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DE3024286A1 - Turmdrehkran - Google Patents

Turmdrehkran

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Publication number
DE3024286A1
DE3024286A1 DE19803024286 DE3024286A DE3024286A1 DE 3024286 A1 DE3024286 A1 DE 3024286A1 DE 19803024286 DE19803024286 DE 19803024286 DE 3024286 A DE3024286 A DE 3024286A DE 3024286 A1 DE3024286 A1 DE 3024286A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tower
axis
tower crane
building
crane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803024286
Other languages
English (en)
Inventor
Hans 8000 München Tax
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19803024286 priority Critical patent/DE3024286A1/de
Publication of DE3024286A1 publication Critical patent/DE3024286A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C23/00Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes
    • B66C23/62Constructional features or details
    • B66C23/84Slewing gear
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C23/00Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes
    • B66C23/18Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes specially adapted for use in particular purposes
    • B66C23/26Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes specially adapted for use in particular purposes for use on building sites; constructed, e.g. with separable parts, to facilitate rapid assembly or dismantling, for operation at successively higher levels, for transport by road or rail
    • B66C23/28Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes specially adapted for use in particular purposes for use on building sites; constructed, e.g. with separable parts, to facilitate rapid assembly or dismantling, for operation at successively higher levels, for transport by road or rail constructed to operate at successively higher levels
    • B66C23/283Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes specially adapted for use in particular purposes for use on building sites; constructed, e.g. with separable parts, to facilitate rapid assembly or dismantling, for operation at successively higher levels, for transport by road or rail constructed to operate at successively higher levels with frameworks composed of assembled elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

  • Turmdrehkran
  • Die Erfindung betrifft einen Turmdrehkran zum Einsatz bei der Errichtung von rotationssymmetrischen Bauwerken, insbesondere Schalenbauwerken, im Inneren dieser Bauwerke,umfassend einen um die Bauwerksachse drehbaren Kletterturm mit einem im Bereich des oberen Turmendes angeordneten Ausleger.
  • Bei der Errichtung von Schalenbauwerken, wie z.B. von Kühltürmen,werden bislang Turmdrehkräne der genannten Bauart eingesetzt, die im Zentrum-des zu errichtenden Bauwerks errichtet werden, wobei die Turmachse mit der Bauwerksachse zusammenfällt. Mit einem derartigen Turmdrehkran lassen sich die bei der herkömmlichen Verschalungstechnik anfallenden Lasten wie Betonkübel und Schalungsteile heben. Es tritt nun das Problem auf, sehr viel schwerere Lasten wie z.B. Fertigteile zu heben. Es wurde erkannt, daß die Lösung dieses Problems mit Hilfe der herkömmlichen Kranbauweisen wegen der hohen Lastmomente zu außerordentlich aufwendigen Krankonstruktionen führt.
  • Die Aufgabe der Erfindung liegt nun darin, einen Turmdrehkran der eingangs genannten Art bereitzustellen, der bei einfachem Aufbau zum Heben schwerer Lasten geeignet ist.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Kletterturm auf einem Dreifußrahmen steht, dessen einer Fuß sich auf einem Rotationsdrucklager in der Bauwerksachse abstützt und dessen beide anderen Füße sich auf einer konzentrisch zur Bauwerksachse verlaufenden Kreis schiene abstützen über je ein Fahrwerk, von denen mindestens eines mit einem Antrieb versehen ist, wobei der Kletterturm mit seiner Turmachse gegenüber der Bauwerksachse radial versetzt und gegenüber dem Dreifußrahmen unverdrehbar ist und der Ausleger stets in einer durch die Bauwerksachse und die Turmachse definierten Ebene angeordnet ist.
