DE3021469A1 - Aethylenpolymere, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung - Google Patents
Aethylenpolymere, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Äthylenhomopolymere und Äthylen-a-Olefin-Copolymere
(im folgenden: Äthylenpolymere) mit guter Fließfähigkeit in der Schmelze und guter Homogenität, ein
Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Herstellung von Formteilen, die sich durch weniger Fischaugen
und höhere Gleichmäßigkeit auszeichnen.
Für viele Anwendungsbereiche sind zum Extrudieren oder Blasformen von Formteilen, wie Folien, Röhren, Flaschen oder
Kabeln, Äthylenpolymere mit hohem Molekulargewicht (niedrigern Schmelzindex) und breiter Molekulargewichtsverteilung
erforderlich, da hochmolekulare Äthylenpolymere mit enger
Molekulargewichtsverteilung ungenügende Fließfähigkeit in der Schmelze aufweisen und deshalb verschiedene Nachteile
haben, z.B. einen hohen Energieverbrauch beim Extrudieren und die Bildung von Schmelzfrakturen an der Oberfläche der
Gegenstände, wodurch deren Aussehen und Handelswert beeinträchtigt werden.
Die Verbreiterung der Molekulargewichtsverteilung eines Polymerisats
kann auf verschiedene Weise erfolgen. So wurde bereits versucht, Äthylenpolymere mit breiter Molekulargewichtsverteilung
durch Auswahl geeigneter Katalysatoren herzustellen, jedoch ist das Ausmaß der Verbreiterung der Molekulargewichtsverteilung,
die durch eine gezielt ungleichmäßige Anordnung der katalytisch aktiven Stellen erreicht wird, gering,
oder aber bei einer stark verbreiterten Molekulargewichtsverteilung wird die sonst hohe Katalysatoraktivität
beeinträchtigt. Eine niedrige Katalysatoraktivität erfordert jedoch ein Abtrennen von Katalysatorrückständen durch Auswasehen,
wodurch das Verfahren unwirtschaftlich wird.
L J
030084/0817
In der GB-PS 1 057 228 ist die kontinuierliche Suspensionspolymerisation
von Äthylen unter Verwendung einer Ziegler-Katalysator sy stems in zwei Polymerisationszonen beschrieben.
Bei diesem Verfahren wird das in der ersten Zone erhaltene Äthylenpolymer zusammen mit dem Katalysator der zweiten Zone
zugeführt/ in der Äthylen mit dem Katalysator aus der ersten Zone weiter polymerisiert wird. In diesem Fall ist jedoch
die Katalysatoraktivität gering und es müssen Katalysatorrückstände ausgewaschen werden. In der JP-OS 639/1971 ist ein
zweistufiges Polymerisationsverfahren unter Verwendung eines Katalysatorsystems beschrieben/ das aus einer Organometallverbindung
und einer Übergangsmetallverbindung/ die durch eine Organomagnesiumverbindung reduziert wurde, besteht. Bei diesem
Verfahren ist die Katalysatoraktivität wesentlich verbessert, jedoch betragen die Übergangsmetallrückstände in dem
Polymerisat immer noch mehr als 10 ppm.
Bei dem in der GB-PS 1 233 599 und der US-PS 3 592 880 beschriebenen
zweistufigen Polymerisationsverfahren ist die Katalysatoraktivität, bezogen auf das Übergangsmetall, niedrig,
da die Katalysatoren nicht auf einen Träger aufgebracht sind.
Es sind auch schon Trägerkatalysatoren untersucht worden, bei denen Übergangsmetallverbindungen auf Träger aufgebracht
sind. Hierbei haben sich anorganische Verbindungen, wie Oxide, Hydroxide, Chloride und Carbonate von Metallen
oder Silicium, entsprechende Gemische und Doppelsalze als wirksame Träger erwiesen. Eingesetzt wurden z.B. Magnesiumoxid,
Titanoxid, Siliciumdioxid/Aluminiumoxid, Magnesiumcar-
^ bonat, Hydroxychloride von zweiwertigen Metallen, Magnesiumhydroxid,
Magnesiumchlorid, Doppeloxide von Magnesium und Aluminium sowie Doppeloxide von Magnesium und Calcium. Peststoffe,
die durch Behandeln von festen zweiwertigen Metallverbindungen mit einer Organoaluminium- oder Organomagnesiumverbindung
erhalten wurden, sind ebenfalls eingesetzt worden.
L J
03006A/0617
Γ .-6- Π
Die Katalysatoraktivität muß jedoch zur Herstellung von Polyolefinen
möglichst hoch sein und in dieser Hinsicht sind die genannten Katalysatoren immer noch technisch unbefriedigend.
Außerdem sind hochaktive Katalysatoren gefragt, die bei der Suspensionspolymerisation eine geringe Ablagerung auf der
Reaktorinnenwand ergeben, eine gleichmäßige Teilchengröße und hohe Schüttdichte der Polymerisate ermöglichen und Vorteile
hinsichtlich der Verfahrensführung und Produktivität mit sich bringen.
In der JP-OS 47 079/1976 ist ein mehrstufiges Verfahren zur Lösungspolymerisation in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel
bei erhöhter Temperatur (z.B. 16O°C) in Gegenwart eines
Katalysators beschrieben, der aus einer auf einen festen Träger aufgebrachten Ubergangsmetallverbindung und einer
Organometallverbindung besteht. Bei der Lösungspolymerisation kann jedoch die Polymerkonzentration aufgrund der Viskos
itätszunähme des Polymerisationssystems auf höchstens etwa
20 Gewichtsprozent erhöht werden. Dies hat eine niedrige Produktionskapazität pro Volumeneinheit des Reaktors zur
Folge.
In den JP-OSen 7 488/1979 und 32 588/1979 sind mehrstufige Verfahren zur Herstellung von Polyäthylen unter Verwendung
eines Ziegler-Trägerkatalysators von hoher Aktivität beschrieben. Ziegler-Trägerkatalysatoren zeigen jedoch mit der
Zeit eine vergleichsweise große Aktivitatsabnähme und neigen
zu einer Verringering der Polymerisationsgeschwindigkeit, wenn man das Wasserstoff/Äthylen-Konzentrationsverhältnis
erhöht. Wendet man daher dieses Verfahren an, bei dem in der ersten Stufe ein höher molekularer Anteil bei niedriger Wasserstoffkonzentration
und in der zweiten Stufe ein niedermolekularer Anteil bei hoher Wasserstoffkonzentration hergestellt
wird, besteht aufgrund der extrem schnellen Polymerisation in der ersten Stufe das Problem der Wärmeableitung,
da die Polymerisation bei niedrigem Wasserstoff/Äthylen-Kon-
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302Η69 zentrationsverhältnis zu einer Zeit abläuft, zu der die Katalysatoraktivität
außerordentlich hoch ist. In der zweiten Stufe erfolgt die Polymerisation bei relativ niedriger
Katalysatoraktivität, nachdem beträchtliche Zeit vergangen ist, und mit einem hohen Wasserstoff/Äthylen-Konzentrationsverhältnis,
so daß die Polymerisationsgeschwindigkeit abnimmt und zuviel Zeit im Vergleich zur ersten Stufe erforderlich
ist. Angesichts dieses großen Unterschiedes in der Polymerisationsgeschwindigkeit zwischen der ersten und der
zweiten Stufe ist es schwierig, einen glatten Polymerisationsverlauf
des Gesamtverfahrens zu erzielen.
Außerdem wird bei der Herstellung des hochmolekularen Anteils in der ersten Stufe vermutlich ein Teil des Kätalysators
desaktiviert und in der zweiten Stufe wird ein Teil der aktiven Stellen des Katalysators, die in der ersten Stufe
entstanden sind, bei Erhöhung der Wasserstoffkonzentration blockiert. Dies führt dazu, daß die schließlich erhaltenen
Polymerteilchen keinen oder einen nur geringen niedermolekularen Anteil enthalten, der in der zweiten Stufe
entstehen sollte. Dies hat unerwünschte Fischaugen und eine Ungleichmäßigkeit der Formteile zur Folge.
