DE3022353A1 - Tandem-zylinderanordnung, insbesondere tandem-hauptbremszylinder - Google Patents
Tandem-zylinderanordnung, insbesondere tandem-hauptbremszylinderInfo
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Description
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Telex 65709 repatd | ||
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Date |
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13. Juni 1980 Gr/J α |
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Anmelder:
KAGNtS LLhCTRIC CORPORATION
100 Misty Lane, Parsippany, New Jersey 07054, USA
Titel:
Tandem-Zylinderanordnung, insbesondere: Tandem-Hauptbremszylinder
crfInder:
cdward J. FaIk
12431 Betsy Ross Lane, St. Louis, iiissouri 63141, USA
Priorität:
USA Nr. 050,196 vom 20. Juni 1979
030063/0748
Konten: Bayerische Vereinsbank (BLZ 750200 73) 5 839300
Postscheck München 89369-801
Gerichtsstand Regensburg
INSPECTED
Tanclem-iylindoranordnung, insbesoncer·?. "fondsm-iiauptbromszy.-.r.nO-jr
Di; Erfindung betrifft cine Tandem-Zylinderanordnung, inoborondür-j oinsn
Tandem-wauptbremszylinder, bostehond aus ^in^n Gw-IiUuse mit ein-r bohrung,
einem Flüssigkoitsvorratsbehüiter, oinem 'rimörkolben und einin Oe kund Urkolben,
die in der Bohrung dos Gehäuses angoorclnet sind und in dieser
Bohrung eins Primär-Flüssigkeitskammer und eins oskundär-Flüssigksitskammsr
bilden sowie zur _rz=ugung eines Fiüssigksitsriruc'css in dsn rlüssigkeitskammern
in der Bohrung bewegbar sind, wobei der Primürkolben an seinem
Äußenumfang eine ••'rimürdichtung besitzt, die gleitend und dichtend geg.-n
die 'Wandung der bohrung anliegt, und wobei der i-ritncrkolbon sin bolzan-
oder stö3elförmig-s '-lement mit wenigstens einem i)urchla:3 aufweist, um
eine FlUssigkeitsverbindung zwischen der PrimcIr-FlUssiglc-itsicammJr und
dem Vorratsbehälter herzustellen.
Der neueste Tr^-nd zu kleineren und leichteren Fahrzsugen führte auch dazu,
die 3augro.je und/oder das Gewicht dir einzoln^n Fahrzeugbauteiie und !-'.ompo-
nenten zu verringern. In diesem Sinne wurden beispielsweise bereits kompakte
Tandem-Hauptbremszylinder vorgeschlagen, die eine reduzierte 3aulänge und.
dabei auch ein reduziertes Gewicht aufweisen. Bei diesen Hauptbremszylitiern
wurde es jedoch allgemein notwendig, auf die Sekundärdichtung des Primärkolbens
zu verzichten, ein üblicher Tandem-Hauptbremszylinder, wie er
beispielsweise in der US-PS 3 147 590 dargestellt ist, besitzt eine Primär
kolbenanordnung, die eine Primär-Druck-üichtung trägt sowie eine nicht unter
Druck stehende Sekundärdichtung. Diese nicht unter Druck stehende Sekundar-
dichtung ist notwendig* um Verluste an Bremsflüssigkeit nach außen aus dem
Bremszylinder zu vermeiden, und zwar dann, wenn die Primärdichtung leck oder undicht wird. Tandem-Hauptbremszylinderanordnungen kompakter Bauart
ohne eine Sekundärdichtung am Primärkolben bzw. an der Primärkolbenanordnung
sind somit grundsätzlich nicht erwünscht, da bei diesen Zylinderanordnungen die Gefahr besteht, daß Bremsflüssigkeit nach außen verlorengeht und unter
Umständen die gesamte Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter verbraucht wird, so daß dann Luft in das Bremssystem eintreten kann bzw. die Gefahr eines
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möglichen Fehlverhaltens der Bremse besteht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine kompakte Tandem-Zylinderanordnung bzw.
