DE3023298A1 - Trockenzylinder fuer papiermaschinen mit randisolierung - Google Patents
Trockenzylinder fuer papiermaschinen mit randisolierungInfo
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Description
P 3786 J.M. Voith GmbH
Kennwort: "Randisolierung" Heidenheim
Trockenzylinder für Papiermaschinen mit Randis olierung
Die Erfindung betrifft einen dampfbeheizten Trockenzylinder mit
einem zylindrischen Mantel und daran an den Enden angeformten Planschen.
Insbesondere bei sehneHäufenden Papiermaschinen, bei denen die
Bahn auf rotierenden, dampfbeheizten Trockenzylindern getrocknet
wird, entsteht der unerwünschte Effekt, daß die Bahn an den Rändern schneller trocknet, als in der Mitte. Dadurch schrumpfen
die Ränder schneller als der Rest der Bahn, wodurch Palten und Bahnabrisse entstehen können. Darüber hinaus besitzen die überdehnten
und übertrockneten Ränder eine geringere Qualität als der Rest der Bahn und erzeugen auch bei der Glättung und Weiter-
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verarbeitung Schwierigkeiten und Ausschuß. Diesen Effekt hat
man durch Aufsprühen von Wasser auf die trocknende Bahn zu beseitigen versucht, jedoch war der technologische Erfolg nur gering
und der Energiebedarf für die Trocknung erhöhte sich dadurch
.
Eine Ursache für das Übertrocknen der Ränder ist sicher darin zu sehen, daß die Luftzirkulation im Randbereich intensiver ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Übertrocknen der
Bahnränder durch einfache Maßnahmen zu vermeiden, und dadurch die Papierqualität zu verbessern, die Ausschußquote zu reduzieren
und Trocknungsenergie einzusparen. Dabei sollen zum Trocknen einer Bahn von gegebener Breite die Zylinder möglichst schmal
sein. Dies hat außer der Verbilligung der Trockenzylinder auch noch den Vorteil, daß die AuffUhrseile nahe am Papierbahnrand
angeordnet werden können, wodurch das Aufführen der Papierbahn nach einer Betriebsunterbrechung leichter, schneller und sicherer
vonstatten geht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Übergangsbereich vom
zylindrischen Teil des Mantels zum zylindrischen Teil des Flansches eine aus isolierendem Werkstoff bestehende Haftschicht
aufgebracht wird. Der Erfinder hat folgendes erkannt: Der bekannte Effekt der Luftzirkulation im Randbereich ist zwar richtig.
Es gibt jedoch noch zwei weitere Einflüsse: Zum einen kann Wärme axial im Mantel des Zylinders vom heißeren, keine Wärme
abgebenden Rand her zum Verdampfungswärme verbrauchenden Papierrand hin fließen. Zum anderen hat der Kondensatring im zylindrischen
Teil des Trockenzylinders, eine erhebliche Isolierwirkung,
welche im kegeligen oder gerundeten Übergangsbereich zum Plansch hin fehlt, weil dieser Bereich bereits aus dem Kondensatring
herausragt. Besonders in diesem Teil des Mantels, welcher aus dem Kondensatfilm herausragt, aber noch nicht die volle Dicke
des Flansches erreicht hat, ist der Wärmewiderstand klein, weil einerseits der Wärmewiderstand des Kondensatfilms fehlt und andererseits
die vorhandene Wanddicke geringer als im äußeren
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Planschbereich ist. Dieser Einfluß ist in der Vergangenheit
nicht erkannt worden.Es herrschte die Meinung vor, daß durch den dickeren Teil des Mantels im Planschbereich ohnehin weniger
Wärme fließt. Durch die mit der Geschwindigkeit zunehmende Isolierwirkung des Kondensatfilms kehren sich diese für niedrige
Geschwindigkeit geltenden Verhältnisse aber um. Diese Umkehrung wurde zwar jahrelang beobachtet, jedoch falsch gedeutet,
nämlich als der erwähnte Effekt einer intensiveren Zufuhr trockner Luft in den Randbereich der Bahn von der Seite her.
Der Weg für die technische Verbesserung war erst durch diese neuen überraschenden, die vorherrschenden Ansichten widerlegenden
Erkenntnisse geöffnet worden.