Ein weiteres Verfahren zur Verbreiterung der Molekularge-Wichtsverteilung
besteht darin, ein niedermolekulares Äthylenpolymer mit einem hochmolekularen zu vermischen. Ein derartiges
mechanisches Gemisch bereitet jedoch Probleme hinsichtlich der Homogenität und läßt sich daher schlecht zu
Produkten, wie Folien, Röhren oder Flaschen, verarbeiten. 30
Andererseits hat ein Katalysatorsystem, das eine feste Katalysatorkompoente
und eine Organoaluminiumverbindungskomponente enthält, außerordentlich hohe Aktivität, wenn man als
feste Katalysatorkomponente eine Titan- oder Vanadlumverbindung auf ein festes Produkt aufbringt, das durch Umsetzen
einer Organomagnesiumverbindung mit einem Aluminiumhalogenid
L 030064/0617 J
und/oder Siliciumhalogenid erhalten worden ist. Trotz seiner sehr hohen Aktivität hat dieses Katalysatorsystem jedoch den
Nachteil, daß es Äthylenpolymere mit enger Molekulargewichtsverteilung ergibt.
Es wurde nun gefunden, daß dieses Problem bei Anwendung des
genannten,hochaktiven Katalysatorsystems gelöst werden kann, wenn man die Polymerisation in einem speziellen Mehrstufenverfahren
durchführt, um die Molekulargewichtsverteilung innerhalb eines breiten Bereiches und beliebig zu regeln. Dieses
Mehrstufenverfahren umfaßt die Herstellung von niedermolekularem Polyäthylen in der ersten Stufe und die Herstellung
von höhermolekularem Polyäthylen in der zweiten Stufe.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Äthylenhomopolymeren oder Äthylen-a-Olefin-Copolymeren
bereitzustellen, die gute Verarbeitbarkeit und Homogenität aufweisen und zu Formteilen mit weniger Fischaugen und höherer
E b enmäßigkeit verarbeitet werden können. 20
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Suspensionspolymerisation
von Äthylen oder von Äthylen mit einem a-Olefin in mehreren Stufen, in denen eine unterschiedliche
Wasserstoffkonzentration in der Gasphase angewandt wird,
unter Verwendung eines Katalysatorsystems, das eine übergangsmetallverbindungskomponente
und eine Organoaluminiumverbindungskomponente enthält, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
man die Polymerisation in der ersten Stufe mit einem Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen von 0,5 bis 15
unter Verwendung einer festen Katalysatorkomponente durchführt, die eine auf eine Magnesiumverbindung aufgebrachte
Titanverbindung und/oder Vanadiumverbindung als übergangsmetallverbindungskomponente
enthält, wobei 30 bis 95 Gewichtsprozent der Gesamtpolymerisationsmenge polymerisiert
werden, und in der zweiten Stufe ein Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff
zu Äthylen von nicht mehr als 0,2 anwendet.
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Im erfindungsgemäßen Verfahren wird in der ersten Stufe ein niedermolekularer Anteil hergestellt, wobei ein glatter Reaktionsverlauf
erzielt wird, da die anfangs extrem hohe Katalysatoraktivität durch die in dieser Stufe angewandte hohe
Wasserstoffkonzentration auf ein geeignetes Maß gesenkt wird. In der zweiten Stufe, in der die Katalysatoraktivität
vergleichsweise niedrig ist, herrscht eine höhere Polymerisationsgeschwindigkeit
als in der ersten Stufe, da die Polymerisation bei niedriger Wasserstoffkonzentration durchgeführt
wird. Hierdurch ist es möglich, die Polymerisation während des gesamten Verfahrens glatt durchzuführen, wobei der Katalysator
seine volle Aktivität entfalten kann.
Die erfindungsgemäß hergestellten Polymerisate ergeben Formteile mit weniger Fischaugen und höherer Gleichmäßigkeit.
Dies hat vermutlich folgenden Grund: Da in der ersten Stufe ein niedermolekularer Anteil hergestellt wird, hätte dies
z.B. selbst bei einer Desaktivierung eines Teils des Katalysators
keine Fischaugen und keine Ungleichmäßigkeit bzw. Unebenheit zur Folge. Da die Wasserstoffkonzentration in der
zweiten Stufe niedriger ist, sind Kettenabbrüche weniger häufig und selbst wenn sie auftreten, verursachen sie keine
Fischaugen und keine Unebenheit, da die Polymerteilchen
einen niedermolekularen Anteil in hoher Menge enthalten. 25
Das erfindungsgemäß angewandte Katalysatorsystem enthält eine Kombination aus einer festen Katalysatorkomponente und
einer Organoaluminiumverbindungskomponente, wobei für die feste Katalysatorkomponente eine Titan- und/oder Vanadiumverbindung
auf ein festes Produkt aufgebracht wurde, das bei der Umsetzung einer Organomagnesiumverbindung, eines AIuminiumhalogenids
der allgemeinen Formel
RlnAlX3-n
in der R1 einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder
Alkenylrest mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen bedeutet, X ej
Halogenatom ist und η den Wert 0 £ -n < 3 hat,
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Γ . -ίο-
und/oder eines Siliciumhalogenide der allgemeinen Formel
R2SiX. m
2 m 4-m
in der R einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Äikenylrest mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen bedeutet, X ein
Halogenatom ist und m den Wert 0 < m <4 hat, entsteht.
Unter diesen Katalysatorsystemen ist das in der JP-OS 74 686/1977 beschriebene System besonders bevorzugt.
Bei Anwendung des vorstehenden Katalysatorsystems kann der
Restgehalt an übergangsmetallen in dem Polymerisat, das bei der mehrstufigen Polymerisation entsteht, auf weniger als
etwa 10 ppm, gewöhnlich weniger als etwa 5 ppm, gesenkt werden. Eine besondere Abtrennung von KatalysatorrückstMnden
kann daher ohne Beeinträchtigung der Polymerqualität weggelassen werden.
Als Organomagnesiuxnverbindungen zur Herstellung des Katalysators
können im allgemeinen beliebige Organomagnesiumverbindungen
verwendet werden, die bei der Umsetzung eines orga nischen Halogenids mit Magnesiummetall entstehen.
Spezielle Organomagnesiumverbindungen sind Grignard-Verbindungen der allgemeinen Formel
R3MgX,
3
in der R ein Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Äikenylrest mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen und X ein Halogenatom ist, und Organomagnesiumverbindungen der allgemeinen Formel
in der R ein Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Äikenylrest mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen und X ein Halogenatom ist, und Organomagnesiumverbindungen der allgemeinen Formel
R3 Mg
3
in der R die vorstehende Bedeutung hat.
in der R die vorstehende Bedeutung hat.
Die vorstehenden Organomagnesiumverbindungen können unabhängig davon, ob sie in Gegenwart oder Abwesenheit eines
Äthers hergestellt wurden, beliebige Verbindungen umfassen, die in den folgenden Gleichgewichtszuständen vorliegen:
030064/0617
Γ - 11 - π
3 3 ->
3Μ Mr 302H69
ι 2R3MgX ΐ R3 Mg + MgXp t B^Mg · MgX2
[W. Schlenk et al., Ber., Bd. 62, S. 920 (1929); ibid., Bd. 64, S. 739 (1931)].
In dieser Gleichung bedeutet R einen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-
oder Alkenylrest mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen, z.B. die Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, η-Butyl-, sek,-Butyl-,
tert.-Butylv n-Amyl-, Isoamyl-, n-Hexyl-, n-Octyl-,
2-Äthylhexyl-, Phenyl- und Benzylgruppe. Spezielle Grignardverbindungen
sind z.B. Äthylmagnesiumchlorid, Äthylmagnesiumbromid, n-Propy!magnesiumchlorid, n-Buty!magnesiumchlorid,
tert.-Butylmagnesiumchlorid, n-Amylmagnesium-
^5 chlorid und Phenylmagnesiumbromid.
Beispiele für Organomagnesiumverbindungen der allgemeinen Formel R 2Mg sind Diäthylmagnesium, Dipropylmagnesium, Dibutylmagnesium,
Diamylmagnesium, Dihexylmagnesium, Dioctylmagnesium, Diphenylmagnesium und Dibenzylmagnesium.
Die Herstellung und Anwendung dieser Organomagnesiumverbindungen erfolgt in Gegenwart eines Äthers, z.B. Diäthyläther,
Di-n-propylather, Diisopropylather, Di-n-butyläther, Di-tert,-butyläther,
Di-sek.-butyläther, Diisoamyläther, Di-n-amyläther,
Tetrahydrofuran oder Dloxan, eines Kohlenwasserstoffs, z.B. Hexan, Heptan, Octan, Cyclohexan, Benzol, Toluol oder
Xylol, oder deren Gemischen.
