schurrenwagen ist über eine Drehverbindung mit Schwenkantrieb ein ringförmiger Schurrenträger
angeordnet, der an seiner Peripherie mittig, gegenüberliegend und fluchtend zwei
Lager aufweist, in denen sowohl ein Pendelsattel als auch eine Bandbeladeschurre
gelagert und mittels Hydraulikzylinder gegenüber dem ringförmigen Schurrenträger
geschwenkt werden kann. Die beiden ablaufenden Seile der beiden Flaschenzüge sind,
über Umlenkrollen geleitet, fest mit dem rahmenartigen Schurrenwagen derart verbunden,
daß durch das Verfahren des rahmenartigen Schurrenwagens einschließlich des ringförmigen
Scaurrenträgers mit dem Pendelsattel bzw. der Bandbeladeschurre unter die Bandabwurftrommel
gleichzeitig
der rahmenartige Zwischenträger einschließlich der Prallklappe mit der verstellbaren
gefederten Abstützung aus dem Förderstrom nach oben herausgeklappt werden.
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Damit ist auch bei Abschalt- und Anfahrvorgängen des beladenen Fördergurtes
während des Direktversturzes die gesamte Beladeeinrichtung vor herabfallendem Fördergut
geschützt.
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Die Umstellung des Baggers vom Beladezustand für Zug- bzw.
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Bandbeladung auf Direktversturz und umgekehrt ist also voll automatisiert
und während des Vorganges des Herumschwenkens des Bandauslegers vom nachgeschalteten
Fördermittel zum offenen Tagebau innerhalb weniger Minuten möglich.
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Zur Umrüstung des Baggers von Zug- auf Bandbeladung und umgekehrt
ist lediglich der Wechsel zwischen Pendelsattel und Bandbeladeschurre notwendig.
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Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert
werden. Es zeigen: Fig. 1: Seitenansicht des Abwurfendes eines Beladesuslegers bei
in den Förderstrom eingefahrener Beladeanlage mit Pendelsattel, Fig. 2: Ansicht
aus Richtung A.
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Am Bandgerüst 1 des Baggerauslegers 2 ist vorzugsweise über Tragarme
3 ein Rahmen 4 befestigt, dessen Systembreitenmaß größer als das des Bandgerüstes
1 ist, der ferner über das Abwurf ende des Bandgerüstes 1 hinausragt und auf dem
alle Gutlenk- und Beladeeinrichtungen angeordnet sind.
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Oberhalb des Rahmens 4 ist ein rahmenartiger Zwischenträger 9 sn seinem
oberen Ende durch zwei Gelenke mit horizontaler Achse 5; 6 und an seinem unteren
Ende über zwei Pratzen 7; 8 im Rahmen 4 gelagert. Im rahmenartigen Zwischenträger
9 ist eine mehrfach abgeknickte, parabolische Prallklappe 10 durch
zwei
Gelenke 11; 12 im oberen Bereich und eine mittige, gefederte, motorisch verstellbare
und gelenkige Abstützung 13 im unteren Bereich der Prallklappe 10 in vertikaler
Ebene verstellbar gelagert. Die ganze Einheit ist durch zwei Flaschenzüge 14; 15,
deren lose Rollen 16; 17 am rahmenartigen Zwischenträger 9 angreifen, um die Gelenke
mit horizontaler Achse 5; 6 nach oben aus dem Förderstrom ausklappbar.
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Unterhalb des Rahmens 4 ist ein rahmenartiger Schurrenwagen 18 mittels
Rollen 19 und Fahrantrieb 20 in Längsrichtung des Bandauslegers 2 unter die Bandabwurftrommel
21 verfahrbar. Am rahmenartigen Schurrenwagen 18 ist über eine Drehverbindung 22
mit Drehantrieb 23 ein ringförmiger Schurrenträger 24 angeordnet, der an seiner
Peripherie nach unten mittig, gegenüberliegend und fluchtend zwei Lager 25; 26 aufweist,
in die sowohl ein Pendelsattel 27 als auch eine Bandbeladeschurre 28 gelagert und
mittels Hydraulikzylinder 29 gegenüber dem ringförmigen Schurrenträger 24 geschwenkt
werden kann.
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Die beiden ablaufenden Seile 30; 31 der beiden Flaschenzüge 14; 15
sind über die Umlenkrollen 32; 33 in die Fahrtrichtung des rahmenartigen Schurrenwagens
18 geleitet und mit diesem fest verbunden, so daß durch das Verfahren des rahmenartigen
Schurrenwagens 18 einschließlich des ringförmigen Schurrenträgers 24 mit Pendelsattel
27 bzw. Bandbeladeschurre 28 unter die Bandabwurftrommel 21 gleichzeitig der rahmenartige
Zwischenträger 9 einschließlich Prallklappe 10 mit der verstellbaren und gefederten
Abstützung 13 aus dem Förderstrom nach oben herausgeklappt werden.