  • Dadurch, daß der Kletterturm mit seiner Turmachse gegenüber der Bauwerksachse radial nach außen versetzt ist, werden die auf dem Kletterturm wirkenden Lastmomente wesentlich herabgesetzt, da sich bei unverändertem Ort der Last der Abstand zwischen Last und Turmachse der Versetzung entsprechend verringert. Da der Kletterturm unverdrehbar auf dem Dreifußrahmen steht und sich auch der Ausleger stets in einer durch die Bauwerksachse und die Turmachse definierten Ebene befindet, ist weder am Turmfuß noch im Bereich des oberen Turmendes ein Rotationslager beispielsweise ein aufwendiges Kugeldrehkranzlager erforderlich; es ist lediglich ein Rotationsdrucklager im Zentrum des Bauwerks erforderlich, auf dem sich der eine Fuß abstützt. Ein solches lediglich unter Druckbelastung stehendes Rotationslager kann äußerst einfach aufgebaut sein. Die Bedienung des erfindungsgemäßen Turmdrehkrans ist einfach, da,um einen bestimmten Lastaufnahmepunkt zu erreichen, lediglich der Dreifußrahmen dementsprechend gedreht (Winkelkoordinate des Aufnahmepunkts) und der im Bereich des oberen Turmendes angeordnete Ausleger, ggf. eine Laufkatze, entsprechend eingestellt werden muß ( Radialkoordinate des Aufnahme- punkts).
  • Um bei vorgegebener Maximallast eine möglichst einfache und leichte Konstruktion des erfindungsgemäßen Turmdrehkrans einsetzen zu können, wird vorgeschlagen, daß der Abstand zwischen der Bauwerksachse und der Turmachse derart festgelegt ist, daß die zu hebenden Lasten gerade noch mit einem Sicherheitsabstand an der vorgesehenen radial engsten Stelle des Bauwerks vorbeibewegt werden können.
  • Zur Aufnahme der auch bei der erfindungsgemäßen Konstruktion noch auftretenden, vergleichsweise geringen Lastmomente wird vorgeschlagen, daß der Dreifußrahmen außerhalb der beiden anderen Füße, vorzugsweise im Bereich des einen Fußes balkstiert ist und daß vom oberen Turmende, oder von einem im Bereich des oberen Turmendes angeordneten Gegenausleger ein Abspannseil zu einer gegenüber der Turmachse in Richtung auf die Bauwerks achse versetzten Abspannstelle am Dreifußrahmen führt. Hierdurch kann die Turmdrehkrankonstruktion leichter ausgeführt werden; ein am Gegenausleger ggf. vorgesehener Ballast erübrigt sich bei der vorgeschlagenen Konstruktion.
  • Weiterhin wird vorgeschlagen, daß das Rotationsdrucklager eine zur Bauwerksachse senkrechte, bodenseitige Gleitfläche und eine an dieser flächig anliegende, rahmenseitige Gleitfläche umfaßt und daß zumindest eine der Gleitflächen von einer reibungsarmen Gleitschicht, insbesondere aus halogenisiertem Polyäthylen, gebildet ist. Dieses Lager ist billig in der Herstellung und zuverlässig im Betrieb.
  • Die Zentrierung des Rotationsdrucklagers wird vorzugsweise durch einen in der Bauwerksachse angeordneten Zentrierzapfen erreicht, der auch zur Aufnahme der während des Be- triebes ggf. auftretenden Horizontaikräftengeeignet ist.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Turmdrehkrans innerhalb eines Kühlturms; Fig. 2 einen Teilschnitt der Anordnung in Fig. 1 entlang der Linie II-II; Fig. 3 einen Teilschnitt der Anordnung in Fig. 1 entlang der Linie III-III; Fig. 4 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Turmdrehkrans in einem Kühlturm; Fig. 5 einen Teilschnitt der Anordnung in Fig. 4 entlang der Linie V-V; Fig. 6 einen Teilschnitt der Anordnung in Fig. 4 entlang der Linie VI-VI und Fig. 7 eine Schnittansicht des Details A in Fig. 4 in vergrößertem Maßstab.