Bei den Aluminiumhalogeniden der allgemeinen Formel R1 AlX3-ergeben
jene mit mehreren Halogenatomen die besseren Ergebnisse, wobei wasserfreies Aluminiumchlorid besonders bevorzugt
ist; Auch bei den Siliciumhalogeniden der allgemeinen Formel
2'
R mSiX4_m ergeben jene mit mehreren Halogenatomen bessere Ergebnisse und Siliciumtetrachlorid ist besonders bevorzugt
R mSiX4_m ergeben jene mit mehreren Halogenatomen bessere Ergebnisse und Siliciumtetrachlorid ist besonders bevorzugt
1 ' 2
R und R sind jeweils Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-
R und R sind jeweils Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-
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Γ _ -I
"Ί2" 302U69
oder Alkenylreste mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen, wie die
Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, η-Butyl-, ssk.-Butyl-,
tert.-Butyl-, n-Amyl-, Isoamyl-, n-Hexyl-, n-Heptyl-,
n-Octyl-, Vinyl-, Allyl-, Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Phenyl-
und Benzylgruppe. X ist ein Halogenatom, z.B. ein Chlor-, Brom- oder Jodatom, und η und m sind Zahlen mit einem Wert
von 0 -ξ η < 3 bzw. 0 < m<4. Beispiele für halogenierte Aluminiumverbindungen
sind wasserfreies Aluminiumchlorid, Aluminiumbromid, Aluminiumjodid, Diäthylaluminiumchlorid,
^ Äthylaluminiumdichlorid, Äthylaluminiumsesquichlorid, Dibutylaluminiumchlorid,
Butylaluminiumdichlorid, Dihexylaluminiumbromid und Hexylaluminiumdibromid. Beispiele für halogenierte
Siliciumverbindungen sind Siliciumtetrachlorid, Siliciumtetrabromid,
Methylsilyltrichlorid, Dimethylsilyldichlorid,
Trimethylsilylchlorid, Äthylsilyltrichlorid, Diäthylsilyldichlorid,
Triäthylsilylchlorid, Propylsilyltribromid, Dipropylsilyldibromid,
Tripropylsilylbromid, Bibutylsilyldichlorid, Tributylsilylchlorid und Vinylsilyltrichlorid.
Die Herstellung des Katalysatorsystems erfolgt in einer Inertgasatmosphäre, z.B. Stickstoff oder Argon. Die Umsetzung
der Organomagnesiumverbindung iuit dem Aluminiumhalogenid
und/oder Siliciumhalogenid wird vorzugsweise in einem Lösungsmittel bei 0 bis 200°C insbesondere 0 bis 100,0C,
durchgeführt.
Als Lösungsmittel für diese Reaktion eignen sich z.B. aliphatische
Kohlenwasserstoffe, wie Pentan, Hexan, Heptan und Octan, aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol
und Xylol, alicyclische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan und Cyclopentane Äther, wie Diäthyläther, Di-n-butyläther,
Di-sek.-butyläther, Di-tert.-butyläther, Di-n-amyläther,
Diisoamyläther, Tetrahydrofuran und Dioxan, und Gemische aus
Kohlenwasserstoffen und Äthern.
35
35
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Das ümsetzungsverhältnis von Organomagnesiumverbindung zu
Aluminiumhalogenid und/oder Siliciumhalogenid beträgt
0,1 bis 10,0, vorzugsweise 0,5 bis 2,0 (Molverhältnis).
Die Reaktionsprodukte fallen als Feststoffe aus. Das erhaltene feste Reaktionsprodukt wird isoliert und als Träger
verwendet. Es kann nach dem Abfiltrieren, nach weiterem Waschen mit einem gereinigten Kohlenwasserstofflösungsmittel
oder nach weiterem Trocknen als Träger eingesetzt werden.
10
10
Auf den erhaltenen Träger wird eine Titan- und/oder Vanadiumverbindung
aufgebracht. Spezielle Beispiele hierfür sind Titantetrachlorid, Titantetrabromid, Titantetrajodid,
Titantrichlorid, Alkoxytitanhalogenide der allgemeinen
-4
Formel Ti(OR ). X , Vanadiumtetrachlorid und Vanadiumoxytrichlorid.
Formel Ti(OR ). X , Vanadiumtetrachlorid und Vanadiumoxytrichlorid.
Beispiele für Titanverbindungen der allgemeinen Formel Ti(OR4)4_ X , in der R4 einen Alkyl-, Cycloalkyl- oder
. Phenylrest mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen bedeutet, X ein Halogenatom ist und ρ den Wert 0^p
< 4 bat, sind Tetraäthoxytitan, ivthoxy titantrichlorid, Diäthoxytitandichlorid,
Triäthoxytitanchlorid, Propoxytitantrichlorid,
Butoxytitantrichlorid, Phenoxytitantrichlorid, Äthoxytitantribromid,
Dipropoxytitandibromid und Tributoxytitanbromid. Hierbei ist Titantetrachlorid im Hinblick auf die Polymerisationsaktivität
und die Eigenschaften der Teilchen besonders bevorzugt.
Das Aufbringen kann auf übliche Weise erfolgen, z.B. durch
Imprägnieren oder Kneten. Ein spezielles Verfahren besteht darin, die aufzubringende Titan- und/oder Vanadiumverbindung
mit dem Träger ohne Lösungsmittel oder in einem geeigneten inerten Lösungsmittel zu kontaktieren. Das Aufbringen erfolgt
vorzugsweise bei Raumtemperatur (etwa 20°C) bis 150°C. Nach beendeter Umsetzung wird das Reaktionsprodukt abfiltriert,
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Γ - 14-
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gründlich mit einem gereinigten Kohlenwasserstofflösungsmittel gewaschen und entweder als solches oder nach dem Trocknen
eingesetzt. Die aufgebrachte Menge an Titan- und/oder Vanadiumverbindung beträgt 0,1 bis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise
0,5 bis 15 Gewichtsprozent, ausgedrückt als Titan- und/oder Vanadiumatome in der erhaltenen feste Katalysatorkom
ponente .
Beispiele für geeignete Qrganoaluminiumverbindungskomponenten
sind Aluminiumtrialkyle , wie Triäthylaluminium, Tri-npropylaluminium,
Tri-n-butylaluminium, Triisobuty!aluminium
und Tri-n-hexylaluminium, Dialkylaluminiummonohalogenide,
wie Diäthylaluminiummonochlorid, Di-n-propylaluminiummonochlorid,
Di-n-butylaluminiummonochlorid und Di-n-hexylaluminiummonochlorid,
Alkylaluminiumdihalogenide, wie Äthylaluminiumdichlorid,
n-Propylaluminiumdichlorid, n-Butylaluminiumdichlorid
und n-Hexylaluminiumdichlorid, sowie Alkylaluminxumsesquihalogenide, wie Äthylaluminiumsesquichlorid,
n-Propylaluminiumsesquichlorid, n-Butylaluminiumsesquichlorid
und n-Hexylaluminiumsesquichlorid. Diese Organoaluminiumverbindungen
können allein oder in Kombination eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäß verwendete Katalysatorsystem ist äußerst
2^ aktiv, so daß das Verfahren mit außerordentlich hoher Katalysatorleistung
durchgeführt werden kann. Der Übergangsmetall-Restgehalt in dem erhaltenen Polymerisat läßt sich
leicht auf weniger als etwa 10 ppm, gewöhnlich weniger als etwa 5 ppm, senken, so daß eine gesonderte Katalysatorabtrennung
ohne Beeinträchtigung der Produktqualität weggelassen werden kann. Außerdem ergibt dieses Katalysatorsystem
ein Polymerisat mit gleichmäßiger Teilchengröße und hoher Schüttdichte sowie weniger Haftung an der Reaktorinnenwand,
üblicherweise ist ein stabiler Betrieb bei einer Suspensionskonzentration von mehr als 30 Gewichtsprozent
möglich. Das erhaltene Polymerisat weist eine scharfe Teil-
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Γ "1
chengrößenverteilung, weniger Makroteilchen und weniger
Feinpulver auf und ist daher sehr gut verarbeitbar.
Während der Polymerisation-wird in jeder Stufe die gewünschte
Menge an Polymerisat mit dem gewünschten Molekulargewicht (oder Viskosität) hergestellt. Das Molekulargewicht
und die Menge des in jeder Stufe hergestellten Polymerisats können im Hinblick auf die gewünschten physikalischen Eigenschaften
der Formteile sowie den Anforderungen bei der Polymerverarbeitung geeignet eingestellt werden.
