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Titel: Elastische Bauplatte, insbesondere für
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Sporträume Beschreibung Die Erfindung betrifft eine elastische Bauplatte,
insbesondere für Sporträume, bei der an der Unterseite einer einstückigen voll durchgehenden
Schicht vereinzelte Federelemente aus einem elastisch zusammendrückbaren geschlossenzelligen
Kunststoffschaumstoff vorgesehen sind.
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Es ist eine Bauplatte dieser Art bekannt (Zeitschrift "Kunststoffe",
Bd. 61, 1971, S. 745-749) die als Bodenbelag in Sporthallen mit sogenannten Schwingböden
dient. Bei dieser Bauplatte sind die Federelemente von der z.B. aus Sperrholz bestehenden
durchgehenden Schicht unabhängig, bestehen aus dem elastischen Kunststoffschaumstoff
und ist der Querschnitt der rechteckigen Federelemente vom freien Ende zur durchgehenden
Schicht hin gleichbleibend. Nähere Angaben über die Eigenschaften des hier in Betracht
zu ziehenden Kunststoffschaumstoffes sind der "TI Technische Information" 81051
November 1976 der BASF über Kunststoffe zu entnehmen. Bei einem Aufprall einer großen
Kraft auf diese Bauplatte gibt diese zunächst nach, wobei das Maß des Nachgebens
vom Querschnitt der Federelemente und deren Verteilungsdichte abhängt. Das Nachgeben
erfolgt gleichförmig,
bis die Federelemente entsprechend der Aufprallkraft
voll komprimiert sind. Sodann wird die Bauplatte hinsichtlich der weiteren Absorption
des starken Aufprall es wie eine harte Bauplatte, zumal die durchgehende Schicht
aus einem harten, nicht elastisch zusammendrückbaren Werkstoff besteht. Ein derartiges
Elastizitätsverhalten ist in vielen Fällen und gerade bei einem Schwingboden unerwünscht,
da eine harte und schlagartige Beendigung eines starken Aufpralles für den menschlichen
Körper stets von Nachteil ist.
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Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Bauplatte der eingangs
genamtenArt zu schaffen, bei der unter Wahrung der für den Gebrauch erforderlichen
Härte auch ein sehr starker Aufprall in einem verstärkten Umfang elastisch abgefangen
wird und der Widerstand der Bauplatte gegen eine weitere Zusammendrückung aufgrund
des starken Aufpralles nicht schlagartig sehr groß wird sondern sich über eine verlängerte
Spanne der Zusammendrückung ständig vergrößert. Die Erfindung sieht, diese Aufgabe
lösend, vor, daß die durchgehende Schicht und die vereinzelten Federelemente einstückig
aus demselben Kunststoffschaumstoff bestehen und der Querschnitt der Federelemente
von deren freien Ende zu der durchgehenden Schicht hin zunimmt.
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Durch die Kombination der Federelementstücke mit der elastischen Zusammendrückbarkeit
der durchgehenden Schicht wird eine Verbesserung der Federcharakteristik der Bauplatte
erreicht, indem die "Feder" auch bei geringerer Belastung etwas anspricht.
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Insbesondere aber wird ein weicherer Übergang von Nachgiebigkeit
bzw.
Durchbiegung zur Starrheit des Bodenbelages, wenn die durchgehende Schicht zwischen
den Federelementstücken auf dem Rohboden aufliegt, erreicht: es wird nämlich das
Aufsetzen auf den harten Rohboden bzw. Unterboden gedämpft. Dabei nimmt der Widerstand
der Bauplatte schon während der Zusammendrückung der Federelemente wegen deren zunehmenden
Querschnittes allmählich zu, so daß auch dann, wenn die Zusammendrückung der durchgehenden
Schicht beginnt, kein abrupter, starker Übergang im Federverhalten der Bauplatte
zu verspüren ist. Die Einstückigkeit der Federelemente mit der durchgehenden Schicht
ermöglicht unter einem annehmbaren Herstellungsaufwand einen ausreichend gleichförmigen
stetigen Übergang der Federelemente in die durchgehende Schicht.