Es ist nun nicht notwendig, in allen Trockenzylindern die Isolierschicht
im konischen oder gerundeten Übergangsbereich vom
Mantel zum Plansch anzubringen. Eine spürbare Verbesserung tritt ein, wenn man nur einen Teil der Zylinder im Übergang
mit der isolierenden Haftschicht ausstattet. Insbesondere wenn man die Isolierschicht dick genug ausführt, genügt es, wenn man
nur 1/3 oder noch weniger der Zylinder im Randbereich isoliert, um den Effekt der Randübertrocknung zu kompensieren.
Weil die Bahn während der Trocknung in der Breite schrumpft, verändert sich die Position des Bahnrandes relativ zur Zylinderbreite.
Um diesem Effekt Rechnung zu tragen, ist es fallweise zweckmäßig, den Isolierbelag in den zylindrischen Teil
des Flansches (am Anfang der Trockenpartie) oder in den zylindri schen Teil des Mantels (am Ende der Trockenpartie) hineinragen
zu lassen. Wenn das richtige Material für die Isolierung gewählt wird, hat es auch innerhalb des Kondensatfilms ausgeprägte
isolierende Wirkung, weil die Wärmeleitzahl des Materials nur einen Bruchteil jener des Kondensatfilms beträgt.
Wählt man eine isolierende Haftschicht mit sehr niedriger Wärmeleitzahl,
so kann man bereits mit einer Schichtdicke von 0,5 mm
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eine Isolierwirkung erreichen, welche höher ist als jene eines Kondensatfilms von 2 mm Dicke.
Weil es aber billiger ist, die Isolierung nur in wenigen Zylindern
anzubringen, kann man zur Kompensation der Übertrocknung der Ränder in den anderen Zylindern in diesen wenigen Zylindern
eine Haftschicht beträchtlicher Dicke wählen, z.B. bis zu 5 mm. Bei dieser Dicke ist die Isolierwirkung bereits so groß, daß
es wenig zweckmäßig ist, auf noch dickere Schichten zu gehen.
Wählt man große Schichtdicken, dann ist es zweckmäßig, diese als "Pell" oder "Matte" auszubilden und auf den zu isolierenden
Zylinderbereich aufzukleben oder aufzuvulkanisieren.
Eine besonders bevorzugte Ausbildung sieht vor, die isolierende Haftschicht aus einem aushärtbaren Werkstoff pastös aufzutragen.
Dabei ist es möglich, selbstaushärtende Mehrkomponenten-Kunst st off mischungen zu verwenden oder aber durch Lösungsmittel
erweichte Peststoffe zu benutzen, welche durch die Verdunstung des Lösungsmittels aushärten. Die Technik des Auftrages der Haft
schicht in pastösem Zustand eignet sich besonders, wenn es sich um kleinere Schichtdicken handelt, welche aufgetragen werden
sollen, oder um Schichten, welche nicht nur den Übergangsbereich zwischen Mantel und Flansch bedecken sollen, sondern sich
in den zylindrischen Mantel- und/oder Flanschbereich hinein erstrecken
sollen.
Die Erfindung ist anhand der Figuren 1 bis 3 näher erklärt. Dabei
stellen alle drei Figuren einen teilweisen Längsschnitt des Endes eines Zylindermantels dar mit unterschiedlicher Papierbahnbreite.
Der rechts an den Plansch anschließende Zylinderdeckel ist nicht gezeigt, weil er ohne Konsequenz auf den
Gegenstand der Erfindung ist.
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In Figur 1 ist eine breite Bahn gezeigt, welche in den zylindrischen
Teil des Flansches hineinragt.
In Figur 2 ist eine Bahn mittlerer Breite gezeigt, welche nur bis in den Übergangsbereich zwischen Zylindermantel
und Flansch hineinragt.
In Figur 3 ist eine schmale Bahn gezeigt, welche bereits im
zylindrischen Teil des Zylindermantels endet.