In der ersten Stufe wird die Polymerisation mit einem Molverhältnis
von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen von 0,5 bis 15, vorzugsweise 1 bis 10, durchgeführt. Im Falle von Äthylenhomopolymeren
beträgt die Grenzviskositätszahl des in der ersten Stufe erhaltenen Polymerisats 0,25 bis 1,5 dl/g
(bei 135°C in Tetralin). Wenn das Molverhältnis von Wasserstoff zu Äthylen in der Gasphase weniger als 0,5 beträgt,
ist die Verarbeitbarkeit des erhaltenen Polymerisats unbefriedigend, während bei einem Verhältnis von mehr als 15 die Polymerisationsaktivität
unerwünscht niedrig ist. Die in der ersten Stufe polymerisierte Monomermenge beträgt 30 bis 95,
vorzugsweise 40 bis 85 Gewichtsprozent, bezogen auf die Menge in der gesamten Stufe. Außerhalb dieses Bereiches werden
die Verarbeitbarkeit des erhaltenen Polymerisats und die physikalischen Eigenschaften der Formteile beeinträchtigt.
In der zweiten Stufe wird die Polymerisation mit einem MoI-verhältnis
von Wasserstoff zu Äthylen in der Gasphase von nicht mehr als 0,2, vorzugsweise 0,1 bis O,OO2, durchgeführt.
Im Falle von Äthylenhomopolymeren beträgt die Grenzviskositätszahl des erhaltenen Polymerisats 3 bis 10 dl/g. Wenn das
Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen mehr als 0,2 beträgt, ist die Schmelzfließfähigkeit des Produkts unbefriedigend
.
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Bei der erfindungsgemäßen Mehrstufenpolymerisation werden
ein niedermolekulares Polymerisat und ein höhermolekulares Polymerisat in situ zu einem homogenen Polymerisat vereinigt,
wobei Äthylenpolymere mit dem gewünschten mittleren Molekulargewicht und ausgezeichneter Schmelzfließfähigkeit
entstehen. Hierbei ist es wichtig, den niedermolekularen Anteil des Polymerisats bei hohen Wasserstoffkonzentrationen
in der ersten Stufe herzustellen. Die Polymerisation kann während der gesamten Stufe glatt durchgeführt werden. Ein weiterer
Grund dafür, daß die Polymerisation in der ersten Stufe mit hoher Wasserstoffkonzentration unter Bildung eines niedermolekularen
Anteils durchgeführt wird, ist die Vermeidung von Fischaugen und Unebenheiten in den Formteilen. Erfindungsgemäß
ist es möglich, homogene Ä'thylenpolymere herzustellen, die bei der Verarbeitung zu Formteilen weniger
Fischaugen.und Unebenheiten ergeben.
Erfindungsgemäß kann feste Katalysatorkomponente zugegeben werden, um deren Menge während der Polymerisation in der
ersten Stufe zu erhöhen. In der zweiten Stufe ist eine derartige Zugabe nicht notwendig, jedoch sollte bei Zugabe von
weiterem Katalysator dessen Menge so beschränkt werden, daß die Eigenschaften des erhaltenen Polymerisats nicht beeinträchtigt
werden.
Wenn erfindungsgemäß mit konstantem Äthylen-Partialdruck gearbeitet
wird, herrscht in der ersten Stufe ein höherer Druck als in der zweiten Stufe, so daß die Polymersuspension durch
den Druckunterschied von der ersten Stufe zur zweiten Stufe überführt werden kann und somit keine Transporteinrichtungen,
wie Pumpen, erforderlich sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich durchgeführt werden. In einem Chargensystem
mit einem einzigen Reaktor beschickt man z.B. den Reaktor zunächst mit einem Lösungsmittel, führt dann Wasser-
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Γ _ 17 _
302U69
! stoff, Äthylen oder ein Gemisch aus Äthylen und einem
a-01efin sowie eine bestimmte Katalysatormenge zu und führt die Polymerisation in der ersten Stufe eine bestimmte Zeit
durch. Nach Beendigung der Polymerisation der ersten Stufe stellt man die Wasserstoffkonzentration auf einen bestimmten
Wert ein, leitet Äthylen oder ein Gemisch aus Äthylen und einem a-01efin sowie gegebenenfalls Wasserstoff in den
Reaktor und führt die Polymerisation in der zweiten Stufe bestimmte Zeit durch. In diesem Fall hängt das Verhältnis
der Reaktionszeiten in der ersten und zweiten Stufe vom Verhältnis der in den beiden Stufen herzustellenden Polymermengen
ab.
In einem kontinuierlichen System kann die Polymerisation z.B. in zwei in Reihe geschalteten Reaktoren durchgeführt
werden. Zuerst werden bestimmte Mengen an Katalysator, Lösungsmittel, Wasserstoff und Äthylen oder eines Gemisches
aus Äthylen und einem a-01efin kontinuierlich in den ersten Reaktor eingespeist, um die erste Polymerisationsstufe
durchzuführen. Das eine bestimmte Zeit umgesetzte Reaktions gemisch wird dann in den zweiten Reaktor überführt, worauf
man die Wasserstoffkonzentration auf einen bestimmten Wert einstellt, Lösungsmittel, Äthylen oder ein Gemisch aus
Äthylen und einem cx-Olefin sowie gegebenenfalls Wasserstoff
kontinuierlich zuführt, um die zweite Polymerisations stufe durchzuführen. Zwischem dem ersten und zweiten Reaktor
kann ein Druckreduziergefäß vorgesehen werden, um die Wasserstoffkonzentration einzustellen. Die Verweilzeit in
jeder Stufe richtet sich nach dem Mengenverhältnis des in der ersten und zweiten Stufe hergestellten Polymerisats. In
einer anderen Ausführungsform kann die erste und/oder zweite Polymerisationsstufe in zwei oder mehr, in Reihe geschal
teten Reaktoren durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zur Homopolymerisation
von Äthylen sowie zur Copolymerisation von Äthylen
L 030064/0617
Γ Π
mit a-Olefinen/ wie Propylen, Buten-1, Penten-1, Hexen-1/
Octen-1 oder 4-Methylpenten-1. Die copolymerisierte Menge
an a-Olefin beträgt vorzugsweise bis zu 15 Molprozent, insbesondere
bis zu 10 Molprozent und besonders bevorzugt bis zu 5 Molprozent des Polymerisats.
Die Polymerisationstemperatur liegt z.B. im Bereich von Normaltemperatur (etwa 200C) bis 120°C, vorzugsweise 50 bis
100°C. Der Polymerisationsdruck liegt im Bereich von Atmosphärendruck
bis 100 bar, vorzugsweise 5 bis 50 bar.
Als Polymerisationsmedium werden inerte Lösungsmittel verwendet, z.B. aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Propan, Butan,
Pentan, Hexan, Heptan oder Octan, alicyclische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Cycloheptan, und aromatische
Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol oder Xylol. Hierbei sind aliphatische Kohlenwasserstoffe besonders bevorzugt.
Im Falle der Copolymerisation von Äthylen mit einem a-01efin ist es möglich, die Copolymerisation in einem verflüssigten
a-01efin mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, wie Propylen,
Buten-1 oder Penten-1, durchzuführen.
Bei Verwendung eines niedrigsiedenden gesättigten Kohlenwasserstoffs,
wie Propan, Butan oder Pentan oder eines niedrigsiedenden a-01efins, wie Propylen oder Buten-1, als Polymerisationsmedium
hat die erhaltene Suspension den Vorteil, daß das Polymerisat im Gegensatz zu einer Suspension in
einem flüssigen gesättigten Kohlenwasserstoff mit 6 oder 7 Kohlenstoffatomen nach der einfachen "Flash"-Methode gewonnen
werden kann. Außerdem ergibt die Polymerisation in derartigen niedrig siedenden gesättigten Kohlenwasserstoffen
oder niedrig siedenden a-01efinen Polymerisate mit einem niedrigeren Gehalt an in der flüssigen Phase löslicher
Fraktion, die keine Viskositätserhöhung des Polymerisationsgemisches
oder ein Blocken oder Verkleben des Polymerkuchens verursachen, die- bei der Bildung der löslichen
L Ö30064/0617
Γ _ 19 _ Ι
302U69 niedermolekularen Fraktion auftreten. Außerdem hat das Polymerisat
gute Teilcheneigenschaften, so daß die Produktionskapazität pro Volumeneinheit verbessert werden kann. Diese
Polymerisationsart ist daher besonders bevorzugt.
In bezug auf die Konzentration der festen Katalysatorkomponente in dem Polymerisationssystem ist es gewöhnlich ausreichend,
sowohl in der ersten als auch der zweiten Stufe 0,001 bis 0,1 mMol pro Liter Lösungsmittel zu verwenden, ausgedrückt
als Übergangsmetall-, Titan- oder Vanadiumatome. Die Menge der Organoaluminiumverbindungskomponente ist
nicht speziell beschränkt, beträgt jedoch gewöhnlich 0,5 bis 500 Mol, vorzugsweise 2 bis 100 Mol pro 1 Mol Titan- oder
Vanadiumatome in der festen Katalysatorkomponente.