  • Schalenbauwerke, wie Naß- oder Trockenkühltürme, werden bislang in erster Linie in der sog. Gleitschalungstechnik errichtet. Hierbei wird die Bauwerksschale abschnittsweise gegossen, wobei die Verschalung als Gleitschalung dem Baufortschritt gemäß nach oben bewegt wird. Die bei dieser Bauweise von einem Baukran zu hebenden Lasten sind relativ leicht; im wesentlichen handelt es sich um Kübel mit flüssigem Beton zum Ausgießen der Gleitschalung. Wenn das Bauwerk jedoch in der modernen, kostensparenden Fertigbauweise er- richtet werden soll, so müssen wesentlich schwerere Lasten, nämlich Fertigteile, mit bis zu 100.000 kp - Gewicht gehoben werden. Im folgenden werden zwei Ausführungsformen eines für derartig schwere Lasten geeigneten Turmdrehkrans einfachen Aufbaus beschrieben.
  • In den Fig. 1 bis 3 ist eine erste, mit 10 bezeichnete Ausführungsform des Turmdrehkrans dargestellt. Dieser ist innerhalb eines Kühlturms 12 errichtet und auf einer Kreisschiene 16 in Richtung des Doppelpfeils B in Fig. 2 verfahrbar. Die Kreisschiene 16 ruht auf einer Fundamentplatte 18 des Kühlturms 12; der Kreismittelpunkt der Kreisschiene liegt in der vertikalen Bauwerksachse 14 des Kühlturms 12. Im Kreismittelpunkt befindet sich auch ein Rotationsdrucklager 20, welches anhand der Fig. 7 noch genauer beschrieben werden wird.
  • Der Turmdrehkran 10 besteht aus einem Kletterturm 22, der an seinem oberen Ende zum Heben von Lasten mit einem Ausleger 24 sowie einem Gegenausleger 26 versehen ist und der mit seinem unteren Ende starr auf einem Dreifußrahmen 28 steht. Der Dreifußrahmen 28 wiederum stützt sich mit einem Fuß 30 auf das erwähnte Rotationsdrucklager 20 ab und mit den beiden anderen Füßen 32 und 34 auf je ein Fahrwerk 36 bzw. 38, die in den Figuren lediglich grobschematisch angedeutet sind und von denen eines mit einem Antrieb versehen ist. Die Fahrwerke 36 und 38 laufen auf der Kreisschiene 16.
  • Der Ausleger 24 sowie der Gegenausleger 26 sind an einer Turmspitze 40 des Kletterturms 22 jeweils einendig angelenkt mit horizontaler Schwenkachse und liegen in einer durch die Bauwerksachse 14 und die Turmachse 42 definierten Ebene. Ein Kranhaken 44 hängt an einem Lasthubseil 46, welches über eine Rolle am freien Ende des Auslegers 24 über die Turmspitze 40 zu einer in Fig. 1 angedeuteten angetriebenen Seiltrommel 48 führt. Um den Kranhaken 44 zu einem vorbestimmten Lastaufnahmepunkt zu bewegen, wird nach entsprechendem Absenken des Kranhakens 44 der Turmdrehkran 10 als ganzes kreisförmig auf der Kreisschiene 16 verfahren, bis die erforderliche Winkeleinstellung erreicht ist. Sofern notwendig, kann der (radiale) Abstand des Kranhakens 44 von der Bauwerksachse 14 noch dadurch eingestellt werden, daß die Neigung des Auslegers 24 entsprechend verstellt wird. Hierzu ist ein Auslegerverstellseil 50 vorgesehen, welches die freien Enden von Ausleger 24 und Gegenausleger 26 flaschenzugartig verbindet und das auf einer angetriebenen Seiltrommel 52 endet.