einen kompakten Tandem-Hauptbremszylinder aufzuzeigen, die bzw. der in der Baulänge sowie im Gewicht im Vergleich zu bekannten Zylinderanordnungon
reduziert ist, bei der bzw. bei dem jedoch die Sekundärdichtung am Primärkolben
trotz reduzierter Baulänge, trotz eines reduzierten Gewichtes und trotz eines einfachen Aufbaus beibehalten ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Tandem-Zylinderanordnung bzw. ein Tandem-Hauptbremszylinder
erfindungsgemäß so ausgebildet, daß am Primärkolben im Abstand von der Primärdichtung eine Sekundärdichtung vorgesehen ist, die
gleitend und dichtend mit der Wandung der Bohrung des Gehäuses zusammenwirkt und daß Mittel zum Schmieren der Sekundärdichtung vorgesehen si.nd,
wobei diese Mittel eine Flüssigkeitsverbindung zwischen dem Dichtungsbereich des Primärkolbens und dem Durchlaß im boizenförmigen bzw. im stößelförmigen
Element herstellen.
Die Mittel zum Schmieren werden bei der erfindungsgemäßen Zylinderanordnung
vorzugsweise von wenigstens einem Kanal im Pr!Bärkolben gebildet, der dann
die FlUssigkeitsverbindung zwischen dem Flüssigkeitsvorratsbehälter oder einem Raum dieses Vorratsbehälters und der Außenfläche des Primärkolbens
herstellt, die (Außenfläche) zwischen der Primärdichtung und der Sekundärdichtung
liegt. · , ·
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figur an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Figur zeigt einen Längsschnitt durch einen
Tandem-Hauptbremszylinder, der die Erfindung enthält.
Die in dar Figur dargestellte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Bremszylinders ist allgemein mit der Ziffer 10 bezeichnet und besteht aus einem Gehäuse 12 mit einem Vorratsbehälter 14 und einer
Bohrung 16. Der Vorratsbehälter 14 ist durch eine Trennwand 18 in zwei
getrennte Räume 20 und 22 unterteilt. Öffnungen 24 und 26 im Gehäuse 12 verbinden die Räume 20 bzw. 22 mit der Bohrung 16. Weiterhin sind im
Gehäuse 12 Auslaßöffnungen 28 und 30 vorgesehen, die die Bohrung 16
schneiden bzw. in die Bohrung 16 münden. Ein nicht dargestellter Deckel ist auf der Oberseite des Vorratsbehälters 14 angebracht.
Ein Primärkolben 32 ist verschiebbar in der Bohrung 16 angeordnet, wobei
dieser Primärkolben 32 eine Primärdichtung 34 und eine Sekundärdichtung
36 trägt, die gleitend und zugleich dichtend an der ringförmigen Innenwand der Bohrung 16 anliegen. Der Primärkolben 32 besitzt ringförmige
Oberflächen 38, 40, 42 und 44, und zwar in der Nähe der Primär- und Sekundärdichtungen 34 bzw. 36. Im vorderen Abschnitt des Primärkolbens
ist ein Hohlraum 46 vorgesehen, und eine ringförmige Nut 48 ist in diesem
Hohlraum gebildet. Weiterhin sind im vorderen Abschnitt des Primärkolbens 32 Durchlässe 50 und 52 vorgesehen, die den Hohlraum 46 schneiden. Eine
Sackbohrung 54 erstreckt sich von der inneren Endfläche des Hohlraumes in den rückwärtigen Teil des Primärkolb«n· 32, wobei dieser rückwärtige
Teil einen Durchlaßkanal 56 aufweist, der sich zwischen der Bohrung 54
und der ringförmigen Oberfläche 52 erstreckt und diese Bohrung bzw. diese Oberfläche schneidet. Ein bolzenförmiges Element 58 ist mit einem Ende
in die Sackbohrung 54 eingeschraubt, so daß sich dieses Element mit dem Primärkolben 32 mitbewegt. Eine Dichtung 60 ist zwischen dem bolzenförmigen
58 und der Wandung der Bohrung 54 angeordnet. Das hakenförmige Element besitzt einen Kanal 62, der* sich in Längsrichtung durch das bolzenförmige
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Element erstreckt, sowie eine Öffnung 64, die sich quer zum Kanal 62
erstreckt und diesen Kanal schneidet. Eine ringförmige Schulter 66 ist am freien Ende des bolzenförmigen Elementes 58 vorgesehen. Ein Federring 68 ist in einer Nut am offenen Ende der Bohrung 16 angeordnet, um
bei der für die Figur gewählten Darstellung die Bewegung des Primärkolbens 32 nach links zu begrenzen.