Die Organoaluminiumkomponente kann gegebenenfalls auch in der zweiten Stufe zugegeben werden. Zur Katalysatorbeschikkung
wird üblicherweise ein inertes Lösungsmittel als Träger verwendet. Als solche eignen sich z.B. die vorstehend
genannten Polymerisationslösungsinittel.
Erfindungsgemäß können das mittlere Molekulargewicht, die Molekulargewichtsverteilung und die Dichte des Polymerisats
nach Bedarf variiert werden und dies ermöglicht eine technisch vorteilhafte Herstellung von Äthylenpolymeren mit gezielten
Eigenschaften hinsichtlich der physikalischen Parameter und der Verarbeitbarkeit.
Die erhaltenen Äthylenpolymere zeichnen sich durch eine breite Molekulargewichtsverteilung, ausgezeichnete Verarbeitbarkeit
und gute Homogenität aus und ergeben Formteile mit weniger Fischaugen und Unebenheiten. Die Polymerisate eignen
sich daher besonders zum Extrudieren und Blasformen von Folien, Röhren,Flaschen, Kabeln etc.
35
35
Die Beispiele erläutern die Erfindung. In den Beispielen wer-
03O06A/O617
Γ "I
den die Polymereigenschaften nach folgenden Methoden bestimmt:
Dichte und Schüttdichte werden nach den Normen JIS K-6760 bzw. JIS K-6721 bestimmt.
Das Schmelzflußverhältnis (SPV) wird als Maß für die Fließfähigkeit
der Schmelze genommen. In dem Testverfahren zur Bestimmung des Schmelzindex (SI) nach der Norm ASTM 1238-57T
stellt SFV das Verhältnis des Schmelzflusses bei einer Auflast von 21,60 kg zu dem Schmelzfluß bei einer Auflast von
2,160 kg dar:
Schmelzfluß bei Auflast 21,60 kg SFV =
Schmelzfluß bei Auflast 2,160 kg
Beispiel 1
(1) Herstellung der Organomagnesiumverbindung
(1) Herstellung der Organomagnesiumverbindung
In einen mit Rührer, Rückflußktihler und Tropftrichter ausgerüsteten
500 ml-Vierhalskolben werden 16,0 g Magnesiumspäne
für das Grignard-Reagenz eingebracht. Luft und Feuchtigkeit
in der Vorrichtung werden durch Stickstoff verdrängt. In den Tropftrichter werden 68 ml (0,65 Mol) n-Butylchlorid und
300 ml n-Butyläther eingefüllt und etwa 30 ml des Flüssigkeit«gemisches werden zu den Magneeiumspänen getropft, um die
Reaktion zu initiieren. Nach Einsetzen der Reaktion wird die Zugabe 4 Stunden bei 500C fortgesetzt. Nach beendeter Zuga-
be führt man die Reaktion weitere 1,5 Stunden bei 60°C fort.
Anschließend kühlt man die Reaktionslösung auf Raumtempera
tur (etwa 200C) und filtriert nicht umgesetztes Magnesium
mit einem Glasfilter ab. Das erhaltene n-Buty!magnesiumchlo
rid in n-ButylÄther wird mit 1 M Schwefelsäure hydrolysiert
und mit 1 N Natronlauge rücktitriert, wobei seine Konsentra tion bei Verwendung von Phenolphthalein als Indikator tu
030064/0617
Γ "1
" 21 " 302U69
1,96 Mol/Liter bestimmt wird.
(2) Herstellung der festen Katalysatorkomponente
In einem mit Rührer, Tropftrichter und Thermometer ausgerüsteten
300 inl-Vierhalskolben, werden die Luft und Feuchtigkeit
durch Stickstoff verdrängt. Hierauf beschickt man den Kolben mit 130 ml der in Abschnitt (1) erhaltenen Lösung
von n-Buty!magnesiumchlorid (0,26 Mol) in n-Butyläther
und tropft innerhalb 2 Stunden aus dem Tropftrichter 30 ml (0,26 Mol) Siliciumtetrachlorid bei 50°C zu. Hierauf
wird die Reaktion eine weitere Stunde bei 60°C fortgeführt. Das erhaltene feste Produkt wird abgetrennt, mit
n-Heptan gewaschen und unter vermindertem Druck getrock-
*5 net, wobei 31,5 g eines weißen Festatoffs erhalten werden.
10 g dieses weißen Feststoff« werden in 100 ml Vierhalskolben eingebracht, mit 50 ml Titantetrachlorid getränkt
und 1 Stunde unter Rühren bei 100°C umgesetzt. Nach beendeter
Umsetzung wird das erhaltene Produkt mehrmals mit n-Heptan gewaschen, bis in den Waschlösungen kein Titantetrachlorid
mehr nachweisbar ist. Beim Trocknen unter vermindertem Druck erhält man 7,9 g einer festen Katalysator-
. komponente, die 14 mg Titanatome pro 1 g Jestkatalysator
trägt.
25
25
(3) Polymerisation
lin 10 Liter-*delstahl-*ühr*utoklftv wird mit trockenem
Stickstoff gespült und dann mit 5 Liter n-Kept«n, 40 f Buten-1 und 10 mtfol Trittthylftluminium beschickt. Nach Irhöhen der Temperatur auf 70°C preit man Wasserstoff bis su
einem Geaamtüberdruck von 22 bar auf und leitet dann Äthy
len bis su einem Gesamtüberdruck von 29 bar ein. Die FoIy-
merisation wird durch «ugabe von 91,2 mg der vorstehenden festen Katalyβatorkomponente und 20 ml n-Heptan festmrtet.
Das Nolverhftltnia von a««pha«enw*««er«toff su XtHyIe* h·-
030084/0117
trägt zu diesem Zeitpunkt 3,36. Unter Einhaltung eines
konstanten Gesamtdruckes durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen wird die 1. Polymerisationsstufe 128 Hinuten
bei 7O°C durchgeführt. Die Polymerisationsmenge in der
1. Stufe beträgt 863 g.
Nach Beendigung der ersten Polymerisationsstufe stellt man
ein Holverhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen von
0,078 und einen Gesamtüberdruck von 7 bar ein. unter Einhaltung eines konstanten Gesamtdruckes durch kontinuierliches
Einleiten von Äthylen wird die zweite Polymerisationsstufe durchgeführt. 48 Minuten nach Beginn der zweiten Polymerisationsstufe unterbricht man die Polymerisation mit Isopro-
panol und bläst nicht umgesetztes Äthylen ab. Das Verhältnis der Äthylenbeschickung In der ersten Stufe zur Äthylenbeschickung in der zweiten Stufe beträgt 55 ζ 45. Das erhaltene Polymerisat wird abfiltriert und unter vermindertem
Druck getrocknet. Es werden 1 578 g eines Polymerisats er
halten, Dichte 0,949 g/cm3, Sj 0,088 g/10 min, SFV 130,
Schüttdichte 0,30 g/cm3. Die Katalysatoraktivität beträgt
50 1OO g Polymerisat/g Ti,h.atm C2H4.
Bei der Verarbeitung des Polymerisats zu einer Blasfolie von 10 pm Dicke zeigt das Polymerisat einen niedrigen Extruderdruck, gutes Absenkverhalten und eine sehr hohe BIasenstabilität. Die Folie hat sehr wenige Fischaugen
(7/1 000 cm ) und zufriedenstellende physikalische eigenschaften, s.I. hinsichtlich lugfestigkeit, Ichlagfestigkeit
uni lerreiifestifkeit, sowie einen guten Farbton·
Im folgenden Verfahren wird der hochmolekulare Anteil in der
ersten Polymerisationsstufe hergestellt.
Der innere Teil eines 10 Liter-Edelstahl-Rührautoklaven wird mit trockenem Stickstoff gefüllt und mit 5 Liter n-Heptan,
40 g Buten-1 und 10 mMol Triäthylaluminium beschickt. Nach
Erhöhen der Temperatur auf 70°C leitet man Äthylen bis zu einem Gesamtüberdruck von 7 bar und hierauf Wasserstoff bis
zu einem Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen von 0,069 ein.
Die Polymerisation wird durch Zugabe von 113 mg der in Beispiel
1 hergestellten festen Katalysatorkomponente sowie
2O ml n-Heptan gestartet. Anschließend hält man den Gesamtdruck
durch Einleiten von Äthylen konstant und führt die erste Polymerisationsstufe 30 Minuten bei 70°C durch.