  • Weiterhin ist ein Gegenauslegerstabilisierungsseil 54 vorgesehen, welches die Turmspitze 40 mit dem freien Ende des Gegenauslegers 26 verbindet und auf einer angetriebenen Seiltrommel 56 endet. Das Gegenauslegerstabilisierungsseil 54 dient dazu, ein Kippen des Gegenauslegers 26 in Pfeilrichtung C, z.B. bei plötzlicher Entlastung des Kranhakens 44, zu verhindern. Ein an der Turmspitze 40 angebrachter Anschlag 58 begrenzt, die entsprechende Kippbewegungen des Auslegers 24. Schließlich ist noch ein Abspannseil 60 zwischen dem freien Ende des Gegenauslegers 26 und einer Abspannstelle 62 am Dreifußrahmen 28 gespannt. Die Abspannstelle 62 liegt oberhalb des Rotationsdrucklagers 20 und des einen Fußes 30. Das Abspannseil 60 läuft im wesentlichen längs der Bauwerksachse 14; es dient der Aufnahme der Lastmomente.
  • Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den Turmdrehkran 10 entsprechend dem Baufortschritt mit dem Bauwerk 12 "mitwachsen" zu lassen. Würde man von Anfang an einen Turmdrehkran mit der bei der Vollendung des Bauwerks notwendigen Kranhöhe einsetzen, so hätte dies u.a. den Nachteil, daß die Kranbedienung unnötig erschwert wäre und daß gefähr- liche Windkräfte auftreten können, da der Kran anfänglich in seiner vollen Größe dem Winddruck ausgesetzt ist. Um den Turmdrehkran dem Baufortschritt entsprechend aufzustocken ist bei der ersten, in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform 10 eine Klettereinrichtung im Bereich des oberen Turmendes vorgesehen. Die Turmspitze 40 reicht mit ihrem unteren Ende 41 in das obere Ende eines aus Segmenten 25 zusammengesetzten Turmschafts 23 hinein. Mit einer nicht dargestellten Hebeeinrichtung kann die Turmspitze 40 weiter nach oben verschoben werden und ein neues Segment 25 auf dem obersten Segment 25 montiert werden.
  • Dementsprechend kann der Kletterturm 22 auch wieder abgebaut werden.
  • Die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte weitere Ausführungsform 110 des erfindungsgemäßen Kletterturms unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform 10 gemäß den Fig. 1 bis 3 im wesentlichen nur in der Klettereinrichtung. Bauteile in den Fig. 4 bis 6, die den Bauteilen in den Fig.
  • 1 bis 3 entsprechen, sind mit denselben Bezugsziffern, jeweils vermehrt um die Zahl 100, versehen.
  • Während beim Turmdrehkran 10 der Fig. 1 bis 3 der Turmschaft 23 an seinem oberen Ende verlängert bzw. verkürzt wird, werden beim Turmdrehkran 110 am unteren Ende des Turmschafts Segmente 125 (die sog. Schüsse) anmontiert bzw. wieder abmontiert. Hierzu ist im Dreifußrahmen 128 mittig zwischen den sich auf der Schiene 116 abstützenden Füßen 132 und 134 auf dem Dreifußrahmen 28 ein Hebeabschnitt 170 aufmontiert, der in einer leichten Rohrkonstruktion das untere Ende des Turmschafts 123 umschließt.
  • Der Innenraum des Hebeabschnitts 170 setzt sich nach unten in einer entsprechenden Durchtrittsöffnung 172 des Dreifußrahmens 128 fort (siehe Fig. 6) , so daß zur Verlängerung des Turmschafts 123 Segmente 125 von unten her in die Durchtrittsöffnung 172 eingeschoben und am unteren Ende des Turmschafts 123 anmontiert werden können. Im Hebeabschnitt 170 ist eine nicht dargestellte Hebeeinrichtung angebracht, die den Turmschaft 123 anhebt, damit ein weiteres Segment 125 anmontiert werden kann. Der Abbau des Turmschafts 123 geht dementsprechend umgekehrt vor sich.