In der Bohrung 16 ist weiterhin ein Sekundärkolben 70 bewegbar angeordnet«
Dieser Sekundärkolben trägt ein Dichtungselement 72, welches dichtend und zugleich gleitend an der ringförmigen Wand der Bohrung anliegt. Ein
Hohlraum 74 ist im vorderen Abschnitt des Sekundärkolbens 70 vorgesehen, wobei dieser Hohlraum eine ringförmige Nut 76 aufweist. Eine Sackbohrung
erstreckt sich von der inneren Endfläche 75 des Hohlraumes 74 in den rückwärtigen Teil des Sekundärkolbens 70. Weiterhin besitzt der Sekundärkolben
70 in seinem rückwärtigen Teil einen Hohlraum 80 und Kanäle 82 und 84. Ein bolzenförmiges Element 86 ist mit einem Ende in die Bohrung 78 eingeschraubt, so daß dieses bolzenförmige Element mit dem Sekundärkolben 70
mitbewegt wird. Eine Dichtung 88 ist zwischen dem bolzenförmigen Element und der Wand der Bohrung 78 angeordnet. Das bolzenförmige Element 86
besitzt einen sich in Längsrichtung durch das bolzenförmige Element hindurcherstreckenden Kanal 90 sowie eine Öffnung 92, die sich quer zum
Kanal 90 erstreckt und diesen schneidet. Eine ringförmige Schulter 94 ist am freien Ende des bolzenförmigen Elementes 86 vorgesehen. Durch eine
in den Boden des Gehäuses 12 eingeschraubte Schraube 96, die sich auch in die Bohrung 16 erstreckt, wird bei der für die Figur gewählten darstellung -eine extreme Bewegung des Sekundärkolbens 70 nach links verhindert.
Zwischen der Schraube 96 und dem Gehäuse 12 ist eine Dichtung 98 vorgesehen·
Ein Führungselement 100 nimmt das bolzenförmige Element 58 teleskopartig
auf, wobei das Führungselement 100 einen mittleren Hohlraum 102, eine
Stirnwand 104 »it einer Öffnung 105, eine ringförmige Schulter 106 und
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einen ringförmigen Flansch 108 besitzt. Das Führungselement 100 trägt
ein Dichtungselement 110, welches gleitend und dabei zugleich dichtend gegen die Aßenfläche des bolzenförmigen Elementes 58 anliegt. Eine Tellerdichtung
112 mit becher- bzw. napfförmiger Ausbildung ist am ringförmigen
Flansch 108 des Führungselementes bzw. Führungskörpers 100 vorgesehen. An
ihrem Außenumfang weist die Tellerdichtung 112 eine ringförmige Lippe bzw.
einen ringförmigen Rand 114 auf, der gleitend und dichtend gegen die ringförmige
Wandfläche der Bohrung 16 anliegt. Der Führungskörper 100 ist
abgedichtet in einer mittleren Bohrung 116 der Tellerdichtung 112 angeordnet.
Zwischen dem FühEungskörpsr 100 und dem Primärkolben 32 ist eine
Druck- bzw. Rückstellfeder 180 vorgesehen, die den FUhrungskörper 100
teilweise umgibt und den Primärkolben 32 sowie das bolzenförmige Element bei der für die Figur gewählten Darstellung nach links drückt, so daß der
PrimSrkolben 32 in seiner Ruhestellung gegen den Faderring 68 anliagt.