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Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn im Randbereich jedes
Federelementes dessen Dichte vom freien Ende zur durchgehenden Schicht hin zunimmt.
Hierbei ist die allmähliche Zunahme des Widerstandes der Federelemente gegen die
Zusammendrückung während der Zusammendrückung besonders ausgeprägt, weil in jeden
Augenblick der Zusammendrückung der gerade zusätzlich beanspruchte Rand-Querschnittsbereich
in etwa die gleiche Dichte aufweist, die in dem Kern-Querschnittsbereich herrscht,
in dem bereits eine Zusammendrückung erfolgt ist.
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Es ist denkbar, die erfindungsgemäße Bauplatte aus einer homogenen,
überall gleiche Dichte aufweisenden relativ dicken Schaumstoffplatte herzustellen,
aus der das Material zwischen den Federelementen herausgefräst wird; allerdings
läßt sich
damit eine an verschiedenen Stellen verschiedene Dichte
der Federelemente nicht erreichen. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es daher,
wenn die Federelemente durch Heißprägen einer vollen aus dem Kunststoffschaumstoff
bestehenden Platte hergestellt sind.
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Der für die erfindungsgemäße Bauplatte verwendete Kunststoff läßt
sich nämlich sehr gut durch Heißprägen verformen. Dabei wird ein Stempel, der die
Federelemente ausspart und die Höhlungen zwischen den Federelementen zu bilden hat,
auf die volle Platte gepreßt, wobei der Stempel und gegebenenfalls auch die Platte
in der erforderlichen Weise erhitzt sind. Dort wo die Höhlungen bzw. Aussparungen
zu bilden sind, wird das Material der Platte dauerhaft komprimiert. Hierdurch wird
angrenzend an die Höhlungen eine erhöhte Dichte des Materials erzeugt.
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Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist vorgesehen, daß
die den Federelementen gegenüberliegende Seite der durchgehenden Schicht mit einer
weiteren Lage kaschiert ist. Es liegt also eine Schichtbauplatte vor, wobei die
weitere Lage die Nutzseite der Bauplatte bildet. Wenn die Bauplatte in Turnhallen
zwecks Prallschutz zur Verkleidung von Wänden verwendet wird, dann ist die weitere
Lage z.B. eine nicht zusammendrückbare, relativ dünne, jedoch flexible Folie. Wenn
die Bauplatte in Turnhallen den Fußboden bilden soll, dann ist die weitere Lage
z.B. eine nicht zusammendrückbare, relativ dicke, gegenüber einer Folie steife Platte
aus Preßspan, Sperrholz oder Kunststoff. Die weitere Lage ist z.B. mittels eines
zusätzlichen
Klebemittels aufgeklebt oder gleichzeitig mit dem Heißprägen
durch Erhitzen der weiteren Lage undZoder der durchgehenden Schicht mit der durchgehenden
Schicht verhaftet.
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Die Dicke der durchgehenden Schicht und die Höhe der Federelemente
werden durch Versuche auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt. Besonders zweckmäßig
und vorteilhaft ist es jedoch, wenn das Verhältnis der Dicke daraus durchgehender
Schicht und Federelementen bestehenden Einheit zur Dicke der durchgehenden Schicht
von 1,0 bis 2,25 , insbesondere von 1,5 bis 2, vorzugsweise ca. 1,75 beträgt. Dicken
im Rahmen dieser Verhätnisse erfüllen die Bedingungen, die im Rahmen der Erfindung
an eine Bauplatte für Sporträume gestellt werden, besonders gut.
