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Vorrichtung zur Berechnung bestimmter Zeitpunkte
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während eines Tages.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Berechnung bestimmter
Zeitpunkte während eines Tages Unter Berticksichtigung des Standorts, der Zonenzeit
für den Ort und des Datums.
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Es kann aus verschiedenen Gründen wichtig sein, bestin;mte Zeitpunkte
im Laufe eines Tages zu ermitteln, an denen ein Ereignis stattfindet. Z.B. kann
es um die Bestimmung eines Zeitpunktes des Sonnenaufgangs gehen.
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Aus religiösen Gründen können beispielsweise die folgenden Zeitpunkte
bedeutsam sein: Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Morgenröte (IMSAK), Abendröte (YATSI)
sowie der Mittagszeitpunkt. Die Zeitpunkte fUr die Morgen- und Abendröte stehen
zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in einer eindeutigen Beziehung.
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Der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs kann beispielsweise für einen bestimmten
Ort berechnet werden aus der geographischen Breite, aus dem Datum und aus der Zeit.
Bei der Zeit handelt es sich zunächst einmal um die örtliche Zeit,und die örtliche
Zeit stimmt mit der Zonenzeit nur für einen ganz bestimmten Längenkreis Uberein.
Bei örtlichen Abweichungen von diesem Längenkreis ist auch eine entsprechende zeitliche
Korrektur vorzunehmen.
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Aus Zeitungen, Büchern oder einem Kalender könnten fUr einen bestimmten
Ort Sonnenaufgang und Sonnenuntergang abgelesen werden. Die Erfahrung hat jedoch
gezeigt, daß diese veröffentlichten Werte stark voneinander abweichen.
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Aus religiösen GrUnden kann jedoch eine zu starke Abweichung nicht
akzeptiert werden, so daß der Gläubige nicht wissen kann, ob die ihm zur Verfugung
stehenden Mittel tatsächlich den richtigen Zeitpunkt angeben.
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Man könnte zwar beispielsweise die Sonnenaufgangszeit mit Hilfe von
Zeitungen, Tabellenwerken und dergl. berechnen.
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Dieses Berechnungsverfahren ist jedoch verhältnismäßig kompliziert
und mUßte zudem in relativ kurzen Abständen immer wieder durchgefUlirt werden.
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Durch die Erfindung soll eine Vorrichtung geschaffen werden, durch
welche gewünschte Zeitpunkte im Laufe eines Tages für einen bestimmten Ort mit gegebenen
geographischen Daten und für einen bestimmten Tag schnell, leicht und zuverlässig
bestimmt werden können.
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Dieses wird mit einer Vorrichtung gemäß dem Anspruch erreicht.
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Eine Ausföhrungsform der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung
beispielsweise erläutert.
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Fig.1 zeigt eine Draufsicht auf eine Vorrichtung gemäß der Erfindung.
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Fig.2 ist eine Querschnittsansicht durch die in Fig.l gezeigte Vorrichtung
nach der Linie 2-2.
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Fig.3 zeigt eine Rüdcansicht einer abgewandelten Ausfilhrungsform
eines Stabes zur Vorrichtung gemäß der Erfindung.
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In der Fig. 1 ist eine Grundplatte 10 gezeigt, welche die Form eines
Rechtecks hat und verhältnismäßig flach ausgebildet ist. Die Grundplatte 10 besteht
aus Kunststoff oder Holz oder irgendeinem anderen geeigneten Material.
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Die Grundplatte 10 weist eine Spurrinne 11 auf, welche sich im unteren
Bereich befindet und solch Uber die längere Kante der Grundplatte 10 erstreckt.