Durch die Rückstellfeder 118 wird die Tellerdichtung 112 sowie der Führungskörper
100 bei der für die Figur gewählten Darstellung nach rechts zur Anlage gegen den SekundSirkolben 70 gedrückt. Ein Ende der Rückstellfeder
118 liegt gegen eine Rückhalteplatte 120 an, die der Tellerfeder benachbart liegt, wahrend das anders Ende der Rückstellfeder 118 in der
ringförmigen Nut 48 des Primärkolbens 32 angeordnet ist.
Ein Führungselement bzw. Führungskörpsr 122 nimmt das bolzenförmige Element
86 teleskopartig auf, wobei dieser FUhrungskörper 122 einen mittleren Hohlraum
124, eine Stirnwand 126 mit ei nor durchgehenden Bohrung 127, eine
ringförmige Schulter 128 sowie einen ringförmigen Flansch 130 aufweist.
Der FUhrungskörper 122 trägt ein Dichtungselement 132, welches gleitend und dichtend gegen die Außenfläche des bolzenförmigen Elementes 86 anliegt.
Eine Tellerdichtung 134 in Becher- bsw. Topfform ist am ringförmigen Flansch
130 des Führungskörpers 122 vorgesehen. Am Umfang besitzt die Tellerdichtung
134 eine ringförmige Lippe 136 bzw. ©inen ringförmigen Rand 136, der
dichtend gegen die ringförmige Wand der Bohrung 16 anliegt. Der Führungs-
■/*
körper 122 liegt abgedichtet in einer mittleren öffnung bzw. Bohrung
der Tellerdichtung 134. Eine Sückenplatte bzw. Platte 140 ist im geschlossenen
Ende der Bohrung 116 angeordnet. Eine Druckfeder bzw. Rückstellfeder
142, die das Führungselement 122 teilweise umgibt, wirkt zwischen diesem Führungselement und dem Sekundärkolben 117 in der Weise, daß der Sekundärkolben
70 und mit ihm das bolzenförmige element 86 bei der für die Figur
;3vfdhHen Darstellung in eine linke Ruhestellung, in der der Sekundärkolben
73 gegen das Führungselement 100 anliegt, und die Tellerdichtung 134 zu-.-..imen
mit dem Führungselement 122 in eine rechte Ruhestellung in Anlage .:it dsr· Platte IvO gedrüskt werden. Tin Ende der ««ckstsllvoder ii'2 J. -.-,rr
dabei gegen eine Rückhalteplatte 144 ^n1 --^e iss "Λΐΐϊώ';]!^:---^^ 134 benachbart liegt, während das ändere Ende der Rückst-llfsdsr "!4^ ;.-*- ■-*.- ■
ringförmigen Nut 76 des iekundärkolber«s 70 liegt.
Bei dera dargestellten Tandem-Hauptbremszylinder 10 wird eine PritnöT-FlUssigkeitskammsr
146 in der Bohrung 16 zwischen dem Primärkolben und
des Tellerdichtung 112, und eine Sekundär-Flüssigkeitskaimner 148 in der
Bohrung 16 zwischen dem Sekundärkolben 70 und der Tellerdichtung 134 gebildet.