Die Polymerisationsmenge in der 1. Stufe beträgt 684 g. 15
Nach Beendigung der ersten Polymerisationsstufe unterbricht man die Äthylenzufuhr und leitet Wasserstoff bis zu einem
Gesamtüberdruck von 29 bar ein. Die zweite Polymerisationsstufe wird unter Einhalten eines konstanten Gesamtdruckes
durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen durchgeführt. Das Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen
in der zweiten Stufe beträgt 3,52. 184 Minuten nach Beginn
der zweiten Polymerisationsstufe unterbricht man die Polymerisation
mit Isopropanol und bläst nicht umgesetztes Äthylen ab. Das Verhältnis der Äthylenbeschickung in der
ersten Stufe zur Äthylenbeschickung in der zweiten Stufe
betragt 45 : 55. Das erhaltene Polymerisat wird abfiltriert und unter vermindertem Druck getrocknet. Es werden 1 522 g
eines Polymerisats erhalten,Dichte 0,950 g/cm , SI 0,11 g/
10 min, SFV 129, Schüttdichte 0,44 g/cm3. Die Katalysatoraktivität beträgt 35 400 g Polymerisat/g Ti.h. atm C3H4.
Bei der Verarbeitung des Polymerisat· zu einer Blasfolie
von 10 \aa Dicke ist zwar die Verarbeitbarkeit gut, jedoch
weist die FoIL
brauchbar ist.
brauchbar ist.
weist die Folie 470 Fischaugen/1000 cm auf, so daß sie un-
030064/0617
" 24 " 302US9
(1) Herstellung der festen Katalysatorkomponente
Im inneren Teil eines mit Rührer, Tropftrichter und Thermometer
ausgerüsteten 500 ml-Vierhalskolbens werden Luft und
Feuchtigkeit durch Stickstoff verdrängt. Hierauf gibt man 35 g (0,26 Mol) wasserfreies Aluminiumchlorid zu, das durch
Sublimation gereinigt wurde, und löst es unter Eiskühlung in 150 ml n-Butyläther. Zu dieser Lösung werden 130 mg der
1^ in Beispiel 1 hergestellten n-Butylätherlösung von n-Butylmagnesiumchlorid
(0,26 Mol) innerhalb 2 Stunden bei 50 C aus dem Tropftrichter getropft, wobei sich ein weißer Niederschlag
bildet. Nachdem die Reaktion eine weitere Stunde bei 60 C fortgesetzt wurde, trennt man das erhaltene feste Produkt
ab, wäscht es und trocknet es unter vermindertem Druck, wobei 46,5 g eines weißen Feststoffs erhalten werden. Gemäß
Beispiel 1 werden 10 g dieses weißen Feststoffes mit Titantetrachlorid zu 7,7 g einer festen Katalysatorkomponente
umgesetzt, die 18 mg Titanatome pro g des festen Katalysators
trägt.
(2) Polymerisation
Ein 10 Liter-Edelstahl-Rührautoklav wird gründlich mit 2^ trockenem Stickstoff gespült und mit 5 Liter n-Heptan und
10 mMol Triäthylaluminium beschickt. Nach Erhöhung der Temperatur
auf 70 C leitet man Wasserstoff bis zu einem Gesamtüberdruck von 21 bar und anschließend Äthylen bis zu
einem Gesamtüberdruck von 28 bar ein. Die Polymerisation νird durch Zugabe von 125 mg der in Abschnitt (1) erhaltenen
festen Katalysatorkomponente sowie 20 ml n-Heptan gestartet. Das Molverhältnis H2/C2H. in der Gasphase beträgt zu
diesem Zeitpunkt 3,59. Unter Einhaltung eines konstanten Gesamtdruckes durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen
wird die erste Polymerisationsstufe 140 Minuten bei 700C
durchgeführt.
03006A/0617
Die Polymerisationsmenge in der 1. Stufe beträgt 966 g.
Anschließend stellt man ein Molverhältnis H2ZC3H4 in der Gasphase
von 0,067 und einen Gesamtdruck von 7 bar ein. Unter Konstanthaltung des Gesamtdruckes durch kontinuierliches
Einleiten von Äthylen wird die zweite Polymerisationsstufe durchgeführt. 72 Minuten nach Beginn der zweiten Polymerisationsstufe
unterbricht man die Polymerisation mit Isopropanol und bläst nicht umgesetztes Äthylen ab. Das Verhältnis
der Äthylenbeschickung in der ersten Stufe zur Äthylenbeschickung in der zweiten Stufe beträgt 60 : 40. Das erhaltene
Polymerisat wird abfiltriert und unter vermindertem Druck bei 60°C getrocknet. Es werden 1 611 g eines Polymerisats
erhalten, Dichte 0,961 g/cm , SI 0,064 g/10 min,
SFV 165, Schüttdichte 0,33 g/cm3. Die Katalysatoraktivität
beträgt 29 000 g Polymerisat/g Ti . h . atm C3Ii4.
Bei der Verarbeitung des Polymerisats zu einer Blasfolie von 1O μπι Dicke wird eine gute Verarbeitbarkeit festgestellt und
die Folie hat nur 9 Fischaugen/1000 cm .
Beispiel 3 (1) Herstellung der Organomagnesiumverbindung
In einen mit Rührer, Rückflußkühler und Tropftrichter ausgerüsteten
500 ml-Vierhalskolben werden 16,0 g Magnesiumspäne
für das Grignard-Reagens eingebracht. Die Luft und Feuchtigkeit in der gesamten Vorrichtung werden durch Stickstoff
verdrängt. In den Tropftrichter werden 57 ml (0,65 Mol)
n-Propylchlorid und 300 ml Diisoamyläther eingefüllt und etwa
30 ml des Gemisches werden zu dem Magnesium getropft, um die Reaktion zu initiieren. Nach Einsetzen der Reaktion wird
die Zugabe 3 Stunden bei 300C fortgesetzt. Nach beendeter
Zugabe führt man die Reaktion eine weitere Stunde bei 40°C
fort. Hierauf kühlt man die Reaktionslösung auf Raumtemperatur (etwa 20°C) und filtriert nicht umgesetztes Magnesium
Q3OO64/O61'7
Γ Π
- 26 - 302U69
mit einem Glasfilter ab. Die n-Propylmagnesiumchlorid-Konzentration
in dem Diisoamyläther beträgt 2,10 Mol/Liter.
(2) Herstellung der festen Katalysatorkomponente 5
Im inneren Teil eines mit Rührer, Tropftrichter und Thermometer
ausgerüsteten 300 ml-Vierhalskolbens werden die Luft
und Feuchtigkeit durch Stickstoff verdrängt. In den Kolben werden 124 ml der in Abschnitt (1) erhaltenen Isoamylätherlösung
von n-Propy!magnesiumchlorid (0,26 Mol) eingebracht,
worauf man 30 ml (0,26 Mol) Siliciumtetrachlorid innerhalb 2 Stunden bei 50 C aus dem Tropftrichter zutropft. Die
Reaktion wird eine weitere Stunde bei 60 C fortgesetzt. Hierauf trennt man das erhaltene feste Produkt ab, wäscht mit
n-Heptan und trocknet unter vermindertem Druck, wobei 30,7 g eines weißen Feststoffs erhalten werden.
10 g dieses weißen Feststoffs werden in einen 100 ml-Vierhalskolben
eingebracht, mit 50 ml Sthoxytitantrichlorid getränkt und 1 Stunde unter Rühren bei 1000C umgesetzt.
Nach beendeter Umsetzung wäscht man das Produkt mehrmals mit n-Heptan, bis in den Waschlösungen kein Athoxytitantrichlorid
mehr nachweisbar ist. Durch Trocknen unter vermindertem Druck erhält man 8,2 g einer festen Katalysatorkomponente,
die 16 mg Titanatome pro g der festen Katalysatorkomponente
trägt.
(3) Polymerisation
Der innere Teil eines 10 Liter-Edelstahl-Rührautoklaven wird mit trockenem Stickstoff gefüllt und dann mit 2 470 g Butan,
30 g Buten-1 und 10 mMol Triäthylaluminium beschickt. Nach
Erhöhen der Temperatur auf 60°C leitet man Wasserstoff bis zu einem Gesamtüberdruck von 24 bar und hierauf Äthylen
bis zu einem Gesamtüberdruck von 28 bar ein. Die Polymerisation
wird durch Zugabe von 162 mg der in Abschnitt (2) er-
030064/0617 J
Γ "I
haltenen festen Katalysatorkomponente sowie 20 ml n-Heptan gestartet. Das Molverhältnis H2/C2H. in der Gasphase beträgt
zu diesem Zeitpunkt 3,92. Anschließend wird unter Einhaltung eines konstanten Gesamtdruckes durch kontinuierliches
Einleiten von Äthylen die erste Polymerisationsstufe 83 Minuten bei 60°C durchgeführt. Die Polymerisationsmenge
in der ersten Stufe beträgt 770 g.