Die Spurrinne 11 hat einen veränderlichen Abstand H vom Rand der Grundplatte 10,
welcher aus der sog.Z-eitgleichung berechnet und auf ein bestimmtes Maß in cm gebracht
werden kann. Weiterhin weist die Grundplatte 10 eine von der linken zur rechten
oder von der rechten zur linken Seite gehende Skala 12 auf, auf welcher die einzelnen
Tage eines Jahres oder eines halben Jahres aufgetragen sind. Auf diese Art und Weise
ist die Höhe H der Zeitgleichung dem zugehörigen Tage des Jahres zugeordnet.
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Die Grundpl3tte 10 weist eine weitere Skala 15 auf, welche senkrecht
zur Skala 12 an der linken undXoder rechten Seite der Grundplatte 10 angeordnet
ist. Es handelt sich hierbei um eine Skala, welche die geographische Breite wiedergibt,
sie erstreckt sich beispielsweise von 0 bis 900, sie kaml Jedoch auch auf eine bestimmte
Breite beschränkt werden, beispielsweise auf den Bereich von 30 bis 500 nördlicher
Breite.
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An der Grundplatte 10 ist von vorn ein Hebel 14 bei 25 schwenkbar
angebracht. Der Schwenkpunkt 25 befindet sich senkrecht oberhalb der Markierung
für den 21.März bzw.den 21.September der Skala 12. Der Hebel 14 ist mit einer Strichmarkierung
versehen, welche mit der Skala 15 in Ausrichtung gebracht werden kann. Die Anlenkung
des Hebels an jener Stelle folgt ebenfalls aus der Zeitgleichung im Zusammenhang
mit der geographischen Breite.
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Weiterhin ist ein Läufer 15 vorgesehen, welcher -wie bei bekannten
Rechenschiebern üblich von links nach rechts oder von rechts nach links Uber die
Grundplatte 10 bewegt werden kann. Zu diesem Zweck weist der Läufer 15 nach hinten
um die Grundplatte 10 herum greifende Vorsprünge auf. Zwischen der Grundplatte 10
und dem Läufer 15 können Federn vorgesehen sein, wie dies fflr den Läufer eines
Rechenschiebers Ublich ist.
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Der L2ufer 15 ist mit einer Öffnung bzw. Ausnehmung 19 versehen,
welche im wesentlichen die Form eines Langloches hat, so daß insbesondere der Hebel
14 durch diese Ausnehmung 19 hindurch sichtbar ist.
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Weiterhin ist der Läufer 15 mit einem länglichen Stab 16 versehen,
welcher in Bohrungen 17 und 18 in seiner Längsrichtung hin- und herbewegbar angeordnet
ist.
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Durch die Ausnehmung 19 ist der Stab 16 sichtbar, wobei er an beiden
Schmalseiten des Läufers 15 hervorsteht.
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Der Stab 16 trägt eine Strichmarkierung 20. Der Stab 16 ist durchsichtig
ausgebildet, so daß man durch die Ausnehmung 19 hindurch und durch den Stab 16 hindurch
den Hebel 14 mit seiner Strichmarkierung erblicken kann.
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Der Stab 16 weist weiterhin einen nach hinten (Blickrichtung Fig.l)
vorstehenden Stift 21 auf, welcher in die Spurrinne 11 hineinragt. An und für sich
ist der Stift 21 in Fig.1 nicht zu sehen, da er durch den Läufer 15 verdeckt ist,
er ist jedoch in der Darstellung in seiner Lage -um das Verständnis zu verbessern-
angedeutet. Aus Fig.2 ist jedoch zu erkennen, daß der Stift 21 in die Spurrinne
11 hineinragt, so daß bei Bewegung des Läufers 15 von links nach rechts der Stab
16 nach oben bzw. nach unten gehende Bewegungen ausführt5 weil der Stift 21 der
Spurrinne 11 folgt.