Falls sich der Hauptbremszylinder 10 in seiner nichtbetätigten Stellung befindet, wie sie in der Figur dargestellt ist, besteht eine
Flüssigkeitsverbindung zwischen dem Raum 20 des Vorratsbehälters und der Primär-FlUssigkeitskatnmer 146 durch die Öffnung 64 im bolzenförmigen Element
68. Außerdem besteht eine Fl'Jssigkeitsverbindung zwischen dem Raum 22 des ( Vorsiaisbehälters
und der Sekundär-Flüssigkeitskammer 148 durch die öffnung
im bolzenföreigen £lenent 86· Hierdurch ist ein Ausgleich bei einer Vergrößerung
oder Verkleinerung des Flüssigkeitsvoluinens infolge von Tempesoturünderungen
möglich«
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Der Hauptbremszylinder 10 wird dadurch betätigt, daß eine Kraft F auf
das in der Figur linke Ende des Primärkolbens 32 ausgeübt wird, die (Kraft) diesen Primärkolben und mit ihm das bolzenförmige Element 58
bei der für die Figur gewählten Darstellung nach rechts bewegt. Durch diese Bewegung nach rechts, die das bolzenförmige Element 58 ausführt,
wird auch die im bolzenförmigen Ilement vorgesehene Öffnung 64 nach
rechts bewegt, und zwar an dem Dichtungselement 110 vorbei, welches am Führungselement 100 vorgesehen ist, wodurch die FlUssigkeitsverbindung
zwischen dem Raum 20 und der Primär-Flüssi gkeitskammer 146 unterbrochen
wird. Durch die Bewegung des Primärkolbens 32 nach rechts wird weiterhin die Rückstellfeder 118 zusatnmengec1 rückt und t.in Flüssigkeitsdruck in der
Primär-Flüssigkeitskammer 146 erzeugt, der über die AuslaGoffnung 28
einem Teil bzw. einem Kreis des Zweikreisbremssystems (nicht dargestellt) zugeführt wird. Der in der Primär-Flüesigkeitskammer 146 erzeugte Druck
sowie die durch die zusammengedrückte Rückstellfeder erzeugte Kraft wirken auf das linke Ende des Sekundärkolbens 70 ein, wodurch dieser Sekundärkolben
70 und mit ihm das bolzenförmige Element 86 nach rechts bewegt werden. Hierbei wird auch die Öffnung 92 im bolzen- oder stößeiförmigen
Element nach rechts an dem Dichtungselement 132 vorbeibewegt, welches
(Dichtungselement) am Führungskörper 122 vorgesehen ist, wodurch die
FlUssigkeitsverbindung zwischen dem Raum 22 und der Sekundär-Flüssigkeitskammer
148 unterbrochen wird, und zwar im wesentlichen zur gleichen Zeit mit der Unterbrechung der Flüssigkeitsverbindung zwischen dem Raum 20 und
der Primär-Flüssigkeitskammer 146. Durch die Bewegung des Sekundärkolbens
170 nach rechts wird ein Flüssigkeitsdruck in der Sekundär-FlUssigkeitskammer 148 erzeugt, der über die Auslaßöffnung 30 dem anderen Kreis des nicht
näher dargestellten Zweikreisbremssystems zugeführt wird, und zwar im
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wesentlichen zur gleichen Zeit wie der Flüssigkeitsdruck dem ersten Kreis
dieses Bremssystems durch die Auslaßöffnung 28. Eine sich fortsetzende Bewegung des Primärkolbens 32 nachjrechts erhöht den Flüssigkeitsdruck in
der Primär-Flüssigkeitskammer 146, der dann auf den Sekundärkolben 70
einwirkt und entsprechend diesep Sekundärkolben weiter nach rechts bewegt,
so daß sich auch in der Sekundär-FlUssigkeitskammer 148 der Druck erhöht
bzw. der Druck in dieser Sekundär-Flüssigkeitskammer im wesentlichen gleich dem Druck incbr Primär-FlUssigkeitskammer gehalten wird.
Sobald die Kraft F am Primärkolben 32 wegfällt, werden der Primärkolben 32
und der Sekundärkolben 70 durch die Rückstellfedern 118 und 142 bei der
für die Figur gewählten Darstellung nach links bewegt, bis der Primärkolben 32 gegen den Federring 68 zur Anlage kommt. Die Bewegung des Primärkolbens
32 und des Sekundärkolbens 70 nach links kann in den Flüssigkeitskamnern und 148 einen Unterdruck bzw. ein Vakuum erzeugen. Durch die Druckdifferenz,
die durch ein solches Vakuum erzeugt wird, fließt Flüssigkeit aus den Räumen 20 bzw. 22 durch die Öffnungen 24 bzw. 26 in die Bohrung 16 und
an den ringförmigen Rändern 114 bzw. 136 der Tellerdichtungen 112 und 134
vorbei in die Flüssigkeitskammern 146 bzw. 148, um die fehlende Flüssigkeit in den FlUssigkeitskammern 146 bzw. 148 zu ersetzen. Wenn der Hauptbremszylinder 10 in seine endgültige Ausgangsstellung/ wie sie in der Figur dargestellt ist, ist die FlUssigkeitsverbindung zwischen den Räumen 20 und 22
und den FlUssigkeitskammern 146 und 148 Über die öffnungen 64 und 92 wieder
hergestellt.