Nach dieser ersten Polymerisationsstufe stellt man ein Molverhältnis
H2/C2H. in der Gasphase von 0,064 und einen Gesamtüberdruck
von 12 bar ein. Unter Konstanthaltung des Gesamtdruckes
durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen wird die zweite Polymerisationsstufe durchgeführt. 68 Minuten
nach Beginn der zweiten Polymerisationsstufe unterbricht man die Polymerisation mit Isopropanol und bläst nicht umgesetzte
Monomere und Butan ab. Das Verhältnis der Äthylenbeschickung in der ersten Stufe zur Äthylenbeschickung der
zweiten Stufe beträgt 50 : 50. Durch Trocknen des erhaltenen Produkts unter vermindertem Druck bei 600C erhält man
1 543 g eines Polymerisats, Dichte 0,951 g/cm , SI 0,10 g/ 10 min, SFV 112, Schüttdichte 0,32 g/cm . Die Katalysatoraktivität
beträgt 59 000 g Polymerisat/g Ti . h . atm C3H4.
Bei der Herstellung einer Blasfolie von 10 μΐΐι Dicke zeigt
das Polymerisat gute Verarbeitbarkeit und die Folie weist
2
nur 5 Fischaugen /1 000 cm auf.
nur 5 Fischaugen /1 000 cm auf.
Beispiel 4
(1) Herstellung der festen Katalysatorkomponente
(1) Herstellung der festen Katalysatorkomponente
Eine feste Katalysatorkomponente wird gemäß Beispiel 1 hergestellt,
jedoch verwendet man Methylsilyltrichlorid anstelle von Siliciumtetrachlorid. Die feste Katalysatorkomponente
trägt 15 mg Titanatome pro g der festen Katalysatorkomponente
.
Q30G64/0617
Γ
(2) Polymerisation
Der innere Teil eines 10 Liter-Edelstahl-Rührautoklaven wird mit trockenem Stickstoff gefüllt und mit 2 120 g Butan,
380 g Buten-1 und 10 mMol Triäthylaluminium beschickt. Nach
Erhöhen der Temperatur auf 60°C leitet man Wasserstoff bis zu einem Gesamtüberdruck von 20 bar und hierauf Äthylen bis
zu einem Gesamtüberdruck von 30 bar ein. Die Polymerisation wird durch Sugabe von 21,7 mg der in Abschnitt (1) erhaltenen
festen Katalysatorkomponente sowie 20 ml n-Heptan gestartet. Das Molverhältnis H2/C2H. in der Gasphase beträgt
zu diesem Zeitpunkt 1,35. Anschließend führt man unter Konstanthaltung des Gesamtdruckes durch kontinuierliches
Einleiten von Äthylen die erste Polvmerisationsstufe 139 fc.™
nuten bei 60 C durch. Die Polymerisationsmenge in der ersten Stufe beträgt 1051 g.
Nach der ersten Polymerisationsstufe werden ein Molverhältnis
H2/C2H. in der Gasphase von 0,046 und ein Gesamtüberdruck
von 18 bar eingestellt. Unter Konstanthaltung des Gesamtdruckes durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen
wird die zweite Polymerisationsstufe durchgeführt. 51 Minuten nach Beginn der zweiten Polymerisationsstufe unterbricht
man die Polymerisation mit Isopropanol und bläst nicht umgesetzte Monomere und Butan ab. Das Verhältnis der
Äthylenbeschickung in der ersten Stufe sur Äthylenbeschikkung der zweiten Stufe beträgt 70 : 30. Das erhaltene Produkt
wird unter vermindertem Druck bei 60cC getrocknet. Hierbei erhält 1 521 g eines Polymerisats, Dichte 0,935 g/cm3,
SI 0,43 g/10 min, SFV 89, Schüttdichte 0,31 g/cm3. Die
Katalysatoraktivität beträgt 118 000 g Polymerisat/Ti . h .
atm C2H4.
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" 29 " 3Q2H69
Beim Extrudieren des Polymerisats zu einem Rohr von 30 mm Durchmesser und 3 mm Wandstärke ist kein Absenken zu beobachten
und die erhaltenen Formteile haben gutes Aussehen und zufriedenstellende physikalische Eigenschaften.
Der innere Teil eines 10 Liter-Edelstahl-Rührautoklaven wird mit trockenem Stickstoff gefüllt und mit 1 75Og Butan,
75O g Buten-1 und 10 mMol Triäthylaluminium beschickt. Nach
Erhöhen der Temperatur auf 60°C leitet man Wasserstoff bis zu einem Gesamtüberdruck von 16 bar und hierauf Äthylen bis
zu einem Gesamtüberdruck von 26 bar ein. Die Polymerisation wird durch Zugabe von 17,8 mg der in Beispiel 4 hergestellten
festen Katalysatorkomponente sowie 20 ml n-Heptan gestartet. Das Molverhältnis H2/C2H. in der Gasphase beträgt
zu diesem Zeitpunkt 0,83. Anschließend wird die erste Polymerisationsstufe unter Konstanthaltung des Gesamtdrucks
durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen 136 Minuten bei 6O°C durchgeführt. Die Polymerisationsmenge in der
ersten Stufe beträgt 1232 g.
Nach der ersten Polymerisationsstufe stellt man ein Molverhältnis H2/C2H. in der Gasphase von 0,015 und einen Gesamtüberdruck
von 18 bar ein. Unter Konstanthaltung des Gesamtdruckes durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen wird
die zweite Polymerisationsstufe durchgeführt. 40 Minuten η ach Beginn der zweiten Polynierisationsstufe unterbricht man die
Polymerisation mit Isopropanol und bläst nicht umgesetzte Monomere und Butan ab. Das Verhältnis der Äthylenbeschikkung
in der ersten Stufe zur Äthylenbeschickung der zweiten Stufe beträgt 80 : 20. Durch Trocknen des. Produkts unter
vermindertem Druck bei 60°C erhält man 1550 g eines Polymerisats, Dichte 0,923 g/cm3, SI 0,65 g/10 min, SFV 78, Schüttdichte
0,31/cm3. Die Katalysatoraktivität beträgt 198 000 g
Polymerisat/g Ti . h . atm C_H..
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Γ "1
Beim Extrudieren des Polymerisats zu einem Rohr von 30 mm Durchmesser und 3 mm Wandstärke ist kein Absenken zu beobachten
und die erhaltenen Formteile haben ein gutes Aussehen sowie zufriedenstellende physikalische Eigenschaften.
Der innere Teil eines 10 Liter-Edelstahl-Rührautoklaven wird mit trockenem Stickstoff gefüllt und mit 5 Liter
n-Heptan, 30 g Propylen und 10 mMol Triisobutylaluminium
beschickt. Nach Erhöhung der Temperatur auf 70°C leitet man Wasserstoff bis zu einem Gesamtüberdrück von 26 bar
und hierauf Äthylen bis zu einem Gesamtüberdruck von 31 bar ein. Die Polymerisation wird durch Zugabe von 213 mg der
in Beispiel 1 hergestellten festen Katalysatorkomponente zusammen mit 20 ml n-Heptan gestartet. Das Molverhältnis
H0/CH. in der Gasphase beträgt zu diesem Zeitpunkt 5,08.
Die erste Polymerisationsstufe wird 105 Minuten bei 700C
durchgeführt/ wobei der Gesamtdruck durch kontinuierliches
Einleiten von Äthylen konstant gehalten wird. Die Polymerisationsmenge
in der ersten Stufe beträgt 883 g.
Nach der ersten Polymerisationsstufe stellt man ein Molverhältnis H„/C„H4 in der Gasphase von 0,045 und einen Gesamtüberdruck
von 6 bar ein. Die zweite Polymerisationsstufe
wird unter kontinuierlichem Einleiten von Äthylen durchgeführt. 42 Minuten nach Beginn der zweiten Polymerisationsstufe unterbricht man die Polymerisation mit Isopropanol
und bläst nicht umgesetzte Monomere ab. Das Verhältnis der Äthylenbeschickung in der ersten Stufe zur Äthylenbeschik-
kung der zweiten Stufe beträgt 60 : 40. Durch Filtrieren des erhaltenen Produkts und Trocknen unter vermindertem
Druck bei 600C erhält man 1472 g eines Polymerisats, Dichte
0,945 g/cm3, SI 0,055 g/10 min, SFV 173, Schüttdichte 0,30 g/
cm3. Die Katalysatoraktivität beträgt 40 300 g Polymerisat/
g Ti . h . atm C3H4.