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An der einen Seite oder auch an beiden Seiten der Strichmarkierung
20 des Stabes 16 befindet sich eine Skala 22, an welcher Uhrzeiten angegeben sind
Soll z.B. die Sonnenaufgangazeit berechnet werden, so zeigt die Skala 22 die für
den Sonnenaufgang infrage kommenden Zeiten, also etwa von 200 bis 800 Zur Erläuterung
des Gebrauchs der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird angenommen, daß der Zeitpunkt
des Sonnenaufgangs bestimmt werden soll und daß die Skala 22 am Läufer 15 Sonnenaufgangszeitpunkte
wiedergibt.
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Zunächst einmal wird der Läufer 15 in eine solche Stellung gebracht,
daß die Strichlinie 20 des Stabes 16 mit dem entsprechenden Datum auf der Skala
12 Ubereinstimmt, sodann wird der Hebel 14 um seinen Anlenkpunkt so
verschwenkt,
daß die Spitze der Strichmarkierung mit der geographischen Breite des zugehörigen
Ortes auf der Skala 17 übereinstimmt. Die Strichmarkierung des Hebels 14 und die
Strichlinie 20 bilden einen Schnittpunkt und zur diesen Schnittpunkt wird auf der
Skala 22 ein Zeitpunkt abgelesen, welcher dem Sonnenaufgangszeitpunkt fUr den entsprechenden
Tag, der vorgegebenen geographischen Breite und einer ganz bestimmten Ortszeit entspricht.
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Bei der vorangehend beschriebenen AusfUhrungsform befindet sich der
Stift 21 an einer ganz bestimmten Stelle der Spurrinne 11, welche der geographischen
Lage entspricht, für die die Zonenzeit ohne Abweichung gilt.
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Soll jedoch der Sonnenaufgangszeitpunt berechnet werden können, wobei
der Ort nicht auf dem Längenkreis liegt, welcher zur Zonenzeit gehört, so muß eine
Korrektur der Lage des Stiftes 21 vorgenommen werden.
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Die Fig.3 zeigt, daß der Stift nicht starr und unbeweglich am Stab
16 befestigt ist, vielmehr kann er innerhalb eines Langloches in bezug auf die Längsrichtung
des Stabes 16 in seiner Lage verändert werden. Mit anderen Worten kann der Stift
21 aus der gezeigten Lage herausgenommen werden und an die in unterbrochenen Linien
gezeigte Stellung gebracht werden, wobei eine am Stab angebrachte Skala andeutet,
um wieviel Grad Abweichung von dem Längenkreis für die Zonenzeit der zugehörige
Ort neben dem Längenkreis liegt. Es ist ersichtlich, daß diese Einstellungen genauso
wie die Einstellungen in bezug auf die geographische Breite vom Ort abhängig sind.
Befindet sich jedoch eine Person an einem bestimmten Ort, so stehen die geographische
Breite und Länge zur VerfUgung, so daß der Stift 21 an die richtige Stelle gebracht
werden kann und der Hebel 14 in die richtige Lage geschwenkt werden kann.
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In Fig.1 ist durch vier ein Rechteck bildende Linien eine Ausnehmung
50 gezeigt, innerhalb welcher der Hebel 14 schwenkbar angeordnet ist, damit die
gesamte Vorrichtung gemäß der Erfindung flacher sein kann, als dies in Fig.2 gezeigt
ist.
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Auf dem Hebel 14 können außer der gezeigten Linie noch weitere in
etwa parallele Linien angeordnet sein, wobei diese Linien zur Bestimmung anderer
Zeitpunkte, beispielsweise der Abendröte und dergl., fUhren.
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Der Bestimmungsvorgang hierzu wird entsprechend durchgefUhrt.
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Sind in der Vorrichtung gemäß der Erfindung geographische Breite
und Länge eingestellt worden, so kann die Vorrichtung als Kalender verwendet werden,
indem der Läufer 15 jeden Tag um eine Einheit weitergestellt wird. Zusätzlich zur
Wiedergabe des Datums kann ein gewunschter Zeitpunkt, beispielsweise die Gebetszeitpunkte
eines Moslems, angegeben werden.
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L e e r s e i t e