Falls, ein Leck in dem an die Auslaßöffnung 28 angeschlossenen Kreis des
Bremssystems auftritt, bewegt zwar die Kraft F den Primärkolbeη 32 und
das bolzen- bzw. stößeiförmige Element 58 ebenfalls nach rechts, um die unter einer Vorspannung stehende Rückstellfeder 118 noch weiter zusammenzudrücken, ein Flüssigkeitsdruck kann sich jedoch in der Flüssigkeitskammer
146 nicht aufbauen, und zwar trotz des sich nach rechts bewegenden Primärkolbens 32. Die durch die zusammengedrückte Rückstellfeder 118 erzeugte
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Kraft bewegt den Sekundärkolben 70 und das bolzenförmige Element 86 nach
rechts, um die Flüssigkeitsverbindung zwischen dem Raum.22 und der Sekundär-Flüssigkeitskammer
148 in der oben beschriebenen Weise zu unterbrechen. Die auf den Primärkolben 32 ausgeübte Kraft F bewegt diesen Kolben soweit
noch rechts, bis die innere Endfläche 47 des Hohlraumes 46 gegen die
Stirnwand 104 des Föhrungskörpers 100 zur Anlage kommt. Da der Primärkolben
32 und dos Führungselement 100 gegeneinander anliegen, wirkt die
Kraft F direkt bzw. mechanisch auf den Sskundärkolben 70 ein, wodurch
dieser nach rechts bewegt wird, um einen Flüssigkeitsdruck in der Sekundär-Flüssigkeitskammer
148 aufzubauen, vjelcher dann über die Auslaßöffnung 30
en den an diese Auslaßöffnung angeschlossenen Kreis des Bremssystems übertragen
wird.
tv
Bei einem Lsck in dem an die ÄuslaßiSfftiung 30 angeschlossenen Kreis des
Bremssystemes bewegt die Kraft F den Primärkolben 32 und das bolzenförmige
Element 58 wieder® nach rsehts, wedüssh die Rückstellfeder 118 zusatairtefr»
gedrückt und die Plüssigkeitsverbinsung zwischen dem Raun 20 und der PriidU
Flüssigkeitskammer 146 in der oben beschriebenen Weise unterbrochen wird.
Gleichzeitig wird in der pEiniäi>FiUssigkö£tskaKi!Tier 146 ein Druck
der über die Auslaßöffnung 28 auch an d®n an diese Auslaßöffnung
schlössen«» Kreis des Brerassy^tems gelangt. Der sich in der
keiiskämmer 146 aufbauende Druck sowie die durch die zusammengedrückte
Rückstellfeder 113 erzeugte Kraft wirken auf den Sekundärkolben 70 ein,
wodurch dienes nach rechts bewegt wird» Wege.» de» Leck» in dem an die
Äaslaßöffnung 30 angeschlossenen Bremskreis baut sich jedoch kein Flüssigkeitsdruck
in der Sekundfcir-FiUssigkeitskammer 148 auf, und zwar trotz der
Bewegung des Sekundärkolbens 70 lach rechts. Aus diesem Grunde wird der
Sekundärkolben 70 nach rechts bewegt, bis die innere Endfläche 75 des Hohlraumes 74 zur Anlage mit der Stirnwand 126 des FUhrungskörpers 122
kommt. Durch das Anliegen des Sekundtsikolbens 70 an den Führungselement
kann sich derSakundärkolfeön 70 nicht weiter nach rechts bewegen^ der
als festes rechtes l£nde der Primär-Flüssigkeitskammer 146 dient, so
daß der Primärkolben 32 beim Fortsetzenseiner Bewegung nach rechts den Flüssigkeitsdruck in der Primär-Flüssigkeitskammer 146 zunehmend aufbauen
kann.