  • Die während des Betriebes auf den Turmdrehkran 110 wirkenden Lastmomente sind bereits relativ gering, da die Turmachse 42 zur Last hin versetzt ist und ein Großteil der auftretenden Kräfte unmittelbar über die Füße 132 und 134 auf die Kreisschiene 116 abgeleitet wird. Das Abspannseil 160 sorgt dafür, daß zwischen dem Turmschaft 123 und dem Dreifußrahmen 128 praktisch kein Kippmoment wirkt, so daß die Verbindung zwischen dem Turmschaft 123 und dem Dreifußrahmen 128 entsprechend leicht und mechanisch einfach gebaut sein kann. Um auch höhere Lastmomente auffangen zu können, ist am Dreifußrahmen 128 ein Ballast angebracht, der im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer Betonfüllung 174 des sich auf oder Rotationsdrucklager 120 abstützenden einen Fußes 130 besteht (Fig. 7). Der Fuß 130 besteht aus vier Abschnitten 176, die jeweils aus einem mit Beton ausgegossenen Metallrahmen 178 bestehen und die über Schraubverbindungen 180 aneinander befestigt sind. Die Ballastierung des Dreifußrahmens 128 in Verbindung mit dem Rotationsdrucklager 120 bietet gegenüber einer Verankerung des Dreifußrahmens 128 am Untergrund mittels eines Rotationszuglagers den Vorteil, daß bodenseitig keine besonderen Vorbereitungsmaßnahmen, wie das Erstellen eines entsprechend starken Fundaments, erforderlich sind und der Aufbau des Druck lagers vergleichsweise wesentlich einfacher und damit kostengünstiger ist.
  • In Fig. 7 ist ein derartiges Rotationsdrucklager 120 dargestellt. Auf der Fundamentplatte 118 ist zentrisch zur Bauwerksachse 114 eine Lagerplatte 182 aus Metall angegossen, deren obere Horizontalfläche eine bodenseitige Gleitfläche bildet. An der unteren Horizontalfläche des untersten Abschnitts 176 des Fußes 130 ist eine Gleitschicht 188 aus Polytetrafluoräthylen (Teflon) angebracht, die mit ihrer unteren Horizontalfläche, der rahmenseitigen Gleitfläche, an der bodenseitigen Gleitfläche der Lagerplatte 182 anliegt. Das Rotationsdrucklager 120 ist reibungsarm und praktisch wartungsfrei und kann auch sehr hohen Belastungen bis 300.000 kp standhalten.
  • Die Zentrierung wird durch einen Zentrierzapfen 190 erreicht, der in entsprechend angepaßte Aufnahmen 192 und 194 in der Lagerplatte 182 bzw. im untersten Abschnitt 176 des Fußes 130 eingesetzt ist.
  • Der in Fig. 4 eingezeichnete Abstand a zwischen der Bauwerksachse 114 und der Turmachse 142 wird derart festgelegt, daß die zu hebende Last gerade noch mit einem Sicherheitsabstand an der vorgesehenen radial engsten Stelle des Bauwerks 112 vorbeibewegt werden kann. In Fig. 4 ist diese Situation durch strichpunktierte Linien angedeutet.
  • Eine Last 192, nämlich ein Fertigteil für den Kühlturm 112, kann in der steilsten Stellung des Auslegers 124 (in der der Ausleger 124 am Anschlag 158 anliegt) an der engsten Stelle B des Kühlturms 112 mit Sicherheitsabstand vorbeibewegt werden. Bei den üblichen Kühltürmen mit einem Radius R1 von 60 m am unteren Ende des Kühlturms 112 und einem Radius R2 von 40 m am oberen Ende und einer Kühlturmhöhe von 165 m beträgt der Abstand a ca. 18 m, bei einem Radius der Kreisschiene 16 von ca. 20 m.