In den drei Figuren ist der zylindrische Abschnitt des Mantels 1 mit Übergangsbereich 2 zum Flansch und mit zylindrischem Flansch
3 dargestellt. Man erkennt die isolierende Haftschicht K mit der
Papierbahn 5» welche über den Zylinder abläuft, und einen Kondensatring 7· Die Kurve 6 stellt die Trockengehaltsverteilung
in der Bahn am Ende der Maschine dar, wenn keine erfindungsgemäße Haftschicht verwendet wird.
In allen drei Fällen kann man deutlich die Übertrocknung im Randbereich
der Kurve 6 erkennen (niedrige Kurvenhöhe bedeutet niedri ge Endfeuchte).
In Fig. 1 reicht die Papierbahn 5 weit in den zylindrischen Flanschteil 3 des Mantels hinein. Dabei findet besonders im Übergangsbereich
2 zwischen Zylindermantel 1 und Flanschteil 3 eine starke Übertrocknung statt. Ganz am Rand kann die Bahnfeuchte
eventuell wieder leicht zunehmen (siehe Kurve 6) je nach Flanschhöhe
und axialer Wärmeabstrahlung nach rechts.
Das Feuchteprofil kann in diesem Falle begradigt werden durch Isolierung 4 der inneren Zylinderwand im Übergangsbereich 2.
In Fig. 2 ist eine Bahn mittlerer Breite gezeigt, welche nur bis in den Übergangsbereich 2 zwischen Mantel 1 und Flansch 3
hineinragt. Die Kurve 6 zeigt eine sehr starke Übertrocknung im Randbereich der Bahn 5 an. Diese Übertrocknung kann durch eine
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isolierende Haftschicht 4 kompensiert werden, welche sich über
den Bereich 2 und teilweise in den Planschbereich j5 hinein erstreckt
.
Die drei Figuren 1 bis 3 können auch als drei aufeinanderfolgende
Stadien im Trocknungsprozeß einer Papierbahn während der Trocknung auf einer Mehrzylindertrockenpartie betrachtet werden.
Dabei zeigt die Fig. 1 die ungeschrumpfte Bahnbreite bei Beginn
der Trocknung, Fig. 2 die teilweise geschrumpfte Bahnbreite im mittleren Bereich der Trockenpartie und Fig. 3 die geschrumpfte
Bahnbreite gegen Ende der Trockenpartie.
Man kann nun, um eine perfekte Kompensation des Übertrocknungseffektes
zu erreichen, die Isolierschicht in ihrer Breite vom Anfang bis zum Ende der Trockenpartie, entsprechend der Bahnschrumpfung
in der Breite variieren gemäß dem Vorschlag der Figuren 1 bis 3. Für den überwiegenden Teil der Praxis wird es
jedoch genügen, wenn man in allen Zylindern eine Isolierschicht mittlerer Breite anbringt, z.B. gemäß dem Vorschlag nach Fig.
Die Kurve 6 wird dann - durch Anwendung der Erfindung - zur geraden
(horizontalen) Linie.
Heidenheim, den 19.06.80
DrW/Srö
DrW/Srö
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Leerseite
Claims (2)
1. Dampfbeheizter Trockenzylinder mit einem zylindrischen
Mantel und daran an den Enden angeformten Planschen, dadurch gekennzeichnet, daß auf der inneren Oberfläche im
Übergangsbereich (2) vom Mantel (1) zum Plansch (j5) eine
aus Isoliermasse bestehende Schicht (4) angebracht ist.
2. Trockenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht auch in den zylindrischen Teil (1) des
Flansches (3) und/oder des Mantels (1) hineinragt.
3· Trockenzylinder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht eine Dicke von 0,5 bis 5 mm hat.
k. Trockenzylinder nach Anspruch 1 bis j5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht (4) aus einer aufgeklebten oder aufvulkanisierten
anschmiegbaren Matte aus isolierendem Werkstoff besteht.
5· Trockenzylinder nach Anspruch 1 bis j5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht (4) aus einem aushärtenden Werkstoff
besteht, der in pastösem Zustand aufgetragen ist.
Heidenheim, den 19.06.80
DrW/Srö
DrW/Srö
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ORIGINAL INSPECTED
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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- 1981-06-17 SE SE8103796A patent/SE449381B/sv not_active IP Right Cessation
- 1981-06-22 JP JP9643781A patent/JPS5729693A/ja active Granted
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Also Published As
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