Ein wesentliches Merkmal des Tandem-Hauptbremszylinders bzw. des Zweikreis-Hauptbremszyiinders
10 der vorliegenden Erfindung besteht im Durchlaß bzw» Durchlaßkanal 56, der im rückwärtigen Ende des Primärkolbens 32 vorgesehen
ist uird sich zwischen der Bohrung 54 und der ringförmigen Fläche 42 ^rü^i'is^Li
bzvfo di» Bohrung 54 und die ringförmige Fläche 42 schneidet. Sin;
(iieoQs öurchlaßkanales 56 ist es eiaraai,, der Flüssigkeit £U«d3& Reu:: 20
zu gasiotten, die ringförmige Oberfläche 40 des Primärkolbens kontinuieriac
2"j ösbnieren? mm so zu vei+iindern, daS die ringförmige Wand der Bohrung l-ö
aiisv·· ä«r Primärkolben bzw« durch die ringförmige Fläche 40 beim Bewegen
wz ^siv3skc2bons S2 okgesrieben wise bzw. in izr ringförmigen Ware cer
Bohrung 16 Riefen oder Kerben entstehen. Eine derartige Abnutzung bzw. Beschädigung der Bohrung 16 ist nicht erwünscht, da hierdurch die Dichtungen
34~ond 36 beschädigt bzw. unwirksam werden könnten, was dann zu einem
Flüssi^keitsverlust an den Dichtungen 34 und 36 führt. Ein FlUssigkeitsvariust
an der Pxiosärdichtung 34 könnte zu einem Fehlverhaiten der Bremse
führen^ und zwar dadurch, daß der Pritnäskolben 32 darsn gehindert wird,
einen g©nU§end hohen Flüssigkeitsdrusk in der Primör-Flüssigkeitskammer
ISö aufzubauen, um die Bremsen zu bsiäiigen. Ein Fiüssigkeitsverlust an
36 könnte sv* z'j einer Erschöpfung der FlUssigksits«
im Raum 20 führen bzw. dsn« führen, daß die Flüssigkeitsver-5
dos R«3iüBi 20 nicht meh;? gs^abrlsistet ist, worts^cH darn Haft
dia Ge f ah ff 3 ines potent ■" .'■
Itesis dor Bremse eshfe'ht v;;i"S.-, Es ist cf^örjsiGhtlich, d«iß
der Bohyyng 16 b2v?o eins ?J,efenfcildung in der Bohrung \i>
dio s'iijgförmigen Flächen 42 und 44 des Priiörkolfessis nicht auf treten, kann,
ils diose Flächen, wie in der Fxgus5 dssrgestellt ist? nicht gleitend gegen
die Gin?jv^ET32.ge Hend der Bohrung 16 anliegen· Zin anderer Grund für "den
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BAD ORfGINAL
Durchlaßkanal 56 besteht darin, der Flüssigkeit, die ev. an der Primärdichtung
34 ausgetreten ist bzw. sich an der Primärdichtung 34 vorbeibewegt hat, eine Rückkehr in den Raum 20 zu ermöglichen.
Die Erfindung schafft einen kompakten Tandem-Hauptbremszylinder, der
gegenüber einem herkömmlichen Hauptbremszylinder, wie er in der US-PS 3 147 590 dargestellt und beschrieben ist, sowohl eine wesentlich verkürzte
Baulänge als auch ein wesentlijh geringeres Gewicht aufweist. Der erfindungsgemäße
Tandem-Hauptbremszylinder besitzt nicht nur die aus Sicherheitsgründen
besonders vorteilhafte Sekundärdichtung am Primärkolben, sondern dieser Hauptbremszylinder erlaubt auch eine Kompensation bzw. einen Ausgleich
von Volumenvergrößerungen und -Verkleinerungen durch Öffnungen
zwischen dem Vorratsbehälter für die Flüssigkeit und den Flüssigkeitsdruckkaromern,
die (Kompensation) sich als besonders sicher und zuverlässig bewährt hat.
Es versteht sich, daß die Figur lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergibt, welches in erster Linie zur Erläuterung
der Erfindung gewählt wurde, und daß Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch der dar Erfindung zugrundeliegende Gedanke verlassen
wird.
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-A.