  • Anstelle der in den Fig. 1 und 4 dargestellten Hebeanordnung am oberen Ende des Kletterturms 22 bzw. 122 aus dreiecks- förmig angeordneten Auslegern 24 bzw. 124 und Gegenausledern 26 bzw. 126 können auch andere Hebeanordnungen eingesetzt werden, wie z.B. Katzausleger mit an einem horizontalen Arm laufender Laufkatze oder parallelogrammartig verspannte Knickausleger mit vertikal einstellbarem Horizontalarm und daran laufender Laufkatze. Die in den Fig. 1 und 4 dargestellte Ausführungsform mit Nadelauslegern (Ausleger und Gegenausleger) weist den Vorteil auf, daß lediglich eine Nadelspitze über den jeweils fertiggestellten oberen Rand des Bauwerks hinausreicht und damit nur eine sehr geringe Windangriffsfläche bietet (siehe Fig. 1 und 4), wohingegen Laufkatzenanordnungen zumeist leichter zu bedienen sind.
  • Leerseite

Claims (6)

  1. Turmdrehkran Patentansprüche 1. Turmdrehkran zum Einsatz bei der Errichtung von rotationssymmetrischen Bauwerken, insbesondere Schalenbauwerken, im Inneren dieser Bauwerke, umfassend einen um die Bauwerksachse drehbaren Kletterturm mit einem im Bereich des oberen Turmendes angeordneten Ausleger, dadurch gekennzeichnet, daß der Kletterturm (22; 122) auf einem Dreifußrahmen (28; 128) steht, dessen einer Fuß (30; 130) sich auf einem Rotationsdrucklager 120; 120) in der Bauwerksachse (14; 114) abstützt und dessen beide anderen Füße (34, 36; 134, 136) sich auf einer konzentrisch zur Bauwerksachse (14; 114) verlaufenden Kreisschiene (16; 116) abstützen über je ein Fahrwerk, von denen mindestens eines mit einem Antrieb versehen ist, wobei der Kletterturm (22; 122) mit seiner Turmachse (42; 142) gegenüber der Bauwerksachse (14; 114) radial versetzt und gegenüber dem Dreifußrahmen (28; 128) unverdrehbar ist und der Ausleger (24; 124) stets in einer durch die Bauwerksachse (14; 114) und die Turmachse (42; 142) definierten Ebene angeordnet ist.
  2. 2. Turmdrehkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) zwischen der Bauwerksachse (14; 114) und der Turmachse (42; 142) derart festgelegt ist, daß die zu hebenden Lasten (192) gerade noch mit einem Sicherheitsabstand an der vorgesehenen radial engsten Stelle des Bauwerks (12; 112) vorbeibewegt werden können.
  3. 3. Turmdrehkran nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einsatz bei der Errichtung eines Kühlturms (12; 112) der Abstand (a) zwischen der Bauwerksachse (14; 114) und der Turmachse (42; 142) 10 bis 30m, vorzugsweise 15 bis 25 m, am besten ca. 18 m, beträgt.
  4. 4. Turmdrehkran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dreifußrahmen (28; 128) außerhalb der beiden anderen Füße (32, 34; 132, 134) vorzugsweise im Bereich des einen Fußes (30; 130) ballastiert ist und daß vom oberen Turmende oder von einem im Bereich des oberen Turmendes angeordneten Gegenausleger (26; 126) ein Abspannseil (60; 160) zu einer gegenüber der Turmachse (42; 142) in Richtung auf die Bauwerksachse (14; 114) versetzten Abspannstelle (62; 162) am Dreifußrahmen (28; 128) führt.
  5. 5. Turmdrehkran nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationsdrucklager(20; 120) eine zur Bauwerksachse (14; 114) senkrechte, bodenseitige Gleitfläche (am Teil 182) und eine an dieser flächig anliegende, rahmenseitige Gleitfläche (am Teil 188) umfaßt und daß zumindest eine der Gleitflächen von einer reibungsarmen Gleitschicht (188), insbesondere aus halogenisiertem Polyäthylen, gebildet ist.
  6. 6. Turmdrehkran nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationsdrucklager (20; 120) einen in der Bauwerksachse (14; 144) angeordneten Zentrierzapfen (190) aufweist.
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