J 030064/0617
Γ "1
Beim Formen zu einer Blasfolie von 10 μπι Dicke zeigt das
Polymerisat gute Verarbeitbarkeit und die Folie weist nur 6 Fischaugen/1000 cm2 auf und besitzt zufriedenstellende
physikalische Eigenschaften.
Ein 10 Liter-Edelstahl-Rührautoklav wird mit trockenem
Stickstoff gefüllt und mit 2460 g Butan, 40 g Propylen und 10 mMol Triisobutylaluminiuin beschickt. Nach Erhöhen
der Temperatur auf 70°C leitet man Wasserstoff bis zu einem Gesamtüberdruck von 23,5 bar und hierauf Äthylen bis zu
einem Gesamtübertruck von 30,5 bar ein. Die Polymerisation wird durch Zugabe von 62,8 mg der in Beispiel 1 hergestellten
festen Katalysatorkomponente zusammen mit 20 ml n-Heptan gestartet. Das Molverhältnis H^/C^H. in der Gasphase
beträgt 1,84. Die erste Polymerisationsstufe wird
124 Minuten bei 70°C durchgeführt, wobei man den Gesamtdruck durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen konstant
hält. Die Polymerisationsmenge in der ersten Stufe beträgt 1098 g.
Nach Beendigung der ersten Polymerisationsstufe stellt man ein Molverhältnis H2/C2H. in der Gasphase von 0,052 und
ein Gesamtüberdruck von 17,5 bar ein. Die zweite Polymerize
ÄO sationsstufe wird unter Konstanthaltung des Gesamtdrucks
durch kontinuierliches Einleiten von Äthylen durchgeführt. 51 Minuten nach Beginn der zweiten Polymerisationsstufe
unterbricht man die Polymerisation mit Isopropanol und bläst nicht umgesetzte Monomere sowie Butan ab. Das Verhältnis
der Äthylenbeschickung in der ersten Stufe zur Äthylenbeschickung der zweiten Stufe beträgt 70 : 30. Durch
Trocknen des erhaltenen Produkts unter vermindertem Druck bei 60°C erhält man 1 590 g eines Polymerisats, Dichte
0,948 g/cm3, SI 0,21 g/10 min, SFV 119, Schüttdichte
0,32 g/cm3. Die Katalysatoraktivität beträgt 88 400 g Polymerisat/g
Ti . h . atm C4H4.
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Γ I
Beim Blasformen des Polymerisats zu 10 Liter-Flaschen ist kein Absenken zu beobachten und die Formteile zeigen zufriedenstellende
physikalische Eigenschaften sowie eine glatte Haut.
Unter Verwendung von zwei in Reihe geschalteten 50 Liter-Polymerisationsreaktoren
wird eine kontinuierliche Polymerisation durchgeführt. Der erste Reaktor wird kontinuierlich
mit 12,5 Liter/h n-Heptan, 25 mMol/h Triäthylaluminium,
0,52 g/h der in Beispiel 1 hergestellten festen Katalysatorkomponente, 3,5 Nm3/h Äthylen und 0,05 Nm3/h Buten-1 beschickt.
Die Polymerisation wird bei 70°C unter einem Gesamtüberdruck von 29 bar durchgeführt, wobei das Volumenverhältnis
H^/C-H, in der Gasphase 3,2 beträgt. Die im
ersten Reaktor entstehende Polymersuspension, die 330 g Polymerisat/Liter n-Heptan enthält, wird durch den Druckunterschied
in den zweiten Reaktor überführt. Der zweite Reaktor wird kontinuierlich mit 12,5 Liter/h n-Heptan,
2,8 Nm3/h Äthylen und 0,05 Nm3/h Buten-1 beschickt und die
Polymerisation wird bei 70°C unter einem Gesamtüberdruck von 7 bar durchgeführt, wobei das Volumenverhältnis H„/C„H. in
der Gasphase bei 0,07 gehalten wird. Die Polymersuspension, die 300 g Polymerisat/Liter n-Heptan enthält, wird aus dem
zweiten Reaktor kontinuierlich abgezogen, wobei man durch Trocknen 7,5 kg/h eines Polymerisats erhält, das einen Rest
Titangehalt von 0,96 ppm (ausgedrückt als Titanatome) aufweist, Dichte 0,953 g/cm3, SI 0,070 g/10 min, SFV 141,
Schüttdichte 0,31 g/cm3.
30
30
Beim Formen des Polymerisats zu einer Blasfolie von 10 um
Dicke werden ein niedriger Extrusionsdruck, ein gutes Absenkverhalten
und sehr gute Blasenstabilität beobachtet. Die Folie weist nur 8 Fischaugen/1000 cm2 auf und besitzt
zufriedenstellende Eigenschaften, z.B. hinsichtlich der Zugfestigkeit, Schlagfestigkeit und Zerreißfestigkeit. Auch
der Farbton ist gut.
L 030064/0617
Claims (15)
1. Verfahren zur Herstellung von Äthylenpolymeren durch
Suspensionspolymerisation von Äthylen Oder Äthylen und einem
a-01efin in mehreren Stufen, in denen eine unterschiedliche
Wasserstoffkonzentration in der Gasphase angewandt wird,
unter Verwendung eines Katalysatorsystems, das eine Übergangsmetallverbindung und eine Organoaluminiumverbindung
enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation in der ersten Stufe mit einem Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff
zu Äthylen von 0,5 bis 15 durchführt, wobei 30 bis 95 Gewichtsprozent der Gesamtpolymerisationsmenge polymerisiert
werden, und in der zweiten Stufe mit einem MoI-verhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen von nicht
mehr als 0,2 durchführt, und daß man als übergangsmetallverbindungskomponente eine feste Katalysatorkoraponente verwendet,
die eine Titan- und/oder Vanadiumverbindung auf einem festen Träger enthält, der durch Umsetzen einer Orga-
nomagnesiumverbindung mit einem Aluminiumhalogenid der allgemeinen
Formel
L 030064/0617 J
ORIGINAL INSPECTED
RfnA1X3-n
und/oder einem Siliciumhalogenid der allgemeinen Formel
R2rnSiX4-m 2
erhalten worden ist, wobei R1 und R Alkyl-/ Cycloalkyl-,
Aralkyl-, Aryl- oder Alkenylreste mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen bedeuten, X ein Halogenatom ist und η und m Zahlen
mit einem Wert von 0 < η < 3 bzw. O <
m < 4 sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Träger in Gegenwart eines Äthers hergestellt worden
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Aluminiumhalogenid wasserfreies Aluminiumchlorid verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Siliciumhalogenid Siliciumtetrachlorid verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Molverhältnis der Organomagnesiumverbindung zu dem Aluminiumhalogenid und/oder Siliciumhalogenid 0,1 : 1 bis
10 : 1 beträgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis der Organomagnesiumverbindung zu dem
Aluminiumhalogenid und/oder Siliciumhalogenid 1 : 1 bis 5:1 beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den festen Träger aufgebrachte Menge an Titan- und/
oder Vanadiumverbindung 0,01 bis 30 Gewichtsprozent beträgt, ausgedrückt als Titan- und/oder Vanadiumatome und bezogen
auf die Gesamtmenge an Träger und aufgebrachter Verbindung.
L -I
030064/0617 =
302Η69
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den festen Träger aufgebrachte Menge an Titan- und/
oder Vanadiumverbindung 0,1 bis 15 Gewichtsprozent beträgt, ausgedrückt als Titan- und/oder Vanadiumatome und bezogen
auf die Gesamtmenge an Träger und aufgebrachter Verbindung.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung der Organomagnesiumverbindung mit dem Aluminiumhalo
erfolgt.
erfolgt.
niumhalogenid und/oder Siliciumhalogenid bei -20 bis +2000C
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Organomagnesiumverbindung der allgemeinen Formeln
R3 MgX und/oder R9 3Mg
verwendet, in denen R ein Alkyl-, Aralkyl-, Aryl- oder Alkenylrest
mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen ist.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyraerisationsmenge in der ersten Stufe 40 bis 85 Ge-Wichtsprozent
der Gesamtpolymerisationsmenge beträgt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen in
der ersten Stufe 1 bis 10 beträgt.
25
25
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis von Gasphasenwasserstoff zu Äthylen in
der zweiten Stufe 0,1 bis 0,002 beträgt.
14. Äthylenpolymere, herstellbar nach dem Verfahren eines
der Ansprüche 1 bis 13.
15. Verwendung der Äthylenpolymere nach Anspruch 14 zur Herstellung
von Formteilen.
35
35
L J
030064/0617
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