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Claims (1)
- Patentanspruch o] .J Tandem-i.yiincaranordnung/ insbesonäjri Tanderc-iiauptbrcmszyj-indDr, b> stehend aus einem G-ahäusi mit ;sin-r Gohrung, aus einen Flüssi&k&itsvorratsbcshüiter, aus cin:-r .-'rinKir.<olb^nanoränung uni _in^r oc.'sunc'^rkolbenanordnung, ciio in eier oohrung des Gehäuses angeordnet sind und in dieser Bohrung ein-; Primürflüssigkeitskammer sowie eine oekundärflüssigkeitskatnmer bilden und zur „rzeugung eines Flüssigkeitsdruckes in den Flüssigkeitskammern in der Bohrung bewegbar sind, woboi eile ■Jrimärkoibenanordnung ein j Primerdichtung an ihrem Au.-asnumfang aufweist, die gleitend und dichtend gegen diu Wandung der Bohrung anliegt, und wobei di-3 Primärkoibenanordnung sin bolzen- odar stö-3alförmiges element mit wenigstens einem Durchlaß besitzt, um eine Flüssigkeitsverbindung zwischen der Primärflüssigkeitskammer und dem Vorratsbehälter herzustellen, dadurch gekennzeichnet, da3 an der ^rimärkolbenanordnung (32) im Abstand von der ^rimärdichtung (34) eine Sekundürdichtung (3ö) vorgesehen ist, und daJ iiittel (5ö) zum Schmieren der Sdcundäraichtung (36) vorgesehen sind, wobei aitse Kittel (56) eine Flüssigkeitsverbindung zwischen dem üichtungsbereich (42) und dem i;urchla-j (ό-, 64) in den bolzen- bzw. stöüeiförmigen -lemcnt (5o) hersteilen.2, Zylinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da3 die iiittel zum Schmieren von einer Bohrung (56) im Primärkolben (32) gebildet sind, und da5 diese Dohrung \56) eine Verbindung zwischen einer ~ackbohrung (54) und dem Dichtungsbereich (42/ herstellt.3. Zylinderanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da3 der Dichtungsbereich (42) von einer ringförmigen Ausnehmung des Primärkolbens gebildet ist, die im Raum zwischen der Primürdichtung und der Sekundärdichtung liegt.030063/0 7 4 BAtrOmtQINAL
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US5019679A | 1979-06-20 | 1979-06-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3022353A1 true DE3022353A1 (de) | 1981-01-15 |
Family
ID=21963902
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803022353 Withdrawn DE3022353A1 (de) | 1979-06-20 | 1980-06-14 | Tandem-zylinderanordnung, insbesondere tandem-hauptbremszylinder |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS565251A (de) |
| AR (1) | AR220986A1 (de) |
| DE (1) | DE3022353A1 (de) |
| FR (1) | FR2459164A1 (de) |
| GB (1) | GB2051988A (de) |
| IT (1) | IT1128106B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3241802A1 (de) * | 1982-11-11 | 1984-05-17 | Alfred Teves Gmbh, 6000 Frankfurt | Tandemhauptzylinder |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10212539A1 (de) | 2002-03-20 | 2003-10-23 | Continental Teves Ag & Co Ohg | Kolbeneinheit mit gefesselter Feder |
-
1980
- 1980-06-09 GB GB8018837A patent/GB2051988A/en not_active Withdrawn
- 1980-06-13 AR AR281395A patent/AR220986A1/es active
- 1980-06-14 DE DE19803022353 patent/DE3022353A1/de not_active Withdrawn
- 1980-06-17 JP JP8208680A patent/JPS565251A/ja active Pending
- 1980-06-18 IT IT49007/80A patent/IT1128106B/it active
- 1980-06-20 FR FR8013794A patent/FR2459164A1/fr not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3241802A1 (de) * | 1982-11-11 | 1984-05-17 | Alfred Teves Gmbh, 6000 Frankfurt | Tandemhauptzylinder |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS565251A (en) | 1981-01-20 |
| AR220986A1 (es) | 1980-12-15 |
| FR2459164A1 (fr) | 1981-01-09 |
| IT8049007A0 (it) | 1980-06-18 |
| GB2051988A (en) | 1981-01-21 |
| IT1128106B (it) | 1986-05-28 |
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Legal Events
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