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Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es auch, wenn das Verhältnis
der Gesamtfläche der mit den Federelementen versehenen Seite zur Summe der oberen
Deckflächen der Federelemente von 3 bis 13, insbesondere von 5 bis 11, vorzugsweise
7 bis 9 beträgt. Flächen im Rahmen dieser Verhältnisse erfüllen die Bedingungen,
die im Rahmen der Erfindung eine Bauplatte für Sporträume gestellt werden, besonders
gut.
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Die Federelemente sind z.B. wie Kegelstümpfe ausgebildet, also im
Querschnitt rund. Herstellungsmäßig d.h. vom Werkzeug her ist es von Vorteil, wenn
die Federelemente pyramidenstumpfartig, also im Querschnitt im wesentlichen rechteckig
ausgebildet sind. Die Zunahme des Querschnittes ist z.B. vom freien Ende der Federelemente
bis zur durchgehenden Schicht gleichbleibend.
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Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Querschnittszunahme
der Federelemente sich zur durchgehenden Seite hin vergrößert, da dann der Übergang
vom Federelement zur durchgehenden Schicht verbessert ist und eine einfachere Gestaltung
des heißprägenden Werkzeuges ermöglicht ist.
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Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es auch, wenn das Verhältnis
des Abstandes der Mitten der freien Enden zweier benachbarter Federelemente zur
Höhe der Federelemente von 2 bis 4, insbesondere von 2,5 bis 3,5 , vorzugsweise
ca. 3 beträgt.
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Unter diesen Verhältnissen ist die Federcharakteristik am besten auf
die Bedürfnisse in Sporträumen abgestellt. Dabei sind im Rahmen der Erfindung unter
Bedürfnissen in Sporträumen primär die Forderungen zu verstehen, die an in Fußboden
gestellt werden und zwar insbesondere dann, wenn dieser die Eigenschaften eines
Schwingbodens aufweisen soll.
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Die Verteilung der Federelemente über die Fläche ist zumeist gleichförmig,
um an allen Stellen des Fußbodens ein gleiches Federverhalten zu erreichen. Die
Federelemente sind zumeist in parallelen Reihen angeordnet, wobei z.B. jeweils zwei
benachbarte Reihen gegeneinander versetzt sind, so daß deren Federelemente zueinander
auf Lücke stehen. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Federelemente
in einander deckenden Reihen angeordnet sind, da dies die Herstellung erleichtert.
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In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
dargestellt
und zeigt Fig. 1 eine Unteransicht eines Teiles einer elastischen Bauplatte in einem
Sportraum und Fig. 2 einen Querschnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1.
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Die Bauplatte gemäß Zeichnung ist Teil eines Fußbodenbelages und liegt
auf einem Rohboden 1 aus Beton. Auf dem Rohboden liegt eine einheitliche Lage aus
einem elastisch zusammendrückbaren geschlossenzelligen Kunststoffschaumstoff, die
aus einer einstückigen voll durchgehenden Schicht 2 und an deren Unterseite befindlichen
Federelementen 3 besteht, die am Rohboden abgestützt sind. Die den Federelementen
3 gegenüberliegende, obere Seite der durchgehenden Schicht 2 ist mit einer festen
Platte 4 aus Preßspan kaschiert.
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Die Hohlräume zwischen den Federelementen 3 sind im Querschnitt halbkreisförmige
Rinnen und der waagerechte Querschnitt vergrößert sich kontinuierlich von unten
nach oben. Durch diese Querschnittsvergrößerung weist jedes Federeleent 3 einen
Randbereich 5 auf, dessen Dicke von unten nach oben zunimmt.
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Die Dicke der durchgehenden Schicht 2 ist größer als die Dicke bzw.
Höhe der Federelemente 3. Jedes Federelement 3 bildet eine im wesentlichen rechteckige
Deckfläche 6, die auf dem Rohboden aufliegt. Die Federelemente 3 sind gemäß Fig.
1 in Reihen angeordnet, deren Glieder jeweils genau nebeneinander angeordnet sind.